DE2008104C3 - chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das Elastomer - Google Patents
chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das ElastomerInfo
- Publication number
- DE2008104C3 DE2008104C3 DE19702008104 DE2008104A DE2008104C3 DE 2008104 C3 DE2008104 C3 DE 2008104C3 DE 19702008104 DE19702008104 DE 19702008104 DE 2008104 A DE2008104 A DE 2008104A DE 2008104 C3 DE2008104 C3 DE 2008104C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- elastomer
- chamber
- screw press
- liquid
- screw
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 title claims description 57
- 239000000806 elastomer Substances 0.000 title claims description 36
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 33
- 238000001035 drying Methods 0.000 title claims description 6
- 238000002156 mixing Methods 0.000 title claims description 5
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 22
- 239000005060 rubber Substances 0.000 description 21
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 8
- 239000000463 material Substances 0.000 description 7
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 5
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 229920003052 natural elastomer Polymers 0.000 description 5
- 229920001194 natural rubber Polymers 0.000 description 5
- 244000043261 Hevea brasiliensis Species 0.000 description 4
- 239000004014 plasticizer Substances 0.000 description 4
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 3
- 238000013461 design Methods 0.000 description 3
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 3
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 3
- 239000004606 Fillers/Extenders Substances 0.000 description 2
- 239000003963 antioxidant agent Substances 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000010924 continuous production Methods 0.000 description 2
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 238000010008 shearing Methods 0.000 description 2
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 2
- 229920003051 synthetic elastomer Polymers 0.000 description 2
- 239000005061 synthetic rubber Substances 0.000 description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 125000003118 aryl group Chemical group 0.000 description 1
- 239000006229 carbon black Substances 0.000 description 1
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 239000003599 detergent Substances 0.000 description 1
- 238000005189 flocculation Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000000314 lubricant Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 238000007639 printing Methods 0.000 description 1
- 239000010734 process oil Substances 0.000 description 1
- 238000005086 pumping Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Schneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum
gleichzeitigen kontinuierlichen Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in den Elastomer, mit einer vs
länglichen hohlzylinderförmigen Kammer, die durch eine Elastungszone in mindestens zwei Zonen ansteigenden
Druckes unterteilt ist, Kammerabschnitte mit Dränageöffnungen, einen dichten Kammerabschnitt
und in ihren Innenraum ragende Trennansätze aufweist y>
und in deren Innenraum eine Welle mit darauf befestigten Kregen- und Schneckenteilen rotierend
antreibbar ist, wobei aus einem der unmittelbar stromabwärts der Entlastungszone in einem dichten
Kammerabschnitt gelegenen Trennansätzen eine In- 4s
jektordüse zur Zuführung von Flüssigkeit in den Innenraum der Kammer mündet.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Anlage zum Einführen von Flüssigkeiten, wie beispielsweise
Plastizierer, Streckmittel oder Antioxydationsmittel in ein Elastomer, wie z. B. natürliche oder synthetische
Kautschuke, wobei die Flüssigkeiten während eines kombinierten Trockenprozesses des Materials eingeführt
werden. Eine typische Flüssigkeit kann öl sein, wie z. B. Leichtprozeßöl der naphtenischen oder leicht ss
aromatischen Art. Dieses öl dient als intermolekularer Weichmacher und als Schmiermittel, das die Plastizität
und die Bearbeitbarkeit des Elastomers so steigert, daß es leichter zu unterschiedlichen Gestaltungen geformt
werden kann. Ein öl wird auch oft als Streckmittel <«>
zusammen mit Ruß oder Druckerschwärze verwendet zur Vergrößerung der Hauptmasse der Kautschukmischung
zwecks Kostensenkung, ohne daß irgendeine der wichtigen Eigenschaften bemerkenswert reduziert würde,
und in vielen Fällen unter Erzeugung noch besserer ds
Eigenschaften.
