[go: up one dir, main page]

DE19810595A1 - Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes - Google Patents

Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes

Info

Publication number
DE19810595A1
DE19810595A1 DE19810595A DE19810595A DE19810595A1 DE 19810595 A1 DE19810595 A1 DE 19810595A1 DE 19810595 A DE19810595 A DE 19810595A DE 19810595 A DE19810595 A DE 19810595A DE 19810595 A1 DE19810595 A1 DE 19810595A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hair
applicator
cosmetic substance
hair detection
detection element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19810595A
Other languages
English (en)
Inventor
Brian Edward Causton
Philip Norman Hole
Robert Jung
Wilfried Rolf
Sydney Christopher Travern
Alexander Wichlacz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Braun GmbH
Original Assignee
Braun GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Braun GmbH filed Critical Braun GmbH
Priority to DE19810595A priority Critical patent/DE19810595A1/de
Priority to EP99907552A priority patent/EP1071352B1/de
Priority to AT99907552T priority patent/ATE239401T1/de
Priority to PCT/EP1999/000970 priority patent/WO1999045814A1/de
Priority to ES99907552T priority patent/ES2199555T3/es
Priority to DE59905467T priority patent/DE59905467D1/de
Priority to JP2000535237A priority patent/JP2002505897A/ja
Priority to AU27256/99A priority patent/AU2725699A/en
Publication of DE19810595A1 publication Critical patent/DE19810595A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45DHAIRDRESSING OR SHAVING EQUIPMENT; EQUIPMENT FOR COSMETICS OR COSMETIC TREATMENTS, e.g. FOR MANICURING OR PEDICURING
    • A45D20/00Hair drying devices; Accessories therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45DHAIRDRESSING OR SHAVING EQUIPMENT; EQUIPMENT FOR COSMETICS OR COSMETIC TREATMENTS, e.g. FOR MANICURING OR PEDICURING
    • A45D20/00Hair drying devices; Accessories therefor
    • A45D20/04Hot-air producers
    • A45D20/08Hot-air producers heated electrically
    • A45D20/10Hand-held drying devices, e.g. air douches
    • A45D20/12Details thereof or accessories therefor, e.g. nozzles, stands
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45DHAIRDRESSING OR SHAVING EQUIPMENT; EQUIPMENT FOR COSMETICS OR COSMETIC TREATMENTS, e.g. FOR MANICURING OR PEDICURING
    • A45D20/00Hair drying devices; Accessories therefor
    • A45D20/04Hot-air producers
    • A45D20/08Hot-air producers heated electrically
    • A45D20/10Hand-held drying devices, e.g. air douches
    • A45D20/12Details thereof or accessories therefor, e.g. nozzles, stands
    • A45D20/122Diffusers, e.g. for variable air flow
    • A45D20/124Diffusers, e.g. for variable air flow comprising rotating elements
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45DHAIRDRESSING OR SHAVING EQUIPMENT; EQUIPMENT FOR COSMETICS OR COSMETIC TREATMENTS, e.g. FOR MANICURING OR PEDICURING
    • A45D20/00Hair drying devices; Accessories therefor
    • A45D20/48Hair-drying combs or hair-drying brushes, with internal heating means
    • A45D20/50Hair-drying combs or hair-drying brushes, with internal heating means and provision for an air stream
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45DHAIRDRESSING OR SHAVING EQUIPMENT; EQUIPMENT FOR COSMETICS OR COSMETIC TREATMENTS, e.g. FOR MANICURING OR PEDICURING
    • A45D2200/00Details not otherwise provided for in A45D
    • A45D2200/20Additional enhancing means
    • A45D2200/207Vibration, e.g. ultrasound

Landscapes

  • Cleaning And Drying Hair (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Haarbehandlung, ein Applikator-Haarerfassungselement und Verfahren zur Anwendung und Herstellung derselben, wobei das Applikator-Haarerfassungselement und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als 22 DEG C und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist. Die kosmetische Substanz ist ausschließlich im Applikator-Haarerfassungselement gespeichert. Ist die im Applikator-Haarerfassungselement gespeicherte kosmetische Substanz verbraucht, so kann das Applikator-Haarerfassungselement durch ein neues ersetzt werden. Dadurch ist eine wesentlich vereinfachte Handhabung von kosmetische Substanz applizierenden und gleichzeitig haartrocknenden bzw. haarformenden Systemen bereitgestellt.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrocknung, das mit der Luftaustrittsseite eines luftdurch­ strömten Haarpflegegerätes verbindbar ist, daß mehrere Haarerfassungselemente aufweist, wobei zumindest eines dieser Haarerfassungselemente als Applikator-Haar­ erfassungselement mit Bereichen ausgebildet ist, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Applikator-Haarerfassungselement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 27, ein Verfahren zur Applikation einer kosmetischen Substanz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 29, ein Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und eine Verwendung eines Applikator-Haar­ erfassungselementes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 32.
Aus der FR 1,471,557 ist ein Haartrockner bekannt, mit einem Gebläse, einer Heizein­ richtung und mehreren kammartig angeordneten Haarerfassungselementen, die an der Luftaustrittsseite des Haartrockners angeordnet sind. Die durch den Haartrockner erwärmte Luft wird in einem Bereich nahe den Haarerfassungselementen geblasen, wobei entweder seitlich neben den Haarerfassungselementen und/oder in den Haar­ erfassungselementen selbst Luftaustrittsöffnungen vorgesehen sind. Ferner ist im Haartrockner ein Reservoir zur Aufnahme einer Applikationsflüssigkeit vorgesehen, wobei an der Unterseite des Haartrockners ein Pumpbalg angeordnet ist, der mit einem Spray in Flüssigkeitsverbindung steht, so daß durch Deformation des Pumpbalgs die Applikationsflüssigkeit in den Luftströmungsweg eingesprüht wird. Auf diese Weise gelangt die Applikationsflüssigkeit bei einer Pumptätigkeit mit dem erwärmten Luftstrom zu den Luftaustrittsöffnungen im Bereich der Haarerfassungselemente. Die Applikations­ flüssigkeit ist damit mittels des Haartrockners in das Haar applizierbar.
Dieser bekannte Haartrockner ist jedoch insofern nachteilig, als daß lediglich kosmeti­ sche Substanzen applizierbar sind, die nur in flüssigem Zustand bevorratet werden können. Dadurch werden von vornherein eine ganze Reihe von Anwendungen ausge­ schlossen bzw. nur durch verflüssigende Zusatzstoffe ermöglicht. Weiterhin ist ein Wechsel von einer bestimmten Applikationsflüssigkeit zu einer anderen nur mit großem Reinigungsaufwand möglich. Würde zum Beispiel das Reservoir zunächst mit einem Tönungsmittel mit einem bestimmten Farbton gefüllt werden und später mit einem anderen Farbton, so ist nicht auszuschließen, daß bei der späteren Anwendung Rück­ stände von der früheren Anwendung mit ausgetrieben werden. Schließlich ist der bekannte Haartrockner in der Handhabung relativ umständlich, da zur dauerhaften Applikation ständige manuelle Betätigung erforderlich ist.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Werkzeug, ein Applikator- Haarerfassungselement und Verfahren und Verwendungen der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein Werkzeug bzw. Applikator-Haarerfassungselement bereitgestellt ist, das zumindest eines der obigen Probleme des Standes der Technik löst, wobei insbesondere die Handhabung deutlich verbessert werden soll.
Dieser Aufgabe wird durch ein Werkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist es somit möglich, bei gleichzeitiger Trocknung der Haare oder zumindest mit dem gleichen Werkzeug, daß zur Haartrocknung verwendet wird, eine kosmetische Substanz in das Haar oder auf die Kopfhaut zu applizieren, ohne daß hierzu die Hände des Benutzers mit der kosmetischen Substanz in Berührung kommen oder ein weiteres beispielsweise kammartiges Applikationssystem zusätzlich zum Haartrockner notwendig ist. Durch die Ausbildung des Applikator-Haarerfassungselementes und/oder der kosmetischen Substanz derart, daß bei Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Zimmertemperatur, also größer als 22°C und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist, wird es dem Anwender erspart, irgendwelche Betätigungseinrichtungen oder Regulierungseinrichtungen während des Applikationsvorganges durchzuführen, durch das die Handhabung des erfindungsgemäßen Werkzeugs wesentlich vereinfacht wird. Die Handhabung wird jedoch auch insofern vereinfacht, als daß durch diese Art der Aktivierung des Austritts der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haar­ erfassungselement die Dosierung der kosmetischen Substanz wesentlich vereinfacht wird. Wenn z. B. der Austritt der kosmetischen Substanz durch Temperatur und Feuch­ tigkeit und Vibration aktiviert wird, wobei die Feuchtigkeit beispielsweise der maß­ gebende Einflußfaktor ist und die Temperatur und Vibration beispielsweise nur die gleichbleibende Menge je Zeiteinheit gewährleisten, so wird auf eine bestimmte nasse Haarregion nur solange und in einem solchen Ausmaß, bzw. einer entsprechenden Menge kosmetische Substanz auf einem bestimmten Haarbereich appliziert, wie dieser Haarbereich noch nicht durch die Haartrocknung ganz trocken geworden ist. Bleibt beispielsweise der Anwender versehentlich oder bewußt an einem Haarbereich länger, obwohl ausreichend kosmetische Substanz auf diesen Haarbereich aufgetragen ist, aber ein bestimmtes Haarformungsergebnis noch nicht erreicht ist, so kann derselbe Haar­ trockner ohne irgendwelche Veränderungen weiterbenutzt werden, da keine Feuchtigkeit mehr im Haar ist, die aus den Applikator-Haarerfassungselementen die kosmetische Substanz extrahieren würde. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Sub­ stanz maßgeblich durch eine Vibration des Applikator-Haarerfassungselementes akti­ viert, so geschieht die Aktivierung an sich entweder durch Herausschleudern der kosme­ tischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement, Abrieb am Applikator- Haarerfassungselement, oder durch Mehrfachkontakte des Applikator-Haarerfassungs­ elementes mit von kosmetischer Substanz unbenetzten oder wenig kontaktierten Haarbereichen. Die noch nicht mit kosmetischer Substanz versehenen Haarbereiche werden durch die Vibration der Applikator-Haarerfassungselemente gleichmäßig und an vielen Kontaktflächen an den Haaren mit den Applikator-Haarerfassungselementen in Kontakt gebracht, so daß durch diese Mehrfachkontaktierung die Applikator-Haar­ erfassungselemente jeweils aktiviert werden. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Substanz maßgeblich durch die Temperatur oder/und die Vibration beein­ flußt, so kann die Dosierung der kosmetischen Substanz sehr einfach durch den ohnehin vorhandenen Temperaturwahlschalter am Haartrockner oder dem Ein/Ausschalter für die Vibration des Werkzeugs eingestellt werden.
