DE19613130A1 - Selbstschließender Verschluß und Verschlußmembran - Google Patents
Selbstschließender Verschluß und VerschlußmembranInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen selbstschließenden Ver
schluß mit einer Verschlußkappe, einer in der Verschluß
kappe ausgebildeten Durchgangsöffnung und einer zugeord
net zu der Durchgangsöffnung angeordneten Verschlußmem
bran.
Derartige Verschlüsse sind bereits in verschiedenen
Ausgestaltungen bekanntgeworden. Es haben sich jedoch
bei der Benutzung Nachteile gezeigt dahingehend, daß
entweder kein ausreichend zuverlässiger Verschluß er
reicht ist oder die erforderliche Belüftung einen sol
chen Unterdruck erfordert, daß bei üblichen Quetschfla
schen, welche mit einem Verschluß bspw. versehen sind,
sich kein genügender Unterdruck ausbildet oder die
Rückstellkräfte in der Quetschflasche so stark vorgese
hen werden müssen, daß sie für einen üblichen Gebrauch
wenig geeignet sind.
Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik
beschäftigt sich die Erfindung mit der technischen
Problematik, einen gebrauchsgünstigeren selbstschließen
den Verschluß anzugeben. Es wird auch angestrebt, einen
herstellungsmäßig günstigen Verschluß zu erreichen.
Darüber hinaus ist eine möglichst günstige Montage
angestrebt. Auch beschäftigt sich die Erfindung mit der
technischen Problematik, eine für den genannten Ver
schluß vorteilhafte Verschlußmembran anzugeben.
Die technische Problematik ist zunächst und im wesentli
chen beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei
darauf abgestellt ist, daß die Verschlußmembran im
unbetätigten Einbauzustand einen unteren Halterungsrand
und eine obere, sich im wesentlichen konkav erstrecken
de Verschlußdecke aufweist, wobei weiter die Verschluß
decke und der Halterungsrand durch eine Verbindungswand
verbunden sind. Es ist auch bevorzugt, daß der Einbauzu
stand der Verschlußmembran durch ein Umstülpen der
Verschlußmembran nach einer Herstellung im Spritzgieß
verfahren erreicht ist. Hierdurch ergeben sich kräftemä
ßig günstige Auswirkungen. Insbesondere die konkav
ausgebildete Verschlußdecke ist einerseits in ihren
Verschlußzustand durch radial einwirkende Kräfte der
umgestülpten Verbindungswand vorteilhaft vorgespannt.
Andererseits ist aber auch ein rasches öffnen, insbeson
dere zur Belüftung, beim Nachsaugen, zu verzeichnen.
Die Verbindungswand kann sich bevorzugt weiter ausge
hend von einer randseitigen Anbindung an die Verschluß
decke, weiterhin bezogen auf den Einbauzustand, in eine
Einziehung unterhalb einer Projektionsfläche der Ver
schlußdecke fortsetzen. Dies ist insbesondere dadurch
erreicht, wie weiter unten noch im einzelnen erläutert,
daß die Verschlußdecke im Herstellungszustand (Spritzzu
stand) sich im wesentlichen zylindrisch, ausgehend von
der Verschlußdecke, erstreckt. Hierbei kann jedoch je
nach den gewünschten Eigenschaften der Verschlußmembran
auch eine Variation im Hinblick auf eine konische Ge
staltung vorgenommen werden. Die Fortsetzung in eine
Einziehung unterhalb der Projektionsfläche der Ver
schlußdecke erbringt gleichsam eine kelchartige Gestal
tung der Verschlußmembran insgesamt in diesem Bereich.
Es sind darüber hinaus auch Anwendungsfälle vorgesehen,
bei welchen sich die Verbindungswand auch im Einbauzu
stand im wesentlichen zylindrisch unterhalb und im
Anschluß an die Verschlußdecke erstreckt. Dies auch
insbesondere dann, wenn die angesprochene Umstülpung
nach dem Herstellungsvorgang nicht vorgenommen wird. Im
einzelnen ist insbesondere in bezug auf den beschriebe
nen umgestülpten Einbauzustand von Vorteil, daß die
Verschlußdecke randseitig eine größere Dicke aufweist
als die Begrenzungswand. Die Verschlußdecke kann sich
ausgehend von ihrem Randbereich kontinuierlich nach
innen verjüngen. Die Begrenzungswand ist bezüglich
einer im Querschnitt erscheinenden Randkante der Ver
schlußdecke der Verschlußmembran in einem oberen Be
reich angebunden - wiederum bezogen auf den Einbauzu
stand - und ein unterer freier Randbereich der Randkan
te der Verschlußdecke ist von der Begrenzungswand über
fangen. Aufgrund der beschriebenen, vorteilhaft einge
stellten, auf einen Mittelpunkt der Verschlußdecke zu
gerichteten Druckkräfte, erreicht durch ein gewisses
zwangsweises Aufweiten des elastischen Materials der
Verschlußmembran, insbesondere der Verbindungswand,
wird so auf die Randkante der Verschlußdecke im wesent
lichen über den gesamten Umfang eine radial nach innen
gerichtete Kraft ausgeübt. Durch die gewölbeartige
Erstreckung der Verschlußdecke werden diese Kräfte auch
günstigst aufgefangen. Durch die herrschenden Radial
kräfte und die damit gegebene Vorspannung in der Ver
schlußmembran und insbesondere der Verschlußdecke der
Verschlußmembran sind weitere vorteilhafte Eigenschaf
ten beim Betätigen der Verschlußmembran erreicht. Die
hierdurch erreichte Vorspannung in der Gewölbestruktur
der Verschlußmembran sorgt einerseits für eine hohe
Dichtkraft, andererseits erfolgt aber bei einer Störung
der Gewölbestruktur (Spendevorgang bzw. Nachsaugen)
auch sogleich ein Ausbrechen auf relativ geringe Kraft
einwirkung hin. Bei einem üblichen Spendevorgang er
folgt ein Öffnen der in der Verschlußdecke bevorzugt
vorgesehenen radialen Öffnungsschlitze ab einem bestimm
ten Druck zuverlässig und annähernd schlagartig. Bei
einer Beendigung eines Spendevorgangs und einem Rück
stellvorgang der Quetschflasche, auf welchen der Ver
schluß bspw. aufgebracht ist, ergibt sich zunächst in
an sich üblicher Weise ein Einziehen der Verschlußdecke
in den konkaven Ausgangszustand und sodann ein Durch
bruch nach unten mit einer Luftrücksaugung, welche
trotz der beschriebenen, in der Verschlußdecke herr
schenden Spannungen keinen größeren, sondern eher einen
geringeren Kraftaufaufwand bzw. Unterdruck erfordert.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist auch vorge
sehen, daß die Verbindungswand im Spritzzustand im
wesentlichen zylindrisch verläuft. Wie bereits angespro
chen kann durch eine Veränderung des Winkels in der
Verbindungswand (in einer Querschnittsbetrachtung) aber
auch die beschriebene, im umgestülpten Zustand sich
ergebende Vorspannung auf die Verschlußdecke oder eine
Trichterausbildung beeinflußt und variiert werden. In
weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die Verbindungswand in einen umlaufenden Verstär
kungsring übergeht und daß an dem Verstärkungsring ein
Befestigungsring angebunden ist. Der Verstärkungsring
hat sich insbesondere als vorteilhaft erwiesen in bezug
auf ein teleskopartiges Ausfahren der Verschlußmembran
bei Druckaufbau, wie weiter unten noch im einzelnen
beschrieben. Der Befestigungsring dient zur Halterung
der Verschlußmembran in dem Verschluß. In weiterer
bevorzugter Einzelheit ist vorgesehen, daß der Befesti
gungsring über eine sich im Querschnitt winklig zu der
Verbindungswand erstreckende Anbindungswand mit dem
Verstärkungsring verbunden ist.
