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DE2008104C3 - chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das Elastomer - Google Patents

chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das Elastomer

Info

Publication number
DE2008104C3
DE2008104C3 DE19702008104 DE2008104A DE2008104C3 DE 2008104 C3 DE2008104 C3 DE 2008104C3 DE 19702008104 DE19702008104 DE 19702008104 DE 2008104 A DE2008104 A DE 2008104A DE 2008104 C3 DE2008104 C3 DE 2008104C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
elastomer
chamber
screw press
liquid
screw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702008104
Other languages
English (en)
Other versions
DE2008104A1 (de
DE2008104B2 (de
Inventor
Dean Kardell; Slaby Robert Kent; Piqua Ohio Bredeson (V.StA.)
Original Assignee
The French Oil Mill Machinery Co, Piqua, Ohio (VStA.)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by The French Oil Mill Machinery Co, Piqua, Ohio (VStA.) filed Critical The French Oil Mill Machinery Co, Piqua, Ohio (VStA.)
Publication of DE2008104A1 publication Critical patent/DE2008104A1/de
Publication of DE2008104B2 publication Critical patent/DE2008104B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2008104C3 publication Critical patent/DE2008104C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine Schneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum gleichzeitigen kontinuierlichen Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in den Elastomer, mit einer vs länglichen hohlzylinderförmigen Kammer, die durch eine Elastungszone in mindestens zwei Zonen ansteigenden Druckes unterteilt ist, Kammerabschnitte mit Dränageöffnungen, einen dichten Kammerabschnitt und in ihren Innenraum ragende Trennansätze aufweist y> und in deren Innenraum eine Welle mit darauf befestigten Kregen- und Schneckenteilen rotierend antreibbar ist, wobei aus einem der unmittelbar stromabwärts der Entlastungszone in einem dichten Kammerabschnitt gelegenen Trennansätzen eine In- 4s jektordüse zur Zuführung von Flüssigkeit in den Innenraum der Kammer mündet.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Anlage zum Einführen von Flüssigkeiten, wie beispielsweise Plastizierer, Streckmittel oder Antioxydationsmittel in ein Elastomer, wie z. B. natürliche oder synthetische Kautschuke, wobei die Flüssigkeiten während eines kombinierten Trockenprozesses des Materials eingeführt werden. Eine typische Flüssigkeit kann öl sein, wie z. B. Leichtprozeßöl der naphtenischen oder leicht ss aromatischen Art. Dieses öl dient als intermolekularer Weichmacher und als Schmiermittel, das die Plastizität und die Bearbeitbarkeit des Elastomers so steigert, daß es leichter zu unterschiedlichen Gestaltungen geformt werden kann. Ein öl wird auch oft als Streckmittel <«> zusammen mit Ruß oder Druckerschwärze verwendet zur Vergrößerung der Hauptmasse der Kautschukmischung zwecks Kostensenkung, ohne daß irgendeine der wichtigen Eigenschaften bemerkenswert reduziert würde, und in vielen Fällen unter Erzeugung noch besserer ds Eigenschaften.
Eine Schneckenpresse der eingangs erläuterten Art ist aus der US-PS 31 11 080 für einen anderen Zweck und eine andere Verwendungsart bekannt Das Material wird unter Druck bearbeitet, während Flüssigkeit gleichzeitig hinzugefügt wird. Die Flüssigkeit wird schnell und leicht vom Material aufgenommen und kann in der zweiten Stufe der Presse, in welcher der Druck weiter ansteigt, in das Material eingearbeitet und eingepreßt werden. Wird dieser allgemeine Gesamtprozeß in einer mehrstufigen mechanischen Schneckenpresse durchgeführt, so ist nicht nur eine wirksame Trocknung vorgesehen, sondern man fand auch, daß sich die Flüssigkeit und/oder das Gas wirksam, gründlich und gleichmäßig in das Material mischen läßt Dies ist besonders bei der Verwendung mit Naturkautschuk erwünscht, bei welchen bisher das Mischen von Flüssigkeiten, insbesondere ölen, viel Schwierigkeiten gebracht hat Das kontinuierliche Verfahren wurde auch als wirksame Methode für das Zugeben von öl oder anderen Flüssigkeiten in synthetischem Kautschuk bestimmt anstelle des Einmischens der Flüssigkeit während des Ausflockungsvorganges.
