DE19956562A1 - Verfahren zur Reinigung einer Wärmetauscherfläche und Feststoffblasmedium zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Reinigung einer Wärmetauscherfläche und Feststoffblasmedium zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Reinigung einer mit feinstaubhaltigem Heißgas beaufschlagten Wärmetauscherfläche, bei dem die Wärmetauscherfläche kontinuierlich oder diskontinuierlich mit einem Feststoffblasmedium beaufschlagt wird, ist zur Verringerung von Erosion vorgesehen, dass als Feststoffblasmedium Grobasche, die bei der Verbrennung von Klärschlamm in einer Feuerung entsteht und aus dem Rauchgas durch eine Grobentstaubung abgeschieden wird, oder ein der Grobasche entsprechender künstlich hergestellter Feststoff eingesetzt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1
genannten Art.
Bei der Vergasung oder Verbrennung von Brennstoffen werden
Wärmetauscherflächen in Abhitzekesseln, Verdampfern, Überhitzern
Speisewasservorwärmern und dergleichen mit feinstaub- bzw.
feinaschehaltigen Heißgasen beaufschlagt, die zu Ablagerungen und damit
Verschmutzungen der Heizflächen führen.
Aus der WO 97/08495 ist ein Verfahren zur Verbrennung von Klärschlamm
bekannt, bei dem der Klärschlamm mittels eines durch ein
Wärmeträgermedium (Prozeßgas) beheizten Trockners getrocknet, danach in
einer Feuerung, insbesondere Zykloidfeuerung, unter Zugabe eines basischen
Additivs für die Direktentschwefelung verbrannt wird, das Rauchgas der
Feuerung einer Grobentstaubung, insbesondere Zyklonentstaubung,
unterzogen wird und nach der Grobentstaubung dem Rauchgas mittels
mindestens einer Stufe, nämlich Abhitzekessel und Wärmetauscher für die
Erwärmung von Verbrennungsluft, Wärme entzogen wird. Auch hier hat sich
herausgestellt, dass die nach der Grobentstaubung im Heißgas verbleibende
Feinasche zu einer Ablagerung und damit Verschmutzung des Abhitzekessels
und des nachgeschalteten Verbrennungsluftvorwärmers führt.
Es ist bekannt, zur Reinigung von Wärmetauscherflächen als
Feststoffblasmedium Sand einzusetzen, mit dem die Wärmetauscherflächen
kontinuierlich oder diskontinuierlich beaufschlagt werden. Beim Einsatz von
Sand besteht die Gefahr einer relativ hohen Erosion.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der
gattungsgemäßen Art anzugeben, bei dem die Erosionsgefahr verringert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass als Feststoffblasmedium Grobasche,
die bei der Verbrennung von Klärschlamm in einer Feuerung entsteht und aus
dem Rauchgas durch eine Grobentstaubung abgeschieden wird, oder ein der
Grobasche entsprechender künstlich hergestellter Feststoff eingesetzt wird.
Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass die bei der
Grobentstaubung der Rauchgase einer Klärschlammverbrennung anfallende
Grobasche als Blasmedium für verschmutzte Heizflächen, wie die des
Abhitzekessels und des Wärmetauschers gemäß der WO 97/08495, geeignet
ist, und zwar bis zu Rauchgastemperaturen von 850°C und eventuell höher.
Die Grobasche kann bei der Klärschlammverbrennung selbst als
Feststoffblasmedium eingesetzt werden, kann jedoch auch bei anderen
Anlagen als Feststoffblasmedium eingesetzt werden, wie z. B. bei
Holzverbrennungsanlagen, bei denen das Problem der
Feinstaubverunreinigung von Wärmetauscherflächen ebenfalls auftritt.
Des weiteren ist es auch möglich, einen der Grobasche entsprechenden bzw.
ähnlichen Feststoff künstlich herzustellen.
Vorzugsweise wird als Grobentstaubung eine Fliehkraftentstaubung eingesetzt,
z. B. eine Zyklonentstaubung.