Hinsichtlich des Verschlusses ist auch besonders bevor
zugt, daß nach außen anschließend an die in der Ver
schlußkappe ausgebildete Durchgangsöffnung ein Erweite
rungsbereich in der Verschlußkappe ausgebildet ist und
daß die Verschlußdecke der Verschlußmembran zugeordnet
zu diesem Erweiterungsbereich angeordnet ist. Die Ver
bindungswand kann sich zur Durchsetzung der Durchgangs
öffnung (von unten kommend gesehen) bis in den Erweite
rungsbereich erstrecken. Hierbei ist es nicht unbedingt
erforderlich, daß die Verbindungswand im Ruhezustand
des Verschlusses an dem Erweiterungsbereich anliegt. Es
kommt jedoch in der Regel bei einem Spendevorgang zu
einem Anliegen der Verbindungswand an dem Erweiterungs
bereich, was mit nachstehend noch im einzelnen beschrie
benen vorteilhaften Kräfteverhältnissen und einer Beein
flussung, in der Regel einer Unterstützung des Öffnungs
vorganges in der Verschlußdecke verbunden ist. Die
erfindungsgemäße Anordnung der Verschlußdecke in dem
Erweiterungsbereich hat zunächst zur Folge, daß die
Verschlußdecke eine gewisse Abstützung nach unten, aber
gegebenenfalls auch nach radial seitlich erfährt. Zudem
ist die durch den Erweiterungsbereich bzw. die Durch
gangsöffnung unterhalb der Verschlußdecke gegebene
Verjüngung im Sinne eines formschlüssigen Sitzes der
Verschlußmembran vorteilhaft. Es ist eine einfache
Montage der Verschlußmembran möglich. Ein Einkleben
oder dgl. ist nicht erforderlich. Gleichwohl besitzt
die Verschlußdecke eine ausreichende Bewegungsfreiheit,
um vorteilhaft einen Ausgabevorgang durchzuführen. Die
Verschlußdecke selbst kann vergleichsweise dünn ausge
bildet sein. Gleichwohl ist durch die konkave Gestal
tung und die radial nach innen wirkende Abstützung im
Erweiterungsbereich eine vergleichsweise hohe Verschluß
kraft gegeben, welche zuverlässig ein vollständiges
Verschließen der Ausgabeöffnung erreichen läßt. Diese
Beeinflussung bzw. Unterstützung der Verschlußkraft und
damit auch der Öffnungscharakteristik der Verschlußmem
bran kann allein oder kombinativ zu der oben beschriebe
nen, durch Umstülpen der Verschlußmembran zu erreichen
den Beeinflussung vorgesehen sein. Im einzelnen kann
die Verschlußdecke mit, von einem Mittelpunkt ausge
hend, in der Radialen sich erstreckenden Schlitzen aus
gebildet sein. Die Schlitze sind im Ruhezustand der
Verschlußmembran vollständig geschlossen, durch Anpres
sen der Schlitzbegrenzungsseiten gegeneinander. Bei
Betätigung des Gefäßes, auf welchem ein solcher Ver
schluß aufgebracht ist, wird die Verschlußdecke nach
außen gedrückt und hierbei eine Öffnung durch Aufklaf
fen der Schlitze erreicht. In kombinativer oder alterna
tiver Ausgestaltung kann auch vorgesehen sein, daß die
Verschlußdecke eine mittige dauernde Öffnung aufweist,
wobei unterhalb der Öffnung ein Stützteller ausgebildet
ist, auf welchem die Verschlußdecke im Ruhezustand
abdichtend aufsitzt, so daß auch bei dieser Ausführungs
form ein vollständiger Verschluß im Ruhezustand er
reicht ist. In weiterer Einzelheit wird bezüglich die
ses Stütztellers auch Bezug genommen auf die nicht
vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung 19 51 007
und die internationale Patentanmeldung PCT/EP95/01104.