In der US-PS 29 97 943 ist ferner eine Schneckenpresse beschrieben, bei der allerdings nicht elastomere Materialien verarbeitet werden. Die Größe des Durchgangs durch die bekannte Schneckenpresse ist im wesentlichen konstant und es ist nichts über die besondere Ausgestaltung und Bemessung der Dränageöffnungen gesagt Durch Leitungen werden Spülmittel zugegeben, welche lediglich durch den Preßkuchen hindurchgehen und unmittelbar danach in der nächsten Stufe wieder ausgetrieben werden.
Es ist schließlich noch eine Formmaschine zur Verarbeitung plastischer Massen mit einer oder mehreren Schnecken für die Aufbereitung der zu verarbeitenden Masse bekannt, bei welcher zum Zuführen von Zusatzstoffen zum Grundstoff mindestens eine gesonderte Zuführvorrichtung vorgesehen und mit dem Arbeitsraum der Aufbereitungsschnecke verbunden ist, wobei diese Zuführvorrichtung in Abhängigkeit vom Antrieb der Aufbereitungsschnecke steuerbar sind. Hier handelt es sich aber im wesentlichen um einen konstanten Innendurchmesser der Schnecke, und es sind keine besonderen Dränageöffnungen und insbesondere nicht mit spezieller Bemessung vorgesehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schneckenpresse der eingangs näher gekennzeichneten Art so zu verbessern, daß diese bei der Verarbeitung von Elastomeren angewendet werden kann und Flüssigkeiten, wie z. B. Weichmacher, Sireckmittel oder Antioxydationsmittel in das zu behandelnde Elastomer eingemischt werden, wobei für eine bestmögliche Dränage unter Vermeidung einer Verstopfung der Dränageöffnungen durch die hindurchgepreßten Stoffe gesorgt wird.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Größe der Dränageöffnungen in den Zonen ansteigenden Druckes umgekehrt proportional zum ansteigenden Druck progressiv verringert und in der Entlastungszone vergrößert ist. Hierdurch sind der bestmögliche Austritt und ein guter Abzug von Dämpfen und Flüssigkeiten sichergestellt, weil die Bemessung der Dränageöffnungen in genau abgestimmtem Verhältnis zu dem Druck des dort befindlichen Elastomers vorgesehen ist. Man hat z. B. festgestellt, daß die Dämpfe zu den Stellen des niedrigsten Druckes zu fließen versuchen, und wenn man dort große Dränageöffnungen vorsieht, so ist ein optimaler Austritt möglich und das Entfernen aller Dämpfe aus der Kammer in vorteilhafter Weise sichergestellt.
Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der Injektordüse ein von außerhalb der Schneckenpresse betätigbares Ventil zur Steuerung der Durchflußmenge zugeordnet ist Man erreicht hierdurch eine wirksame Injektion in das Elastomer innerhalb der s Schneckenpresse, was unten im einzelnen noch näher erläutert wird.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Schneckenpresse kann man leicht Flüssigkeiten zu Kautschuk vollständig in ein und demselben Arbeits- ι ο gang zuführen, durch welchen Flüssigkeit aus dem Kautschuk entfernt wird. Das ist besonders vorteilhaft bei der Behandlung und Bearbeitung von Naturkautschuk, wo die Zugabe von Flüssigkeiten bislang recht komplizierte Vorgänge erforderte. Außerdem trägt die gründlich in den Kautschuk eingemischte Flüssigkeit auch zur Steuerung der Temperatur des Kautschuks bei und verhindert somit ein Überhitzen und eine Zerstörung des Kautschuks.
