DE2009149A1 - Falschzwirnvornchtung - Google Patents
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Description
Zinser Textilmaschinen GmbH
Ebersbach /FiIs
Ebersbach /FiIs
FaIschzwirnvorrichtung
Die Erfindung befaßt sich mit Falschzwirnvorrichtungen für textile. ■
Fäden, die eine Fadenzuführvorrichtung, eine Fadenabziehvorrichtung, eine dazwischen angeordnete Vorrichtung zum Erteilen von Drehung
und eine zwischen der Vorrichtung zum Erteilen der. Drehung und der
Fadenzuführvorrichtung angeordnete Drallstopvorrichtung zum Verhindern der Fortpflanzung der erteilten Drehung über diese Vorrichtung hinaus aufweisen.
Es ist eine Vorrichtung bekannt (BP 1.145 406), bei der einem vorzugsweise
synthetischen, thermoplastischen Garn aus einer Vielzahl von Einzelkapillaren in einer Behandlungszone, der das Garn durch
ein Zuführwalzenpaar zugeführt und aus der es durch ein Abführwalzenpaar abgeführt wird, mittels eines Falschdrallorganes, beispielsweise
einer Falschdrahtspindel, falscher Drall erteilt wird. Damit der
falsche Drall sich vom Falschdrallorgan entgegen dem Fadenlauf nicht
bis zum Zuführwalzenpaar fortpflanzt, wobei er die ordnungsgemäße Arbeitsweise dieses Zuführwalzenpaares beeinträchtigen würde, weist
diese bekannte Vorrichtung zwischen dem Falschdra.llorgan und dem Zuführwalzenpaar in der Mhe des letzten eine Drallstopvorrichtung
auf. Diese Drallstopvorrichtung hat die Aufgabe, eine Fortpflanzung
des Dralles in dem durch oder über die Drallstopvorrichtung laufenden
Garn über diese Drallstopvorrichtung hinaus zu verhindern. Sie weist
zu diesem Zweck beispielsweise zwei, sich in geringem Abstand gegenüberstehende Gleitflächen auf, deren Abstand geringer ist als der
Durchmesser des Garnes. Beim Hindurchziehen des Garnes zwischen diesen Gleitflächen wird das Garn durch flächiges Ausbreiten seiner
Kapillaren verflacht und in dieser flachen Form zwischen den Gleitflächen an einer freien Drehung und damit an der Fortpflanzung des
Dralles über die Drallstopvorrichtung hinaus gehindert.
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Diese Drallstopvorrichtung hat den. Nachteil, daß der Faden über
feststehende Flächen gleiten muß. Insbesondere bei feinen Kapillaren
führt dies leicht au Eapillarenbrüchen, die als schwere Garnfehler gelten. Um diesen Nachteil zu vermeiden, sieht die bekannte
Vorrichtung weiter vor, das Garn, in einer flachen Hut eines
Klemmwalzenpaares flach auszubreiten und an einer freien Drehung
zu hindern» Die Anwendung dieser Vorrichtung ist jedoch ebenso wie die der vorher beschriebenen -auf Garne mit einer Vielzahl von
Kapillaren beschränkt. An monofilen Fäden ist sie nicht verwendbar.
Um auch an monofilen Fäden die Fortpflanzung von Drall über eine
P bestimmte Stelle im Fadenlauf zu verhindern, schlägt die Erfindung
vor, daß die Dral1stopvorrichtung als an sich bekannte, vom Faden
umschlungene, frei drehbare Solle mit V-förmiger Fadenführungsnut
ausgebildet ist, wobei die Flanken der Fadenführungsnut ineinandergreifende
Nasen aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung der ErfinduEg wird vorgeschlagen, daß der
Umschiingungswinkel des Fadens auf der Drallstoprolle veränderbar
ausgebildet ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daS der
Drallstoprolle ein den zulaufenden oder den ablaufenden Faden führender Fadenführer zugeordnet ist, dessen Stellung in Umfsngsrichtung
der Drallstoprolle veränderbar ist. Zu diesem Zweck schlägt L· die Erfindung einen Fadenführer vor, der auf einen um die Drehachse
der Drallstoprolle schwenkbaren und feststellbaren Halteglied unge ordnet ist.
In den Figuren der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in
einigen Ausführungsbeispielen dargestellt. 2s aeigen:
Fig. 1 rein schema tisch den Fader-i^af an einer Falschdrahtmaschine
in Seitenansicht;
Pig» 2 den Gegenstand der Fig. 1 ir. Vorderansicht;
Pig» 2 den Gegenstand der Fig. 1 ir. Vorderansicht;
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Fig« 5 eine Ausführung des Krfindungsgegenstand.es in
Seitenansicht;
Fig. 4 eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes in
Fig. 4 eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes in
Seknittdars teilung j - -
Fig., 5 eine Ausfüjaxung: des Erfindungs gegenstandes in
Yorderans icirt;
Fig. 6 rein schematise]! die Abwicklung der Fadenführungsnut des Brfindungsgegenstandes.