Der Anspruch 3 richtet sich auf das Blasmedium selbst.
Obwohl auch ein der Grobasche entsprechendes künstlich erzeugtes
Blasmedium eingesetzt werden kann, ist es von Vorteil, wenn das Blasmedium
bei der Verbrennung von Klärschlamm erzeugt wird. Hierauf richten sich die
Ansprüche 4-6.
Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Verfahrensführung, bei der die Grobasche einer
Klärschlammverbrennungsanlage in der
Verbrennungsanlage selbst als Feststoffblasmedium
eingesetzt wird, und
Fig. 2 und 3 Histogramme von Grobasche bzw. Feinasche.
Mechanisch vorentwässerter Schlamm mit einem Trockensubstanzgehalt
oberhalb 20% TS, bevorzugt jedoch oberhalb 25% TS (Massenprozent), wird
einem Bunker 1 aufgegeben. Von dort erfolgt die dosierte Förderung des
Schlamms mit Hilfe einer Schlammpumpe 2, die z. B. als Kolbenpumpe,
Exzenterschneckenpumpe ausgeführt sein kann, über eine Schnecke 29 in
einen beheizten Trockner 30. Falls ein Dünnschlamm mit 3-5% TS verwertet
werden soll, so ist dem Trockner eine mechanische Vorentwässerung, z. B. ein
Dekanter vorzuschalten.
Der Trockenschlamm wird nach Austritt aus dem Trockner 30 in einen
Pufferbehälter 4 abgeworfen. Von dort erfolgt die Aufgabe mit Hilfe eines
Dosierorgans 5, das als motorisch angetriebene Austragsschnecke dargestellt
ist, in eine Zykloidbrennkammer 6. Der Zykloidbrennkammer wird über ein
Gebläse 7 und eine Leitung 7a Primärluft PL so zugeführt, dass die Primärluft
verdrallt über den unteren Brennkammerkonus 6a in die Brennkammer eintritt.
Der Brennkammer ist ein Anfahr- und Stützbrenner 8 sowie eine
Sekundärluftversorgung 9 einschließlich eines Gebläses 10 zugeordnet. Die
Verbrennung erfolgt selbstgängig, d. h. der Brenner 8 ist üblicherweise außer
Betrieb.
Der Sekundärluft SL wird über einen Injektor 11a ein basisches Additiv,
vorzugsweise Kalkhydrat, aus einem Silo 12 zugegeben. Auf diese Weise wird
eine erste trockene Rauchgasreinigungsstufe realisiert, da in der Brennkammer
6 eine sehr ausgeglichene Temperaturverteilung vorliegt, vorzugsweise im
Bereich von 900-1050°C. Bei dieser Temperaturverteilung ist eine sehr gute
Einbindung von sauren-Schadgaskomponenten, insbesondere SOx, unter
Bildung der entsprechenden Calciumverbindungen erreichbar.
Danach durchströmen die Rauchgase zur Grobentstaubung einen
Staubabscheider 17, der vorzugsweise als Hochtemperaturzyklon ausgebildet
ist. In dem Hochtemperaturzyklon 17 werden 90% bei beispielsweise 900-
1000°C, bevorzugt aber noch mehr der mitgeführten Mischung aus Flugstaub
und abreagiertem Additiv als Grobasche bzw. Zyklonasche 18 abgeschieden.
Dieses Produkt enthält sehr wenig kondensierte Schwermetalle und deren
Verbindungen, sowie keine Produkte unvollständiger Verbrennung. Die
Grobasche 18 wird in einem dem Grobascher 17 nachgeschalteten
Aschekühler 17' gekühlt und über eine Zellradschleuse 17" abgezogen.
