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DE19909236C2 - Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens - Google Patents

Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens

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DE19909236C2 DE1999109236 DE19909236A DE19909236C2 DE 19909236 C2 DE19909236 C2 DE 19909236C2 DE 1999109236 DE1999109236 DE 1999109236 DE 19909236 A DE19909236 A DE 19909236A DE 19909236 C2 DE19909236 C2 DE 19909236C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern des menschli­ chen Schnarchens in Form einer Haube, die über den Oberkiefer eines Benutzers stülpbar ist und an die Form der Zähne und des Oberkiefers zur haftenden Anla­ ge angepasst ist, wobei die Haube im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, in­ dem die Haube zwei stegartige Bereiche und einen die stegartigen Bereiche verbindenden querstegartigen Bereich aufweist, der querstegartige Bereich mit einer Wandschürze verbunden ist, die sich senkrecht zu dem querstegartigen Bereich bei Gebrauch in Richtung Unterkiefer eines Benutzers erstreckt und von den Schneidezähnen aus gesehen der Zähne des vestibulären runden Form des Unterkiefers in Richtung der Backenzähnen folgt und daran angepasst ist und die Verwendung derselben.
Schnarchen erzeugt bei Menschen, vorwiegend Männern, eine starke Lärmbelästigung, wobei Lärmmessungen von über 85 Dezibel festgestellt wur­ den. Das Schnarchen nimmt bei Männern mit dem Alter auf über 50-60% zu. Das Schnarchen wird im Schlaf erzeugt, indem durch das Erschlaffen oder Entspannung der Kaumuskulatur der Mund sich öffnet und die Weichteile im Ra­ chen, meist von Gaumensegel oder Zäpfchen, zu vibrieren anfangen. Das Schnarchen tritt hierbei bereits bei geringfügiger Öffnung des Mundes auf.
Häufig ist unter Umständen der Rachen so eng, dass die gestörte Rege­ lung der oberen Atemmuskulatur den Gaumenbereich des Menschen erschlaffen läßt. Da zudem die Muskeln der Menschen im Alter schwächer werden, schnar­ chen ältere weit häufiger als Junge.
In leichteren Fällen kann das Schnarchen dadurch verbessert werden, dass auf alkoholische Getränke, Schlafmittel oder Antihistaminika abends verzichtet wird oder dass der Mensch auf der Seite schläft oder das Kopfende des Bettes höher stellt. Zudem werden für starke Schnarcher eine Therapie von der Beseiti­ gung einer Infektion oder Allergie im Nasenrachenraum bis zur operativen Kor­ rektur im Bereich von Nase, Rachen oder Gaumensegel ermöglicht. Auch zeigt sich, dass Sedativa, die in Beruhigungs- und Schlafmitteln, aber auch in Allergie unterdrückenden Medikamenten enthalten sind, schnarchfördernde Wirkung wie Alkohol enthalten können. Ebenso ist Übergewicht ein Grund, warum ältere Männer häufiger schnarchen, da die Fettpolster den Rachen verengen und das Schnarchen sich zu einem pfeiffartigen Ton ausbildet. Da bereits Schnarchen sich bei Übergewichtigkeit von ungefähr 10% über dem Normalgewicht festzu­ stellen ist, ist das Schnarchen folglich ein allgemeines Problem, zumal Überge­ wichtigkeit gleichfalls eine sogenannte Volkskrankheit ist.
