DE19958428A1 - Verfahren und Vorrichtung zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus Druckgaspackungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus DruckgaspackungenInfo
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Abstract
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus Druckgaspackungen (2) weist folgende Verfahrensstationen auf: DOLLAR A - In einer Tiefkühlstation (10) werden die Druckgaspackungen (2) auf eine Temperatur tiefgekühlt, die unterhalb der Erstarrungstemperatur der zu entleerenden Inhaltskomponente der Druckgaspackung liegt, DOLLAR A - in einer Öffnerstation (18) werden die Druckgaspackungen (2) geöffnet, wobei sich die Inhaltskomponente in erstarrtem Aggregatzustand befindet, und DOLLAR A - in einer Auswurf- und Sortierstation (20, 24) wird die erstarrte Inhaltskomponente aus der Druckgaspackung (2) entfernt und von den Packungs-Resten getrennt in Auffangbehälter (36) übergeführt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontroll
ierten Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus Druckgas
packungen.
Zum Hintergrund der Erfindung ist festzuhalten, daß unter Druckgas
packungen gemäß den einschlägigen technischen Regeln des Verbandes der
technischen Überwachungs-Vereine e. V., Essen zur einmaligen Verwen
dung bestimmte Behälter einschließlich ihrer Füllung und ihrer Entnahme
vorrichtung verstanden werden. Es handelt sich also typischerweise um
Produkte des täglichen Lebens, wie Aerosol-Dosen, sogenannte Sprays
oder Sprühdosen, die unterschiedlichste Inhalte von Deodorants über In
sektenvertilgungsmittel und Schmierstoffe bis Sprühsahne enthalten, und
dergleichen. Die Inhaltskomponenten bestehen einerseits aus einem Treib
mittel und andererseits einem allgemein so bezeichneten "Wirkstoff". Bei
den Treibmitteln kann es sich um komprimierte gasförmige Treibmittel,
Flüssiggas-Treibmittel, mehrkomponentige Treibmittel usw. handeln. Da
bei können die Treibmittel auch eine Lösungsmittelfunktion für den eigent
lichen Wirkstoffinhalt erfüllen.
Der Wirkstoffinhalt in der Druckgaspackung kann beispielsweise als reine
Flüssigkeit, als Flüssigkeitsgemisch, oder als Lösung, Suspension, Disper
sion, Emulsion eines eigentlichen Wirkstoffes in einem Lösemittel oder
Trägerstoff vorliegen. Hier ergibt sich je nach Produkt eine breite Palette
von Variationsmöglichkeiten.
Es tritt nun regelmäßig das Problem auf, den Gesamtinhalt oder zumindest
einzelne Komponenten davon kontrolliert wiedergewinnen oder entsorgen
zu müssen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn komplett gefüllte Druck
gaspackungen aufgrund von Überkapazitäten, Überlagern oder Produkti
onsfehlern nicht auf den Markt gelangen können. Ferner besteht die Pro
blematik bei vom Handel zurückkommenden Druckgaspackungen, deren
Inhalt die Haltbarkeitsgrenze überschritten hat.
Bisher ist versucht worden, den unter Druck stehenden Inhalt der Packung
mehr oder weniger kontrolliert auszusprühen und die Komponenten ggfalls.
mit dem Treibmittel aufzufangen. Dies ist entsorgungstechnisch und hin
sichtlich der Umweltverträglichkeit höchst problematisch, so daß diese
Druckgaspackungen in aller Regel nicht entleert, sondern als Sondermüll
behandelt und thermisch beseitigt werden.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Entleeren von Druckgaspackungen anzugeben, wo
bei kontrolliert und umweltgerecht gearbeitet wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit folgenden Verfahrensschritten
gelöst:
- - Tiefkühlen der Druckgaspackung auf eine Temperatur, die unterhalb der Erstarrungstemperatur der zu entleerenden Inhaltskomponente(n) liegt,
- - Öffnen der Aerosol-Dose, wobei sich diese Inhaltskomponente in erstarrtem Aggregatzustand befindet,
- - Entfernen der erstarrten Inhaltskomponente aus der Aerosol-Dose und
- - Überführen der Inhaltskomponente und der Reste der Druckgas packung in getrennte Auffangbehälter.