Die Offenbarung dieser älteren Anmeldungen wird auch
zum Zwecke, sie in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
einzubeziehen, in die Offenbarung vorliegender Anmel
dung mit eingeschlossen. In weiterer Ausgestaltung ist
vorgesehen, daß in einem Außenbereich der Verschlußdec
ke ein die Verschlußdecke überragender Randwulst ausge
bildet ist. Ein solcher Randwulst, welcher jedoch im
Ruhezustand die Durchgangsöffnung nicht überragt, ist
für sich genommen aus der bereits eingangs genannten
EP-A2 545 678 bei einer vergleichbaren Verschlußmembran
bekannt. Im Rahmen vorliegender Erfindung ist jedoch
vorgesehen, daß der Randwulst im Bereich des Erweite
rungsbereiches und damit außerhalb der Durchgangsöff
nung angeordnet ist. Dadurch, daß der Randwulst im
Bereich des Erweiterungsbereiches angeordnet ist, er
gibt sich zugleich, daß dieser Wulst nach außen gekehrt
ist und somit nach oben frei liegt. Zudem ist eine Ab
stützung des Wulstes nach unten bzw. eine radiale Ab
stützung gegeben. Dies kann dazu ausgenutzt werden, im
Sinne einer Transportsicherung einen Verschlußdeckel
oder dgl. vorzusehen, welcher auf den Randwulst ein
wirkt. Durch Festhalten des Randwulstes ist nicht nur
die Verschlußdecke in einem gewissen Ausmaß an einer
Öffnungsbewegung gehindert, sondern läßt sich vor al
lem, aufgrund der Weichheit des Materials der Verschluß
membran eine vorteilhafte Abdichtung im Transportzu
stand erreichen. Durch einen erhöhten Innendruck, wel
cher evtl. im Zuge eines Transportes bei entsprechendem
Druck auf das Behältnis entstehen kann, wird die Dicht
wirkung zudem noch verstärkt. Es ist auch vorgeschla
gen, daß unterhalb der Durchgangsöffnung, unmittelbar
anschließend an diese, ein - weiterer - gegensinnig
öffnender Erweiterungsbereich ausgebildet ist. Einer
oder beide der erwähnten Erweiterungsbereiche können im
wesentlichen konisch ausgebildet sein. Hierbei ergibt
sich insgesamt gleichsam eine doppelt nietartige Ausbil
dung der eingesetzten Verschlußmembran und eine entspre
chend vorteilhafte Halterung der Verschlußmembran in
der Verschlußkappe. In darüber hinaus bevorzugter Ausge
staltung ist vorgesehen, daß in dem Erweiterungsbe
reich, welcher sich nach außen an die Durchgangsöffnung
anschließt, eine bis zur Durchgangsöffnung reichende
nutartige Vertiefung ausgebildet ist. Die Vertiefung
ist im einzelnen bevorzugt vertikal bzw. radial ausge
bildet. Hierdurch läßt sich eine vorteilhafte Belüf
tung, zum Nachsaugen von Luft nach einem Ausgabevorgang
in das Behältnis, erreichen. Die Luft strömt hierbei
durch einen von dem Erweiterungsbereich bzw. der Durch
gangsöffnung gebildeten und durch die Verbindungswand
abgedeckten Kanal. Es können auch entsprechende Luftöff
nungen als Bohrungen oder Kanäle lediglich in der Wan
dung des Erweiterungsbereiches bzw. der Durchgangsöff
nung ausgebildet sein. Die nachgesaugte Luft führt im
Bereich des Randwulstes zu einem Abheben.
Nachstehend ist die Erfindung des weiteren anhand der
beigefügten Zeichnung, welche jedoch lediglich Ausfüh
rungsbeispiele darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Verschlußkappe
mit einer Verschlußmembran in einer ersten
Ausführungsform, geschnitten entlang der Linie
I-I in Fig. 3;
Fig. 2 den Verschluß gemäß Fig. 1 in vergrößerter
Darstellung;
Fig. 3 eine Darstellung des Verschlusses gemäß
Fig. 1, in einer Draufsicht;
Fig. 4 den Verschluß gemäß Fig. 1 im Ausgabezustand;
Fig. 5 eine Darstellung des Verschlusses gemäß Fig. 1
mit einer Transportsicherung;
Fig. 6 eine Querschnittsdarstellung durch eine Ver
schlußkappe mit einer Verschlußmembran einer
weiteren Ausführungsform;
Fig. 7 eine Darstellung gemäß Fig. 1, wobei ein Stütz
teller vorgesehen ist;
Fig. 8 eine Darstellung gemäß Fig. 5, gleichfalls mit
Ausbildung eines Stütztellers;
Fig. 9 eine Unteransicht einer Verschlußmembran;
Fig. 10 die Verschlußmembran gemäß Fig. 9, geschnitten
entlang der Linie X-X in Fig. 9, mit einem im
Querschnitt dargestellten zugeordneten Einbau
ring;
Fig. 11 eine Draufsicht auf den Gegenstand gemäß Fig.
9 bzw. 10;
Fig. 12 eine Ausschnittsvergrößerung aus der Darstel
lung gem. Fig. 10, nach Zusammensetzung mit dem
Einbauring;
Fig. 13 eine Einbaudarstellung des Gegenstandes gemäß
den Fig. 9 bis 12 in einem Verschluß, im
unbetätigten Zustand;
Fig. 14 eine Darstellung gemäß Fig. 13, nach Erhöhung
eines Innendruckes in dem mit dem Verschluß
versehenen Behältnis, jedoch vor Beginn eines
Spendevorganges;
Fig. 15 den Verschluß gemäß Fig. 13 im Spendezustand;
Fig. 16 den Verschluß gemäß Fig. 13 nach Beenden eines
Spendevorgangs und beim Rücksaugen von Luft;
Fig. 17 bis 20 entsprechende Darstellungen gemäß Fig. 13
bis 16, bei einem weiteren Einbaubeispiel;
Fig. 21 bis 23 entsprechende Darstellungen gemäß Fig. 13
bis 16, bei einem dritten Einbaubeispiel;
Fig. 24 ein weiteres Einbaubeispiel bei einem Tubenver
schluß;
Fig. 25 eine Darstellung gemäß Fig. 21 bis 23, mit
einem Originalitätssiegel;
Fig. 26 eine Draufsicht auf den Verschluß im Bereich
der Verschlußöffnung, nach Entfernen des Origi
nalitätssiegels und Entnahme der Verschlußmem
bran;
Fig. 27 eine weitere Ausführungsform.
Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu
Fig. 1 ein selbstschließender Verschluß mit einer Ver
schlußkappe 1 und einer Verschlußmembran 2, wobei die
Verschlußkappe 1 nur teilweise dargestellt ist. Die
Verschlußkappe 1 ist weiter - was im einzelnen nicht
dargestellt ist - Teil eines zur Ausgabe eines fluiden
Füllgutes komprimierbaren Behältnisses.
Das Verschlußmembran 2 besitzt einen unteren, umlaufen
den Halterungsrand 3, eine von dem Halterungsrand 3
sich im wesentlichen nach oben erstreckende Verbindungs
wand 4 und eine obere Verschlußdecke 5. In der Ver
schlußdecke 5 sind ausgehend von einem Mittelpunkt sich
radial erstreckende Schlitze 6, 7 ausgebildet (verglei
che auch Fig. 3).
Wesentlich ist, daß die Verschlußkappe 1 eine Durch
gangsöffnung 8 ausbildet, welche sich nach außen in
Form eines Erweiterungsbereiches 9 erweitert. Die Durch
gangsöffnung 8 ist im engsten Bereich der Gesamtausgabe
öffnung zu sehen. Die Verbindungswand 4 durchsetzt die
Durchgangsöffnung 8 und ist, jedenfalls bei Betätigung,
in dem Erweiterungsbereich 9 radial abgestützt.