In einer vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 2 ist die kosmetische Substanz (ausschließlich) im Haarerfassungselement gespeichert. Somit werden keine weiteren Abschnitte des Haartrockners, insbesondere innere, luftdurchströmte Bereiche des Haartrockners durch die kosmetische Substanz verunreinigt. Es ist daher ohne weiteres möglich, mit geringem Aufwand verschiedene Applikator-Haarerfassungselemente abwechselnd mit unterschiedlichen Haar- bzw. Hautpflegeprodukten zu versehen, ohne daß dabei eine Vermischung von Rückständen früher verwendeter kosmetischer Sub­ stanz mit augenblicklich benötigten kosmetischen Substanzen geschieht. Des weiteren ist das einzige auszuwechselnde Teil, nämlich das Applikator-Haarerfassungselement sehr leicht von außen zugänglich. Es ist vorgesehen, einfach Haarerfassungselemente ohne kosmetische Substanz durch solche mit kosmetischer Substanz je nach Bedarf auszutauschen, sobald die im Applikator-Haarerfassungselement gespeicherte kosmeti­ sche Substanz verbraucht ist, oder eine andere kosmetische Substanz Anwendung finden soll.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Applikator-Haar­ erfassungselement ausschließlich kosmetische Substanz auf. Dies kann beispielsweise durch ein Applikator-Haarerfassungselement aus einem seifenartigen Grundstoff reali­ siert werden. Es ist jedoch auch eine Mischform realisierbar, in der eine seifenartige kosmetische Substanz beispielsweise um ein Haarerfassungselement aus einem Kunst­ stoffinger herum oder in diesen in seitlichen Austrittsöffnungen angeordnet ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Applikator-Haarerfassungs­ element eine vorzugsweise im wesentlichen unverformbaren Speicherstruktur auf, in der die kosmetische Substanz gespeichert ist.
Mit einer im wesentlichen unverformbaren Speicherstruktur sind physikalisch besonders vorteilhafte Austrittsmechanismen der kosmetischen Substanz aus den Poren bzw. Hohlräumen der Speicherstruktur möglich. Selbstverständlich ist in einer Variante das Applikator-Haarerfassungselement ausschließlich aus der unverformbaren Speicher­ struktur und der kosmetischen Substanz ausbildbar. Es versteht sich, daß auch ein Applikator-Haarerfassungselement vorgesehen sein kann, bei dem ausschießlich eine verformbare Speicherstruktur und die kosmetische Substanz vorgesehen sind.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Applikator-Haarerfas­ sungselement einen Träger auf, der mit der Speicherstruktur und/oder der kosmetischen Substanz verbunden ist. Vorzugsweise wird dabei der Träger in Form eines Vollkörpers z. B. eines stabförmigen Kunststoffingers, vergleichbar zu den übrigen Haarerfassungs­ elementen zuerst hergestellt und anschließend an einer Außenschicht, Zwischenschicht oder Innenschicht (z. B. bei einem hohlen Kunststoffinger) als Träger mit der Speicher­ struktur und/oder kosmetischen Substanz verbunden. Es ist sowohl möglich die Spei­ cherstruktur und/oder die kosmetische Substanz nachträglich z. B. durch den Benutzer auf dem Träger zu versehen, als auch bereits vorgefertigte Applikator-Haarerfassungs­ elemente auszuführen, die bereits gebrauchsfertig hinsichtlich der Dosierung der kosme­ tischen Substanz je Träger konfiguriert sind.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Träger von der Speicher­ struktur und/oder der kosmetischen Substanz im wesentlichen ummantelt. Ist der Träger beispielsweise nur von der Speicherstruktur umgeben bzw. völlig oder teilweise überzo­ gen, so wird die kosmetische Substanz beispielsweise vom Benutzer vor der Anwen­ dung über die Innenseite der Speicherstruktur relativ zum Träger mit kosmetischer Substanz beladen oder über die Außenseite. Durch eine außen liegende Speicherstruktur und/oder kosmetische Substanz ist zu dem eine sehr gute Applizierbarkeit und Akti­ vierbarkeit der kosmetischen Substanz auf das Haar und/oder die Kopfhaut möglich. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Substanz durch die Feuchtigkeit der Haare beeinflußt, so liegen die Haare bereits ganz an der Speicherstruktur bzw. der kosmetischen Substanz an, so daß eine maximale Fläche am Applikator-Haarerfassungs­ element aktiviert ist.
Mit einer gewebe- oder gitterartigen Hülse, oder einer Hülse aus POM-Kunststoff mit beschichteter Speicherstruktur, ist in einer Variante der Erfindung die Speicherstruktur für die Aufnahme der kosmetischen Substanz gebildet, so daß der Benutzer nur die jeweiligen Hülsen auf die jeweiligen Haarerfassungselemente aufstecken muß, um aus den gewöhnlichen Haarerfassungselementen Applikator-Haarerfassungselemente zu erhalten. In vorteilhafter Weise sind diese Hülsen mit geringem Herstellaufwand an­ fertig bar und besonders leicht mit kosmetischer Substanz wieder aufladbar, wenn diese aus der Hülse ausgetragen ist.
Alternativ zu der soeben dargestellten Ausführungsform werden nicht, wie soeben dargestellt, Teile der übrigen Haarerfassungselemente zu Applikator-Haarerfassungs­ elementen ergänzt, sondern werden zu Haarerfassungselementen ohne Applikator­ funktion solche mit Applikatorfunktion daneben angeordnet. Beispielsweise sind die Haarerfassungselemente auf einer Frontplatte angeordnet, wobei ein Teil der Haar­ erfassungselemente oder alle Haarerfassungselemente durch eines oder mehrere Applikator-Haarerfassungselemente ausgetauscht wird. Die Applikator-Haarerfassungs­ elemente sind also relativ zu den anderen Haarerfassungselementen lösbar angeordnet. Wird einmal die kosmetische Substanz in den Applikator-Haarerfassungselementen völlig verbraucht, so können diese von der Frontplatte abgenommen werden und durch neue Applikator-Haarerfassungselemente oder normale Haarerfassungselemente ohne Ap­ plikatorfunktion ersetzt werden. Die Teile, die ersetzt werden, sind demnach sehr gut von außen für den Verbraucher zugänglich. Außerdem ist ein sehr einfaches Wechseln verschiedener Applikator-Haarerfassungselemente mit unterschiedlichen kosmetischen Substanzen möglich.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die kosmetische Substanz und die Speicherstruktur zueinander getrennt angeordnet, wobei die kosmetische Substanz innerhalb und die Speicherstruktur außerhalb des Trägers angeordnet sind und der Träger Öffnungen zum Durchtritt der kosmetischen Substanz in die Speicherstruktur aufweist. Beispielsweise ist der Träger als hohler stabförmiger Kunststoffinger ausge­ bildet, wobei an dessen Innenseite die kosmetische Substanz und an der Außenseite die Speicherstruktur angeordnet sind. Die kosmetische Substanz wird erst in die Speicher­ struktur überführt, wenn das Applikator-Haarerfassungselement benutzt werden soll. Zu diesem Zweck wird eine Finger- oder eine andere Nachdrückeinrichtung in die kosmeti­ sche Substanz oder in den verbliebenen Hohlraum der kosmetischen Substanz einge­ führt, so daß diese durch die Öffnungen des Träger in die Speicherstruktur eintritt, so daß das Applikator-Haarerfassungselement für eine Anwendung vorbereitet ist. Auf diese Weise ist beispielsweise eine sehr hohe Haltbarkeit der Applikator-Haarerfassungs­ elemente realisierbar.
Dadurch daß das Applikator-Haarerfassungselement unabhängig vom Füllungszustand mit kosmetischer Substanz gleiche Form und Größe aufweist, muß das Applikator- Haarerfassungselement nicht unbedingt durch ein anderes Applikator-Haarerfassungs­ element oder Haarerfassungselement ausgetauscht werden, wenn die darin enthaltene kosmetische Substanz verbraucht ist, so daß das Applikator-Haarerfassungselement als gewöhnliches Haarerfassungselement fungiert und unverändert die gleichen Formungs­ eigenschaften aufweist. Dies ist beispielsweise dann von größerer Bedeutung, wenn die Haarerfassungselemente besonders dafür ausgebildet und angeordnet sind, daß Stand und Volumen im Haar erzeugbar ist.
Vorzugsweise weist das Applikator-Haarerfassungselement an der Außenfläche Mikro­ poren mit einer Öffnungsgröße kleiner 1 mm, vorzugsweise kleiner 0,05 mm, vorzugs­ weise kleiner 0,015 mm Durchmesser zum Austritt der kosmetischen Substanz auf. Insbesondere bei einer außen am Applikator-Haarerfassungselement angeordnet Spei­ cherstruktur werden solche Öffnungsgrößen für die Mikroporen vorgesehen. Die Öff­ nungsgröße ist zumindest so groß, wie die größte Partikelgröße der kosmetischen Substanz, so daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus der Speicherstruktur möglich ist.
In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung, der auch eigenständiger Erfindungs­ charakter zukommen kann, sind das Applikator-Haarerfassungselement und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet, daß die Austrittsmenge der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement unabhängig von deren Konzen­ tration im Applikator-Haarerfassungselement ist. Dabei ist je Aktivierung des Applikator- Haarerfassungselementes nur eine begrenzte Austrittsmenge, die vorzugsweise je Aktivierung etwa gleich groß ist, der kosmetischen Substanz vorgesehen. Eine derartige, gleichmäßige Abgabemenge wird auch als Austritt Nullter Ordnung (engl.: zero order release) bezeichnet. Es besteht somit für den Anwender kein Risiko, die kosmetische Substanz bei der Anwendung über zu dosieren. Es ist eine abhängig von der Anzahl der Anwendungen festgelegte Nutzungsdauer der Applikator-Haarerfassungselemente vorgesehen, so daß der Verbraucher sichergehen kann, bei beispielsweise zehn vor­ gesehenen Aktivierungsportionen an kosmetischer Substanz in einem Applikator-Haar­ erfassungselement von der ersten bis zur letzten Anwendung eine gleiche Menge an kosmetischer Substanz zur Verfügung zu haben.
In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Speicherstruktur als eine wasser­ unlösliche, poröse (also mit Hohlräumen versehene), wechselseitig gebundene (cross linked) Polymermatrix ausgebildet. Diese Polymermatrix weist besonders vorteilhafte Herstelleigenschaften auf, wobei mit ihr eine Speicherstruktur für einen Austritt der kosmetischen Substanz mit Nullter Ordnung möglich ist. In einer Variante kann die Polymermatrix jedoch durch eine andere wasserunlösliche Gerüstspeicherstruktur ersetzt werden, die relativ zur kosmetischen Substanz Phasen trennbar (die kosmetische Substanz ist im Gegensatz zur Speicherstruktur wasserlöslich) ist.
