Die Erfindung betrifft eine Zeichenplatte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Diese bekannte Zeichenplatte (DE-PS 2 80 625) besteht aus biegbarem Material, so daß die aneinanderzufügenden
Plattenteile nicht formsteif ausgebildet sind. Die aus den einzelnen Plattenteilen zusammengesetzte
Zeichenplatt^ weist daher keine hohe Formstabilität auf. Während des Zeichnens können die Plattenteile
gegeneinander verbogen werden, so daß das darauf befindliche Zeichenblatt nicht eben ist, wodurch ein
genaues Zeichnen nicht mehr gewährleistet ist. An den Ecken der Plattenteile sind Eckschoner mit Rahmen
befestigt, die über die Ränder des Plattenteiles vorstehende Zungen aufweisen. Infolge dieser Zungen
können aber die Ränder des Plattenteiles sowie die Ränder der aus den Plattenteilen zusammengesetzten
Zeichenplatte nicht als Zeichenkante oder als Anlegekante für ein Zeichenlineal oder dgl. verwendet werden.
Wird die aus den Plattenteilen zusammengesetzte Zeichenplatte an einem Rand gehalten, dann treten im
Bereich der Stoßfugen der Plattenteile hohe Biegekräfte auf, die von den Zungen des Rahmens der Eckschoner
aufgenommen und von dort in den Eckschoner eingeleitet werden. Entsprechend den hohen Biegekräften
müßte der Eckschoner sehr stabil ausgebildet sein, wodurch aber die Handlichkeit der Zeichenplatte
erheblich beeinträchtigt würde.
Die Plattenteile sind nur dann verschiebfrei aneinander gehalten, wenn vier Plattenteile miteinander
verbunden sind. Dann hat aber die Zeichenplatte eine erhebliche Größe, die in der Regel nicht benötigt wird.
Werden hingegen nur zwei Plattenteile zusammengeschoben, dann können diese während des Zeichnens
leicht gegeneinander verschoben werden, weil sie in zusammengefügter Lage entgegen Zusammenschiebrichtung
nicht gesichert sind. Ein sauberes und genaues Zeichnen ist damit aber nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Zeichenplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1
so auszubilden, daß zwei Plattenteile so zusammengefügt werden können, daß sie einerseits fest aneinander
gehaltert sind, andererseits aber einfach voneinander gelöst werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.
Die beiden Plattenteile der erfindungsgemäßen Zeichenplatte sind mittels der Sicherung so fest
aneinander gehalten, daß sie während des Zeichnens nicht gegeneinander verschoben werden können.
Dadurch kann auf der Zeichenplatte genau und sauber gearbeitet werden. Da die Verbindungselemente lediglich
an den Stoßrändern der beiden Plattenteile vorgesehen sind, können die übrigen Ränder der
Plattenteile als Zeichenkante oder als Anlegekante für Zeichengeräte, wie Zeichenlineal, Zeichenwinkel oder
cigL verwendet werden. In zusammengefügter Lage sind
dadurch sämtliche Ränder der Zeichenplattc frei von Vorsprüngen oder dgl, so daß diese Ränder als
Zeichenoder Anlegekante benutzt werden können. Da die Verbindungselemente ausschließlich an dem einen
Plattenteil vorgesehen sind, ist der andere Plattenteil frei von Vorsprüngen, so daß sämtliche Ränder dieses
Plattenteiles beim Zeichnen auf kleineren Formaten als Zeichen- oder Anlegekante verwendet werden können.
Die Zeichenplatte kann dadurch beispielsweise zum Zeichnen auf DIN A 3-Format und der die Aufnahmen
aufweisende Plattenteil zum Zeichnen auf DIN A 4-Format eingesetzt werden. Die aus den beiden Plattenteilen
zusammengesetzte Zeichenplatte hat darüber hinaus eine hohe Biegesteifigkeit und kann frei getragen
werden. Wird die Zeichenplatte an einem Rand getragen, dann werden die im Bereich der Stoßfuge
auftretenden Biegekräfte von den Verbindungselementen direkt in die Plattenteile geleitet, die diese
Biegekräfte sicher aufnehmen können. Dadurch wird die Gefahr einer Beschädigung oder Zerstörung der
Verbindungselemente vermieden.
Die Erfindung wird anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Zeichenplatte in Draufsicht,
Fig.2 einen Schnitt längs der Linie H-II in Fig. 1 in
vergrößerter Darstellung,
F i g. 3 einen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zeichenplatte in Unteransicht,
F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in F i g. 3.
Die Zeichenplatte gemäß den F i g. 1 und 2 hat zwei Plattenteile \b, 2b, die lösbar miteinander verbunden
sind und in zusammengefügtem Zustand mit Stoßrändern 7b, 9b aneinanderliegen. Die Oberseiten der
Plattenteile \b, 2b liegen in einer gemeinsamen, die Zeichenebene bildenden Ebene. Am Plattenteil \b ist
benachbart zu einem Längsrand 3b eine sich über dessen ganze Länge erstreckende Klemmleiste 4b
vorgesehen, die um eine zu ihrer Längsrichtung und zur Zeichenebene der Zeichenplatte parallele Achse
schwenkbar gelagert ist. Mit der Klemmleiste Ab kann der Rand eines Zeichenblattes auf der Zeichenplatte
festgeklemmt werden. Die Klemmleiste ist versenkt angeordnet, so daß sie nicht über die Zeichenebtne ragt.