Weiter geht die Verbindungswand 4 über eine einen obe
ren, umlaufenden Randwulst 10 bildende Anbindungskrüm
mung in die Verschlußdecke 5 über. Die Verschlußdecke 5
ist mit einer größeren, beim Ausführungsbeispiel etwa
zwei- bis vierfachen Dicke ausgebildet im Vergleich zu
der Verbindungswand 4. Die Dicke ist unterschiedlich,
da die Verschlußdecke 5 sich zu ihrer Mitte hin ver
jüngt. Darüber hinaus sind an ihrer Innenfläche radial
außen Abschrägungen 11 ausgebildet.
Der Erweiterungsbereich 9 ist konisch gestaltet. Ein
Konuswinkel Alpha beträgt etwa 15 bis 40°. Bevorzugt
ist ein Konuswert von ca. 25°.
In den Fig. 1 bis 3 und 5 bis 8 ist jeweils der unbetät
igte Zustand dargestellt. Im Betätigungszustand gemäß
Fig. 4 wird durch bspw. Verquetschen des Gefäßes, auf
welchem die Verschlußkappe 1 angebracht ist (was im
einzelnen nicht weiter dargestellt ist) das Produkt
unter Druck gesetzt und preßt so gegen die Innenfläche
der Verschlußdecke 5. Die Verschlußdecke 5 bricht unter
Abbau des Konusdruckes bzw. des Druckes den die Ver
schlußmembran 2 radial auf die Konusfläche 9 ausübt und
einer Neutralisierung der Vorspannung gleichsam in der
Mitte auf, unter Ausklaffen von segmentartigen Membran
lappen der Verschlußmembran, so daß sich eine Spendeöff
nung 12 ergibt. Dieses Verhalten ist grundsätzlich bei
allen dargestellten Ausführungsbeispielen gleichartig.
Bei nachlassendem Druck auf das Behältnis schließt sich
die Verschlußdecke, die Verschlußmembran wird hinsicht
lich der Verschlußdecke nach unten gezogen bzw. zurück
gezogen und erfährt durch die Abstützung an der Konus
fläche eine Einengung. Es erfolgt gleichsam ein Einzwän
gen in die - obere - Konusfläche. Die Membranlappen
erfahren hierdurch eine vertikale Auslenkung nach un
ten, so daß sie auf den leichten Innendruck hin nach
unten aufklaffen und für eine gute - gegebenenfalls
zusätzliche - Belüftung des Behältnisses sorgen.
Hinsichtlich der Anordnung der Verschlußmembran 2 in
der Verschlußkappe 1 ist noch von Bedeutung, daß die
Zwickel 17 zwischen der Verbindungswand 4 und der Ver
schlußdecke 5 oberhalb der Durchgangsöffnung 8 angeord
net sind. Bevorzugt ist die Verschlußdecke 5 auch insge
samt oberhalb der Durchgangsöffnung 8 angeordnet. Ein
Verjüngungsmaß a der Ausgabeöffnung, ausgehend von der
Durchgangsöffnung 8 bis zu dem von der Verbindungswand
4 noch benutzten größten Bereich des Erweiterungsberei
ches 9, beträgt ein Mehrfaches der Dicke der Verbin
dungswand 4. Vorzugsweise etwa das Vier- bis Zehnfache
der Dicke der Verbindungswand 4.
Aus der Draufsicht gemäß Fig. 3 ist zu erkennen, daß in
dem Erweiterungsbereich 9, aber auch durchsetzend die
Durchgangsöffnung 8, Belüftungsnuten 13, 14 usw. ausge
bildet sind. Hierdurch kann beim Zurücksaugen - gegebe
nenfalls zusätzlich - Luft in das Gefäß eingesaugt
werden, wobei der Halterungsrand 3 zumindest örtlich
von seiner Abstützung an der Verschlußkappe 1, in dem
Bereich, welcher durch das Bezugszeichen 15 angedeutet
ist, abhebt. Die Lufteinsaugung kann zusätzlich zu der
bereits erwähnten Belüftung infolge oberer Konusabstüt
zung und dort evtl. ausgebildeter Nuten erfolgen.
Der Randwulst 10 ist von Bedeutung, insbesondere im
Hinblick auf eine Transportsicherung, wie sie in Fig. 5
dargestellt ist. Die Transportsicherung besteht aus
einem Deckel 15, welcher einen unterseitigen, kreisför
mig ausgebildeten Verschlußwulst 16 aufweist. Der Ver
schlußwulst 16 wirkt im Verschlußzustand mit dem Rand
wulst 10 zusammen. Hierdurch ist nicht nur die Ver
schlußdecke 5 in ihrer Bewegung im Hinblick auf die
Einnahme einer Öffnungsstellung gemäß Fig. 2 wesentlich
gehindert, vielmehr wird durch den Innendruck, welcher
zu einer Ausgabe von Masse führen könnte, der Anpreß
druck im Bereich des Randwulstes 10 an den Verschlußdec
kel 15 nur verstärkt und damit die Dichtwirkung erhöht,
da der Druck unmittelbar innenseitig, in dem Zwickel
17, vgl. Fig. 2, ansteht. Aufgrund der konkaven Ausbil
dung der Verschlußdecke 5 im Verschlußzustand, vorzugs
weise durch das bereits beschriebene Umstülpen der
Verschlußmembran 2 nach der Herstellung erreicht, ver
stärken sich bei dem Innendruck und der durch Anlage an
dem Randwulst 10 behinderten Ausdehnung die Gewölbekräf
te, so daß die Dichtwirkung in den anliegenden Flanken
der Schlitze in der Verschlußdecke sogar verstärkt ist.
