Vorrichtung zum Abdichten eines Wellrohrs
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines von einem Fluid durchströmten, Wellenberge und Wellentäler aufweisenden Wellrohrs mit einem Anschlußelement, einem Flansch, einer Armatur oder dergleichen.
Wellrohre sind Rohrleitungselemente, welche in ihrem Querschnitt aus Wellentälern und Wellenbergen zusammengesetzt sind, wobei die Wellen bei einem sogenannten Ringwellrohr ringförmig in den Wandungen der Rohrleitung ausgebildet sind und wobei bei einem sogenannten Spiralwellrohr die Wellenberge bzw. Wellentäler in
der Art einer Schraubenlinie um das Wellrohr umlaufend in dessen Wandungen eingebracht sind. Wellrohre bieten eine sehr hohe Flexibilität und werden daher bevorzugt bei Systemen eingesetzt, welche eine hohe Flexibilität der Rohrleitungen benötigen. -
Die abdichtende Verbindung von derartigen Wellrohren mit Anschlußelementen, wie Flanschen, Armaturen oder dergleichen, ist problematisch, da sich aufgrund der wellenförmigen Ausbildung herkömmliche Verschraubungs- und Dichtungsmechanismen nicht nutzen lassen.
Der Stand der Technik kennt daher die Möglichkeit, über spezielle, dafür geeignete Werkzeuge an die Enden von Wellrohren Flanschelemente, beispielsweise aus mehreren zusammengestauchten Wellenbergen, anzupressen, um so eine Verbindung zwischen zwei Wellrohren oder zwischen einem Wellrohr und einem entsprechenden Anschlußelement durch ein dichtendes Aneinanderpressen dieser Flanschelemente realisieren zu können. Diese Möglichkeit der abdichtenden Verbindung über angepreßte Flansche oder dergleichen erfordert jedoch jeweils eine Umformung des zu verbindenden Rohrendes des Wellrohrs .
Diese Umformung, z.B. das Aufbördeln und/oder das Anpressen eines Flanschs, belastet das durch das Anbringen der Wellen ohnehin bereits kaltverfestigte Rohrmaterial zusätzlich, so daß es im Bereich der Verbindungen häufig zu Undichtheiten aufgrund eines Materialversagens in den Wellrohrleitungen oder an den Dichtungen, welche zwischen die Flansche eingelegt werden, kommt.
Ein weiterer gravierender Nachteil der beschriebenen Möglichkeiten zur abdichtenden Verbindung liegt in dem nicht unerheblichen Aufwand, welcher insbesondere bei der Verarbeitung vor Ort auf einer Baustelle oder dergleichen sehr aufwendig ist. Hier müssen die Wellrohrleitungen entweder bereits auf die erforderliche Anschlußlänge vorgefertigt sein oder sie müssen vor Ort unter Zuhilfenahme einer mobilen Einrichtung zum Anbringen des Flanschelements weiterbearbeitet werden. Dieser Aufwand bezüglich des Materials und der Montagezeit derartiger Wellrohrleitungen ist erheblich und verteuert damit deren Einsatz.
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Der Stand der Technik kennt eine weitere Möglichkeit der Abdichtung, welche sich jedoch ausschließlich bei sogenannten Spiralwellrohren, also wenn die Wellentäler bzw. Wellenberge in der Art einer Schraubenlinie um die Rohrleitung verlaufen, einsetzen läßt. Bei dieser Art der Verbindung wird eine entsprechende, zu dem jeweiligen Wellrohr passende Dichtungsmanschette bzw. eine Kegeldichtung auf die Wellenberge des Spiralwellrohres aufgeschraubt und kann in einen entsprechenden Verschraubungsadapter, also ein zu der Kegeldichtung passendes Gegenstück, eingebracht werden.
