DE19855215A1 - Verfahren zum Entfernen von Wasser aus einer Papier- oder Kartonbahn mittels Preßung, und Papier- oder Kartonmaschine - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von Wasser aus einer Papier- oder Kartonbahn mittels Preßung, und Papier- oder KartonmaschineInfo
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Description
Diese Anmeldung ist eine teilweise Fortsetzung der am 3. Oktober
1996 eingereichten US-Anmeldung Nr. 08/725413.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Entfernung von Wasser aus einer Papier- oder Kartonbahn und zur
Leitung der Bahn in einer geschlossenen Führung von einem
Formungssieb oder Transfersieb des Bahnformers zu einer
Pressenpartie und durch einen oder mehrere
Entwässerungspreßspalte in der Pressenpartie.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich zudem auf eine Papier- oder
Kartonmaschine mit einer Anzahl von aufeinanderfolgend
eingerichteten Preßzonen. In einer Papiermaschine wird eine
Papierbahn - ausgehend von dem Formungssieb in der Formungs- oder
Siebpartie der Papiermaschine oder einem Transfersieb, auf
dem die Bahn von dem Formungssieb transferiert worden ist - in
eine erste der Preßzonen in einer geschlossenen Führung
transferiert, wobei die zu pressende Papierbahn anschließend
zwischen den unterschiedlichen Zonen in der Pressenpartie in
einer gestützten und geschlossenen Führung transferiert wird.
Die Papierbahn wird nach einer letzten der Preßzonen in der
Laufrichtung der Bahn in einer geschlossenen Führung zu der
Trocknerpartie der Papiermaschine transferiert, wenngleich es
auch möglich ist, unter bestimmten Umständen eine offene Führung
vorzusehen. Andererseits kann - bei einer Anwendung in einer
Kartonmaschine mit einer Kartonbahn - die Kartonbahn in einer
geschlossenen Führung oder, in einer Alternative, nach Wunsch
nach dem Langspalt in einer offenen Führung durch jede Partie
der Maschine transferiert werden.
Steigende Laufgeschwindigkeiten von Papier- und Kartonmaschinen
schaffen neue zu lösende Probleme, welche Probleme meist auf die
Lauffähigkeit der Maschine bezogen sind. Derzeit werden
Laufgeschwindigkeiten von bis zu etwa 1600 Meter pro Minute in
Papiermaschinen angewendet. Bei diesen Laufgeschwindigkeiten
arbeiten die sogenannten geschlossenen Pressenpartien, die eine
kompakte Kombination von Preßwalzen aufweisen, die um eine
glattflächige Mittelwalze eingerichtet sind, zum größten Teil
immer noch zufriedenstellend. Als Beispiel dieser Pressenpartien
sei auf die derzeitigen Sym-Press II™- und Sym-Press O™-Pressen
partien der Anmelderin verwiesen.
Es ist ein anerkanntes Prinzip im Stand der Technik, daß eine
durch Pressung stattfindende Entwässerung vorteilhafter ist als
eine Entwässerung durch Verdampfung, und zwar im Lichte einer
Energieeinsparung. Aus diesem Grunde ist versucht worden, eine
maximale Wassermenge aus der Bahn durch Pressung zu entfernen,
damit der durch Verdampfung zu entfernende Wasseranteil so
gering wie möglich gemacht werden kann. Steigende
Laufgeschwindigkeiten von Papier- und Kartonmaschinen
verschaffen jedoch neue bislang ungelöste Probleme speziell in
einer durch Pressung stattfindenden Entwässerung, da die
Druckimpulse, die durch eine solche Entwässerung durch Pressung
beispielsweise in Preßspalten ausgeübt werden, nicht ausreichend
mittels aus dem Stand der Technik bekannter Einrichtungen erhöht
werden kann, wobei noch dazu aufgrund großer Geschwindigkeiten
die Spaltdauern unzureichend kurz sind und andererseits der
Spitzendruck der Kompression in dem Spalt nicht über eine
bestimmte Grenze erhöht werden kann, ohne die Struktur der Bahn
zu zerstören.
Mit steigenden Laufgeschwindigkeiten von Papiermaschinen werden
zudem Probleme einer Lauffähigkeit einer Papiermaschine mit
größerem Nachdruck manifestiert, da eine Bahn mit einem größeren
Wasseranteil und einer geringeren Festigkeit einem übermäßig
großen und plötzlichen Kompressionsdruckimpuls oder den durch
hohe Geschwindigkeiten erzeugten dynamischen Kräften nicht
standhält, sondern vielmehr Bahnrisse und andere Störungen in
dem Betrieb der Papiermaschine auftreten und Stillstände
verursachen. In modernen Papiermaschinen betragen die Kosten
einer Stillstandzeitdauer heutzutage 50 000 finnische Mark (FIM)
pro Stunde (etwa 11 000 Dollar), die sich auf beachtliche Beträge
aufaddieren.
Weitere Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten
Siebteile und Pressenpartien schließen die Erfordernis von
Saugenergie der gewöhnlich darin verwendeten Saugwalzen und die
sich aus den Saugwalzen ergebenden Geräuschprobleme ein.
Überdies sind Saugwalzen mit ihren perforierten Mänteln,
Innensaugkästen, Verschleißdichtungen und weiteren
Sauganordnungen mit großen Kosten verbundene Komponenten, die
eine wiederholte Wartung benötigen und reichlich Energie
verbrauchen. Als ein Beispiel sei erwähnt, daß in einer
Kartonmaschine mit einer Breite von etwa 6 Metern die Kosten für
Saugenergie einer Saugwalze bei etwa 1 Million FIM pro Jahr
(220 000 Dollar) liegen. Zusätzlich zu den oben erwähnten
Nachteilen wird die Effizienz der aus dem Stand der Technik
bekannten Saugwalzen insbesondere bei großen
Bahngeschwindigkeiten signifikant verringert, da die Saugkraft
nicht ausreichend Zeit hat, in der erwünschten Weise durch die
langen Perforationen in dem relativ dicken Mantel der Saugwalze
auf die Bahn zu wirken.
In den aus dem Stand der Technik bekannten Pressenpartien wird
die Bahn oftmals von dem Formungssieb in den ersten Preßspalt
geleitet, und zwar auf einem Abnahmefilz, der auch als ein
Preßgewebe arbeitet, das signifikante Mengen an Wasser in dem
ersten Preßspalt aufnimmt, welcher entweder ein Walzenspalt oder
ein Langspalt ist. In dem ersten Preßspalt ist es oftmals
notwendig, einen relativ großen Kompressionsdruck anzuwenden und
große Wassermengen handzuhaben, wobei es einer der sich daraus
ergebenden Nachteile ist, daß die äußere Fläche des Preßfilzes
dazu neigt, verschmutzt zu werden, wobei deren poröse
Faserstruktur dazu neigt, teilweise verstopft zu werden. Es ist
versucht worden, diese Verstopfung mittels effizienter
Filzkonditioniervorrichtungen zu verhindern, die allerdings
ziemlich kostspielige raumaufwendige Komponenten sind, die
reichlich Energie verbrauchen.
Neuerdings sind sogar Geschwindigkeiten so groß wie etwa 40
Meter pro Sekunde (2400 Meter pro Minute) als Geschwindigkeiten
von Druckpapiermaschinen verwendet worden. Anwendungen bei solch
großen Geschwindigkeiten bereiten insbesondere in breiten
Maschinen immer schwieriger zu lösende Probleme, von welchen
Problemen die wichtigsten eine Lauffähigkeit und eine adäquate
Entwässerungsfähigkeit der Maschine bei einer großen
Bahngeschwindigkeit sind. Gleichermaßen ist in Kartonmaschinen
(Basisgewicht der Bahn ist größer als etwa 100 g/m2) versucht
worden, die vorhandenen Bahngeschwindigkeiten (etwa d bis etwa
15 Meter pro Sekunde) auf das Niveau von etwa 15 bis 25 Meter
pro Sekunde zu erhöhen.
Wichtige Nachteile der in den aus dem Stand der Technik
bekannten Pressenpartien verwendeten Preßfilze schließen den
Effekt einer Wiederbenässung der Bahn und die Tendenz einer
Verunreinigung ein, da insbesondere, wenn die Preßfilze durch
einen Hochdruckspalt oder durch Spalte verlaufen, Schmutzstoff-
Partikel von dazu neigen, an den Preßgeweben anzukleben und
anzuhaften. Aus diesem Grunde wird der Betrieb der Preßgewebe
gestört, wobei deren Reinigung effiziente
Konditioniervorrichtungen erfordert, die einen beträchtlichen
Energiebetrag verbrauchen.
Überdies werden in Hochdruckpreßspalten die aus dem Stand der
Technik bekannten porösen Preßfilze einem intensiven Verschleiß
und einer Verformung unterworfen, so daß die Filze ziemlich
häufig ausgewechselt werden müssen, was die Kosten bis zu einem
beträchtlichen Ausmaß steigert.
Bezüglich des Standes der Technik, der der vorliegenden
Erfindung am nächsten kommt, sei das folgende erwähnt.
In konventionellen Kartonmaschinen ist eine mit einem eigenen
Gewebeumlauf versehene Vorpresse angewendet worden, in welcher
Vorpresse (sogenannte Siebpresse) die Linearlast für Siebe von
einer Größenordnung von etwa 15 kN/m bis etwa 20 kN/m und für
Preßfilze von etwa 40 kN/m bis etwa 50 kN/m ist. Eine
Betriebserfahrung mit solchen herkömmlichen Kartonmaschinen ist
von Siebpressen insbesondere mit Papiergüten mit einem
Basisgewicht erhalten worden, das größer als etwa 80 g/m2 ist.
Überdies sind mehrere verschiedene Pressen, die mittels einer
Abnahmesaugwalze arbeiten, in Anwendung gewesen, und zwar
beispielsweise in Maschinen, die ein Kraftpapier herstellen.
Bezüglich dieser und dem Rest des Standes der Technik, der der
vorliegenden Erfindung am nächsten liegt, sei auf die laufende
finnische Patentanmeldung Nr. 905798 der Anmelderin und auf die
entsprechende europäische Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 0
487 483 A1 und dem US-Patent Nr. 5389205 (auf welches hiermit
bezug genommen sei) verwiesen. In den Fig. 6A, 6B und 6C in
diesen Anmeldungen und dem US-Patent ist die Anwendung eines
sogenannten Siebpreßspalts veranschaulicht, wobei mittels dieses
Siebpreßspalts, der in Verbindung mit der Bahn eingerichtet ist,
der Trockenfeststoffanteil der Bahn von etwa 10% bis etwa 20%
erhöht wird. Die Siebspalte sind vorzugsweise Spalte, die Wasser
in zwei Richtungen entfernen, und zwar entweder als ein
Walzenspalt, der mit zwei gegenüberliegenden Preßgeweben (Fig.
6A in diesen Veröffentlichungen), als ein mit einem oberen
Preßfilz (Fig. 6B) versehener Langspalt oder als ein
bandgespannter Spalt, in welchem ein oberes Preßgewebe (Fig. 6C)
vorgesehen ist, d. h. beide mit der Bahn in Eingriff befindliche
Preßgewebe sind signifikant wasseraufnehmend. Nach den
Siebspalten wird die vorgepreßte Bahn zu den jeweiligen
Abnahmepunkten geleitet, in welchen sie mittels der Saugung der
Abnahmewalze zu der unteren Fläche eines oberen
Abnahmepreßfilzes transferiert und anschließend darauf in den
nächsten Spalt getragen wird, der entweder ein Langspalt oder
ein Walzenspalt ist.
Eine Siebspaltanordnung, die im wesentlichen der
vorbeschriebenen gleicht, ist auch in der internationalen
Patentanmeldung WO 94/29519 (Anmelderin ist Valmet-Tampella
Inc.), auf welche Veröffentlichung im Stand der Technik bezug
genommen ist.
In den aus dem Stand der Technik bekannten Siebpressen ist es
generell als notwendig angesehen worden, daß die Entwässerung in
den Siebspalten in zwei Richtungen stattfindet, d. h. auch in
Richtung auf das obere Preßgewebe. Eine Ausnahme von dieser
Regel besteht bei sogenannten Klumpen-Brechern, die in
Kartonmaschinen in der aus dem Stand der Technik bekannten Weise
verwendet werden und die auch ohne ein Preßgewebe verwendet
werden können. Wie aus dem Stand der Technik bekannt, ist ein
Klumpen-Brecher in Verbindung mit einer Siebsaugwalze plaziert,
um einen Siebspalt zu bilden, der den Trockenfeststoffanteil der
Bahn um lediglich ein paar Prozenteinheiten erhöht, wobei es die
Hauptfunktion dieser Walze ist, die Eigenschaften der oberen
Fläche der Kartonbahn zu verbessern und ein Aufführen der Bahn
zu erleichtern. Oftmals wird als Klumpen-Brecher eine mit einer
elastischen Gummibeschichtung versehene glatte Walze verwendet,
deren Durchmesser etwa 600 bis etwa 800 mm beträgt, wobei die
Linearlast in dem Spalt maximal etwa 30 kN/m ist.
