DE3509275C2 - Verfahren zur thermischen Behandlung von Waschbergen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur thermischen Behandlung von Waschbergen in mindestens zwei getrennten Behandlungsstufen, wobei in einer ersten Stufe die Waschberge getrocknet und erhitzt und in mindestens einer weiteren Stufe weiter aufgeheizt und anschließend in einer Kühlstufe gekühlt werden. Der erfindungsgemäße Vorschlag besteht darin, daß die Waschberge unter ständiger Bewegung durch in der Kühlstufe indirekt aufgeheizte Luft oder durch andere erhitzte Trägergase direkt getrocknet und auf eine Feststofftemperatur von bis zu 200°C vorgewärmt und in den an die Trocknungsstufe anschließenden Stufen direkt und/oder indirekt auf eine Endtemperatur von 750 bis 950°C erhitzt werden und die Beheizungsgase aus teilweise im Kreis geführten Entgasungsgasen und Verbrennungsabgasen bestehen, wobei zur weitgehenden Verbrennung der C-fix-Anteile in den Waschbergen diese Beheizungsgase noch zusätzlich mit Luft vermischt werden können.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur thermischen Behandlung von Waschbergen in mindestens zwei getrennten Behandlungsstufen, wobei in einer ersten Stufe die Waschberge getrocknet und in einer weiteren Stufe erhitzt und anschließend in einer Kühlstufe gekühlt werden.
- Zweck eines derartigen thermischen Verfahrens ist es, die Waschberge von den brennbaren Substanzen, wie z. B. dem C-fix- Anteil, der in der Regel 4-12% beträgt, weitgehend zu befreien, um einen geeigneten, umweltfreundlichen Baustoff für die verschiedensten Anwendungsgebiete zu erhalten.
- Ein Verfahren zur Behandlung von Wasch- und Grubenbergen ist aus einem Aufsatz in Glückauf 118 (1982) Nr. 21, Seiten 1098- 1102 bekannt. Dabei wird zur sogenannten Keramisierung von Waschbergen ein Stufenofen vorgeschlagen, in dem in insgesamt vier Verfahrensstufen, nämlich Trocknungsstufe, Verbrennungsstufe, Keramisierungsstufe und Kühlstufe, das Material behandelt wird. Dieser Stufenofen soll zwar unter optimaler Ausnutzung der aus den einzelnen Prozeßstufen gewonnenen bzw. diesen zugeführten Energie betrieben werden können, es wird aber schließlich darauf hingewiesen, daß hinsichtlich der Bewährung dieses Ofens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Aussage gemacht werden konnte. Insbesondere ist nichts über die Temperaturen in den verschiedenen Verfahrensstufen ausgesagt und auch von einer Behandlung etwaiger entstandener Entgasungsgase ist dieser Schrift nichts zu entnehmen.
- Aus der DE-OS 33 10 495 ist bekannt, sogenannte Steinkohlenaufbereitungsabgänge mit einer bestimmten Körnung zunächst auf eine Feststofftemperatur von etwa 300°C aufzuheizen, dann mit einer Aufheizungsgeschwindigkeit bis zu 10°C pro Minute auf eine Temperatur von 800 bis 1100°C zu erhitzen und in einer dritten Stufe bis zu 1,5 Stunden auf dieser Temperatur zu halten. Über eine Ausnutzung und Behandlung etwaiger entstehender Entgasungsgase ist auch dieser Schrift nichts zu entnehmen.
- Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Verfahren zur thermischen Behandlung von Waschbergen vorzuschlagen, bei dem die Prozeßführung verbessert wird und die entstehenden Entgasungsgase zur Weiterverwendung in geeigneter Weise abgezogen und behandelt werden.
- Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Verfahren wird zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgeschlagen, daß die Waschberge unter ständiger Bewegung durch in der Kühlstufe indirekt aufgeheizte Luft oder durch andere erhitzte Trägergase direkt getrocknet und auf eine Feststofftemperatur von bis zu 200°C vorgewärmt und in den an die Trocknungsstufe anschließenden Stufen und/oder indirekt auf eine Endtemperatur von 750 bis 950°C erhitzt werden und die Beheizungsgase aus teilweise im Kreis geführten Entgasungsgasen und Verbrennungsabgasen bestehen, wobei zur weitgehenden Verbrennung der C-fix-Anteile in den Waschbergen die Beheizungsgase noch zusätzlich mit Luft vermischt werden können.
- Es hat sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gezeigt, daß insbesondere mit der in der Kühlstufe aufgeheizten Luft eine wärmetechnisch günstige und einfache Trocknung und Vorwärmung der Waschberge möglich ist und daß diese so vorbehandelten Waschberge relativ problemlos, vor allem kontinuierlich erhitzt, entgast und anschließend gekühlt werden können. Dabei hat sich die Kreislaufführung der Entgasungsgase und Verbrennungsabgase bei gleichzeitiger Zugabe von Verbrennungsluft zur weitgehenden Verbrennung der C-fix-Anteile bewährt.
- Die Ansprüche 2 bis 18 enthalten besonders günstige zusätzliche Vorschläge zu dem erfindungsgemäßen Verfahren.
- Die bei dem Verfahren entstehenden Entgasungsgase werden mit einer ganz bestimmten Temperatur aus dem Schachtofen abgezogen und teilweise als Beheizungsgas verbrannt und wieder eingesetzt. In der Gasreinigung können insbesondere jegliche Teerbestandteile entfernt werden, so daß bei der Verbrennung der abgezogenen Entgasungsgase und Rückführung in den Schachtofen keinerlei Schwierigkeiten auftreten. Günstig ist es, wenn die Beheizungsgase vor Eintritt in die Erhitzungsstufe zusätzlich z. B. mit Hilfe von heißen Verbrennungsabgasen indirekt vorgewärmt werden. Das Gebläse für die Beheizungsgase kann dann vor dem Wärmeaustauscher angeordnet sein und bei niedrigeren Temperaturen betrieben werden.
- Die Beheizungsgase und die zusätzliche Verbrennungsluft werden mit einem geregelten Sauerstoffgehalt von insgesamt bis etwa 15%, vorzugsweise 5 bis 8%, in die Erhitzungsstufe des Schachtofens gegeben. Das überschüssige Entgasungsgas kann z. B. nach einer Naßreinigung bei anderen Beheizungsprozessen genutzt oder verbrannt werden und nach Wärmeaustausch mit z. B. Brauchwasser in die Atmosphäre entlassen werden.
- Für die Erhitzung des Aufgabegutes kann ein Schachtofen verwendet werden mit indirekter und/oder direkter Beheizung. Als besonders günstig hat es sich für die direkte Beheizung erwiesen, ganz oder teilweise die Beheizungsgase und die Luft im Querstrom zu den Waschbergen zu führen.
- Die Beheizungsgase können auch in der Weise aufgeteilt werden, daß ein Teil im oberen Teil des Schachtofens im Gleichstrom mit den aufzuheizenden Waschbergen und der übrige Teil am Fuß des Schachtofens zur Aufheizung im Gegenstrom zugeführt wird und daß beide Teilströme etwa auf halber Schachthöhe getrennt oder gemeinsam abgezogen werden. Hierbei liegt im oberen Bereich oberhalb der Abzugsstelle der Entgasungsgase ein höherer Temperaturgradient zwischen den Beheizungsgasen und den Waschbergen vor, so daß aufgrund des besseren Wärmeüberganges mit einer geringeren Verweilzeit der Waschberge zu rechnen ist. Die Beheizungsgase und auch die Luft können über in verschiedenen Höhen angeordnete waagerechte, sich über die gesamte Kammerlänge erstreckende Kanäle zugeführt werden. Dabei ist insbesondere auch eine zusätzliche Regelung der Temperaturen in verschiedenen Höhen des Schachtofens möglich.