Die Rauchgase durchströmen dann einen Abhitzekessel 13, der in einen
Wasserdampf-Kreislauf 14 mit Vorlauf 14a, Wärmetauscher 34 und Rücklauf
14b einschließlich einer Kreislaufpumpe 15 und einer Trommel 16 in der aus
der Figur ersichtlichen Weise mittels einer Zufuhrleitung 13a von Trommel 16
und einer Abfuhrleitung 13b zur Trommel 16 eingeschaltet ist. Bevorzugt wird
die Ausbildung des Abhitzekessel als Sattdampf-Rauchrohrkessel, wie es in
der Fig. 1 dargestellt ist. In dem Kessel erfolgt eine Abkühlung auf
beispielsweise 450°C.
In dem Fließbett 30a des Fließbetttrockners 30 wird die Schlammschicht direkt
von einem in einem Kreislauf 31 geführten Prozeßgas durchströmt und damit
getrocknet, das im wesentlichen aus den bei der Trocknung entstehenden
Brüden besteht. Die Brüden werden über eine Brüdenabzugsleitung 31a einem
Gewebefilter 32 zugeführt, in dem sie entstaubt werden. Von dort werden sie
über eine einen Brüdenkompressor 33 und einen Wärmetauscher 34
enthaltende Kreislaufleitung 31b zum Fließbetttrockner 30 zurückgeführt. Mit
Hilfe des Dampfes des Wasser-Dampf-Kreislaufes 14 werden die im
Brüdenkompressor 33 komprimierten Brüden auf die erforderliche
Trocknungstemperatur gebracht.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, kann eventuell über ein Gebläse 35 Frischluft
in den Brüdenkreislauf 31 stromauf des Wärmetauschers 34 eingespeist
werden. Es ist auch möglich, Frischluft direkt dem Trockner zuzuführen.
Ein Teil der Brüden (verdampfte Wassermenge und eventuell zugeführte Luft)
wird über eine Leitung 36 der Zykloidbrennkammer 6 unter Zwischenschaltung
eines Wärmetauschers 37 zugeführt. In dem Wärmetauscher 37 wird die nach
dem Abhitzekessel 13 aus den Rauchgasen zu entnehmende Wärme auf die
der Zykloidbrennkammer 6 zuzuführenden Brüden übertragen.
Das beispielsweise in dem Wärmetauscher 37 auf 200°C abgekühlte Rauchgas
wird danach einem Verdampfungskühler 20 zugeleitet, mit dessen Hilfe unter
Zusatz von Frischwasser 21 das Rauchgas auf die Betriebstemperatur einer
nachgeschalteten zweiten trockenen Rauchgasreinigungsstufe 23 abgekühlt
wird. Die Betriebstemperatur dieser Rauchgasreinigungsstufe liegt oberhalb
der Kühlgrenztemperatur (adiabatische Sättungstemperatur) der Rauchgase,
bevorzugt im Bereich von 100-150°C. Zur Bildung der zweiten trockenen
Rauchgasreinigungsstufe wird über einen ebenfalls vom Gebläse 10
beaufschlagten Injektor 11b über Leitung 22 basisches Additiv, vorzugsweise
Calciumhydrat, stromauf eines dem Verdampfungskühler 20 nachgeschalteten
Trockensorptionsreaktos 20' eingeblasen, dem ein Gewebefilter 23
nachgeschaltet ist. Die zweite Rauchgasreinigungsstufe stellt bezüglich der
sauren Schadgaskomponenten und der Schadstoffe eine Feinreinigung mit
Feinentstaubung dar. In dem Gewebefilter 23 bildet sich aus den
abgeschiedenen Feststoffen eine Filterhilfsschicht.