In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Polymermatrix ein Acryl- Methaacryl-, Epoxy-, Polystyren-, Polyurethan-, Polyolefin-, Polyamid oder Silikon- Kunstoff.
Die Speicherstruktur bildet ein Gerüst mit Hohlräumen bzw. Poren in denen homogen verteilt die kosmetische Substanz eingelagert ist. In besonders bevorzugter Weise sind die Hohlräume als längliche Kanäle ausgebildet, d. h. die Speicherstruktur bildet eine strudel- oder lasagneartige Struktur. D.h. eine Zwischenschicht wird von einer Schicht kosmetischer Substanz jeweils abgewechselt. Diese Schichten haben dabei eine Aus­ trittsöffnung bzw. Pore an der Außenfläche der Speicherstruktur, so daß die kosmeti­ sche Substanz aus einem verschlungenen, länglichen, schichtartigen Hohlraum aus dieser Pore austritt.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die kosmetische Substanz ein Kopfhaut oder/und Haarpflegemittel, insbesondere ein Haarschutzmittel, ein Haartö­ nungsmittel, ein Haarkonditionierer, ein Haarstylingmittel, ein Duftstoff und o. dgl. Beispielsweise ist die kosmetische Substanz ein Polyvinylpyrrolydon, ein Polyvinylpyrrolydon-Vinylacetatcopolymer, ein Vinylcaprolactam-Vinylpyrrolydon- Dimethylamino-Ethyl-Methacrylat-Terpolymer und/oder dgl. In vorteilhafter Weise erlaubt die erfindungsgemäße Speicherstruktur nahezu alle gängigen kosmetischen Substanzen zu speichern und auszugeben, auch solche, die temperaturempfindlich herstellbar sind.
In weiterer vorteilhafter Ausbildung weisen die Applikator-Haarerfassungselemente einen Indikatorfarbstoff auf, dessen Farbe abhängig vom Füllungszustand der Applikator- Haarerfassungselemente mit kosmetischer Substanz ist. Beispielsweise ist hierzu der innerste Bereich der Speicherstruktur, also der unmittelbar zum Träger benachbarte Bereich mit einer kosmetischen Substanz versehen, die mit einem Indikator-Farbstoff gefärbt ist. Sobald die kosmetische Substanz der äußeren Bereiche der Speicherstruktur bzw. des Applikator-Haarerfassungselementes verbraucht sind, wird somit der Indikator­ farbstoff sichtbar und zeigt dem Verbraucher an, daß nur noch kosmetische Substanz für eine bestimmte Menge von Anwendungen in der Speicherstruktur vorhanden ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung nach Anspruch 21 und An­ spruch 22 ist das Applikator-Haarerfassungselement mit unterschiedlichen Bereichen versehen, die entweder die Applizierung von kosmetischer Substanz z. B. nur an den Endabschnitten oder nur an den Mantelflächen der Applikator-Haarerfassungselemente ohne den Endabschnitten zulassen, oder die derart ausgebildet sind, daß an den End­ abschnitten eine die Kopfhaut pflegende Substanz abgebbar ist und über die übrigen Bereiche eine haarpflegende Substanz abgebbar ist. In einer alternativen Variante wird über die freien Endabschnitte nur eine die Haarwurzel pflegende kosmetische Substanz abgegeben oder über diese freien Stirnflächen eine Haarwurzel pflegende Substanz abgegeben und über die sich anschließenden Mantelbereiche eine haarpflegende Sub­ stanz abgegeben.
Indem zwischen den Haarerfassungselementen beispielsweise in der Frontplatte auf der die Haarerfassungselemente befestigt sind, Luftaustrittsöffnungen vorgesehen sind, wird die erwärmte Luft an den Außenseiten der Applikator-Haarerfassungselemente ent­ langgeführt, so daß dadurch beispielsweise die kosmetische Substanz durch Wärmee­ inwirkung aktiviert oder verflüssigt wird, so daß diese an den Außenseiten des Applikator-Haarerfassungselementes austritt oder leichter austritt. Zusätzlich führt die erwärmte Luft zu erwärmten Haaren und/oder einer erwärmten kosmetischen Substanz, so daß die physikalischen oder chemischen Einwirkungsmechanismen der kosmetischen Substanz auf das Haar verbessert werden. In einer alternativen oder ergänzenden Ausführungsform sind die Applikator-Haarerfassungselemente und/oder die sonstigen Haarerfassungselemente hohl ausgebildet, so daß diese von innen erwärmt werden und damit eine thermische Aktivierung der kosmetischen Substanz für den Austritt aus dem Applikator-Haarerfassungselement ermöglicht ist. In einer weiteren Variante sind am Applikator-Haarerfassungselement seitlich Diffusoröffnungen vorgesehen, so daß die in den Hohlkörper des Haarerfassungselementes eindringende warme Luft auf bestimmte, z. B. wurzelnahe Haarbereiche gerichtet ist.
In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung weist das Werkzeug, also das mit dem Haarpflegegerät zu verbindende Formungsmittel oder das Haarpflegegerät selbst eine Einrichtung zum Erzeugen von Vibrationen an den Haarerfassungselementen auf. Hierzu ist im Werkzeug ein Elektromotor mit einem an der Welle gelagerten exzentrischen Gewicht befestigt, so daß durch die Rotation der Motorantriebswelle die Haarerfas­ sungselemente vibrieren. Diese Vibration bewirkt auf die kosmetische Substanz Zen­ trifugalkräfte, wodurch der Austritt der kosmetischen Substanz vereinfacht wird. In einer Variante führt die Vibration der Haarerfassungselemente zu einer Reibung an deren Außenfläche relativ zu den Haaren oder zur Kopfhaut, wodurch die Abtragung der kosmetischen Substanz und das sehr gleichmäßige Einmassieren der kosmetischen Substanz in das Haar bzw. in die Kopfhaut erfolgt.
In einer bevorzugten Ausführungsform, die ebenfalls ein eigenständiger Erfindungs­ gedanke sein kann, ist eine Einrichtung zur Aufnahme der Hülse vorgesehen, die zu­ mindest eine zum Applikator-Haarerfassungselement korrespondierende Bohrung auf­ weist, so daß das stabförmige Applikator-Haarerfassungselement in die in der Bohrung aufgenommene Hülse einsteckbar ist. Das Applikator-Haarerfassungselement ist hierbei ohne die Hülse ein Haarerfassungselement wie alle anderen auch, so daß individuell die Haarerfassungselemente vom Anwender mit Hülsen versehen werden, für die es z. B. zum Erreichen bestimmter Bereiche bzw. Stellen im Haar mit kosmetischer Substanz gewünscht wird. Um die unbestückten Haarerfassungselemente mit den Hülsen zur Applizierung von kosmetischer Substanz zu versehen, ist es für den Anwender auf einfache Weise möglich, alle Hülsen in einem Arbeitsgang durch einfaches Einstecken aller Haarerfassungselemente in die Einrichtung einzustecken. Ferner bietet die Ein­ richtung zur Aufnahme der Hülsen einen Schutz der kosmetischen Substanz vor Um­ welteinflüssen, so daß die Haltbarkeit verlängert wird. Weiterhin wird auf diese Weise vermieden, daß der Anwender die einmal in die Einrichtung eingesteckten Hülsen mit kosmetischer Substanz für jede Anwendung mit den Händen berühren muß.
In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung, die ebenfalls auch ein eigenständiger Erfindungsgedanke sein kann, ist eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimm­ ten Umgebungsfeuchtigkeit für das Applikator-Haarerfassungselement zwischen den Anwendungen vorgesehen. Diese ist beispielsweise ähnlich zur zuvor beschriebenen Einrichtung zur Aufnahme der Hülse ausgebildet, so daß diese Einrichtung zur Aufrecht­ erhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit derart geformt ist, daß sie ein Gegenstück zumindest zu den Applikator-Haarerfassungselementen bildet, und diese zumindest an ihren Applikator-Außenflächen umhüllt ist. Die Einrichtung zur Aufrecht­ erhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit ist für bestimmte Ausführungs­ formen der Erfindung notwendig, um eine Portion kosmetische Substanz, die in der Speicherstruktur gespeichert ist, anzulösen und somit für die nächste Anwendung bereitzustellen.
Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Applikator-Haarerfassungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 27 gelöst.
Anspruch 28 gibt vorteilhafte Weiterbildungen des Applikator-Haarerfassungselementes an.
Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Applikation der kosmetischen Substanz nach Anspruch 29 gelöst. Die kosmetische Substanz wird selbsttätig durch den Kontakt des Applikator-Haarerfassungselements mit dem nassen Haar auf das Haar appliziert. Demgemäß erfolgt solange eine Übergabe an das Haar, wie dieses noch naß ist. Die kosmetische Substanz dosiert sich auf diese Weise selbst gleichmäßig über das gesamte Haar während des Haartrocknungsprozesses. Die kosme­ tische Substanz wird dabei gleichmäßig in das Haar übergeführt, in dem die Applikator- Haarerfassungselemente bzw. das Werkzeug mit Applikator-Haarerfassungselementen im Haar von Hand und/oder durch eine Vibrationserzeugung im Werkzeug auf dem Kopf bewegt werden. Es werden dadurch Mehrfachkontakte zwischen Haar und kosmetischer Substanz bereitgestellt, so daß alle zu behandelnden Haarbereiche mit kosmetischer Substanz versehen werden.
Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselements mit den Merkmalen des Anspruchs 30 gelöst. Erfindungsgemäß wird eine Speicherstruktur und eine homogen darin verteilte Substanz hergestellt, wobei die kosmetische Substanz und die die Speicherstruktur bildende Substanz vermischt werden, die die Speicherstruktur bildende Substanz polymerisiert und/oder wechselseitig verbunden (engl.: cross linked) wird, so daß eine wasserunlösli­ che, poröse Polymermatrix entsteht, in deren Poren die kosmetische Substanz homogen verteilt ist. Dieses Verfahren ist besonders wirtschaftlich durchführbar, um die bereits oben beschriebenen Applikator-Haarerfassungselemente mit ihren Vorteilen herzustellen.
Dadurch, daß die Polymermatrix und die kosmetische Substanz in einem Tauchverfahren das Haarerfassungselement oder eine Hülse beschichten, sind sehr dünne Schichtdicken in einem einfachen Verfahren herstellbar.
Die eingangs genannte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 32 ebenfalls gelöst.
