DE19904048C1 - Flächenmuster aus kantenverformten hexagonalen Bausteinen - Google Patents
Flächenmuster aus kantenverformten hexagonalen BausteinenInfo
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Abstract
Die Erfindung beschreibt einen Satz oder eine Mehrzahl von 14 verschiedenen Bausteinen, die verschiedenartige Flächentypen, insbesondere verschiedene Farben, aufweisen, zwischen denen eine Grenzlinie verlaufen kann, und die puzzleartig zu einem Flächenmuster zusammengesetzt werden können. Die Form der einzelnen Bausteine geht aus regelmäßigen Sechsecken hervor, deren Kanten auf bestimmte Weise verformt werden. Die Form und Anzahl der verschiedenen Kanten wird auf der Grundlage eines mathematischen Modells aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins eines Farbübergangs bzw. einer Grenzlinie zum benachbarten Baustein bestimmt. Auf diese Weise werden 8 verschiedene Kanten erzeugt, zwischen denen 6 Paarbildungen möglich sind. Die erfindungsgemäßen Bausteine erzwingen beim Zusammenfügen korrektes Anlegen, so daß eine Vielfalt von möglichen Flächenmusterungen erzeugt werden kann. Die Erfindung kann als Puzzlespiel oder als Flächenbelag verwendet werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrzahl von flächigen Bau
steinen, aus denen durch lückenloses Aneinanderfügen ein Flä
chenmuster formbar ist. Die einzelnen flächigen Bausteine
werden auf der Grundlage eines mathematischen Modells aus
hexagonalen Grundformen durch Verformen der Kanten gebildet.
Die Erfindung kann sowohl als Puzzlespiel als auch als Belag
für eine Fläche verwendet werden.
Gewöhnliche Puzzle-Spiele zeichnen sich dadurch aus, daß die
einzelnen Bausteine nach einem einzigen richtigen System zu
sammengesetzt werden, um als Lösung ein Bild zu erhalten. Da
es keinerlei Variierungsmöglichkeit gibt, werden solche Puz
zle-Spiele zumeist nur einmal verwendet. Es sind jedoch seit
langem auch solche Anlege- oder Puzzle-Spiele bekannt gewor
den, die aus einem Satz unterschiedlicher Bausteine bestehen,
die auf unterschiedlichen Wegen zur Bildung unterschiedlicher
Formen oder Muster aneinandergefügt werden können. Unter die
sen ist beispielsweise das bereits seit langem bekannte Domi
no-Spiel, dessen ursprüngliche Form aus einem Satz regelmäßi
ger Sechsecke besteht, die jeweils in sechs gleich große Um
fangsabschnitte unterschiedlicher Farbgebung und unterschied
licher Reihenfolge der Farbgebung unterteilt sind und den
Farben entsprechend aneinandergelegt werden müssen.
Bei einem anderen Domino-Spiel gemäß der US-PS 1,362,318 ist
auf den sechs Umfangsabschnitten jeweils eine Anzahl Punkte
von 1 bis 6 aufgedruckt und das Ziel ist es, die Domino-
Bausteine derart aneinanderzulegen, daß die Gesamtpunktzahl
der Umfangsabschnitte benachbarter Dominosteine die Zahl 7
ergibt.
Diese Domino-Spiele sind zwar als Wettspiele zwischen zwei
oder mehr Personen geeignet und bieten im Gegensatz zum ge
wöhnlichen Puzzle eine variable Spielentwicklung. Das sich
bildende Muster ist jedoch nicht flächig sondern schreitet
entlang einer womöglich gewundenen und verzweigten Linie
voran. Die entstehenden farbigen Muster sind weiterhin mehr
oder weniger zufällig, da sie keinerlei Ordnungsprinzip
unterliegen. Gegenüber dem gewöhnlichen Puzzle besteht im
übrigen ein Nachteil darin, daß die entstehenden
Flächenmuster nicht gegen Verrutschen gesichert sind.
Ferner ist aus Neuseeland ein Spiel namens Tantrix bekannt
geworden, welches aus einem Satz von 56 hexagonalen Bau
steinen besteht, die in unterschiedlicher Weise mit Linien
aus vier verschiedenen Farben bedruckt sind und aus denen
durch flächiges Aneinanderlegen und damit Verbinden der
Linien komplexe Farbmuster erzeugbar sind. Auch diese gebil
deten Flächenmuster sind jedoch infolge der in ihrer äußeren
Form unveränderten regelmäßigen Sechsecke nicht gegen Ver
rutschen gesichert.