Die im Gewebefilter abgeschiedenen Feststoffe (Feinasche) können über eine
Zellradschleuse 24 und eine Rückführleitung 25 zurück in den Rauchgasstrom
vor dem Gewebefilter 23 rezirkuliert werden. Ein Teilstrom 26 der Feinasche
wird ausgeschleust. Dieser enthält praktisch alle kondensierten Schwermetalle,
jedoch kaum Organika. An die zweite trockene Rauchgasreinigungsstufe
schließt sich ein Aktivkoksfilter 27 an, der bezüglich Staub und sauren
Schadgaskomponenten eine Polizeifilterfunktion erfüllt. Hinsichtlich Quecksilber
und Organika wird die Feinreinigungsfunktion erfüllt. Anstelle eines
Aktivkoksfilters kann auch ein Zeolithfilter eingesetzt werden. Wegen der
geringen Belastung kann das Filtermaterial des Filters 27 in mehr oder weniger
langen Intervallen ausgetauscht werden. Es wird regeneriert oder im Falle des
Aktivkoks kann auch an eine Mitverbrennung in der Feuerung 6 gedacht
werden.
An den Filter 27 schließt sich ein Saugzuggebläse 28 an, das die Rauchgase
an einem nicht dargestellten Kamin zuführt.
Bei der gezeigten Ausführungsform wird das basische Additiv 22 für die zweite
Reinigungsstufe dem Verdampfungskühler 20 aufgegeben. Es kann jedoch
auch sinnvoll sein, das zweite Additiv vor dem Verdampfungskühler 20 oder vor
dem Trocknen dem Trockensoprtionsreaktor 20' aufzugeben.
Bei der gezeigten Ausführungsform wird die Sekundärluft über Leitungen 9a
und 9b gestuft zugeführt.
Ein Teilstrom 18a der Grobasche 8 wird dem den Heißgaszyklon 17
verlassenden Rauchgas vor Eintritt in den Abhitzekessel 13 zugeführt, während
ein anderer Teilstrom 18b dem den Abhitzekessel verlassenden Rauchgas vor
Eintritt in den Wärmetauscher 37 zugeführt wird. Die Zufuhr erfolgt
vorzugsweise pneumatisch. Der Rest 18c an Grobasche wird abgezogen. Es
kann möglich sein, dass die Teilströme 18a und 18b nur zeitweise abgezogen
werden und somit Abhitzekessel 13 und Wärmetauscher 37 diskontinuierlich
gereinigt werden. Die hierfür erforderlichen Klappen einer Steuereinrichtung
sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Als Beispiel für eine Grobasche 18 (Zyklonasche) kann eine Asche angegeben
werden, die als Hauptbestandteile SiO2 mit 56,5%, Eisen-III-oxid mit 10,6%,
Aluminiumoxid mit 10,7% und Calciumoxid mit 8,5% aufweist, wobei der
Freikalkgehalt nach Franke als CaO 0,2% beträgt. Die Schüttdichte beträgt
680 kg/m3 und die Pyknometerdichte 2.78 g/cm3. Die Grobasche weist die aus
dem Histogramm nach Fig. 2 ersichtliche Partikelverteilung auf.
Die Feinasche 26 weist beispielsweise einen Gehalt an SiO2 von 3,7%, Eisen-
III-oxid von 3,1%, Aluminiumoxid von 1,5% und Calciumoxid von 58,7% auf,
wobei der Freikalkgehalt nach Franke als CaO 43,3% aufweist. Die
Schüttdichte beträgt 390 kg/m3 und die Pyknometerdichte 2,33 g/cm3. Die
Feinasche weist die aus dem Histogramm nach Fig. 3 ersichtliche
Partikelverteilung auf.
Aus dem Vergleich der beiden Histogramme ist ersichtlich, dass sich die
Partikelverteilung (10 µm-450 µm) der Grobasche im wesentlichen an die
Partikelverteilung (0.3 µm-30 µm) der Feinasche anschließt und somit als
Blasmedium für das Abtragen von Verschmutzungen, die auf die Feinasche 26
zurückgehen, besonders geeignet ist.
Falls nicht die Grobasche aus dem Verfahren selbst als Blasmedium benutzt
wird, sondern künstlich hergestellt werden soll, sollte es der Grobasche in
seinen Hauptbestandteilen ähnliche Eigenschaften und Konsistenz besitzen,
wie das aus der Klärschlammverbrennung abgeleitete Medium (z. B. hinsichtlich
Korngröße, Dichte, Zusammensetzung usw.).