Eine Schneckenpresse der eingangs erläuterten Art ist aus der US-PS 31 11 080 für einen anderen Zweck
und eine andere Verwendungsart bekannt Das Material wird unter Druck bearbeitet, während Flüssigkeit
gleichzeitig hinzugefügt wird. Die Flüssigkeit wird schnell und leicht vom Material aufgenommen und kann
in der zweiten Stufe der Presse, in welcher der Druck weiter ansteigt, in das Material eingearbeitet und
eingepreßt werden. Wird dieser allgemeine Gesamtprozeß in einer mehrstufigen mechanischen Schneckenpresse
durchgeführt, so ist nicht nur eine wirksame Trocknung vorgesehen, sondern man fand auch, daß
sich die Flüssigkeit und/oder das Gas wirksam, gründlich und gleichmäßig in das Material mischen läßt
Dies ist besonders bei der Verwendung mit Naturkautschuk erwünscht, bei welchen bisher das Mischen von
Flüssigkeiten, insbesondere ölen, viel Schwierigkeiten gebracht hat Das kontinuierliche Verfahren wurde auch
als wirksame Methode für das Zugeben von öl oder anderen Flüssigkeiten in synthetischem Kautschuk
bestimmt anstelle des Einmischens der Flüssigkeit während des Ausflockungsvorganges.
In der US-PS 29 97 943 ist ferner eine Schneckenpresse beschrieben, bei der allerdings nicht elastomere
Materialien verarbeitet werden. Die Größe des Durchgangs durch die bekannte Schneckenpresse ist im
wesentlichen konstant und es ist nichts über die besondere Ausgestaltung und Bemessung der Dränageöffnungen
gesagt Durch Leitungen werden Spülmittel zugegeben, welche lediglich durch den Preßkuchen
hindurchgehen und unmittelbar danach in der nächsten Stufe wieder ausgetrieben werden.
Es ist schließlich noch eine Formmaschine zur Verarbeitung plastischer Massen mit einer oder
mehreren Schnecken für die Aufbereitung der zu verarbeitenden Masse bekannt, bei welcher zum
Zuführen von Zusatzstoffen zum Grundstoff mindestens eine gesonderte Zuführvorrichtung vorgesehen und mit
dem Arbeitsraum der Aufbereitungsschnecke verbunden ist, wobei diese Zuführvorrichtung in Abhängigkeit
vom Antrieb der Aufbereitungsschnecke steuerbar sind. Hier handelt es sich aber im wesentlichen um einen
konstanten Innendurchmesser der Schnecke, und es sind keine besonderen Dränageöffnungen und insbesondere
nicht mit spezieller Bemessung vorgesehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schneckenpresse der eingangs näher gekennzeichneten
Art so zu verbessern, daß diese bei der Verarbeitung von Elastomeren angewendet werden kann und
Flüssigkeiten, wie z. B. Weichmacher, Sireckmittel oder Antioxydationsmittel in das zu behandelnde Elastomer
eingemischt werden, wobei für eine bestmögliche Dränage unter Vermeidung einer Verstopfung der
Dränageöffnungen durch die hindurchgepreßten Stoffe gesorgt wird.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Größe der Dränageöffnungen in den
Zonen ansteigenden Druckes umgekehrt proportional zum ansteigenden Druck progressiv verringert und in
der Entlastungszone vergrößert ist. Hierdurch sind der bestmögliche Austritt und ein guter Abzug von
Dämpfen und Flüssigkeiten sichergestellt, weil die Bemessung der Dränageöffnungen in genau abgestimmtem
Verhältnis zu dem Druck des dort befindlichen Elastomers vorgesehen ist. Man hat z. B. festgestellt, daß
die Dämpfe zu den Stellen des niedrigsten Druckes zu fließen versuchen, und wenn man dort große Dränageöffnungen
vorsieht, so ist ein optimaler Austritt möglich und das Entfernen aller Dämpfe aus der Kammer in
vorteilhafter Weise sichergestellt.
Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der Injektordüse ein von außerhalb der Schneckenpresse
betätigbares Ventil zur Steuerung der Durchflußmenge zugeordnet ist Man erreicht hierdurch eine
wirksame Injektion in das Elastomer innerhalb der s Schneckenpresse, was unten im einzelnen noch näher
erläutert wird.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Schneckenpresse kann man leicht Flüssigkeiten zu
Kautschuk vollständig in ein und demselben Arbeits- ι ο gang zuführen, durch welchen Flüssigkeit aus dem
Kautschuk entfernt wird. Das ist besonders vorteilhaft bei der Behandlung und Bearbeitung von Naturkautschuk,
wo die Zugabe von Flüssigkeiten bislang recht komplizierte Vorgänge erforderte. Außerdem trägt die
gründlich in den Kautschuk eingemischte Flüssigkeit auch zur Steuerung der Temperatur des Kautschuks bei
und verhindert somit ein Überhitzen und eine Zerstörung des Kautschuks.
Durch die Temperatursteuerung der zugeführten Flüssigkeit kann während des Prozesses eine einwandfreie
Funktion der Feuchtigkeitsabnahme erfüllt werden. Durch die Steuerung und Veränderung der
Flüssigkeitstemperatur ist eine Kompensation für eine mögliche Überhitzung des Kautschuks vorgesehen, und
man erhält also einen wirksamen kontinuierlichen Prozeß, bei dem Wasser oder eine andere Flüssigkeit
aus dem Kautschuk entfernt und öl hinzugeführt wird, um einen »mit öl gestreckten« Kautschuk zu erhalten.
Durch die Ausgestaltung der Dränageöffnungen wird ein Ausgleich geschaffen zwischen der maximalen
Öffnungsgröße für die bestmögliche Dränage einerseits sowie eine entsprechende Verkleinerung der Dränageöffnungen
andererseits, um ein vollständiges Verstopfen der Öffnungen durch hindurchgequetschtes Elastomer vs
zu vermeiden. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es in überraschender Weise möglich, die
erwähnten Flüssigkeiten oder Gase bei der Verarbeitung von Elastomeren in diese einzumischen.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Ansicht einer Ausführungsform einer Schneckenpresse, wobei eine Hälfte der
Kammer weggelassen ist, um die Mehrstufenkonstruktion zu zeigen, und wobei ein Schaltkreis für die
Einführung der Flüssigkeit schematisch dargestellt ist,
F i g. 2 eine vergrößerte Einzelansicht der in F i g. 1 gezeigten Teile im Bereich der Injektordüse,
F i g. 3 eine Seitenansicht mit Einzelheiten des Ventils und der Injektordüse zum Einführen der Flüssigkeit in
das in der Schneckenpresse befindlichen Elastomer,
Fig.4 eine vergrößerte, teilweise abgebrochene
Ansicht durch einen Teil der Kammer der Schneckenpresse, wobei die zwischen den die Kammerwände
bildenden Teilen vorgesehenen Dränageöffnungen dargestellt sind und
Fig.5 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, die eine
modifizierte Ausführungsform der Schneckenpresse darstellt. r,o
F i g. 1 stellt schematisch eine Schneckenpresse dar, die ein Einlaßfüllgefäß 10 aufweist, durch welches zu
bearbeitendes Elastomer zugeführt wird. Das Elastomer wird zwischen den Schneckenteilen einer Förderschnekke
12 aufgenommen und vom Einlaßfüllgefäß 10 in den os Hauptteil der Schneckenpresse getragen. Dieser ist aus
einer äußeren Kammer 15 aufgebaut, die durch zwei aneinandergeschraubte symmetrische Schalenhälften
gebildet ist Die vordere Schalenhälfte wurde in F i g. 1 weggelassen, um das Innere der Schneckenpresse
darzustellen.