Die im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen und Hilfsmittel füh­ ren jedoch nicht zu einer dauerhaften Behebung des Schnarchens, da z. B. die in DE-A 27 04 709 offenbarte Vorrichtung, welche aus einer gekrümmten Platte mit 2 Anschlägen besteht, die von der konkaven Seite der Platte beim Tragen in den Mund des Trägers vorstehen, um die Kiefer im Abstand zueinander zu hal­ ten, die obere und die untere Zahnreihen mit einer als unangenehm empfundenen Kraft beaufschlagt und die im Schlaf erforderliche freie Beweglichkeit der Un­ ter- und Oberkiefer zueinander nicht möglich macht. Diese Vorrichtung führt überdies gezwungenermaßen zu einem starken Weiten der Mundöffnung, so dass Ober- und Unterkiefer weit voneinander beabstandet sind und während des Schlafens oder Ruhens hinzutretend deren Unbeweglichkeit zu einer schmerzhaften Verkrampfung der Kaumuskulatur führt. Zudem ermöglicht der Verschluß der Mundöffnung nicht das im Schlaf auftretende tiefe Durchatmen des Benutzers, um die Lungen in unregelmäßigen Abständen quantitativ mit Luft zu befüllen. Ebenso ist ein eventuell erforderliches Husten nicht möglich.
Auch die in der DE-OS 36 25 790 offenbarte Vorrichtung besteht zwar aus einem Haubenpaar, welches jeweils über den Oberkiefer und den Unterkiefer des Menschen stülpbar und an diese formmäßig angepaßt sind, wobei die eine Haube permanent-magnetische Eigenschaften und die andere Haube ferromag­ netische Eigenschaften aufweist. Die herkömmliche Vorrichtung zeichnet sich bereits durch das hohe Gewicht des Haubenpaares hervorgerufen durch die z. B in den querstegartigen Bereichen eingefügten Plättchen aus, so dass die Handha­ bung und der Tragekomfort gering sind sowie der Zustand des Schlafens oder Ruhens oberflächlich ist, weil der Übergang vom Wach- in den Schlafzustand des Benutzers weitgehend erschwert wird. Auch sind die beiden querstegartigen Bereiche einer jeder Haube von größerem Ausmaß derart ausgebildet, dass diese Plättchen Stoffe bzw. Plättchen aus permanentmagnetischem Stoff umschließen, um eine hinreichende hygienische Sauberkeit ohne Eindringen von Bakterien zu ermöglichen. Hinzukommend sind magnetische Metalle im Mund durch die Er­ zeugung von Mikroströmen nachweislich gesundheitsschädigend.
Die in US-PS 5 056 534 offenbarte Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens ist mit einer Wandschürze ausgebildet, so dass die untere Zahnreihe an den unteren Teil der Wandschürze anliegt, jedoch bei zubeißender Bewegung der unteren Zahnreihe, insbesondere bei unwillkürlichem Zubeißen, wie es im Schlaf oder Träumen häufig zu beobachten ist, wird die Schürze als Hebel um einen Drehpunkt, der im Bereich des querstegartigen Bereichs zu finden ist, hin in Richtung Mundöffnung geschwenkt. Durch die Schwenkung der Schürze hin in Richtung der Mundöffnung wird gleichzeitig auch der hintere stegartige Be­ reich der herkömmlichen Vorrichtung durch den Angriff der unteren Zahnreihe auf die Schürze um diesen Drehpunkt hin in Richtung Unterkiefer geschwenkt. Durch die Schwenkung der Wandschürze in Richtung Mundöffnung und die des hinteren stegartigen Bereichs wird die von den beiden stegartigen Bereichen auf den Oberkiefer erzeugte Klemmkraft durch Weiten des von dem vorderen und dem hinteren stegartigen Bereich gebildeten Raums verringert, so dass keine hin­ reichende ortsfeste Kopplung der herkömmlichen Vorrichtung an dem Oberkie­ fer gewährleistet ist. Hinzutretend befindet sich der Angriffspunkt der Zähne des Unterkiefers im Spitzenbereich der Schürze, so dass rasch Materialermüdung eintreten kann.
