DE2009017B2 - Kohlefuellwagen fuer verkokungsoefen - Google Patents
Kohlefuellwagen fuer verkokungsoefenInfo
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Description
40
Gegenstand der Erfindung ist ein auf der Ofendecke verfahrbarer Wagen zum Einfüllen der Kokskohle in
mit Füllöffnungen in der Decke versehene Ofenkammern, bei dem in teleskopartig verlängerbaren, auf die
Ofendecke aufsetzbaren Einfüllrohren mittels senkrechter Zugmittel geführte Greifer für die Füllochdekkel
laufen und an den Einfüllrohren zur Förderung des Kohleflusses dienende Schütttrichter mit sich nach unten
kegelstumpfförmig verjüngender Mantelfläche vorgesehen sind, die in abgesenkter Stellung mit ihrem unteren
Rand auf der Schrägfläche der Füllochrahmen aufliegen.
Bei einem vorbekannten Füllwagen dieser Art sind die Einfüllrohre mit einer Einrichtung zum Absaugen
der Füllgase angeschlossen. Eine derartige Einrichtung, die gegebenenfalls ein Reinigen oder Verbrennen der
Füllgase vorsieht, erfordert eine umfangreiche zusätzliche Apparatur und hilft der FüllgasbeJästigung nur teilweise
ab.
Es sind auch Betriebsweisen für Füllwagen bekannt, bei denen die während des Einfüllens der Kohle frei
werdenden Füllgase — durch einen Ejektor unterstützt — in die Gasvorlage abgesaugt werden. Nach dem Füllen
wird zunächst bei einem Fülloch das Einfüllrohr entfernt und der Deckel aufgesetzt, alsdann wird nach- &5
einander bei den weiteren Füllöchern dieser Vorgang wiederholt. Man rechnet hierbei damit, daß durch den
Ejektor so viel Füllgas in das Steigrohr abgesaugt wird, daß gerade ein Fülloch offengehalten werden kann,
ohne daß Gas in die Atmosphäre entweicht. Auch dieses Verfahren ist umständlich, zeitraubend und verhindert
die Füllgasbelästigung nur teilweise.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen auf der Ofendecke verfahrbaren, mit Füllbehältern ausgerüsteten
Wagen so auszubilden, daß bei möglichst gerfngem
Aufwand an Geräten die Ofenkammern durch alle Füllöffnungen gleichzeitig in kurzer Zeit gefüllt
und indem die innerhalb der Ofenkammern beim Einfüllen der Kohle sich bildenden Gase durch die Vorlege
abgesaugt werden, jede Belästigung durch Füllgase unterdrückt wird. Das Mittel, dessen sich die Erfindung
bedient, stellen in besonderer Weise ausgebildete heb- und senkbare Schütttrichter dar.
Gemäß der Erfindung bestehen diese innerhalb der auf die Ofendecke aufsetzbaren Einfüllrohre liegenden
heb- und senkbaren Schütttrichter aus mehreren, nur am oberen Rand miteinander verbundenen Abschnitten
und geben in angehobener Stellung den für die senkrechte Bahn des vom Greifer erfaßten Füllochdeckels
erforderlichen zylindrischen Innenraum des Einfüllrohres frei. Es sind Mittel vorgesehen, um die Abschnitte
des Schütttrichters bei dessen Absenken in die zum Aufliegen des unteren Randes auf den Füllochrahmen
erforderliche Schräglage zu bringen.
Diese Mittel können entweder aus Leitkörpern bestehen, die auf der Innenwand der Einfüllrohre angeordnet
sind. Man kann aber auch in der Wandung der absenkbaren Manschetten der Einfüllrohre Druckstifte
über den Umfang verteilen, die, wenn die Abschnitte des Schütttrichters in ihren Bereich gelangen,
radial einwärts bewegt werden und auf diese Weise die Abschnitte des Schütttrichters in die Schräglage bringen,
bei der ihr unterer Rand auf dem Füllochrahmen aufliegt.
