DE202015002012U1 - CO₂ - Explosivkörper mit integriertem Wassertank und optionaler Tensid-Beimischung zur Brandbekämpfung - Google Patents
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Abstract
CO2-Explosionskörper, der in oder an einen Wassertank angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der CO2-Behälter im Wassertank integriert ist oder dass der CO2-Behälter an den Außenseiten des Wassertanks montiert ist.
Description
- Die Erfindung aus dem technischen Gebiet der Brandbekämpfung. Bisher werden Wald- und Flächenbrände mithilfe von speziellen Löschflugzeugen oder von lokalen Feuerwehren gelöscht. Diese Methoden bergen aber das Problem, dass Waldbrände oft in Gebieten mit geringer Feuerwehrdichte auftreten und dass Löschflugzeuge aufgrund sehr großer Distanzen oft relativ lange brauchen, um zum Einsatzort zu gelangen. Deswegen können viele Waldbrände nicht schnell genug effektiv bekämpft werden und nehmen unkontrollierbare Ausmaße an. Dieses Problem kann durch die im Folgenden beschriebene Apparatur gelöst werden.
- Die Innovation besteht aus einer mit verflüssigtem CO2 gefüllten Kammer, welche an oder in einem mit Wasser und biologisch abbaubarem Schaummittel gefüllten Behältnis angebracht ist. Am CO2 Behälter befindet sich ein Überdruckventil, welches verhindert, dass die Bombe bei Fehlfunktion unkontrolliert explodiert. Mithilfe eines ferngesteuerten Zünders mit einer geringen Menge Sprengstoff explodiert der CO2 Behälter unter Abgabe einer Druckwelle und starker Abkühlung des Gases. Durch diese Explosion wird auch die Wasserkammer zerrissen, wodurch der Inhalt weiträumig verteilt wird. Das Kohlenstoffdioxidgas verbindet sich ab circa 3 Prozent Schaummittel im Wasser mit dem Inhalt des Flüssigkeitstanks zu Schaum. Bei einer geringeren Zumischrate wird nur die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt und es bildet sich ein Aerosol. Der Schaum verteilt sich kreisförmig auf eine je nach Füllmenge und Gasmenge relativ große Fläche und löscht das Feuer auf verschiedene Weisen:
- – Die Schaumschicht und das übrige CO2-Gas, welches sich kurzzeitig am Boden absetzt, schneiden die Verbrennungsreaktion vom Luftsauerstoff ab, wodurch das Feuer erstickt. Das Schaummittel sorgt für einen Netzeffekt und ein Eindringen der Flüssigkeit in das verbrennende Material, sodass das Material durchnässt wird und nicht erneut anfangen kann zu brennen.
- – Die Druckwelle sorgt für ein „Ausblasen” der Flammen.
- – Das Wasser wird durch die Explosion fein zerstäubt und hat somit eine größere Oberfläche, was einen noch größeren Kühleffekt bewirkt.
- – Das kühle Gas und das verdampfende Wasser entziehen der Reaktion Wärmeenergie, was dazu führt, dass die Temperatur für die Verbrennungsreaktion unterschritten wird und somit die Reaktion gestoppt
- Das Zusammenspiel dieser einzelnen chemischen und physikalischen Effekte erzielt eine große Gesamtwirkung, welche das Feuer effektiv bekämpft und löscht.
- Die „Bombe” kann mit verschiedensten Flugzeugtypen, Drohnen oder Trägerraketen transportiert und über Brandherden abgeworfen werden. Dies stellt einen großen Vorteil zu Löschflugzeugen dar, da es sehr viele private und militärische Flugzeuge gibt, die für die Anwendung der Bombe in Frage kommen. Somit wird die Anflugzeit aufgrund geringerer Distanzen verringert und es kann mit vielen Flugzeugen gleichzeitig gelöscht werden. Dadurch müssen sich weniger Einsatzkräfte am Boden in die Gefahrenzone begeben, was einerseits das Risiko von Unfällen herabsetzt und andererseits in Gebieten mit wenigen Feuerwehren hilfreich ist. Ein weiterer Vorteil der Apparatur ist die Zielgenauigkeit, aufgrund der kompakten Bauweise kann der Fall nur wenig von der Thermik des Feuers oder von Winden beeinflusst wird. Daraus resultiert, dass die Piloten höher über dem Feuer fliegen können und ein geringeres Risiko eingehen müssen. Zudem können viele Bomben auf Vorrat günstig produziert werden und an waldbrandgefährdeten Orten gelagert werden. Sie können auch mit Fahrzeugen vor die Brandfront platziert werden und gezündet werden, wenn das Feuer die Bomben erreicht hat, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern.
Claims (5)
- CO2-Explosionskörper, der in oder an einen Wassertank angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der CO2-Behälter im Wassertank integriert ist oder dass der CO2-Behälter an den Außenseiten des Wassertanks montiert ist.
- Optionale Beimischung von Tensiden nach Anspruch 1 zur Verbesserung der Brandbekämpfung dadurch gekennzeichnet, dass Zusatzstoffe dem Wasser beigemischt werden können, die zu einer effizienteren Brandbekämpfung beitragen.
- Anbringung eines an in Anspruch 1 angebrachten Zündmechanismus dadurch gekennzeichnet, dass eine Sprengvorrichtung an den CO2-Tank angebracht wird, die sicherstellt, dass der CO2-Explosionskörper aus Anspruch 1 auch wirklich zur Explosion gebracht wird.
- Abwerfen oder Abfeuern der in Anspruch 1 genannten Explosionskörper zur Brandbekämpfung dadurch gekennzeichnet, dass das Abwerfen des CO2-Explosionskörpers aus bemannten oder unbemannten Flugkörpern bzw. das Abfeuern von GPS-gesteuerten Trägerraketen, an dem der in Anspruch 1 genannte Explosionskörper angebracht ist, unter Schutz steht.
- Anbringung von Schutzmaßnahmen an den in Anspruch 1 genannten Explosionskörper dadurch gekennzeichnet, dass z. B. das Anbringen von Sicherheitssystemen an den CO2-Explosionskörper gewährleistet, dass der Explosionskörper bei ausbleibender Explosion keine Gefahr für die Rettungsmannschaften darstellt.
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| DE (1) | DE202015002012U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102023107513A1 (de) | 2023-03-24 | 2024-09-26 | Walter Mielke | Vorrichtung zum Löschen zumindest eines Brandes im Freiland, insbesondere in waldreicher Umgebung |
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2015
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