Dies verlangt jedoch den Einsatz der auf dem Markt bei weitem nicht so verbreiteten Spiralwellrohre und erfordert außerdem für jeden Durchmesser der Wellrohre eine spezielle, entsprechende Kegeldichtung, welche mit ihrem jeweiligen Gegenstück, z.B. einem Verschraubungsadapter, zusammenpassen muß. Zusätzlich zu dem Wellrohr ist so für jeden Anschluß der entsprechende Verschraubungsadapter erforderlich, welcher dann erst in der herkömmlichen und an sich bekannten Weise mit dem jeweiligen Anschlußelement verschraubt werden kann. Dieses zu der jeweiligen Kegeldichtung passende Zwischenstück ist dabei sehr aufwendig und teuer.
Außerdem beschreibt die DE 299 23 057.0 eine flexible Rohrleitung welche sich aus axial aneinander gereihten Elementen mit jeweils abwechselnd wellrohrartigem und wenigstens annähernd zylindrischem Aufbau zusammensetzt. Ein derartiges Wellrohr weist eine gewisse Flexibilität auf und erlaubt, wenn es in den zylindrischen Bereichen abgelenkt wird, das Anbringen von herkömmlichen, für zylindrische Rohrleitungen vorgesehene Dichtungselemente. Allerdings entsteht dabei der Nachteil, daß eine verringerte Flexibilität in Kauf genommen werden muß, und daß die Ablängung der Rohrleitung jeweils in einem der zylindrischen Bereiche erfolgen muß, wodurch die Länge der flexiblen Rohrleitungen nicht vollkommen frei wählbar ist.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende Möglichkeit zur abdichtenden Verbindung von Wellrohren, welche von einem Fluid durchströmt werden, mit einem Anschlußelement, einem Flansch, einer Armatur oder dergleichen zu schaffen, welche bei der Montage vor Ort schnell, einfach und kostengünstig einzusetzen ist, und welche eine hohe Flexibilität der je-
weiligen Leitungslängen bei der Montage der Wellrohre vor Ort ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein zu verbindendes Ende des Wellrohrs eine Mutter und einen zwischen der Mutter und dem Ende angebrachten Einlegering aufweist, wobei ein Anschlußelement in die Mutter eingeschraubt ist und wobei das Anschlußelenaent das Wellrohr rohrförmig umschließt.
Durch den Einlegering, welcher in einem Wellental des Wellrohrs angeordnet sein sollte, ergibt sich die Möglichkeit, daß die Mutter kraftschlüssig an dem Wellrohr bzw. an dem in einem der Wellentäler des Wellrohrs eingreifenden Einlegering anliegen kann. Somit läßt sich das Wellrohr in das das Wellrohr wenigstens annähernd ganz umschließende Anschlußelement einschieben, worauf dann das Anschlußelement mit der Mutter verschraubbar ist, und eine kraftschlüssige, abdichtende Verbindung zustande kommt.
In einer besonders günstigen Ausführungsform der Erfindung ist das Wellrohr dabei in eine zentrale Öffnung des Anschlußelements eingeschoben, wobei die zen-
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trale Öffnung sich in Richtung ihres dem Wellrohr abgewandten Endes hin konisch verjüngt.
Das Wellrohr ist also in das Anschlußelement eingeschoben und wird durch die an dem Einlegering gegengehaltene Mutter, welche mit dem Anschlußelement verschraubbar ist, in den sich verjüngenden Abschnitt des Anschlußelements gepreßt. Dadurch ergeben sich im Bereich der so entstehenden Berührungspunkte und Flächen zahlreiche Möglichkeiten eines abdichtenden Kontakts zwischen dem Wellrohr und dem Anschlußelement, von welchem aus dann mit herkömmlichen Winkelelementen, Anschlußstücken, Überwurfmuttern oder dergleichen weitere Verbindungen hergestellt werden können.
In einer weiteren sehr günstigen und einfach zu handhabenden Ausführungsform ist zusätzlich ein Dichtmaterial im Bereich zwischen dem Einlegering und dem Ende des Wellrohrs in wenigstens eines der Wellentäler eingebracht. Das Endes des Wellrohrs ist dann zusammen mit diesem Dichtmaterial in die sich verjüngende zentrale Öffnung des Anschlußelements eingeschoben und das Anschlußelement ist mit der für den Einlegering an dem Wellrohr gehaltenen Mutter verschraubt. Das Ende
des Wellrohrs ist dann zusammen mit dem Dichtmaterial dabei in der Art in das Anschlußelement gedrückt, daß es hier sicher zu einer abdichtenden Verbindung kommt.
