DE19831957A1 - Spender zur Ausgabe pastöser Massen - Google Patents
Spender zur Ausgabe pastöser MassenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Spender (Sp) zur Ausgabe pastöser Massen (3), wie bspw. Zahnpasta, mit einem Außengehäuse (1) mit offener Oberseite und einem bodenseitigen Dom (25), dessen Decke (31) einen bei Unterdruck im Außengehäuse (1) in die Offenstellung tretenden Verschlußkörper (28) eines Lufteinlaß-Ventils (V) besitzt, ferner einem aus dem Außengehäuse (1) nach oben vorstehenden Innengehäuse (2), welches an seinem Kopfstück (7) eine Betätigungsfläche (6) und eine Mundstücköffnung (4) aufweist, über welche Betätigungsfläche (6) das Innengehäuse (2) entgegen Federdruck eines Balges (B) in das diesem gegenüber abgedichtete Außengehäuse (1) eindrückbar ist, so daß unter dieser Betätigung ein über einen im Innengehäuse (2) in Richtung (Pfeil x) der Mundstücköffnung (4) wandernder Transportkolben (8) zufolge eines rückseitig desselben aufgebauten Luftüberdrucks die Masse (3) vor sich herschiebt. Zur Vereinfachung der Ausbildung des Lufteinlaß-Ventils und Erhöhung der Funktionssicherheit ist der Verschlußkörper (28) als auf der Decke (31) befestigte Scheibe (32) aus dem Material des Balges (B) gestaltet.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender zur Ausga
be pastöser Massen, wie bspw. Zahnpasta, mit einem
Außengehäuse mit offener Oberseite und einem bodenseiti
gen Dom, dessen Decke einen bei Unterdruck im Außenge
häuse in die Offenstellung tretenden Verschlußkörper
eines Lufteinlaß-Ventils besitzt, ferner einem aus dem
Außengehäuse nach oben vorstehenden Innengehäuse, wel
ches an seinem Kopfstück eine Betätigungsfläche und
eine Mundstücköffnung aufweist, über welche Betätigungs
fläche das Innengehäuse entgegen Federdruck eines Bal
ges in das diesem gegenüber abgedichtete Außengehäuse
eindrückbar ist, so daß unter dieser Betätigung ein
über einen im Innengehäuse in Richtung der Mundstücköff
nung wandernder Transportkolben zufolge eines rücksei
tig desselben aufgebauten Luftüberdrucks die Masse vor
sich herschiebt.
Ein Spender dieser Art ist durch die EP 0 648 180 B1
bekannt. Das dortige Lufteinlaß-Ventil besteht aus
einem beiderends randgefaßten Gummi- oder Kunststoff
streifen. Der überspannt eine zentralliegende Luft
durchtrittsöffnung in der Decke des Domes. Der ist
peripher durch einen Kragen in Ausgaberichtung verlän
gert. Zur Sicherung wird eine so topfförmig gestaltete
Ventilkammer durch eine aufklipsbare Kappe verschlos
sen. Die ist perforiert. Die Kappe schützt den Ventil
körper und begrenzt seine Aufwölbung.
Darüber hinaus sind im Stand der Technik peripher an
scharnierte Ventilklappen und auch Kugelventile be
kannt. Die erste technische Konzeption setzt hohe
Fertigungspräzision voraus; Kugelventile haben den
Nachteil der Einflußkomponente durch Schwerkraft.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen
Spender bezüglich der Ausbildung des Lufteinlaß-Ventils
zu vereinfachen und überdies die Funktionssicherheit zu
erhöhen.
Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei
einem Spender mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst,
wobei darauf abgestellt ist, daß der Verschlußkörper
als auf der Decke befestigte Scheibe aus dem Material
des Balges gestaltet ist. Das erbringt einen äußerst
wirtschaftlich herstellbaren Verschlußkörper hoher
Funktionssicherheit. Die Rückstellfähigkeit des
Materiales zur Ausübung der Federfunktion eines solchen
Balges ist nun zugleich sinnvoll genutzt für die ent
sprechende Rückstellfähigkeit des Verschlußkörpers.