Weiterhin sind jedoch auch solche Puzzle-Spiele bekannt,
deren Bausteine aus hexagonalen Grundformen durch Modifi
zieren oder Verformen von deren äußeren geraden Kanten her
vorgegangen sind. Ein solches Spiel ist beispielsweise aus
der US-PS-5,481,841 bekannt. Es besteht aus einem Satz von
acht verschiedenen achsensymmetrischen Bausteinen, die
dadurch geformt werden, daß drei hintereinanderliegende
Kanten eines regelmäßigen Sechsecks durch bestimmte asymme
trische und gebogene Kantenverläufe ersetzt werden und das
entstehende Gebilde auf die gegenüberliegenden Sechseckkanten
gespiegelt wird. Mit diesen Bausteinen ist ein flächiges
Zusammenfügen eines Musters möglich, welches gegen Ver
rutschen gesichert ist. In dieser Druckschrift wird auch
erwähnt, daß die Bausteine verschiedenfarbig ausgeführt sein
können, so daß durch Aneinanderfügen dieser Bausteine ein
farbiger Flickenteppich erzeugt werden kann. Es wird jedoch
keine technische Lehre dafür gegeben, wie die Bausteine geformt sein
müssen, damit geordnete und ästhetisch ansprechende Farbstrukturen
des Flä
chenmusters durch Aneinanderfügen der Bausteine gezielt her
beigeführt werden können.
Es ist dementsprechend Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Satz oder eine Mehrzahl von Bausteinen anzugeben, bei
welchem durch Aneinanderfügen der einzelnen Bausteine in ge
zielter Weise geordnete und ästhetisch ansprechende Struk
turen erzeugt werden.
Die Erfindung beschreibt zur Lösung dieser Aufgabe einen Satz
oder eine Mehrzahl von 14 verschiedenen Bausteinen, die ver
schiedenartige Flächentypen, insbesondere verschiedene Farben
und/oder Oberflächen (z. B. Strukturen/Materialien) und/oder
zwischen den Flächentypen verlaufende Grenzlinien aufweist,
und die puzzleartig zu einem Flächenmuster zusammengesetzt
werden können. Die Form der einzelnen Bausteine geht aus re
gelmäßigen Sechsecken hervor, deren Kanten auf bestimmte Wei
se verformt werden. Die Form und Anzahl der verschiedenen
Kanten wird auf der Grundlage eines mathematischen Modells
aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins eines
Farb-/Typenübergangs und/oder einer Grenzlinie zum benachbar
ten Baustein bestimmt. Auf diese Weise werden 8 verschiedene
Kanten erzeugt, zwischen denen 6 Paarbildungen möglich sind.
Die erfindungsgemäßen Bausteine erzwingen beim Zusammenfügen
korrektes Anlegen, so daß eine Vielfalt von denkbaren Flä
chenmusterungen erzeugt werden kann, denen eine geordnete in
nere Struktur gemeinsam ist. Die Erfindung kann als Puzzle
spiel oder als Flächenbelag verwendet werden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe somit dadurch, daß
die äußere Gestaltung der einzelnen Bausteine in bestimmter
Weise mit ihrer Oberflächengestaltung verknüpft wird. Diese
Verknüpfung wird durch das besagte mathematische Modell be
stimmt. Demzufolge existieren genau 14 verschiedene Bau
steine, die aus regelmäßigen Sechsecken durch Verformen von
deren Sechseckkanten hervorgehen. Ferner gibt es genau 8 ver
schiedene Kantenformen und genau 6 mögliche Paarbildungen
zwischen diesen. Die Kantenformen korrespondieren mit dem
jeweiligen (farbigen) Oberflächenübergang und/oder der Ein
zeichnung der Grenzlinie auf ihnen, so daß beim Zusammen
setzen ein sogenanntes korrektes Anlegen erzwungen wird, also
ein solches Anlegen, bei welchem sich eine geordnete Struktur
von selbst ergibt. Auf diese Weise wird erreicht, daß beim
Zusammensetzen eine Vielfalt von geordneten Flächenmustern
von selbst erzeugt wird.
