[go: up one dir, main page]

DE1913541B2 - Verfahren zur gewinnung von schwefeltrioxid aus schwefeldioxid - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von schwefeltrioxid aus schwefeldioxid

Info

Publication number
DE1913541B2
DE1913541B2 DE19691913541 DE1913541A DE1913541B2 DE 1913541 B2 DE1913541 B2 DE 1913541B2 DE 19691913541 DE19691913541 DE 19691913541 DE 1913541 A DE1913541 A DE 1913541A DE 1913541 B2 DE1913541 B2 DE 1913541B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
oxidation
gas stream
oxidation stage
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19691913541
Other languages
English (en)
Other versions
DE1913541C3 (de
DE1913541A1 (de
Inventor
Timothy Jones Los Alamitos Calif. Browder jun. (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Parsons Government Services Inc
Original Assignee
Ralph M Parsons Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ralph M Parsons Co filed Critical Ralph M Parsons Co
Publication of DE1913541A1 publication Critical patent/DE1913541A1/de
Publication of DE1913541B2 publication Critical patent/DE1913541B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1913541C3 publication Critical patent/DE1913541C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47FSPECIAL FURNITURE, FITTINGS, OR ACCESSORIES FOR SHOPS, STOREHOUSES, BARS, RESTAURANTS OR THE LIKE; PAYING COUNTERS
    • A47F3/00Show cases or show cabinets
    • A47F3/14Display trays or containers