Entsprechend ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum kontrollierten
Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus Druckgaspackun
gen versehen mit:
- - einer Fördereinrichtung zur Beförderung der Druckgaspackungen zwischen den und durch die einzelnen Stationen,
- - einer Tiefkühlstation zum Tiefkühlen der Druckgaspackung auf eine Temperatur, die unterhalb der Erstarrungstemperatur der zu entfer nenden Inhaltskomponente liegt,
- - einer Öffnerstation zum Öffnen der Druckgaspackungen bei erstarr ter Inhaltskomponente,
- - einer Auswurfstation zum Entfernen der erstarrten Inhaltskompo nente aus der jeweiligen Druckgaspackung, und
- - einer Sortierstation zum Überführen der Reste der Druckgaspackun gen und der erstarrten Inhaltskomponente in getrennte Auffangbe hälter.
Der Kernpunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens und der entsprechenden
Vorrichtung liegt in dem Tielkühlen der Druckgaspackung, wodurch der
Inhalt für die weiteren Behandlungsschritte problemlos manipulierbar ist.
Insbesondere können diese Behandlungsschritte nach dem Öffnen der
Druckgaspackung im wesentlichen mechanisch sein, so daß die zu entlee
renden Inhaltskomponenten und die Packungsreste auf einfache Weise
durch entsprechende Handhabungsschritte getrennt werden können. Bevor
zugtermaßen werden dabei gleichzeitig der Wirkstoff und Treibmittel-
Inhalt der Dose durch Tiefkühlen auf eine entsprechende Temperatur zum
Erstarren gebracht. Er kann dann mit dem Wirkstoff-Inhalt als gemeinsa
mer Masseklotz gehandhabt werden, ungeachtet dessen, ob die verschiede
nen Komponenten der flüssigen oder gasförmigen Phase des Inhalts zuzu
rechnen sind.
In den Unteransprüchen sind bevorzugte Verfahrens- und Vorrichtungs
merkmale angegeben, wie etwa das Tiefkühlen der Druckgaspackungen in
einem Durchlauf-Tiefkühlbad von flüssigem Stickstoff. Flüssiger Stickstoff
ist im vorliegenden Zusammenhang ein sehr geeignetes Kühlmittel, da es
großtechnisch und damit kostengünstig verfügbar ist. Ferner weist Stick
stoff Schutzgaseigenschaften auf, die das Handling der oftmals feuerge
fährlichen Wirkstoff-Inhalte von Druckgaspackungen erheblich erleichtert.
Ein besonders bevorzugter Kniff ist ferner durch das wandseitige Erwär
men der tiefgekühlten Druckgaspackungen gegeben, das zu einem Antauen
der erstarrten Inhaltskomponenten an ihrer Grenzfläche zur Packungswand
und damit zur Bildung eines Gleitfilms für den Inhaltsblock führt. Dieser
rutscht damit nach dem Öffnen der Packung besonders leicht und zuverläs
sig durch sein Eigengewicht aus der Packung heraus.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemäßen Ver
fahrens und der dafür vorgesehenen Vorrichtung sind der nachfolgenden
Beschreibung entnehmbar, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Gesamtschaubild einer Anlage zum kontrollier
ten Entleeren eines Wirkstoff-Inhalts aus Aerosol-Dosen,
Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht einer im Tiefkühlbad der Anlage
verlaufenden Förderband-Einrichtung für Aerosol-Dosen,
Fig. 3 eine Ansicht der Förderband-Einrichtung gemäß Fig. 2 in Förder
richtung, und
Fig. 4 eine Ansicht der Auswurf und Sortierstation der Anlage aus Blick
richtung IV gemäß Fig. 1.
Anhand von Fig. 1 ist der generelle Aufbau der Erfindung anhand einer
Aerosol-Dosen-Entsorgungs-Anlage zu erläutern. So ist die Anlage mit den
wesentlichen Teilen in einem als Ganzes mit 1 bezeichneten Anlagenge
häuse 1 gekapselt, das thermisch isoliert und im wesentlichen gasdicht aus
gebildet ist. Die Beschickung der zu der Druckgaspackungen gehörenden
Aerosol-Dosen 2 erfolgt über eine Beschickungsstation 3, bei der von einer
nicht näher dargestellten Vorsortierung 4 her die Dosen 2 auf ein erstes
Förderband 5 aufgegeben werden. Von dort gelangen die Dosen 2 in eine
Durchblas-Zellradschleuse 6, an deren Ausgabeöffnung 7 eine anhand von
Fig. 2 und 3 noch näher zu beschreibende Führungsbahn 8 für die Dosen 2
anschließt. In Fig. 1 ist im übrigen die Beschickungsstation 3 in dem
strichliert umgrenzten Bereich nochmals um 90° gegenüber der Hauptdar
stellung in dieser Figur gedreht gezeichnet.