Durch die Temperatursteuerung der zugeführten Flüssigkeit kann während des Prozesses eine einwandfreie Funktion der Feuchtigkeitsabnahme erfüllt werden. Durch die Steuerung und Veränderung der Flüssigkeitstemperatur ist eine Kompensation für eine mögliche Überhitzung des Kautschuks vorgesehen, und man erhält also einen wirksamen kontinuierlichen Prozeß, bei dem Wasser oder eine andere Flüssigkeit aus dem Kautschuk entfernt und öl hinzugeführt wird, um einen »mit öl gestreckten« Kautschuk zu erhalten.
Durch die Ausgestaltung der Dränageöffnungen wird ein Ausgleich geschaffen zwischen der maximalen Öffnungsgröße für die bestmögliche Dränage einerseits sowie eine entsprechende Verkleinerung der Dränageöffnungen andererseits, um ein vollständiges Verstopfen der Öffnungen durch hindurchgequetschtes Elastomer vs zu vermeiden. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es in überraschender Weise möglich, die erwähnten Flüssigkeiten oder Gase bei der Verarbeitung von Elastomeren in diese einzumischen.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Ansicht einer Ausführungsform einer Schneckenpresse, wobei eine Hälfte der Kammer weggelassen ist, um die Mehrstufenkonstruktion zu zeigen, und wobei ein Schaltkreis für die Einführung der Flüssigkeit schematisch dargestellt ist,
F i g. 2 eine vergrößerte Einzelansicht der in F i g. 1 gezeigten Teile im Bereich der Injektordüse,
F i g. 3 eine Seitenansicht mit Einzelheiten des Ventils und der Injektordüse zum Einführen der Flüssigkeit in das in der Schneckenpresse befindlichen Elastomer,
Fig.4 eine vergrößerte, teilweise abgebrochene Ansicht durch einen Teil der Kammer der Schneckenpresse, wobei die zwischen den die Kammerwände bildenden Teilen vorgesehenen Dränageöffnungen dargestellt sind und
Fig.5 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, die eine modifizierte Ausführungsform der Schneckenpresse darstellt. r,o
F i g. 1 stellt schematisch eine Schneckenpresse dar, die ein Einlaßfüllgefäß 10 aufweist, durch welches zu bearbeitendes Elastomer zugeführt wird. Das Elastomer wird zwischen den Schneckenteilen einer Förderschnekke 12 aufgenommen und vom Einlaßfüllgefäß 10 in den os Hauptteil der Schneckenpresse getragen. Dieser ist aus einer äußeren Kammer 15 aufgebaut, die durch zwei aneinandergeschraubte symmetrische Schalenhälften gebildet ist Die vordere Schalenhälfte wurde in F i g. 1 weggelassen, um das Innere der Schneckenpresse darzustellen.
Innerhalb der Kammer 15 befinden sich mehrere Kammerabschnitte 16, 17, 18, 15, 20, 21, 22 und 23, wobei die Kammerabschnitte 16 und 19 die erste Stufe der Schneckenpresse bilden und die Kammerabschnitte 29 bis 23 die zweite Stufe bilden. Jeder Kammerabschnitt 16 bis 23 ist durch einen Rahmen gebildet der mehrere sich axial erstreckende Wandschienen 25, die in Fig.4 dargestellt sind, hält Diese sind in einigen Kammerabschnitten 16 bis 23 durch kleine Abstandshalter 26 voneinander getrennt Es kommt darauf an, daß diejenigen Kammerabschnitte 16 bis 19 und 21 bis 23, durch welche Flüssigkeit abfließt mit Dränageöffnungen versehen sind, die zwischen nebeneinanderliegenden den Kammerabschnitt bildenden Wandschienen 25 geformt sind, während der Kammerabschnitt 20, bei dem Flüssigkeit eingespritzt wird, keine derartige Dränageöffnungen aufweist zumindest nicht nahe der Injektionsstelle.