Innerhalb der Kammer 15 befinden sich mehrere Kammerabschnitte 16, 17, 18, 15, 20, 21, 22 und 23,
wobei die Kammerabschnitte 16 und 19 die erste Stufe der Schneckenpresse bilden und die Kammerabschnitte
29 bis 23 die zweite Stufe bilden. Jeder Kammerabschnitt 16 bis 23 ist durch einen Rahmen gebildet der
mehrere sich axial erstreckende Wandschienen 25, die in Fig.4 dargestellt sind, hält Diese sind in einigen
Kammerabschnitten 16 bis 23 durch kleine Abstandshalter 26 voneinander getrennt Es kommt darauf an, daß
diejenigen Kammerabschnitte 16 bis 19 und 21 bis 23, durch welche Flüssigkeit abfließt mit Dränageöffnungen
versehen sind, die zwischen nebeneinanderliegenden den Kammerabschnitt bildenden Wandschienen 25
geformt sind, während der Kammerabschnitt 20, bei dem Flüssigkeit eingespritzt wird, keine derartige
Dränageöffnungen aufweist zumindest nicht nahe der Injektionsstelle.
Innerhalb der länglichen, zylindrischen Kammer 15 sind mehrere Kragenteile 32 auf einer Hauptwelle 30
befestigt von denen einige, wie dargestellt verjüngt sein können, um den Querschnittsbereich zwischen dem
Kragenteil 32 und den Wänden der Kammer 15 zu verkleinern. Zwischen diesen Kragenteilen 32 sind
Druckschnecken 35 drehbar auf der Hauptwelle 30 befestigt Diese haben im wesentlichen dieselbe
Konstruktion, mit einem Schneckenteil 37 und einer unterbrochenen Schaufel 38, die vorzugsweise an
einigen in F i g. 2 gezeigten Stellen mit Ausnehmungen versehen ist, um ein gründlicheres Abscheren und
Bearbeiten des Elastomers vorzusehen. Der Hauptunterschied zwischen den verschiedenen Druckschnecken
35 besteht darin, daß die Schneckenteile 37 unterschiedlichen Durchmesser haben, der allgemein entsprechend
dem größeren Durchmesser des folgenden Kragenteils 32 progressiv ansteigt. Die Druckschnecken 35 nehmen
das um den vorhergehenden Kragenteil 32 herumgedrückte Elastomer auf und bewegen es unter Druck
über den nächstfolgenden Kragenteil 32 und um diesen herum und zur nächsten Druckschnecke 35. Die
Drehung der Hauptwelle 30, welche diese Tätigkeit hervorruft, wird von einem Antrieb 40 erhalten, der
einen Energieanschluß aufweist sowie ein Getriebe, durch welches die gewünschte Rotation der Förderschnecke
12 und der Druckschnecken erhalten wird.
Die Kammer 15 hat vorzugsweise konstanten Durchmesser und weist eine Eintritts- oder Zuführöffnung
auf, wo die Förderschnecke 12 in die Kammer 15 eintritt, und eine durch einen Austrittsring 42 am
gegenüberliegenden Ende der Kammer 15 gebildete Einladeöffnung. Dieser Austrittsring 42 ist an einem
drehbaren Schneckenzahnrad 43 befestigt, das auf einem mit Gewinde versehenen Ansatz 44 getragen
wird, so daß die Drehung eines Einstellschneckengetriebes 45 das Schneckenrad 43 dreht und eine axiale
Einstellbewegung des Austrittsringes 42 bewirkt.