Fig. 6 rein schematise]! die Abwicklung der Fadenführungsnut des Brfindungsgegenstandes.
Die Figuren 1 und 2 aeigen. beispielhaft eine Falschdrahtvorrichtung,
für die der Gegenstand der -vorliegenden Erfindung bestimmt ist. Der
au bearbeitende Faden 1 wird Tom einer Spule 5 durch ein Walzenpaar
5/6 über einen Fadenführer 8 angesogen.'Die untere Walze 5 des Walzenpaares
ist angetrieben,, die obere Malze 6 liegt auf der unteren V/alze auf raid wird von dieser angetrieben.-. Der Faden 1 ist mit Hilfe eines
Mllenfadenfükre-rs 10 mehrfach büeh die Walze 6 und diesen Sillenfadenflihorer
geschlungen und wird so mit bestimmter Liefergeschwindigkeit
"bewegt.
Vom Viaizenpaar 5/6 läuft der Faden zu einer ersten Galette 12, der
eine Veriegevalze ^'zugeordnet ist. Der Faden umschlingt mehrfach
Galette 12 und Yerlegewalse 13 lamd wird so mit bestimmter Liefergeschwindigkeit
gefördert, Die Liefergeschwindigkeit der ersten Galette 12 kann höher sein als die Liefergeschwindigkeit des
Walzenpasres 5/6j so daß der Faden 1 zwischen dem Walzenpaar und
der Galette verstreckt wird.
Yon der ersten Galette 12 läuft der Faden zu einer zweiten Galette
l6, der ebenfalls eine Terlegewalae 15 zugeordnet ist. Zwischen den
beiden. Gsletten 12 und l€ passiert der Faden eine den eigentlichen
Gegenstand der Anmeldung darstellende und im folgenden näher erläuterte
Brailstopvorrichtung Ifs eine Heizvorrichtung 19 und eine
Falschdrallvorrichtung 20 beispielsweise in Form einer Palschdrahtspindel»
Yon der zweiten Galette 16 läuft der Faden zu einer von einer trommel 22 angetriebenen Spule 2Δ3 auf die er aufgewickelt wird.
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Im Betrieb erteilt die Falschdrallvorrichtung 20 dem Faden vor und hinter dieser Falschdrallvorrichtung Drehung entgegengesetzter
Richtung (Falschdraht), die sich entgegen dem Fadenlauf über die Heizvorrichtung 19 bei NichtVorhandensein der Drallstopvorrichtung
bis zur ersten Galette 12 fortpflanzen würde. Dieser Drall würde ..,....-dazu
führen, daß sich der Faden auf dieser Galette abrollt und je nach Drehrichtung von der Galette ablaufen oder in die anderen
Windungen auf der Galette hineinlaufen würde. Dies zu verhindern ist Aufgabe der Drallstopvorrichtung 17.
Die Drallstopvorrichtung 17 besteht gemäß Fig. 3 bis 5 aus einer
frei und leicht drehbaren Rolle 26, die zu diesem Zweck vorteilhaft mittels Wälzlagerung, beispielsweise mittels eines Kugellagers
28 auf einem Bolzen 30 gelagert ist. Mittels des Bolzens
kann die Rolle 26 an einem Träger 32 des Maschinengestelles befestigt
werden.
Die Rolle 26 besteht aus einer Scheibe 34» die auf dem Kugellager
drehbar gelagert ist und einem Ring 36, der auf der Scheibe befestigt
ist. Gegen ihrem Rand zu weisen Scheibe 34 un-d Ring 36
radiale Nasen 38 auf, die im Rand der Scheibe bsw. des Ringes
verlaufen. Scheibe 34 und Ring 36 sind so zueinander angeordnet,
daß die Nasen des einen Teiles zwischen den Nasen des anderen Teiles stehen. Auf diese Weise wird eine im Querschnitt V-förmige,
nach außen offene, in Umfangsrichtung betrachtet wellenförmige
Fadenführungsnut 39 gebildet.
Ein Faden, der in diese Nut 39 eingelegt wird, legt sich abwechselnd
an die ineinandergreifenden Nasen 38 der Scheibe 34 bzw.
des Ringes 36 an und wird dabei wellenförmig gekrümmt. Diese mehrfache
Anlage des Fadens verhindert sicher eine Fortpflanzung der
Drehung im Faden, Dies erfolgt ohne jede Klemmung des Fadens, die die Gefahr einer Beschädigung des Fadens bedeuten würde. Vielmehr
legt sich der Faden je nach der Zugspannung, unter der ei· steht,
mehr oder minder tief in die Nut 39 der Rolle 26 ein,
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Die Rolle 26 ist vorteilhafterweise sehr leicht ausgeführt und sehr leicht drehbar, so daß sie ohne weiteres von dem über sie
laufenden Faden in Drehung versetzt werden kann. Die Bolle. 26
kann so zwischen den aufeinanderfolgenden, den Faden führenden Λ
Organen der Maschine angeordnet werden, daß sie den Faden aus seiner geraden Laufrichtung auslenkt und er dadurch um einen gewissen
Umfangswinkel in der Nut 39 liegt. In vielen Fällen erscheint
es jedoch vorteilhaft, der Rolle 26 je einen Fadenführer wie 46 oder 48 vor- oder nachzuordnen, durch dessen Anordnung
der Faden in einem gewissen Umschiingungswinkel durch die Nut der
Rolle 26 geleitet wird.