Landscapes

  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Exhaust Gas Treatment By Means Of Catalyst (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid durch katalytische Oxydation von in einem Gasstrom enthaltenem Schwefeldioxid in mindestens drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen mit einer Zwischenabsorptionsstufe.
Schwefeldioxidhaltige Gase werden Z.Z. in einem breiten Spektrum sehr verschiedenartiger chemotechnischer Verfahren gewonnen. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Problem, den Gehalt der Abgase aus Schwefeloxiden im Blick auf die damit verbundene Luftverunreinigung herabzudrücken. Gegenwärtig werden schwefeldioxidhaltige Gase einerseits zur Erzielung eines nur geringen Gehaltes der Kamingase an Schwefeloxiden und andererseits zur Erzeugung brauchbarer Produkte, wie etwa Schwefelsäure. Oleum, flüssiges Schwefeltrioxid, weiterverarbeitet.
Schwefelsäure und andere wichtige Produkte entstehen durch die Reaktion von schwefeldioxidhaltigem Gas mit einem Überschuß an Luft beim Darüberstreichen des Gases über Oxydationskatalysatoren bei geeigneter Temperatur. Bei einer vorbestimmten Minimaltemperatur, die auch als Einleitungstemperatur bezeichnet wird.findet die folgende Reaktion statt:
SO2 + V2O2— SO3 + Wärme
Es ist allgemein bekannt, daß eine höhere Endumsetzung erreicht werden kann, wenn das Schwefeldioxid enthallende Gas während der Oxydation vom Schwefeltrioxid befreit wird. Daher hat man eine Reihe von Oxydationsstufen mit Zwischen- und Endabsorptionsstufen vorgesehen. Dabei wird das Schwefeltrioxid von dem Gas in den Absorptionsstufen getrennt, was z. B. durch Auswaschen mit Schwefelsäure geschehen kann, ehe das Gas in eine nachfolgende Oxydationsstufe gelangt. Prinzipiell sollte diese Technik zu einer außerordentlich weitgehenden Umsetzung führen. In der praktischen Anwendung ergaben sich jedoch Schwierigkeiten im Erreichen der notwendigen Eingangstemperatur von einer Oxydationsstufe zur nächsten, solange man nicht in großem Umfange für die Ableitung der beteiligten Wärmemengen sorgte.
Ein bekanntes mehrstufiges Oxydations- und Absorptionsverfahren sieht entsprechend der USA-Patentschrift 32 59 459 einen Wärmeaustausch mit dem Ausgangsgas der vorletzten Oxydationsstufe vor, um damit das in die letzte Oxydationsstufe eintretende Gas vorzuwärmen, wobei eine Zwischenabsorptionsstufe zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschaltet ist. Damit ein Wärmeübergang überhaupt möglich ist, ist es bei dem Verfahren nach dem genannten Patent jedoch notwendig, daß die Temperatur des die vorletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases höher ist als die Temperatur des Gases, das in die letzte Oxydationsstufe gelangt, eine Voraussetzung, die einer optimalen Ausnutzung des Verfahrens hindernd im Wege steht. Das bedeutet, daß hohe Temperaturen die effektive Umsetzungsrate reduzieren, so daß eine maximale oder optimale Umsetzung nicht erreicht werden kann. In dem bekannten Verfahren wird die zur
Wärmeübertragung dienende Oberfläche des zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschalteten Wärmeaustauschers außerordentlich groß, wenn die Temperatur des die vorletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases sich der Temperatur des in die letzte Oxydationsstufe eintretenden Gases annähert Im Falle der Gleichheit dieser beiden Temperaturen müßte die Austauscherfläche unendlich groß werden.
Die bekannten Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsäure, bei denen zwischen mehreren Oxydationsstufen Zwischenabsorption vorgesehen ist, sind daher insoweit mangelhaft bzw. unbefriedigend, als sie die erforderliche Flexibilität der Einstellung einer optimalen Eingangs- bzw. Ausgangstemperatur für jede der Oxydationsstufen vermissen lassen. Im Ergebnis ist daher die höchstmögliche Umsetzungsrate nicht erzielbar. Umständliche und teure Geräte in der Form großer Wärmeanlagen, die diesen Mangel ausgleichen sollten, arbeiteten im allgemeinen weniger als zufriedenstellend.
In einem Verfahren zur Gewinnung von Schwefel- zo trioxid durch katalytische Oxydation von in einem Gasstrom enthaltenem Schwefeldioxid in mindestens drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen mit einer Zwischenabsorptionsstufe löst die vorliegende Erfindung dieses Problem dadurch, daß mit einem Teil der vom Gasstrom aus einer Oxydationsstufe mitgeführten Reaktionswärme der aus der Zwischenabsorptionsstufe in die nachfolgende Oxydationsstufe übergehende Gasstrom vorgewärmt wird, wobei die Zwischenabsorptionsstufe zwischen den beiden anderen Oxydationsstufen liegt.