Die Konuseinzwängung der Verschlußmembran läßt den
Membranboden (verstärkt) konvex ausformen. Durch den
Verschlußdeckel wird auch eine verstärkte Einzwängung
in die Konusfläche erreicht. Dadurch wird eine senkrech
te Öffnungskraft, die etwa aufgrund überhöhten Innen
druckes vom Inneren des Behältnisses her auf die Ver
schlußdecke einwirkt, eine Umlenkung nach radial außen
und ein Abfangen durch den Verschlußdeckel bzw. die
Konuswandung erzielt. Dies hat zur Folge, daß die Mem
branlappen sich gegen ein Öffnen ausdrücklich sperren
und ein Austreten von Produkt verhindern. Der Hohlraum
zwischen dem Verschlußdeckel und der Verschlußmembran
bleibt hygienisch sauber. Der Zustand der Selbstverrie
gelung infolge der Konusabstützung besteht auch in
etwas verminderten Umfang weiter nach einer Öffnung des
Verschlußdeckels und verhindert damit im Normalzustand
den Produktaustritt, insbesondere auch bei einer Über
kopfanordnung des betreffenden, mit dem Verschluß ver
sehenen Gefäßes.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist die Verschluß
kappe innenseitig lediglich im wesentlichen mit einem
äußeren Erweiterungsbereich 9 ausgebildet. Die Durch
gangsöffnung 8 stellt den engsten Bereich des Erweite
rungsbereiches 9 dar. Im Gegensatz zu der Ausführungs
form der Fig. 1, wo sich unterhalb an die Durchgangsöff
nung 8 noch ein innerer gegensinniger Erweiterungsbe
reich 9′ anschließt, ist die Verbindungswand 4 beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 5 frei spannend, jedoch
gleichfalls sich konisch erweiternd, folgend einer noch
geringen stark konisch sich erweiternden Anlage an der
Verschlußwand unterhalb der Durchgangsöffnung 8 nach
radial außen gezogen und hintergreift der Halterungs
rand 3 einen gesonderten Halterungsvorsprung 18, wel
cher von der oberen Verschlußdecke 19 der Verschlußkap
pe 1 nach unten ragt. Dieser Halterungssteg 18 ist
umlaufend geschlossen, zylinderartig, ausgebildet.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 7 und 8 ist die
Verschlußmembran 2 mit einer mittigen, ständig offenen
Öffnung 20 ausgebildet. Die Öffnung 20 ist unterseitig
von einem Stützteller 21 unterfaßt, welcher jedenfalls
dem Durchmesser oder dem Öffnungsquerschnitt der Öff
nung 20 angepaßt ausgebildet ist, wobei er das Maß der
Öffnung übertrifft. Diese Art von Verschlußmembran 2
ermöglicht nochmals ein wesentlich erleichtertes Ausge
ben von Produkt aus einem mit einem solchen Verschluß
versehenen Gefäß. Dies kann insbesondere zur Anpassung
an unterschiedliche Viskositäten vorteilhaft sein. Die
Öffnung 20 ist lediglich in der Verschlußstellung abge
dichtet. Zusätzlich zu der Öffnung 20 können auch noch
radiale Schlitze, wie im Hinblick auf Fig. 1 erläutert,
ausgebildet sein. Aufgrund der beschriebenen speziellen
Geometrie der Verschlußmembran bleibt während des norma
len Gebrauchs bei allen dargestellten Ausführungsbei
spielen, bei einem Spendevorgang, der obere Randwulst
10 in annähernd unveränderter Lage. Die Verschlußdecke
5 formt sich im Sinne eines gewissen Streckens bei
Innendruck aus und danach klaffen die Membranlappen wie
bereits beschrieben auf und geben den Produktweg frei.
Die optisch gut erkennbaren elastischen Veränderungen
in der Verschlußmembran vor dem eigentlichen Produktaus
tritt signalisieren einem Benutzer den bevorstehenden
Produktaustritt. Dies wertet die Handhabung und die
Anwendung eines solchen Verschlusses und einer solchen
Verschlußmembran wesentlich auf. Der Verschluß und der
Bereich der Verschlußmembran bleiben auch nach längerer
Nutzungszeit sauber, weil aufgrund dieses Ausdehneffek
tes die Produktaustrittsstelle die Verschlußoberfläche
übersteigen kann.
Eine Abstützung wie in den Fig. 7 und 8 dargestellt,
kann auch in der Abwandlung vorgesehen sein, daß die
Abstützung als ein Stützring ausgebildet ist, welcher
lediglich ein Zurückbewegen, ausgelöst etwa durch ein
Zurücksaugen, der Verschlußmembran in den Vorratsraum
hindert. Der Stützring kann hierbei mit einem solchen
Durchmesser ausgebildet sein, daß er außerhalb der
Stütze 6,7 die Membran abstützt. Auch kann dieser Ring
aber auch so ausgestaltet sein, daß er zusätzlich noch
eine Verschlußfunktion bezüglich eines Schlitzes oder
einer mittigen Öffnung, wie weiter vorstehend erläu
tert, mit erfüllt.
Die Verschlußmembran besteht bei allen Ausführungsfor
men aus einem weichen, leicht verformbaren Kunststoffma
terial.
Mit Bezug zu den Fig. 9 bis 12 ist eine Verschlußmem
bran 2 zu erkennen mit einer Verschlußdecke 5 und einer
Verbindungswand 4. Die Verschlußdecke 5 ist zur Mitte
hin im Querschnitt sich verjüngend ausgebildet, ausge
hend von einer Randkante 23. Ein innerer Radius R1 ist
kleiner als ein äußerer Radius R2, welche beiden Radien
- allein - die Geometrie der Verschlußdecke 5 erzeugen.
An die Verbindungswand 4 schließt - in Fig. 10 obersei
tig - ein Verstärkungsring 24 an. Dieser Verstärkungs
ring erstreckt sich im Spritzzustand der Verschlußmem
bran 2, welcher in den Fig. 9 bis 12 dargestellt ist,
im wesentlichen nach innen. Er bildet oberseitig eine
Stützauflagefläche 25 aus. Diese Stützauflagefläche
verläuft etwa horizontal, d. h. im wesentlichen recht
winklig zu einer Erstreckungsrichtung der Verbindungs
wand 4.
An die Verbindungswand 4, beim Ausführungsbeispiel im
Bereich des Verstärkungsringes 5, ist weiter ein Befe
stigungsring 26 angebunden. Der Befestigungsring 26 ist
grundsätzlich mit dem weiter oben beschriebenen Halte
rungsring 3 vergleichbar. Die Anbindung des Befesti
gungsringes 26 ist über eine Anbindungswand 27 vorgenom
men. Die Anbindungswand 27 erstreckt sich bezüglich der
Verbindungswand 4 nach außen. Beim Ausführungsbeispiel
ist die Erstreckungsrichtung derart gewählt, daß sie
mit einer Vertikalen V einen spitzen Winkel Beta ein
schließt. In weiterer Einzelheit verläuft die Anbin
dungswand 27 auch im wesentlichen in einem Querschnitt
Z-förmig, wobei den Z-Querstrich (der hier allerdings
nicht schräg sondern gerade bzw. vertikal verläuft)
eine Zwischenwand 28 bildet, welche sich im wesentli
chen vertikal erstreckt. Hieran anschließend ist eine
in den Befestigungsring 26 übergehende Horizontalwand
29 angebunden.