Im folgenden wird die Erfindung und insbesondere das ihr
zugrundeliegende mathematische Modell und ein Ausführungs
beispiel für die Formgebung der Kanten im Zusammenhang mit
den Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein beliebig mit zwei Farben gefärbtes Sechseck-
Wabenraster;
Fig. 2 ein zweifarbiges Sechseck-Wabenraster mit einer
durchgezogenen Grenzlinie;
Fig. 3 die 14 Sechseck-Klassen mit der Einzeichnung der Grenz
linie und der den Farbwechsel anzeigenden Binärzahl (0, 1);
Fig. 4 die durch die Zeichnungen der Grenzlinie bestimmten 8
Arten von Sechseckseiten;
Fig. 5 die Seitenbelegung der 14 Sechseckarten;
Fig. 6 die 6 einzig möglichen Paarbildungen;
Fig. 7 eine graphische Darstellung der möglichen Übergänge;
Fig. 8 die 8 verschiedenen Kantenformen;
Fig. 9A und B die 14 verschiedenen Bausteine in beispielhafter
Formgebung;
Fig. 10 ein durch Aneinanderlegen einer bestimmten Anzahl Bau
steine erzeugtes Flächenmuster.
Das mathematische Modell, auf welchem die vorliegende Erfin
dung beruht, geht davon aus, daß - wie dargestellt in Fig. 1 -
ein Sechseckraster nach Art einer Landkarte mit zwei ver
schiedenen Farben ausgefüllt ist. Für jede einzelne Sechseck
kante eines Sechsecks kann eine eindeutige Aussage darüber
gemacht werden, ob zu dem jeweils direkt gegenüberliegenden
Sechseck ein Farbwechsel stattfindet oder nicht. Dies kann
mit den Binärzahlen
0: kein Farbwechsel und
1: Farbwechsel.
gekennzeichnet werden.
0: kein Farbwechsel und
1: Farbwechsel.
gekennzeichnet werden.
Die Nachbarschaftsbeziehung eines Sechsecks zu seinen sechs
Nachbarn kann somit durch eine sechsstellige Binärzahl ge
kennzeichnet werden, in der jede einzelne Binärstelle einer
bestimmten Sechseckkante zugeordnet ist. Beispielsweise ent
spricht die erste Binärstelle der oberen Sechseckkante und
die weiteren Binärstellen entsprechen fortfahrend im Uhr
zeigersinn den weiteren Sechseckkanten.
Gemäß der im Anhang enthaltenen Tabelle 1 gibt es 14 ver
schiedene Arten von Bausteinen oder Chips, die dadurch ent
stehen, daß man die 64 Binärzahlen der Länge 6 Bit so ein
teilt, daß jeweils zwei Binärzahlen dann zu der gleichen
Klasse gehören, wenn sie durch eine zyklische Verschiebung
ineinander überführt werden können. Eine zyklische Verschie
bung entspricht demnach lediglich einer Drehung eines Sechs
ecks, durch welche das Sechseck sich qualitativ nicht verän
dert.
Wenn man nun - wie in Fig. 2 - den Farbwechsel im Wabenraster
durch eine durchgezogene Grenzlinie unterstreicht, dann wird
durch die Zeichnung dieser Grenzlinie auf dem einzelnen
Sechseck seine Zugehörigkeit zu einer der 14 Nachbarschafts
klassen festgelegt.
In Fig. 3 sind die 14 Sechseck-Klassen im Bild dargestellt,
wobei auf jedem Baustein die Grenzlinie eingezeichnet ist,
die sich ergibt je nachdem, ob zu dem benachbarten Sechseck
Farbwechsel stattfindet oder nicht. Zusätzlich ist an jeder
Seite das Nachbarschaftsverhältnis zu dem benachbarten Sechs
eck mit der entsprechenden Binärzahl (0, 1) gekennzeichnet.
Durch die bis hierher beschriebenen Bausteine in reiner
Sechseckform mit den angegebenen 14 verschiedenen Einzeich
nungen der Grenzlinie ließen sich nun alle zweifarbig färb
baren Landkarten legen. Sie hätten aber den Nachteil, daß zum
einen die Formen zu leicht verrutschen würden, und zum ande
ren, daß Legefehler oft erst viel später entdeckt werden wür
den.
Deshalb wird eine weitere Eigenschaft der 14 Sechseck-Klassen
genutzt: Durch die Ausbildung der Zeichnung einer einzelnen
Sechseckseite eines Bausteins ist eindeutig das Nachbar
schaftsverhältnis an dieser Seite
zum Sechseck rechts gegenüber,
zum Sechseck direkt gegenüber und
zum Sechseck links gegenüber
festgelegt.
zum Sechseck rechts gegenüber,
zum Sechseck direkt gegenüber und
zum Sechseck links gegenüber
festgelegt.