Insbesondere beim Einsatz eines Ringwellrohrs kann dabei ein herkömmlicher O-Ring als Dichtmaterial eingesetzt werden, welcher einfach in eines der Wellentäler zwischen dem Einlegering und dem Ende des Wellrohrs eingelegt wird, bevor das Wellrohr mit der aufgesetzten Mutter und dem Einlegering mit dem Anschlußelement verschraubt wird.
Diese Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung des Wellrohrs ist dann besonders einfach und günstig in der Handhabung. Außerdem erfordert sie keinerlei Veränderungen des Wellrohrs an sich, wie beispielsweise eine Umformung des durch das Einbringen der Wellen ohnehin bereits hochbelasteten Materials des Wellrohrs .
Die eingesetzten Materialien sind vergleichsweise kostengünstig und lassen sich in besonders vorteilhafter Weise auch auf einer Baustelle bei der Montage der
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flexiblen Rohrleitungen aus dem Wellrohr problemlos zur abdichtenden Verbindung einsetzen.
Eine weitere Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe wird dadurch erreicht, daß ein als Ringwellrohr ausgebildetes Ende eines Wellrohres einen Klemmring aufweist, welcher in seiner axialen Ausdehnung derart ausgebildet ist, daß er wenigstens einen der Wellenberge des Wellrohrs umfaßt.
Dieser Klemmring funktioniert dabei prinzipmäßig wie ein herkömmlicher an sich bekannter Klemmring einer Klemmringverschraubung. Der Erfinder hat dabei in überraschender Weise erkannt, daß auch bei Wellrohren hierdurch eine ausreichende Abdichtwirkung zu erzielen ist. Der Klemmring muß auf wenigstens einem der Wellenberge zu liegen kommen. Dieser sorgt damit einerseits für eine Abdichtung entlang seiner Berührungslinie zu dem Wellenberg, andererseits dient er als Widerlager für die Verschraubung, beispielsweise mittels einer Überwurfmutter.
Eine weitere, sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Klemmring in seiner axialen
Ausdehnung derart ausgebildet ist, daß er wenigstens zwei der Wellenberge und wenigstens eines der Wellentäler des Wellrohrs umfaßt.
Auch dieser Klemmring funktioniert dabei prinzipmäßig wie ein herkömmlicher an sich bekannter Klemmring einer Klemmringverschraubung. Der Klemmring ist jedoch in seiner axialen Ausdehnung vergleichsweise größer ausgebildet, so daß er wenigstens zwei der Wellenberge und wenigstens eines der Wellentäler des Wellrohrs umfaßt. Damit ergeben sich zwei ringförmige Anlagelinien zwischen dem Wellrohr und dem Klemmring, wodurch erreicht werden kann, daß der Klemmring auf den wenigstens zwei Wellenbergen des Wellenrohrs dichtend klemmt.
Dabei kann auch ein Wellrohr eingesetzt werden, welches nicht die üblichen, im Querschnitt wenigstens annähernd sinusförmigen Wellenformen, sondern das zumindest abgeflachte Wellenberge, welche dann grob in der Art einer Rechteck- bzw. Trapezschwingung ausgebildet sind, aufweist. Durch die damit sehr flachen, vergleichsweise breiten Wellenberge ergibt sich eine noch größere Anlagefläche für den Klemmring, was wie-
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derum zu einer verbesserten Abdichtung führen kann, ohne die Flexibilität des Wellrohrs stark einzuschränken .
Weitere Ausführungsformen dieser erfindungsgemäßen Lösung sehen dabei vor, daß zwischen dem Klemmring und dem Wellrohr entsprechende Dichtmaterialien eingebracht sind.