Die Kragenteile 32 und die Schneckenteile 37 arbeiten mit den inneren Wänden der Kammer 15
zusammen, um einen Durchgang für das Elastomer unter einem Winkel vorzusehen. Der Querschnittsbereich
dieses Durchganges variiert an den verschiedenen Stellen. Bei einer Ausführungsform nimmt dieser
Durchgang graduell im Querschnitt ab, so daß der Druck auf das Elastomer in der ersten Stufe bis zum
Raum rund um einen Kragenteil 50 ansteigt. Dieser
Kragenteil 50 kann nach innen derart verjüngt sein, daß der Ringraum zwischen dem Kragenteil 50 und den
Wänden der Kammer 15 auf der Abströmseite dieses Kragenteils 50 zunimmt. In diesem Abschnitt und
innerhalb eines folgenden Kammerteiles 52, der die nächste Druckschnecke 35 umgibt, kann deshalb der
Druck auf das Elastomer um einen gewissen Betrag reduziert sein infolge der Volumenzunahme, die eine
Expansion des Elastomers innerhalb dieser Zone gestattet. In diesem Bereich werden die Abstandshalter
26 nicht verwendet, um die Dränage zu verhindern. Schreitet man nun weiter zum Entnahmeende der
Kammer 15, so können die Kragenteile 32 wiederum im Querschnitt langsam ansteigen und entsprechend die
Bemessung der Schneckenteile 37, so daß wieder Druck auf das Elastomer gegeben wird, bis es einen
Entnahmekragen 55 erreicht, der sich zumindest teilweise in den Austrittsring 42 erstreckt. Der
Entnahmekragen 55 ist mit einem Satz von Brechansätzen 57 versehen, die mit einer drehbaren Zerkleinerungsvorrichtung
58 mit Drehantrieb 59 zusammenwirken. Das durch die Entnahmeöffnung laufende Elastomer
tritt in Eingriff zwischen die Zerkleinerungsvorrichtung 58 und die Brechansätze 57 und wird in relativ
kleine Stücke geschnitten oder zerrissen, die durch den Austrittsring 42 in eine Sammelvorrichtung ausgegeben
werden.
Sobald der ringförmige Querschnittsbereich des Durchganges durch die Schneckenpresse abnimmt,
nimmt der Druck auf das Elastomer zu. Es versteht sich, daß während des Betriebes der Durchgang zwischen
den drehbaren Teilen und den Wänden der Kammer 15 im wesentlichen mit festgepacktem Elastomer gefüllt ist,
das kontinuierlich bearbeitet und komprimiert wird. Dies führt zu einer beachtlichen Reibungserwärmung.
Wenn es erwünscht ist, kann dieses Aufheizen durch Ströme von wärmeaustauschenden Gasen und/oder
Flüssigkeiten durch entsprechende Durchgänge reguliert werden. Sobald der Druck auf das Elastomer steigt,
besteht die Neigung, gewisse Teile des Elastomers in die Dränageöffnungen zwischen die Wandschienen 25 zu
quetschen. Es ist deshalb erwünscht, einen Ausgleich zwischen der maximalen Bemessung der öffnung für die
bestmögliche Dränage zu erhalten, sowie eine derartige Verkleinerung der öffnung, wie oben erwähnt, um ein
vollständiges Verstopfen derselben durch in die öffnungen hineingequetschtes Elastomer zu vermeiden.
Dort, wo der Druck auf das Elastomer zuerst nachläßt, wie z. B. in dem Kammerteil 52 am Ende der ersten
Stufe, ist die Größe der Dränageöffnung angestiegen, wodurch der bestmögliche Austritt und die bestmögliche
Entfernung der Dämpfe und Flüssigkeiten sichergestellt sind.
Bei einer Ausführungsform betragen die Dränageöffnungen zwischen den Wandschienen 25 im Kammerabschnitt
16 in der Breite etwa 0,15 cm. Vergleichbare öffnungen im Kammerabschnitt 17 sind auf etwa 0,1 cm
reduziert; im Kammerabschnitt 18 sind die öffnungen auf etwa 0,07 reduziert, und im ersten Teil des
Kammerabschnittes 19 sind die Dränageöffnungen weiterhin auf 0,05 cm in der Breite reduziert Im letzten
Teil des Kammerabschnittes 19 ist die Öffnungsgröße auf etwa 0,15 cm angestiegen, dann gibt es im
Kammerabschnitt 20 keine öffnungen. Die Größe der Dränageöffnungen in den Kammerabschnitten 21 und
22 und 23 nimmt entsprechend den Größen für die Kammerabschnitte 17,18 und 19 ab. Die Dämpfe neigen
dazu, zur Stelle niedrigsten Druckes zu fließen; mit
anderen Worten, zum Eingang zum Kammerteil 52 rund um den Kragenteil 50. Dadurch, daß man größere
Dränageöffnungen an dieser Stelle hat, ist es möglich, einen optimalen Austritt zu erreichen, wodurch
sichergestellt ist, daß alle Dämpfe schnell aus dem Elastomer entfernt werden.