Die in der Druckschrift DE 197 06 204 offenbarte Antischnarcheinrich­ tung verursacht eine Verzerrung des Kiefergelenks, indem der Unterkiefer nach vorn gezogen wird, so dass gesundheitliche Störungen eintreten können, wie Neuralgien, Migräne, Muskelverspannungen im Hals- und Schulterbereich, u. a. Weiterhin weist die Antischnarcheinrichtung einen nach unten gerichteten ha­ kenförmigen Vorsprung auf, der im eingesetzten Zustand die Zähne des Unter­ kiefers derart hintergreift, dass dieser in einer gegenüber seiner Normalführung vorgezogenen Stellung gehalten wird. Durch diesen auf den Unterkiefer des Be­ nutzers ausgeübten Zwang, dauerhaft in einer Position zu verbleiben, wird ver­ ständlicherweise nicht nur das Tragegefühl verringert, sondern auch besteht die Gefahr eines Krampfes, Tonus der Muskulatur, welche den Unterkiefer zu be­ wegen vermag.
Weiterhin ist das Verschließen der Mundöffnung nach herkömmlicher Lehre gefährlich, weil beim Schlafen oft das Bedürfnis besteht, zumindest ein­ mal tief durchzuatmen, zu seufzen oder zu husten. Im Ernstfall könnte es passie­ ren, dass z. B. bei einer Erkältung die Nasenatmung durch Anschwillen der Schleimhäute verhindert wird. Falls dann eine Mundatmung nicht möglich ist, besteht die Gefahr des Erstickens.
Aufgabe der Erfindung soll es sein, eine Vorrichtung zum Verhindern von Schnarchen des Menschen bereitzustellen, die eine hinreichende ortsfeste Kopp­ lung der Vorrichtung an dem Oberkiefer des Benutzers ermöglichen und keine rasche Materialermüdung eintreten lassen soll. Zudem soll die Vorrichtung kei­ ne Muskelverzerrung des Kiefergelenks hervorrufen und dem Benutzer das zu­ weilen tiefe Durchatmen bei Benutzen der Vorrichtung im Schlafzustand ermög­ lichen.
Die Aufgabe wird gelöst durch den Hauptanspruch und den Nebenan­ spruch. Der Unteranspruch betrifft eine bevorzugte Ausgestaltung und Weiter­ bildung der Erfindung.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern des menschli­ chen Schnarchens in Form einer Haube, die über den Oberkiefer eines Benutzers stülpbar ist und an die Form der Zähne und des Oberkiefers zur haftenden Anla­ ge angepasst ist, wobei
die Haube im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, indem
die Haube zwei stegartige Bereiche und einen die stegartigen Bereiche verbindenden querstegartigen Bereich aufweist,
der querstegartige Bereich mit einer Wandschürze verbunden ist, die sich senkrecht zu dem querstegartigen Bereich bei Gebrauch in Richtung Unterkiefer eines Benutzers erstreckt und von den Schneidezähnen aus gesehen der Zähne des vestibulären runden Form des Unterkiefers in Richtung der Backenzähnen folgt und daran angepasst ist,
welche dadurch gekennzeichnet ist, dass
der Übergangsbereich zwischen querstegartigem Bereich und dem bei Gebrauch palatinal gelegenen stegartigen Bereich labial und inzisial den Unter­ kieferzähnen des Benutzers angepasst und als Kaufläche ausgebildet ist.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verhindern des menschlichen Schnar­ chens.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einer Haube, die bei­ spielsweise an den Oberkiefer, vorzugsweise an die Zähne desselben, formmäßig angepaßt und über diesen stülpbar angeordnet wird. Die Haube kann ebenso an den Unterkiefer des Menschen, vorzugsweise die Zähne des Unterkiefers, form­ mäßig angepaßt und über den Unterkiefer desselben stülpbar angeordnet sein. Unter Kiefer wird im Sinne der Erfindung der Unterkiefer oder Oberkiefer ver­ standen.
Im Querschnitt ist die Haube U-förmig ausgebildet. Die beiden stegartigen Bereiche des U-förmigen Querschnittsprofils der Haube sind über einen quer­ stegartigen Bereich verbunden. Der querstegartige Bereich ist derjenige Bereich, der im wesentlichen der Kaufläche der Zähne von Ober- oder Unterkiefer gege­ nübersteht. Die beiden stegartigen Bereiche der Haube sind beispielsweise paral­ lel oder leicht zueinander geneigt angeordnet und können an der Vorderseite und der Rückseite der Zähne des Unterkiefers bzw. des Oberkiefers des Benutzers anliegen.