Ferner sei bezüglich des mit der vorliegenden Erfindung
verwandten Standes der Technik auf die europäische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 0359696 A2 der Beloit Corp.
verwiesen, in welcher ein in Verbindung mit einem Formungssieb
plazierter Walzenspalt beschrieben ist, welcher Spalt mit zwei
Preßfilzen versehen ist, so daß der untere Preßfilz um eine
innerhalb der Formungssiebschleife plazierte untere Preßwalze
eingerichtet ist und die obere Preßsaugwalze innerhalb der
oberen Filzschleife eingerichtet ist. An der oberen
Preßsaugwalze wird die Bahn von dem Formungssieb auf die untere
Fläche des wasseraufnehmenden Preßfilzes und anschließend weiter
als ein horizontaler Lauf in den ersten Langspalt transferiert,
durch welchen der obere Preßfilz verläuft, während er auch als
ein Preßgewebe in diesem Spalt arbeitet. Selbst wenn in den
vorbeschriebenen Pressenpartien Zielsetzungen, die denen der
vorliegenden Erfindung ähnlich sind, teilweise erreicht werden,
kann die Preßsaugwalze jedoch nicht weggelassen werden und kann
eine Wiederbenässung der Bahn oder die Tendenz der Bahn oder die
Tendenz eines Verschleißes und einer Verunreinigung des
Preßfilzes nicht beseitigt werden, welche Phänomene besonders
signifikante Nachteile speziell in der Pressenpartie sind, die
der in der EP 0 359 696 beschriebenen gleicht.
Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
neuartige Lösungen für die vordiskutierten Problem zu erzielen,
so daß die in dem vorbeschriebenen Stand der Technik erwähnten
Nachteile und zusätzliche Nachteile, die später ersichtlich
werden, im wesentlichen vermieden werden.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum Entfernen von Wasser aus einer Papierbahn durch
ein Pressen bei großen Bahnlaufgeschwindigkeiten vorzusehen, und
zwar insbesondere in dem Falle von Druckpapier bei
Geschwindigkeiten von etwa 25 bis etwa 40 Meter pro Sekunde, so
daß die Qualitätseigenschaften der erzeugten Bahn hoch gehalten
werden können und exzessiv große dynamische Kräfte, die
Bahnrisse verursachen, nicht auf die Bahn angewendet werden.
Gleichermaßen ist in Kartonmaschinen zur Herstellung von
Kartonbahnen aufgrund der vorliegenden Erfindung versucht
worden, die Bahngeschwindigkeiten bis zu dem
Geschwindigkeitsbereich von etwa 15 bis etwa 25 m pro Sekunde zu
erhöhen, wie vorstehend erwähnt ist.
Obwohl es eine der prinzipiellen Aufgaben der vorliegenden
Erfindung ist, erhöhte Laufgeschwindigkeiten von sowohl Papier- als
auch Kartonmaschinen zu gestatten, ist dies nicht immer ein
unbedingtes Ziel der Erfindung, sondern können die mittels
dieser Erfindung geschaffenen Vorteile, falls notwendig, in
Papier- und Kartonmaschinen realisiert werden, die gegenwärtig
normale Bahnlaufgeschwindigkeiten verwenden, und zwar auch in
der Form eines reduzierten Energieverbrauches, indem die Anzahl
von Saugwalzen reduziert wird, einige der Saugwalzen weggenommen
werden oder der Trockenfeststoffanteil der Bahn nach der
Pressenpartie erhöht wird, in welchem Falle der Anteil einer
durch Verdampfung stattfindenden Entwässerung reduzierbar ist
und gleichzeitig die Lauffähigkeit und die Betriebseffizienz der
Papiermaschine erhöht werden kann (weniger Bahnrisse).
Es ist noch eine weitere wichtige Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren und eine Pressenpartie der betreffenden
Bauart zu schaffen, mit deren Hilfe ein Papier oder ein Karton
erzeugt werden kann, die Oberflächen mit verbesserten Glätte-
Eigenschaften haben.
Mit Hinblick auf ein Lösen der vorbeschriebenen Aufgaben und
anderer und um die vorbeschriebenen Probleme zu vermeiden, wird
in dem erfindungsgemäßen Verfahren die Bahn, die auf dem
Formungssieb in der Formungspartie oder einem Transfersieb,
(auf das sie beispielsweise von dem Formungssieb transferiert
worden ist), verläuft, dazu gebracht, in einer Transfer-
Vorpreßzone an der Außenseitenfläche eines Transferbands
anzuhaften, das im wesentlichen nicht wasseraufnehmend ist,
wobei nach der Vorpreßzone die Bahn im wesentlichen unmittelbar
von dem Formungs- oder Transfersieb separiert wird und
abgestützt auf dem Transferband auf das nächste Preßgewebe in
der Pressenpartie und/oder in den nächsten Preßspalt geleitet
wird.
Die erfindungsgemäße Pressenpartie hat eine Vorpreßzone oder
Zonen und ein Transferband, welches im wesentlichen nicht
wasseraufnehmend ist, in einer Schleife geführt wird, und eine
äußere Fläche hat, die in der Lage ist, eine Anhaftung der
Papierbahn daran zu verursachen. Das Transferband wird durch die
Vorpreßzone oder, sofern zwei Zonen vorhanden sind, zumindest
durch die letztere Zone geleitet, wobei in dieser Vorpreßzone
die Papierbahn dazu gebracht wird, an der Außenseitenfläche der
Transferbahn anzuhaften, wodurch ein Transfer der Bahn von dem
Formungssieb oder dem Transfersieb zu dem Transferband bewirkt
wird. Nach dieser Zone wird die Bahn im wesentlichen unmittelbar
von dem Formungssieb und dergleichen separiert, und zwar im
wesentlichen ohne einer Wiederbenässung der Bahn, wobei die Bahn
auf dem Transferband in einer geschlossenen gestützten Führung
auf das nächste Preßgewebe in der Pressenpartie und/oder durch
die nächste Preßzone (oder möglicherweise in einer
Kartonmaschine in einer offenen Führung) geleitet wird.
In der vorliegenden Erfindung wird ein zuverlässiger und
geschlossener Transfer der Bahn von der Formungspartie zu der
Trocknerpartie ohne ein Risiko einer Wiederbenässung der Bahn
bewerkstelligt. Ebenso ist es, falls notwendig, erfindungsgemäß
in Verbindung mit dem Formungssieb oder einem gleichartigen
Transfersieb möglich, eine oder mehrere Vorpreßzonen
einzurichten, an denen die Bahn dazu gebracht wird, zuverlässig
an dem Transferband anzuhaften, welches im wesentlichen kein
Wasser aufnimmt, welches Band eine essentielle Komponente der
Erfindung ist und weiter unten ausführlicher beschrieben wird.
Überdies wird eine beträchtliche Wassermenge entfernt, was
sowohl den Trockenfeststoffanteil als auch die Naßfestigkeit der
Bahn erhöht. Dies verbessert wiederum die Lauffähigkeit der
Pressenpartie und erleichtert spätere Entwässerungsstadien.
Das erfindungsgemäße Transferband ist gegen Verschleiß und
Verunreinigung nicht bis zu demselben Ausmaß anfällig, wie ein
herkömmlicher poröser Preßfilz, wobei zudem das erfindungsgemäße
Transferband sogar eine effiziente Reinigung problemloser
toleriert, wie etwa eine Reinigung mit Hilfe von
Hochdruckwasserstrahlen oder Schabern.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung findet in
der Vorpreß- und Transferzone die Entwässerung lediglich in
einer Richtung statt, und zwar vorzugsweise nach unten, wodurch
die Behandlung und die weitere Drainage der relativ großen
Wassermengen, die in der Vorpreßzone oder Zonen entfernt werden,
gefördert werden. Diese einseitige Entwässerung ergibt sich aus
der nicht wasseraufnehmenden Eigenschaft des Transferbands, das
an einer Seite der Bahn durch die Vorpreß- und Transferzone
geleitet wird.
Mit Hilfe des Verfahrens und der Pressenpartie der vorliegenden
Erfindung ist es möglich, verbesserte Eigenschaften einer
Glattheit der Flächen des erzeugten Papiers oder Kartons zu
erreichen, was teilweise auf der Anwendung eines relativ
glattflächigen Transferbandes beruht, das in der Erfindung in
einem geeigneten Prozeßstadium angewendet wird und eingerichtet
ist.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die
Vorpreßzone in Verbindung mit dem Formungssieb eingerichtet und
hat einen Langspalt, der mittels einer Langspaltwalze,
beispielsweise einer Walze mit einem Schlauchmantel und einem in
einer Schleife des Schlauchmantels eingerichteten Preßschuh, und
einer glattflächigen Walze in gegenüberliegender Beziehung zur
Langspaltwalze definiert ist. Entweder die Langspaltwalze oder
die glattflächige Walze kann in einer Schleife des Formungssiebs
eingerichtet sein, wobei die andere Walze in einer Schleife des
Transferbandes eingerichtet sein kann.
Nachfolgend ist die Erfindung ausführlich mit Bezugnahme auf
einige beispielhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in
den Figuren in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht sind,
beschrieben, allerdings ist die Erfindung keinesfalls strikt auf
die Einzelheiten dieser Ausführungsbeispiele beschränkt.
Die folgenden Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsbeispiele
der Erfindung und sollen den Bereich der durch die
Patentansprüche eingefaßten Erfindung nicht einschränken. Es
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Naßendes einer
Papiermaschine, die von einer erfindungsgemäßen Pressenpartie
Gebrauch macht, und der Verbindung des Naßendes mit einem
Initialende einer Trocknerpartie;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Pressenpartie, die primär für Druckpapiere und Feinpapiere
beabsichtigt ist;
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Pressenpartie, die insbesondere für
dickere Papiergüten und/oder für spezielle
Hochgeschwindigkeitsmaschinen beabsichtigt ist und in der -
neben einer Siebvorpreßzone - drei Langspaltzonen vorhanden
sind;
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, in welchem der
Vorpreßspalt nach der Formungspartie und separat von der
Formungspartie eingerichtet ist;
Fig. 5 eine Formungspartie einer Kartonmaschine und eine
erfindungsgemäße Pressenpartie, die in Verbindung mit der
Formungspartie eingerichtet ist;
Fig. 6 ähnlich der Fig. 5 eine Veranschaulichung einer
Kartonmaschine und einer erfindungsgemäßen zweiten Pressenpartie
derselben;
Fig. 7 eine erfindungsgemäße Pressenpartie, die primär für
Kartons geeignet ist, in welcher Pressenpartie zwei separate
Siebvorpreßspalte vorhanden sind, die in Verbindung mit dem
Formungssieb eingerichtet sind;
Fig. 8 eine Modifikation der in Fig. 7 gezeigten Pressenpartie
und ein Ausführungsbeispiel einer mit zwei separaten
Siebpreßspalten versehenen Vorpressenpartie;
Fig. 9 eine Doppelspaltvorpressenpartie ähnlich der in den Fig.
5 und 6 gezeigten;
Fig. 10 eine Vorpressenpartie, in der ein Vorpreßwalzenspalt und
eine in Verbindung mit einer Siebsaugwalze eingerichtete
vorgelagerte bandgespannte Preßzone vorhanden ist;
Fig. 11 eine Modifikation der Pressenpartie gemäß Fig. 10;
Fig. 12 eine Modifikation der erfindungsgemäßen Pressenpartie,
in der eine mittels einer Schuhpresse gebildete Langspaltzone
als eine Vorpreßzone verwendet wird;
Fig. 13 eine alternative Konstruktion einer erfindungsgemäßen
Vorpreßzone in den Papiermaschinen;
Fig. 14 eine weitere alternative Konstruktion einer
erfindungsgemäßen Vorpreßzone in den Papiermaschinen;
Fig. 15A noch eine weitere alternative Konstruktion einer
erfindungsgemäßen Vorpreßzone in den Papiermaschinen;
Fig. 15B eine vergrößerte Ansicht der Vorpreßzone des in Fig.
15A gezeigten Ausführungsbeispiels.
Mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, in denen sich die
gleichen Bezugszeichen auf die gleichen oder auf ähnliche
Elemente in den Fig. 1 bis 11 beziehen, veranschaulichen
Fig. 1 bis 4 erfindungsgemäße Pressenpartien, die insbesondere
für unterschiedlichen Papiergüten beabsichtigt sind, und
veranschaulichen die Fig. 5 bis 11 Pressenpartien, die
hauptsächlich für Kartons (Basisgewicht von etwa 100 bis 400
Gramm pro Quadratmeter) beabsichtigt sind, und Einzelheiten
solcher Pressenpartien. Jedoch sollte betont werden, daß viele
Einzelheiten der Pressenpartien gemäß den Fig. 1 bis 4 auch
geeignet sind für eine Anwendung mit Kartonbahnen, wobei die
Pressenpartien gemäß den Fig. 5 bis 11 auch geeignet sind für
eine Anwendung mit verschiedenen Papiergüten. Überdies können
die in den Pressenpartie-Konstruktionen gemäß den Fig. 1 bis 4
gezeigten Merkmale in Verbindung mit den Pressenpartie-
Konstruktionen gemäß den Fig. 5 bis 11 verwendet werden und
umgekehrt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Veranschaulichung eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels der Gesamtanordnung einer
Papiermaschine, die von einer erfindungsgemäßen Pressenpartie
Gebrauch macht. Fig. 1 zeigt den Doppelsiebspaltformer der
Papiermaschine, in welchem Former ein unteres Formungssieb 10
und ein oberes Sieb 15 sowie ein Stoffauflaufkasten 11 der
Papiermaschine vorhanden ist, der einen Stoffsuspensionsstrahl
in einen durch eine Konvergenz der Siebe 10, 15 definierten
Formungsspalt G zuführt. Der Formungsspalt G ist zwischen den
Verläufen der Siebe 10, 15 definiert, die mittels einer in einer
Schleife des unteren Siebes 10 eingerichteten Brustwalze 12 und
mittels einer innerhalb einer Schleife der oberen Siebschleife
15 plazierten Formungssaugwalze 13 geführt werden. In diesem
beispielhaften Ausführungsbeispiel wird die an der Formungswalze
13 plazierte gekrümmte Doppelsiebformungszone zunächst von einem
mit einem gerippten Auflager versehenen Formungsschuh 14 und
anschließend von einer zweiten Formungssaugwalze 16 gefolgt, die
eine Saugzone 16a hat, an der die Doppelsiebzone von einer nach
oben geneigten Richtung zu einer nach unten geneigten Richtung
gekrümmt wird. Anschließend sind innerhalb der unteren
Siebschleife Saugkästen 17 vorhanden, von denen der letzte
Kasten oder die Kästen die Bahn W0 von dem oberen Sieb 15
separieren, so daß die Bahn über zumindest einen Abschnitt des
letzten Saugkastens 17 lediglich auf dem Formungssieb getragen
wird. Nach dieser Separierung von dem oberen Sieb 15 folgt die
Bahn W0 dem unteren Sieb 10 als ein generell nach unten geneigter
Verlauf in eine erfindungsgemäße Vorpreßzone PN. Nach der
Doppelsiebzone ist der Trockenfeststoffanteil k0 der Bahn W0
typischerweise von einer Größenordnung von etwa 10%.
Neben dem Naßsieb, d. h. dem unteren Formungssieb 10, verläuft
auch ein oberes Transferband 20 durch die Vorpreßzone PN. Das
erfindungsgemäß eingerichtete Transferband 20 nimmt keine
beträchtliche Wassermenge auf, so daß die Drainage von Wasser in
der Vorpreßzone PN lediglich in einer Richtung stattfindet,
nämlich primär nach unten in und durch das Formungssieb 10, d. h.
in der Richtung der Schwerkraft, was die Behandlung und die
weitere Drainage der in dieser Zone zu entfernenden großen
Wassermengen erleichtert. Überdies ist die Außenfläche des
Transferbands 20 relativ glatt und in anderen Hinsichten sogar
mit solchen Hafteigenschaften versehen, daß die Bahn W1 in der
Vorpreßzone PN zu dem Transferband transferiert wird und - im
wesentlichen ohne eine Wiederbenässung - unmittelbar nach der
Vorpreßzone PN von dem Formungssieb 10 separiert wird und
anschließend abgestützt auf dem Transferband 20 im wesentlichen
entlang eines nach unten geneigten Verlaufes verläuft. Weitere
Eigenschaften des erfindungsgemäßen Transferbands sind
nachstehend diskutiert.
In der Vorpreßzone PN wird Wasser in einem solchen Ausmaß
entfernt, daß aufgrund der Vorpreßzone PN der
Trockenfeststoffanteil der Bahn k1 um etwa 7 bis etwa 10
Prozenteinheiten erhöht wird (Δk = k1-k0). Die in der
Vorpreßzone PN vorhandene Linearlast ist in einem Bereich von
etwa 25 kN/m bis etwa 400 kN/m, vorzugsweise in einem Bereich
von etwa 40 kN/m bis etwa 250 kN/m, ausgewählt. In weiteren
Ausführungsbeispielen wird der Trockenfeststoffanteil durch ihre
Passage durch die Vorpreßzone um etwa 2 bis etwa 12
Prozenteinheiten, und bevorzugterweise von etwa 4 bis 8
Prozenteinheiten, erhöht.
Von dem Transferband 20 wird die Bahn W1 dadurch transferiert,
daß sie dazu gebracht wird, an einer Saugzone 26a einer
Transfersaugwalze 26 an einem unteren Preßfilz 25 anzuhaften. An
dem unteren Filz 25 wird die Bahn W durch eine Langspaltzone
transferiert, die einen nach der ersten Vorpreßzone plazierten
Langspalt NP1 einschließt, wodurch die Bahn beträchtlich
entwässert wird. Ein oberer Filz 30 verläuft ebenso durch den
Langspalt NP1, so daß in dem Langspalt NP1 eine Entwässerung der
Bahn in zwei Richtungen, d. h. durch beide Flächen der Bahn,
stattfindet.
Wie in Fig. 1 gezeigt, wird die Bahn W2 nach dem Langspalt NP1
von dem unteren Filz 25 auf einen oberen Filz 40 um eine
Saugzone 44a einer Transfersaugwalze 44 herum transferiert. An
der unteren Fläche des oberen Filzes 40 wird die Bahn W2 durch
die zweite Langspaltzone transferiert, die einen Langspalt NP2
einschließt. Nach der zweiten Langspaltzone wird die Bahn W3 dazu
gebracht, an einem glättflächigen zweiten Transferband 35
anzuhaften, das vorzugsweise derart konstruiert ist, daß es im
wesentlichen kein Wasser aufnimmt, wobei die Bahn - an einer
Saugzone 64a einer Transfersaugwalze 64 - auf dem Band auf ein
Trockensieb 60 transferiert wird. Anschließend hat die Bahn W4
einen Trockenfeststoffanteil k4 von etwa 42% bis etwa 55% und
wird diese über dampfbeheizte Trockenzylinder 61 geleitet. In
Spalten zwischen den in einer oberen Reihe angeordneten
Trockenzylindern 61 sind Umkehrsaugzylinder 62 vorhanden, die
mit einer mit Unterdruck beaufschlagten Hohlfläche 62a versehen
sind und in einer unteren Reihe unterhalb der oberen Reihe von
Trockenzylindern angeordnet sind. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist der
Verlauf der Bahn von der Formungspartie zu der Trocknerpartie in
hohem Maße linear, so daß deren größter Richtungsänderungswinkel
kleiner ist als etwa d < 30°. Überdies hat die Bahn von der
Formungspartie zu dem Trockensieb 60 eine vollständig
geschlossene und gestützte Führung, die ohne ein großes Risiko
einer Wiederbenässung der Bahn bewerkstelligt wird.
Nachstehend werden verschiedene Ausführungsbeispiele und
Merkmale einer Konstruktion des Endabschnittes des Siebteiles
und der Pressenpartie, die in Fig. 1 generell veranschaulicht
worden sind, ausführlicher anhand der Fig. 2 bis 4 beschrieben.
Die Fig. 13 bis 15B zeigen ebenso verschiedene Merkmale, die in
die hierin offenbarten Pressenpartien, d. h. jener gemäß Fig. 1,
einbezogen werden kann.
Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die Vorpreßzone PN zwischen einer mit
einer glatten Zylinderfläche 21a versehene Preßwalze 21 oder
einer äquivalenten, innerhalb der Schleife des Transferbands 20
eingerichteten Langspaltwalze und einer unteren Walze 22
gebildet. Die Langspaltwalzen-Alternative ist in Fig. 2
veranschaulicht, und zwar mit dem Preßschuh 23, der innerhalb
der Walze 21 durch gestrichelte Linien gezeigt ist (sowie in den
Fig. 13 bis 15B gezeigt und ausführlicher mit Bezugnahme darauf
beschrieben ist). Die untere Walze 22 in der Vorpreßzone PN -
welche Walze innerhalb der Schleife des Formungssiebs 10
plaziert ist - ist eine hohlflächige 22a Preßwalze. In der
Position dieser Walze 22 kann in einem Ausnahmefall auch eine
Saugwalze vorhanden sein. In Fig. 2 veranschaulicht die
gestrichelte Linie einen Verlauf 10' des Formungssiebs nach der
Vorpreßzone PN, der mittels einer optionalen Führungswalze 18a
geführt wird. Diese alternative Konstruktion hat die nachfolgend
mit Bezug auf die Fig. 15A und 15B diskutierten Vorteile.
Mittels dieser Anordnung wird der Transfer der Bahn W1 auf die
untere Fläche des Transferbands 20 gefördert. Die Antriebswalze
des Formungssiebs 10 ist mit 18 bezeichnet.
In der Pressenpartie gemäß Fig. 2 ist die erste Preßzone nach
der Vorpreßzone PN ein Langspalt NP1 mit einer Preßzone, durch
die zwei wasseraufnehmende Preßgewebe 25 und 30 verlaufen. Die
untere Walze in der Langspaltzone NP1 ist eine mit einem
Preßschuh 33 versehene Schlauchwalze 32, wobei die obere Walze
eine hohlflächige 31a Preßwalze 31 ist. Die Außenseitenfläche
eines Schlauchmantels 32a der Preßwalze 32 kann hohlflächig oder
glatt sein. In einigen Fällen kann die Langspaltzone NP1 durch
einen entsprechenden Walzenspalt ersetzt werden. Die Bahn W3 ist
eingerichtet, um nach der Langspaltzone NP1 dem unteren Filz 25
zu folgen, welche Förderung mittels eines Saugkastens 27
garantiert oder zumindest unterstützt wird. Nach dem Saugkasten
27 ist der Trockenfeststoffanteil k2 der Bahn typischerweise etwa
32% bis 47%, wogegen der Trockenfeststoffanteil k1 der Bahn W vor
der Langspaltzone NP1 typischerweise zwischen etwa 16% bis etwa
25% liegt.
Ferner wird die Bahn W3 an der Saugzone 44a der Transfersaugwalze
44 von dem unteren Gewebe 25 separiert, an welcher Zone die Bahn
auf das obere Gewebe 40 transferiert wird, das als das obere
Gewebe der Zone durch die zweite Langspaltzone NP2 verläuft. Das
untere Gewebe in der zweiten Langspaltzone NP2 ist vorzugsweise
ein Transferband 35, das im wesentlichen kein Wasser aufnimmt,
wobei aufgrund der Oberflächeneigenschaften des Bands die Bahn W4
nach der Langspaltzone NP2 an einer Stelle vor der Führungswalze
44b des oberen Filzes 40 auf das Trockensieb 60 transferiert
wird, während sie mittels des in einer Saugzone 64a einer
innerhalb der Schleife des Siebes 60 eingerichteten
Transfersaugwalze 64 vorhandenen Unterdrucks unterstützt wird.
Nach der zweiten Langspaltzone NP2 ist der Trockenfeststoffanteil
k3 der Bahn W4 typischerweise etwa 42% bis etwa 55%. Die obere
Walze 42 in der Langspaltzone NP2 ist eine Schlauchwalze, in dem
ein druckbeaufschlagter Preßschuh 43 vorhanden ist, wobei die
untere Walze eine glatt- oder hohlflächige 41a Preßwalze 41 ist,
die, falls notwendig, eine Walze mit variabler Durchbiegung sein
kann. In bestimmten Fällen ist es auch möglich - anstelle einer
Langspaltzone NP2 - einen Walzenspalt und - anstelle eines
Transferbands 35 - ein wasseraufnehmendes Preßgewebe zu
verwenden, so daß die Entwässerung in der Spaltzone NP2 in zwei
Richtung stattfinden kann.