Innerhalb der länglichen, zylindrischen Kammer 15 sind mehrere Kragenteile 32 auf einer Hauptwelle 30 befestigt von denen einige, wie dargestellt verjüngt sein können, um den Querschnittsbereich zwischen dem Kragenteil 32 und den Wänden der Kammer 15 zu verkleinern. Zwischen diesen Kragenteilen 32 sind Druckschnecken 35 drehbar auf der Hauptwelle 30 befestigt Diese haben im wesentlichen dieselbe Konstruktion, mit einem Schneckenteil 37 und einer unterbrochenen Schaufel 38, die vorzugsweise an einigen in F i g. 2 gezeigten Stellen mit Ausnehmungen versehen ist, um ein gründlicheres Abscheren und Bearbeiten des Elastomers vorzusehen. Der Hauptunterschied zwischen den verschiedenen Druckschnecken 35 besteht darin, daß die Schneckenteile 37 unterschiedlichen Durchmesser haben, der allgemein entsprechend dem größeren Durchmesser des folgenden Kragenteils 32 progressiv ansteigt. Die Druckschnecken 35 nehmen das um den vorhergehenden Kragenteil 32 herumgedrückte Elastomer auf und bewegen es unter Druck über den nächstfolgenden Kragenteil 32 und um diesen herum und zur nächsten Druckschnecke 35. Die Drehung der Hauptwelle 30, welche diese Tätigkeit hervorruft, wird von einem Antrieb 40 erhalten, der einen Energieanschluß aufweist sowie ein Getriebe, durch welches die gewünschte Rotation der Förderschnecke 12 und der Druckschnecken erhalten wird.
Die Kammer 15 hat vorzugsweise konstanten Durchmesser und weist eine Eintritts- oder Zuführöffnung auf, wo die Förderschnecke 12 in die Kammer 15 eintritt, und eine durch einen Austrittsring 42 am gegenüberliegenden Ende der Kammer 15 gebildete Einladeöffnung. Dieser Austrittsring 42 ist an einem drehbaren Schneckenzahnrad 43 befestigt, das auf einem mit Gewinde versehenen Ansatz 44 getragen wird, so daß die Drehung eines Einstellschneckengetriebes 45 das Schneckenrad 43 dreht und eine axiale Einstellbewegung des Austrittsringes 42 bewirkt.
Die Kragenteile 32 und die Schneckenteile 37 arbeiten mit den inneren Wänden der Kammer 15 zusammen, um einen Durchgang für das Elastomer unter einem Winkel vorzusehen. Der Querschnittsbereich dieses Durchganges variiert an den verschiedenen Stellen. Bei einer Ausführungsform nimmt dieser Durchgang graduell im Querschnitt ab, so daß der Druck auf das Elastomer in der ersten Stufe bis zum Raum rund um einen Kragenteil 50 ansteigt. Dieser
Kragenteil 50 kann nach innen derart verjüngt sein, daß der Ringraum zwischen dem Kragenteil 50 und den Wänden der Kammer 15 auf der Abströmseite dieses Kragenteils 50 zunimmt. In diesem Abschnitt und innerhalb eines folgenden Kammerteiles 52, der die nächste Druckschnecke 35 umgibt, kann deshalb der Druck auf das Elastomer um einen gewissen Betrag reduziert sein infolge der Volumenzunahme, die eine Expansion des Elastomers innerhalb dieser Zone gestattet. In diesem Bereich werden die Abstandshalter 26 nicht verwendet, um die Dränage zu verhindern. Schreitet man nun weiter zum Entnahmeende der Kammer 15, so können die Kragenteile 32 wiederum im Querschnitt langsam ansteigen und entsprechend die Bemessung der Schneckenteile 37, so daß wieder Druck auf das Elastomer gegeben wird, bis es einen Entnahmekragen 55 erreicht, der sich zumindest teilweise in den Austrittsring 42 erstreckt. Der Entnahmekragen 55 ist mit einem Satz von Brechansätzen 57 versehen, die mit einer drehbaren Zerkleinerungsvorrichtung 58 mit Drehantrieb 59 zusammenwirken. Das durch die Entnahmeöffnung laufende Elastomer tritt in Eingriff zwischen die Zerkleinerungsvorrichtung 58 und die Brechansätze 57 und wird in relativ kleine Stücke geschnitten oder zerrissen, die durch den Austrittsring 42 in eine Sammelvorrichtung ausgegeben werden.