Dieser Erfindungsgedanke gestattet eine Reihe vorteilhafter Ausgestaltungen; so kann etwa die Hälfte der Reaktionswärme zum Vorwärmen benutzt werden. Mit dem restlichen Anteil der Reaktionswärme kann der in die erste Oxydationsstufe eintretende Gasstrom vorgewärmt werden. In der erfindungsgemäßen Weiterführung des Verfahrens wird der nach seinem Austritt aus der ersten Oxydationsstufe abgekühlte Gasstrom in die zweite Oxydationsstufe eingeleitet, der diese verlassende Gasstrom wärmt den in die erste Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom vor und gelangt dann in die Zwischenabsorptionsstufe, der diese Stufe verlassende Gasstrom gelangt, von einem Teil der Reaktionswärme vorgewärmt, in die dritte Oxydationsstufe, und schließlich der diese letzte Stufe verlassende Gasstrom wärmt den in die dritte Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom vor und gelangt dann in eine Endabsorptionsstufe. Weiterhin kann der aus der Zwischenabsorptionsstufe in die folgende Oxydationsstufe eintretende Gasstrom in einem Wärmeaustauscher von einem Teil des die erste Oxydationsstufe verlassenden Gasstromes vorgewärmt werden. Vorteilhafterweise kann der die erste Oxydationsstufe verlassende Gasstrom in einen Wärmeaustauscher gelangen, in dem zwei getrennte Gasströme vorgewärmt werden, von denen der eine der ersten und der andere der dritten Oxydationsstufe zugeführt wird.
Es kann aber auch der die erste Oxydationsstufe verlassende Gasstrom in zwei Teilströme aufgeteilt oo werden, von denen der eine dem der ersten Oxydationsstufe zugeführten Gasstrom und der andere den von der Zwischenabsorptionsstufe in die letzte Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom vorwärmt. Es erweist sich als zweckmäßig, die Temperatur des für das Verfahren verwendeten, Schwefeldioxid enthaltenden Gasstromes auf etwa 49° C bis 82° C einzustellen. Es stellen sich besonders günstige Ergebnisse ein, wenn in dem fur das Verfahren verwendeten Gasstrom das Verhältnis von Sauerstoff zu Schwefeldioxid ungefähr 1,0 beträgt und wenn der Schwefeldioxidgehalt weniger als 9°/o ausmacht
Die Erfindung befaßt sich also mit einem Verfahren für die Herstellung von Schwefeltrioxid, insbesondere einem verbesserten mehrstufigen Oxydations- und Absorptionsverfahren, in dem der Gasstrom, der aus einer Zwischenabsorptionsstufe in eine nachfolgende Oxydationsstufe eingespeist wird, wirkungsvoller als bislang bekannt auf die erforderliche Eingangstemperatur vorgewärmt wird. Ein Teil des Auslaßgases aus der ersten von drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen wird dazu benutzt, das in die dritte Oxydationsstufe eingespeiste Gas vorzuwärmen, wobei eine Zwischenabsorptionsstufe zwischen der zweiten und dritten Oxydationsstufe vorgesehen ist Die Temperatur des Ausgangsgases aus der zweiten Oxydationsstufe kann dadurch geringer sein als die Temperatur des in die dritte Oxydationsstufe gelangenden Gases, so daß die Erzielung einer maximalen Umsetzungsrate möglich wird.
Erfindungsgemäß wird also ein Teil der exothermen Reaktionswärme des die erste von mindestens drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen verlassenden Gases dazu benutzt, das Gas, das aus einer zwischen der zweiten und dritten Stufe liegenden Zwischenabsorptionsstute in die dritte Oxydationsstufe gelangt, vorzuwärmen. Die Temperatur des in die dritte Oxydationsstufe eingeführten Gases kann dadurch auf jeder gewünschten Temperatur gehalten werden und sie ist absolut unabhängig von der Temperatur des Gases, das die vorhergehende Oxydationsstufe verläßt. Das Auslaßgas aus der ersten Oxydationsstufe wird vorzugsweise in zwei Gasströme aufgeteilt, von denen einer in einem Wärmeaustauscher das der ersten Oxydationsstufe zugeführte Gas vorwärmt und der andere zum Vorwärmen des aus der Zwischenabsorptionsstufe in die dritte Oxydationsstufe gelangenden Gases verwendet wird. Alternativ kann das Ausgangsgas aus der ersten Oxydationsstufe einem einzigen kesseiförmigen Wärmeaustauscher zugeführt werden, der zur kombinierten Vorwärmung der in die erste bzw. dritte Oxydationsstufe gelangenden Gase dient.