Selbstverständlich erfordert diese besonders günstige Lösung der Erfindung ein Ringwellrohr, da es bei einem Spiralwellrohr prinzipbedingt zu keiner abdichtenden Klemmung des Klemmringes kommen kann. Wird jedoch das ohnehin weitaus häufiger eingesetzte Ringwellrohr verwendet, kann man durch den Einsatz des entsprechenden erfindungsgemäßen Klemmrings gegebenenfalls in Verbindung mit einem zwischen dem Klemmring und dem Wellrohr angeordneten Dichtmaterial eine sehr günstige, sehr schnelle, einfache und sichere Möglichkeit zur Verbindung von Rohrenden oder zum Einbringen eines Rohrendes in ein Anschlußelement, einen Flansch, eine Armatur oder dergleichen erreichen.
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Die bei der Montage erforderlichen Arbeitsschritte unterscheiden sich dabei nur geringfügig von den Arbeitsschritten, welche beim Einsatz einer, den entsprechenden, geschulten Fachleuten ohnehin bekannten, herkömmlichen Klemmringverbindung notwendig sind.
Damit lassen sich Vorrichtungen zur abdichtenden Verbindung der Enden eines Wellrohres mittels des oben beschriebenen Klemmrings sehr einfach und ohne größeren Aufwand realisieren und von den entsprechenden Fachleuten vor Ort durchführen.
Eine weitere Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe wird dadurch erreicht, daß auf das zu verbindende Ende des Wellrohrs eine Anschlußhülse aufgesteckt ist, wobei die Anschlußhülse über eine Krafteinwirkung dichtend auf das Wellrohr aufgepreßt ist.
Diese besonders günstige und vorteilhafte Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe sieht also vor, daß eine einfache Anschlußhülse auf das Ende des Wellrohrs aufgesteckt ist, wobei hier in weiteren Ausführungsformen der Erfindung durchaus auch Dichtmaterialien zwischen dem Wellrohr und der Anschlußhülse angeordnet sein
können, welche dann über eine entsprechende Krafteinwirkung, beispielsweise durch eine spezielle Zange oder eine kleine, leicht zu transportierende Vorrichtung, aufgebracht wird, wonach die Anschlußhülse direkt auf das Wellrohr aufgepreßt ist.
Durch die besondere Ausgestaltung des Wellrohrs mit den Wellentälern und den Wellenbergen ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit, bei einer entsprechend ausgeformten Vorrichtung zum Aufpressen einen zumindest geringfügigen axialen Formschluß zu erreichen, so daß die Anschlußhülse auch mechanisch eine vergleichsweise feste Verbindung mit dem Wellrohr eingeht.
Die mit dem Wellrohr verpreßte Anschlußhülse kann dann direkt als das Anschlußelement eingesetzt werden oder auf die in ihrem Fortsatz sinnvollerweise zylindrisch ausgeführte Anschlußhülse können die von zylindrischen Rohrleitungen an sich bekannten üblichen und meist ohnehin vorhandenen Verbindungs- bzw. Abdichtungselemente Verwendung finden.
Selbstverständlich können auch hier in einer besonders günstigen Ausführungsform wieder entsprechende Dicht-
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materialien zwischen der Anschlußhülse und dem Wellrohr angebracht sein. Das Aufschieben der Anschlußhülse und das Verpressen mit dem Wellrohr mittels einem einfachen Werkzeug, z.B. einem Einsatz in eine meist ohnehin vorhandene Zange oder dergleichen, ermöglicht eine zügige, einfache und kostengünstige Verbindung des Endes des Wellrohrs vor Ort bei der Montage der Wellrohre.
Bei dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es dabei wiederum möglich, Spiralwellrohre und Ringwellrohre einzusetzen, da hier lediglich die Form des entsprechenden Preßwerkzeugs mit konzentrisch oder spiralförmig verlaufenden Angriffswülsten versehen sein muß.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen und den anhand der Zeichnung nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen.