- Die Trocknung der Waschberge erfolgt in einfacher Weise während ihres Transports zum Schachtofen auf einem umlaufenden Transportband. Zur Vermeidung von übermäßigem Staubanfall und zur Gewährleistung eins ungehinderten Durchganges der Beheizungsgase durch die Schüttung im Schachtofen hat es sich weiterhin als günstig erwiesen, vor Eintritt in den Schachtofen das Feinstkorn mit einer Korngröße bis zu 10 mm abzusieben. Insgesamt werden die Waschberge mit einer Körnung von etwa 10 bis 40 mm aufgegeben.
- Die Erfindung sieht zudem vor, daß die abgesiebten feineren Waschbergeanteile evtl. gemeinsam mit nassen oder vorgetrockneten Flotationsbergen bzw. Schlämmen in einem Wirbelschichtofen verbrannt werden und die Verbrennungsabgase als Beheizungsgase dienen. Gemeinsam mit den Flotationsbergen und abgesiebten Waschbergen können auch die noch ungereinigten Entgasungsgase in einem Wirbelschichtofen verbrannt werden, so daß eine eigene Reinigung dieser Entgasungsgase entfallen kann. Lediglich die Verbrennungsabgase, die ins Freie geschickt werden sollen, werden vorher beispielsweise in einem Elektrofilter gereinigt.
- Neben den Waschbergen können erfindungsgemäß auch die Flotationsberge bzw. Schlämme mit vorgewärmter Luft und/oder den überschüssigen Abgasen aus den vorgenannten Feuerungsanlagen getrocknet werden.
- Zur Entschwefelung der Waschberge und der entstehenden Entgasungsgase kann schließlich den Waschbergen beim Eintritt in die Erhitzungsstufen Kalkstaub zugegeben werden.
- Durch die Erfindung wird insbesondere ein betriebssicheres Verfahren zur Aufarbeitung der Waschberge vorgeschlagen, wobei diese ohne Störung gleichmäßig durch den Schachtofen rutschen und weitgehend vom C-fix-Anteil befreit werden. Die geregelte Luftzufuhr gewährleistet eine gleichmäßige Verbrennung und verhindert vor allem örtliche Überhitzungen im Schacht, die leicht zum Zusammenbacken der Waschbergestücke führen können.
- Die Erfindung wird anhand der beigefügten Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
- Fig. 1 zeigt ein Verfahrensschema mit einer Naßreinigung in Form einer Teerwäsche und Nachverbrennung der Entgasungsgase.
- Fig. 2 zeigt ein Verfahrensschema mit einer Verbrennung der Entgasungsgase und der Flotationsberge in einer Wirbelschichtfeuerung.
- Fig. 3 zeigt ein Verfahrensschema mit einer eigenen Wirbelschichtfeuerung für die feinkörnigen Waschberge bzw. Flotationsschlämme zur Erzeugung der heißen sauerstoffhaltigen Rauchgase und einer eigenen Brennkammer für die Entgasungsgase, die vor dem Schachtofen angeordnet ist.