Eine besonders starke Drehung im Faden erfordert es, daß der Faden
über einen großen Umschiingungswinkel in der Nut 39 liegt, um eine
Fortpflanzung der Drehung mit Sicherheit zu vermeiden. Da jedes
Berühren des Fadens aber die Gefahr einer Beschädigung der sehr
feinen Kapillaren bedeutet, wird der Umschlingungswinkel nicht
größer gewählt als notwendig. Um diesen Umschlingungswinkel den
Erfordernissen anpassen zu können, ist vorteilhafterweise einer
der der Rolle 26 zugeordneter Fadenführer in seiner Stellung veränderbar ausgebildet. Zu diesem Zwecke ist zwischen einer
Schulter 40 des Bolzens 30 und dem Träger 32 unter Zwischenlegen
einer Tellerfeder 42 eine Platte 44 drehbar gehalten. Die Spannung
der Tellerfeder 42 ist durch entsprechendes. Anziehen der Mutter
so gewählt, daß die Platte 44 gedreht werden kann, daß. sie jedoch durch den Zug des Fadens 1 nicht verdreht wird. Am Umfang der
Platte 44 ist ein Fadenführer 46,derart angeordnet, daß seine Führungsöse
in der Ebene der Nut 39 der Rolle liegt. Die Platte 44
weist einen Bord 45 aufj der den Rand der Rolle 26 teilweise überragt
und ein Einlaufen des Fadens zwischen Rolle 26 und Platte verhindert. . . -
Durch Verdrehen der Platte 44 wird die Stellung des-. Fadenführers
auf der Platte beispielsweise aus seiner in Fig.-3-ausgezogen dargestellten Stellung in die.strichpunktiert:dargestellte Stellung
bei 46' verschoben, wobei der Uraschlingungswinkel des Fadens auf
■ ■ . ■ - 6 - Λ- '
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der Rolle von a auf a1 vergrößert wird. Die Platte 44 wird zur
richtigen Einstellung des Padenführers 46 ausgehend von einem
geringen Umschlingungswinkel unter Vergrößerung dieses Umschlingungswinkels
allmählich verdreht, bis die Auswirkungen der Drehung auf der vorgeordneten Galette 12 verschwinden. Es ist
offenbar, daß sowohl der der Rolle 26 in Fadenlaufrichtung vorgeschaltete, als auch der ihr nachgeschaltete Fadenführer verstellbar
ausgebildet sein kann.
Die Nasen 38 können, wie in Fig. 3 dargestellt, mit eckigen Kanten
versehen, d. h. im Querschnitt eckig ausgebildet sein. In dieser Form weisen sie eine besonders gute Rückhaltung des Dralles im
Faden auf. In anderen Fällen ist eine abgerundete, im Querschnitt bogenförmige Ausbildung der Nasen 38 wie in Fig. 6 dargestellt,
besonders vorteilhaft. In dieser Form weisen sie eine besonders schonende Haltung des Fadens auf. Je nach den gegebenen Umständen
können auch Zwischenformen zwischen eckig und rund besonders vorteilhaft
sein.
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Claims (3)
- 2Ü09H9Patentansprüche . ' . -/l7)) PaIschzwirnvorrichtung für textile Fäden mit einer Fadenführvorrichtung, einer Fadenabziehvorrichtung^-einer dazwischen angeordneten Vorrichtung zum Erteilen von Drehung: und einer zwischen der Vorrichtung zum Erteilen der Drehung und der Fadenzuführvorrichtung angeordneten Drallstopvorrichtung zum Verhindern der Fortpflanzung der erteilten Drehung über diese Vorrichtung hinaus, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallstopvorrichtung als an sieh Vekannte, vom Faden umschlungene, frei drehbare Rolle (2b) mit V-förmiger Fadenführungsnut (39) ausgebildet ist, wobei die Planken der "Fadenführungsntit ineinandergreifende Nasen (38) aufweisen*
- 2.) Falschzwirnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschiingungswinkel des Fadens auf der Dralls toprolle (26) veränderbar ausgebildet ist.
- 3.) Falschzwirnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drallstoprolle (26) mindestens ein den zulaufenden oder den ablaufenden Faden (l) führender Fadenführer (46) zugeordnet ist, durch dessen Stellung in Umfangs· richtung der Drallstoprolle der Ums chiingungswinkel des Fadens auf der Drallstoprolle veränderbar ist.4») Falschzwirnvorrichtung nach Anspruch 3i dadurch gekennzeichnet, daß der stellungsveränderbare Fadenführer (46) auf einem um die Drehachse"der Drallstöprolle (26) schwenkbaren und feststellbaren Halteglied (44) angeordnet ist*BAD10983771395
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