Wie in F i g. 1 gezeigt ist, sind stationäre Trennansätze 60 vorgesehen, um die Rotation des Elastomers mit
dem Kragenteil 32 zu verhindern und mit den mit Aussparungen versehenen Schaufeln 38 zusammenzuarbeiten,
so daß ein Ziehen, Scheren und Bearbeiten des Elastomers erreicht wird. Interessant ist auch die
spezielle Ausbildung von Trennansätzen 62, wie in den F i g. 2 und 3 gezeigt ist. Der Trennansatz 62 liegt im
Abstand außen vom Kragenteii 50 innerhalb des Kammerteils 52. Eine in F i g. 2 dargestellte, gesteuerte
Injektordüse 63 ist in dem Trennansatz 62 befestigt, um plastizierendes bzw. weichmachendes öl in das
Kammerteil 52 nahe dem benachbarten Schneckenteil 37 und somit im wesentlichen in die Mitte des
Elastomers in diesem Kammerteil 52 zu richten.
Einzelheiten der Injektordüse 63 sind in Fig.3 gezeigt. Ein rohrförmiger Körper 65 ist in den
Trennansatz 62 eingepaßt, und eine Ventilstange 66 trägt einen Kopf 68, der mit einem Sitz 69
zusammenwirkt und den Fluß in den Kammerteil 52 steuert. Die Ventilstange 66 hat ein mit Gewinde
versehenes Teil 70, das in einem Kolben 71 aufgenommen ist, der in einem Zylinder 72 bewegbar ist. öl wird
unter Druck in eine Stangenseitenkammer 73 zugeführt, wenn es injiziert werden soll. Dies öffnet automatisch
die Injektordüse 63. Das Eingeben des Öls unter Druck zur gegenüberliegenden Kammer 74 schließt die
Injektordüse 63. Eine herausragende Stange 75 sieht eine Einrichtung zum sicheren Befestigen der Injektordüse
63 vor und gibt auch ein sichtbares Anzeichen für die Stellung der Injektordüse 63.
Der flüssige Plastizierer, der mit dem Elastomer vermischt werden soll, wird von einer Sammelleitung 97
zugeführt, die diese Flüssigkeit und/oder das Gas von einer hin- und hergehenden Abzugs-Zylinderpumpe 82
aufnimmt. Insbesondere bei der Behandlung von Naturkautschuk wird eine Flüssigkeit, wie z. B. öl,
benutzt, um einen »ölgestreckten« Kautschuk herzustellen. Dieses öl kommt von einem Tank 85, der durch eine
Leitung 86 mit einem Wärmetauscher 88 verbunden ist, der zum Aufheizen des Öles auf eine gewünschte
Temperatur verwendet wird. Das öl bleibt somit bei einer bestimmten Temperatur, die durch Steuerung des
Wärmetauschers 88 gesteuert werden kann. Diese öltemperatur ist vorzugsweise kleiner als die Temperatur
des im Kammerteil 52 befindlichen Kautschuks, so daß das öl dazu neigt, eine gewisse Wärme von dem
durch Reibung erhitzten Kautschuk zu absorbieren und dadurch einen Kühleffekt auf den Kautschuk zu
bewirken, der das Oberhitzen und die Zerstörung des Kautschuks verhindert. Zur gleichen Zeit wird das
erwärmte öl gründlich in den Kautschuk eingemischt, und zwar vermittels der mechanischen Bearbeitung des
Kautschuks von den mit Aussparungen versehenen Druckschnecken 35 und deren Zusammenwirken mit
den Kragenteilen 32,59 und den Trennaussätzen 60,6Z Eine Nebenleitung 90 um den Wärmeaustauscher 88 ist
vorgesehen. Ein Steuerventil 92 ist in der Nebenleitung 90 eingeschlossen, wodurch kühles öl vom Tank 85
direkt zur Abzugszylinderpumpe 82 gefördert werden kann, wenn ein zusätzlicher Kühleffekt notwendig sein
sollte.