Der/die weiteren Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele und anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und oder bildlich dar­ gestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patent­ ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Werkzeugs nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Werkzeugs gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Werkzeugs nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch das Werkzeug gemäß Fig. 4;
Fig. 6 eine Innenansicht des Werkzeugs nach Fig. 4 von oben gesehen;
Fig. 7 eine perspektivische Detailansicht des Werkzeugs nach Fig. 4;
Fig. 8 eine Draufsicht auf das Werkzeug nach Fig. 4;
Fig. 9 eine Explosionsdarstellung des Werkzeugs nach Fig. 4;
Fig. 10 eine teilweise Schnittdarstellung durch einen Haartrockner auf dem das Werkzeug nach den Fig. 1 bis 9 aufsetzbar oder mit diesem fest verbunden ist;
Fig. 11 eine Seitenansicht des Werkzeugs nach Fig. 4, das abnehmbar an einem Haartrockner nach Fig. 10 befestigt ist;
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung eines Werkzeugs ähnlich zu Fig. 1 oder Fig. 4 mit einem Haartrockner nach Fig. 10, wobei das Werkzeug gerade mit den Applikator-Haarerfassungselementen bestückt wird;
Fig. 13 eine Seitenansicht des Werkzeugs und Haartrockners nach Fig. 12 mit bestückten Applikator-Haarerfassungselementen und abnehmbaren Werk­ zeug;
Fig. 14 eine Seitenansicht eines einstückig miteinander verbundenen Werkzeugs und Haartrockners nach Fig. 12 mit bestückten Applikator-Haarerfassungsele­ menten;
Fig. 15a eine Seitenansicht eines Teils des Werkzeugs nach Fig. 4 oder 1;
Fig. 15b eine Seitenansicht von Applikator-Haarerfassungselementen nach einem dritten Ausführungsbeispiel;
Fig. 15c eine Seitenansicht von Applikator-Haarerfassungselementen nach einem vierten Ausführungsbeispiel;
Fig. 16 eine Explosionsdarstellung der Haarerfassungselemente, der Applikator- Haarerfassungselemente und einer Einrichtung zur Aufnahme der Applikator- Haarerfassungselemente oder Hülsen;
Fig. 17 eine perspektivische Darstellung nach Fig. 16 in zusammengestecktem Zustand;
Fig. 18 eine Schnittdarstellung nach Fig. 17;
Fig. 19a eine Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 19b eine Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 20 eine Explosionsdarstellung eines Werkzeugs mit Applikator-Haarerfassungs­ elementen nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 21a eine Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 20;
Fig. 21b eine relativ zur Fig. 21a verdrehte Schnittdarstellung durch ein Applikator- Haarerfassungselement nach Fig. 20;
Fig. 22 eine perspektivische Darstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes nach einem siebten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 23 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungs­ element nach einem achten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 24 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungs­ element nach einem neunten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 25 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungs­ element nach einem zehnten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 26 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungs­ element nach einem elften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 27 ein vergrößerter Ausschnitt X aus dem Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 24;
Fig. 28 eine schematische Schnittdarstellung eines Haarerfassungselementes, das teilweise in ein Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 25 eingesteckt ist und
Fig. 29 eine vergrößerte schematische Schnittdarstellung eines Details eines Applikator-Haarerfassungselementes.
Die Fig. 1-3 zeigen ein Werkzeug 1, das insbesondere zur Erzeugung von Stand und Volumen im Haar geeignet ist. Das Werkzeug 1 weist ein Werkzeuggehäuse 7 auf, über das das Werkzeug bzw. Haartrockneraufsatzteil an einen Haartrockner befestigbar ist. Ferner weist das Werkzeug 1 eine Frontplatte 5 auf, die sich an das Werkzeuggehäuse 7 anschließt und an der die Haarerfassungselemente 3 einstückig befestigt sind. Die Frontplatte 5 weist Luftaustrittsöffnungen 6 auf, so daß die vom Haartrockner erwärmte Luft zwischen den stabförmigen Haarerfassungselementen 3 entlangzieht. Die Haar­ erfassungselemente 3 weisen mindestens einen Durchmesser von 5 mm auf und sind mindestens 25 mm lang, wobei das Längen : Durchmesserverhältnis mindestens 5 : 1 vorzugsweise größer 8 : 1 ist. Die Haarerfassungselemente haben vorzugsweise eine Länge zwischen 40 und 70 mm. Die Haarerfassungselemente 3 sind derart angeordnet und ausgebildet, daß eine Mehrzahl der stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungs­ elemente 3 während der Benutzung in Kontakt mit der Kopfhaut des Benutzers sind und aufgrund einer Bewegung der Haarerfassungselemente 3 auf der Kopfhaut die Haare erfaßt, zwischen den Haarerfassungselementen hochgeschoben und in Richtung der Luftaustrittsseite des Haartrockners angehoben werden, so daß Stand bzw. Volumen im Haar des Benutzers erhalten wird. Vorzugsweise sind die stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 in einer konkaven Fläche angeordnet. Um die Beschreibung dieses Werkzeugs mit allen seinen Merkmalen hier nicht unnötig in die Länge zu ziehen, wird der Inhalt der EP 0 620 713 hier ausdrücklich mit einbezogen.
Die Fig. 4-9 zeigen ein Werkzeug 10 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel. Die wesentlichen Unterschiede zum zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel des Werkzeugs 1 bestehen darin, daß die Frontplatte 11 mit den Haarerfassungselementen 3 relativ zum Werkzeuggehäuse 12 abnehmbar ist und daß im Werkzeug 10 ein Elektro­ motor 13 angeordnet ist, an dessen Motorwelle 15 eine Exzentermasse 14 befestigt ist, so daß auf die Frontplatte 11 und die Haarerfassungselemente 3 die durch die rotierende Exzentermasse erzeugten Vibrationen übertragbar sind. Hierzu ist die Frontplatte 11 und die Haarerfassungselemente 3 über vier Silikonschläuche 16 mit dem übrigen Werkzeug­ gehäuse 12 verbunden. Die Frontplatte 12 mit den Haarerfassungselementen 3 und den Silikonschläuchen 16 bilden somit ein zu Vibrationen anregbares Federmassesystem. Die durch die Drehzahl des Elektromotors 13 festgelegte Vibrationsfrequenz kann grundsätz­ lich zwischen 0 Hz und dem Ultraschallbereich liegen, bevorzugt wird jedoch ein Fre­ quenzbereich zwischen 25 und 130 Hz, insbesondere zwischen 50 und 70 Hz. Die stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 schwingen durch diese Vi­ brationsanregung auf einer im wesentlichen räumlichen, elliptischen Bahn. Die strom­ abwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 schwingen dadurch mit einer maxi­ malen Amplitude von drei vorzugsweise einem Millimeter. In diesen Figuren ist mit 18 die Luftströmungsrichtung für die erwärmte Luft angegeben. Es versteht sich, daß die Fig. 4, 5 und teilweise 9 insofern schematisch dargestellt sind, als daß die Luftaustritts­ öffnungen 6 auf der Frontplatte 11 in diesen Figuren nicht dargestellt sind. Aber den­ noch am Werkzeug 10 ausgebildet sind. Ferner ist in diesen Figuren nur ein Teil aller Haarerfassungselemente 3 dargestellt. Fig. 8 zeigt in diesem Zusammenhang das Werkzeug 10 mit allen Haarerfassungselementen 3 und Luftaustrittsöffnungen 6. Das Werkzeug 10 weist ferner einen elektromechanischen Werkzeugschalter 17 auf, durch dessen Verschieben einerseits das Werkzeug 10 mit dem Haartrockner befestigbar und in einer weiteren tieferen Stellung der Elektromotor ein- und ausschaltbar ist. Um die Beschreibung des Werkzeugs 10 nicht unnötig auszudehnen, wird der Inhalt der DE 196 33 035 ausdrücklich in diese Beschreibung mit einbezogen.
Die zuvor beschriebenen Werkzeuge 1 und 10 bilden eine bevorzugte Grundlage für die Anbringung von Applikator-Haarerfassungselementen. Die Applikator-Haarerfassungs­ elemente werden bevorzugt in Kombination mit diesen Werkzeugen eingesetzt, da somit mit dem gleichen Werkzeug Stand bzw. Volumen im Haar erzeugbar ist oder durch die Vibration ein angenehmes Einmassieren und gleichmäßiges Verteilen der kosmetischen Substanz möglich ist. Es versteht sich jedoch, daß die Applikator-Haarerfassungs­ elemente für die verschiedensten Arten von Haartrocknern einsetzbar sind. Dabei wird die Form und Größe der Applikator-Haarerfassungselemente dem jeweiligen Einsatz­ zweck bzw. der jeweiligen Ausbildung des Haartrockners angepaßt. In einer Variante kann statt der in den Fig. 4-9 dargestellten Art der Vibrationserzeugung auch eine andere Art der Vibrationserzeugung an den Haarerfassungselementen 3 stehen. Natür­ lich können die Applikator-Haarerfassungselemente auch in Bürsten oder Kämmen als Haartrockneraufsatz oder an sich vorteilhafte Wirkungen entfalten. Es wird jedoch in der Kombination Haartrockner, insbesondere mit Volumenerzeugung und vorzugsweise mit Vibrationserzeugung eine besonders vorteilhafte Ausbildung gesehen.
Die in den Fig. 1-9 dargestellten Haarerfassungselemente sind ganz oder teilweise durch Applikator-Haarerfassungselemente 4 austauschbar oder zu Applikator-Haar­ erfassungselementen 4 ergänzbar.
Die Fig. 10 zeigt einen Haartrockner, an dessen Luftaustrittsseite 9 die Werkzeuge nach den Fig. 1 bis 9 befestigbar sind. Der Haartrockner 2 weist eine Heizungseinrichtung 19 auf, an der die von dem Lüftermotor 21 mit dem Lüfterrad durch das Gehäuse 22 durchströmte Luft erwärmt wird. Auf der zur Luftaustrittsseite gegenüberliegenden Seite des Haartrockners ist ein Lufteinlaß 20 angeordnet. Ferner weist der Haartrockner einen Handgriff 23 auf.
Fig. 11 zeigt schematisch die Seitenansicht eines Haartrockners 2, an dessen Luftaus­ trittsseite ein Werkzeug 1, 10 befestigbar ist, wobei die Frontplatte 5, 11 mit den Haarerfassungselementen 3 vom Werkzeuggehäuse 7, 12 ebenfalls abnehmbar ist. In einer Variante sind die Haarerfassungselemente 3 als Applikator-Haarerfassungselemen­ te 4 ausgebildet.
Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Haartrockners 2 mit einem Werk­ zeug 1, 10, wobei Applikator-Haarerfassungselemente 4 vorgesehen sind, die innen hohl sind, so daß sie auf die Haarerfassungselemente 3 aufsteckbar sind. Die Applikator- Haarerfassungselemente 4 sind alle auf einer Grundplatte 24 befestigt und auf dieser derart angeordnet, daß die Grundplatte 24 mit den Applikator-Haarerfassungselementen 4 auf die Haarerfassungselemente 3 aufsteckbar sind. Die Grundplatte 24 weist Luftaus­ trittsöffnungen 6 auf, die mit den Luftaustrittsöffnungen 6 der Frontplatte korrrespon­ dieren. Auf diese Weise sind alle Applikator-Haarerfassungselemente auf einem einzigen Körper, namentlich der Grundplatte 24 fest angeordnet, so daß der Anwender nicht jedes Applikator-Haarerfassungselement einzeln auf die Haarerfassungselemente 3 aufstecken muß. Zu dem kann bei einer derartigen Ausbildung nach Fig. 12 der Haar­ trockner 2 mit dem Werkzeug 1, 10 leicht durch die Applikator-Haarerfassungselemente 4 auf bzw. abgerüstet werden, ohne daß hierzu die Hände mit dem Applikator-Haar­ erfassungselementen 4 oder andere Teile des Werkzeugs 1, 10 mit eventuell ver­ schmutzten Bereichen der Applikator-Haarerfassungselemente 4 in Kontakt kommen.
Fig. 13 zeigt das gleiche Arrangement wie in Fig. 12, nur daß die Applikator-Haar­ erfassungselemente 4 der Grundplatte 24 auf die Haarerfassungselemente 3 aufgesteckt sind. In vorteilhafter Weise ist eine Einrichtung in den hohlen Innenräumen der Applikator-Haarerfassungselemente 4 oder im unteren Bereich der Haarerfassungs­ elemente 3 bzw. an der Frontplatte 5, 11 oder der gegenüberliegenden Seite der Grund­ platte 24 vorgesehen, mit der die Applikator-Haarerfassungselemente 4 rastend oder schnappend oder auf ähnliche Weise lösbar verbunden sind.
Fig. 14 unterscheidet sich von Fig. 13 nur insofern, als daß das Werkzeug 1, 10 mit dem Haartrockner 2 einstückig ausgebildet ist.
Fig. 15a zeigt eine Seitendarstellung der Haarerfassungselemente 3 an sich, die zuein­ ander beabstandet auf der Frontplatte 5, 11 angeordnet sind.
Fig. 15b zeigt die Applikator-Haarerfassungselemente 4 und die Grundplatte 24 ähnlich zu den Fig. 12-14. In einer Variante zu dieser in Fig. 15b gezeigten Ausführungsform werden nicht alle Haarerfassungselemente 3 von Fig. 15a mit Applikator-Haarerfas­ sungselementen 4 umhüllt. Es ist für manche Anwendungen beispielsweise ausreichend, lediglich eine ringartige Anordnung der Applikator-Haarerfassungselemente 4 auf einer Grundplatte 24 vorzusehen und diese auf die Haarerfassungselemente 3 aufzustecken. So können beispielsweise verschiedene konzentrische Ringe mit verschiedenen Applikator-Haarerfassungselementen für verschiedene kosmetische Substanzen mitein­ ander kombiniert werden. Statt einer Ringform kann auch eine Kreuzform, eine Längs­ form oder eine sonstige Anordnung und Zusammenfassung von mehreren Applikator- Haarerfassungselementen erfolgen.
Fig. 15c zeigt Applikator-Haarerfassungselemente 4 die nicht wie zuvor bei Fig. 15b über eine Grundplatte 24 miteinander verbunden sind. Somit kann der Verbraucher noch individueller nach seinen persönlichen Wünschen die Anzahl der Applikator-Haarerfas­ sungselemente und damit in gewisser Weise auch die Dosierung oder die Mischung verschiedener kosmetischer Substanzen aus verschiedenen Applikator-Haarerfassungs­ elementen 4 durch die jeweilige Bestückung der Haarerfassungselemente 3 gemäß Fig. 15a festlegen. Die Applikator-Haarerfassungselemente, wie sie in den Fig. 15b und 15c dargestellt sind, haben eine hülsenartige Ausbildung, wobei entgegen den Darstellungen in Fig. 15b und 15c das Applikator-Haarerfassungselement 4 auch als bloßes zylin­ drisches Rohr ohne abschließende Endkappe am stromabwärtigen Ende ausbildbar ist.
Fig. 16 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der Haarerfassungselemente 3, der Applikator-Haarerfassungselemente 4 und einer Einrichtung 25 zur Aufnahme der Hülsen- bzw. Applikator-Haarerfassungselemente 4. Diese Einrichtung 25 weist zu dem Applikator-Haarerfassungselementen 4 in Form und Größe etwa korrespondierende Bohrungen 26 auf, die zur Anordnung der Haarerfassungselemente 3 korrespondierend angeordnet sind. In Fig. 16 ist diese Einrichtung 25 schematisch als zylindrischer Vollkörper mit den Bohrungen 26 dargestellt. In einer Variante wird für diese Einrichtung 25 kein Vollkörper sondern ein Kunststoffspritzgußteil verwendet, das ebenfalls so ausgebildet ist, daß alle Applikator-Haarerfassungselemente an ihren Außenseiten umhüllt sind, ohne daß hierzu die übrigen Bereiche der Einrichtung 25 aus Vollmaterial angefertigt sind. Die Einrichtung 25 erleichtert die Handhabung des Bestückens der Haarerfassungselemente 3 mit Applikator-Haarerfassungselementen, da der Anwender nur vor der ersten Benutzung seine Einrichtung 25 nach seinen individuellen Wünschen mit Applikator-Haarerfassungselementen bestücken muß, und für alle weiteren Anwen­ dungen wenn gewünscht, stets auf die gleiche Konfiguration zurückgreifen kann, ohne hierzu die Applikator-Haarerfassungselemente 4 nochmals zu berühren. Der Anwender steckt also zu diesem Zweck die gewünschten Applikator-Haarerfassungselemente 4 in einer bestimmten Konfiguration in die Einrichtung 25 und setzt anschließend das Werk­ zeug 1, 10 mit den Haarerfassungselementen 3 in die in der Einrichtung 25 aufgenom­ menen hülsenartigen Applikator-Haarerfassungselemente 4, wodurch die Applikator- Haarerfassungselemente 4 gleichzeitig mit den Haarerfassungselementen 3 befestigt werden. Beim Herausziehen der Haarerfassungselemente 3 aus der Einrichtung 25 ist dadurch das Werkzeug 1, 10 komplett mit Applikator-Haarerfassungselementen 4 bestückt. Um die Applikator-Haarerfassungselemente 4 nach der Benutzung zu lagern, oder um ausschließlich das Werkzeug 1, 10 ohne Applikator-Haarerfassungselemente 4 weiter zu verwenden, wird das mit Applikator-Haarerfassungselementen 4 bestückte Werkzeug 1, 10 erneut in die Einrichtung 25 eingesteckt, so daß durch einen Mecha­ nismus das Lösen der Befestigung zwischen den Haarerfassungselementen 3 und den Applikator-Haarerfassungselementen 4 automatisch erfolgt. Beim Herausziehen der Haarerfassungselemente 3 aus der Einrichtung 25 ist das Werkzeug 1, 10 wieder in den unbestückten Ausgangszustand versetzt.
Fig. 17 zeigt die Anordnung nach Fig. 16, wobei die Haarerfassungselemente 3 in der Einrichtung 25 eingesteckt sind.
Fig. 18 zeigt den gleichen Zustand nochmals in Schnittdarstellung. Wie in Fig. 18 erkennbar ist, liegt die Einrichtung 25 flächig an den Applikator-Haarerfassungselemen­ ten 4 an, so daß die kosmetische Substanz in der Einrichtung 25 unabhängig von den Umwelteinflüssen gelagert werden kann. Alternativ zu der Einrichtung 25 sind folien­ artige Blisterverpackungen für die Applikator-Haarerfassungselemente 4 vorgesehen.
Fig. 20 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Werkzeugs mit Applikator-Haarerfassungs­ elementen nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Bestückungs­ prinzip der Haarerfassungselemente 3 mit den Applikator-Haarerfassungselementen 4 ist vergleichbar durchführbar wie zur Fig. 16 bereits beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Haarerfassungselementen und Applikator-Haarerfassungselementen sind beide als Diffusor-Haarerfassungselemente mit einem hohlen Innenraum und seitlichen Öffnungsschlitzen 27 versehen. Die Öffnungsschlitze 27 der Applikator- Haarerfassungselemente 4 korrespondieren dabei in ihrer Ausbildung zu den Öffnungs­ schlitzen 27 der Haarerfassungselemente. Auf diese Weise wird erwärmte Luft durch die Öffnungsschlitze 27 unmittelbar benachbart zu den Haarwurzelansätzen transportiert.
Fig. 21a und Fig. 21b verdeutlichen nochmals die hohle Struktur der Haarerfassungs­ elemente 3, so daß durch deren Innenraum die vom Haartrockner erzeugte warme Luft durchströmen kann. Fig. 21a stellt dabei einen Schnitt in eine Winkelposition dar, in der kein Öffnungsschlitz 27 geschnitten, während in der Schnittdarstellung nach Fig. 21b ein Öffnungsschlitz 27 geschnitten wird. In einer weiteren Ausführungsform der in Fig. 21a und Fig. 21b dargestellten Applikator-Haarerfassungselemente 4 sind diese durch eine feste, d. h. nicht lösbare Beschichtung an den Haarerfassungselementen 3 bzw. Diffusor-Haarerfassungselementen realisiert.
Fig. 22 zeigt ein Applikator-Haarerfassungselement 4, das eine Speicherstruktur 28 aufweist, die einen X-förmigen Querschnitt bildet. Die zwischen den Schenkeln liegen­ den Abschnitte sind hier mit dem gleichen Kunststoff versehen, der für die übrigen Haarerfassungselemente 3 verwendet wird, so daß nur bestimmte Bereiche zur Abgabe der kosmetischen Substanz geeignet sind. In diesem Fall weist das Applikator-Haar­ erfassungselement 4 aufgeteilt in Längsrichtung Abschnitte auf, über die die kosmeti­ sche Substanz abgebbar ist und über die die kosmetische Substanz nicht abgebbar ist. Das Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 22 weist insgesamt einen kreisrunden Querschnitt auf - es kann jedoch auch derart ausgebildet sein, daß die Speicherstruktur ausschließlich oder hauptsächlich an einer Stelle angeordnete ist, an der bedingt durch die Gesamtform des Applikator-Haarerfassungselementes eine Haarumlenkung vor­ gesehen ist. Auf diese Weise wird auf das Haar nur dort beispielsweise ein Haarstyling oder Haarformungsprodukt als kosmetische Substanz übertragen, wo dies erforderlich ist. Insbesondere diese Ausbildung ist auch zur Formung von Locken oder anderen Stylingeffekten mit dem Lockenstab vorteilhaft.
