DE19920588A1 - Sortiervorrichtung - Google Patents
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Abstract
Zur Verbesserung der Sortierqualität bei hoher Durchsatzleistung und einfacher Bauweise einer Sortiervorrichtung, insbesondere für Papier- und Kartonageabfälle, wobei der Sortiervorrichtung Recyclinggut zugeführt und Restgut über einen Auslaß (A) abgeführt wird, wird vorgeschlagen, daß die Sortiervorrichtung (1) aus mehreren nebeneinander angeordneten Förderleisten (4) besteht, die an zwei Kurbelwellen (2) gelagert sind und an ihrer Oberseite Mitnehmer (5) aufweisen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sortiervorrichtung, insbesondere für
Papier- und Kartonageabfälle, gemäß den oberbegrifflichen
Merkmalen des Patentanspruches 1.
Für die Sortierung von Papier- und Kartonageabfällen sind
verschiedene Vorrichtungen bekannt. Einerseits kann dabei nach
dem Format sortiert werden, wobei die Sortierung über zugeordnete
Sieböffnungen erfolgt. Andererseits ist auch eine Sortierung nach
dem Gewicht möglich. Hierbei werden i. a. Sortiervorrichtungen
verwendet, die aus einer Vielzahl von hintereinander angeordneten
Wellen bestehen, auf denen Scheibenpakete in Dreieckform mit
entsprechenden Abstandshaltern aufgezogen sind. Hierdurch wird
das Recyclinggut im Längsfluß sortiert, wobei Teile, die kleiner
sind als der Abstand zwischen den einzelnen Scheiben, nach unten
durchfallen können, während das Restgut über einen Auslauf der
Weiterverarbeitung zugeführt wird. Der Antrieb derartiger
Scheibenpakete ist jedoch sehr aufwendig, da jede einzelne Welle
gesondert angetrieben werden muß, beispielsweise durch jeweils
zugeordnete Motoren oder Verzweigungsgetriebe. Die Herstellung
und die Wartung dieser bekannten Vorrichtungen ist daher sehr
aufwendig.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Sortiervorrichtung zu schaffen, die bei einfacher Bauweise eine
hohe Durchsatzleistung und eine gute Sortierqualität ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Sortiervorrichtung gemäß den
Merkmalen des Patentanspruches 1.
Durch die Verwendung eines Schüttlers mit mehreren Förderleisten,
die an zwei Kurbelwellen gelagert sind, ergibt sich auch bei
großen Förderlängen eine einfache Bauweise, da nur eine der
Kurbelwellen angetrieben werden muß. Zudem ist über die von der
Kurbelwelle angetriebenen Förderleisten bzw. Schüttlerkörper eine
definierte Schüttelbewegung möglich, wobei die horizontale und
vertikale Beschleunigung des Sortiergutes zu einer verbesserten
Sortierqualität führt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Von besonderem Vorteil ist hierbei die einfache Verstellung der
Durchlaßöffnungen, da die Mitnehmer auf den Förderleisten bzw.
Schüttlerkörpern je nach gewünschter Durchlaßöffnung ohne
Austausch der Förderleisten verstellt werden können. Zudem: läßt
sich durch den einfachen Antrieb einer Kurbelwelle die Drehzahl
einfach variieren, so daß hierdurch je nach Sortiergut die
Durchlaufgeschwindigkeit angepaßt werden kann.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Sortiervorrichtung
anhand der Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Hierbei
zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivdarstellung der Sortiervorrichtung; und
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung des linken äußeren
Bereiches in Fig. 1 zur Darstellung der Lagerung der
Förderleisten.
In Fig. 1 ist eine Sortiervorrichtung 1 in Perspektivansicht
gezeigt. Die Sortiervorrichtung 1 weist eine Wanne 3 auf, die
zumindest aus zwei seitlich hochgezogenen Seitenwänden besteht,
um eine seitliche Führung des Sortiergutes bei dem Längstransport
zu gewährleisten, nämlich von einer Einfüllöffnung E zu einem
Auslaß A. An der Einfüllöffnung E kann das zu sortierende
Recyclinggut beispielsweise mit einer Schüttvorrichtung
eingefüllt werden.
Das zu sortierende Recyclinggut wird von der Einfüllöffnung E in
Richtung zu dem Auslaß A mittels Förderleisten 4 transportiert,
auf denen eine Vielzahl von Mitnehmern 5 angeordnet ist. Die sich
in Längsrichtung von der Einfüllöffnung E zum Auslaß A
erstreckenden Förderleisten 4 sind hierbei an gekröpften
Kurbelwellen 2 gelagert, von denen eine durch einen Motor 6 und
ein nicht näher dargestelltes Winkelgetriebe angetrieben ist.
Durch diese parallelogrammartige Verbindung der beiden
Kurbelwellen 2 über die Förderleisten 4 ergibt sich eine
Synchrondrehbewegung der beiden Kurbelwellen 2. Die
Wellenkröpfungen sind dabei zueinander versetzt, so daß die
Umlaufbewegung zu höhenversetzten Schüttlerflächen mit einer
Vertikal- und Horizontal-Beschleunigungskomponente auf das
Sortiergut führt. Jeweils zwei Förderleisten 4 sind hierbei durch
eine Vielzahl von Mitnehmern 5 verbunden, so daß die
Förderleisten 4 nebeneinanderliegende Schüttlerflächen oder
Schüttlerkörper bilden. Die nebeneinanderliegenden Schüttler
erfahren durch die Wellenkröpfungen der Kurbelwellen 2 einerseits
eine Aufwärtsbewegung, während die danebenliegende
Schüttlerfläche in eine Abwärtsbewegung versetzt wird. Durch
diesen Versatz wird gleichzeitig der Siebeffekt und der Längsfluß
des Sortiergutes verstärkt.
In Fig. 2 ist eine vergrößerte Schnittdarstellung durch einen
derartigen Schüttlerkörper gezeigt, der im wesentlichen durch
jeweils zwei Förderleisten 4 und sich quer erstreckende
Mitnehmer 5 besteht. Zudem ist im Endbereich der beispielsweise
drei bis vier Meter langen Förderleisten 4 über den beiden
Kurbelwellen 2 jeweils ein Verbindungsbügel 4a vorgesehen, an dem
ein Lager 4b zur Verbindung mit der jeweiligen Kurbelwelle 2
vorgesehen ist. Der Bereich unterhalb der Mitnehmer 5 zwischen
den Förderleisten 4 ist somit frei, so daß abgesiebtes Gut nach
unten durchfallen kann. Die Sortiervorrichtung 1 kann hierzu
beispielsweise auf dem Boden aufgestellt werden, jedoch auch
mittels Stützfüßen 10 (vgl. Fig. 1) beispielsweise auf einen
Container aufgesetzt werden. An diesen kann sich dann in Richtung
des Auslasses A beispielsweise ein weiterer Container
anschließen, so daß das nicht abgesiebte Restgut diesem zur
Weiterbearbeitung oder Zwischenlagerung zugeführt werden kann.
Die Sortiergröße läßt sich hierbei durch Verstellung der
Mitnehmer 5 in einfacher Weise variieren, um somit die Größe der
Durchlaßöffnung zu bestimmen. Dazu sind die Mitnehmer 5 in Form
von quer verlaufenden Leisten auf den beiden Förderleisten 4
eines Schüttlerkörpers mittels T-Nuten 8 befestigt. Hierin
greifen Schrauben 7 ein, so daß nach Lösen dieser Schrauben 7 die
Größe der Durchlaßöffnung zwischen den einzelnen Mitnehmern 5
eingestellt werden kann. Dies kann in einfacher Weise durch eine
kammartige Lehre zur Einstellung des Abstandes zwischen den
Mitnehmern 5 erfolgen. Die Mitnehmer 5 können dabei zur
Verstärkung der Transportwirkung zum Auslaß A hin auch Zacken
aufweisen. Entsprechendes gilt für die Oberseite der in diese
Transportrichtung verlaufenden Förderleisten 4.
In Fig. 2 ist zudem die Lagerung der gekröpften Kurbelwelle 2
dargestellt, nämlich in einem schematisch angedeuteten Lager 9.
Dieses Lager 9 ist bevorzugt an der Außenseite der Seitenwand der
Wanne 3 angeordnet und daher für Wartungszwecke leicht
zugänglich. Entsprechendes gilt für die Lager 4b, die von der
Stirnseite der Wanne 3 gut zugänglich sind. Das Lager 9 ist hier
zusätzlich auf einer nach unten gerichteten U-Schiene aufgesetzt,
an der beispielsweise auch die Stützfüße 10 angeordnet sein
können. Ebenso könnte die gesamte Sortiervorrichtung 1 damit auf
den oberen Rand eines Containers aufgesetzt werden.
Claims (8)
1. Sortiervorrichtung, insbesondere für Papier- und
Kartonageabfälle, wobei der Sortiervorrichtung Recyclinggut
zugeführt und Restgut über einen Auslaß (A) abgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sortiervorrichtung (1) aus mehreren nebeneinander
angeordneten Förderleisten (4) besteht, die an zwei
Kurbelwellen (2) gelagert sind und an ihrer Oberseite
Mitnehmer (5) aufweisen.
2. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der beiden Kurbelwellen (2) von einem Motor (6)
angetrieben ist.
3. Sortiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Motor (6) drehzahlverstellbar ist.
4. Sortiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kurbelwellen (2) mittels Lagern (9)
an erhöhten Seitenwänden einer Wanne (3) gelagert sind.
5. Sortiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (5) zur Einstellung der
Größe der Durchlaßöffnungen zwischen den Förderleisten (4)
entlang der Haupterstreckung der Förderleisten (4)
verstellbar sind.
6. Sortiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmer (5) an T-Nut-Profilen (8) befestigt sind.
7. Sortiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils zwei Förderleisten (4) oberhalb
der jeweiligen Kurbelwelle (2) mittels eines Bügels (4a)
verbunden sind.
8. Sortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleisten (4) und/oder
Mitnehmer (5) an der Oberseite gezahnt sind.
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