Die Pressenpartie gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von der
Pressenpartie gemäß Fig. 2 dahingehend, daß in Verbindung mit
dem Formungssieb 10 kein eigentlicher Vorpreßspalt, sondern in
Verbindung mit der Saugzone 22b der Siebsaugwalze 22 ein
Bahnanhaftspalt PN0 vorhanden ist, der mittels einer Preßwalze 21
mit kleinem Durchmesser gebildet ist. In dem Bahnanhaftspalt ist
die Linearbelastung gering, und zwar typischerweise von einer
Größenordnung von etwa 15 kN/m bis etwa 40 kN/m. Mittels des
Anhaftspalts PN0 wird gewährleistet, daß die Bahn W1 unmittelbar
nach dem Spalt von dem Formungssieb 10 separiert wird und dem
Transferband 20 folgt, das kein Wasser aufnimmt. Die Bahn W1 wird
auf dem Band 20 in den eigentlichen ersten Vorpreßspalt PN
geleitet. Als der Vorpreßspalt PN wird eine Langspaltzone
verwendet, in der die untere Walze 32 eine mit einem
druckbeaufschlagten Preßschuh 33 versehene Schlauchwalze ist. In
der Vorpreßzone PN ist das untere Gewebe - anstelle eines
Preßfilzes - ein Vorpreßsieb 25W, welches Sieb 25W eine relativ
offene und durchlässige Faserstruktur hat und problemlos sauber
gehalten werden kann. Der Mantel der Schlauchwalze 32 ist
vorzugsweise mit einer relativ offenen hohlen Fläche versehen,
wie etwa mit Rillen 32a. Die obere Walze in der Vorpreßzone PN
ist eine hohlflächige 31a Preßwalze 31e, die, falls notwendig,
mit Hinblick auf eine Regelung des Kompressionsdruckprofils in
Querrichtung eine mit einem Preßschuh 33 versehene Walze mit
variabler Durchbiegung sein kann. Was die nach der Vorpreßzone
PN plazierten Langspaltzonen NP1 und NP2 angeht, gleicht die
Konstruktion jener, wie sie in Fig. 2 beschrieben ist.
Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel der Erfindung
unterscheidet sich von dem in Fig. 3 gezeigten dahingehend, daß
in Fig. 4 in Verbindung mit dem eigentlichen Formungssieb 10
überhaupt kein Siebspalt vorhanden ist, sondern die Bahn nach
der mit einer Saugzone 19a versehenen normalen Siebsaugwalze 19
auf die Saugzone 24a der Abnahmewalze 24 auf ein Vorpreßsieb 10W
einer relativ offenen und durchlässigen Faserstruktur
transferiert wird. Die Bahn W0 wird auf der unteren Fläche des
Siebes in die eigentliche erste Vorpreßzone PN10 transferiert.
Durch diese Vorpreßzone PN verläuft ein unteres Transferband
20B, das im wesentlichen kein Wasser aufnimmt. Die obere Walze
in der Vorpreßzone PN ist eine Schlauchwalze 21, in der ein
druckbeaufschlagter Preßschuh 23 vorhanden ist, wobei die untere
Walze 22 eine glatt- oder hohlflächige 22a Preßwalze ist. Von
dem unteren Transferband 20B wird die Bahn W1 auf der Saugzone
34a der Transfersaugwalze 34 auf den oberen Filz 30
transferiert, der in der ersten Langspaltzone NP1 nach der
Vorpressung als das obere Gewebe arbeitet. Nach der
Langspaltzone NP1 wird die Bahn W2, falls notwendig unterstützt
durch einen Saugkasten 27, auf das untere Gewebe 35 und von dort
weiter an der Saugzone 44a der Transfersaugwalze 44 auf den
oberen Filz 40 transferiert. Auf dem oberen Gewebe 40 verläuft
die Bahn durch die zweite Langspaltzone NP2, nach welcher die
Bahn W4 auf das Transferband 45 separiert wird, auf welchem sie
auf das Trockensieb 60 geleitet wird. In bestimmten Fällen kann,
falls notwendig, einer oder beide der Langspalte NP1 und NP2
durch einen entsprechenden Walzenspalt ersetzt werden, wobei es
möglich ist, anstelle des Transferbands 45 einen Preßfilz zu
verwenden, der beträchtlich Wasser aufnimmt, und anstelle des
Preßfilzes möglich ist, ein nicht Wasser aufnehmendes
Transferband zu verwenden.
Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
nicht in allen Hinsichten so vorteilhaft wie das in den Fig. 1
bis 3 gezeigte Ausführungsbeispiel, da, sofern ein Vorpreß- und
Transfersieb 10W separat von dem Formungssieb und einer
separaten Vorpreßzone PN10 verwendet werden, die Gesamtlänge der
Pressenpartie erhöht ist und es überdies notwendig ist, eine
Abnahmesaugwalze 24 zu verwenden. Nichtsdestotrotz werden die
Anwendung eines eigentlichen Abnahmefilzes und die sich daraus
ergebenden Nachteile, wie etwa eine Verunreinigungstendenz,
vermieden.
Die Vorpreßzone PN10 kann auch so, wie nachstehend anhand der
Fig. 13 bis 15B beschrieben, gebildet werden, wonach das
Vorpreß- und Transfersieb 10W dem Formungssieb 10 äquivalent
ist.
Fig. 5 zeigt beispielhaft ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Pressenpartie in Verbindung mit einer
Kartonmaschine und mit deren Mehrschichtbahnformer. Wie in Fig.
5 gezeigt, hat der Bahnformer der Kartonmaschine ein unteres
Sieb 10A, auf welchem ein Stoffauflaufkasten 11A einen
Stoffsuspensionsstrahl speist. Nach dem Auslaufdüsenteil des
Stoffauflaufkastens 11A folgt ein horizontales Langsiebteil, in
welchem zunächst ein Formungstisch 13A vorhanden ist, der von
Bahnsaugkästen 14A gefolgt wird. Die somit teilweise geformte
Komponentenbahn WA wird mit einer mittels der Obersiebeinheit
geformten Komponentenbahn WB kombiniert. Die Obersiebeinheit hat
einen Stoffauflaufkasten 11B, der einen Stoffsuspensionsstrahl
auf ein Obersieb 15B speist. An einem horizontalen
Initialabschnitt des Obersiebs 15B ist zunächst ein
Formungstisch 13B vorhanden, der von Naßsaugkästen 14B gefolgt
wird. Die Komponentenbahnen WA und WB werden zu einer
Kombinationsbahn WAB kombiniert, die auf dem unteren Sieb 10A
über Trockensaugkästen 17A in die erfindungsgemäße Pressenpartie
geleitet wird.
D. h., daß die Bahn WAB nach den Trockensaugkästen 17A auf dem
unteren Sieb 10A durch zwei erfindungsgemäße Vorpreßspalte PN1
und PN2 geleitet wird. Die untere Walze dieser Vorpreßspalte PN1
und PN2 ist eine Preßwalze 22, die innerhalb der Schleife des
unteren Siebes 10A eingerichtet ist, eine offene hohle
wasseraufnehmende Außenfläche 22a hat, und ferner möglicherweise
mit einem Schrumpfsieb versehen ist. Erfindungsgemäß ist ein im
wesentlichen kein Wasser aufnehmendes Transferband eingerichtet,
um durch die Vorpreßzonen PN1 und PN2 zu verlaufen, welches Band
die Kartonbahn in den eigentlichen ersten Preßspalt N1
transferiert. Der Spalt N1 ist ein Walzenspalt mit einer
Spaltzone, die sich unter Anwendung von Preßwalzen 31 und 32 mit
relativ großem Durchmessern erstreckt. Von den Preßwalzen ist
die obere Walze 31 eine glattflächige 31a Preßwalze und die
untere Walze eine mit einer offenen hohlen Fläche 32a versehene
Preßwalze. Durch den Spalt N1 verläuft ein relativ dicker unterer
Filz 25, der ein Übermaß an Wasser aufnimmt. In dem Spalt N1
findet - wie in den Vorpreßspalten PN1 und PN2 - die Entwässerung
in einer Richtung statt, da das Transferband 20 im wesentlichen
kein Wasser aufnimmt. Nach dem Spalt N1 folgt die Kartonbahn dem
Transferband 20, und zwar aufgrund seiner Anhafteigenschaften,
woraufhin die Kartonbahn auf den zweiten unteren Filz 35
transferiert wird, der die Kartonbahn durch die Langspaltzone NP2
trägt. Durch die Langspaltzone NP2 verläuft der untere Filz 35
und der wasseraufnehmende obere Filz 40. Die obere Walze in der
Langspaltzone NP2 ist eine hohlflächige Preßwalze 41 und die
untere Walze eine Schlauchwalze 42, in der ein
druckbeaufschlagter Preßschuh 43 vorhanden ist. Nach der
Spaltzone NP2 wird die Kartonbahn in einer offenen Führung WF auf
das Trockensieb 60 geleitet. Die offene Führung WF ist möglich,
da die Kartonbahn aufgrund einer effektiven Entwässerung nach
dem Spalt NP2 zur Verhinderung von Bahnrissen eine ausreichend
große Festigkeit hat. Auf dem Trockensieb 60 wird die Kartonbahn
über die Kontakttrockenzylinder 61 und Umkehrsaugzylinder 62
geleitet.
Fig. 5 zeigt schematisch Bandkonditioniervorrichtungen 70 in
Verbindung mit dem Transferband 20. Mittels der Vorrichtung 70
wird die Außenfläche des Transferbands 20 sauber gehalten. Die
Vorrichtungen 70 können Schaber, Hochdruckwasserstrahler
und/oder andere, äquivalente Konditioniervorrichtungen
einschließen, die ihrerseits bekannt sind, welche an
unterschiedlichen Stellen entlang der Umlaufschleife der
Transferbandschleife 20 plaziert sind. Aufgrund der nicht
porösen Struktur der im wesentlichen nicht Wasser aufnehmenden
Konstruktion und der glatten Fläche des Transferbands 20, 20A,
20B toleriert das Transferband selbst eine große
Preßspaltbelastung und selbst eine hocheffiziente Reinigung, und
zwar wesentlich besser als entsprechende poröse Preßfilze.
Vorrichtungen ähnlich der Konditioniervorrichtungen 70 können
natürlich in allen Ausführungsbeispielen der in den Figuren
gezeigten Bandumläufen vorgesehen werden, in welchen
Veranschaulichungen die Vorrichtungen 70 dennoch nicht gezeigt
oder beschrieben sind, um eine überflüssige Wiederholung zu
vermeiden.
Fig. 6 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Pressenpartie für eine Kartonmaschine.
Hinsichtlich des Mehrschichtbahnformers 10A bis 17A, 11B bis 15B
und den Vorpreßzonen PN1 und PN2 gleicht die Konstruktion jener
gemäß Fig. 5.
Allerdings ist - nicht wie in der in Fig. 5 gezeigten
Pressenpartie - in der Pressenpartie gemäß Fig. 6 lediglich ein
eigentlicher Preßspalt vorhanden, d. h. der Langspalt NP1, durch
den das Transferband 20 verläuft. Das untere Gewebe in dem
Langspalt NP1 ist ein Preßfilz 25, der eine große Wassermenge
aufnimmt und der ein relativ großes Basisgewicht, vorzugsweise
etwa 1500 bis etwa 2000 g/m2, hat. Nach der Langspaltzone NP1
folgt die Kartonbahn dem Transferband 20 aufgrund seiner
Adhäsionseigenschaften, wobei die Kartonbahn durch die Wirkung
des Unterdruckes in der Saugzone 34a der Transfersaugwalze 34
auf das Transfergewebe 35 transferiert wird. Innerhalb der
Schleife des Gewebes 35 ist ein Einführzylinder 61A eingerichtet
und hat dieser einen Schwenksektor, an welchem die Kartonbahn
von dem Gewebe 35 auf das Trockensieb 60 transferiert wird.
