[go: up one dir, main page]

DE200737C - - Google Patents

Info

Publication number
DE200737C
DE200737C DENDAT200737D DE200737DA DE200737C DE 200737 C DE200737 C DE 200737C DE NDAT200737 D DENDAT200737 D DE NDAT200737D DE 200737D A DE200737D A DE 200737DA DE 200737 C DE200737 C DE 200737C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
wax
pattern
original
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT200737D
Other languages
English (en)
Publication of DE200737C publication Critical patent/DE200737C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes
    • B41C3/08Electrotyping; Application of backing layers thereon

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 200737 KLASSE 15 b. GRUPPE
auf galvanoplastischem Wege.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zeugdruck- und Prägemusterwalzen, bei welchem die Form in allen Stadien ihrer Herstellung einteilig und daher ohne Fuge ist. Das Verfahren besteht darin, daß das Muster von einer Originalwalze oder Platte auf eine Wachswalze übertragen wird, deren Oberfläche in bekannter Weise leitend gemacht und elektrolytisch mit einem Metallniederschlag überzogen wird. Das Wachs wird alsdann durch Erhitzen oder auf sonstige Weise entfernt, wodurch eine zylindrische Metallform entsteht, die das Muster oder Zeichen in derselben Weise wie die Originalwalze zeigt, jedoch auf der Innenseite der zylindrischen Form. Nachdem die Form gereinigt ist, wird sie in das galvanische Bad zurückgebracht und an der Innenseite mit einem dünnen Metallniederschlag überzogen, dessen Stärke sich je nach dem Verwendungszweck richtet. Hierauf wird durch einen weiteren Niederschlag die Druckform erzeugt, die das Muster in entgegengesetztem Sinne wie das Original auf der Außenseite zeigt. Durch dieses Verfahren wird eine Walze erzeugt, welche mit einer zweiten Walze, die dem Originalmuster entspricht, zusammen arbeiten kann, um z. B. geprägte Tapeten herzustellen. Die zylindrische Metallform wird von der Wachsform abgezogen und kann zur Erleichterung des Abziehens mit verschwächten Linien versehen sein. Diese verschwächten Linien werden dadurch erzeugt, daß, wenn sich der Metallniederschlag auf der Wachswalze etwa zur Hälfte abgesetzt hat, ein weiterer Niederschlag an gewissen Stellen durch geeignete Mittel verhindert wird. Natürlich können die verschwächten Linien auch durch Wegätzen oder auf sonstige Weise erhalten werden. . Auf diese Weise kann die erste Metallform stückweise von der Druckform abgezogen werden. Der zweite Niederschlag, der zur Abschwächung der scharfen Kanten der ersten Metallform dient, kann mit dieser zusammen oder für sich abgestreift werden. Zur Herstellung von Gegenformen, d. h. Walzen, die das Muster in demselben Sinne wie das Original zeigen, wird derart verfahren, daß die Wachsschicht auf der Innenseite eines Gehäuses aufgebraucht wird, in welche das Muster in ähnlicher Weise wie zuvor gedrückt wird, worauf ein Metallniederschlag auf der Wachsschicht erzeugt wird, der dann unmittelbar die' Gegenform bildet. Die auf diese Weise hergestellten Walzenpaare sind geeignet zum Prägen von Leder, Plüsch, Samt, Ledertuch, Tapeten und Wanddekorationen, ebenso zur Herstellung von Wachstuch und für andere Zwecke, wie zum Bedrucken von Webstoffen und anderen Materialien.

Claims (5)