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich besonders vorteilhaft auf ein mehrstufiges Katalyseverfahren anwenden, das drei Oxydationsstufen mit einer zwischen der zweiten und dritten Oxydationsstufe liegenden Zwischenabsorptionsstufe aufweist. In einer derartigen Anlage wird das Ausgangsgas aus der ersten Oxydationsstufe in zwei Ströme aufgeteilt die wie bereits beschrieben verwendet werden. Eine weitere Vorwärmung des in die erste Oxydationsstufe eingespeisten Gases wird durch Wärmeaustausch mit dem Ausgangsgas aus der zweiten Oxydationsstufe erreicht. Die beiden Teilströme des Ausgangsgases aus der ersten Oxydationsstufe werden nach dem Wärmeaustausch in die zweite Oxydationsstufe gegeben, die vorzugsweise zwei oder mehrere Katalysatorbettungen mit Zwischenkühlung zwischen den Bettungen umfaßt. Das Ausgangsgas aus der zweiten Oxydationsstufe wird nach dem Wärmeaustausch mit dem in die erste Oxydationsstufe gelangenden Gas in die Zwischenabsorptionsanlage gegeben. Das gekühlte Gas aus der ersten Absorptionsanlage wird zuerst in einem Wärmeaustauscher vorgewärmt, der das Ausgangsgas der letzten Oxydationsstufe benutzt, und dann auf die gewünschte Eingangstemperatur in einem Wärmeaus-
tauscher vorgewärmt, der einen Teiistrcm des Ausgangsgases aus der ersten Oxydationsstufe wie bereits beschrieben benutzt. Das Ausgangsgas aus der letzten Oxydationsstufe wird dann in dem vorerwähnten Wärmeaustauscher gekühlt und in eine Endabsorptionsstufe eingespeist.
Schwefeldioxid enthaltendes Gas kann über sehr verschiedenartige Reaktionen erhalten werden, etwa durch Oxydation von Schwefelwasserstoff oder Kohlenwasserstoff-Merkaptanen oder bei metallurgischen Schmelzprozessen u. ä. Röstgase und andere Schwefeldioxid enthaltende Gase, die einen Schwefeldioxidgehalt von weniger als etwa 9% aufweisen und bei denen das Sauerstoff zu Schwefeldioxid-Verhältnis etwa 1,0 ausmacht, können in dem erfindungsgemäßen Verfahren besonders wirkungsvoll verarbeitet werden. Gase mit höherem Schwefeldioxidgehalt können gereinigt, verdünnt, getrocknet und vorgewärmt werden, ehe sie in die Umwandlungsanlage gelangen. Konzentriertes, gereinigtes Schwefeldioxidgas wird gewöhnlich mit Luft vermengt, um das benötigte Sauerstoff zu Schwefeldioxid-Verhältnis zu erhalten. Das Schwefeldioxid enthaltende Gas wird vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 65,5°C vor der Vorwärmung in die Umwandiungsanlage gegeben.
Es ist ein besonders hervorstechender Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß in der der Zwischenabsorptionsstufe unmittelbar vorhergehenden Oxydationsstufe eine optimale zusätzliche Katalyse durchgeführt werden kann. Derart vorzügliche Ergebnisse können schon bei geringer Modifikation der bekannten Mehrfachkatalysatoranlagen und äußerst geringen zusätzlichen Kosten erreicht werden. Damit verbessert sich auch die Wirtschaftlichkeit der Herstellung von Schwefelsäure, Oleum, flüssigem Schwefeltrioxid u. ä. Umwandlungsraten über 99,8% hinaus sind möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch darin einmalig, daß es überraschend einfache und trotzdem sehr wirtschaftliche Mittel bereitstellt, mit denen jeder in nachfolgende Oxydationsstufen eingeleitete Gasstrom bei der erforderlichen Eingangstemperatur ohne immense Wärmeübergangsflächen gehalten wird, die zudem thermisch unabhängig ist von den Ausgangstemperaturen einer vorhergehenden Katalysatorbettung. Wie bereits erwähnt geht es aus dem in der USA-Patentschrift 32 59459 beschriebenen Verfahren hervor, daß die Temperatur des Ausgangsgases aus der zweiten Oxydationsstufe höher sein muß als die Temperatur des in die dritte Oxydationsstufe eingeführten Gases, wenn Oberhaupt ein Wärmeaustausch stattfinden solL Daher muß die Temperatur des Ausgangsgases aus der zweiten Oxydationsstufe größer als die Eingangstemperatur des in die letzte Oxydationsstufe gelangenden Gases sein. Nach der erfmdungsgemäßen Verbesserung des Verfahrens kann das Ausgangsgas aus der zweiten Oxydationsstufe eine höhere, eine gleich große oder eine geringere Temperatur aufweisen als das in die letzte Oxydationsstufe eingespeiste Gas. Dadurch wird einerseits optimale Umwandlung und andererseits vollständige Anpassungsfähigkeit erreicht, die auf andere Weise, soweit bekannt nicht erhalten werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in dem Diagramm näher erläutert Das Schwefeldioxid enthaltende Gas wird vor der Einleitung in die Umwandlungsanlage gereinigt verdünnt und getrocknet auf ein Sauerstoff zu Schwefeldioxid-Verhältnis von ungefähr 1,0 gebracht und der Schwefeldioxidgehalt auf weniger als 9°/< eingestellt; dann wird dieses Beschickungsgas in di< Umwandlungsanlage bei einer Temperatur von etwi 490C bis 83° C in die Umwandlungsanlage eingeführt dabei wird die Einspeisetemperatur vorzugsweise au 65,5°C eingestellt. Das Schwefeldioxid enthaltende Ga; wird auf einen Temperaturbereich von etwa 420°C bii 445°C in den Wärmeaustauschern 1 und 2 vorgewärmt in denen die Wärme der exothermischen Reaktion au;