Und zwar sind für eine Sechseckseite alle 8 Beziehungen mög
lich, die durch die im Anhang aufgeführte Tabelle 2 mit den
Buchstaben A-H belegt werden. Wie in Fig. 4 gezeigt ist,
kommen entsprechend bei allen 14 Sechseck-Arten genau 8 ver
schiedene Arten von Sechseck-Seiten vor.
Fig. 5 zeigt die Belegung der Seiten der 14 Sechseck-Arten
mit den Seitentypen A-H.
Bei jeder der 14 Sechseck-Klassen ist durch den Typ einer
Seite vollständig der Typ der angrenzenden Seite des Nachbar-
Sechsecks direkt gegenüber festgelegt. Und zwar sind nur die
in Fig. 6 gezeigten 6 Paarbildungen möglich. Durch eine geeig
nete puzzle-artige Ausbildung der Sechseck-Seiten läßt sich
also erreichen, daß - einer 2-dimensionalen Syntax ähnlich -
korrektes Anlegen erzwungen wird. Außerdem ergibt sich der
Effekt, daß die gelegten Flächenmuster gegen Verrutschen ge
sichert sind.
Die möglichen Übergänge von einer Seite zur Nachbarseite im
Uhrzeigersinn sind durch den Graphen in Fig. 7 dargestellt.
Die 8 Seiten-Typen müssen also derart gewählt werden, daß sie
durch die 6 Paarbildungen paarweise aneinandergesetzt werden
können. Für die Ausbildung dieser 8 Seiten-Typen gibt es im
Prinzip eine unendliche Vielfalt von Möglichkeiten. In Fig. 8
ist die verformte Sechseckkante sowie der ursprüngliche Ver
lauf der zwei anliegenden Sechseckkanten dargestellt; eben
falls eingezeichnet ist die auf dem jeweiligen Baustein auf
gedruckte oder aufgemalte Grenzlinie.
Die Verwendung der Kanten nach Fig. 8 führt zu den Baustein
formen gemäß Fig. 9A, in der die Bausteine 1 bis 14 in voll
ständigem Zustand dargestellt ist. Es soll nochmals betont
werden, daß die hier gewählten Kantenformen gemäß Fig. 8
nicht zwingend sind. Die Freiheit bei der Festlegung der
Chip-Kanten liegt allerdings einzig und allein in der Formge
bung der Kanten-Typen A-H, und hier ist die eine Hälfte
durch die andere festgelegt:
- - die punktsymmetrischen Typen A, D, F, G sind durch jeweils eine Kantenhälfte festgelegt und
- - B und E bez. C und H bestimmen sich gegenseitig.
Zur Verdeutlichung sind in Fig. 9B die Bausteine 1 bis 14 auf
der Grundlage abgewandelter Kantenformen A-H dargestellt.
In Fig. 10 ist beispielhaft ein Flächenmuster dargestellt,
welches durch Zusammensetzen einer beliebigen Anzahl von Bau
steinen erhalten wurde.
An die Genauigkeit der Kantenausprägung bestehen relativ hohe
Anforderungen, da im Gegensatz zum üblichen Puzzle eine Kante
ja nicht nur zu derjenigen Kante, aus der sie herausgeprägt
wird, passen muß, sondern auch zu anderen komplementären Kan
tenformen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Grenzlinie
zur optischen Trennung von verschiedenen Flächentypen verwen
det. Die Flächen dies- und jenseits der Grenzlinie können
dann die gleiche Farbe oder verschiedene Farben aufweisen.
Auf die Grenzlinie kann jedoch im Prinzip auch verzichtet
werden; werden dann zwei Bausteine unterschiedlicher Farbe
aneinander gelegt, dann ist die Grenze identisch mit der Kan
te der Bausteine.
Allen mit der vorliegenden Erfindung erzeugten Flächenmustern
ist eine starke innere Struktur gemeinsam. Sie sind somit
symbolisch für komplexe Vorgänge in der realen Welt, die in
vielen wissenschaftlichen Disziplinen gegenwärtig untersucht
werden. Das hier vorgestellte Spiel könnte Symbol sein etwa
für die Entstehung der Formen in der Welt oder für die syn
taktischen Regeln, denen beispielsweise der Bauplan für ein
Gen unterliegt.