Sobald der ringförmige Querschnittsbereich des Durchganges durch die Schneckenpresse abnimmt, nimmt der Druck auf das Elastomer zu. Es versteht sich, daß während des Betriebes der Durchgang zwischen den drehbaren Teilen und den Wänden der Kammer 15 im wesentlichen mit festgepacktem Elastomer gefüllt ist, das kontinuierlich bearbeitet und komprimiert wird. Dies führt zu einer beachtlichen Reibungserwärmung.
Wenn es erwünscht ist, kann dieses Aufheizen durch Ströme von wärmeaustauschenden Gasen und/oder Flüssigkeiten durch entsprechende Durchgänge reguliert werden. Sobald der Druck auf das Elastomer steigt, besteht die Neigung, gewisse Teile des Elastomers in die Dränageöffnungen zwischen die Wandschienen 25 zu quetschen. Es ist deshalb erwünscht, einen Ausgleich zwischen der maximalen Bemessung der öffnung für die bestmögliche Dränage zu erhalten, sowie eine derartige Verkleinerung der öffnung, wie oben erwähnt, um ein vollständiges Verstopfen derselben durch in die öffnungen hineingequetschtes Elastomer zu vermeiden. Dort, wo der Druck auf das Elastomer zuerst nachläßt, wie z. B. in dem Kammerteil 52 am Ende der ersten Stufe, ist die Größe der Dränageöffnung angestiegen, wodurch der bestmögliche Austritt und die bestmögliche Entfernung der Dämpfe und Flüssigkeiten sichergestellt sind.
Bei einer Ausführungsform betragen die Dränageöffnungen zwischen den Wandschienen 25 im Kammerabschnitt 16 in der Breite etwa 0,15 cm. Vergleichbare öffnungen im Kammerabschnitt 17 sind auf etwa 0,1 cm reduziert; im Kammerabschnitt 18 sind die öffnungen auf etwa 0,07 reduziert, und im ersten Teil des Kammerabschnittes 19 sind die Dränageöffnungen weiterhin auf 0,05 cm in der Breite reduziert Im letzten Teil des Kammerabschnittes 19 ist die Öffnungsgröße auf etwa 0,15 cm angestiegen, dann gibt es im Kammerabschnitt 20 keine öffnungen. Die Größe der Dränageöffnungen in den Kammerabschnitten 21 und 22 und 23 nimmt entsprechend den Größen für die Kammerabschnitte 17,18 und 19 ab. Die Dämpfe neigen dazu, zur Stelle niedrigsten Druckes zu fließen; mit
anderen Worten, zum Eingang zum Kammerteil 52 rund um den Kragenteil 50. Dadurch, daß man größere Dränageöffnungen an dieser Stelle hat, ist es möglich, einen optimalen Austritt zu erreichen, wodurch sichergestellt ist, daß alle Dämpfe schnell aus dem Elastomer entfernt werden.
Wie in F i g. 1 gezeigt ist, sind stationäre Trennansätze 60 vorgesehen, um die Rotation des Elastomers mit dem Kragenteil 32 zu verhindern und mit den mit Aussparungen versehenen Schaufeln 38 zusammenzuarbeiten, so daß ein Ziehen, Scheren und Bearbeiten des Elastomers erreicht wird. Interessant ist auch die spezielle Ausbildung von Trennansätzen 62, wie in den F i g. 2 und 3 gezeigt ist. Der Trennansatz 62 liegt im Abstand außen vom Kragenteii 50 innerhalb des Kammerteils 52. Eine in F i g. 2 dargestellte, gesteuerte Injektordüse 63 ist in dem Trennansatz 62 befestigt, um plastizierendes bzw. weichmachendes öl in das Kammerteil 52 nahe dem benachbarten Schneckenteil 37 und somit im wesentlichen in die Mitte des Elastomers in diesem Kammerteil 52 zu richten.