Die Abzugszylinderpumpe 82, wie sie in F i g. 1 dargestellt ist, arbeitet beim Hin- und Hergehen
doppelt. Sie nimmt öl, das durch Kontrollventile 95 injiziert werden soll, auf und liefert Öl durch
Kontrollventile 96 in die Sammelleitung 97, die zu der Injektordüse 63 führt. Ein Druckentlastungsventil 98 ist
vorgesehen, das nun über eine Nebenleitung das öl zurück zum Tank 85 leitet, wenn der Druck über einen
vorherbestimmten Grenzwert ansteigt. Diese Anordung stellt ein wirksames Abpumpen bei relativ hohem Druck
sicher und sorgt für eine ebenso wirksame Injektion des Öles in den Kautschuk innerhalb der Schneckenpresse.
Die Abzugszylinderpumpe 82 wird durch einen doppelt wirkenden hin- und hergehenden Motor 100
angetrieben, der über eine Kupplung iOl mit der
Abzugszylinderpumpe 82 verbunden ist. Ein getrennter hydraulischer Schaltkreis zum Antrieb des Motors 100
weist einen Tank 72 auf, von dem die hydraulische Flüssigkeit durch eine Pumpe 103 zu einem servobetätigten
Umkehrventil 105 gepumpt wird. Dieses Umkehrventil 105 hat an seinen gegenüberliegenden Enden
mit den gegenüberliegenden Köpfen des Motors 100 verbundene Führungszylinder 106, so daß, sobald der
Motorkolben einen Grenzwert seines Kolbenhubs erreicht, der Druckaufbau bewirkt, daß der entsprechende
Führungszylinder 106 das Umkehrventil 105 schaltet. Hierdurch werden die Druckverbindungen zum
Motor 100 und damit seine Richtung umgekehrt. Zur gleichen Zeit wird die Rückkehrverbindung zum Tank
72 in gleicher Weise umgekehrt. Ein einstellbares Nebenleitungsventil 108 steht in Verbindung mit der
Auslaßseite der Pumpe 103. Durch Einstellen des Druckes des Pumpenauslpsses durch dieses Nebenleilungsventil
108 wird es möglich, die hin- und hergehende Geschwindigkeit des Motors 100 zu erhöhen oder zu erniedrigen und dadurch die Rate der
Abzugszylinderpumpe 82 bzw. deren Fördermenge zu steuern.
F i g. 5 zeigt eine modifizierte Ausführungsform der Schneckenpresse, die für besonders vorteilhaft beim
Trocknen von Naturkautschuk gefunden wurde. Sie unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten
Schneckenpresse in erster Linie im Hinblick auf zwei Merkmale. In der Kammer 15 gibt es einen mittleren
Drosselring 110, stromaufwärts von einer Injektordüse 112, die sich auf ein Rohr 114 erstreckt und die den
gleichen Aufbau hat wie in F i g. 3 dargestellt und oben beschrieben. Zweitens ist anstelle der Zerkleinerungsvorrichtung
58 nach Fig. 1 ein Extruderabschnitt 115 am Ausgangsende der Schneckenpresse vorgesehen, die
ein nicht perforiertes Extruderrohr 116 aufweist, das einen kleineren Durchmesser hat als der mittlere
Durchmesser der Kammer 15. Eine doppelte Extruderschnecke 118 arbeitet in diesem Extruderrohr 116, an
dessen Ausgang ein Zieheisen 120 angebracht ist, durch welches der Kautschuk ausgegeben wird. Ein sich
drehendes Messer 122, das von einem getrennten, nicht dargestellten Motor angetrieben wird, schneidet den
durch das Gesenk extrudierten Kautschuk in relativ kleine Teile. In dieser Schneckenpresse ist der
Kautschuk im wesentlichen feuchtigkeitslos, während durch Injektordüse 112 öl zu dem Kautschuk
zugegeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum gleichzeitigen
kontinuierlichen Einmischen einer Flüssigkeit und/ oder eines Gases in das Elastomer, mit einer
länglichen hohlzylinderförmigen Kammer, die durch eine Entlastungszone in mindestens zwei Zonen