Die Fig. 23-26 zeigen Applikator-Haarerfassungselemente mit im Längsschnitt jeweils unterschiedlicher Struktur. Es versteht sich, daß dabei zwischen den einzelnen Struktu­ ren mehrere Kombinationsmöglichkeiten gegeben sind, die dieser Konzeption ebenfalls unterliegen. Wie bereits anhand von Fig. 22 erläutert, sind am Applikator-Haarerfas­ sungselement nur bestimmte Bereiche mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischer Substanz versehen. In Fig. 23 ist in Längsrichtung eine Unterteilung - im Gegensatz zur Fig. 22 in der eine Unterteilung in Querrichtung, also über den Umfang ausgebildet ist - des Applikator-Haarerfassungselementes 4 vorgesehen. Hierbei werden die freien Stirnflächen 32 bzw. die stromabwärtigen Enden der Applikator-Haarerfassungselemente mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischen Substanz versehen, die insbesondere zur Applizierung von Haarwurzel pflegenden Substanzen oder Kopfhaut pflegenden Substanzen geeignet ist. Die Mantelfläche 33 ist dabei frei von einer Applizierbarkeit einer kosmetischen Substanz ausgebildet oder mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischen Substanz versehen, die zur Applizierung von speziell haarpflegenden Substanzen geeignet ist. In einer weiteren Variante wird nur über die Mantelflächen 33 eine kosmetische Substanz appliziert, nicht jedoch über die freien Stirnflächen 32.
Alle diese Strukturen sind auch insofern miteinander kombinierbar, als daß das Applikator-Haarerfassungselement wie in Fig. 23 dargestellt, einen Träger 29 aufweist, der als stabförmiger Vollkörper oder innen hohl ausgebildet ist. Der Träger 29 ist vor­ zugsweise ähnlich dem Haarerfassungselement 3 stabförmig als Kunststoffinger ausge­ bildet.
Weitere Kombinationsmöglichkeiten in der Struktur ergeben sich dadurch, daß die als vom Träger 29 oder Haarerfassungselement lösbar oder aufsteckbar dargestellte Spei­ cherstruktur und/oder kosmetische Substanz des Applikator-Haarerfassungselementes mit ähnlicher Struktur auch als Applikator-Haarerfassungselemente mit unlösbar be­ festigter Speicherstruktur ausgebildet sein kann und umgekehrt.
In Fig. 23 ist beispielsweise der Träger 29 völlig mit einer Speicherstruktur 28 und/oder einer kosmetischen Substanz umhüllt. Dabei ist die Speicherstruktur fest durch eine Beschichtung mit dem Träger verbunden.
In Fig. 24 bildet die hülsenförmige Speicherstruktur 28 nicht nur eine Struktur zur Aufnahme der kosmetischen Substanz sondern auch eine Trägerstruktur, die die nötige mechanische Biegesteifigkeit und sonstige Stabilität des Applikator-Haarerfassungs­ elementes bereitstellt.
Fig. 25 zeigt einen hülsenförmigen Träger 29 an dessen Innenseite ein Depot 34 für die kosmetische Substanz und an dessen Außenseite eine Speicherstruktur 28 angeordnet ist. Gerade bei diesem Ausführungsbeispiel muß die Speicherstruktur 28 nicht un­ verformbar sondern kann auch schwammartig verformbar ausgebildet sein. Die Innensei­ te des Depots 34 ist beispielsweise mit einer dünnen Blisterfolie gehalten. In Fig. 25 nicht dargestellt sind die Durchtrittsöffnungen in dem hülsenartigen Träger 29, damit die kosmetische Substanz des Depots 34 in die Speicherstruktur 28 übertragbar ist.
Das Applikator-Haarerfassungselement 4 nach Fig. 25 ist nochmals mit Fig. 28 gezeigt, wobei gerade ein Haarerfassungselement 3 in den Innenraum des Applikator-Haar­ erfassungselements 4 eingeschoben wird. Dabei ist der freie Innendurchmesser des Trägers 29 bzw. in gewisser Weise auch des Depots 34 auf den Außendurchmesser des einzusteckenden Haarerfassungselements 3 abgestimmt. Diese Innen- und Außendurch­ messer sind derart ausgebildet, daß während des Einsteckens des Haarerfassungs­ elementes 3 die kosmetische Substanz im Depot 34 durch die Durchtrittsöffnungen im Träger 29 hindurchgedrückt und damit in die Speicherstruktur weitergeleitet wird.
Fig. 26 zeigt eine Struktur des Applikator-Haarerfassungselementes 4, bei der die den Träger 29 umhüllende Speicherstrukturschicht zusätzlich zur kosmetischen Substanz oder ausschließlich mit einem Indikatorfarbstoff versehen ist. Die weiter außenliegende Speicherstruktur 28 mit kosmetischer Substanz ohne Indikatorfarbstoff verdeckt somit den Indikatorfarbstoff solange, bis dieser durch den Verbrauch der außenliegenden kosmetischen Substanz zu Tage tritt. Auf diese Weise wird dem Anwender angezeigt, daß das Applikator-Haarerfassungselement keine kosmetische Substanz mehr enthält oder nur noch kosmetische Substanz für eine oder wenige Applikationen.
Fig. 27 zeigt schematisch die Anlagerung eines feuchten Haares 26 während eines Haartrocknungsprozesses an einer Speicherstruktur 28, wie sie bei allen dargestellten Ausführungsformen ausgebildet sein kann. Beispielhaft ist mit Fig. 27 ein vergrößerter Ausschnitt X aus Fig. 24 an der Grenzfläche zwischen Speicherstruktur und Außenseite des Applikator-Haarerfassungselementes 4 gezeigt. Die Feuchtigkeit des Haares 36 bewirkt oder unterstützt, wie mit Fig. 27 gezeigt, ein Herauslösen der kosmetischen Substanz aus der Speicherstruktur 28 beispielsweise durch Kapillareffekte, Adsorption oder ähnliche Effekte.
Nachfolgend wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben. Hierbei wird die Speicherstruktur und die kosmetische Substanz durch eine Beschichtung eines Trägers des Applikator-Haarerfassungselementes erzeugt. Als Träger kann dabei ein wie zuvor beschrieben hülsenartiger hohler Körper dienen, der auf die bereits vorhandenen Haarerfassungselemente 3 des Werkzeugs 1, 10 aufgesteckt wird. In einer alternativen Ausführungsform fungieren alle oder einige Haarerfassungselemente des Werkzeugs 1, 10 als Träger und werden mit der Mischung aus der die Speicherstruktur bildenden Substanz und der kosmetischen Substanz beschichtet.
Zur Verdeutlichung des Aufbaus und der Herstellung einer solchen Beschichtung wird nachfolgend beispielhaft ein möglicher Herstellprozeß beschrieben.
  • 1. Herstellen einer Lösung aus dem Lösungsmittel Tetrahydrofuran (THF) und Hitad, wobei Hitad der Handelsname für ein Acryl-, bzw. Methaarcyl-Polymer ist.
  • 2. Eintauchen der unbeschichteten Träger in Röhren, in denen die Lösung nach 1. enthalten ist. Nach einigen Sekunden bzw. wenigen Minuten setzt sich auf diese Weise eine erste Schicht der Polymermatrix Hitad als Speicherstruktur am Träger ab. Es wird vorzugsweise für die erste Beschichtung nur die Speicherstruktur und nicht die kosmetische Substanz am Träger angelagert. Das Lösungsmittel THF dient dabei zum Anlösen der Trägeroberfläche und verbessert damit die Haftung der Speicherstruktur am Träger, der beispielsweise aus Polycarbonat ist. Die Zeit des Eintauchens ist beispielsweise durch das Abwiegen der Träger während des Eintauchens festlegbar, so daß auf die Beschichtungsdicke zurückgeschlossen werden kann. Später wird dieser Wiegeprozeß durch Erfahrungswerte für die nötige Einwirkzeit ersetzt.
  • 3. Lufttrocknung der beschichteten Träger, so daß das Lösungsmittel (z. B. Chloro­ form oder THF) verdampft.
  • 4. Erstellen einer Mischungslösung aus einem Lösungsmittel z. B. Chloroform, einer oder mehrerer kosmetischer Substanzen, z. B. PVP (= Polyvinylpyrrolydon) und einer Substanz für die Speicherstruktur wie z. B. die Polymermatrix Hitad. Die Mischung wird mit hoher Drehzahl und häufigem Richtungswechsel vermischt, so daß eine hohe Scherung der Mischung erzeugt und die Bildung der Strudelstruktur begünstigt wird. Es wird also ein wasserunlösliches Polymer für die Speicher­ struktur mit einem wasserlöslichen Polymer für die kosmetische Substanz (mit dem Lösungsmittel) vermischt. Anstelle von Hitad können viele andere Polymere verwendet werden, die vorzugsweise durch Strahlung wechselseitig gebunden (engl.: crosslinked) werden, die eine geringe Wasseradsorption bzw. keine Wasser­ adsorption und eine hohe Festigkeit und Steifigkeit aufweisen. Statt PVP kann jedes andere Haarpflegende oder hautpflegende Produkt verwendet werden, das ein wasserlöslichen Polymer ist und zu einer nicht klebrigen flexiblen Schicht auf dem Haar trocknet. PVP ist in trockenem Zustand in fester Phase. Welche kosme­ tische Substanz letztlich verwendet wird, hängt von den gewünschten Eigen­ schaften der kosmetischen Substanz für Haut oder Haar ab.
  • 5. Eintauchen der gemäß den Schritten 1 bis 3 vorbehandelten Träger und Trocknen derselben. Anschließend oder während des Eintauchens Abwiegen der Träger um die gewünschte Schichtdicke zu kontrollieren. Auch dieser Wiegeprozeßschritt wird später durch einen Erfahrungswert für die Eintauchzeit ersetzt.
  • 6. Wiederholen des Schrittes 5 bis das gewünschte Beschichtungsgewicht auf dem Träger niedergeschlagen ist. Auf diese Weise werden die Portionsmengen an kosmetischer Substanz festgelegt, die je Aktivierung aus den Poren der Speicher­ struktur austreten bzw. mit Wasser anlösbar und somit verfügbar sind.
  • 7. Einsetzen der beschichteten Träger in eine versiegelte Tasche in Stickstoff- Atmosphäre. Der Stickstoff bewirkt eine Verdrängung des Sauerstoffes, der die nachfolgende Polymerisation des Hitad behindern würde.
  • 8. Aushärten der Polymermatrix (Hitad) mittels (Licht- oder) Elektronenstrahlung mit einer definierten Intensität, z. B. 2 Mrad.
Auf diese Weise sind z. B. vier Eintauchvorgänge in die PVP enthaltende Mischung erfolgt, so daß eine PVP Portionsmenge von etwa je 100 mg für fünf Aktivierungen verfügbar ist. Vorzugsweise ist in den Applikator-Haarerfassungselementen für zwei bis 50 Aktivierungen ausreichende und stets etwa gleichbleibend viel kosmetische Substanz gespeichert. In einer besonderen Ausführungsform ist für zwischen 4 und 30, oder 10 bis 20, oder vorzugsweise für 20 oder 25 Anwendungen ausreichend kosmetische Substanz in der Speicherstruktur gespeichert.