jo der Oxydationsstufe 4 und ein Teil des Gases aus dei Stufe 3 verwendet werden. Das Gas wird der Stufe ': vorzugsweise bei einer Temperatur von 43O0C züge führt. Nur ein Teil des Ausgangsgases aus der erster Oxydationsstufe 3 wird für die Vorwärmung de; Beschickungsgases in dem Wärmeaustauscher 2 ver wendet. Das bedeutet, daß das aus der erster Katalysatorstufe 3 austretende Gas, das eine Tempera tür von ungefähr 610° C aufweist, in zwei Teilström« autgespalten wird, von denen nur einer in den Wärmeaustauscher 2 Verwendung findet. Der zweiu Gasstrom läuft durch einen Wärmeaustauscher 5, dei für die Vorwärmung des in die letzte Oxydationsstufe « gelangenden Gases dient. Die zwei Gasströme aus 2 unc 5 werden dann vereinigt und dann in die Oxydationsstu fe 4 mit mehrstufigen Katalysatorbettungen zui weiteren Umwandlung von Schwefeldioxid in Schwefel trioxid eingeleitet. Zwischenkühlung des Gases in dei Oxydationsstufe 4 mit mehrstufigen Katalysatorbettun gen wird mit einem Wärmeaustauscher, einem Vorwär mer oder Kessel 12 erreicht, der zwischen zwei odei mehreren Oxydationsstufen liegt. Natürlich kann hiei eine Kühlung auch durch Verdünnung mit kalten getrocknetem Gas oder Luft durchgeführt werden.
Eine Zwischenabsorptionsstufe 6 ist zwischen du Oxydationsstufen 4 und 9 eingeschaltet. Das Ausgangs gas aus dem Umwandler 4, typischerweise 4500C heiß wird im Wärmeaustauscher 1 gekühlt, indem es seins Wärme aus der exothermischen Reaktion zur Vorwär mung des ankommenden Beschickungsgases abgibt, unc gelangt dann in die Absorptionsanlage 6. Von dem dies« Absorptionsanlage 6 verlassenden Gas mitgerissen! Säure wird durch ein geeignetes Medium 7 entfernt um das gereinigte Gas vor seiner Einleitung in di< Endoxydationsstufe 9 vorgewärmt. Diese Vorwärmung des Gases aus der Absorptionsstufe 6 kann in zwe Wärmeaustauschern durchgeführt werden; der erst< Wärmeaustauscher 8 benutzt den Wärmeinhalt de Ausgangsgases aus der Endoxydationsstufe 9 und de zweite Wärmeaustauscher 5 verwendet einen Teil de Wärmeinhaltes des die erste Oxydationsstufe 3 verlas senden Gases. Auf diese Weise kann das di< Zwischenabsorptionsstufe 6 verlassende Gas. da typischerweise eine Temperatur von 85° C aufweist seh leicht mit einem minimalen Aufwand an Wärmeüber gangsfläche auf die erforderliche Eingangstemperatu für die Endstufe vorgewärmt werden.
Ein besonders wichtiger Vorzug des erfindungsgemä Ben Verfahrens besteht darin, daß die Temperatur de Gases, das die vorletzte Oxydationsstufe 4 verläßt nich
te größer sein muß als die für die Endoxydationsstufe ' benötigte Eingangstemperatur. Das die Oxydationsstnfi 4 verlassende Gas kann eine höhere, eine gleich groß< oder eine geringere Temperatur als die Eingangstempe ratur der Endstufe 9 besitzen. Die für jede de Oxydationsstufen erforderliche Eingangstemperatu kann daher sehr leicht durch eine nur geringfügigi Änderung der vorhandenen Verfahrensanlage erreich werden. Die in hervorstechender Weise verbessert
Flexibilität der verfügbaren Temperaturen, wie sie durch die erfindungsgemäße Vorrichtung erzielt wird, macht einen extrem hohen Wirkungsgrad der Umwandlung möglich.
Es wird noch bemerkt, daß das Ausgangsgas an der ersten Oxydationsstufe 3 nicht unbedingt in zwei Teilströme zur Erzielung der erfindungsgemäßen Wärmeübergänge aufgespalten werden muß. Die Wärmeaustauscher 2 und 5 können beispielsweise in einem einzigen Wärmeaustauscher untergebracht werden, in dem das Ausgangsgas aus der Oxydationsstufe 3 als ein Strom hineinfließt und ihn als ein Strom verläßt. Es ist lediglich erforderlich, daß ein Teil der Wärme der exothermen Reaktion aus der ersten Oxvdationsstufe 3 für die Vorwärmung des in die Oxydationsstufe 9 (die auf die Zwischenabsorptionsstufe 6 folgt) eingeführten Gases verwendet wird. Nach abschließender Katalyse in der Oxydationsstufc 9 läuft das Umwandlungsgas durch den Wärmeaustauscher 8 und gelangt in einen zweiten Absorptionsturm 10 zur Endabsorption. Das diese Endabsorptionsstufe verlassende Gas wird durch bekannte Entfeuchtungsmittel 11 entfeuchtet, um mitgerissene Säurenebel zu entfernen, und dann in die ίο Atmosphäre abgelassen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können konventionelle Oxydationsanlagen deren Katalysatorbettungen etwa Vanadiumpentoxid enthalten, sowie gegenwärtig verfügbare Absorptionsund Wärmeaustauscheranlagen Verwendung finden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
«09586/.