Die Durchblas-Zellradschleuse 6 wird auf der der Ausgabeöffnung 7 entge
gengesetzten Seite mit einem Stickstoffstrom von einer Stickstoff-
Gasversorgung 9 her so beaufschlagt, daß eine in der Ausgabeöffnung 7
liegende Dose 2 aus der Zellradschleuse 6 ausgeblasen und auf die Füh
rungsbahn 8 geschoben wird. Diese führt in das Anlagengehäuse 1 und dort
in die Tiefkühlstation 10 über eine Art Rutsche 11 hinein. Die Tiefkühlsta
tion 10 weist ein Tiefkühlbad 12 aus flüssigem Stickstoff auf, dessen Tem
peratur -196°C beträgt. Über einen Stickstoffanschluß 13 wird flüssiger
Stickstoff von einem entsprechenden Vorratsbehälter oder einer Kältema
schine herangeführt. Der Pegel des flüssigen Stickstoffs im Tiefkühlbad 2
wird über einen Pegelsensor 14 überwacht. In der Tiefkühlstation 10 ist
eine Endlos-Förderband-Einrichtung 15 vorgesehen, die der Führungsbahn
8 zugeordnet und für einen Transport der Aerosol-Dosen 2 durch das Tief
kühlbad 12 hindurch sorgt. Auch hier wird der genauere Aufbau noch an
hand von Fig. 2 und 3 in folgenden näher erläutert.
Am Ende des Tiefkühlbades 12 werden die Dosen auf eine dritte Förder
band-Einrichtung 16 übergeben, die lediglich als Zwischenspeicher für die
tiefgekühlten Dosen dient. Von dort gelangen die Dosen auf eine weitere
Förderband-Einrichtung 17, die für einen Weitertransport der Dosen 2
durch eine Öffnerstation 18 über eine Heizstation 19 zur am Ende der An
lage gelegenen Auswurf und Sortierstation 20 sorgt. Alle Förderband-
Einrichtungen 15, 16, 17 sind im übrigen als Endlos-Förderbänder mit ent
sprechenden Umlenkrollen 21 und Antriebsmotoren 22 ausgerüstet. Ihre
Förderbänder 23 tragen Greifelemente 24, die jeweils eine Dose 2 halten
und weiterfördern.
In der Öffnerstation 18 ist eine Kreissäge 25 mit Sägeblatt 26, Antriebs
motor 27 und Haltestempel 28 für die Dosen 2 vorgesehen. Die Kreissäge
25, deren Sägeblatt 26 beispielsweise mittig in der Förderband-Einrichtung
16 angeordnet ist, kann die vom Haltestempel 28 fixierte Dose 2 mitsamt
ihrem Inhalt mittig aufgesägt und in zwei Teile trennen. Es versteht sich,
daß bei der gezeigten Anordnung des Sägeblatts 26 das Förderband 23 der
Förderband-Einrichtung 16 in Längsrichtung zweigeteilt ist und mittig eine
Lücke aufweist.
Nach der Öffnerstation 18 ist eine Abdichtungsschleuse 29 vorgesehen, mit
der die kalte Zone des Anlagengehäuses 1 mit Tiefkühlstation 10, Förder
band-Einrichtung 16 und Öffnerstation 18 von der als warme Zone ausge
bildeten Heizstation 19 sowie Auswurf und Sortierstation 20 thermisch so
getrennt wird, daß der Wärmetransport von der Heizstation 19 in die Öff
nerstation 18 unter praktischen Aspekten weitestgehend eingedämmt wird.
Die Heizstation 19 weist einen Infrarotstrahler 30 auf, dessen Heizleistung
so eingestellt ist, daß der erstarrte Inhalt der Dose über die Dosenwand so
erwärmt wird, daß sich an der Grenzfläche zur Dosenwand ein Gleitfilm
durch Antauen bildet. Falls die warme Zone im übrigen einen ausreichend
großen Temperaturunterschied zur kalten Zone aufweist, kann auf einen
IR-Strahler ggf. auch verzichtet und lediglich durch die dort herrschende
Temperatur das Antauen des erstarrten Wirkstoff-Inhalts erfolgen.