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Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mit einem Anschlußelement;
Fig. 2 eine alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mittels eines Klemmrings, im Querschnitt;
Fig. 3 die alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mittels des Klemmrings und Dichtungsmaterialien, im Querschnitt;
Fig. 4 die alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mittels des Klemmrings und einer alternativen Ausführungsform eines Dichtungsmaterials, im Querschnitt;
Fig. 5 die alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mittels des Klemmrings und einer weite-
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ren alternativen Ausführungsform eines Dichtungsmaterials im Querschnitt;
Fig. 6 die alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohres mit einer alternativen Ausführungsform des Klemmrings im Querschnitt;
Fig. 7 eine Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohrs mit einer Anschlußhülse, im Querschnitt; und
Fig. 8 die weitere alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Wellrohrs mittels der Anschlußhülse und einer Stützhülse, im Querschnitt.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung eines Endes eines von einem Fluid durchströmten Wellrohrs 1. Das Wellrohr 1 weist hierbei Wellenberge la und Wellentäler Ib auf. An das Ende des Wellrohres 1 schließt sich ein Anschlußelement 2 an. Dieses Anschlußelement 2 kann entweder ein Anschlußelement 2 zur weiteren Verbindung
mit Winkelstücken, Flanschen, Armaturen oder dergleichen (alle nicht dargestellt) sein oder es kann sich bei dem Anschlußelement 2 direkt um den Flansch, die Armatur, das Winkelstück oder dergleichen handeln.
Das Wellrohr 1 wird gemäß der hier dargestellten Vorrichtung abdichtend mit dem Anschlußelement 2 verbunden. Dazu wird auf das Wellrohr 1 eine Mutter 3 aufgebracht und über einen an sich bekannten Einlegering 4, welcher zwischen der Mutter 3 und dem zu verbindenden Ende des Wellrohrs 1 angeordnet sein muß, auf dem Wellrohr 1 gesichert. Die Mutter 3 kann sich dabei an dem in einem der Wellentäler Ib liegenden Einlegering 4 abstützen und so Kräfte zwischen dem Wellrohr 1 und dem Anschlußelement 2 übertragen.
In einer besonders günstigen Ausführungsform weist das Anschlußelement 2, wie hier dargestellt, einen sich verjüngenden Bereich 5 im Bereich einer zentralen Öffnung 6 auf. Das Ende des Wellrohrs 1 wird in diesen sich verjüngenden Bereich 5 eingebracht. Mittels der durch den Einlegering 4 gegengehaltenen Mutter 3 kann das Ende des Wellrohrs 1 dann durch ein Verschrauben der Mutter 3 auf einem Außengewinde 7 des Anschlußele-
ments 2 in den sich verjüngenden Bereich 5 der zentralen Öffnung 6 hineingedrückt werden. Da sich der verjüngende Bereich 5 immer weiter verjüngt, je weiter das Wellrohr 1 in die zentrale Öffnung 6 des Anschlußelements 2 eingedrückt wird, kommt es hier zu einer abdichtenden Verbindung zwischen wenigstens einem der Wellenberge la und der Wandung des sich verjüngenden Bereichs 5.
Diese Abdichtwirkung kann durch das Einbringen von Dichtmaterialien 8 zusätzlich unterstützt werden. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich dabei um zwei an sich bekannte O-Ringdichtungen, welche jeweils in eines der Wellentäler Ib des Wellrohrs 1 eingelegt werden.
Selbstverständlich sind hier auch der Einsatz anderer Dichtungsmaterialien, beispielsweise beim Kontakt mit luftaushärtenden Dichtungsmaterialien, wie Silikone oder dergleichen, denkbar.
Die Vorrichtung ist auch vor Ort auf einer Baustelle sehr leicht zu handhaben, da das Wellrohr 1 lediglich in der gewünschten Länge abgelängt werden muß und dann
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mit der Mutter 3, dem Einlegering 4 und gegebenenfalls den Dichtungsmaterialien 8 versehen wird. Das so vorbereitete Wellrohr 1 kann dann problemlos in das Anschlußelement 2 eingebracht und mittels der Mutter 3 festgeschraubt werden.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführung einer entsprechenden Vorrichtung zur Verbindung des Wellrohrs 1 mit einem hier nicht dargestellten Anschlußelement, Flansch oder dergleichen. Dazu wird auf das Wellrohr 1 ein Klemmring 9 aufgebracht. Der Klemmring 9 muß dabei wenigstens einen der Wellenberge la umfassen. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt der Klemmring jedoch jeweils wenigstens zwei (vgl. Fig. 6) bzw. drei der Wellenberge la und damit wenigstens eines bzw. zwei der Wellentäler Ib in seiner axialen Ausdehnung.