Das Anformen einer Scheibe ist problemlos beherrschbar,
wobei es sich im Hinblick auf die Zuordnung des Ver
schlußkörpers zu seiner Ventilsitzfläche hin und im
Hinblick auf die Anbindung der beiden Funktionsteile
als günstig erweist, daß von der Scheibe auf der Decke
aufliegende, zum Balg-Stirnrand gerichtete Stege ausge
hen. Letztere fungieren als das Positionieren begünsti
gende Haltebänder und garantieren über die Zuordnungs
phase Einteiligkeit. Weiter besteht eine vorteilhafte
Ausgestaltung durch Trennstellen zwischen den
einstückig mit Balg und der Scheibe gespritzten Ste
gen. Über diese findet das Abkoppeln statt, so daß der
Balg seine ihm von Hause aus zugedachte Federfunktion
ausüben kann. Zur Lagesicherung der Scheibe dient eine
Maßnahme dahingehend, daß die Scheibe mittels aus der
Decke vorspringender Zapfen oder dergleichen an der
Decke positioniert ist. Solche Positionierungszapfen
erfüllen Paßstiftfunktion. Je nach Grundkonzept reicht
ein zentraler Positionierungszapfen für die Scheibe,
und zwar im Zentrum eines zentralen Ventil-Lochkranzes
liegend. Die Positionierung kann auch außerhalb der
Scheibe vorgenommen sein, bspw. durch mehrere Positio
nierungszapfen im Bereich der Stege. Wird eine entspre
chende Steckverbindung nicht über pilzkopfartige Zapfen
bewerkstelligt, bietet sich in vorteilhafter Weise auch
die Lösung an, daß die Positionierungszapfen nach dem
Aufstecken nietartig verformt werden. Ihre Enden wer
den dazu thermisch zu Nietköpfen zurückgestaucht, unter
Verwendung entsprechend thermoplastischen Materiales
versteht sich. Montagetechnisch und stabilisatorisch
erweist es sich sodann von Vorteil, daß der Stirnrand
des Balges U-förmigen Querschnitt besitzt, der vom
Innengehäuse umgriffen ist und dessen auf der Mantelflä
che des Domes gleitender U-Schenkel die Trennstelle zu
einem abgewinkelten Ende des Steges hin unterlegt. Die
entsprechende Stabilisierung dieses Anbindungsbereiches
erlaubt es, dem Steg eine Sollreißstelle zu geben, so
daß erst bei Inbetriebnahme des Spenders Verschlußkör
per und Balg ihre Trennung voneinander erfahren. Das
ergibt sogar eine verdeckte Originalitätssicherung.
Der Einheit Scheibe/Balg kommt sodann noch eine Zusatz
funktion zu, die darin besteht, daß der Fußrand des als
Faltenbalg gestalteten Balges mit einer nach auswärts
gerichteten Ringschulter zwischen-unterem Rand des
Außengehäuses und einer Schraubkappe des Domes einge
spannt ist. Der Fußrand fungiert so als Ringdichtung.
Ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines Spen
ders gemäß Anspruch 1 besteht sodann darin, daß zu
nächst Dom und Balg getrennt voneinander gespritzt
werden, anschließend der Balg derart von der Decke des
Domes her auf diesen gestülpt wird, daß Stege von der
Verschlußkörper-Scheibe sich auf Positionierungszapfen
zentrieren, die auf der Domdecke vorstehen. Nach sol
cher Art Paßstiftfunktion wird weiter so vorgegangen,
daß nach Formschluß-Halterung auf den Positionier
ungszapfen die Trennstelle zwischen dem Stirnrand des
Balges und den Stegen geschnitten wird, dies als Ater
native zur oben erläuterten Sollriß-Trennstelle.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand
eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Spender im Vertikal
schnitt in Grundstellung, vergrößert,
Fig. 2 den gleichen Schnitt bei in Gebrauch genom
menem Spender,
Fig. 3 den Balg in isolierter Wiedergabe in Seitenan
sicht,
Fig. 4 die Draufsicht hierzu,
Fig. 5 die Vormontageeinheit Balg/Schraubkappe, beide
Teile zapfenpositioniert,
Fig. 6 die Draufsicht hierzu,
Fig. 7 eine der Fig. 1 entsprechende Wiedergabe des
unteren Bereichs des Spenders, bezüglich der
Positionierung von Balg und Schraubkappe eine
Variante wiedergebend,
Fig. 8 den Schnitt gemäß Linie VIII-VIII in Fig. 7,
Fig. 9 eine Herausvergrößerung der Fig. 7,
Fig. 10 den diesbezüglichen Balg in isolierter Wieder
gabe, und zwar in Seitenansicht,
Fig. 11 die Draufsicht hierzu,
Fig. 12 die Einheit Balg/Schraubkappe, positioniert,
im Vertikalschnitt,
Fig. 13 die Draufsicht hierzu.