- Nach der Fig. 1 werden die Waschberge über den Aufgabetrichter (1) und das Zellenrad (2) auf den Bandtrockner (3) gegeben, dem über die Luftzuführungsleitung (11) heiße Trocknungsluft zugegeben wird, welche in der Nähe der Aufgabestelle wieder abgezogen und über die Leitung (12) dem Elektrofilter (13) zur Entstaubung zugeleitet wird. Danach gelangt gereinigte Luft über den Abzug (15) in die Atmosphäre, während der Feinstaub bei (14) abgezogen wird. Die Trocknung der Waschberge erfolgt bei einer kontinuierlichen Bewegung des Förderbandes. Mit Hilfe des Zellenrades (4) werden die getrockneten Waschberge zweckmäßigerweise nach einer Absiebung der feineren Körner in den senkrechten Schachtofen (5) gegeben. Diesen Schachtofen (5) durchlaufen die Waschberge kontinuierlich von oben nach unten, wobei im mittleren Bereich in verschiedenen Höhen über die Zuführungen (21) bis (23) die Beheizungsgase zugegeben werden. An die Erhitzungsstufe schließt sich unterhalb direkt die Kühlstufe (6) an, in der die Waschberge durch im Kreislauf geführte Kühlgase direkt gekühlt werden, bevor sie über den Austrag (7) den Schachtofen verlassen. Die im Kreislauf geführten Kühlgase dienen in einem Wärmetauscher (10) zur indirekten Aufheizung der Trocknungsluft, die über den Anschluß (8) und den Verdichter (9) zugeführt und über die Leitung (11) in den Bandtrockner geleitet wird. Die Beheizungsgase für die Erhitzungsstufen werden in einer Brennkammer (18), die über (17) mit Brennstoff und über (16) mit Verbrennungsluft sowie über (19) mit den kreislaufgeführten, gereinigten Entgasungsgasen gespeist wird, verbrannt. Am oberen Ende des Schachtofens werden die Beheizungsgase über die seitlichen Austrittskanäle (49) aus dem Schachtofen abgezogen und gelangen über die Leitung (24) in den Waschkühler (25), in dem in verschiedenen Höhen das über die Leitungen (32) zugeführte Waschöl direkt aufgegeben wird. Als Waschöl dient hierbei die auskondensierte Teerfraktion.
- Unterhalb des Waschkühlers wird die ablaufende Kühlflüssigkeit mit ca. 150°C in einer Vorlage gesammelt und mit Hilfe der Pumpe (27) durch den Kühler (29) mit ca. 110°C größtenteils zurückgeführt. Das am Kopf des Waschkühlers (25) mit ca. 130°C abgezogene Gas wird über die Leitung (33) dem nachgeschalteten Querrohrkühler (34) zugeführt und wird nach Verlassen des Querrohrkühlers (34) mit Hilfe des Verdichters (40) teilweise über die Leitung (19) zurück zum Brenner (18) geführt. Der überschüssige Anteil an Entgasungsgasen gelangt über die Leitung (41) zur Nachverbrennung (44), wo es unter Zugabe von Luft (43) und eventuell von zusätzlichem Brennstoff (42) verbrannt wird und über den Abgaskamin in die Atmosphäre geleitet wird.
- Es ist schließlich noch zu erwähnen, daß in den Erhitzungsstufen im Schachtofen die Beheizungsgase, die über die Zuführungen (20 bis 23) direkt in den Schachtofen geblasen werden, etwas schräg nach unten in die Strömungsrichtung der Waschberge eingeleitet werden. Dabei wird insbesondere vermieden, daß sich irgendwelche Staubpartikel in diesen seitlichen Eintrittskanälen (50) festsetzen.