Fig. 29 zeigt schematisch den auf diese Weise erzeugten Schichtaufbau angrenzend an den Träger 29 der Speicherstruktur 28 und der kosmetischen Substanz in Schnittdar­ stellung. Die Speicherstruktur 28 bzw. die Polymermatrix Hitad bildet im Schnitt eine steife, wasserunlösliche Gerüststruktur mit dazwischenliegenden, schlangenartig, ver­ wundenen Hohlräumen 31, wobei die Hohlräume 31 vor der Nutzung mit der kosmeti­ schen Substanz aufgefüllt sind. Auf diese weise bilden die Hohlräume 31 bzw. die kosmetische Substanz mit der Speicherstruktur eine strudel- oder lasagneartige Schichtstruktur. Die länglichen kanalartigen Hohlräume 31 werden erst nach Verbrauch der kosmetischen Substanz zu solchen. Die Enden der Hohlräume 31 an der Außenseite der Beschichtung bilden dabei die Öffnungen bzw. Mikroporen 30 aus denen die kosme­ tische Substanz austritt und an das Haar oder die Kopfhaut übergeben wird. Die in Fig. 29 dargestellte Dicke der Beschichtung A bestimmt letztlich die Anzahl der möglichen Aktivierungen bzw. verfügbaren Portionen mit kosmetischer Substanz. Die Beschich­ tungsdicke A kann dabei zwischen wenigen Mikrometern und einigen Millimetern betragen. Durch das oben beschriebene Eintauchverfahren sind jedoch extrem dünne Beschichtungen herstellbar, so daß mit einer Beschichtungsdicke von weniger als einem Millimeter, vorzugsweise weniger als 0,1 mm, insbesondere vorzugsweise weniger als 0,05 mm ausreichend ist, um eine Speicherstruktur und kosmetische Substanz für 10 oder 20 Anwendungen bereitzustellen. Somit ist durch das Beschichten mittels eines Eintauchverfahrens nicht nur ein sehr wirtschaftliches Herstellverfahren gegeben, sondern auch ein Verfahren, das eine Beschichtung erzeugt die die äußeren Abmessun­ gen und die Form der zu beschichtenden Haarerfassungselemente oder Träger kaum wesentlich beeinflußt. Dies ist insbesondere für solche Haarerfassungselemente 3 bzw. Haarerfassungselemente 4 von Vorteil, die sehr länglich und stabförmig ausgebildet sind, wie bei denen nach den Fig. 1 bis 9, die zur Erzeugung von Volumen an Stand im Haar geeignet sind. Diese dünne Beschichtungsdicke erweist sich auch insbesondere in Kombination mit Haarerfassungselementen 3 als vorteilhaft die zu Vibrationen angeregt werden und daher klar definierte mechanische bzw. Biegesteifigkeit Anforderungen erfüllen müssen.
Es versteht sich, daß auch andere Schichtstrukturen ähnliche Effekte mit sich bringen. Die dargestellte Strudelstruktur wird jedoch deshalb bevorzugt, weil die Extraktions­ geschwindigkeit der kosmetischen Substanz aus den länglichen Kanälen je Anwendung schneller geschieht.
Sobald Wasser an die Außenseite der Beschichtung gelangt, erreicht das Wasser auch die Öffnungen bzw. Mikroporen 30 und dringt damit zur kosmetischen Substanz vor und löst diese an. Dieses lösende Wasser wird durch das nasse Haar für eine kurze Zeit (bis zur Trocknung) bereitgestellt. Je mehr kosmetische Substanz innerhalb einer Anwen­ dung aus den Zwischenräumen bzw. Hohlräumen 31 der Speicherstruktur 28 extrahiert ist, desto weiter muß das Wasser im länglichen Kanal bzw. Hohlraum 31 eindringen um kosmetische Substanz zu lösen und weiterhin zu extrahieren. Durch die Anlösung der kosmetischen Substanz mit Wasser dehnt sich diese in ihrem Volumen so weit aus, daß sie an den Öffnungen 30 zur Verfügung steht. Es besteht also ein sehr großer Volumen­ unterschied zwischen der festen ungelösten kosmetischen Substanz und der gelösten Substanz.
Alternativ oder ergänzend zur Aktivierung der kosmetischen Substanz mit Wasser kann diese auch durch Wärme und/oder durch Vibration gelöst werden bzw. der Austritt aus den Mikroporen 30 beschleunigt werden. Hierzu werden in der Regel entweder kosmeti­ sche Substanzen verwendet, die dementsprechende physikalische Eigenschaften auf­ weisen oder es werden entsprechende Additive zur Mischung gemäß Prozeßschritt 4 beigefügt, beispielsweise werden Wachse in die kosmetische Substanz beigemischt, so daß die vom Haartrockner erzeugte warme Luft an den Haarerfassungselementen entlangstreicht und die kosmetische Substanz verflüssigt bzw. die Konsistenz so weit verändert, daß ein Austritt der kosmetischen Substanz aus den Öffnungen möglich ist.
Sobald die für eine Anwendung etwa zur Verfügung stehende Portionsmenge an kosme­ tischer Substanz verbraucht ist, muß das Applikator-Haarerfassungselement, bzw. die in der Speicherstruktur gespeicherte kosmetische Substanz soweit aktiviert oder regene­ riert werden, daß kosmetische Substanz aus den inneren bzw. hinteren benachbart zum Träger 29 liegenden Abschnitten hin zur Außenfläche der Beschichtung bzw. zu den Öffnungen 30 hin transportiert wird und damit für eine weitere Anwendung zur Verfü­ gung steht. Neben verschiedenen Verfahren, die eine sehr rasche Regenerierung und damit Neubeladung der äußeren Schichten der Hohlräume 31 bewirken, wird für das obige Ausführungsbeispiel mit z. B. PVP als kosmetischer Substanz und einem Acryl­ polymer (Hitad) als Speicherstruktursubstanz die folgende Wiederregenerierung vor­ geschlagen. Die Applikator-Haarerfassungselemente werden hierzu in eine Einrichtung gegeben, die zunächst grundsätzlich ähnlich aufgebaut sein kann wie die Einrichtung 25. Diese Einrichtung zur Regenerierung bzw. zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit ist derart ausgebildet, daß an den Außenflächen der Applikator- Haarerfassungselemente eine Luftfeuchtigkeit von 60, 70, 80 oder 90%, vorzugsweise 80% oder ein Wert zwischen diesen Werten für einige Stunden z. B. für 8 Stunden anliegt. Durch diese Luftfeuchtigkeit, diffundiert ebenfalls feuchte Luft in die Mikroporen 30, die entstanden sind, nachdem zum ersten Mal kosmetische Substanz aus diesen Poren extrahiert wurde. Die feuchte Luft kommt somit in Kontakt mit der festen kosme­ tischen Substanz. Die kosmetische Substanz adsorbiert die Feuchtigkeit, wird gelöst und wird im Hohlraum 31 entlang weiter transportiert bzw. dehnt sich darin aufgrund des großen Volumenunterschiedes der gelösten kosmetischen Substanz zur festen kosmeti­ schen Substanz aus. Die kosmetische Substanz quillt in den Hohlräumen der Speicher­ struktur auf, zumindest bis diese ganz ausgefüllt sind. Nach einigen Stunden erreicht auf diese Weise die kosmetische Substanz PVP in gelöstem Zustand die Außenseite der Beschichtung. Wenn nun der Haartrockner das nächste Mal benutzt wird, ist es diese gelöste kosmetische Substanz die durch das nasse Haar extrahiert wird. Nachdem die Speicherstruktur 28 sich dadurch auszeichnet, daß sie unverändert von diesen Lösungs­ prozessen an der kosmetischen Substanz ihre Struktur bei behält, bleiben die länglichen Kanäle 31 erhalten, über die die kosmetische Substanz transportiert wird. Auf diese Weise steht auch für alle weiteren Anwendungen etwa die gleiche Menge an kosmeti­ scher Substanz je Aktivierung bzw. Anwendung zur Verfügung.
Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung der Umgebungsfeuchtigkeit bzw. zur Regenerie­ rung der Applikator-Haarerfassungselemente nach einer Benutzung ist derart ausge­ bildet, daß die Applikator-Haarerfassungselemente an ihren beschichteten Flächen von einer Umhüllung umgeben sind, in der ein wasserabsorbierendes Gewebe, ein Stoff oder ein Schwamm enthalten sind, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Vorzugsweise ist diese Einrichtung verschließbar, um eine Verdunstung zu vermeiden. Die Wiederregenerierung dauert solange, bis sich ein Equilibrationszustand zwischen der kosmetischen Substanz und der Luftfeuchtigkeit eingestellt hat.
Als Substanz für die Speicherstruktur kommen in der Hauptsache wasserunlösliche oder nahezu wasserunlösliche Substanzen infrage, die zu dem vorzugsweise in einem Nieder­ temperaturverfahren aushärtbar sind, wie z. B. einem Licht- oder Elektronenbestrahlungs­ verfahren, so daß auch kosmetische Substanzen verwendet werden können, die sehr temperaturempfindlich sind. In vorteilhafter Weise ist die Substanz für die Speicher­ struktur möglichst wenig spröde und weist gute Hafteigenschaften am Träger auf. Als kosmetische Substanz kommt Polyvinylpoyrolidon mit einem Molekulargewicht von vorzugsweise 200 000 oder einem anderen Molekulargewicht oder eine nahezu ver­ wandte Substanz in Frage. Als weitere Additive oder eigenstände kosmetische Sub­ stanzen sind parfümierende Stoffe mit einem Gewichtsanteil von z. B. 2% zur Mischung nach Verfahrensschritt 4, Schmelzpunkt herabsetzender Substanzen, wie Polyäthylen­ glycolwachse mit einem Gewichtsanteil in der Mischung nach Verfahrensschritt 4 von 1-10%, Konditionierer, die die Haftung der kosmetischen Substanz am Haar modifizie­ rende Substanzen, acrylmodifizierende Substanzen um die Härte einzustellen, Haar­ schutzadditive, Glanz- und Kämmbarkeit verbessernde Substanzen u. a. beifügbar. Die kosmetische Substanz ist vor der Aktivierung in flüssiger, fester oder gasförmiger und nach der Aktivierung vorzugsweise in flüssiger oder gasförmiger Phase.
Natürlich können die Applikator-Haarerfassungselemente an einem Haartrockner oder einer anderen Bürstvorrichtung mit zueinander unterschiedlichen Beschichtungen verse­ hen werden. Dies kann z. B. durch die Verwendung von mehr als einer Eintauchlösung realisiert werden. Auch ist durch unterschiedlich tiefes Eintauchen der Träger bzw. Applikator-Haarerfassungselemente in die Eintauchlösung ein über die Länge gesehen unterschiedlicher Schichtaufbau auf einfache Weise realisierbar. Beispielsweise wird ein Haarerfassungselement oder ein Träger ganz in eine Lösung für eine parfümierende Beschichtung und bei den nachfolgenden Eintauchvorgängen nur weniger tief in andere Lösungen eingetaucht, so daß ein für alle Anwendungen freiliegender Beschichtungs­ abschnitt vorliegt, über den keine weiteren kosmetischen Substanzen angeordnet sind. Diese parfümierte Substanz wird beispielsweise durch die warme Luft des Haartrockners freigesetzt.