Fig. 7 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel (insbesondere
für Kartons gedacht) für Ausführungsbeispiele von
Siebpreßspalten in einer erfindungsgemäßen Pressenpartie. Gemäß
Fig. 7 wird die Kartonbahn W0, die auch eine Papierbahn sein
kann, in den ersten Vorsiebspalt PN00 gebracht. Die untere Walze
21A in diesem Spalt PN00 ist eine mit einem festen Mantel
versehene Walze (Härte bei etwa 100 bis etwa 150 P), wobei die
obere Walze 21B eine Walze mit einer offenen Fläche ist, die
beispielsweise mit einem Schrumpfsieb ummantelt ist. In den
Vorsiebspalt PN00 wird neben dem Formungssieb 10, 10A ein oberes
Preßsieb 10C geleitet und mittels Führungs- und Spannwalzen 23A
in einer Schleife geführt. In dem Vorsiebspalt PN00 wird der
Trockenfeststoffanteil k0 der Bahn W0, der typischerweise etwa
12% bis etwa 18% ist, auf ein Niveau von k10 von etwa 16% bis
etwa 22% angehoben. Nach dem Vorsiebspalt PN00 folgt die Bahn W1
dem Formungssieb 10, 10A in die zweite Transfer- und Vorpreßzone
PN, die zwischen der innerhalb der Schleife des Formungssiebes
10, 10A plazierten und mit einer offenen Fläche 22a versehenen
Siebschwenkwalze 22 und der innerhalb der Schleife des
Transferbands 20 plazierten Preßwalze 21 eingerichtet ist. Der
in dem ersten Vorsiebspalt PN00 vorhandene Liniendruck ist
maximal von einer Größenordnung von etwa 70 kN/m, wobei in dem
eigentlichen Vorpreßspalt PN der Liniendruck maximal von einer
Größenordnung von etwa 100 kN/m ist. Als die glattflächige Walze
21 in dem eigentlichen Vorpreßspalt PN wird vorzugsweise eine
gummibeschichtete Walze verwendet, deren Oberflächenhärte von
einer Größenordnung von etwa 50 P ist. Auf dem Transferband 20
wird die Bahn W2 mit Hilfe der Saugzone 26a der Saugtransferwalze
26 auf den unteren Filz 25 transferiert.
Im Unterschied zu den Pressenpartien gemäß den Fig. 5 und 6
verläuft gemäß Fig. 7 das Transferband 20 - abgesehen von der
eigentlichen Vorpreßzone PN - nicht durch die anderen Preßzonen.
An dem unteren Filz 25 wird die Bahn W2 in den (nicht gezeigten)
nächsten Preßspalt transferiert. Die gemäß Fig. 7 nach der
Vorpressenpartie plazierte Pressenpartie kann mittels eines oder
mehrerer Walzenspalte und/oder Langspalte bewerkstelligt werden,
und zwar beispielsweise durch Anwendung von Preß- und
Bahntransferanordnungen, die im wesentlichen jenen gleichen, die
oben in den Fig. 1 bis 6 veranschaulicht sind.
Fig. 8 zeigt eine Vorpreßanordnung, in der die Papier- oder
Kartonbahn W0 auf dem Formungssieb 10, 10A über die
Trockensaugkästen 17A in die erste Vorpreßzone PN01 gebracht
wird, die zwischen der oberen Walze 21A und der unteren Walze 22
gebildet ist. Die obere Walze 21A ist eine glattflächige 21a
Preßwalze (Härte von etwa 100 bis etwa 150 P), während die
untere Walze 22 eine offenflächige 22a Walze ist, beispielsweise
eine mit einem Schrumpfsieb umhüllte Walze oder eine gerillte
Walze. Es ist auch möglich, als die untere Walze 22 eine
Saugwalze zu verwenden, deren Saugzone sich über den Spalt PN01
erstreckt. Diese Saugzone erstreckt sich jedoch nicht zum
Bereich des eigentlichen Vorpreßspaltes PN, wodurch der Transfer
der Bahn W1 auf das Transferband 20 gewährleistet ist. In dem
Vorpreßspalt PN01 ist die maximale Preßkraft von einer
Größenordnung von etwa 70 kN/m. Im Unterschied zu oben, ist es
ein besonderes Merkmal des in Fig. 8 gezeigten ersten
Vorpreßspalts PN01, daß das Formungssieb 10, 10A lediglich durch
diese Preßzone hindurch geleitet wird. Nach dem Spalt PN01 folgt
die Bahn W1 dem Formungssieb 10, 10A, auf welchem sie in den
eigentlichen zweiten Vorpreßspalt PN geleitet wird. Der
Transferfilz 20 läuft durch den erfindungsgemäß eingerichteten
Spalt PN, der im wesentlichen kein Wasser aufnimmt. Nach dem
Spalt PN wird die Bahn W2 unmittelbar von dem Formungssieb 10,
10A abgelöst und separiert und an der Fläche des Transferbands
20 aufgrund seiner Adhäsionseigenschaften auf den ersten unteren
Filz 25 der Pressenpartie transferiert. Die innerhalb des
Transferbands 20 plazierte Preßwalze 21B des Vorpreßspalts PN
ist eine mit einem festen Mantel 21b versehene Preßwalze. In dem
Vorpreßspalt PN wird eine Linearlast von maximal etwa 100 kN/m
angewendet. Eine dem Vorpreßspalt PN01 und PN gemeinsame
Gegendruckwalze ist eine Preßwalze 22 von relativ großem
Durchmesser, die mit einer offenen Fläche 22a versehen ist und
keine Saugung hat.
Die in Fig. 9 gezeigte Pressenpartie unterscheidet sich von der
in Fig. 8 gezeigten dahingehend, daß das Transferband 20,
während es von Führungs- und Spannwalzen 23 geführt wird,
eingerichtet ist, um durch zwei Vorpreßzonen PN1und PN2 zu
gehen. Die obere Walze 21a in der ersten Vorpreßzone PN1 ist eine
mit einem festen Mantel versehene Walze, die mit einer
elastischen, beispielsweise Gummibeschichtung 21a versehen ist
und deren Härte von einer Größenordnung von etwa 100 bis etwa
150 P ist. Die obere Walze 21B in der letztgenannten
Vorpreßzone PN2 ist eine mit einem festen Mantel 21b versehene
Walze, die mit einer elastischen beispielsweise
Gummibeschichtung versehen ist und deren Härte von einer
Größenordnung von etwa 50 P ist. In der ersten Vorpreßzone PN1
wird ein Liniendruck von maximal etwa 70 kN/m angewendet, wobei
in der letzteren Preßzone PN2 ein Liniendruck von maximal etwa
100 kN/m angewendet wird. Nach der letzteren Vorpreßzone PN2 wird
die Bahn W2 an der unteren Fläche des Transferbands 20 auf den
ersten unteren Preßfilz 25 transferiert, und zwar mittels der
Saugzone 26a der Transfersaugwalze 26. Danach kann die
Pressenpartie gemäß Fig. 9 im wesentlichen gleich der in den
Fig. 1 bis 7 gezeigten und vorgehend beschriebenen sein.
Gemäß den Fig. 10 und 11 wird die an dem Formungssieb 10, 10A
ankommende Stoffbahn W0 nach den Naßsaugkästen 16A in Eingriff
mit einer unteren Oberfläche eines Transferbands 20A geleitet,
das im wesentlichen nicht wasseraufnehmend ist. Zwischen den
parallelen Verbindungsverläufen des Transferbands 20A und des
Formungssiebs 10, 10A verläuft die Stoffbahn W0 über eine Gruppe
von Trockensaugkästen 17A, in welchem Zusammenhang das
Transferband 20A den Saugeffekt der Trockensaugkästen 17A
intensiviert. Anschließend werden das Formungssieb 10, 10A und
das Transferband 20A über den Sektor a über die Saugzonen 22aa
und 22bb der Siebsaugwalze 22 gekrümmt. In die Preßzone dieses
Sektors a, dessen Größenordnung vorzugsweise zwischen etwa 25°
bis etwa 80° liegt, wird Wasser aus der Bahn W0 durch das
Formungssieb 10, 10A nach unten drainiert, und zwar mittels der
Saugwirkung und teilweise mittels der Wirkung des Spanndrucks (P
= T/R) des Transferbands 20A, wobei T die Straffungsspannung
(N/m) des Transferbands und R der Radius der Transfersaugwalze 22
ist. Die mittels einer Bandspannung druckbeaufschlagte
Preßzone PT wird von einem Vorpreß- und Transferspalt PN
gefolgt, der zwischen der Siebsaugwalze 22 und einer Preßwalze
21 gebildet ist, die mit einem glatten, falls erforderlich
elastischen äußeren Mantel 21a versehen ist. In diesem
Vorpreßspalt PN werden beträchtliche Wassermengen mit Hilfe des
Unterdruckes in der letzteren Saugzone 22bb der
Transfersaugwalze 22 weiter durch das Formungssieb 10, 10A in
einer Richtung nach unten - d. h. in der Richtung der Schwerkraft-
transferiert. In dem Vorpreßspalt PN wird die Bahn W0 ebenso
dazu gebracht, an der glatten unteren Fläche des Transferbands
20A anzuhaften, und an dem Transferband 20A auf den unteren
Preßfilz 25 geleitet, wobei die Bahn mittels einer Saugwalze 26
(Fig. 10) oder mittels eines Saugkastens 26A (Fig. 11) dazu
gebracht wird, an diesem anzuhaften. Von dem unteren Filz 25
oder dem gleichartigen Transferband wird die Bahn W0 nach der
Umkehrwalze 34 auf das obere Gewebe 30 transferiert.
In der in Fig. 12 gezeigten Weise wird im Zusammenhang mit der
offenflächigen 22a Walze 22, die innerhalb der Schleife des
Formungssiebs 10, 10A plaziert ist, mittels eines Preßschuhs 23B
eine erfindungsgemäße Vorpreßzone PN gebildet. Der Preßschuh 23B
bildet in Verbindung mit der Walze 22 eine Langspaltzone, durch
welche das Transferband 20 geführt von der Führungswalzen 24b
und 24c verläuft. An dem Transferband 20 wird die Papierbahn W
durch die Langspaltzone NP1 geleitet. Die Konstruktion der
Langspaltzone NP1 gleicht beispielsweise der Langspaltzone NP1
gemäß Fig. 2. Nach der Langspaltzone NP1 wird die Papierbahn W
von dem unteren Filz 25 separiert, wobei die Bahn W dem
Transferband 20 auf die Saugzone 64a der Saugwalze 64 des
Trockensiebs 50 folgt, an welcher Zone 64a die Bahn W auf das
Trockensieb 50 transferiert wird. Mittels der in Fig. 12
gezeigten Vorpreßzone sowie mittels der vorbeschriebenen
Vorpreßzonen ist es möglich, eine Zerstörung der Bahnstruktur
durch einen allmählichen Anstieg des Kompressionsdruckes in der
Vorpreßzone PN zu beseitigen. Wenn ein Preßschuh 23B angewendet
wird, ist es ebenso möglich, eine Erzeugung von Wärme in den
weichen Vorpreßwalzen zu vermeiden.
In der vorliegenden Erfindung ist eine wesentliche Komponente
ein Transferband 20, 20A, 20B, das im wesentlichen kein Wasser
aufnimmt und das in der vorgehend beschriebenen Weise
eingerichtet ist. Es ist charakteristisch für dieses
Transferband 20, 20A, 20B, daß es im wesentlichen
undurchdringbar ist, d. h. entweder überhaupt kein Wasser
aufnimmt oder lediglich bis zu einem geringfügigen Ausmaß Wasser
aufnimmt (jedoch nicht vollständig porös ist). Ein weiteres
wichtiges Merkmal ist die Anhaftfähigkeit des Transferbands 20,
20A, 20B, so daß es in der Lage ist, die Bahn nach einer
Vorpreßzone oder dergleichen unmittelbar zu separieren, und zwar
ohne einem Risiko einer Wiederbenässung. Diese Anhaftung basiert
teilweise auf der glatten oder im wesentlichen glatten
Außenfläche des Transferbands und auf der Wahl seiner
Materialien. Das Transferband 20, 20A, 20B ist im wesentlichen
nicht dehnfähig. Als das Material des Transferbands 20, 20A, 20B
ist es möglich, verschiedenartige synthetische Materialien zu
verwenden, wobei es mit Metall-, Verbund- und/oder
Gewebeverstärkungen versehen werden kann. Die Dicke des
Transferbands 20, 20A, 20B ist normalerweise in dem Bereich von
etwa 1 mm bis etwa 5 mm dimensioniert, so daß es einer Biegung,
den Kompressionsdrücken in den verschiedenartigen Spalten, einem
Schaben und einer Reinigung mit Hochdruckwasserstrahlen
standhält.
Es ist ein wesentliches Merkmal des Betriebs des erfindungsgemäß
eingerichteten Transferbandes 20, 20A, 20B, daß, während das
Transferband 20, 20A durch einen Vorpreß- und Transferspalt
verläuft, es - neben einer beträchlichen Wasserdrainage - ebenso
erreicht wird, daß die Bahn aufgrund des Kompressionsdruckes
gleichzeitig zuverlässig an der Außenfläche des Transferbands
20, 20B anhaftet. Dies trägt zu einem zuverlässigen und
unmittelbaren Transfer der Bahn auf das nächste Preßgewebe und
in den nächsten Preßspalt nach der Vorpreßzone bei, und zwar
ohne einer Wiederbenässung und in einer geschlossenen Führung
ohne einem Risiko von Rissen.