Zwischen der Klemmleiste 4b und dem benachbarten Längsrand 3b ist eine über die ganze Länge des
Plattenteiles 16 durchgehende Führungsnut 66 für ein nicht dargestelltes Zeichenlineal vorgesehen
An dem der Klemmleiste 46 gegenüberliegenden und zu dieser parallelen Längsrand 76 weist der Plattenteil
16 eine im Querschnitt annähernd parabelförmige Längsnut 86 auf. Der andere Plattenteil 26, der
gegenüber dem Plattenteil 16 um etwas mehr als die Breite der Klemmleiste 46 schmaler ist, jedoch genau
dieselbe Länge wie der Plattenteil 16 aufweist, \n an seinem diesem Plattenteil zugewandten Längsrand 96
mit einer über die ganze Länge durchgehenden.
stegartig nach außen ragenden Feder 106 vorgesehen. Der Querschnitt der Feder 106 entspricht im wesentlichen
dem Querschnitt der Längsnut 86. Bei zusammengesetztem Zustand der beiden Platien'eile 16,26 greift
die Feder 106 formschlüssig in die Längsnut 86 ein.
Die Längsränder 76,96 der beiden Plattenteile 16,26
bilden Stoßränder, mit denen die Plattenteile in zusammengesetzter Lage aneinander liegen. Benachbart
zu den zu diesen Stoßrändern rechtwinkligen Außenrändern 136, 146 der Zeichenplatte sind am
Plattenteil 26 zwei Ansätze 166 vorgesehen, die parallel zur Zeichenebene liegen und etwa in halber Dicke des
Plattenteiles 26 über dessen Stoßrand 96 vorstehen. Die beiden Ansätze 166 haben jeweils gleichen Abstand von
den benachbarten Plattenrändern 136,146. Jeder Ansatz 166 ist mit einem Befestigungsabschnitt 34 in einer
schliiztaschenförmigen Ausnehmung 186 im Plattenteil 26 befestigt, beispielsweise eingeklebt oder eingespritzt.
Die Ansätze 166 und die zugehörigen Befestigungsabschnitte 34 bilden Verbindungselemente, mit denen die
beiden Plattenteile 16, 26 zusammengesteckt werden können. Da die als Stecklaschen ausgebildeten Ansätze
etwa in halber Plattendicke befestigt sind, wird der Plattenquerschnitt nur unwesentlich geschwächt.
Außerdem ergibt sich dadurch eine hohe Schubfestigkeit der Ansätze parallel zur Plattenebene. Die
Befestigungsabschnitte 34 gewährleisten einen sicheren Halt der Verbindungselemente auch nach langer
Gebrauchsdauer. Die beiden Ansätze 166 sind symmetrisch zu der zu den Stoßrändern 76,96 rechtwinkligen
Mittelebene der Zeichenplatte angeordnet.
Die taschenartige Ausnehmung 186 ist in einem flachen Ansatz 266 an der Unterseite des Plattenteils 26
vorgesehen. Der Ansatz 266 kann mit seiner Unterseite gegenüber der durch einen Randsteg 35 gebildeten
Standfläche des Plattenteiles 26 geringfügig zurückstehen oder mit dieser Standfläche in einer Ebene liegen.
Der Befestigungsabschnitt 34 ist in bezug auf die durch die Stoßrändern 76, 96 gebildete Stoßfuge zumindest
bezüglich seiner Außenkontur spiegelsymmetrisch zu dem über den Stoßrand 96 ragenden zugehörigen
Ansatz 166 ausgebildet. Das Verbindungselement 166, 34 kann durch einen plattenförmigen Blechteil gebildet
sein. Der vorstehende Teil des Verbindungselementes 166, 34 entrpricht etwa einem Dreizehntel der
Gesamtbreite der beiden Plattenteile 16,26.
Jedem Ansatz 166 ist im Stoßrand 76 des Plattenteiles 16 eine taschenförmige Aufnahmeöffnung 36 zugeordnet,
in die der jeweilige Ansatz 166 passend eingreift, so daß eine parallel zu den Stoßrändern 76, 96 spielfreie
Verbindung der beiden Plattenteile 16,26 gewährleistet ist. Jede Aufnahme 36 ist in einem Ansatz 37 an der
Unterseite des Plattenteiles 16 vorgesehen. Der Ansatz 37 ist im wesentlichen gleich ausgebildet wie der Ansatz
266 des Plattenteiles 26.