Am Ende der Förderband-Einrichtung 17 ist die Sortierstation 20 angeord
net, die in Fig. 1 und 4 lediglich schematisch angeordnete Greifer 31 für
die durch das Zersägen der Dosen 2 entstandenen Dosenhälften 52 auf
weist. In Fig. 1 sind diese Greifer 31 unterhalb der Förderband-Einrichtung
17 - also bezüglich des Ablaufschemas bei der Aerosol-Dosen-Behandlung
folgerichtig nach der Förderband-Einrichtung 17 - dargestellt. Der eigentli
che mechanische Aufbau erschließt sich jedoch aus Fig. 4, wo die Greifer
31 oberhalb der Förderband-Einrichtung 17 dargestellt sind.
Wie aus dieser Fig. 4 ferner hervorgeht, weist die Sortierstation 20 einen
zentralen Falltrichter 32 und jeweils seitlich davon weitere Falltrichter 33
auf. Die nach unten weisenden Öffnungen dieser Falltrichter 32, 33 sind
mittels einer als Schieber ausgebildeten Schleusenklappe 34 jeweils ver
schließbar.
Schließlich sind mit einem Hubwagen 35 verfahrbare Auffangbehälter 36,
36" vorgesehen, die unten an die Falltrichter 32, 33 angeschlossen werden
können. Dabei sind die Auffangbehälter 36, 36' und die Falltrichter 32, 33
gegen die Umgebung dicht miteinander zu verbinden.
Das Anlagengehäuse 1 ist ferner an verschiedenen Positionen mit diversen
Anschlüssen und einem damit gekoppelten Stickstoff-System versehen. So
ist am Ende der kalten Zone im Bereich der Öffnerstation 18 eine Absau
gung 37 für das aus dem Tiefkühlbad 20 mit der Zeit verdampfende kalte
Stickstoffgas vorgesehen. Über eine Schleusenklappe 38 saugt ein Gebläse
39 mit Motor 40 das Gas ab und fördert es über eine Verbindungsleitung
41 auf die Beschickungsseite in die von der Stickstoff-Gasversorgung 9 zur
Zellradschleuse 6 führende Zuführungsleitung 42. Von dieser Zuführungs
leitung 42 ausgehend ist ferner über eine Schleusenklappe 43 ein Stick
stoffauslaß 44 in die Atmosphäre vorgesehen. Die Schleusenklappe 43 wird
über einen Motor 45 geschlossen und geöffnet, der von einer nicht näher
dargestellten Drucksteuerung betätigt wird. Als Regelgröße für die Druck
steuerung wird dabei der von einem Drucksensor 46 festgestellte Gasdruck
oberhalb des Tiefkühlbades 12 herangezogen.
Bevor der Verfahrensablauf der Aerosol-Dosen-Entsorgung beschrieben
wird, ist noch der Aufbau der Führungsbahn 8 im Tiefkühlbad 12 anhand
der Fig. 2 und 3 zu erläutern. Diese Führungsbahn 8 besteht aus mehreren,
jeweils parallel mit Abstand zur Förderrichtung 11 verlaufenden Stangen
47, die auf einem gedachten Kreis 48 angeordnet sind. Letzterer entspricht
in seinem Durchmesser im wesentlichen dem spezifizierten Maximal
durchmesser von Aerosol-Dosen 2, die in der Anlage gehandhabt werden
sollen. Die Stangen 47 werden außenseitig von teilringförmigen Haltern 49
getragen. Zwischen den beiden obersten Stangen 47' sind die Halter 49
durchbrochen, so daß von oben gabelförmige Vorschubelemente 50 in den
Bereich zwischen den Stangen 47 eingreifen können. Diese Vorschubele
mente 50 sind an der Förderbandeinrichtung angebracht. Sie schlagen mit
ihren Gabelenden 51 an die obere Schulter um den Kopf der Aerosol-Dose
2 an und schieben diese auf den Stangen 47 weiter. Durch die offene Stan
genkonstruktion kann dabei der flüssige Stickstoff im Tiefkühlbad 12 un
gehindert an die Dose gelangen und für deren Tiefkühlung sorgen. Die ge
zeigte Stangen-Führungskonstruktion 8, 47, 47' verhindert ferner in Ver
bindung mit den Vorschubelementen 50 und der Förderbandeinrichtung 15
ein Aufschwimmen der Dosen 2 im Tiefkühlbad.
