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DE19918363A1 - Druckform für Flexodruck auf Basis nachwachsender Rohstoffe - Google Patents

Druckform für Flexodruck auf Basis nachwachsender Rohstoffe

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Publication number
DE19918363A1
DE19918363A1 DE1999118363 DE19918363A DE19918363A1 DE 19918363 A1 DE19918363 A1 DE 19918363A1 DE 1999118363 DE1999118363 DE 1999118363 DE 19918363 A DE19918363 A DE 19918363A DE 19918363 A1 DE19918363 A1 DE 19918363A1
Authority
DE
Germany
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printing form
laser
acid
form according
printing
Prior art date
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Ceased
Application number
DE1999118363
Other languages
English (en)
Inventor
Artur Kitzinger
Bernhard Jung
Karin Ulrike Loeffler
Erhard Lorch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DLW AG
Original Assignee
DLW AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Publication of DE19918363A1 publication Critical patent/DE19918363A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/02Engraving; Heads therefor
    • B41C1/04Engraving; Heads therefor using heads controlled by an electric information signal
    • B41C1/05Heat-generating engraving heads, e.g. laser beam, electron beam

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine lasergravierbare Druckform bzw. Druckplatte, insbesondere in Form einer Beschichtung, auf Basis nachwachsender Rohstoffe für Rotation-Hochdruck, insbesondere Flexodruck. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer bebilderten Druckform unter Verwendung der erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckform bzw. einer Beschichtung auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine lasergravierbare Druckform bzw. Druck­ platte, insbesondere in Form einer Beschichtung, auf Basis nachwachsender Rohstoffe für Rotations-Hochdruck, insbesondere Flexodruck. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer bebilderten Druckform unter Verwendung der erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckform bzw. einer Beschichtung auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
Bei einem Rotations-Hochdruckverfahren wie dem Flexodruck erfolgt die Farbüber­ tragung auf den Bedruckstoff unmittelbar durch die bebilderte Druckform. Für die Herstellung der Druckform werden herkömmlicherweise photopolymerisierbare Druckplatten verwendet, bei denen die Oberfläche durch bildgemäßes Belichten einer photopolymerisierbaren Schicht und anschließendes Entfernen der unbelichteten, nicht photopolymerisierten Druckplattenbereiche erzeugt wird. Die photopolymeri­ sierbaren Druckplatten setzen sich üblicherweise aus einem Schichtträger, ggf. einer Haft- oder anderen Unterschicht, einer oder mehreren photopolymerisierbaren Schichten, ggf. einer elastomeren Zwischenschicht und einer Deckschicht zu­ sammen. Für den Druckvorgang werden die fertigen flexiblen Druckformen auf Sleeves (Zylinderhülsen) aufgeklebt.
Für endlose nahtlose Bebilderung kann der Sleeve mit dem bebilderbaren polyme­ ren Material beschichtet und die Bebilderung auf dem Sleeve vorgenommen wer­ den. Für diese Anwendung ist es vorteilhaft, die Bebilderung der Druckform durch Lasergravur durchzuführen. Geeignet für eine Lasergravur sind beispielsweise ausgehärtete Elastomerschichten, die beim Bestrahlen mit dem Laser ("Lasern") kein Aufschmelzen zeigen.
Die eingesetzten Polymere sind üblicherweise nicht auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, auf nachwachsen­ den Rohstoffen basierende flexible Druckformen und/oder -platten bereitzustellen, welche mit einem Laser beschreibbar sind.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen gekennzeichneten Ausführungs­ formen der vorliegenden Erfindung gelöst.
Insbesondere wird eine lasergravierbare, vorzugsweise nicht bebilderte Druckform bereitgestellt, welche einen Schichtträger und mindestens eine lasergravierbare Schicht umfaßt, wobei mindestens die lasergravierbare Schicht aus mindestens einem polymeren Material aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.
Der Begriff "Druckform" umfaßt gemäß dieser Anmeldung sowohl nicht bebilderte Druckformen als auch bebilderte Druckformen. Erfindungsgemäß können die Druckformen sowohl flächige, plattenförmige Druckformen als auch Beschichtun­ gen auf einem Zylinder bzw. Sleeve sein, wobei der "Schichtträger" in diesem Fall der Zylinder bzw. die Hülse ist.