Der dargestellte Spender Sp ist als Standgerät reali
siert. Er besitzt ein langzylindrisches Außengehäuse
1. Dieses nimmt ein darin axial längsgeführtes Innenge
häuse 2 auf.
Hinsichtlich des Innengehäuses 2 handelt es sich um ein
hülsenförmiges Gebilde, welches auzugebende pastöse
Masse 3 enthält.
Bezüglich der Masse 3 kann es sich um Zahnpasta, Creme
oder auch Lebensmittel handeln. Das hülsenförmige
Innengehäuse 2 besitzt im Grunde becherförmige Gestalt
und ist einerends ganz querschnittsoffen. Das öffnungs
seitige Ende weist gemäß Zeichnung nach unten.
Das andere, praktisch geschlossene Ende des Innengehäu
ses 2 formt eine seitliche Mundstücköffnung 4 mit Origi
nalitätsverschluß 5. Es kann sich diesbezüglich sowohl
um eine Art Stopfen handeln oder einfach um einen aufge
siegelten Folienabschnitt mit Greiflasche.
Seitlich der Mundstücköffnung 4 befindet sich eine
Betätigungsfläche 6. Letztere ist Bestandteil eines
Kopfstückes 7, gebildet vom oben frei aus dem Außenge
häuse 1 vorragenden Ende des Innengehäuses 2. Die
Betätigungsrichtung ist in Fig. 2 durch Pfeil P kennt
lich gemacht. Unter solcher Druckbetätigung bewirkt
eine dem Spender Sp gegebene Spendermechanik M ein
schrittweises Verlagern eines Transportkolbens 8.
Letzterer schiebt mit seiner Vorderseite 9 die pastöse
Masse 3 in Ausgaberichtung (Pfeil x), also der Mund
stücköffnung 4 zu.
Die Verlagerung des Transportkolbens 8 geschieht unter
Luftdruckbelastung, konkret zufolge eines bei Betäti
gung rückseitig des Transportkolbens 8 aufgebauten
Luftüberdrucks. Die druckbelastete Rückseite des Trans
portkolbens 8 trägt das Bezugszeichen 10. Die Zone des
erzeugten Luftüberdrucks ist mit D bezeichnet.
Aufgebaut wird der Luftüberdruck mittels eines Balges
B. Es handelt sich um einen in Richtung des Pfeiles P
komprimierbaren Faltenbalg. Der besteht aus rückstell
fähigem Material, wie Gummi oder gummiähnlichem Kunst
stoff. Die Falten des Balges B sind mit 11 bezeichnet.
Die faltenbildende Wandung ist im Grunde zylindrisch.
Der Balg B fungiert als Rückholfeder. Er wirkt gegen
einen unteren, verbreiterten Rand 12 des Innengehäuses
2.
Der Balg B selbst stützt sich an einem Ringboden 13
einer Schraubkappe 14 des Spenders Sp ab. Die Abstütz
stelle ist zugleich als Dichtung a realisiert. Die
entsprechende Dichtwirkung läßt sich aus der Elastizi
tät des Materiales erzeugen.
Dichtungsringbildend ist ein Fußrand 15 des Balges B.
Dieser tritt mit einer nach auswärts gerichteten Ring
schulter 16 zwischen den unteren Rand 17 des Außengehäu
ses 1 und einen Rinnengrund 18 des Ringbodens 13 der
Schraubkappe 14.