Dieser Klemmring 9 wird dann dichtend auf das Wellrohr 1 aufgebracht. Das Wellrohr 1 mit dem Klemmring 9 kann danach in an sich bekannter Weise über eine Mutter und ein entsprechendes Anschlußelement (beide nicht dargestellt) mit dem Anschlußelement, einem Flansch, einer Armatur oder dergleichen verschraubt werden.
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Bei dieser Ausführungsform muß darauf geachtet werden, daß sie lediglich bei sogenannten Ringwellrohren eingesetzt werden kann. Spiralwellrohre mit ihren in der Art einer Schraubenlinie umlaufenden Wellenbergen la würden hier keine abdichtende Verbindung erlauben, weil Flüssigkeiten durch die ebenfalls ringförmig umlaufenden Wellentäler Ib trotz des Klemmrings 9 die Verschraubung verlassen könnten.
Fig. 3 zeigt in einem Querschnitt, hier ist nur die obere Hälfte des Wellrohrs 1 dargestellt, eine alternative Ausführungsform, bei der in den zwei Wellentälern Ib, welche von dem Klemmring 9 umfaßt werden, Dichtungsmaterialien, hier zwei O-Ringe 10, angeordnet sind. Die abdichtende Verbindung zwischen dem Wellrohr 1 und dem Klemmring 9 kann damit verbessert bzw. ihr Zustandekommen erleichtert werden.
Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der anstatt den O-Ringen 10 ein Dichtschlauch 11 zwischen dem Klemmring 9 und dem Wellrohr 1 zu liegen kommt.
In Fig. 5 ist eine weitere alternative Ausführungsform dargestellt, welche die Montage erheblich erleichtert, da hier eine Schicht 12 aus einem dafür geeigneten Dichtmaterial· direkt auf die dem Wellrohr I zugewandte Fläche des Klemmrings 9 aufgebracht ist.
In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform des Klernrnrings 9 dargesteilt. Der Klemmring 9 weist an einem Ende 13 eine radiale Verengung seines Durchmessers auf, so daß der Klemmring nicht beliebig weit auf das Wellrohr 1 geschoben werden kann, sondern über diese Verengung 13 in der Art eines Anschlags an dem abgelängten Ende des Wellrohrs 1 anliegt. Auch dies erleichtert die Montage des Klemmrings 9, da er hier beim Aufbringen direkt in eine entsprechende geeignete Position gebracht wird. Diese Ausführungsform des Kiemmrings 9 gemäß Fig. 6 ist selbstverständlich mit den Dichtungsmaterialien gemäß der vorhergehenden Figuren beliebig kombinierbar.
Um eine einwandfreie Funktionsweise des Klemmrings 9, insbesondere beim abdichtenden Aufkiemmen des Klemmrings 9 auf das Wellrohr 1 zu gewährleisten, können die radialen Durchmesserverengungen 13 beispielsweise
in Form von drei überstehenden Anschlagelementen ausgeführt werden, da durch eine ringförmige Ausführung der radialen Verengung 13 die radiale Stabilität des Klemmrings 9 in unnötiger Weise erhöht werden würde.
Fig. 7 zeigt nun eine weitere grundlegend andere Ausführungsform einer Vorrichtung zur abdichtenden Verbindung des Wellrohrs 1 mit einem Anschlußelement, hier einer Anschlußhülse 14.
Die in ihrem über das Wellrohr 1 überstehenden Fortsatz, beispielsweise zylindrisch ausgeführte Anschlußhülse 14, kann dann über herkömmliche Verbindungselemente mit entsprechenden Flanschen, Winkelstücken, weiterführenden Rohrelementen oder dergleichen verbunden werden.