Im folgenden wird zusammengefaßt das Entsorgungsverfahren kurz erläu
tert, wie es in der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung stattfindet.
Über die Durchblas-Zellradschleuse 6 wird die jeweils in der Ausgabeöff
nung 7 liegende Dose 2 durch Ausblasen von Stickstoff von der Gasversor
gung 9 her auf die Führungsbahn 8 verbracht, auf der die jeweilige Dose
Schwerkraft-bedingt auf der Rutsche 11 vorwärts bewegt wird, bis sie mit
der Förderband-Einrichtung 15 in Kontakt kommt. Diese übernimmt auf
der Führungsbahn 8 jede Dose und führt diese mit Hilfe der Vorschubele
mente durch das Tiefkühlbad 12. Die Durchlaufzeit durch den flüssigen
Stickstoff ist so bemessen, daß die flüssige und gasförmige Phase - also der
Wirkstoff-Inhalt zusammen mit dem Treibmittel - zu einem Masseklotz 53
erstarren. Nach dem Austreten aus dem Tiefkühlbad 12 ist die Atmosphä
re im Anlagengehäuse 1 im Bereich der folgenden Förderband-Einrichtung
16 und der Öffnerstation 18 so kalt, daß der Inhalt der Dosen 2 erstarrt
bleibt. Die auf die Förderband-Einrichtung 16 aufgegebenen Dosen werden
mit Hilfe der Kreissäge 25 komplett in zwei Dosenhälften 52 getrennt, in
denen dann jeweils ein halber Masseklotz 53 aus erstarrtem Wirkstoff-
Inhalt und Treibmittel enthalten ist.
Wie bereits erwähnt, werden in der Heizstation 19 die Dosenhälften 52 so
erwärmt, daß der jeweilige Massenklotz 53 an der Grenzfläche zur Dosen
wand antaut und einen Gleitfilm aus seinem flüssigen Wirkstoff-Inhalt bil
det.
In der Sortierstation 20 werden die Dosenhälften 52 mit den Masseklötzen
53 von den Greifern 31 gepackt, von der Förderband-Einrichtung 17 abge
hoben und gedreht, wie dies mittig in Fig. 4 dargestellt ist. Die Greifer 31
dienen also als Auswurf-Einrichtung für die Masseklötze 53 aus den Do
senhälften 52. Die Masseklötze 53 fallen nämlich an der Förderband-
Einrichtung 17 vorbei in den zentralen Falltrichter 32 und weiter in den
mittigen Auffangbehälter 36. Anschließend werden die Greifer 31 jeweils
nach außen verbracht, bis sie über den seitlichen Falltrichtern 33 angeord
net sind. Dort können die Dosenhälften 52 losgelassen werden. Diese fallen
in den jeweiligen außenstehenden Auffangbehälter 36'.
Da die Auffangbehälter 36, 36' und die Sortierstation 20 zu der warmen
Zone der Anlage gehören, tauen die Masseklötze 53 im zentralen Auffang
behälter 36 auf, wodurch der Wirkstoff-Inhalt flüssig wird und das Treib
mittel verdampft. Dadurch trennen sich die Inhaltskomponenten wieder in
die flüssige und gasförmige Phase. Das Treibmittel kann über eine an die
Sortierstation 20 angeschlossene Treibmittelabsaugung 54 einer entspre
chenden Aufbereitung zugeführt werden. Die Treibmittelabsaugung 54 be
steht aus einer Absaugleitung 56, die über eine Schleusenklappe 55 in die
Sortierstation 20 mündet. In der Absaugleitung 56 ist ein Motorgebläse 57
vorgesehen, das für das Abziehen des Treibmittels sorgt.
Es bleibt zu erwähnen, daß die Auffangbehälter 36 über einen Spülan
schluß 58 verfügen, über den reiner Stickstoff vor dem Andocken der Auf
fangbehälter 36 an die Falltrichter 32, 33 zum Spülen eingeblasen werden
kann, um den Auffangbehälter-Innenraum zu inertisieren.