Die am Gewebefilter abgeschiedene Feinasche kann über eine Leitung 38
unter Zwischenschaltung eines Pufferbehälters 39 und einer Förderschnecke
40 ebenfalls der Schnecke 29 aufgegeben werden, um die Konsistenz des im
Trockner zuzuführenden Klärschlammes (Leimphase) einzustellen. Zu diesem
Zwecke wäre es auch denkbar, einen Teil des den Trockner 30 verlassenden
Trockengutes über Leitung 41 zurückzuführen.
Als Wärmeträger für die direkte Trocknung kann auch vorzugsweise gekühltes
Rauchgas nach Grobentstaubung 17 eingesetzt werden.
Auch ist es möglich, dass als Wärmeträgermedium für eine direkte
Klärschlammtrocknung ein Kreislaufgas eingesetzt wird, vorzugsweise Luft
und/oder bei der Trocknung entstehende Brüden, das durch Wärmetausch mit
den Rauchgasen erwärmt wird.
Das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren kann auch bei indirekter
Trocknung eingesetzt werden. Als Wärmeträger hierfür kann zumindest ein
Teilstrom der die Feuerung verlassenden Rauchgase mittels der Rauchgase
durch direkten Wärmetausch erzeugter Dampf oder mittels der Rauchgase
durch Wärmetausch erwärmte Luft eingesetzt werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Reinigung einer mit feinstaubhaltigem Heißgas
beaufschlagten Wärmetauscherfläche, bei dem die Wärmetauscherfläche
kontinuierlich oder diskontinuierlich mit einem Feststoffblasmedium
beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass als Feststoffblasmedium
Grobasche, die bei der Verbrennung von Klärschlamm in einer Feueruung
entsteht und aus dem Rauchgas durch eine Grobentstaubung
abgeschieden wird, oder ein der Grobasche entsprechender künstlich
hergestellter Feststoff eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grobentstaubung durch
eine Fliehkraftentstaubung, insbesondere Zyklonentstaubung, erfolgt.
3. Feststoffblasmedium zur Reinigung einer mit feinstaubhaltigen Heißgasen
beaufschlagten Wäremtauscherfläche in Form von Grobasche, die bei der
Verbrennung von Klärschlamm in der Feuerung entsteht und aus dem
Rauchgas durch eine Grobentstaubung abgeschieden wird, oder in Form
eines der Grobasche entsprechenden künstlich hergestellten Feststoffs.
4. Verfahren zur Verbrennung von Klärschlamm,
bei dem gegebenenfalls mittels eines Trockners (30) getrockneter
Klärschlamm in einer Feuerung (6), insbesondere Zykloidfeuerung,
gegebenenfalls unter Zugabe eines basischen Additives (9) für die
Direktentschwefelung verbrannt wird und das Rauchgas der Feuerung
einer Grobentstaubung (17), insbesondere Fliehkraftentstaubung, und
mindestens einem Wärmeentzug (13; 37) unterzogen wird, und
anschließend das Rauchgas einer filternden Feinentstaubung (23)
unterzogen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Rauchgas vor dem
Wärmeentzug (13; 37) zumindest ein Teilstrom (18a; 18b) der bei der
Grobentstaubung abgeschiedenen Grobasche kontinuierlich oder
diskontinuierlich zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
bei dem das Rauchgas für die Erwärmung des Wärmeträgermediums (31)
über einen in einen Wasser-Dampf-Kreislauf (14) eingebundenen
Abhitzekessel (13) geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grobasche (18a) vor dem
Abhitzekessel (13) zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
bei dem das Rauchgas über einen dem Abhitzekessel (13)
nachgeschalteten Verbrennungsluftvorwärmer (37) geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grobasche (18b) dem in
den Verbrennungssluftvorwärmer (37) eintretenden Rauchgas zugesetzt
wird.
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