indem sowohl die Manschetten der Einfüllrohre auf der Ofendecke bzw. auf dem äußeren Rand der Fälllochrahmen
als auch der untere Rand der innerhalb der Einfüllrohre absenkbaren Schütttrichter auf der
Schrägfläche des Füllochrahmens zur dichtenden Auflage kommen, ist ein labyrinthartiger Abschluß der
Füliöcher während des Einfüllens der Kohle gegeben, der die Möglichkeit gibt, sämtliche Füllgase in die Gasvorlage
abzuziehen. Daneben haben die heb- und senkbaren Schütttrichter noch die Bedeutung, das Einfüllen
der Kohle zu erleichtern und auszuschließen, daß etwa Kohle auf den Füllochrahmen oder daneben fällt.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen des neuen Füllwagens dargestellt, und zwar in
einem Ausschnitt, der das untere Ende eines Füllbehälters eines solchen Füllwagens, das in der Ofendecke
vorgesehene Fülloch und das Einfüllrohr zeigt. Es handelt sich um senkrechte Schnitte, die durch die Achse
des Füllbehälters und des Füllochs gelegt sind, und zwar zeigt
F i g. 1 einen senkrechten Schnitt bei einem Füllwagen, bei dem am Boden der Füllbehälter Drehteller angeordnet
sind,
F i g. 2 einen senkrechten Schnitt bei einem Füllwagen, bei dem am Boden des Füllbehälters eine Schwingrinne
vorgesehen ist,
F i g. 3 einen senkrechten Schnitt bei einem Füllwagen, bei dem der Füllbehälter durch eine heb- und senkbare
Glocke abgeschlossen ist.
Gleiche Bezugszeichen weisen bei allen Figuren auf gleiche Gegenstände hin.
Mit 16 ist die Ofendecke bezeichnet, in der das Füll-
loch 17 erkennbar ist. Es ist abgeschlossen durch einen Füllochdeckel 5, der auf der schrägen Dichtfläche 7
eines metallischen Füllochrahmens 8 zur Auflage kommt. 5a bezeichnet den Füllochdeckel in der eingesetzten
Stellung.
In jedem Fall ist ein FüllbehäUer 1 vorgesehen, dessen
Auslauf 15 in ein Einfüllrohr 2 mündet. An diesem befindet sich unten eine heb- und senkbare Manschette
3, die außerhalb des eigentlichen Füllochs auf die Ofendecke, wenn angängig noch auf den äußeren Rand des
Füllochrahmens 8, aufsetzbar ist. Die Manschette ist bei allen drei Anordnungen nur in der abgesenkten Stellung
dargestellt.
Die Greifer 4 hat man sich als Elektromagnete vorzustellen,
die mittels einer senkrechten Stange 24 angehoben und abgesenkt werden können. Sie sind in der
Lage, die Füllochdeckel abzuheben und sie in eine Stellung oberhalb des Auslaufs 15 der Füllbehälter zu bringen.
Die Beförderung der Kohle in diesen Auslauf erfolgt bei der Anordnung gemäß F i g. 1 durch einen
Drehteller 22, bei der Anordnung nach F i g. 2 durch eine Schwingrinne 23. Dei· Füllbehälter 1 nach der
F i g. 3 hat einen kegelstumpfförmigen Boden, und die untere öffnung wird durch eine Glocke 14 abgeschlossen,
die gehoben und gesenkt werden kann.
Innerhalb der Einfüllrohre 2 sind die heb- und senkbaren, den Gegenstand der Erfindung bildenden
Schütttrichter 6 angeordnet. Ausgezogen sind sie in der abgesenkten Stellung dargestellt. Mit 6a sind die
Schütttrichter in ihrer strichpunktiert gezeichneten, angehobenen Lage bezeichnet. Jeder dieser Schütttrichter
besteht aus beispielsweise vier senkrechten Abschnitten 21, die durch senkrechte Schnitte 18 voneinander
getrennt sind. In der abgesenkten Stellung bilden diese Abschnitte 21 einen nach unten sich verjüngenden Kegelstumpf
und liegen mit ihrem unteren Rand 20 auf der schrägen Dichtungsfläche 7 des Füllochrahmens 8
auf. In der angehobenen Stellung — mit 6a bezeichnet — hängen die einzelnen Abschnitte 21 lose herab. Man
hat sich vorzustellen, daß am oberen Rand 19 des Schütttrichters 6 eine Zugvorrichtung angreift, die das
Herablassen und Wiederhochziehen des Schütttrichters bewerkstelligt. Zwischen dem oberen Rand 19 und der
Innenwand der Manschette 3 sind Dichtungselemente 12 vorgesehen, die sicherstellen, daß die herabfallende
Kohle nicht in den zwischen Einfüllrohr 2 und Schütttrichter 6 verbleibenden Ringraum 9 gelangt.
Bei der Anordnung nach F i g. 1 sitzen auf der Innenwand des Einfüllrohres als Keilstücke 10 ausgebildete
Leitkörper, die die Abschnitte 21 des Schütttrichters bei ihrem Absenken einwärtsbewegen, damit sie in der
untersten Stellung sich zum Kegelstumpf zusammenschließen und der untere Rand 20 auf der Schrägfläche
7 des Dichtungsrahmens 8 aufliegt.