An die untere Seite des querstegartigen Bereichs, die den stegartigen Be­ reichen der Haube abgewandt ist, schließt sich eine Wandschürze oder Blende an, die senkrecht zu dem querstegartigen Bereich ausgerichtet ist. Die Wand­ schürze, Schürze oder Blende auch genannt, ist in der Draufsicht gekrümmt, ent­ sprechend der Zahnreihe des Oberkiefers oder Unterkiefers des Menschen, aus­ gebildet und erstreckt sich in der Draufsicht von einem hinteren Ende der Haube bis zum anderen hinteren Ende der Haube. Die hinteren Enden der Haube liegen den hinteren Backenzähnen oder den vorderen Backenzähnen gegenüber. Vor­ zugsweise ist die Vorrichtung derart ausgebildet, dass sich die der Mundöffnung zugewandte Ebene des äußeren stegartigen Bereichs geradlinig als die der Mundöffnung zugewandte Ebene der Schürze fortsetzt.
Die Haube ist in der Draufsicht entsprechend der Form des Unterkiefers oder Oberkiefers des Benutzers gekrümmt ausgebildet. Das eine hintere Ende der Haube erstreckt sich von den hinteren Backenzähnen der einen Seite des Ober­ kiefers bis zu dem anderen Ende der Haube im Bereich der hinteren Backenzäh­ ne der anderen Seite des Oberkiefers.
Die Wandschürze ist derart ausgebildet, dass bei Stülpung der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung, deren Haube an die Zahnreihe des Oberkiefers angepaßt ist, über die Zahnreihe des Oberkiefers die Wandschürze oder Schürze genannt vor der Zahnreihe des Unterkiefers angeordnet ist oder an der der Mundöffnung zugewandten Seite der Zahnreihe des Unterkiefers anliegt. Der Benutzer behält die freie und erwünschte Beweglichkeit seines Unter- und Oberkiefers bei, so dass zwar die erfindungsgemäße Vorrichtung an dem Oberkiefer unbeweglich gekoppelt ist, jedoch die im Schlaf zu beobachtende Beweglichkeit des Unterkie­ fers im Gegensatz zum Stand der Technik nur unwesentlich eingeschränkt wird.
Zudem wird die erfindungsgemäße Vorrichtung aufgrund der Stülpung der Haube über den Oberkiefer und aufgrund der an die Form der Zähne und die des Oberkiefers angepassten Haube hinreichend an dem Oberkiefer des Benut­ zers gekoppelt. Ebenso tritt keine einseitige Kraftbeaufschlagung der Haube der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf, so dass keine einseitige Kiefergelenkbelas­ tung und keine rasche Materialermüdung eintreten können. Da hinzutretend die erfindungsgemäße Vorrichtung mit ihrer Haube an die Form der Zähne und die des Oberkiefers des Benutzers angepasst ist, ist ebenso wenig eine Muskelver­ zerrung des Kiefergelenks zu beobachten. Weiterhin kann der Benutzer im Schlafzustand zuweilen tief durchatmen, weil aufgrund der Anpassung der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung lediglich an den Oberkiefer hinreichend Räume des Luftdurchzugs zwischen Ober- und Unterkiefer verbleiben, so dass auch z. B. bei einer bei Erkältung durch das Anschwillen der Schleimhäute verhinderten Na­ senatmung eine Mundatmung möglich ist.
Weiterhin ist wesentlich, dass die Atmung des Benutzers im Schlaf über die Nase erfolgt, da die Schürze den Spalt zwischen Ober- und Unterkiefer hin­ reichend verschließt und die Lippen des Benutzers sich zudem mit ihren Innen­ seiten an die Außenseite der Schürze und an die Außenseite des der Mundöff­ nung zugewandten stegartigen Bereichs anlegen können. Lediglich bei dem zu­ weilen tiefen Durchatmen oder bei dem gelegentlichen Husten öffnet sich der Mund bzw. vergrößert sich die Mundöffnung durch das bedingte Spreizen von Ober- und Unterkiefer voneinander so weit, dass ein Spalt zwischen der Schürze der erfindungsgemäßen Vorrichtung und derjenigen Zahnreihe, über welche die Haube nicht gestülpt ist, entsteht, durch den das kurze tiefe Aus- und Einatmen erfolgen kann. Nach der Beendigung des tiefen Luftholens legen sich Unterkiefer und Oberkiefer einander so weit an, dass der Mund schließt oder zumindest der verbleibende Spalt zwischen der oberen Zahnreihe und der unteren Zahnreihe durch die Schürze der erfindungsgemäßen Vorrichtung hinreichend dicht ver­ schlossen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung führt nicht zu einem erzwungenerma­ ßen starken Weiten der Mundöffnung, so dass Ober- und Unterkiefer in ihrer im Schlaf natürlichen Stellung verbleiben und die Kaumuskulatur nicht verkrampft. Hinzukommend ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung durch deren Kopplung lediglich an Oberkiefer, dass das im Schlaf auftretende tiefe Durchat­ men des Benutzers durch Spaltbildung bei dem unwillkürlichen Weiten der Kie­ fer voneinander nur unwesentlich eingeschränkt wird und das unerwünschte Aufwachen zwecks quantitiven Luftaustauschs der Lungen vorteilhafterweise unterbleibt.
Auch bei Vorstehen der Zahnreihe des Unterkiefers vor der Zahnreihe des Oberkiefers kann die Haube der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die an die Zahnreihe des Unterkiefers formmäßig angepaßt ist und durch Stülpung über die Zahnreihe an dem Unterkiefer des Benutzers lösbar gekoppelt ist, die Mundöff­ nung soweit verschließen, dass erwünschtermaßen Nasenatmung stattfindet, da die Schürze in dieser Ausgestaltung oberseitig angeordnet ist und den durch das Vorstehen der unteren Zahnreihe hervorgerufenen Spalt derart verschließt, dass das Vibrieren von Gaumensegel und Zäpfchen nicht zu beobachten ist. Weiter­ hin wird dem Benutzer ebenso das zuweilen im Schlaf auftretende tiefe Ein- und Ausatmen in hinreichender Weise ermöglicht.
Der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, dass der Oberkiefer und der Unterkiefer des Benutzers in ihrer natürlichen Stellung, im wesentlichen leicht voneinander beabstandet während des Schlafens und Ruhens vorteilhafterweise verbleiben und der Spalt zwischen der oberen Zahnreihe und der unteren Zahn­ reihe durch die Schürze hinreichend verschlossen ist. Die Atmung erfolgt über die Nase.
Es zeigt sich, dass durch die Beibehaltung der geringen Beabstandung von Oberkiefer und Unterkiefer zueinander Verkrampfung der Kaumuskulatur, die sich als Tonus schmerzhaft äußert, nicht festzustellen ist.
Durch den durch die Schürze der erfindungsgemäßen Vorrichtung beding­ ten Verschluß der Mundöffnung werden die Weichteile im Rachenraum des Be­ nutzers, hier Gaumensegel und Zäpfchen, vorteilhafterweise nicht zu Schwin­ gungen angeregt, so dass kein Schnarchen zu beobachten ist, zumindest aber das Ausmaß des Schnarchens wesentlich verringert wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann hinzutretend von beiden Geschlechtern, unabhängig vom Alter und Gewicht, benutzt werden.
Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen dem unteren Ende der Schürze und der unteren Seite des querstegartigen Bereichs dem Abstand zwi­ schen der unteren Seite des querstegartigen Bereichs und dem oberen Ende des vorderseitig angeordneten stegartigen Bereichs. Der Abstand zwischen dem un­ teren Ende der Schürze und der unteren Seite des querstegartigen Bereichs kann auch mindestens dem 1,5 bis 2fachen Abstand zwischen der unteren Seite des querstegartigen Bereichs und dem oberen Ende des stegartigen vorderseitigen Bereichs entsprechen und/oder kann je nach Maßverhältnissen von Lippen­ grund zu Zahnhöhe des Benutzers angepaßt werden, so dass bei Überstülpung der erfindungsgemäßen Vorrichtung der bei menschlichem Schlaf sich bildende Spalt zwischen Oberkiefer und Unterkiefer hinreichend verschlossen ist.
Die Haftung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt durch die an den Oberkiefer formmäßig angepasste U-förmige Haube durch Klemmkraft und/ oder durch Unterdruck. Die durch Unterdruck bewirkte Adhäsion der Haube an Ober- oder Unterkiefer und die Klemmkraft reichen bereits aus, dass die erfin­ dungsgemäße Vorrichtung im Schlafzustand im wesentlichen hinreichend orts­ fest, wenn auch lösbar, verbleibt. Die beiden stegartigen Bereiche, die bei­ spielsweise geringfügig zueinander geneigt sind, so dass die von den beiden stegartigen Bereichen gebildete Eintrittsöffnung geringfügig kleiner ist als die Breite der Oberseite bzw Unterseite der querstegartigen Bereiche, ermöglichen eine hinreichende Klemmkraft, die durch Adhäsion unterstützt werden kann.
Mit Hilfe von dem Fachmann bekannten Abformmethoden, die je nach zahnärzlicher Praxis zahnlose oder teilbezahnte Kiefer abzuformen vermögen, kann eine hinreichende Paßgenauigkeit und formmäßige Anpassung der Hauben an Unterkiefer bzw. Oberkiefer ermöglicht werden. Beispielsweise wird mit Hil­ fe der Funktionsformmethode ein Situationsabdruck hergestellt, der mit Gips, Stents oder auch Alginaten auf Metallöffeln genommen wird. Die z. B. anschlie­ ßende Funktionsabformung kann mit beispielsweise einem speziellen Silikonma­ terial erfolgen. Auf Grundlage der Abform kann die erfindungsgemäße Vorrich­ tung hergestellt werden. Als Material wird z. B. hautverträglicher Prothesen­ kunststoff der herkömmlichen Art verwendet. Die zwischen der Unterseite des querstegartigen Bereichs anzuformende Schürze entspricht in Höhe mehr als dem Maß der im Schlaf möglicherweise auftretenden Beabstandung der Zahn­ spitzen von Oberkiefer und Unterkiefer.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich vorzugsweise durch gute Paßform und daher Unauffälligkeit, Formtreue und kosmetische und hygienische Sauberkeit aus, so dass auch weder Geruchsannahme entsteht, noch das Tragegefühl des Benutzers eingeschränkt wird. Ebenso zeichnet sich die erfindungsge­ mäße Vorrichtung durch eine einfache Herstellung aus.
Ausführungsbeispiel
Die Zeichnung zeigt aufgrund der zeichnerischen Vereinfachung in sche­ matischer stark vergrößerter Weise ohne Anspruch auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe eine Ausführungsform ohne Beschränkung der Erfindung auf diese.
Fig. 1 den Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einer Haube 2 und aus der senkrecht zu dem querstegartigen Bereich 4 ausgerichteten wandartigen Fortset­ zung 5, Schürze oder Blende genannt. Die Haube 2 ist der Zahnreihe des Ober­ kiefers des Benutzers formmäßig angepaßt. Im Querschnitt besteht die Haube 2 aus zwei stegartigen Bereichen 3a, 3b, die zueinander geneigt ausgerichtet sind. Die beiden stegartigen Bereiche 3a, 3b liegen bei Stülpung über Oberkiefer der Vorderseite und der Rückseite der Zähne des Oberkiefers des Benutzers fest an, zumindest aber liegen im Falle der zueinander ausgerichteten Neigung der bei­ den stegartigen Bereiche 3a, 3b die dem Zahngrund der Zahnreihe des Oberkie­ fers zugewandten oberen Enden an den Zähnen an.