Einzelheiten der Injektordüse 63 sind in Fig.3 gezeigt. Ein rohrförmiger Körper 65 ist in den Trennansatz 62 eingepaßt, und eine Ventilstange 66 trägt einen Kopf 68, der mit einem Sitz 69 zusammenwirkt und den Fluß in den Kammerteil 52 steuert. Die Ventilstange 66 hat ein mit Gewinde versehenes Teil 70, das in einem Kolben 71 aufgenommen ist, der in einem Zylinder 72 bewegbar ist. öl wird unter Druck in eine Stangenseitenkammer 73 zugeführt, wenn es injiziert werden soll. Dies öffnet automatisch die Injektordüse 63. Das Eingeben des Öls unter Druck zur gegenüberliegenden Kammer 74 schließt die Injektordüse 63. Eine herausragende Stange 75 sieht eine Einrichtung zum sicheren Befestigen der Injektordüse 63 vor und gibt auch ein sichtbares Anzeichen für die Stellung der Injektordüse 63.
Der flüssige Plastizierer, der mit dem Elastomer vermischt werden soll, wird von einer Sammelleitung 97 zugeführt, die diese Flüssigkeit und/oder das Gas von einer hin- und hergehenden Abzugs-Zylinderpumpe 82 aufnimmt. Insbesondere bei der Behandlung von Naturkautschuk wird eine Flüssigkeit, wie z. B. öl, benutzt, um einen »ölgestreckten« Kautschuk herzustellen. Dieses öl kommt von einem Tank 85, der durch eine Leitung 86 mit einem Wärmetauscher 88 verbunden ist, der zum Aufheizen des Öles auf eine gewünschte Temperatur verwendet wird. Das öl bleibt somit bei einer bestimmten Temperatur, die durch Steuerung des Wärmetauschers 88 gesteuert werden kann. Diese öltemperatur ist vorzugsweise kleiner als die Temperatur des im Kammerteil 52 befindlichen Kautschuks, so daß das öl dazu neigt, eine gewisse Wärme von dem durch Reibung erhitzten Kautschuk zu absorbieren und dadurch einen Kühleffekt auf den Kautschuk zu bewirken, der das Oberhitzen und die Zerstörung des Kautschuks verhindert. Zur gleichen Zeit wird das erwärmte öl gründlich in den Kautschuk eingemischt, und zwar vermittels der mechanischen Bearbeitung des Kautschuks von den mit Aussparungen versehenen Druckschnecken 35 und deren Zusammenwirken mit den Kragenteilen 32,59 und den Trennaussätzen 60,6Z Eine Nebenleitung 90 um den Wärmeaustauscher 88 ist vorgesehen. Ein Steuerventil 92 ist in der Nebenleitung 90 eingeschlossen, wodurch kühles öl vom Tank 85 direkt zur Abzugszylinderpumpe 82 gefördert werden kann, wenn ein zusätzlicher Kühleffekt notwendig sein sollte.
Die Abzugszylinderpumpe 82, wie sie in F i g. 1 dargestellt ist, arbeitet beim Hin- und Hergehen doppelt. Sie nimmt öl, das durch Kontrollventile 95 injiziert werden soll, auf und liefert Öl durch Kontrollventile 96 in die Sammelleitung 97, die zu der Injektordüse 63 führt. Ein Druckentlastungsventil 98 ist vorgesehen, das nun über eine Nebenleitung das öl zurück zum Tank 85 leitet, wenn der Druck über einen vorherbestimmten Grenzwert ansteigt. Diese Anordung stellt ein wirksames Abpumpen bei relativ hohem Druck sicher und sorgt für eine ebenso wirksame Injektion des Öles in den Kautschuk innerhalb der Schneckenpresse.