Claims (10)

«Γ Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid durch katalytische Oxydation von in einem Gasstrom enthaltenem Schwefeldioxid in mindestens drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen mit einer Zwischenabsorptionsstufe, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Teil der vom Gassirom aus einer Oxydationsstufe (3) mitgeführten Reaktionswärme der aus der Zwischenabsorptionsstufe (6) in die nachfolgende Oxydationsstufe übergehende Gasstrom vorgewärmt wird, wobei die Zwischenabsorptionsstufe (6) zwischen den beiden anderen Oxydationsstufen (4,9) liegt «5
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß etwa die Hälfte der Reaktionswärme zum Vorwärmen benutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem restlichen Am eil der Reaktionswärme der in die erste Oxydationsstufe (3) eintretende Gasstrom vorgewärmt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der nach seinem Austritt aus der ersten Oxydationsstufe abgekühlte Gasstrom in die zweite Oxydationsstufe (4) eingeleitet wird, der diese verlassende Gasstrom den in die erste Oxydationsstufe (3) eintretenden Gasstrom vorwärmt und dann in die Zwischenabsorptionsstufe (6) gelangt, der diese Stufe (6) verlassende Gasstrom, von einem Teil der Reaktionswärme vorgewärmt, in die dritte Oxydationsstufe (9) gelangt, und schließlich der diese letzte Stufe (9) verlassende Gasstrom den in die dritte Oxydationsstufe (9) eintretenden Gasstrom vorwärmt und dann in eine Endabsorptionsstufe (10) eintritt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Zwischenabsorptionsstufe (6) in die folgende Oxydationsstufe (9) eintretende Gasstrom in einem Wärmeaustauscher (5) von einem Teil des die erste Oxydationsstufe (3) verlassenden Gasstromes vorgewärmt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die erste Oxydationsstufe (3) verlassende Gasstrom in einen Wärmeaustauscher gelangt, in dem zwei getrennte Gssströme vorgewärmt werden, von denen der eine der ersten und der andere der dritten Oxydationsstufe zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die erste Oxydationsstufe (3) verlassende Gasstrom in zwei Teilströme aufgeteilt wird, von denen der eine den der ersten Oxydationsstufe (3) zugeführte Gasstrom und der andere den von der Zwischenabsorptionsstufe (6) in die letzte Oxydationsstufe (9) eintretenden Gasstrom vorwärmt.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der für das Verfahren verwendete, Schwefeldioxid enthaltende Gasstrom eine Temperatur von etwa 49° C bis 82° C aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem für das Verfahren verwendeten Gasstrom das Verhältnis von Sauerstoff zu Schwefeldioxid ungefähr 1,0
beträgt
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der für das Verfahren verwendete Gasstrom einen Schwefeldioxidgehalt von weniger als etwa 9% aufweist
DE19691913541 1968-07-19 1969-03-18 Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid aus Schwefeldioxid Expired DE1913541C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US74610368A 1968-07-19 1968-07-19
US74610668A 1968-07-19 1968-07-19