Von der Horizontalwand 29 bzw. dem Befestigungsring 26
nach unten weisend sind Verbindungsnocken 30 ausgebil
det.
Diese Verbindungsnocken 30 dienen zum formschlüssigen
Zusammenbau mit einem Einbauring 31. Die Bedeutung des
Einbauringes 31 ist weiter unten noch erläutert.
Während die Verschlußmembran aus einem weichen Silikon
material oder einem elastomeren Kunststoffmaterial, das
auch vergleichweise weich ist, besteht, besteht der
Einbauring 31 aus einem normal harten Kunststoffmateri
al. Dadurch, daß, wie in den Ausführungsbeispielen
dargestellt, die Horizontalwand 29 bzw. der Befesti
gungsring 26 eine obere im wesentlichen horizontal sich
erstreckend Fläche 32 aufweist, ist im Einbauzustand
eine vorteilhafte Dichtung gegeben. In der Ausschnitts
vergrößerung der Fig. 12 ist der zusammengesetzte Zu
stand der Verschlußmembran 2 mit dem Halterungsring 31
zu erkennen.
Die Anbindungswand 27 ist beim Ausführungsbeispiel
unmittelbar im Bereich des Anschlusses des Verstärkungs
ringes 24 an die Verbindungswand 4 angeschlossen. Zur
Verstärkung der Verschlußmembran 2 in diesem Bereich
ist auch nach außen vorstehend ein umlaufender Verstär
kungsvorsprung 33 ausgebildet. In der Querschnittsdar
stellung ist dieser als erkerartiger Vorsprung darge
stellt.
Wie weiter aus den Fig. 9 und 11 ersichtlich, ist die
Verschlußmembran 2 in der Verschlußdecke 5, ausgehend
von einem Mittelpunkt M mit Radialschnitten 34 ausgebil
det, welche die Spendeöffnungsbenutzung ergeben. In
weiterer Einzelheit ist auch zu erkennen, daß zugeord
net zu dem Mittelpunkt M im Bereich der sich aufgrund
der Radialschnitte ergebenden Membranlappen eine Verdün
nung 35 ausgebildet ist. Diese ist vorteilhaft im Hin
blick auf die Belüftung nach einem Spendevorgang. Die
Spitzen der Membranlappen biegen sich damit noch leich
ter aus. Dagegen ist die Dichtfunktion bei leichtem
Innendruck nicht wesentlich beeinflußt.
In den Fig. 13 bis 16 ist ein erstes Einbaubeispiel
einer solchen Verschlußmembran 2 dargestellt. Die Ver
dünnung 35 ist hierbei, und auch bei den weiteren Aus
führungsbeispielen, nicht verwirklicht. Es ist ersicht
lich, daß bei dem Spendevorgang, vgl. Fig. 14 und 15,
die Horizontalfläche 25 des Verstärkungsringes 24 in
Anlage zu einer Gegenfläche 35 in der Verschlußkappe 1
gelangt. Aufgrund der dargestellten Geometrie der Ver
schlußmembran 2 bzw., wie bevorzugt vorgesehen, bei
einer Herstellung der Verschlußmembran 2 mit einem
Spritzzustand gemäß den Fig. 9 bis 12 und einem umge
stülpten Einbau gemäß den Fig. 13 bis 16 hebt sich die
Verschlußdecke 5 mit der kelchartig die Verschlußdecke
5 unterfassenden Verbindungswand 4 vertikal nach oben,
unter Befreiung von der Konusfläche, dem Erweiterungsbe
reich 9. Dieser Hebevorgang wird wesentlich durch eine
Winkeländerung zwischen der Anbindungswand 27 und der
Zwischenwand 28 erreicht. Nach Anlage der Fläche 25 an
der Fläche 35 bewirkt eine weitere Erhöhung des Innen
druckes ein Aufklappen der Verschlußlappen, so daß es
zu dem Öffnungszustand gemäß Fig. 15 der Verschlußmem
bran kommt.
Nach Beendigung des Spendevorganges wird die Verschluß
membran 2 aufgrund des Unterdruckes in dem angeschlosse
nen Behältnis zurückbewegt, in die Stellung gemäß Fig.
16. Der weiter herrschende Unterdruck bewirkt ein Aus
brechen der Verschlußlappen nach unten, wobei hier auch
die Kräfte beitragen, die aufgrund einer Berührung und
Anlage der Verschlußdecke 5 an der Verbindungswand 4
und weiter vermittels der Verbindungswand 4 in der
Abstützungswand 9 sich ergeben.
Es ist ersichtlich, daß die Verbindungswand 4 in ihrem
Verbindungsbereich mit der Verschlußdecke 5, aufgrund
der im Verschlußzustand oberseitigen Anbindung, eine
Randwulst 10 ausbildet. Diese Randwulst 10 ist insbeson
dere auch von Vorteil im Hinblick auf eine Abdichtung
zu Zwecken eines Reiseschutzes, wie nachstehend auch
noch im weiteren erläutert.
Die Verschlußkappe 1 weist, wie bereits angesprochen,
einen konusartigen bzw. trichterförmigen Erweiterungsbe
reich 9 auf. Dieser Erweiterungsbereich 9 besitzt zu
gleich unterseitig, als freie Stirnfläche, die Anlage
fläche 35. Weiter weist die Verschlußkappe 1 ausgehend
von einer oberen, im wesentlichen ebenflächigen Ver
schlußwand 36 eine zylinderförmig nach unten ragende
Halterungswand 37 auf. Die Halterungswand 37 ist mit
seitlichem Abstand, radial nach außen versetzt, zu dem
Erweiterungsbereich 9 angeformt.
In der zylinderförmigen Halterungswand 37 ist, beim
Ausführungsbeispiel unterhalb eines Niveaus der Stirn
fläche 35, eine Halterungsausnehmung 38 ausgebildet.
Diese Halterungsausnehmung 38 besitzt eine obere An
schlagfläche 39, eine im wesentlichen vertikal sich
erstreckende Halterungswand 40 und einen unteren, nach
innen gegenüber der Halterungswand 40 vorragenden Halte
rungswulst 41, welcher nach unten hin durch eine Erwei
terung in radialer Richtung eine Auflaufschräge auf
weist.