Bei der Anordnung nach F i g. 2 und 3 erfolgt die Einwärtsbewegung der Abschnitte durch Druckstifte
11, die beispielsweise durch Preßluftzylinder oder Federn nach innen gedruckt werden und auf diese Weise
die Abschnitte 21 des Schütttrichters 6 in die erforderliche Schräglage bringen. Ihre Betätigung erfolgt zweckmäßig
automatisch im Zusammenhang mit der Absenkbewegung der Schütttrichter.
Bei der Anordnung nach F i g. 3 wird die Stange 24, an der sich der Greifer 4, der den Füllochdeckel 5 erfaßt,
befindet, durch die Glocke 14 hindurchgeführt. Er liegt, wie aus F i g. 3 erkennbar ist, in der angehobenen
Stellung an der Unterseite der Glocke 14.
Mit 13 sind Fühler bezeichnet, die dann ansprechen sollen, wenn der Stand der Kohle im Füllbehälter 1 eine
bestimmte Höhe unterschritten hat. Es sind bereits Impulsgeber bekannt, die beim Absinken der Füllung des
Füllbehälters bis auf eine Restmenge, die noch einen Abschluß des Füllbehälterauslaufs gegen die Außenluft
gewährleistet, ansprechen und beispielsweise einen Impuls zum Stillsetzen des Drehtellers 22 (Fig. 1), zum
Stillsetzen der Schwingrinne 23 (F i g. 2) oder zum Absenken der Glocke 14 (F i g. 3) geben.
Das Arbeiten mit dem neuen Füllwagen erfolgt in der Weise, daß zunächst die Manschetten 3 aufgesetzt
werden, alsdann die Füllochdeckel 5 mittels der Greifer 4 abgehoben und alsdann der Schütttrichter 6 herabgelassen
wird. Nunmehr wird entweder die mechanische Fördereinrichtung (Drehteller 22, Schwingrinne 23) in
Tätigkeit gesetzt oder — vgl. F i g. 3 — die Glocke 14 angehoben. Nach beendeter Füllung bleibt zunächst
der Verschluß durch die noch im Behälter befindliche Kohle erhalten. Im Falle der Anordnung nach F i g. 3
wird die Glocke 14 abgesenkt, bei der Anordnung nach den F i g. 1 und 2 der Drehteller 22 bzw. die Schwingrinne
23 stillgesetzt. Nunmehr wird zunächst der Schütttrichter 6 in seine obere Stellung gebracht, alsdann
mittels der Stange 24 der Greifer 4 auf den Fülllochdeckel 5 herabgelassen. Ist der Füllochdeckel 5 eingesetzt,
so wird der Greifer 4 wieder hochgefahren und die Manschette 3 angehoben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Auf der Ofendecke verfahrbarer Wagen zum Einfüllen der Kokskohle in mit Füllöffnungen in der
Decke versehene Ofenkammern, bei dem in teleskopartig verlängerbaren, auf die Ofendecke aufsetzbaren
Einfüllrohren mittels senkrechter Zugmittel geführte Greifer für die Füllochdeckel laufen
und an den Einfüllrohren zur Förderung des Kohlefiusses dienende Schütttrichter mit "sich nach unten
kegelstumpfförmig verjüngender Mantelfläche vorgesehen sind, die in abgesenkter Stellung mit ihrem
unteren Rand auf der Schrägfläche der Füllochrahmen aufliegen, dadurch gekennzeichnet,
daß die innerhalb der Einfüllrohre (2) liegenden
heb- und senkbaren Schütttrichter (6) aus mehreren, durch senkrechte Schnitte (18) unterteilten, nur am
oberen Rand (19) miteinander verbundenen Abschnitten (21) bestehen und in angehobener Stellung
den für die senkrechte Bahn des vom Greifer (4) erfaßten Füllochdeckels (5) erforderlichen zylindrischen
Innenraum des Einfüllrohres (2) freigeben, und auf der Innenwand des Einfüllrohres (2) Leitkörper
(10) angeordnet sind, die die Abschnitte (21) des Schütttrichters (6) bei dessen Absenken in die
zum Aufliegen des unteren Randes (20) auf den Füllochrahmen (8) erforderliche Schräglage bringen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung der absenkbaren
Manschetten (3) der Einfüllrohre (2) über den Umfang verteilte, gegebenenfalls pneumatisch betätigte
radiale Druckstifte (11) angeordnet sind, die die Abschnitte (21) des Schütttrichters (6) bei dessen Absenken
einwärts bewegen.
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