- Nach Fig. 2 werden die Waschberge über den Bunker (51) die Bandwaage (52) zur Trocknung in den Bandtrockner (3) gegeben. Die Trocknung erfolgt wie nach Fig. 1 mit vorgewärmter Luft, wobei die Luft nach Verlassen des Bandtrockners in einer Schlauchfilteranlage (53) abgereinigt wird. Die vorgetrockneten Waschberge werden über den Förderer (54), den Aufgabebunker (55) und die Eintragsschleuse (56) in den senkrechten Schachtofen (5) gegeben, aus dem sie nach Durchlaufen der Kühlstufe (6) über den Förderer (57) und den Schleusenverschluß (58) abgezogen werden. Zur Beheizung des Schachtofens (5) wird über die Leitung (61) das Beheizungsgas am oberen Ende des Schachtofens zugegeben. Gemeinsam mit Luft, die mit Hilfe des Gebläses (59) zugeführt wird, wird ebenfalls Gas über die Leitung (60) im unteren Bereich zugegeben. Die Beheizungsgase werden im Wärmetauscher (70) durch indirekten Wärmeaustausch mit ca. 900°C heißem Verbrennungsabgas auf bis zu 800°C aufgeheizt. Die Entgasungsgase aus dem Schachtofen werden über die Leitung (62) mit einer Temperatur von ca. 500°C in einen Wirbelschichtofen (64) gegeben und dort gemeinsam mit Flotationsbergen, die über die Leitung (66) zugegeben werden, verbrannt. Die Zugabe der Flotationsschlämme in der Körnung 0- 1 mm wird hierbei so gesteuert, daß in dem Wirbelschichtofen eine Temperatur von 800 bis 1100°C gehalten wird. Über den Eintritt (82) wird Verbrennungsluft zugegeben, während bei (83) eventuell anfallende Asche abgezogen wird. Das Verbrennungsabgas wird über die Leitung (67) zunächst in den Zyklon (69) und dann über die Leitung (61) in den Wärmeaustauscher (70) geleitet. Das erforderliche Beheizungsgas wird mit Hilfe des Gebläses (75) auf den erforderlichen Druck für den Schachtofen gebracht. Der im Zyklon (69) abgeschiedene Feinstaub wird über die Rückführung (68) in den Wirbelschichtofen (64) zurückgegeben. Das im Wärmeaustauscher abgekühlte Verbrennungsabgas wird über die Leitung (72) unter Zugabe von Wasser über den Anschluß (77) in den E- Filter (76) und weiter mit Hilfe des Gebläses (78) über die Leitung (80) und den Kühler (81) im Kreislauf geführt. Der überschüssige Anteil wird über den Gasabzug (79) ins Freie geleitet.
- Bei dem Beispiel nach der Fig. 3 werden die Waschberge in derselben Weise wie bei den Fig. 1 und 2 vorgetrocknet und zum Schachtofen gegeben. Als Beheizungsgase dienen allerdings Verbrennungsabgase, die ausschließlich aus der Verbrennung von teilweise vorgetrockneten feinkörnigen Waschbergen mit einer Körnung von 0-10 mm oder Flotationsschlämmen mit einer Körnung von 0- 1 mm in einem eigenen Wirbelschichtofen (65) stammen, der vor dem Schachtofen angeordnet ist. Der Wirbelschichtofen wird zweckmäßigerweise mit Fremdgas, z. B. Koksofengas, angefahren. Die Verbrennungsabgase werden über die Leitung (67), den Zyklon (69) und unter Zugabe von Luft aus dem Gebläse (59) wie vorher über die Leitungen (60) und (61) zum Schachtofen gegeben. Die Entgasungsgase aus dem Schachtofen werden wiederum über die Leitung (63) unter Zugabe von Luft aus dem Gebläse (87) in eine eigene Brennkammer gegeben, und zusätzlich werden der Brennkammer (86) über den pneumatischen Förderer (89) und die Leitung (90) vorgetrocknete Flotationsberge zur Verbrennung aufgegeben. Diese Flotationsberge, die in der Regel einen Wassergehalt von mehr als 20% aufweisen, gelangen über den Bunker (98), die Bandwaage (99) in einen Trommeltrockner (97), in dem sie mit Hilfe von Verbrennungsabgasen aus der Brennkammer (86) auf ca. 5% H2O direkt getrocknet werden. Nach Verlassen des Trommeltrockners (97) werden die Abgase in der Schlauchfilteranlage (100) gereinigt, und die Flotationsberge werden über den Förderer (101) in den Bunker (102) gefördert. Mit Luft aus dem Gebläse (88) als Fördermedium gelangen die vorgetrockneten Flotationsberge dann über die pneumatische Leitung (89), (90) in die Brennkammer (86) und können so problemlos verbrannt werden. Am Fuß der Brennkammer (86) befindet sich ein Naßentschlacker (91). Die Abgase aus dieser Brennkammer (86) werden über die Leitung (93), das E-Filter (92), das Gebläse (94) und die Leitung (96) zum Trommeltrockner (97) gefördert, wobei der Staub aus dem E-Filter über das Zellenrad (95) ausgetragen wird.