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1913541A1 DE1913541A1 (de) 1970-05-06
DE1913541B2 true DE1913541B2 (de) 1977-02-10
DE1913541C3 DE1913541C3 (de) 1983-02-10

Family

ID=27114558

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691913541 Expired DE1913541C3 (de) 1968-07-19 1969-03-18 Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid aus Schwefeldioxid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1913541C3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2213045C1 (ru) * 2002-02-20 2003-09-27 Институт катализа им. Г.К.Борескова СО РАН Способ окисления диоксида серы

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL129926C (de) * 1960-02-20
NL136387C (de) * 1964-11-06

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2213045C1 (ru) * 2002-02-20 2003-09-27 Институт катализа им. Г.К.Борескова СО РАН Способ окисления диоксида серы

Also Published As

Publication number Publication date
DE1913541C3 (de) 1983-02-10
DE1913541A1 (de) 1970-05-06

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60102707T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von schwefel aus schwefelwasserstoff enthaltenden gasströmen
DE2917245C2 (de) Verfahren und Reaktor zum Herstellen von Schwefel
DE10249782A1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Schwefelsäure aus schwefeldioxidreichen Gasen
DE4409203A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus einem H¶2¶S enthaltenden Gasgemisch
DE2207515A1 (de) Verfahren zum kombinierten Betrieb einer Anlage, in der Schwefeloxide aus Gasen und Gasgemischen an feste Akzeptoren gebunden werden, zusammen mit einer Anlage vom Claus-Typ, sowie Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE69232605T2 (de) Bearbeitung von Gasströmen
EP0290947B1 (de) Katalytische Beseitigung von Ammoniak aus Abgasen
DE2223131A1 (de) Verfahren zur herstellung von schwefelsaeure aus schwefel und sauerstoff
EP2330075B1 (de) Verfahren zur herstellung von schwefelsäure
DE102004022506A1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Schwefelsäure aus schwefeldioxidreichen Gasen
DE69206323T2 (de) Verfahren zur Regenerierung von Abfallschwefelsäure.
DE2121034A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefeltrioxid
DE2505828C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von konzentrierter Schwefelsäure und/oder Oleum
DE2365116C2 (de) Verfahren zur Umwandlung von Schwefeldioxid
DE2529709B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
EP0439742B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oleum und Schwefelsäure
EP1350552A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Ammoniak aus Abgasen
DE3407277C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Rauchgas
DE1467007B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
DE3050368C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefeltrioxid
DE1913541B2 (de) Verfahren zur gewinnung von schwefeltrioxid aus schwefeldioxid
DE2947128C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Erzeugung eines Hochtemperatur-Reduktionsgases
EP0236343B1 (de) Verfahren und anlage zur reinigung der abgase von feuerungsanlagen
DE102007027881B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Mischung von Gasen
DE1913542C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsäure

Legal Events

Date Code Title Description
8325 Change of the main classification

Ipc: C01B 17/765

C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee