DE19505804A1 - Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens - Google Patents
Vorrichtung zum Verhindern des SchnarchensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern
des Schnarchens.
Bei vielen Menschen, insbesondere bei übergewichtigen,
kommt es beim Schlafen zu einem Schnarchen. Dieses stellt
für andere im gleichen Raum nächtigende Personen eine
starke Belästigung dar. Für den Schnarcher ergeben sich
gesundheitliche Nachteile. Durch die Mundatmung kommt es
zu einem Austrocknen der Schleimhäute, was das Erkäl
tungsrisiko erhöht. In manchen Fällen fällt infolge einer
gestörten unbewußten Muskelkontrolle beim Schlafen der
Zungengrund nach hinten (Wirkung des Musculus stylo-hypo
glossus), was zu einer Verlegung des Schlundeinganges und
damit zu nächtlichen Unterbrechungen der Atmung führen
kann, wodurch Streß mit Bluthochdruckkrisen und Herz
rhythmusstörungen entstehen können.
Zum Verhindern des Schnarchens wurden bereit zahlreiche,
nach unterschiedlichen Prinzipien arbeitende Vorrichtun
gen entwickelt. Da das Schnarchen mit einem Öffnen des
Mundes verbunden ist, wird mit solchen Vorrichtungen
meist versucht, dieses unbeabsichtigte Öffnen des Mundes
zu verhindern. Manche Vorrichtungen versuchen auch nur,
das Schlafen in Rückenlage auszuschließen, weil dabei das
unbeabsichtigte Herunterschwenken des Unterkieferknochens
besonders oft vorkommt. Viele Vorrichtungen sind auch so
gestaltet, daß sie den Schläfer beim Auftreten von
Schnarchgeräuschen wecken. Allen bekannten Vorrichtungen
ist gemeinsam, daß ihre Benutzung lästig ist, so daß sie
meist unterbleibt.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrich
tung zum Verhindern des Schnarchens zu entwickeln, welche
besonders wirkungsvoll wirkt und beim Benutzen möglichst
wenig stört.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Vorrichtung einen nach Art einer orthopädischen Hals
krause ausgebildeten Grundkörper hat, welcher eine beim
Anlegen unter die Kinnlade gelangende und diese in
Schließstellung haltende vordere Abstützfläche und zwei
rückwärtige Abstützflächen aufweist, welche von der Kopf
rückseite her auf jeder Seite des Kopfes gegen den auf
steigenden Ast des Kieferknochens anlegbar sind.
Eine solche Vorrichtung macht von der Erkenntnis Ge
brauch, daß es zum Verhindern des Schnarchens nicht aus
reicht, den Mund geschlossen zu halten, vielmehr auch ein
Verlagern des Unterkieferknochens nach hinten verhindert
werden muß. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung genügt
eine geringe Abstützkraft gegen den Unterkieferknochen
von der Unterseite der Kinnlade her, weil das Nach-Hin
ten-Rutschen des Unterkieferknochens nicht durch das In
einandergreifen der Zähne bei geschlossenem Mund, sondern
durch die rückwärtige Abstützung verhindert wird. Diese
geringe Abstützkraft auf die Unterseite der Kinnlade er
laubt es dem Benutzer, ohne Schwierigkeiten bei angeleg
ter Vorrichtung seinen Mund gegen die Abstützkraft zu
öffnen, insbesondere zum Husten. Weiterhin wird durch
diese geringe Kraft sichergestellt, daß die Hautdurchblu
tung nicht gestört wird. Durch die geringe, den Mund ge
schlossen haltende Abstützkraft eignet sich die erfin
dungsgemäße Vorrichtung auch für Gebißträger.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man in erster
Linie den Ursachen für ein Schnarchen entgegenwirken,
nämlich einem Aufklappen und Nach-Hinten-Rutschen des Un
terkieferknochens (mandibula), verstärkt durch den rela
tiv erhöhten Tonus des Musculus stylo-hypoglossus (Mus
kel, der vom Griffelfortsatz der Schädelbasis zum Zungen
grund zieht) aufgrund einer krankhaften Erschlaffung des
Kaumuskels (Musculus masseter) oder einer zentralnervös
fehlgesteuerten Muskelkontrolle der genannten Muskeln.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird genau wie eine her
kömmliche orthopädische Cervikalstütze zur Halswirbelsäu
lenbehandlung angelegt und kann deshalb mit vergleichbar
geringer Beeinträchtigung getragen werden. Durch die zu
nehmende Bekanntheit solcher orthopädischer Cervikalstüt
zen werden zudem die Hemmungen gegenüber der Benutzung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung abgebaut.
Die Vorrichtung ist optimal gestaltet, wenn die rückwär
tigen Abstützflächen durch zwei in den Grundkörper hinein
gerichtete Wülste gebildet sind, welche jeweils zum Aus
füllen des Raumes zwischen dem aufsteigenden Ast des Kie
ferknochens und dem Kopfnickmuskel bemessen sind.
Die erforderlichen Abstützkräfte können durch die Wahl
des Materials und die Bemessung der Vorrichtung leicht
den individuellen Erfordernissen angepaßt werden, wenn
gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung die Vor
richtung aus einem mittelharten Schaumstoff besteht, der
einen Baumwollüberzug aufweist.
Das Anlegen der Vorrichtung bereitet besonders wenig
Mühe, wenn sie von oben gesehen in etwa hufeisenförmig
ausgebildet ist und ihre offene Seite zum Verschließen
einen Textilhaftverschluß aufweist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine da
von in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend be
schrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung unterhalb
einer Kinnlade eines Benutzers,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung.
In Fig. 1 ist zur Verdeutlichung der Wirkung der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung eine Kinnlade 1 dargestellt, un
ter der die Vorrichtung 2 angeordnet ist, welche den Raum
zwischen oberem Brustbein und Schlüsselbein-Brustbeinge
lenken vollständig mit Material ausfüllt. Diese Vorrich
tung 2 hat einen Grundkörper 3 aus mittelhartem Kunst
stoff, der eine vordere Abstützfläche 4 bildet, die von
unten her mit geringer Kraft gegen die Kinnlade 1 an
liegt. Weiterhin hat der Grundkörper 3 zwei rückwärtige
Abstützflächen, von denen in Fig. 1 eine rückwärtige Ab
stützfläche 5 zu sehen ist. Diese rückwärtige Abstützflä
che 5 liegt von hinten her gegen den aufsteigenden Ast
des Kieferknochens an.
Die Fig. 2 läßt erkennen, daß der Grundkörper 3 der Vor
richtung 2 in etwa hufeisenförmig ausgebildet ist. Nach
hinten zu ist sie nach dem Aufschieben auf den Hals mit
tels eines Textilhaftverschlusses 6 zu verschließen. Zu
sehen ist in Fig. 2 weiterhin, daß die rückwärtige Ab
stützfläche 5 und eine übereinstimmend ausgebildete Ab
stützfläche 7 wulstförmig ausgebildet sind und nach innen
zu vorspringen. Diese rückwärtigen Abstützflächen 5, 6
sind so bemessen, daß sie jeweils den Raum zwischen dem
aufsteigenden Ast des Kieferknochens und dem Kopfnickmus
kel des Menschen ausfüllen. Sie brauchen deshalb nur mit
geringer Kraft gegen die entsprechenden Bereiche des
Kopfes anliegen, so daß die Hautdurchblutung nicht ge
stört wird.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens, dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen nach Art einer orthopädi
schen Halskrause ausgebildeten Grundkörper (3) hat, wel
cher eine beim Anlegen unter die Kinnlade (1) gelangende
und diese in Schließstellung haltende vordere Abstützflä
che (4) und zwei rückwärtige Abstützflächen (5, 7) auf
weist, welche von der Kopfrückseite her auf jeder Seite
des Kopfes gegen den aufsteigenden Ast des Kieferknochens
anlegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die rückwärtigen Abstützflächen (5, 7) durch zwei in
den Grundkörper (3) hinein gerichtete Wülste gebildet
sind, welche jeweils zum Ausfüllen des Raumes zwischen
dem aufsteigenden Ast des Kieferknochens und dem Kopf
nickmuskel bemessen sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie aus einem mittelharten Schaumstoff
besteht, der einen Baumwollüberzug aufweist.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie von oben gesehen
in etwa hufeisenförmig ausgebildet ist und ihre offene
Seite zum Verschließen einen Textilhaftverschluß (6) auf
weist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DE19505804A1 true DE19505804A1 (de) | 1995-08-24 |
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| DE19505804A Withdrawn DE19505804A1 (de) | 1994-02-22 | 1995-02-21 | Vorrichtung zum Verhindern des Schnarchens |
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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| DE (2) | DE9402884U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1994
- 1994-02-22 DE DE9402884U patent/DE9402884U1/de not_active Expired - Lifetime
-
1995
- 1995-02-21 DE DE19505804A patent/DE19505804A1/de not_active Withdrawn
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| US8733362B2 (en) | 2008-02-18 | 2014-05-27 | Ann-Christine Krook | Anti-snore device |
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| RU2551924C2 (ru) * | 2013-12-24 | 2015-06-10 | Галина Калистратовна Панкратова | Шейный корсет |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE9402884U1 (de) | 1994-04-14 |
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Legal Events
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