In dieser Halterungsausnehmung 38 ist der Befestigungs
ring 26 der Verschlußmembran 2 klemmgehaltert. Im ein
zelnen derart, daß die obere Horizontalfläche gegen die
Fläche 39 der Halterungsausnehmung 38 anliegt. Untersei
tig der Fußfläche des Halterungsrings der Verschlußmem
bran 2 ist der Einbauring 31 aus üblichem Hartkunst
stoffmaterial angeordnet. Der Einbauring 31 kann, wie
weiter vorn bereits erläutert, durch Verbindung mit der
Verschlußmembran 2 vormontiert sein. Der Einbauring 31
sitzt derart in der Halterungsausnehmung 38, zusammen
mit dem Befestigungsring 26 der Verschlußmembran 2,
ein, daß eine Andrückung der Horizontalfläche der Befe
stigungsmembran 2 nach oben gegen die Fläche 39 der
Halterungsausnehmung erfolgt. Es ist ein Klemmsitz
gegeben. Durch dieses Andrücken des relativ weichen
Materials der Verschlußmembran 2 ist zugleich eine
Abdichtung in diesem Bereich vorteilhaft geschaffen.
Darüber hinaus ist eine sehr rationelle Montagemöglich
keit gegeben. Die Verschlußmembran 2 mit dem vormontier
ten Einbauring 31 braucht lediglich in die Halterun
gswand 37 von unten eingelegt und dann nachgedrückt zu
werden. Aufgrund der Auflaufschräge 42 fährt die Ver
schlußmembran 2 mit dem Ring klipsartig in die Halterun
gsausnehmung ein und ist sicher befestigt.
Der beschriebene Verstärkungsring 24, der gegenüber
dem Befestigungsring 26 auch radial nach innen im Befe
stigungszustand, wie ersichtlich, versetzt ist, sorgt
zuverlässig dafür, daß die Verschlußmembran 2 während
des üblichen Betriebes nicht nach unten gesaugt werden
kann. Abgesehen von der Anlage der Verschlußmembran 2
in dem Erweiterungsbereich 9 ergibt sich durch den
Verstärkungsring 24 eine ringartig feste Einschnürung,
welche die Verschlußdecke nicht ohne weiteres durchset
zen kann.
In den Fig. 17 bis 20 ist ein weiteres Einbaubeispiel
dargestellt, wobei hier lediglich die Unterschiede zu
den vorherigen Einbauspielen beschrieben sind.
Es ist ersichtlich, daß bei diesem Einbauspiel kein
Erweiterungsbereich 9 vorgesehen ist. Vielmehr ist die
Verschlußöffnung 43 lediglich in Stärke der Verschluß
decke ausgebildet. Die Verschlußmembran 2 sitzt mit
seitlichem Abstand, unter Ausbildung eines umlaufenden
Spaltes, im Bereich der Verschlußöffnung 43, jedenfalls
hinsichtlich des Wulstes 10, ein. Zugleich dient die
Verschlußwandung der Verschlußöffnung 43 als Anlageflä
che für die Fläche 25 beim Ausfahren der Verschlußmem
bran 2 im Zuge eines Spendevorgangs, wie aus den Fig.
18 und 19 ersichtlich. Die Befestigungsausnehmung in
dem Befestigungsflansch ist entsprechend weiter höher
vorgesehen.
Im übrigen ergeben sich die gleichen Verhältnisse wie
vorstehend beschrieben, wobei jedoch kräftemäßig die
Unterstützung durch den Erweiterungsbereich wegfällt.
Von Bedeutung ist noch, daß sowohl bei der Ausführungs
form der Fig. 13 bis 16 wie der Ausführungsform der
Fig. 17 bis 20 und auch der nachstehend noch beschriebe
nen Ausführungsform der Fig. 21 bis 26 im Rücksaugzu
stand bzw. Belüftungszustand eine Fläche 25′ des Ver
stärkungsringes 24 zur Anlage an der Verbindungswand 4
kommt. Zusammen mit einer in der Praxis auch auftreten
den Anlage der Verschlußdecke 5 in diesem Zustand an
der Verbindungswand 4 und damit auch an der Fläche 24′
des Verstärkungsringes 24 in diesem Bereich, kommt es
zu einer das Aufklaffen unterstützenden Hebelwirkung
bezüglich der Verschlußlappen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 21 bis 25 ist
eine den Fig. 13 bis 16 hinsichtlich der Abstützung 9
vergleichsbare Ausgestaltung vorgesehen. In Einzelheit
ist jedoch eine Änderung dahingehend vorgenommen, daß
der Erweiterungsbereich 9 lappenartige Einzelelemente
43 aufweist. Wesentlich sind die zwischen den Elementen
43 sich ergebenden Zwischenräume 44 (vgl. auch Fig.
26). Die Verschlußmembran 2 liegt im Rücksaugzustand in
diesen Öffnungen 44 ein und wird dort leicht rillenar
tig verformt. Dies setzt sich bis zu dem Mittelpunktbe
reich bzw. dem Bereich der Trennschlitze fort, wodurch
die Belüftungseigenschaft noch einmal deutlich unter
stützt wird.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 24 ist im Querschnitt
ein Tubenverschluß dargestellt. Auch hier ergeben sich
vergleichbare Verhältnisse, jedoch mit dem Unterschied,
daß an den Unterstützungsbereich 9, der im wesentlichen
konisch sich öffnend verläuft, wie beschrieben, sich
eine zylindrische Wandung 45 etwa gleicher Höhe im Hin
blick auf eine Höhenerstreckung des Erweiterungsberei
ches 9, anschließt. Bei einer höhenmäßigen Versetzung
der Verschlußdecke 5 im wesentlichen parallel zu sich
selbst (vgl. bspw. Bewegung der Verschlußdecke bei Fig.
17 und 18) liegt die Verschlußdecke an ihrem Außenrand,
hier mit dem Wulst 10, an der Innenfläche der zylindri
schen Wandung 45 an und bewegt sich relativ hierzu.
Dies hat zum einen Bedeutung, daß einem Ausfahren der
Verschlußmembran gleichsam ein Abwischen oder Abstrei
fen entlang der Innenfläche der zylindrischen Wandung
45 erfolgt. Beim Zurückfahren der Verschlußmembran
entsteht insoweit auch wiederum ein Wischeffekt und
auch ein Saugeffekt. Zudem ist eine schüsselartige
Gestalt gegeben, in welcher evtl. noch vorhandene Rest
flüssigkeit (zunächst) aufgefangen werden kann. Da sich
bei entsprechendem Unterdruck anschließend noch ein
Nachsaugen in das Gefäß ergibt, kann hiermit auch dann
noch eine Restentleerung erreicht werden.