Zwischen dem unteren Rand 12 des Wandabschnitts 2' des
Innengehäuses 2 und dem nach unten anschließenden Balg
B ist eine Dichtung realisiert, die durch das Bezugszei
chen b kenntlich gemacht ist. Sie (b) befindet sich
zwischen der planen Unterseite des unteren Randes 12
und einer korrespondierenden oberen, planparallelen
Ringschulter 19 des Balges B. Es handelt sich um eine
horizontale, umlaufende Stufe. Das Dichtungsmaterial
stellt auch hier der Balg B. Im Anschluß an die hori
zontale Ringschulter 19 geht der Balg B in einen Steck
vorsprung 20 über. Der ragt in das untere, offene Ende
des Innengehäuses 2, sei es in Grundausstattung oder
als Refill-Kartusche. Die Mantelwand des Steckvorsprun
ges 20 ist zylindrisch. Sie liegt gleichfalls dichtend
an der korrespondierenden zylindrischen Innenfläche des
Innengehäuses 2 im Bereich der den Luftüberdruck erzeu
genden Zone D an.
Der gesamte steckvorsprungbildende Stirnrand 21 des
Balges B besitzt U-förmigen Querschnitt. Der in Rich
tung des Ringbodens 13 offene U-Raum trägt das Bezugs
zeichen 22. Während der eine, in Ausgaberichtung an
steigende Schenkel des U-förmigen Querschnitts den
dichtenden Part des Steckvorsprungs 20 stellt, bildet
der in Gegenrichtung parallel abfallende U-Schenkel 23
eine Längsführung. Er gleitet nämlich auf einer Mantel
fläche 24 eines über den ganzen Führungshub zylindrisch
gestalteten, ortsfesten Domes 25.
Der Dom 25 ist integraler Bestandteil der Schraubkappe
14. Er ist dieser als transportkolbenseitige Einzie
hung angeformt, anschließend an die Innenseite des
Ringbodens 13. Die dortige Basiszone ist zunächst auch
zylindrisch ausgeführt. Ihre Ringwand trägt das Bezugs
zeichen 26. An deren Mantelfläche stützt sich die
Innenseite des fußrandseitigen Bereichs des Balges B
ab. Der Fußrand 15 kann so nicht ausweichen. Die
Ringwand 26 geht sodann in einen kegelstumpfförmigen
Wandungs-Zwischenabschnitt 27 über. Der nimmt Anschluß
an den erwähnten Dom 25 mit zylindrischer Mantelfläche
24.
Dem Dom 25 ist ein Ventil V zugeordnet. Es handelt
sich um ein Lufteinlaß-Ventil V. Das öffnet in Unter
drucksituation der pumpenartigen Spendermechanik M.
Bestandteile des genannten Lufteinlaß-Ventils V sind
ein dann in die Öffnungsstellung tretender Verschlußkör
per 28. Den spenderseitigen Part des Lufteinlaß-Ven
tils V steuert der Dom 25 bei, dies in Form eines Ven
tilsitzes 29. Gemäß Grundversion (Fig. 1) ist der
Ventilsitz 29 von einem dort zentral liegenden Loch 30
des Domes 25 gestellt.
Die Variante dieser Grundversion setzt auf einen Ven
til-Lochkranz 30' (vergl. Fig. 7 und 8) als Ventilsitz
29. Dort sind vier winkelgleiche Bogenschlitze reali
siert. Die liegen auf einer kreisförmigen Linie.
Sowohl das Loch 30 als auch die Langlöcher des Ventil-
Lochkranzes 30' sind in einer Decke 31 des Domes 25
ausgebildet. Die Decke 31 ist horizontal gelegt und
trägt den Verschlußkörper 28 als auf der Decke 31 befe
stigte Scheibe 32.
Die Scheibe 32 ist aus dem Material des Balges B gestal
tet. Es liegt integrale Ausbildung vor.
Von der auf der Decke 31 des Domes 25 aufliegenden
Scheibe 32 gehen zu dem Balg B führende Stege 33 aus.
Es handelt sich um bandförmige Materialbrücken. Letzte
re sind trennfähig. Die Trennstellen zwischen den
einstückig mit dem Balg B und der Scheibe 32 gespritz
ten Stege 33 sind mit 34 bezeichnet.