Falls notwendig kann die erfindungsgemäße Pressenpartie mit
Mechanismen zur Regulierung der Profile der Preßspaltdrücke in
der Maschinenrichtung und in der Querrichtung gemäß den
Prinzipien versehen werden, die in der gegenwärtigen oben
erwähnten finnischen Patentanmeldung Nr. 905789 (entsprechend
europäische Veröffentlichung Nr. 0487483A1 und US-Patent Nr.
5389205) der Anmelderin beschrieben sind. Die Regulierungen
dieser Profile können in einer an sich bekannten Weise
durchgeführt werden, und zwar beispielsweise durch Regulierung
der Kompressionsdruckprofile der Preßschuhe 33, 43 in den
Langspaltschlauchwalzen 32, 42 und/oder durch Regulierung der
Ablenkung der Gegendruckwalzen 31, 41 in den Langspalten NP1,
NP2. Mittels dieser Regulierungen von Profilen ist es möglich,
die Profile des erzeugten Papiers sowohl in der
Maschinenrichtung als auch in der Querrichtung zu regeln, welche
Profile im Hinblick auf die Qualitätseigenschaften des Papiers
wichtig sind.
Fig. 13 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der
Vorpreßzone PN, das in den hierin beschriebenen
Papiermaschinenkonstruktionen verwendbar ist und entweder in
Verbindung mit einem durch die Formungspartie der Papiermaschine
gehenden Formungssieb, in welchem Falle die Vorpreßzone in der
Formungspartie eingerichtet sein würde, oder mit einem
Transfersieb eingerichtet ist, das die Bahn nach dem
Formungssieb trägt, in welchem Falle die Vorpreßzone zwischen
der Formungspartie und der Pressenpartie eingerichtet sein
würde. Die Vorpreßzone PN hat einen Langspalt, der in der oberen
Position mittels einer Langspaltwalze 21 und einer unteren Walze
22 mit einer glatten Fläche 22A definiert ist, die in der
Schleife des Formungs- oder Langsiebs 10 plaziert ist, um eine
Gegendruckwalze für die Langspaltwalze 21 zu bilden. Die
Langspaltwalze 21 kann jegliche Langspaltwalze sein, die den
Fachleuten bekannt ist, so wie etwa eine, die einen
Schlauchmantel 21A und einen Preßschuh 23 aufweist, der in dem
Inneren einer mittels des Schlauchmantels 21A definierten
Schleife eingerichtet ist. Somit unterscheidet sich das
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 vom Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 2 dahingehend, daß - anstelle der hohlflächigen unteren
Walze 22a - eine glattflächige untere Walze 22 in
spaltdefinierender Beziehung mit der Langspaltwalze 21
vorgesehen ist. Diesbezüglich ist es vorteilhaft, die
glattflächige Walze 22 in einem Langspalt gegenüberliegend der
hohlflächigen Walze vorzusehen, da die glattflächige Walze
weniger teuer und problemloser zu reinigen ist als die
hohlflächige Walze, und überdies weniger teuer und problemloser
zu reinigen ist als eine perforierte Saugwalze, die in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 (wie oben angemerkt) als ein
Ersatz für die hohlflächige untere Walze verwendet werden kann.
Der Verschleißwiderstand des Siebs 10 ist ebenso besser, sofern
anstelle einer hohlflächigen Walze eine glattflächige Walze
verwendet wird.
Die glattflächige untere Walze 22 erzeugt mittels ihrer Bewegung
nach dem Spalt einen Unterdruck in der Vorpreßzone PN, welcher
zu einer reduzierten Wiederbenässung der Bahn W1 beiträgt, da
nach dem Spalt Wasser in das Sieb 10 gezogen wird und dort
verbleibt.
Die Größenordnung des Offenvolumens des Siebs 10, das zur
Entwässerung in der Vorpreßzone PN erforderlich ist, hängt von
der in der Bahn W0 und dem Sieb 10 enthaltenen Wassermenge ab.
Insbesondere ist im Falle von Papier und dünnen Kartongüten die
Wassermenge der Bahn W0 nach den Saugflachkästen 17 so gering,
daß die zu pressende Wassermenge adäquat in der Maschenstruktur
des Siebs untergebracht werden kann. Wenn beispielsweise das
Flächengewicht der Bahn 50 g/m2 und der Trockenfeststoffanteil
der Bahn etwa 10% beträgt, liegt die Wassermenge bei etwa 450
g/m2. Wenn gleichermaßen das Flächengewicht der Bahn 100 g/m2 und
der Trockenfeststoffanteil der Bahn etwa 18% beträgt, liegt die
Wassermenge bei etwa 455 g/m2. Das Wasservolumen des Siebs 10
kann so viel wie etwa 1000 g/m2 sein. Somit kann es auch eine
bestimmte Wassermenge enthalten, wenn es in den Spalt in der
Vorpreßzone PN tritt, ohne Probleme zu verursachen.
Nichtsdestotrotz muß das Offenvolumen des Siebs 10 größer sein
als die Gesamtwassermenge in der Bahn W0 und in dem Sieb.
Das Sieb 10 wird von dem Langspalt in einer Richtung gerichtet,
die im wesentlichen tangential zu einem Punkt entlang zu einer
Außenoberfläche der glattflächigen unteren Walze 22 ist.
Anstelle der einen Preßschuh 23 aufweisenden Langspaltwalze 22
ist es möglich, eine ziemlich weiche Preßwalze zu verwenden, wie
vorbeschrieben ist.
Fig. 14 zeigt ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der
Vorpreßzone PN, das in den hierin beschriebenen
Papiermaschinenkonstruktionen anwendbar ist und entweder in
Verbindung mit einem Formungssieb, das durch die Formungspartie
der Papiermaschine geleitet wird, oder einem Transfersieb
eingerichtet ist, das die Bahn nach dem Formungssieb trägt. In
diesem Ausführungsbeispiel hat, im Unterschied zu den
Ausführungsbeispielen der Fig. 2 und 13, die Vorpreßzone PN
einen Spalt, der mittels einer Langspaltwalze 21 in einer
unteren Position und einer glattflächigen Gegendruckwalze 22 in
der oberen Position definiert ist. Somit ist die Langspaltwalze
21 in der Schleife des Formungssiebs 10 plaziert. Die
Langspaltwalze 21 hat einen Schlauchmantel 21A und einen
Preßschuh 23, der im Inneren einer mittels des Schlauchmantels
21A definierten Schleife eingerichtet ist.
Eine Wiederbenässung der Bahn ist von beträchtlicher Signifikanz
für den Trockenfeststoffanteil der Bahn, wobei deren Relevanz
mit abnehmenden Flächengewicht der angefertigten Bahn ansteigt.
Für diesen Zweck ist herausgefunden worden, daß der Außenwinkel
α zwischen der Laufrichtung des Formungssiebs 10 und der
Laufrichtung des Transferbands 20 (und der darauf getragenen
Bahn W1) ein signifikanter Parameter ist, der die Wiederbenässung
der Bahn beeinflußt und der eingestellt werden kann, um die
Bedingung einer Wiederbenässung der Bahn zu optimieren, d. h.
eine Wiederbenässung der Bahn zu minimieren, sowie die
Anhaftfähigkeit der Bahn an dem Transferband 20 zu erhöhen und
den möglichen fortgesetzten Verlauf der Bahn auf dem
Formungssieb 10 zu verhindern. Damit der Außenwinkel (x zwischen
dem Formungssieb 10 und dem Transferband 20 bezüglich sowohl
einer Wiederbenässung der Bahn, d. h. einer Verhinderung einer
Wiederbenässung der Bahn, als auch einer mechanischen
Konstruktion optimal sein kann, ist es gemäß einem
Ausführungsbeispiel möglich, die Position der Langspaltwalze 21
relativ zu der Gegendruckwalze 22 einzustellen. Ebenso ist
erwogen worden, daß die Lage des Preßschuhs 23 auch mittels
einer geeigneten Einstelleinrichtung (dargestellt mittels der
Pfeile A) einstellbar ist. Der optimale Auslaßwinkel α und die
Lage der Langspaltwalze 21 in der gemäß Fig. 13 gezeigten oberen
Position oder in gleichartigen Umständen in der in Fig. 14
gezeigten unteren Position kann unterschiedlich sein, wenn die
Flächengewichte des herzustellenden Papiers und die
Laufgeschwindigkeiten durch die Papiermaschine unterschiedlich
sind.
Das Sieb 10 wird von dem Langspalt in einer Richtung gerichtet,
die im wesentlichen tangential zu einem Punkt entlang einer
Außenoberfläche der Längspaltwalze 21 ist.
Der Schlauchmantel 21A der Langspaltwalze 21 kann gerillt (wie
mittels der Sektion 21B dargestellt), blind gebohrt oder glatt
sein. Im letzteren Falle muß das Offenvolumen des Siebs 10
größer sein als die Gesamtwassermenge in der Bahn W0 und dem Sieb
10 vor dem Preßspalt.
Die Fig. 15A und 15B zeigen ein weiteres alternatives
Ausführungsbeispiel der Vorpreßzone PN, die in den hierin
beschriebenen Papiermaschinenkonstruktionen anwendbar ist und
die entweder in Verbindung mit einem durch die Formungspartie
der Papiermaschine gehenden Formungssieb oder einem die Bahn
nach dem Formungssieb tragenden Transfersieb eingerichtet ist.
Die Vorpreßzone PN hat einen Langspalt, der in der oberen
Position mittels einer Langspaltwalze 21 und einer mit einer
glatten Fläche 22A versehenen unteren Walze 22 definiert ist,
die in der Schleife des Formungs- oder Langsiebs 10 plaziert ist
(oder des Vorpreß- und Transfersiebs W, sofern dieses in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 einbezogen ist), um eine Stütz- oder
Gegendruckwalze für die Langspaltwalze 21 auszubilden. Die
Langspaltwalze 21 hat einen Schlauchmantel 21A und einen
Preßschuh 23, der in dem Inneren einer mittels des
Schlauchmantels 21A definierten Schleife eingerichtet ist.
Wie in Fig. 15B gezeigt, hat der Preßschuh 23 der Langspaltwalze
21, die in diesem Falle eine Schlauchwalze sein kann, eine
gekrümmte Vorderkante Rl, die den Schlauchmantel 21A und das
Transferband 20 in den Langspalt führt. Das Sieb 10 und die
darauf gestützte Bahn W0 kommen im wesentlichen tangential zu dem
Einlaß des Langspalts an dem Langspalt an. Der Preßschuh 23 hat
ebenso eine gekrümmte Hinterkante R2, um welche der
Schlauchmantel 21A und das Transferband 20 sowie die Bahn W1, die
nunmehr auf dem Transferband 20 gestützt ist, in einem Winkel α2
zu einer Ebene TA verlaufen, die zu Beginn der Hinterkante R2
des Preßschuhs 23 zu einer Außenoberfläche der unteren Walze 22
tangential ist, was nicht in der Richtung tangential zu einer
Außenoberfläche der unteren Walze ist. Nach der Hinterkante R2
setzt sich das Sieb 16 fort, um in einem Winkel α2 zur
Tangentialebene zu verlaufen, während das Transferband 20 und
die darauf gestützte Bahn geführt werden, um in einem Winkel α1
zur Tangentialebene zu verlaufen, der größer ist als der Winkel
0 : 2, so daß die Bahn von dem wasserbeladenen Sieb 10 distanziert
wird, wodurch eine Wiederbenässung der Bahn mit Wasser in dem
Sieb 10 verhindert wird. Demgemäß separieren sich nach der
Hinterkante R2 des Preßschuhs 23 das Sieb 10 und das
Transferband 20 in einem Winkel α3 (, der α1-α2 gleicht,)
voneinander.
Wasser wird - unterstützt von einem in dem Öffnungsspalt LN
erzeugten Unterdruck und von Schwerkräften - schräg nach unten
entfernt, und zwar nach der Hinterkante des Preßschuhs 23 primär
in der Richtung eines nahezu in der Richtung der Tangentialebene
TA zeigenden Pfeils WA.