ansteigenden Druckes unterteilt ist Kammerabschnitte mit Dränageöffnungen, einen dichten
Kammerabschnitt und in ihren Innenraum ragende Trennansätze aufweist und in deren Innenraum eine
Welle mit darauf befestigten Kragen- und Schnekkenteilen rotierend antreibbar ist wobei aus einem
der unmittelbar stromabwärts der Entlastungszone in einem dichten Kammerabschnitt gelegenen
Trennansätze eine Injektordüse zur Zuführung von Flüssigkeit in den Innenraum der Kammer mündet
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Dränageöffnungen in den Zonen ansteigenden
Druckes umgekehrt proportional zum ansteigenden Druck progressiv verringert und in der Entlastungszone vergrößert ist
2. Schneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Injektordüse (63) ein von
außerhalb der Schneckenpresse betätigbares Ventil zur Steuerung der Durchflußmenge zugeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US80202969A | 1969-02-25 | 1969-02-25 | |
| US80202969 | 1969-02-25 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2008104A1 DE2008104A1 (de) | 1970-09-10 |
| DE2008104B2 DE2008104B2 (de) | 1977-06-02 |
| DE2008104C3 true DE2008104C3 (de) | 1978-01-19 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1324869B1 (de) | Mehrwellen-extruder und verfahren zur aufbereitung und/oder verarbeitung von mit füllstoff versetzten elastomeren | |
| DE3788495T2 (de) | Apparat und Verfahren zum Mischen und Extrudieren. | |
| DE2217413C3 (de) | Kunststoff-Spritzgießmaschine mit einer Einspritzeinheit | |
| DE2548490C2 (de) | Schneckenstrangpresse | |
| DE1207074B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verarbeiten von thermoplastischen Kunststoffen in einer Schneckenpresse | |
| DE3902666A1 (de) | Drehknetschnecke | |
| CH630285A5 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen mischen fliessfaehiger materialien. | |
| DE2345310A1 (de) | Verfahren und vorrichtung von kunststoffen | |
| DE68910380T2 (de) | Selbstreinigender kontinuierlich arbeitender Mischer mit einem Abschnitt erweiterten Kalibers. | |
| DE2731438A1 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen mischen mit mindestens einer, durch eine transfermix-geometrie gebildeten mischzone | |
| DE2307717A1 (de) | Mischmaschine | |
| DE2660469C2 (de) | Extruderschnecke | |
| DE2625609B2 (de) | Entgasungsextruder | |
| CH655229A5 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen kochen unter druck, extrudieren und ausformen von lebensmittel-formkoerpern. | |
| DE1037118B (de) | Spindelpresse zur Aufbereitung thermoplastischer und aehnlicher Massen | |
| DE2943820C2 (de) | Extruderanlage | |
| US3638921A (en) | Apparatus for treating elastomeric materials | |
| CH400753A (de) | Verfahren zum Entwässern von Suspensionen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2265520C2 (de) | Granuliervorrichtung für die Herstellung von Pellets aus thermoplastischem Material | |
| DE2537915C3 (de) | Misch- und Knetvorrichtung für «ine Strangpresse zum Plastifizieren von thermoplastischen Kunststoffen | |
| DE2457546A1 (de) | Kontinuierlich arbeitende mischeinrichtung | |
| EP0428978B1 (de) | Vorrichtung zum Auspressen von Bearbeitungsgut | |
| DE102006001171A1 (de) | Extruder mit Materialeintrag durch Gehäuse und Entgasung | |
| DE2008104C3 (de) | chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das Elastomer | |
| DE2947991A1 (de) | Dichtung fuer eine dreh-bearbeitungsmaschine |