In bezug auf Anwendungen kann die vorliegende Erfindung zum
Beispiel als Domino-Spiel nach sinngemäß abgewandelten Spiel
regeln eingesetzt werden. Als Wettspiel für zwei Spieler kann
die Erfindung zum Beispiel nach folgenden Regeln verwendet
werden: Beide Spieler verwenden verschiedene Chip-Farben, und
es wird abwechselnd angelegt. Dabei darf ein Land jeweils nur
aus Chips einer Farbe bestehen und bei jedem Übergang über
eine Grenzlinie muß ein Wechsel zur anderen Farbe statt
finden. Sieger ist, wer zum Schluß das Land mit den meisten
Chips besitzt.
Die Erfindung kann im übrigen als reines Puzzle-Spiel verwen
det werden, wobei die Freude an entstehenden Formen im Vor
dergrund steht. Das in Fig. 2 dargestellte Flächenmuster ist
beispielsweise durch einen Zufallsprozeß entstanden.
Ferner ist die Erfindung als Baukasten nutzbar, wobei mit be
liebig vielen Farben Bilder und Muster gelegt werden können.
Außerdem eignen sich die Chip-Formen auch gut für die bau
liche Gestaltung von Wand- und Bodenflächen, etwa als Kacheln
oder Verbund-Pflastersteine.
Claims (7)
1. Mehrzahl oder Satz von flächigen Bausteinen, aus denen
durch lückenloses Aneinanderfügen ein Flächenmuster formbar
ist, wobei
(000) (A); (100) (B); (010) (C); (110) (D); (001) (E); (101) (F); (011) (G); (111) (H) für eine Sechseckkante resultieren, und
- - das Flächenmuster verschiedenartige Flächentypen aufweist,
die durch
über das Flächenmuster verlaufende Grenzlinien und/oder durch unterschiedliche Farbgebung, Struktur oder sonstige Merkmale voneinander unterscheidbar sind, und - - die flächigen Bausteine dadurch gebildet werden, daß die sechs Kanten eines regelmäßigen Sechsecks auf bestimmte Weise verformt werden,
- - genau 14 verschiedenartige Bausteine in dem Satz enthalten sind und diese dadurch gebildet werden,
- - indem die Verformung jeweils einer der sechs Kanten eines Bausteins dadurch bestimmt wird, ob
- - bei einem Übergang zu einem anderen Baustein, der der linksseitig angrenzenden Kante gegenüberliegt,
- - bei einem Übergang zu einem anderen Baustein, der der zu verformenden Kante gegenüberliegt,
- - bei einem Übergang zu einem anderen Baustein, der der rechtsseitig angrenzenden Kante gegenüberliegt,
(000) (A); (100) (B); (010) (C); (110) (D); (001) (E); (101) (F); (011) (G); (111) (H) für eine Sechseckkante resultieren, und
- - die Kantenformen jeweils paarweise durch die folgenden 6
Paarbildungen zusammenfügbar sind:
(100)-(001) B-E
(000)-(000) A-A
(101)-(101) F-F
(010)-(111) C-H
(110)-(110) D-D
(011)-(011) G-G.
2. Mehrzahl von flächigen Bausteinen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die auf zwei zusammenfügbaren Kantenformen eingezeichnete Grenzlinie oder die Grenze zwischen den Flächentypen im zusammengefügten Zustand einen kontinuierlichen oder bündigen Verlauf aufweist.
3. Mehrzahl von flächigen Bausteinen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - durch Formung von Vorsprüngen und Ausnehmungen jeweils ein Kantenverlauf erzeugt wird, der ein formschlüssiges Zusammen halten von Bausteinen sicherstellt.
4. Mehrzahl von flächigen Bausteinen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Bausteine entsprechend den möglichen Belegungen ihrer Kanten mit "Flächentyp bleibt konstant" (0) oder "Flächentyp ändert sich" (1) und unter Zusammenfassung der durch Rotation der Bausteine ineinander überführbaren Belegungen in 14 Klas sen einteilbar sind.
5. Flächenmuster, welches aus einer Anzahl von Bausteinen
nach Anspruch 1 zusammengefügt ist.
6. Puzzlespiel mit einer Mehrzahl von flächigen Bausteinen
nach Anspruch 1.
7. Mosaik, welches aus einer Anzahl von Bausteinen nach
Anspruch 1 zusammengefügt ist.
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| AU3959300A (en) | 2000-08-25 |
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HINDERER, WOLFGANG, 76133 KARLSRUHE, DE COMPUTERHI |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
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