- Bezugszeichenliste
(1) Aufgabetrichter
(2) Zellenrad
(3) Bandtrockner
(4) Zellenrad
(5) Schachtofen
(6 ) Kühlstufe
(7) Austrag der Feststoffe
(8) Lufteintritt
(9) Luftgebläse
(10) Wärmetauscher
(11) Zuführungsleitung
(12) Schwadenabzug
(13) Elektrofilter
(14) Staubabzug
(15) Abzug
(16) Luftgebläse
(17) Brennstoffzugabe
(18) Brennkammer
(19) Kreislaufgas
(20) Heißgaszuführung zu (5)
(21) Heißgaszuführung zu (5)
(22) Heißgaszuführung zu (5)
(23) Heißgaszuführung zu (5)
(24) Entgasungsgasleitung
(25) Waschkühler
(26) Teerscheider
(27) Pumpen
(28) Teerabzug
(29) Kühler
(30) Kühlwasserzulauf
(31) Kühlwasserablauf
(32) Waschölaufgabe zu (25)
(33) Gasleitung
(34) Querrohrkühler
(35) Kühlwasserzulauf
(36) Teerscheider
(37) Pumpe
(38) Wasser/Teer-Abzug
(39) Wasserablauf
(40) Verdichter
(41) Entgasungsgas zu (44)
(42) zusätzlicher Brennstoff (44)
(43) Luftzugabe
(44) Nachverbrennung
(45) Abgaskamin
(46) Abzugsleitung der Kühlgase
(47) Verdichter
(48) Staubaustragsschnecke
(49) Staubaustragsschnecke
(50) Eintrittskanal
(51) Bunker
(52) Bandwaage
(53) Schlauchfilter
(54) Förderer
(55) Aufgabebunker
(56) Eintragsschleuse
(57) Förderer
(58) Schleusenverschluß
(59) Luftgebläse
(60) Beheizungsgas zum Fuß von (5)
(61) Beheizungsgas zum oberen Bereich von (5)
(62) Entgasungsgasleitung
(63) Entgasungsgasleitung
(64) Wirbelschichtofen
(65) Wirbelschichtofen
(66) Flotationsberge
(67) Verbrennungsabgas
(68) Staubrückführung
(69) Zyklon
(70) Wärmetauscher
(71) Verbrennungsabgasleitung
(72) Verbrennungsabgasleitung
(75) Gebläse
(76) E-Filter
(77) Wasserzugabe
(78) Gebläse
(79) Gasabzug
(80) Gasleitung
(81) Kühler
(82) Verbrennungsluft
(83) Ascheabzug
(84) Waschberge bzw. Flotationsschlämme
(85) Kühlmittel
(86) Brennkammer
(87) Luftgebläse
(88) Luftgebläse
(89) pneumatischer Förderer
(90) vorgetrocknete Flotationsberge
(91) Naßentschlacker
(92) E-Filter
(93) Verbrennungsabgas
(94) Luftgebläse
(95) Staubaustrag
(96) Leitung
(97) Trommeltrockner
(98) Bunker für Flotationsberge
(99) Bandwaage
(100) Schlauchfilter
(101) Förderer
(102) Bunker
Claims (18)
1. Verfahren zur thermischen Behandlung von Waschbergen in mindestens zwei getrennten Behandlungsstufen, wobei in einer ersten Stufe die Waschberge getrocknet und in einer weiteren Stufe erhitzt und anschließend in einer Kühlstufe gekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschberge unter ständiger Bewegung durch in der Kühlstufe indirekt aufgeheizte Luft oder durch andere erhitzte Trägergase direkt getrocknet und auf eine Feststofftemperatur von bis zu 200°C vorerwärmt und in den an die Trocknungsstufe anschließenden Stufen direkt und/oder indirekt auf eine Endtemperatur von 750 bis 950°C erhitzt werden und die Beheizungsgase aus teilweise im Kreis geführten Entgasungsgasen und Verbrennungsabgasen bestehen, wobei zur weitgehenden Verbrennung der C-fix-Anteile in den Waschbergen die Beheizungsgase noch zusätzlich mit Luft vermischt werden können.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entgasungsgase mit einer Temperatur von ca. 350 bis 650°C, vorzugsweise ca. 500°C, abgezogen werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizungsgase mit einer Temperatur von 600 bis 900°C, vorzugsweise ca. 800°C, in die Erhitzungsstufen gegeben werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizungsgase vor Eintritt in die Erhitzungsstufen z. B. mit Hilfe von Verbrennungsabgasen indirekt vorgewärmt und vorzugsweise mit einem Teil von Verbrennungsabgasen gemischt werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Eintritt in die Erhitzungsstufe die Beheizungsgase und die Luft insgesamt einen geregelten Sauerstoffgehalt von bis zu 15%, vorzugsweise 5 bis 8%, haben.