Auf der Zeichnung sind einige erläuternde Skizzen und Ausführungsformen des Verfahrens dargestellt. Von der Originalplatte K (Fig. 3), welche auch, wie Fig. 4 zeigt, als Walze D1 ausgebildet sein kann, wird das Muster oder Zeichen • auf eine Wachswalze D übertragen (Fig. 3). Die Wachswalze ist an den Seiten mit Sicherheitsleisten B versehen, welche eine Zerstörung des Musters an den Rändern verhindert und das nachherige Abziehen des Metallniederschlages erleichtert. Auf der Achse J der Wachswalze sitzt ein Zahnrad H, welches mit einer Zahnstange M in Eingriff steht. Es ist leicht zu ersehen, daß durch Drehung und Weiterschaltung der Wachswalze D sich das Muster von der in der Grundplatte O gelagerten Musterplatte K auf die Wachsschicht überträgt. Es kann auch ebenso die Musterplatte K sich hin und her bewegen und die Wachswalze D drehbar in festen Lagern angeordnet sein. Die Originalplatte K bzw. Walze D1 und die Wachswalze D sind derart angeordnet, daß ihr Abstand voneinander geregelt werden kann, um so allmählich das Muster oder Zeichen auf die Wachsschicht zu übertragen. Die so zubereitete Wachswalze wird in ein galvanisches Bad gegeben, nachdem ihre Oberfläche durch geeignete Mittel, wie z. B. Graphit, leitend gemacht worden ist, worauf ein metallischer Niederschlag von z. B. Kupfer auf ihr gefällt wird. Um das spätere Abziehen der Metallform A zu erleichtern oder möglich zu machen, wird zweckmäßigerweise, wenn der Niederschlag sich etwa bis zur Hälfte der erforderlichen Stärke abgesetzt hat, durch geeignete Mittel der weitere Niederschlag von Metall auf bestimmten Linien verhindert, die von Sicherheitsleiste zu Sicherheitsleiste laufen und in der fertigen Form verschwächte Stellen C (Fig. 1) bilden. Mit Hilfe dieser Verschwächungen ist es möglich, die Form von der später niedergeschlagenen inneren Walze entsprechend der Entfernung zwischen den verschwächten Linien abzuziehen, wobei ein Anhaften der Flächen aufeinander durch geeignete Mittel verhindert wird. Die so erhaltene Metallform A, die ebenfalls Sicherheitsleisten B B1 trägt, wird nun mit der Wachswalze aus dem Bad genommen und das Wachs durch Erhitzen oder auf sonstige Weise ausgeschmolzen. Die gereinigte Metallform A, welche auf der Innenseite das Muster in demselben Sinne wie das Original zeigt, wird alsdann in das Bad zurückgebracht und eine Metallschicht E (Fig. 2) auf ihr niedergeschlagen, deren Stärke sich je nach dem Verwendungszweck richtet. Durch diesen dünnen Metallniederschlag werden die scharfen Kanten beseitigt und ein Beschädigen des zu bearbeitenden Stoffes vermieden. Auf diese Metallschicht wird ein weiterer Niederschlag aufgebracht, der die schließliche Druckform F (Fig. 2) bildet. Diese Druckwalze (Reverswalze) F zeigt das Muster an ihrer Außenseite, und zwar entgegengesetzt wie das Original, so daß sie mit einer Gegenformwälze (Duplikatwalze) zusammen arbeiten kann. Die äußeren Niederschläge A und E werden nun, wie bereits erwähnt, zusammen oder einzeln für sich abgestreift, so daß auf diese Weise eine vollkommen nahtlose Druckwalze F entsteht. Bei Anfertigung von Gegenformwalzen wird, wie in Fig. 4 dargestellt, das Originalmuster von einer Walze D1 auf eine Wachsschicht W übertragen, die auf der Innenseite eines zylindrischen Gehäuses angeordnet ist. Auf der Achse I der Walze D1 sitzt ein Zahnrad H, das in den inneren Zahnkranz M eingreift. Nachdem das Muster, auf die Wachsschicht aufgetragen ist, wird diese, wie beschrieben, leitend gemacht und auf ihr ein Metallniederschlag erzeugt, der auf seiner Außenfläche das Muster in derselben Weise wie das Original zeigt. Pate NT-A ν Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Druck-und Prägemusterwalzen ohne Lötnaht auf galvanoplastischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß das Originalmuster in eine Wachswalze eingepreßt wird, von der durch ein- oder zweimalige galvanoplastische Abformung eine Gegenformwälze oder eine Druckwalze erhalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Niederschlag auf einer Wachswalze erzeugte, das Muster auf der Innenseite zeigende Metallform nach Entfernung des
' Wachses zwecks Abschwächung der scharfen Kanten mit einem dünnen galvanisehen Metallüberzug versehen wird, worauf durch einen weiteren Metallniederschlag die Druckwalze erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem das Metall sich auf der leitenden Wachsschicht etwa bis zur Hälfte niedergeschlagen hat, ein weiterer Niederschlag an bestimmten Stellen (C) verhindert wird, um durch Bildung verschwächter Linien das nachherige Abstreifen des Niederschlages von der Druckform (F) zu erleichtern.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wachsabdruck von einer ebenen Musterplatte
(K) auf eine Wachswalze dadurch übertragen wird, daß die Wachswalze sich durch Eingriff von Zahnrad und Zahnstange auf dem ebenen Original abwälzt.
5. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Wachsschicht (W) auf der Innenfläche eines hohlen Zylinders aufgetragen ist und das Muster durch Abwälzen der Originalwalze auf der Schicht empfängt, indem der hohle Zylinder mit einem inneren Zahnkranz (M) versehen ist, in welchen das auf der Achse (J) der Originalwalze sitzende Zahnrad (H) eingreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT200737D Active DE200737C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200737T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE200737C true DE200737C (de)

Family

ID=5762595

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT200737D Active DE200737C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE200737C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2413669C3 (de) Verbundfolie, ihre Verwendung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2103322C3 (de) Galvanisches Verfahren zur Herstellung eines endlosen, metallischen Schichtträgers für elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien
DE200737C (de)
AT504185B1 (de) Verfahren zur herstellung einer druckplatte
EP0402377B1 (de) Verfahren zur herstellung eines mit einem prägemuster versehenen metallischen endlosbandes
DE69809105T2 (de) Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zur Plattierung von Grundwerkstoffen für lange Rakelmesser mit einem keramischen Verbundmaterial
DE69329158T2 (de) Verfahren zur herstellung eines maschinell granierten, nahtlosen rohres
DE3337962C2 (de)
DE2264581A1 (de) Verfahren zum vorbehandeln eines zu verformenden und gegebenenfalls zu emaillierenden stahlbleches
CH642401A5 (de) Verfahren zum gravieren von werkstueckflaechen durch aetzen.
DE2108088C3 (de) Dünnwandige zylindrische Siebschablone für den Rotationssiebdruck sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3231490C1 (de) Druckwalze und Verfahren zur Herstellung einer Tiefdruckform
DE19942849A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines metallischen Bandes
DE403375C (de) Verfahren zur Herstellung von farbigem Praegedruck auf Geweben, Leder oder anderen Stoffen
DE232237C (de)
DE223379C (de)
DE579064C (de) Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckwalzen oder -zylindern
DE209256C (de)
DE120240C (de)
DE2728245A1 (de) Schallplatte und verfahren zu ihrer herstellung
DE251646C (de)
DE2051728B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Schablonensiebes
DE19831796C2 (de) Verfahren zum selektiven, bereichsweisen Beschichten einer transparenten Trägerplatte mit einer metallischen Wirkschicht
DE1131566B (de) Verfahren zum Einbringen eines komplementaeren Praegemusters auf durchhaertete Walzen eines Praegewalzenpaares
DE1571878C3 (de) Verfahren zum Herstellen einer Flachdruckplatte