Die Anschlußhülse 14 wird mittels eines speziell ausgeformten Werkzeuges 15 auf das Wellrohr 1 aufgepreßt. Dieses Werkzeug 15 kann beispielsweise als Einsatz in einer Zange oder einem kleinen Preßwerkzeug ausgeführt sein, und kann so problemlos auch vor Ort auf einer Baustelle eingesetzt werden.
Das Werkzeug 15 ist so ausgeführt, daß es die Anschlußhülse 14 in deren Endbereich in eines der Wellentäler Ib des Wellrohrs 1 einzupressen vermag. In dem Bereich zwischen dem Ende der Anschlußhülse 14 und dem Endstück des Wellrohrs 1, hier greift das Werkzeug 15 an der Anschlußhülse 14 an, wird die Anschlußhülse 14 auf das Wellrohr 1, welches auch hier nach Möglichkeit als Ringwellrohr ausgeführt sein sollte, aufgepreßt. Durch dieses Aufpressen kommt es zu einer abdichtenden Verbindung zwischen wenigstens einem der Wellenberge la und der Anschlußhülse 14. Dazu kann es sehr günstig sein, an dem Werkzeug 15 zwei oder mehr Vorsprünge 16 auszubilden, welche in ihrer Größe und Lage mit den Wellentälern Ib der zu verarbeitenden Wellrohre 1 korrespondieren. Zusätzlich kann, wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, der Einsatz von Dichtungsmaterialien, hier O-Ringen 17, sinnvoll sein, welche jeweils in Wellentäler Ib im Bereich der Anschlußhülse 14 eingelegt werden.
Durch das Aufbringen von Kraft auf das Werkzeug 15 kann die Anschlußhülse 14 dann mit dem Wellrohr 1 dichtend verpreßt werden. Durch die zumindest teilwei-
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se in die Wellentäler Ib einragenden Bereiche der so aufgepreßten Anschlußhülse 14 wird neben einer dichtenden Verbindung auch die Möglichkeit einer axialen Belastung der Verbindung mit einer entsprechenden, eher geringen, Kraft ermöglicht.
Je nach Einsatz der Dichtungsmaterialien können hier selbstverständlich auch Spiralwellrohre eingesetzt werden, wobei dann das Werkzeug 15 an diese Konstellation angepaßt sein muß. Außerdem ist bei einem Einsatz von Spiralwellrohren ein entsprechendes Dichtungsmaterial unbedingt erforderlich um ein Austreten von Flüssigkeit entlang der spiralförmig umlaufenden Wellentäler 4 zu vermeiden.
Fig. 8 zeigt eine alternative Ausführungsform der eben in Fig. 7 beschriebenen Möglichkeit tier abdichtenden Verbindung mittels einer Anschlußhülse 14.
Da die Wellrohre 1 im allgemeinen durch ihr Herstellungsverfahren, also insbesondere durch die über eine Kaltumformung eingebrachten Wellenberge, keine allzu große mechanische Festigkeit aufweiser., kann es sinnvoll sein, den Bereich des Wellrohres 1, auf den die
Anschlußhülse 14 mittels des Werkzeuges 15 aufgepreßt wird, mechanisch zu unterstützen. Dazu kann eine Stützhülse 18 Verwendung finden, welche in das Innere des Wellrohrs 1 eingebracht werden kann.
Zur besseren Verarbeitung vor Ort und zur Fixierung ihrer Lage bietet es sich dabei an, daß die Stützhülse 18 einen Bund 19 aufweist, so daß die Stützhülse 18 definiert im Endbereich des Wellrohrs 1 zu liegen kommt und nicht weiter als beabsichtigt in das Innere des Wellrohrs 1 rutschen kann. Diese etwas aufwendige Methode der Befestigung erlaubt es, über höhere, durch das Werkzeug 15 aufzubringende Kräfte, eine bessere und sicherere Abdichtung zwischen der Anschlußhülse 14 und dem Wellrohr 1 zu gewährleisten, ohne dabei Gefahr zu laufen, das Wellrohr 1 mechanisch zu überlasten und durch das Verursachen von Rissen oder dergleichen Leckagen zu provozieren.