Eine Wiederbenässung der Bahn W1 nach der Vorpreßzone PN ist ein
Problem und wird unter anderem durch die Laufrichtung des
Transferbands 20 und des Siebs 10 beeinflußt, und zwar
beispielsweise durch die Winkel, in denen das Transferband 20
und das Sieb 10 in Beziehung zu der Tangentialebene TA
verlaufen, nämlich α1, α2 und α3. Es ist herausgefunden worden,
daß eine Wiederbenässung der Bahn optimal vermieden wird, sofern
sich sowohl das Transferband 20 als auch das Sieb 10 in dem
gleichen Winkel über die Hinterkante R2 des Preßschuhs 23 der
Langspaltzone 21 krümmen (, der der gleiche ist oder
unterschiedlich zu dem Winkel ist, in welchem das Sieb 10 nach
der Hinterkante verläuft). Dieser Winkel kann ausgewählt oder
bestimmt werden, um eine Verhinderung einer Wiederbenässung der
Bahn zu optimieren. Ein Vorteil dieses Ausführungsbeispiels
besteht darin, daß Wasser aufgrund der Zentrifugalkraft und der
mittels der Gegendruckwalze 21 erzeugten Saugwirkung entfernt
wird (Pfeil WA), und zwar in der Richtung weg von der Bahn W1
durch das Sieb 10, wodurch eine Wiederbenässung der Bahn W1
reduziert wird. Ebenso zeigt die Richtung WA des entfernten
Wassers nach unten, was den Pressenpartieentwurf verbessert. Bei
steigenden Maschinenlaufgeschwindigkeiten steigt der
Trockenfeststoffanteil der Bahn W1, was selbstverständlich ist,
da auch die Zentrifugalkraft erhöht wird.
Jedoch ist nach der Hinterkante des Preßschuhs der Winkel der
Laufrichtung des Transferbands 20 relativ zu der Tangentialebene
größer als der Winkel der Laufrichtung des Siebes 10 relativ zu
der Tangentialebene, um effektiv eine Wiederbenässung der Bahn
zu verhindern. Tatsächlich können die Winkel der Laufrichtung
des Transferbands 20 und des Siebs 10 nach der Hinterkante R2
des Preßschuhs 23 mit der Gesamtzielsetzung einer Beeinflussung
einer Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt, d. h. einer
Minimierung einer Wiederbenässung der Bahn, ausgewählt werden.
Für diesen Zweck kann eine Führungswalze 202 in einer Schleife
des Transferbands 20 nach der Langspaltwalze 21 eingerichtet
werden und die Position der Führungswalze 202 durch geeignete
Einstelleinrichtungen (mit Pfeil B dargestellt) eingestellt
werden, um die Winkel α1 und α3 zu variieren, d. h. den Winkel,
in welchem das Transferband 20 und die Bahn nach dem Langspalt
verlaufen, wodurch eine Änderung in dem Winkel verursacht wird,
in welchem die Bahn von dem Sieb 10 separiert wird, wodurch eine
Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt beeinflußt wird.
Zusätzlich oder anstelle der Einstellung der Laufrichtung des
Transferbands 20 nach dem Langspalt ist es möglich, eine
Führungswalze 101 in einer Schleife des Siebs 10 nach der
Gegendruckwalze 21 einzurichten und die Position der
Führungswalze 101 (durch eine mittels eines Pfeils A
dargestellte Einstelleinrichtung) einzustellen, um die Winkel α2
und α3 zu variieren, d. h. den Winkel, in welchem das Sieb 10
nach dem Langspalt verläuft, wodurch eine Änderung in dem Winkel
verursacht wird, in welchem die Bahn von dem Sieb 10 separiert
wird, wodurch eine Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt
beeinflußt und die Anhaftung der Bahn an dem Transferband nach
dem Langspalt erhöht wird.
Die Bahn W1 folgt dem Transferband 20 nach der Vorpreßzone PN
zuverlässig, und zwar aufgrund der Austrittswinkel des
Transferbands 20 und des Siebs 10 von dem Langspalt in der
Vorpreßzone PN.
Die oben vorgesehenen Beispiele sollen nicht exklusiv sein.
Viele andere Variationen der vorliegenden Erfindung würden dem
Fachmann offensichtlich erscheinen und sollen als in dem Bereich
der beigefügten Ansprüche eingeschlossen verstanden werden.
Vorstehend ist eine Papier- oder Kartonmaschine und ein
Verfahren zum Leiten einer Papier- oder Kartonbahn von einer
Formungspartie zu einer Pressenpartie in einer Papier- oder
Kartonmaschine offenbart worden, wonach die Bahn W in der
Formungspartie an einem ersten Sieb 10; 10A getragen wird oder
von einem Formungssieb der Formungspartie zu einem ersten Sieb
10W transferiert wird. Die auf dem ersten Sieb 10; 10A; 10W
verlaufende Bahn W wird dazu gebracht, in einer Transfer- und
Vorpreßzone PN; PN0; PN10; PN1; PN2; PN00 an einer
Außenseitenfläche eines Transferband 20; 20A; 20B zu haften, das
im wesentlichen nicht wasseraufnehmend ist. Die Vorpreßzone hat
einen Langspalt, der mittels einer Langspaltwalze 21 und einer
glattflächigen Preßwalze 22 definiert ist, wobei die
Langspaltwalze 21 einen Schlauchmantel 21a und einen in einer
Schleife des Schlauchmantels 21a eingerichteten Preßschuh 23
hat. Nach dieser Vorpreßzone wird die Bahn W im wesentlichen
unmittelbar von dem Sieb 10; 10A; 10W separiert und abgestützt
auf dem Transferband auf das nächste Preßgewebe 25; 30 in der
Pressenpartie und/oder in den nächsten Preßspalt NP1; NP2
geleitet. In der Vorpreßzone/den Vorpreßzonen wird eine
beträchtliche Wassermenge aus der Bahn W im wesentlichen
lediglich in einer Richtung entfernt, wobei gleichzeitig die
Bahn W dazu gebracht wird, zuverlässig an der Außenseitenfläche
des Transferbands 20; 20A; 20B zu haften.
Claims (20)
1. Verfahren zur Entwässerung einer Papier- oder Kartonbahn,
während die Bahn (W) von einer Formungspartie zu einer
Pressenpartie geleitet wird, wobei die Bahn (W) in der
Formungspartie von einem ersten Sieb (10; 10A) getragen oder von
einem Formungssieb der Formungspartie zu einem ersten Sieb (10W)
transferiert wird, mit den Schritten:
Führen des ersten Siebs (10; 10W; 10A), auf dem die Bahn (W) getragen wird, in eine Vorpreßzone (PN; PN0; PN10; PN1; PN2; PN00),
Formen eines Langspalts in der Vorpreßzone zwischen einer Langspaltwalze (21) und einer glattflächigen Preßwalze (22), wobei die Langspaltwalze (21) einen Schlauchmantel (21a) und einen in einer Schleife des Schlauchmantels (21a) eingerichteten Preßschuh (23) hat,
Führen eines im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Transferbands (20; 20A; 20B) in die Vorpreßzone, um die Bahn (W) in dem Langspalt zu erfassen,
Transferieren der Bahn (W) in dem Langspalt in der Vorpreßzone von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zu dem Transferband (20; 20A; 20B) derart, daß die Bahn (W) an einer Stelle im wesentlichen unmittelbar nach der Vorpreßzone lediglich auf dem Transferband (20; 20A; 20B) abgestützt ist und das erste Sieb (10; 10W; 10A) von der Bahn (W) separiert worden ist, und
anschließendes Leiten der Bahn (W) abgestützt auf dem Transferband (20; 20A; 20B) in Eingriff mit einem Preßgewebe oder einem zusätzlichen Sieb (25; 30) in die Pressenpartie und/oder in einen Preßspalt der Pressenpartie.
Führen des ersten Siebs (10; 10W; 10A), auf dem die Bahn (W) getragen wird, in eine Vorpreßzone (PN; PN0; PN10; PN1; PN2; PN00),
Formen eines Langspalts in der Vorpreßzone zwischen einer Langspaltwalze (21) und einer glattflächigen Preßwalze (22), wobei die Langspaltwalze (21) einen Schlauchmantel (21a) und einen in einer Schleife des Schlauchmantels (21a) eingerichteten Preßschuh (23) hat,
Führen eines im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Transferbands (20; 20A; 20B) in die Vorpreßzone, um die Bahn (W) in dem Langspalt zu erfassen,
Transferieren der Bahn (W) in dem Langspalt in der Vorpreßzone von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zu dem Transferband (20; 20A; 20B) derart, daß die Bahn (W) an einer Stelle im wesentlichen unmittelbar nach der Vorpreßzone lediglich auf dem Transferband (20; 20A; 20B) abgestützt ist und das erste Sieb (10; 10W; 10A) von der Bahn (W) separiert worden ist, und
anschließendes Leiten der Bahn (W) abgestützt auf dem Transferband (20; 20A; 20B) in Eingriff mit einem Preßgewebe oder einem zusätzlichen Sieb (25; 30) in die Pressenpartie und/oder in einen Preßspalt der Pressenpartie.
2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit dem Schritt:
Ausrichten des ersten Siebs (10; 10W; 10A) von dem Langspalt in einer Richtung, die tangential zu einer äußeren Oberfläche der Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22) ist, über die das erste Sieb verläuft.
Ausrichten des ersten Siebs (10; 10W; 10A) von dem Langspalt in einer Richtung, die tangential zu einer äußeren Oberfläche der Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22) ist, über die das erste Sieb verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit den Schritten:
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in einer Schleife des ersten Siebs (10; 10A), und
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Transferbands (20; 20A) und oberhalb der glattflächigen Preßwalze (22) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer oberen Position und sich die glattflächigen Walze (22) in dem Langspalt in einer unteren Position befindet.
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in einer Schleife des ersten Siebs (10; 10A), und
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Transferbands (20; 20A) und oberhalb der glattflächigen Preßwalze (22) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer oberen Position und sich die glattflächigen Walze (22) in dem Langspalt in einer unteren Position befindet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit den Schritten:
Führen des Transferbands (20) nach der Vorpreßzone (PN) in einer Richtung in einem ersten Winkel (α1) relativ zu einer Ebene (TA), die zu Beginn einer Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) tangential zu einer äußeren Oberfläche (21a; 22a) der Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22) ist, über die das erste Sieb (10) verläuft,
Führen des ersten Siebs (10) nach der Vorpreßzone (PN) in eine Richtung in einem zweiten Winkel (α2) relativ zu der Tangentialebene (TA), der kleiner als der erste Winkel (α1) ist, und zwar nicht in eine Richtung, die tangential zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) ist, wobei ein dritter Winkel (α3) als der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Winkel (α2-α1) definiert ist und den Unterschied in der Laufrichtung des Transferbands (20) und des ersten Siebs (10) darstellt, und
Auswählen der ersten und zweiten Winkel (α1, α2) zur Bestimmung des dritten Winkels (α3), wodurch eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt beeinflußt wird.
Führen des Transferbands (20) nach der Vorpreßzone (PN) in einer Richtung in einem ersten Winkel (α1) relativ zu einer Ebene (TA), die zu Beginn einer Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) tangential zu einer äußeren Oberfläche (21a; 22a) der Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22) ist, über die das erste Sieb (10) verläuft,
Führen des ersten Siebs (10) nach der Vorpreßzone (PN) in eine Richtung in einem zweiten Winkel (α2) relativ zu der Tangentialebene (TA), der kleiner als der erste Winkel (α1) ist, und zwar nicht in eine Richtung, die tangential zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) ist, wobei ein dritter Winkel (α3) als der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Winkel (α2-α1) definiert ist und den Unterschied in der Laufrichtung des Transferbands (20) und des ersten Siebs (10) darstellt, und
Auswählen der ersten und zweiten Winkel (α1, α2) zur Bestimmung des dritten Winkels (α3), wodurch eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt beeinflußt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt Führen des
Transferbands (20) nach der Vorpreßzone (PN) in dem ersten
Winkel (αl) den Schritt Einrichten einer Führungswalze (202) in
einer Schleife des Transferbands (20) nach dem Langspalt
aufweist, ferner mit dem Schritt:
Einstellen der Position (B) der Führungswalze (202), um den ersten und dritten Winkel (α1, α3) zu variieren und um eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt zu beeinflussen.
Einstellen der Position (B) der Führungswalze (202), um den ersten und dritten Winkel (α1, α3) zu variieren und um eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt zu beeinflussen.
6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt Führen des
ersten Siebs (10) nach der Vorpreßzone (PN) in einem zweiten
Winkel (α2) den Schritt Einrichten einer Führungswalze (101) in
einer Schleife des ersten Siebs (10) nach dem Langspalt (PN)
aufweist, ferner mit dem Schritt:
Einstellen der Position der Führungswalze (101), um den zweiten und dritten Winkel (α2, α3) zu variieren und eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt (PN) zu beeinflussen und die Anhaftung der Bahn (W) an dem Transferband (20) nach dem Langspalt (PN) zu erhöhen.