Claims (15)
1. Verfahren zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente
des Inhalts aus Druckgaspackungen, gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
- - Tiefkühlen der Druckgaspackung (2) auf eine Temperatur, die un terhalb der Erstarrungstemperatur der zu entleerenden Inhaltskom ponente der Druckgaspackung (2) liegt,
- - Öffnen der Druckgaspackung (2), wobei sich diese Inhaltskompo nente in erstarrtem Aggregatzustand befindet,
- - Entfernen der erstarrten Inhaltskomponente (53) aus der Druckgas packung (2) und
- - Überführen des erstarrten Inhaltskomponente (53) und der Reste der Druckgaspackung (52) in getrennte Auffangbehälter (36).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druck
gaspackung (2) in einem Durchlauf-Tiefkühlbad (12), insbesondere in
einem Bad von flüssigem Stickstoff eingefroren wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Öffnen die Druckgaspackung (2) aufgesägt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckgaspackung vor dem Entfernen der Inhaltskomponente
(53) an ihrer Wand derart erwärmt wird, daß die erstarrte Inhaltskom
ponente (53) an ihrer Grenzfläche zur Dosenwand unter Bildung eines
Gleitfilms antaut.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der gesamte Verfahrensablauf unter einer Stickstoffatmosphäre in
einem praktisch geschlossenen System (1) stattfindet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Tiefkühlen zusammen mit der mindestens einen Inhaltskom
ponente auch eine oder mehrere Treibmittelkomponenten in der Dose
erstarren, wobei sich Inhaltskomponenten und Treibmittel beim Auftau
en im Auffangbehälter (36) durch das Verflüssigen des Wirkstoff-
Inhalts und das Verdampfen des Treibmittels trennen.
7. Vorrichtung zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente
des Inhalts aus einer Druckgaspackung mit:
- - einer Fördereinrichtung (5, 8, 15, 16, 17) zur Beförderung der Druckgaspackungen (2) zwischen den und durch die einzelnen Sta tionen (3, 10, 18, 19, 20),
- - einer Tiefkühlstation (10) zum Tiefkühlen der Druckgaspackungen (2) auf eine Temperatur, die unterhalb der Erstarrungstemperatur der zu entfernenden Inhaltskomponente liegt,
- - einer Öffnerstation (18) zum Öffnen der Druckgaspackung (2) bei erstarrter Inhaltskomponente (53),
- - einer Auswurfstation (31) zum Entfernen der erstarrter Inhaltskom ponente (53) aus der Druckgaspackung (2), und
- - einer Sortierstation (20) zum Überführen der Reste (52) der Druck gaspackung und der erstarrten Inhaltskomponente (53) in getrennte Auffangbehälter (36).
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die För
dereinrichtung mehrere hintereinander geschaltete Endlos-
Förderbandeinrichtungen (5, 15, 16, 17) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tiefkühlstation ein Stickstoff-Bad (12) aufweist, durch das die
Druckgaspackungen (2) mittels einer Förderbandeinrichtung (15) beför
derbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die För
derbandeinrichtung im Tiefkühlbad (12) eine kühlflüssigkeitsdurchläs
sige Führungsbahn (8) aufweist, auf der die Druckgaspackungen (2)
mittels in die Führungsbahn (8) eingreifender Vorschubelemente (50)
an einem Endlosförderband (15) weitertransportierbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Öffnerstation (18) eine Sägeeinrichtung, insbesondere
Kreissägeeinrichtung (25) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach der Öffnerstation (18) eine Heizstation (19), insbe
sondere eine Infrarot-Strahlereinrichtung (30) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auswurf und Sortierstationen (31, 20) eine greifer
artige Manipulationseinrichtung (31) für die Reste (52) der Druckgas
packung aufweisen, mittels derer die erstarrte Inhaltskomponente (53)
der Druckgaspackung (2) in einen ersten Auffangbehälter (36) und die
Reste (52) der Druckgaspackung in mindestens einen zweiten Auffang
behälter (36') einsortierbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auffangbehälter (36, 36') gasdicht mit der Sortiersta
tion (20) koppelbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Bereich der Sortierstation (20) eine Treibmittelab
saugeinrichtung (54) angeschlossen ist, mittels derer die verdampfte
Treibmittelkomponente zu einer Treibmittel-Aufbereitungseinrichtung
abführbar ist.
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19958428A1 true DE19958428A1 (de) | 2001-06-07 |
Family
ID=7931375
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19958428A Withdrawn DE19958428A1 (de) | 1999-12-03 | 1999-12-03 | Verfahren und Vorrichtung zum kontrollierten Entleeren mindestens einer Komponente des Inhalts aus Druckgaspackungen |
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