Die beiden stegartigen Bereiche 3a, 3b sind über den querstegartigen Be­ reich 4 miteinander verbunden. Die beiden stegartigen Bereiche 3a, 3b und der querstegartige Bereich 4 und die Schürze 5 sind als ein Stück aus einem dem Fachmann vertrauten hautverträglichem Prothesenkunststoff hergestellt.
Die Schürze 5 ist quasi die wandartige untere oder der Oberseite des steg­ artigen Bereichs 4 abgewandte Fortsetzung des stegartigen Bereichs 3a, der der Mundöffnung zugewandt ist. Die wandartige ausgebildete Schürze 5 ist in der Draufsicht gekrümmt angeordnet und erstreckt sich in Draufsicht von dem einen hinteren Ende des stegartigen Bereichs 3a zu dem anderen Ende desselben 3a. Die beiden Enden der stegartigen Bereichs 3a können im Bereich der hinteren oder auch vorderen Backenzähne enden.
Die Haube 2 wird über den Oberkiefer gestülpt, bis die Kaufläche der Ba­ ckenzähne bzw. die Schneidfläche der Schneidezähne auf der Oberseite des querstegartigen Bereichs 4 der Haube 2 anliegt. Durch die formmäßig angepaßte Haube 2 wird auch eine Adhäsionswirkung durch Unterdruck erzeugt, die die Klemmkraft der Haube unterstützt. Die Schürze 5 liegt mit ihrer hinteren, der Mundöffnung abgewandten Seite der Vorderseite der Zähne des Unterkiefers dicht an. Das untere Ende der Schürze 5 erstreckt sich nach unten zwischen der Unterlippe und den Zähnen des Unterkiefers annähernd bis zum Lippengrund. Es verbleibt hinreichend Beweglichkeit für gelegentliches Husten, tiefes Durchat­ men oder dergleichen während des Schlafens des Menschen.
Es zeigt sich, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung das Schnarchen verhindert und die Atmung über den Mund-Rachenraum derart vermindert, dass der Benutzer lediglich über den Nasenweg atmet. Andererseits ermöglicht wei­ terhin die erfindungsgemäße Vorrichtung das zuweilen im Schlaf auftretende tiefe Ein- und Ausatmen oder Husten, ohne dass der Benutzer aufwacht. Wei­ terhin zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch die Verwendung von herkömmlichen Prothesenkunststoffen durch hohe Bruchfestigung, gute Paß­ form, hinreichende Formtreue und vorteilhafte kosmetische und hygienische Sauberkeit aus.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum Verhindern des menschlichen Schnarchens in Form einer Haube, die über den Oberkiefer eines Benutzers stülpbar ist und an die Form der Zähne und des Oberkiefers zur haftenden Anlage angepasst ist, wobei
die Haube im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, indem
die Haube zwei stegartige Bereiche (3a, 3b) und einen die stegartigen Bereiche (3a, 3b) verbindenden querstegartigen Bereich (4) aufweist,
der querstegartige Bereich (4) mit einer Wandschürze (5) verbunden ist, die sich senkrecht zu dem querstegartigen Bereich (4) bei Gebrauch in Richtung Unterkiefer eines Benutzers erstreckt und von den Schneidezähnen aus ge­ sehen der Zähne des vestibulären runden Form des Unterkiefers in Rich­ tung der Backenzähnen folgt und daran angepasst ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Übergangsbereich zwischen querstegartigem Bereich und dem bei Gebrauch palatinal gelegenen stegartigen Bereich (3b) labial und inzisial den Unter­ kieferzähnen des Benutzers angepasst und als Kaufläche ausgebildet ist.
2. Vorrichtung zum Verhindern des menschlichen Schnarchens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (2) mit der Wandschürze (5) einstückig ausgebildet ist.
3. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 zum Verhindern des menschlichen Schnarchens.
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