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das überschüssige Entgasungsgas verbrannt, gereinigt und anschließend in die Atmosphäre entlassen wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Entgasungsgas und/ oder das Verbrennungsabgas ganz oder teilweise zur Weiterverwendung einer Naßwäsche unterzogen wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Erhitzungsstufen ein Schachtofen verwendet wird mit mindestens zwei übereinander angeordneten Behandlungsstufen für die sich im Schachtofen abwärts bewegenden Waschberge und daß dieser Schachtofen indirekt und/oder direkt beheizt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Beheizungsgase im oberen Bereich des Schachtofens im Gleichstrom mit den aufzuheizenden Waschbergen und der übrige Teil am Fuß des Schachtofens zur Aufheizung im Gegenstrom zugeführt wird und daß beide Teilströme etwa auf halber Schachthöhe getrennt oder gemeinsam abgezogen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die direkte Beheizung die Beheizungsgase und/oder die Luft über in verschiedenen Höhen angeordnete, waagerechte, sich über die gesamte Kammerlänge erstreckenden Kanäle zugeführt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizungsgase und die Luft für die direkte Beheizung ganz oder teilweise im Querstrom zu den Waschbergen geführt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der Waschberge während ihres Transportes auf einem umlaufenden Transportband erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 1 bzw. 12, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder nach der Trocknung der Waschberge vor Eintritt in den Schachtofen das Feinkorn mit einer Korngröße von bis zu ca. 10 mm abgesiebt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der abgesiebte Teil der Waschberge ganz oder teilweise zur Erzeugung der Beheizungsgase verbrannt wird.
15. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Beheizungsgase die Abgase bzw. Entgasungsgase aus dem Schachtofen und/oder die abgesiebten Waschberge und/oder die Flotationsberge in einem Zyklonbrenner oder einer Wirbelschichtfeuerung oder einer anderen Brennkammer verbrannt werden.
16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trocknung der Waschberge und/oder der Flotationsberge bzw. -schlämme vorgewärmte Luft und/oder überschüssige Abgase aus den zur Erzeugung der Beheizungsgase dienenden Feuerungsanlagen benutzt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Waschbergen beim Eintritt in die Erhitzungsstufen zur Entschwefelung Kalkstaub zugegeben wird.
18. Verfahren nach Anspruch 1 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß in die heißen Verbrennungsabgase nach der Abgasbrennkammer Kalkmilch oder Kalkstein zur Entschwefelung vorzugsweise stufenweise gegeben wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP19840103239 EP0120486B1 (de) | 1983-03-23 | 1984-03-23 | Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Baustoffen aus Steinkohlenaufbereitungsabgängen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Non-Patent Citations (1)
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