Als polymeres Material aus nachwachsenden Rohstoffen kann insbesondere ein Polyreaktionsprodukte-enthaltendes Material verwendet werden (vgl. beispiels­ weise WO 98/28356), wobei die Polyreaktionsprodukte durch Umsetzung von mindestens einer Di- oder Polycarbonsäure oder deren Derivaten oder einem Gemisch davon mit mindestens einem Epoxidierungsprodukt eines Carbonsäuree­ sters oder einem Gemisch dieser Epoxidierungsprodukte und gleichzeitiger oder anschließender Härtung des Umsetzungsprodukts erhältlich sind. Besonders bevorzugt wird Linoflex eingesetzt, welches bevorzugt Leinöl, epoxidiertes Leinöl, Plexigum, Sikkative, Power-Ateval (Gemisch aus einem Teilester von Maleinsäure­ anhydrid und Dipropylenglykol mit Citronensäure) und Ruß umfaßt.
Die Umsetzung und/oder Härtung dieser Polyreaktionsprodukte erfolgt dabei im wesentlichen mit
  • a) UV-Strahlung in Gegenwart von mindestens einem UV-Initiator und/oder
  • b) Elektronenstrahlung gegebenenfalls in Gegenwart von mindestens einem UV-Initiator und/oder
  • c) IR-Strahlung und/oder
  • d) thermisch.
Die UV-Initiatoren können radikalische oder kationische UV-Initiatoren oder ein Gemisch dieser UV-Initiatortypen sein. Bevorzugte Beispiele radikalischer UV-Ini­ tiatoren sind Benzophenon, Benzophenon-Derivate, Phosphinoxide, α-Mor­ pholinoketone, Chinon, Chinon-Derivate oder α-Hydroxyketone, oder Gemische davon. Bevorzugte Beispiele kationischer UV-Initiatoren sind Triarylsulfoniumsalze, die von einem Typ sind oder als Gemisch verschiedener Triarylsulfoniumsalze vorliegen können, oder Diaryliodoniumsalze, oder Gemische davon. Die UV-In­ itiatoren liegen beispielsweise in einer Menge von bis zu 8 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Reaktionsprodukte-enthaltenden Materials, vor.
Neben dem UV-Initiator kann mindestens ein Photosensibilisator, wie beispiels­ weise Verbindungen auf der Basis von Anthracen, Perylen oder Thioxanthen-9-on, vorliegen, weicher den UV-Initiator aktivieren und dessen Wirkung verstärken kann. Dadurch kann die Konzentration des UV-Initiators reduziert werdlen. Die eingesetzte UV-Strahlung liegt in dem allgemein üblichen Bereich, d. h. zwischen 200 nm und 380 nm. Die eingesetzte IR-Strahlung liegt in dem allgemein üblichen Bereich, beispielsweise 760 nm bis 0,5 mm.
Vorzugsweise enthalten die Di- oder Polycarbonsäuren bzw. deren Derivate minde­ stens eine Doppelbindung pro Molekül.
Als Dicarbonsäure können vorzugsweise Maleinsäure, Itaconsäure, Fumarsäure, Bernsteinsäure, Methylbernsteinsäure, Äpfelsäure oder Furandicarbonsäure oder ein mindestens zwei dieser Säuren enthaltendes Gemisch davon verwendet wer­ den. Als Polycarbonsäure können vorzugsweise Säuren mit drei oder mehr Carbon­ säuregruppen, wie beispielsweise Citronensäure und Aconitsäure, eingesetzt werden.
Als Derivate der Di- oder Polycarbonsäuren können Anhydride oder Teilester oder Derivate, die mindestens eine freie Carbonsäuregruppe aufweisen, eingesetzt werden. Die Alkohol-Komponente der Teilester unterliegt keiner besonderen Be­ schränkung, wobei jedoch vorzugsweise Polyole wie Dipropylenglykol, Propandio­ le, Butandiole, Hexandiole, Hexantriole, Glycerin oder Pentaerythrit oder ein minde­ stens zwei dieser Polyole enthaltendes Gemisch davon als Alkohol-Komponente eingesetzt werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird ein Gemisch eines Teil­ esters aus Maleinsäureanhydrid und Dipropylenglykol zusammen mit Citronensäure als Vernetzer eingesetzt, wobei der Anteil der Citronensäure bis zu 50 Gew.-%, mehr bevorzugt bis zu 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Vernetzers, beträgt.
Das Epoxidierungsprodukt enthält vorzugsweise mehr als eine Epoxygruppe pro Molekül. Als Epoxidierungsprodukt eines Carbonsäureesters kann vorzugsweise epoxidiertes Leinöl, epoxidiertes Sojaöl, epoxidiertes Rizinusöl, epoxidiertes Rapsöl oder Vernoniaöl oder ein mindestens zwei dieser epoxidierten Produkte enthalten­ des Gemisch davon verwendet werden. Als Alkohol-Komponente dieser Carbon­ säureester können, auch die vorstehend definierten Alkohole der Teilester, wie beispielsweise Dipropylenglykol, Propandiole, Butandiole, Hexandiole, Hexantriole oder Pentaerythrit oder ein mindestens zwei dieser Polyole enthaltendes Gemisch davon eingesetzt werden. Die Carbonsäure-Komponente unterliegt keiner be­ sonderen Beschränkung.
Ferner kann das Material der zu bebildernden Schicht mindestens einen weiteren Zusatzstoff, wie beispielsweise Füllstoffe oder Hilfsstoffe, enthalten. Besonders bevorzugt ist es, dem polymeren Material auf Basis nachwachsender Rohstoffe 0 bis 60 Gew.-% Ruß zuzusetzen. Dadurch ist das Material besser mit dem Laser gravierbar.
Als Hilfsstoffe für die Beschichtungsmassen, insbesondere das Polyreaktions­ produkte-enthaltende Material, können beispielsweise Tallöle, synthetische oder natürliche Harze, wie beispielsweise Balsamharz, Kopale, Kohlenwasserstoffharze, und/oder Sikkative, wie beispielsweise Verbindungen der Metalle Al, Li, Ca, Fe, Mg, Mn, Pb, Zn, Zr, Ce oder Co oder eine mindestens zwei dieser Verbindungen enthaltende Kombination davon, verwendet werden. Gegebenenfalls können auch Antioxidantien, UV-Stabilisatoren sowie weitere übliche Hilfsstoffe, wie z. B. Gleitmittel, Antistatika oder Verarbeitungshilfsmittel zu den Komponenten, aus denen die entsprechenden Beschichtungsmassen hergestellt werden, zugesetzt werden. Diese Hilfsstoffe sind in diesem technischen Gebiet an sich bekannt.
Als Schichtträger sind alle flexiblen Materialien geeignet, welche so flexibel sind, daß sie auf einen Zylinder aufgespannt werden können. Beispielsweise können Kunststoffe, wie Polyester oder PVC, Bleche, Papiere oder Pappe verwendet werden. Vorzugsweise kann auch direkt der Sleeve, d. h. eine Zylinderhülse wie beispielsweise eine GFK-Hülse oder eine Metallhülse, als Schichtträger verwendet werden. Das direkte Auftragen der Massen auf den Sleeve kann beispielsweise durch ein Rotationsgießverfahren durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckformen werden beispielsweise derart hergestellt, daß eine Kombination der vorstehend definierten Di- oder Poly­ carbonsäuren bzw. deren Derivate und Epoxidierungsprodukte im Gewichtsverhält­ nis von 1 : 0,3 bis 1 : 8, insbesondere 1 : 0,5 bis 1 : 3, 1 : 0,6 bis 1 : 1,2 sowie 1 : 1 bis 1 : 4, auf dem Schichtträger aufgetragen wird. Die Dicke der mindestens einen lasergravierbaren Schicht der nicht bebilderten Druckform beträgt vorzugsweise mindestens 1000 µm bis 1500 µm.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer be­ bilderten Druckform unter Verwendung der erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckform, welches die Schritte
  • - Härten der erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckform und
  • - Bebildern der nicht bebilderten Druckform durch Lasergravur
umfaßt.