Einstellen der Position der Führungswalze (101), um den zweiten und dritten Winkel (α2, α3) zu variieren und eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt (PN) zu beeinflussen und die Anhaftung der Bahn (W) an dem Transferband (20) nach dem Langspalt (PN) zu erhöhen.
7. Verfahren nach Anspruch 3, ferner mit dem Schritt:
Führen des ersten Siebs (10) über eine Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) in einem ersten Winkel relativ zu einer Ebene (TA), die zu Beginn der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) tangential und nicht in einer zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) tangentialen Richtung verläuft,
Führen des Transferbands (20) in dem ersten Winkel über die Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23),
Fortsetzen der Führung des ersten Siebs (10) in dem ersten Winkel nach der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23),
Führen des Transferbands (20), um nach der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) in einem zweiten Winkel (α2) zum Verlauf des ersten Siebs (10) zu verlaufen, um die Bahn (W) dazu zu bringen, sich von dem ersten Sieb (10) zu separieren, und
Auswählen des zweiten Winkels, um eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt zu beeinflussen.
Führen des ersten Siebs (10) über eine Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) in einem ersten Winkel relativ zu einer Ebene (TA), die zu Beginn der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) tangential und nicht in einer zu einer äußeren Oberfläche (22a) der glattflächigen Preßwalze (22) tangentialen Richtung verläuft,
Führen des Transferbands (20) in dem ersten Winkel über die Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23),
Fortsetzen der Führung des ersten Siebs (10) in dem ersten Winkel nach der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23),
Führen des Transferbands (20), um nach der Hinterkante (R2) des Preßschuhs (23) in einem zweiten Winkel (α2) zum Verlauf des ersten Siebs (10) zu verlaufen, um die Bahn (W) dazu zu bringen, sich von dem ersten Sieb (10) zu separieren, und
Auswählen des zweiten Winkels, um eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt zu beeinflussen.
8. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit den Schritten:
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des ersten Siebs (10), und
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in einer Schleife des Transferbands (20) und oberhalb der Langspaltwalze (21) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer unteren Position und die glattflächige Walze (22) sich in dem Langspalt in einer oberen Position befindet.
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des ersten Siebs (10), und
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in einer Schleife des Transferbands (20) und oberhalb der Langspaltwalze (21) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer unteren Position und die glattflächige Walze (22) sich in dem Langspalt in einer oberen Position befindet.
9. Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit dem Schritt:
Einstellen der Position (A) des Preßschuhs (23) in der Langspaltwalze (21), um eine Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt zu beeinflussen.
Einstellen der Position (A) des Preßschuhs (23) in der Langspaltwalze (21), um eine Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt zu beeinflussen.
10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das erste Sieb (10W) ein
Vorpreßtransfersieb ist, das eine relativ offene und
durchlässige Gewebestruktur hat, und die Bahn (W) von dem
Formungssieb (10) der Formungspartie, an welcher die Bahn (W)
geformt wird, zu dem Vorpreßsieb (10W) um eine Saugzone (24a)
einer Abnahmewalze (24) transferiert wird, die in einer Schleife
des Vorpreßsiebs (10W) plaziert ist, ferner mit den Schritten:
Tragen der Bahn (W) an einer unteren Fläche des Vorpreßsiebs (10W) in die Vorpreßzone (PN10), und
Leiten der Bahn (W) abgestützt auf dem Transferband (20B) nach der Vorpreßzone (PN10) auf ein zweites Sieb (30), das angepaßt ist, um die Bahn (W) in einen nachfolgenden Preßspalt (NP1) zu tragen.
Tragen der Bahn (W) an einer unteren Fläche des Vorpreßsiebs (10W) in die Vorpreßzone (PN10), und
Leiten der Bahn (W) abgestützt auf dem Transferband (20B) nach der Vorpreßzone (PN10) auf ein zweites Sieb (30), das angepaßt ist, um die Bahn (W) in einen nachfolgenden Preßspalt (NP1) zu tragen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, ferner mit den Schritten:
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Vorpreßsiebs (10W), und
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in der Schleife des Transferbands (20B) und unterhalb der Langspaltwalze (21) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer oberen Position und sich die glattflächige Walze (22) in dem Langspalt in einer unteren Position befindet.
Einrichten der Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Vorpreßsiebs (10W), und
Einrichten der glattflächigen Preßwalze (22) in der Schleife des Transferbands (20B) und unterhalb der Langspaltwalze (21) derart, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer oberen Position und sich die glattflächige Walze (22) in dem Langspalt in einer unteren Position befindet.
12. Papier- oder Kartonmaschine, mit einer Formungspartie zur
Formung einer Bahn (W), einer Pressenpartie einschließlich
zumindest einer Preßzone (NP1, NP2) zur Entwässerung der Bahn (W)
und einer Trockenpartie zur Trocknung der Bahn (W), mit
einer Vorpreßzone (PN; PN0; PN10; PN1; PN2; PN00) zur Pressung der Bahn (W), die an dem Ende der Formungspartie oder zwischen der Formungspartie und der zumindest einen Preßzone (NP1; NP2) in der Pressenpartie eingerichtet ist, wobei die Vorpreßzone einen Langspalt einschließt, der eine Langspaltwalze (21) und eine glattflächige Preßwalze (22) aufweist, wobei die Langspaltwalze (21) einen Schlauchmantel (21a) und einen in einer Schleife des Schlauchmantels (21a) eingerichteten Preßschuh (23) hat,
einem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zum Tragen der Bahn (W) in den Langspalt,
einem im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Transferband (20; 20A; 20B) mit einer äußeren Fläche, an der die Bahn (W) anhaftbar ist, und
einer ersten Führungseinrichtung (202) zur Führung des Transferbands (20; 20A; 20B) durch den Langspalt, wobei die Bahn (W) in dem Langspalt von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zu dem Transferband (20; 20A; 20B) derart transferiert wird, daß sie an der äußeren Fläche des Transferbands (20; 20A; 20B) anhaftet und von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) im wesentlichen unmittelbar nach der Vorpreßzone separiert wird, und zwar im wesentlichen ohne einer Wiederbenässung der Bahn (W), wobei die Bahn (W) mittels des Transferbands von der Vorpreßzone in die zumindest eine Preßzone (NP1; NP2) in der Pressenpartie getragen wird oder auf ein Preßgewebe (25) der Pressenpartie zu transferieren ist.
einer Vorpreßzone (PN; PN0; PN10; PN1; PN2; PN00) zur Pressung der Bahn (W), die an dem Ende der Formungspartie oder zwischen der Formungspartie und der zumindest einen Preßzone (NP1; NP2) in der Pressenpartie eingerichtet ist, wobei die Vorpreßzone einen Langspalt einschließt, der eine Langspaltwalze (21) und eine glattflächige Preßwalze (22) aufweist, wobei die Langspaltwalze (21) einen Schlauchmantel (21a) und einen in einer Schleife des Schlauchmantels (21a) eingerichteten Preßschuh (23) hat,
einem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zum Tragen der Bahn (W) in den Langspalt,
einem im wesentlichen nicht wasseraufnehmenden Transferband (20; 20A; 20B) mit einer äußeren Fläche, an der die Bahn (W) anhaftbar ist, und
einer ersten Führungseinrichtung (202) zur Führung des Transferbands (20; 20A; 20B) durch den Langspalt, wobei die Bahn (W) in dem Langspalt von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) zu dem Transferband (20; 20A; 20B) derart transferiert wird, daß sie an der äußeren Fläche des Transferbands (20; 20A; 20B) anhaftet und von dem ersten Sieb (10; 10W; 10A) im wesentlichen unmittelbar nach der Vorpreßzone separiert wird, und zwar im wesentlichen ohne einer Wiederbenässung der Bahn (W), wobei die Bahn (W) mittels des Transferbands von der Vorpreßzone in die zumindest eine Preßzone (NP1; NP2) in der Pressenpartie getragen wird oder auf ein Preßgewebe (25) der Pressenpartie zu transferieren ist.
13. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, wobei das
erste Sieb (10) ein Formungssieb ist, das durch die
Formungspartie verläuft, wobei die Vorpreßzone in der
Formungspartie eingerichtet ist, die glattflächige Preßwalze
(22) in einer Schleife des Formungssiebs (10) eingerichtet ist
und die Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Transferbands
(20) und oberhalb der glattflächigen Preßwalze (22) derart
eingerichtet ist, daß sich die Langspaltwalze (21) in einer
oberen Position in dem Langspalt und sich die glattflächige
Walze in einer unteren Position in dem Langspalt befindet.
14. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, wobei das
erste Sieb (10) ein Formungssieb ist, das durch die
Formungspartie verläuft, wobei die Vorpreßzone in der
Formungspartie eingerichtet ist, die glattflächige Preßwalze
(22) in einer Schleife des Transferbands (20) eingerichtet ist
und die Langspaltwalze (21) in einer Schleife des Formungssiebs
unterhalb der glattflächigen Preßwalze (22) derart eingerichtet
ist, daß sich die Langspaltwalze (21) in dem Langspalt in einer
unteren Position und sich die glattflächige Preßwalze (22) in
dem Langspalt in einer oberen Position befindet.
15. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, ferner mit
einer zweiten Führungseinrichtung (101) zur Führung des
ersten Siebs (10) nach dem Langspalt in einer Richtung, die
tangential zu einer äußeren Oberfläche einer untersten der
Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22) ist.
16. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, wobei die
erste Führungseinrichtung (202) strukturiert und eingerichtet
ist, um das Transferband (20) nach der Vorpreßzone (PN) in einer
Richtung in einem ersten Winkel (α1) relativ zu einer Ebene (TA)
zu führen, die zu Beginn einer Hinterkante (R2) des Preßschuhs
(23) tangential zu einer äußeren Oberfläche einer untersten der
Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze ist,
ferner mit
einer zweiten Führungseinrichtung (101) zur Führung des
ersten Siebs (10) nach der Vorpreßzone (PN) in einer Richtung in
einem zweiten Winkel (α2) relativ zu der Tangentialebene (TA),
der kleiner ist als der erste Winkel (α1), und zwar nicht in
einer Richtung, die zu einer äußeren Oberfläche der untersten
der Langspaltwalze (21) oder der glattflächigen Preßwalze (22)
tangential ist.
17. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 16, wobei die
erste Führungseinrichtung (202) eine Führungswalze, die in einer
Schleife des Transferbands (20) nach dem Langspalt eingerichtet
ist, und eine Einrichtung zur Einstellung der Position (B) der
Führungswalze aufweist, um den ersten Winkel (α1) zu variieren
und eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem Langspalt zu
beeinflussen.
18. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 16, wobei die
zweite Führungseinrichtung (101) eine Führungswalze, die in
einer Schleife des ersten Siebs (10) nach dem Langspalt
eingerichtet ist, und eine Einrichtung zur Einstellung der
Position (A) der Führungswalze aufweist, um den zweiten Winkel
(α2) zu variieren und eine Wiederbenässung der Bahn (W) nach dem
Langspalt zu beeinflussen und eine Anhaftfähigkeit der Bahn an
dem Transferband (20) nach dem Langspalt zu erhöhen.
19. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, ferner mit
einer Einrichtung zur Einstellung der Position (A) des
Preßschuhs (23) in der Langspaltwalze (21), um eine
Wiederbenässung der Bahn nach dem Langspalt zu beeinflussen.
20. Papier- oder Kartonmaschine nach Anspruch 12, ferner mit
einer Abnahmesaugwalze (24), die in der Schleife des ersten
Siebs (10W) eingerichtet ist und eine Saugzone (24a) hat, wobei
die Vorpreßzone (PN10) zwischen der Formungspartie und der
Pressenpartie eingerichtet ist, die Bahn (W) von einem durch die
Formungspartie auf das erste Sieb (10W) um die Saugzone (24a)
verlaufenden Formungssieb transferiert wird, das erste Sieb
(10W) in der Vorpreßzone (PN10) ein oberes Gewebe bildet und das
Transferband (20B) in der Vorpreßzone (PN10) ein unteres Gewebe
bildet, wobei nach der Vorpreßzone (PN10) die Bahn (W) von dem
Transferband (20B) auf ein zweites Sieb (30) transferiert wird,
das in der zumindest einen Preßzone (NP1; NP2) in der
Pressenpartie ein oberes Gewebe bildet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/980,993 US5908536A (en) | 1995-10-03 | 1997-12-01 | Method and machine for removing water from a paper or board web by pressing |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=25528017
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| Country | Link |
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| US (1) | US5908536A (de) |
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