Darüber hinaus ist in Fig. 25 in der Verschlußöffnung
ein über Abreißstege angebundenes Originalitätssiegel
46 dargestellt.
Fig. 26 zeigt eine Draufsicht auf den Verschluß gemäß
Fig. 25, bei abgenommenem Originalitätssiegel 46 und
herausgenommener Verschlußmembran 2.
Die Einzelelemente 43, die eine den Erweiterungsbereich
9 vergleichbare konische Abstützung für die Verschluß
membran 2 erbringen, sind zu erkennen. Darüber hinaus
auch die erwähnten Zwischenräume 44.
Bei der Ausführungsform der Fig. 27 ist ein Stützring
47 dargestellt, welcher die Verschlußdecke 5 der Ver
schlußmembran 2 im Einbauzustand nach unten hin ab
stützt. Der Stützring 47 kann über eine oder mehrere
Stege 48 an einem Einsatzringkörper 49, welcher an der
Verschlußdecke bzw. einem nach unten abragenden, den
Erweiterungsbereich 9 bildenden Flansch 50 der Ver
schlußdecke klipsgehaltert ist. Der Stützring 47 ist in
seinem Durchmesser vorzugsweise an einer Erstreckung
der Schlitze in der Verschlußmembran orientiert. Es
empfiehlt sich, den Durchmesser etwas größer vorzusehen
als die Erstreckung der Schlitze reicht. Dieser Stütz
ring 47 erbringt insbesondere bei dem Rücksaugvorgang
einen ähnlichen Effekt, wie bereits im Zusammenhang mit
den anderen Ausführungsbeispielen im Hinblick auf den
Verstärkungsring beschrieben: es kommt zu einer hebelar
tigen Kraftübersetzung durch den Innendruck im Bereich
der Verschlußlappen, so daß diese leichter aufklaffen.
Zudem erbringt dieser Ring auch eine eigene gesonderte
Sicherung der Einbaulage der Verschlußmembran 2. Ein
solcher Ring kann im übrigen bei allen Ausführungsbei
spielen zur Anwendung kommen.
Darüber hinaus geht noch ein gesonderter Vorschlag
darin, einen solchen Stützring sogleich integral, im
Zweikomponentenspritzverfahren, an die Verschlußmembran
anzuspritzen.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In
die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen, beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
aufzunehmen.
Claims (16)
1. Selbstschließender Verschluß mit einer Verschlußkap
pe (1), einer in der Verschlußkappe (1) ausgebildeten
Durchgangsöffnung (8) und einer zugeordnet zu der Durch
gangsöffnung (8) angeordneter Verschlußmembran (2),
wobei die Verschlußmembran (2) einen unteren Halterungs
rand (3) und eine obere, sich im wesentlichen konkav
erstreckende Verschlußdecke (5) aufweist, wobei weiter
die Verschlußdecke (5) und der Halterungsrand (3) durch
eine Verbindungswand (4) verbunden sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach außen anschließend an die Durchgangs
öffnung (8) ein Erweiterungsbereich (9) ausgebildet
ist, daß die Verschlußdecke (5) in dem Erweiterungsbe
reich (9) angeordnet ist und daß die Verbindungswand
(4) sich unter Durchsetzung der Durchgangsöffnung bis
in den Erweiterungsbereich (9) erstreckt.
2. Selbstschließender Verschluß mit einer Verschlußkap
pe (1), einer in der Verschlußkappe (1) ausgebildeten
Durchgangsöffnung (8) und einer zugeordnet zu der Durch
gangsöffnung (8) angeordneten Verschlußmembran (2),
wobei die Verschlußmembran (2) weiter eine höhenmäßig
versetzbare Verschlußdecke (5) aufweist, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach außen anschließend an die Durchgangs
öffnung (8) eine zylindrische Wandung (45) ausgebildet
ist, wobei ein Innendurchmesser der zylindrischen Wan
dung (45) etwa einem Außendurchmesser der Verschlußdecke
(5) entspricht und die höhenmäßige Versetzung der Ver
schlußdecke (5) bei einem Spendevorgang bis in den
Bereich der zylindrischen Wandung (45) hinein erfolgt.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2 oder insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß in einem Außenbereich der Verschlußdecke (5)
ein die Verschlußdecke (5) überragender Randwulst (10)
ausgebildet ist.
4. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Randwulst (10) im Bereich des Erweite
rungsbereiches (9) angeordnet ist.
5. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß unterhalb der Durchgangsöffnung (8) unmit
telbar anschließend ein Erweiterungsbereich (9′) ausge
bildet ist.
6. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Erweiterungsbereich (9, 9′) konisch
ausgebildet ist.
7. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Erweiterungsbereich (9, 9′) eine
bis zur Durchgangsöffnung (8) reichende nutartige Ver
tiefung ausgebildet ist.
8. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Halterungsrand (3) durch die Verbin
dungswand (4) radial abgestützt ist.
9. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschlußmembran (2) im unbetätigten
Einbauzustand einen unteren Halterungsrand und eine
obere, sich im wesentlichen konkav erstreckende Ver
schlußdecke aufweist, wobei weiter die Verschlußdecke
und der Halterungsrand durch eine Verbindungswand ver
bunden sind.
10. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, daß der Einbau
zustand durch ein Umstülpen der Verschlußmembran nach
einer Herstellung im Spritzgußverfahren erreicht ist.
11. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungswand sich ausgehend von
einer randseitigen Anbindung an die Verschlußdecke in
eine Einziehung unterhalb der Projektionsfläche der
Verschlußdecke fortsetzt.
12. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungswand sich im wesentlichen
zylindrisch unterhalb und im Anschluß an die Verschluß
decke erstreckt.
13. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschlußdecke randseitig eine größe
re Dicke aufweist als die Begrenzungswand, daß die
Begrenzungswand bezüglich einer Querschnitts-Randkante
der Verschlußdecke in einem oberen Bereich angebunden
ist und daß ein unterer freier Randbereich der Randkan
te der Verschlußdecke von der Begrenzungswand überfan
gen ist.
14. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungswand m Spritzzustand im
wesentlichen zylindrisch verläuft.
15. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungswand einen Verstärkungs
ring aufweist und daß an dem Verstärkungsring ein Befe
stigungsring angebunden ist.
16. Verschluß nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Befestigungsring über eine sich im
Querschnitt winklig zu der Verbindungswand erstreckend
Anbindungswand mit dem Verstärkungsring verbunden ist.
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