Die Trennung kann bei Ingebrauchnahme des Spenders Sp
stattfinden. In dem Fall sind die Trennstellen 34 als
Sollriß-Trennstellen gestaltet. Sie reißen vom Stirn
rand 21 des Balges B bei Erstbetätigung des Spenders
ab. Der Stirnrand 21 des Balges B weist die dazu not
wendige Festigkeit auf, gegeben in der oben erläuterten
U-Form des Stirnrandes 21. Der einen Führungs-Ringkra
gen bildende U-Schenkel 23 fungiert dazu als eine rota
tionssymmetrisch umlaufende Verfestigungsrippe. Erkenn
bar ist die Trennstelle 34 zu einem gleichgerichtet
liegenden abgewinkelten Ende 33' des Steges 33 durch
den U-Schenkel 23 unterlegt.
Der über den Deckenrand führende, planparallel zur
Decke 31 verlaufende horizontale Abschnitt 33'' der
Stege 33 ist in Bezug auf das Zentrum Z der Decke diame
tral verlaufend ausgerichtet.
Die über Eck gehende Führung des Steges 33 trägt nicht
zuletzt auch bezüglich der Bügelform des ventilschaffen
den Anteils des Balges B zu einer guten Halterung beim
Trennreißen bei. Die exponierte Bügelform oder Brücken
vergleichbare Gestalt von Scheibe 32 und Stegen 33 läßt
sich den Fig. 3 und 10 gut entnehmen.
Das Trennen der Funktionsteile Verschlußkörper 28, Balg
B als Dichtung und Rückholfeder kann auch durch Schnei
den der Stege 33 erreicht werden. Ein solcher Trenn
schnitt läßt sich im Anschluß an die Befestigung der
Scheibe 32 vornehmen.
Die Scheibe 32 ist ohne besondere Befestigungsmittel am
Dom 25 gehaltert. Hierzu sind an der Oberseite der
Decke 31 vorspringende Zapfen ausgebildet. Die lassen
sich spritztechnisch der Schraubkappe 14 gleich anfor
men. Gemäß Grundversion (Fig. 5) sind zwei solcher
Positionierungszapfen 35 realisiert. Die durchgreifen
je eine Durchbrechung 36 der Stege 33. Die Grundversi
on sieht eine außerhalb des kreisrunden Umrisses der
Scheibe 32 liegende Befestigung vor. Nach Aufstecken
des Balges B werden die die Durchbrechungen 36 durchra
genden freien Enden der Positionierungszapfen 35 nietar
tig verformt. Es handelt sich demgemäß um ther
misch ansprechendes Material.
Die Variante sieht dagegen nur eine Befestigungsstelle
für die Scheibe 32 vor. Die befindet sich im Zentrum Z
der Decke 31. Der hier etwas querschnittsgrößer aus
bildbare Einzel-Positionierungszapfen 35 ist konzen
trisch vom Ventil-Lochkranz 30' umgeben. Im Grunde
erstreckt sich der Lochkranz 30' auch noch zentrumsnah
in der Decke 31.
Sämtliche Zentrierungszapfen 35 bilden endseitig eine
die paßstiftartige Zuordnung begünstigende Konizität
aus. Der sich bildende Nietkopf legt sich mit der
entstehenden Unterflanke breitenzunehmend über den Rand
der Durchbrechung 36. Es liegt eine betriebssichere
Festlegung des Verschlußkörpers 28 vor.
Verfahrensmäßig wird so vorgegangen, daß zunächst der
Dom 25 bzw. die Schraubkappe 14 und der Balg B getrennt
voneinander gespritzt werden. Anschließend wird der
Balg B derart von der Decke 31 des Domes 25 her auf
diesen gestülpt, daß die Stege 33 der Verschlußkörper-
Scheibe 32 sich über die kongruent plazierten Durchbre
chungen 36 auf den Positionierungszapfen 35 zentrieren,
die auf der Dorndecke 31 vorstehend ausgebildet sind.
Entsprechend ist die Situation gemäß der Variante, nach
der die Scheibe 32 selbst im Zentrum Z ihre Durchbre
chung 36 hat, in die der Einzel-Positionierungszapfen
35 einfährt.
Nach dieser Formschluß-Halterung auf dem oder den Posi
tionierungszapfen 35 wird die Trennstelle 34 zwischen
der Stirnwand 21 des Balges B und den Stegen 33 herbei
geführt, hier bspw. geschnitten.
Funktion und Gebrauch des Spenders Sp sind nachstehend
kurz erläutert: Bei bestücktem Spender Sp wird zur
portionierten Ausgabe seines Inhalts eine Kraft in
Richtung des Pfeiles P auf das Kopfstück 7 ausgeübt.
Das führt zu einem Überlaufen des Domes 25, und zwar im
Sinne einer Volumenverkleinerung der den Luftüberdruck
aufbauenden Zone D des Spenders. Das kann unter Durch
laufen des gesamten zur Verfügung stehenden Hubes ge
schehen oder aber unter Ausübung nur eines Teilhubes
der Spendermechanik M. Das Ventil V befindet sich in
Schließstellung. In Fig. 2 ist eine maximale Kompri
mierung dargestellt, indem die Falten 11 des Balges B
sich auf Block gehend aufeinanderlegen. Das Volumen
der Zone D verkleinert sich dabei. Der im Balg B be
findliche Luftanteil kann über einen Ringspalt 37 zwi
schen der Dom-Mantelwand 24 und dem Balg-Schenkel 23
atmen. Die komprimierte, eingeschlossene Luft übt
einen Druck auf die Rückseite 10 des Transportkolbens 8
aus. Letzterer schiebt Masse 3 über die Mundstücköff
nung 4 stranggeformt aus. Die Betätigung geschieht
entgegen der Rückstellkraft des als Druckfeder fungie
renden, nach außen hin abgedichteten Faltenbalges.
Wird nun die Betätigungsfläche 6 losgelassen, schiebt
die Federkraft des Balges B das Innengehäuse 2 wieder
in Richtung des Pfeiles x. Diese Stellung ist anschlag
begrenzt. Anschlagbildend ist der Rand 12 des Innenge
häuses 2. Der Rand 12 tritt gegen einen Anschlag 38
des Außengehäuses 1. Bezüglich dieses Anschlages 38
handelt es sich um nach unten weisende, abgeschrägte
Stirnenden mehrerer Führungsrippen 39 an der Innenseite
des zylindrischen Innengehäuses 2. Solche leistenarti
gen Führungsrippen 39 gehen besonders deutlich aus
Fig. 1 hervor und erbringen eine nur geringe Führungs
fläche zwischen dem führenden Außengehäuse 1 des Spen
ders Sp und dem geführten Innengehäuse 2 desselben.
Eine etwaige leichte Absackbewegung der pastösen Masse
3 und des Transportkolbens 8 bringt einen vorteilhaften
Nebeneffekt, indem sie eine etwa vorstehende Rest-Über
standsmasse des Stranges an Masse 3 über die Mundstück
öffnung 4 einsaugt. Ansonsten ist aber das Luftpolster
durch das Ventil V gegen Ausweichender Luft gesichert,
denn der sich zwischen der Rückseite 10 und der Obersei
te des Ringbodens 13 verringernde Axialabstand läßt ein
so hohes Luftpolster entstehen, daß das Ventil V gleich
sam als Flachventil dichtschließend gegen die vom Rand
der Löcher 30, 30' gebildete Ventilsitz 29 gepreßt wird.
Im Gegenzug wird über das Loch 30 bzw. die Löcher 30'
der Luftausgleich im Umfang des abgegebenen Massevolu
mens bewirkt. In seine anschlagbegrenzte Grundstellung
zurückgetreten, kann das Innengehäuse 2 für den näch
sten Ausgabehub genutzt werden usw.
Zur Erst- und Neubestückung wird die Schraubkappe 14
abgeschraubt und eine neue Refill-Kartusche einge
setzt. Dies beschieht zweckmäßig mit nach unten gerich
tetem Spenderkopf. Durch Einführen, respektive Zu
schrauben der Schraubkappe 14 gelangt der Balg B in
Andock-Zuordnung zur Kartusche, respektive zum Wandungs
abschnitt 2'. Die Zone D wird hermetisch geschlossen.
Eine schon bei Eintritt des Steckvorsprunges 20 sich
ergebende Vorkomprimierung in der Zone D trägt zur
Bildung eines Druckpolstervorrats bei. Der Spender ist
gebrauchsbereit.
Der Ringwand 26 zugewandt, weist die Balginnenseite
einen durchgehend umlaufenden Ringwulst 40 auf, bildend
eine weitere Dichtung sowie Klemmsicherung für die
Steck-Vormontage der Teile B und 14.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich.
In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
aufzunehmen.
Claims (11)
1. Spender (Sp) zur Ausgabe pastöser Massen (3), wie
bspw. Zahnpasta, mit einem Außengehäuse (1) mit offener
Oberseite und einem bodenseitigen Dom (25), dessen
Decke (31) einen bei Unterdruck im Außengehäuse (1) in
die Offenstellung tretenden Verschlußkörper (28) eines
Lufteinlaß-Ventils (V) besitzt, ferner einem aus dem
Außengehäuse (1) nach oben vorstehenden Innengehäuse
(2), welches an seinem Kopfstück (7) eine Betätigungs
fläche (6) und eine Mundstücköffnung (4) aufweist, über
welche Betätigungsfläche (6) das Innengehäuse (2) entge
gen Federdruck eines Balges (B) oder dergleichen in das
diesem gegenüber abgedichtete Außengehäuse (1) eindruck
bar ist, so daß unter dieser Betätigung ein über einen
im Innengehäuse (2) in Richtung (Pfeil x) der Mundstück
öffnung (4) wandernder Transportkolben (8) zufolge
eines rückseitig desselben aufgebauten Luftüberdrucks
die Masse (3) vor sich herschiebt, dadurch gekennzeich
net, daß der Verschlußkörper (28) als auf der Decke
(31) befestigte Scheibe (32) aus dem Material des Bal
ges (B) gestaltet ist.
2. Spender nach Anspruch 1 oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, daß von der Scheibe (32) auf
der Decke (31) aufliegende, zum Balg-Stirnrand (21)
gerichtete Stege (33) ausgehen.
3. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet
durch Trennstellen (34) zwischen den einstückig mit dem
Balg (B) und der Scheibe (32) gespritzten Stegen (33).
4. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Scheibe (32) mittels aus der Decke (31)
vorspringender Zapfen oder dergleichen an der Decke
(31) positioniert ist.
5. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet
durch einen zentralen Positionierungszapfen (35) für
die Scheibe (32) im Zentrum (Z) eines zentralen Ventil-
Lochkranzes (30').
6. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet
durch mehrere Positionierungszapfen (35) jeweils im
Bereich der Stege (33).
7. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß die Positionierungszapfen (35) nietartig ver
formt sind.
8. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß der Stirnrand (21) des Balges (B) U-förmigen
Querschnitt besitzt, der vom Innengehäuse (2) umgriffen
ist und dessen auf der Mantelfläche (24) des Domes (25)
gleitender U-Schenkel (23) die Trennstelle (34) zu
einem abgewinkelten Ende (33') des Steges (33) unter
legt.
9. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich
net, daß der Fußrand (15) des als Faltenbalg gestalte
ten Balges (B) mit einer nach auswärts gerichteten
Ringschulter (16) zwischen unterem Rand (17) des Außen
gehäuses (1) und einer Schraubkappe (14) des Domes (25)
eingespannt ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Spenders gemäß
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst Dom
(25) und Balg (B) getrennt voneinander gespritzt wer
den, anschließend der Balg (B) derart von der Decke
(31) des Domes (25) her auf diesen gestülpt wird, daß
Stege (33) von der Verschlußkörper-Scheibe (32) sich
auf Positionierungszapfen (35) zentrieren, die auf der
Domdecke (31) vorstehen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Formschluß-Halterung auf den Positionier
ungszapfen (35) die Trennstelle (34) zwischen der Stirn
wand (31) des Balges (B) und dem Steg (33) geschnitten
wird.
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