Das Härten der nicht bebilderten Druckform kann wie vorstehend beschrieben auch gleichzeitig mit der Umsetzung des Polymerisationsprodukte-enthaltenden Materi­ als durchgeführt werden und erfolgt mit den vorstehend beschriebenen Mitteln.
Durch die Lasergravur der so gehärteten nicht bebilderten Druckform wird an belichteten Stellen polymeres Material in einer Dicke von vorzugsweise 700 bis 800 µm abgetragen.
Die nicht bebilderten Druckformen können vor, nach oder für das Bebildern durch Lasergravur auf Sleeves montiert werden. Besonders bevozugt ist es jedoch, den Sleeve vollflächig mit der Polyreaktionsprodukte-enthaltenden Masse zu beschich­ ten und diese zu härten, um die Bebilderung direkt auf dem Sleeve vornehmen zu können.
Das Lasergravurverfahren ist besonders schnell und kostengünstig und unter Kontrolle von zuvor digital gespeicherten Druckformdaten ausführbar.
Die Figuren zeigen:
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfiindungs­ gemäßen Verfahrens zur Herstellung einer flächigen Platten-Druckform. Das Beschichtungsmaterial wird auf ein bahnförmiges Trägermaterial aufgetragen und durch UV- und/oder IR-Bestrahlung gehärtet. Gegebenenfalls schließt sich noch eine thermische Aushärtungsphase in einem Heizkanal an. Das beschichtete Trägermaterial wird in geeignet dimensionierte Platten zerschnitten. Zum Bebildern durch Lasergravur werden diese Platten auf einen Zylinder aufgespannt und an­ schließend mit einem Laser bebildert.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Im ersten Schritt wird eine zylinderförmige Hülse direkt mit dem auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden polymeren Beschich­ tungsmaterial beschichtet und das Beschichtungsmaterial durch Bestrahlung ausgehärtet. Nach Bebildern der beschichteten Hülse durch Lasergravur wird eine zylinderförmige bebilderte Druckform erhalten.
Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen nicht bebilderten Druckformen und die daraus hergestellten bebilderte Druckformen für endlose nahtlose Bebilderung im Rotations-Hochdruck, insbesondere Flexodruck, verwendet.
BEISPIELE
Linoflex mit der Zusammensetzung 2 g Leinöl, 51 g epoxidiertes Leinöl, 3 g Plexi­ gum, 2 g hochdisperse Kieselsäure, 1,1 g Sikkative, 25 g Power-Ateval und 4 Gew.-% Ruß wurde als Beschichtungsmaterial zur Herstellung einer erfindungs­ gemäßen nicht bebilderten Druckform verwendet.
Gemäß einer ersten Variante wurde das Beschichtungsmaterial in einer Dicke von etwa 1500 µm auf eine Polyesterfolie (Dicke 200 µm) aufgetragen, mittels Durch­ laufen durch einen auf 140 bis 200°C temperierten Heizkanal gehärtet und in geeignet dimensionierte Platten geschnitten. Alternativ kann durch UV-Bestrahlung (vorzugsweise UV-B-Bestrahlung) gehärtet werden. Die Bebilderung erfolgte nach Aufkleben der nicht bebilderte Druckformen auf einen Zylinder durch Lasergravur unter Verwendung üblicher Laser, beispielsweise eines CO2-Lasers (10 µm Wellen­ länge) oder eines Excimer-Lasers (0,2 bis 0,3 µm Wellenlänge). Die fertige, be­ bilderte Druckform liegt nach Abnehmen vom Zylinder als Platte vor.
Gemäß einer zweiten Variante wurde eine Hülse, beispielsweise aus GFK oder Metall, direkt mit dem vorstehenden Beschichtungsmaterial durch ein Rotations­ gußverfahren beschichtet und die Beschichtung durch Bestrahlen gehärtet. Nach dem Bebildern durch Lasergravur wurde die fertige zylindrische, bebilderte Druck­ form erhalten.
Die Versuche zeigten, daß die erfindungsgemäße nicht bebilderte Druckform nach der Härtung der zu bebildernden Schicht mittels Laserstrahlen gravierbar ist.