Im unteren Wandabschnitt 256 der jeweiligen Aufnahme 36 ist eine durch einen Durchbruch gebildete
Rastöffnung 226 vorgesehen, in die ein durch eine sickenartige Ausprägung gebildeter Rastnocken 236 des
zugehörigen Ansatzes 166 in zusammengesetzter Lage der beiden Plattenteile 16,26 eingreift. Der Rastnocken
236 bildet eine entgegen Zusammensteckrichtung der beiden Plattenteile wirkende Sicherung. Beim Herausziehen
des Ansatzes 166 aus der Aufnahme 36 drückt der Rastnocken 236 beim Herausgleiten aus der
Rastöffnung 226 den Wandabschnitt 256 nach unten, so daß der Ansatz 166 unter Überwindung des Rastwiderstandes
herausgezogen und damit die beiden Plattentei-
le 16, 2b voneinander gelöst werden können. Beim Einstecken des Ansatzes 166 wird der Wandabschnitt
256 so lange federnd nach unten gedrückt, bis der Rastnocken 236 in die Rastöffnung 226 einrastet.
Die beiden Ansätze 166 und die zugehörigen Befestigungsabschnitte 34 haben nnähernd ovale bzw.
elliptische Form. Der jeweils vom benachbarten Plattenrand 136, 146 abgewandte Seitenrand 38 des
Ansatzes 166 liegt in Draufsicht auf oder radial außerhalb eines gedachten Kreises 39, dessen zur
Plattenebene rechtwinklige Achse im benachbarten Ende 40,41 der Stoßfuge 76,96 liegt und der durch das
äußere Ende dieses Seitenrandes 38 geht. Dadurch können die Plattenteile 16, 26 aus ihrem zusammengesteckten
Zustand gem. F i g. 1 scherenartig um eine bei 40 oder 41 liegende Achse schwenkend auseinandergezogen
bzw. auch wieder zusammengefügt werden, ohne daß sich die Ansätze 166 in den Aufnahmen 36
verklemmen können.
Infolge der beschriebenen Ausbildung sind die Plattenteiie 16, 26 gegen Verschieben zueinander in
Richtung der Stoßrändern 76, 96 und gegen Verschieben rechtwinklig zur Zeichenebene gesichert. Die zu
den Stoßrändern 76, 96 rechtwinkligen Außenränder 136, 146 der beiden Plattenteile 16, 26 gehen
ununterbrochen ineinander über. Ebenso ergibt sich zwischen den Stoßrändern 76,96 bei aneinanderliegenden
Plattenteilen praktisch keine Lücke.
Bezogen auf die Normallage der Zeichenplatte, in der
die Klemmleiste 46 am linken Rand liegt, ist benachbart zum unteren Außenrand 146 in jedem Plattenteil eine
Führungsnut 156 vorgesehen. Die beiden Führungsnuten fluchten miteinander, so daß ein Zeichenlineal
durchgehend über die ganze Breite der Zeichenplatte in den Führungsnuten 156 verschoben werden kann. Ein
Zeichenlineal kann auch an sämtlichen Außenrändern der Zeichenplatte angelegt und verschoben werden.
Auch der Plattenteil 16 ist an seiner Unterseite mit einem umlaufenden vorstehenden Randsteg 206 versehen,
so daß bei zusammengesteckten Plattenteilen ein r>
doppelrahmenartiger Randsteg 206, 35 gebildet wird. Im Bereich der vier Ecken der Zeichenplatte sind an der
Unterseite Füße 296, 306 vorgesehen, die jeweils in einem Eckbereich des Randsteges liegen und beispielsweise
durch eine in einen augenförmigen Vorsprung
ίο eingesetzte, nach unten vorstehende Gummiplatte
gebildet sind. Außerdem ist der Plattenteil 16 benachbart zu seinem Stoßrand 76 mit einem weiteren Fuß 316
versehen, der etwa symmetrisch zur halben Länge dieses Stoßrandes angeordnet und ausgebildet ist.
Bei der in den Fig.3 und 4 dargestellten Ausführungsform
ist die Ausnehmung 18c für den Befestigungsabschnitt 34c des Ansatzes 16c durch eine
umlaufende Nut in einem Rand an der Unterseite des Plattenteils 2c gebildet. Der Befestigungsabschnitt 34c
greift mit seiner Randzone in diese Nut 18c ein. Etwa mittig im Befestigungsabschnitt 34c ist eine beispielsweise
kreisförmige Öffnung vorgesehen, in die ein nietartiges Element 42 eingreift, das am Plattenteil 2c
eingeklebt, eingeschweißt oder auf andere Weise befestigt ist. Die Aufnahmeöffnung36cim Plattenteil Ic
für den Ansatz 16c ist gleich wie die Ausnehmung 18c im Plattenteil 2c ausgebildet. Die Rastöffnung 22c für den
nach oben über den Ansatz 16c ragenden Rastnocken 23c ist im Gegensatz zur vorigen Ausführungsform an
der Unterseite der oberen Begrenzungswand der Aufnahme 36c vorgesehen. Beim Herausziehen des
Ansatzes 16c aus dem Plattenteil Ic kann der Rastnocken 23c dadurch aus der Rastöffnung 22c
herausgleiten, daß der mittlere, den Rastnocken aufweisende, nicht in die Nut 36c eingreifende Bereich
des Ansatzes 16c nach unten federnd ausweicht
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen