DE2050920A1 - Lineare hochmolekulare Verbindungen sowie Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Lineare hochmolekulare Verbindungen sowie Verfahren zu deren HerstellungInfo
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- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F26/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen
- C08F26/06—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a single or double bond to nitrogen or by a heterocyclic ring containing nitrogen by a heterocyclic ring containing nitrogen
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Description
•ATSNTAh'WCLT«
DR. E. WIEGAND DIPL-ING. W. NIEMANN
DR.M. KÖHLER DIPL-ING. C GERNHARDT 20509 20
16, Oktober 1970
W 40143/70 Ko/D
Fuji Photo PiIm Co. Ltd Ashigara Kamigun, Kanagawa Japan
Lineare hochmolekulare Verbindungen sowie Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft lineare hochmolekulare Verbindungen und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Insbesondere
"befaßt sich die Erfindung mit einem Verfahren zur Herstellung von Copolymeren eines Monomeren mit einer
Enaminstruktur mit einem elektrophilen Olefin.
Das Monomere mit Enaminstruktur, das beim erfindungsgeraäßen
Verfahren eingesetzt wird, ist ein 1,3,3-Trimethyl-2-methylenindolinderivat
entsprechend der allgemeinen Formel
(D
worin R ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine niedere
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Alkylgruppe, beispielsweise eine Methyl-, Äthyl-,Propyl- oder Butylgruppe, eine Gruppe OR1 oder COOR1 bedeutet,
worin R1 eine niedere Alkylgruppe, beispielsweise eine Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylgruppe, darstellt,
die bisher keine Beachtung auf dem Gebiet der Herstellung von hochmolekularen Verbindungen fanden.
Obwohl Verbindungen der vorstehenden allgemeinen Formel als Zwischenprodukte zur Herstellung von Farbstoffen
bekannt sind, ist es nicht bekannt, daß die Verbindungen als eingebaute Bestandteile in linearen hochmolekularen
Ketten aufgrund ihrer Exomethylengruppe verwendet wurden.
Es wurde nun gefunden, daß ein Copolymeres mit sich wiederholenden Einheiten der Formel
ChL -
worin X die Gruppe CN oder COOR* bedeutet und die Gruppen R und R1 die gleichen Bedeutungen wie bei der
allgemeinen Formel (I) besitzen, durch Erhitzen eines Gemisches der vorstehenden Verbindung (I) mit einem
elektrophilen Olefin, beispielsweise Acrylsäurenitril
oder Acrylsäureestern, in jedem gewünschten Verhältnis in Gegenwart eines Polymerisationsinitiators vom
freien Radikaltyp, beispielsweise AzotLsif&mtyronitril
hergestellt werden können. Die hochmolekularen
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Verbindungen mit den sich wiederholenden Einheiten der
allgemeinen Formel (II) weisen eine neue heterocyclische Ringstruktur auf, die "bisher in der Literatur nicht beschrieben
ist.
Es gibt nur wenige Beispiele der Anwendung von Enaminen als Vinylmonomere, nämlbh die Herstellung von
Copolymeren aus N-Vinylindol mit Indol zu sich wiederholenden
Einheiten entsprechend der Formel
(m)
wie in nMacromolecules",Band 2, Seite 82 (1969) beschrieben,
und die Herstellung von Polyamiden durch Umsetzung zwischen einem Enamin und einem Diisocyanat
entsprechend der Formel
OCK-
HCO
J. '
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wie in"Die Macromoleculare Chemie" 108, 1, (1967)cbeschrieben.
In "Journal of Chemical Society", 1964 Seite 2165 ist beschrieben, daß ein Enamin mit einem elektrophilen
Olefin unter Bildung eines Cyclobutans entsprechend folgender Gleichung reagiert:
hierbei findet sich jedoch keine Angabe für die Ausbildung von hochmolekularen Verbindungenjund Polymere
entsprechend der vorstehenden allgemeinen Formel (II) wurden bisher nichtjerhalten.
Als Enamine der allgemeinen Formel (I) werden günstigerweise
beim erfindungsgemäßen Verfahren die in der folgenden !Tabelle aufgeführten verwendet:
H 116,5 °C/15 mwHg
Cl 129 %/6 mmHg
OCH3 132 °C/6 mmHg
COOC2H5 140 °C/4 mmHg
CH3 129 °C/8 mmHg
Zu den günstigerweise elektrophilen Olefinen gehören Acrylsäurenitril, Methylacrylat, Athylacrylat und
n-Butylacrylat.
H) 9 B 1 B / 2 1 0 θ
Verschiedene Copolymere können durch Variierung der Kombination und der Anteile der "beiden Gruppen der
Monomeren erhalten werden und Copolymerisation kann in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Dimethylformamid,
Diaxän, .-.Tetrahydrofuran, Dimethylacetamid,
Benzol oder Toluol durchgeführt werden.
Als Polymerisationinitiatoren werden günstigerweise Azobisverbindungen, wie Azobispropionnitril, Azobisisobutyronitril
und Azobisvaleronitril, sowie Azo- und Diazoverbindungen, wie Diazoaminobenzol, Nitrosoacylarylaminie,
Azothioäther und p-Hitrosobenzol-diazoniumsalze
verwendet. Ungünstigerweise besitzen Peroxidverbindungen eine Neigung zur Verfärbung der Enamine zu rötlich-purpur,
ebenso wie der Luftsauerstoff.
Das Gemisch des E.namids mit dem Olefin wird in Gegenwart oder Abwesenheit des Lösungsmittels auf 80 bis
95 0C während etwa 3 Stunden in Gegenwart eines Polymerisationinitiators
in einem Stickstoffgasstrom oder unter gasfreien Bedingungen zur Durchführung der Copolymerisation
erhitzt. Nach beendeter Umsetzung wird die Lösung von erhöhter Viskosität in Methanol unter kräftigem
Rühren zur Ausfällung des Polymerisats gegossen. Das erhaltene Polymerisat kann durch Auflösen in Tetrahydrofuran
und Umfällung mit Methanol gereinigt werden.
Die gemäß dem Verfahren der Erfindung hergestellten Polymeren können in zähe Überzugsfilme durch Einverleibung
von Plastifizierern überführt werden.
Das Polymere hat eine Kapazität zur Übermittlung von
elektrischer Ladung aufgrund des heterocyclischen Ringes in der Seitenkette. Tatsächlich variiert es seine elektrischen
Eigenschaften bei der Aussetzung an Licht, so daß es für die Elektrophotographie als organischer
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Photoleiter anwendbar ist. Es kann auch als Mittel verwendet werden, um Acrylfasem farbstoffaufnehmend zu
Dachen.
Es wurde durch Infrarotabsorptionsspektrum bestätigt
daß das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Polymerisat ein Copolymeres aus einem Enamin mit einem
Olefin darstellt. Die charakteristische Spitze der Absorption für das Exomethylen im Enamin bei 1645 cm
ist durch die Polymerieation verschwunden. Im Pail der
Copolymerisation mit Acrylsäurenitril ist sowohl die
Absorption bei 2230 cm*" durch CN und die Absorption des
aromatischen Ringes im Indolin vorhanden und im Pail
der Copolymerisation mit Acrylatestern wird die Absorption bei 1720 cm"~ durch die Esterbindung beobachtet.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung, ohne sie zu begrenzen.
Herstellung eines Polymeren der allgemeinen Formel (II), worin R = H und X =.CN.
In einen Dreihalskolben mit einem Inhalt von 100 ml wurden 42 g 1,3,3-Trimethyl-2-methylindolenin, 26 g
Acrylsäurenitril und 0,1 g Azobisisobutyronitril eingebracht
und die Beschickung bei 85 0C währen 3 Stunden unter Einleitung von Sticksbffgas durch den Kolben gerührt.
DaB Plüssigkeitsgemisch nahm an Viskosität zu
und wurde sirupartig. Unter kräfigem Rühren wurde das Gemisch dann in 2 1 Methanol zur Ausfällung des Polymeren
gegossen. Die nicht umgesetzten Monomeren lösten sich im Methanol. Der Niederschlag wurde abfiltriert und
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getrocknet, wobei 21 g des Copolymeren erhalten -wurden.
Da es rosa gefärbt wurde, wurde das Copolymere ..aus
Tetrahydrofuran/Methanol umgefällt und ein farbloses
Produkt mit einer Eigenviskosität, bestimmt bei 30 0C
Tetrahydrofuran, von 0,175 erhalten.
(Allgemeine Formel II: R=H, X= CN) In einen Breihalskol.ben von 50 ml wurden 5»7 g
ijJ^-Trimethyl-^-methylenindolin, 17,5 g Acrylsäurenitril,
0,02 g Azobisisobutyronitril und 10 ml Dimethylformamid eingebracht, und die Beschickung bei 90 0C während 3 Stunden
unter Einleitung von Stickstoffgas durch den Kolben gerührt. Nach beendeter Umsetzung wurde, die Beschickung in
Methanol zur Ausfällung des Polymeren gegossen. Die Ausbeute betrug 1,89 g und die Eigenviskosität bie 3OPC
in Tetrahydrofuran betrug 0,123.
(Allgemeine Formel II: R=H, X= CN) In ein Glasrohr wurden 3 g 1,3,3-Trimethyl-2-methylenindolin,
4,5 g Acrylsäurenitril und 0,01 g Azobisisobutyronitril eingebracht. Nach wiederholter
GefrierentlUftung wurde das Rohr unter einem verringerten von 10 mmHg verschlossen und in einen Thermostaten von
95 0C während 3 Stunden gebracht. Dann wurde das Rohr
geöffnet und die Beschickung in Methanol gegossen und 3,8 g eines Polymeren mit einer Eigenviskosität von
0,160 (30 0C in Tetrahydrofuran) erhalten.
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(Allgemeine Formel II: R = H, X « Ein Gemisch aus 4 g 1,3f3-Trimethyl-2-nethylenindolin, 5 g ithylacrylat und 0,1 g Azobieisobutyronitril
wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 2 behandelt und 4,8 g eines Polymeren mit einer Elgenriskosität von Ot1OO
(30 ^C in Tetrahydrofuran) erhalten.
(Allgemeine Formel II: R=H, I= COOCH*) Ein Gemisch aus 6,3 g 1,3,3-Trimethyl-2-methylenindolin, 6,3 g Hethylacrylat, 20 ml Dimethylformamid und
0,02 g Aeobislsobutyronitril wurde in der gleichen Weise
wie in Beispiel 2 behandelt und 4,3 g eines Polymeren erhalten.
(Allgemeine Formel II: R = OCH,, X = CJT)
Ein Gemisch aus 5 g 1,3»3-Trimethyl-5Haaethoxy-2-methylenlndolln, 5 g Aorylsäurenltrll, 30 el Dimethylforaanid und 0,02 g Asobisisobutyronitril wurde in der
gleichen Welse wie in Beispiel 2 behandelt und 2,4 g
des Polymeren erhalten.
(Allgemeine Formel II: R ■» COOCH,, X = CF)
Bin Geeieoh aus 4 g 1,3»3-lrlmethylen-4-oarbäthoxy-
2-methylen^indolin, $ g Aorylsäurenltril» 20 nl Dimethyl-
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formamid und 0,02g Azobisisobutyronitril wurde in der
gleichen Weise wie in Beispiel 2 behandelt und 2,5 g
eines Polymeren erhalten.
(Allgemeine Formel II: R = CH-, X « CN) Ein Gemisch aus 7 g 1,3,3,5-Tetramethyl~2-methylen-
indolin, 8 g Acrylsäurenitril, 20 ml Dimethylformamid und
0,02 g Azdttsibutyronitril wurde in der gleichen Weise wie
in Beispiel 2 behandelt und 3,7 g des Polymeren erhalten.
(Allgemeine Formel II, R =01, X = COOC2H5)
Ein Gemisch aus 3 g 1,3»3~Trimethyl-5TChlor-2-methylenindolin,
6 g A'thylacrylat und 0,001 g Azobisisobutyronitril wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel
3 behandelt und 2,3 g des Polymeren erhalten.
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Claims (5)
1. Hochmolekulare Verbindung gekennzeichnet durch sioh wiederholende Einheiten der folgenden Formel
CH*-CH -cHz — C
worin R ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkyl·
gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Gruppierung OR· oder COOR1 bedeutet, worin R1 eine Alkylgruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt.
2. Verfahren zur Herstellung von linearen hochmolekularen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Enamin der allgemeinen Formel
ein Enamin der allgemeinen Formel
worin R ein Wasserstoffatom oder Halogenatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Gruppierung
OR1 oder COOR1 bedeutet, worin R1 eine Alkylgruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt,mit einem elektrophilen Olefin in Gegenwart eines Polymerisationsinltiators
vom Azo-Typ copolymerisiert wird.
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3. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet,
daß als elektrophilee Olefin Acrylsäurenitril, Methylacrylat,
Äthylacrylat oder n-Butylacrylat verwendet
wird.
4· Terfehren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als Polymerisationsinitiator vom
Azo-Typ eine Azöblsnitril verbindung, eine Azo verbindung
oder eine Diazoverbindung verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Coplymerisation in Demethylformamid,
Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethylacetamid, Benzol oder
Toluol als Lösungsmittel durchgeführt wird.
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