Die Abzugszylinderpumpe 82 wird durch einen doppelt wirkenden hin- und hergehenden Motor 100 angetrieben, der über eine Kupplung iOl mit der Abzugszylinderpumpe 82 verbunden ist. Ein getrennter hydraulischer Schaltkreis zum Antrieb des Motors 100 weist einen Tank 72 auf, von dem die hydraulische Flüssigkeit durch eine Pumpe 103 zu einem servobetätigten Umkehrventil 105 gepumpt wird. Dieses Umkehrventil 105 hat an seinen gegenüberliegenden Enden mit den gegenüberliegenden Köpfen des Motors 100 verbundene Führungszylinder 106, so daß, sobald der Motorkolben einen Grenzwert seines Kolbenhubs erreicht, der Druckaufbau bewirkt, daß der entsprechende Führungszylinder 106 das Umkehrventil 105 schaltet. Hierdurch werden die Druckverbindungen zum Motor 100 und damit seine Richtung umgekehrt. Zur gleichen Zeit wird die Rückkehrverbindung zum Tank 72 in gleicher Weise umgekehrt. Ein einstellbares Nebenleitungsventil 108 steht in Verbindung mit der Auslaßseite der Pumpe 103. Durch Einstellen des Druckes des Pumpenauslpsses durch dieses Nebenleilungsventil 108 wird es möglich, die hin- und hergehende Geschwindigkeit des Motors 100 zu erhöhen oder zu erniedrigen und dadurch die Rate der Abzugszylinderpumpe 82 bzw. deren Fördermenge zu steuern.
F i g. 5 zeigt eine modifizierte Ausführungsform der Schneckenpresse, die für besonders vorteilhaft beim Trocknen von Naturkautschuk gefunden wurde. Sie unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten Schneckenpresse in erster Linie im Hinblick auf zwei Merkmale. In der Kammer 15 gibt es einen mittleren Drosselring 110, stromaufwärts von einer Injektordüse 112, die sich auf ein Rohr 114 erstreckt und die den gleichen Aufbau hat wie in F i g. 3 dargestellt und oben beschrieben. Zweitens ist anstelle der Zerkleinerungsvorrichtung 58 nach Fig. 1 ein Extruderabschnitt 115 am Ausgangsende der Schneckenpresse vorgesehen, die ein nicht perforiertes Extruderrohr 116 aufweist, das einen kleineren Durchmesser hat als der mittlere Durchmesser der Kammer 15. Eine doppelte Extruderschnecke 118 arbeitet in diesem Extruderrohr 116, an dessen Ausgang ein Zieheisen 120 angebracht ist, durch welches der Kautschuk ausgegeben wird. Ein sich drehendes Messer 122, das von einem getrennten, nicht dargestellten Motor angetrieben wird, schneidet den durch das Gesenk extrudierten Kautschuk in relativ kleine Teile. In dieser Schneckenpresse ist der Kautschuk im wesentlichen feuchtigkeitslos, während durch Injektordüse 112 öl zu dem Kautschuk zugegeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Schneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum gleichzeitigen kontinuierlichen Einmischen einer Flüssigkeit und/ oder eines Gases in das Elastomer, mit einer länglichen hohlzylinderförmigen Kammer, die durch eine Entlastungszone in mindestens zwei Zonen ansteigenden Druckes unterteilt ist Kammerabschnitte mit Dränageöffnungen, einen dichten Kammerabschnitt und in ihren Innenraum ragende Trennansätze aufweist und in deren Innenraum eine Welle mit darauf befestigten Kragen- und Schnekkenteilen rotierend antreibbar ist wobei aus einem der unmittelbar stromabwärts der Entlastungszone in einem dichten Kammerabschnitt gelegenen Trennansätze eine Injektordüse zur Zuführung von Flüssigkeit in den Innenraum der Kammer mündet dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Dränageöffnungen in den Zonen ansteigenden Druckes umgekehrt proportional zum ansteigenden Druck progressiv verringert und in der Entlastungszone vergrößert ist
2. Schneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Injektordüse (63) ein von außerhalb der Schneckenpresse betätigbares Ventil zur Steuerung der Durchflußmenge zugeordnet ist.
DE19702008104 1969-02-25 1970-02-21 chneckenpresse zum kontinuierlichen Trocknen eines Elastomeren und zum Einmischen einer Flüssigkeit und/oder eines Gases in das Elastomer Expired DE2008104C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US80202969A 1969-02-25 1969-02-25
US80202969 1969-02-25

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2008104A1 DE2008104A1 (de) 1970-09-10
DE2008104B2 DE2008104B2 (de) 1977-06-02
DE2008104C3 true DE2008104C3 (de) 1978-01-19

Family

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