Druckversuche mit den so hergestellten Druckformen ergaben eine gute Benetzung der Druckformen und ein gutes Farbübertragungsverhalten mit üblichen Druck­ farben. Besonders vorteilhaft erwies sich die Verwendung wäßriger Druckfarben, da eine Reinigung der erfindungsgemäßen Druckformen von den Druckfarben mit Wasser möglich ist und so der Einsatz umweltbelastender organischer Lösungs­ mittel vermieden werden kann.

Claims (18)

1. Lasergravierbare Druckform, welche einen Schichtträger und mindestens eine lasergravierbare Schicht umfaßt, wobei mindestens die lasergravierbare Schicht mindestens ein polymeres Material, basierend auf nachwachsenden Rohstoffen, enthält.
2. Druckform nach Anspruch 1, wobei mindestens die lasergravierbare Schicht ein Polyreaktionsprodukte-enthaltendes Material ist, wobei die Polyreak­ tionsprodukte durch Umsetzung von mindestens einer Di- oder Polycarbon­ säure oder deren Derivaten oder einem Gemisch davon mit mindestens einem Epoxidierungsprodukt eines Carbonsäureesters oder einem Gemisch dieser Epoxidierungsprodukte erhältlich sind.
3. Druckform nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Dicarbonsäure Maleinsäure, Itaconsäure, Fumarsäure, Bernsteinsäure, Methylbernsteinsäure, Äpfelsäure oder Furandicarbonsäure oder ein mindestens zwei dieser Säuren enthalten­ des Gemisch davon ist.
4. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Polycar­ bonsäure aus Citronensäure oder Aconitsäure ausgewählt ist.
5. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Derivat der Di- oder Polycarbonsäure ein Anhydrid oder Teilester ist.
6. Druckform nach Anspruch 5, wobei die Alkohol-Komponente des Teilesters ein Polyol ist.
7. Druckform nach Anspruch 6, wobei das Polyol Dipropylenglykol, ein Propan­ diol, ein Butandiol, ein Hexandiol, ein Hexantriol, Glycerin oder Pentaerythrit oder ein mindestens zwei dieser Polyole enthaltendes Gemisch davon ist.
8. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 7, wobei das Gemisch von mindestens einer Di- oder Polycarbonsäure oder deren Deriva­ te ein Gemisch eines Teilesters aus Maleinsäureanhydrid und Dipropylen­ glykol mit Citronensäure ist.
9. Druckform nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei das Epoxidierungs­ produkt eines Carbonsäureesters mehr als eine Epoxygruppe pro Molekül enthält.
10. Druckform nach einem der Ansprüche 3 bis 9, wobei das Epoxidierungs­ produkt eines Carbonsäureesters epoxidiertes Leinöl, epoxidiertes Sojaöl, epoxidiertes Rizinusöl, epoxidiertes Rapsöl oder Vernoniaöl oder ein minde­ stens zwei dieser Epoxidierungsprodukte enthaltendes Gemisch davon ist.
11. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dicke der lasergravierbaren Schicht mindestens 1000 µm bis 1500 µm beträgt.
12. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die lasergra­ vierbare Schicht als Füllstoff Ruß in einem Anteil von 0 bis 60 Gew.-% enthält.
13. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die lasergra­ vierbare Schicht gehärtet ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer bebilderten Druckform, umfassend die Schritte
  • - Härten einer nicht bebilderten Druckform nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und
  • - Bebildern der nicht bebilderten Druckform durch Lasergravur.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei so graviert wird, daß an belichteten Stellen polymeres Material einer Dicke von 700 bis 800 µm abgetragen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, wobei die nicht bebilderte Druckform durch Beschichten des Sleeves mit der Polyreaktionsprodukte-enthaltenden Masse auf dem Sleeve gebildet wird.
17. Verwendung der nicht bebilderten Druckform nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Herstellung einer bebilderten Druckform für Rotations-Hochdruck­ verfahren, insbesondere Flexodruck.
18. Bebilderte Druckform für Rotations-Hochdruckverfahren, insbesondere Flexodruck, herstellbar durch Bebildern einer nicht bebilderten Druckform nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mittels Lasergravur.
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