In vorteilhafter Weise wird durch die vorgeschlagene Kombination von Applikator- Haarerfassungselementen an einem Haartrockner erreicht, daß stets die optimale Menge an Substanz dem Haar verabreicht wird. Je nach Art der kosmetischen Substanz und der Speicherstruktur nimmt das Haar vom Applikator-Haarerfassungselement nur kosme­ tische Substanz bis zu einer bestimmten Sättigungsmenge an, die von der Struktur, Beschaffenheit und dem Zustand der Haare oder vom Applikator-Haarerfassungselement vorgegeben ist. Es ist kein Auswaschen eines Überschusses an kosmetischer Substanz mehr nötig. Es wird nie zu wenig Substanz im Haar appliziert. Die Substanz wird optimal auf dem Kopf und im Haar (vom Ansatz bis zur Spitze) dementsprechende durch eine Bewegung verteilt. Das Einbringen der kosmetischen Substanz, das Styling und das Haaretrocknen erfolgt in einem Arbeitsschritt. Ein ermüdendes Einmassieren oder Einkneten der kosmetischen Substanz mit der Hand entfällt (zumindest teilweise). Ein Kontakt der kosmetischen Substanz mit den Händen wird weitgehend vermieden. Die Applikation der kosmetischen Substanz ist wesentlich einfacher handhabbar. Die kosme­ tische Substanz wird gezielt an das Haar oder die Kopfhaut abgegeben. Ist die im Applikator-Haarerfassungselement gespeicherte kosmetische Substanz verbraucht, so wird dieses einfach durch ein neues ersetzt. Während der Applikation auf das Haar wird das Haar gleichzeitig getrocknet und gleichzeitig geformt.

Claims (33)

1. Werkzeug zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrock­ nung, das mit der Luftaustrittsseite (9) eines luftdurchströmten Haarpflegegerätes (2) verbindbar ist, und das mehrere Haarerfassungselemente (3) aufweist, wobei zumindest eines dieser Haarerfassungselemente (3) als Applikator-Haarerfassungs­ element (4) mit Bereichen ausgebildet ist, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Raumtemperatur und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Sub­ stanz im Applikator-Haarerfassungselement (4) gespeichert ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) ausschließlich kosmetische Substanz aufweist.
4. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) eine vorzugsweise im wesentlichen unverformbare Spei­ cherstruktur (28) aufweist, in der die kosmetische Substanz gespeichert ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) ausschließlich die im wesentlichen unverformbare Speicher­ struktur (28) und die kosmetische Substanz aufweist.
6. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) einen im wesentlichen biegesteifen Träger (29) aufweist, der als Vollkörper, vorzugsweise als Kunststoffinger, oder als Hohlkörper ausge­ bildet ist und an dem die Speicherstruktur (28) und/oder die kosmetische Sub­ stanz gelagert ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (29) von der Speicherstruktur (28) und/oder der kosmetischen Substanz im wesentlichen ummantelt ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) und/oder die kosmetische Substanz, die insbesondere als Hülse ausgebildet ist, auf dem Träger des Applikator-Haarerfassungselementes (4) aufsteckbar ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Applikator-Haarerfassungselemente (4) vorgesehen sind, die mit den übrigen Haarerfassungselementen (3) lösbar verbunden sind.
10. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Sub­ stanz und die Speicherstruktur (28) getrennt zueinander angeordnet sind, wobei die kosmetische Substanz innerhalb und die Speicherstruktur (28) außerhalb des Trägers (29) angeordnet sind und der Träger Öffnungen zum Durchtritt der kosme­ tischen Substanz in die Speicherstruktur (28) aufweist.
11. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator- Haarerfassungselement (4) unabhängig vom Füllungszustand mit kosmetischer Substanz gleiche Form und Größe aufweist.
12. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) an der Außenfläche Mikroporen (30) mit einer Öffnungs­ größe kleiner 1 mm, vorzugsweise kleiner 0,05 mm, vorzugsweise kleiner 0,015 mm Durchmesser zum Austritt der kosmetischen Substanz aufweist.
13. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß die Austrittsmenge der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haar­ erfassungselement (4) unabhängig von deren Konzentration im Applikator-Haar­ erfassungselement (4) ist.
14. Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haar­ erfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß je Aktivierung des Applikator-Haarerfassungselement (4) nur eine be­ grenzte Austrittsmenge, die vorzugsweise je Aktivierung etwa gleich groß ist, der kosmetischen Substanz vorgesehen ist.
15. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) als eine wasserunlösliche, poröse, wechselseitig gebundene Polymermatrix ausgebildet ist.
16. Werkzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymermatrix ein Acryl-, Methaacryl-, Epoxy-, Polystyren-, Polyurethan-, Polyolefin-, Polyamid- oder Silikon-Kunststoff ist.
17. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) Hohlräume (31) zur Aufnahme der kosmetischen Substanz aufweist, wobei insbesondere die Hohlräume als längliche Kanäle ausgebildet sind.
18. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz ein Kopfhaut- oder/und Haarpflegemittel ist, insbesondere ein Haar­ schutzmittel, ein Haartönungsmittel, ein Haarkonditionierer, ein Haarstylingmittel, ein Duftstoff und/oder dgl.
19. Werkzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz ein Polyvinylpyrrolydon, ein Polyvinylpyrrolydon-Vinylacetatcopolymer, ein Vinylcaprolactam-Vinylpyrrolydon-Dimethylamino-Ethyl-Methacrylat-Terpolymer und/oder dgl. ist.
20. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haar­ erfassungselemente (4) einen Indikatorfarbstoff (35) aufweisen, dessen Farbe abhängig vom Füllungszustand der Applikator-Haarerfassungselemente (4) mit kosmetischer Substanz ist.
21. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haar­ erfassungselemente (4) nur an ihren freien Endabschnitten Öffnungen bzw. Mikro­ poren für den Austritt von kosmetischer Substanz aufweisen, so daß eine gezielte Applikation der kosmetischen Substanz auf die Kopfhaut oder die Haarwurzel­ bereiche gewährleistet ist.
22. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haar­ erfassungselemente (4) zumindest an ihren freien Stirnflächen (32) geschlossenpo­ rig ausgebildet sind, so daß die kosmetische Substanz, insbesondere nur über die Mantelfläche (33) der Applikator-Haarerfassungselemente (4), auf die Haare applizierbar ist.
23. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Haar­ erfassungselementen Luftaustrittsöffnungen (6) vorgesehen sind, so daß erwärmte Luft an den Außenseiten der Applikator-Haarerfassungselemente (4) entlang zieht.
24. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (1, 10) oder das Haarpflegegerät (2) eine Einrichtung (13, 14, 15, 16) zum Erzeugen von Vibrationen an den Haarerfassungselementen aufweist.
25. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (25) zur Aufnahme der Hülse vorgesehen ist, die zumindest eine zum Applikator-Haar­ erfassungselement (4) korrespondierende Bohrung (26) aufweist, so daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) in die in der Bohrung (26) aufgenommene Hülse einsteckbar ist.
26. Werkzeug nach Anspruch 1 in Verbindung mit einer Einrichtung zur Aufrecht­ erhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit für das Applikator-Haarerfas­ sungselement (4) zwischen den Anwendungen.
27. Applikator-Haarerfassungselement zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrocknung, das mit der Luftaustrittsseite (9) eines luftdurchströmten Haarpflegegeräts (2) verbunden oder verbindbar ist, an dem Bereiche ausgebildet sind, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, dadurch gekennzeich­ net, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zu­ mindest größer als Raumtemperatur, vorzugsweise größer als 22°C und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist.
28. Applikator-Haarerfassungselement nach Anspruch 27, gekennzeichnet durch Merkmale eines der Ansprüche 2 bis 26.
29. Verfahren zur Applikation einer kosmetischen Substanz mit einem Applikator- Haarerfassungselement, insbesondere nach Anspruch 27 oder 28, eines Werk­ zeugs insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 26, für ein luftdurchströmtes Haarpflegegerät, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz selbst­ tätig durch den Kontakt des Applikator-Haarerfassungselements mit dem nassen Haar auf das Haar appliziert wird.
30. Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes, insbesondere nach Anspruch 27 oder 28, für ein luftdurchströmtes Haarpflegegerät, insbesonde­ re zur Herstellung einer Speicherstruktur und einer homogen darin verteilten kosmetischen Substanz, wobei die kosmetische Substanz und die die Speicher­ struktur bildende Substanz vermischt werden, die die Speicherstruktur bildende Substanz polymerisiert und/oder wechselseitig verbunden wird, so daß eine was­ serunlösliche, poröse Polymermatrix entsteht, in deren Poren die kosmetische Substanz homogen verteilt ist.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß das unbeschichtete Haarerfassungselement in einem Tauchverfahren mit der Polymermatrix und der kosmetischen Substanz beschichtet wird.
32. Verwendung eines an der Luftaustrittsseite eines luftdurchströmtes Haarpflegege­ rätes angeordneten Applikator-Haarerfassungselementes, an dem Bereiche ausge­ bildet sind, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zu­ mindest größer als Raumtemperatur bzw. 22°C und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist.
33. Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselementes nach Anspruch 32, gekennzeichnet durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach zumindest einem der Ansprüche 27 oder 28.
DE19810595A 1998-03-12 1998-03-12 Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes Ceased DE19810595A1 (de)

Priority Applications (8)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19810595A DE19810595A1 (de) 1998-03-12 1998-03-12 Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes
EP99907552A EP1071352B1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung
AT99907552T ATE239401T1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator- haarerfassungselement, verfahren und verwendung
PCT/EP1999/000970 WO1999045814A1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung
ES99907552T ES2199555T3 (es) 1998-03-12 1999-02-13 Herramienta para el tratamiento del cabello, elemento para sujetar el cabello-aplicador, metodo y aplicacion.
DE59905467T DE59905467D1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung
JP2000535237A JP2002505897A (ja) 1998-03-12 1999-02-13 毛髪処理用器具、アプリケータ毛髪ピックアップ要素、化粧品物質塗布方法、アプリケータ毛髪ピックアップ要素の製造方法、およびアプリケータ毛髪ピックアップ要素の使用
AU27256/99A AU2725699A (en) 1998-03-12 1999-02-13 Tool for treating hair, applicator/hair-holding element, and corresponding method and use

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19810595A DE19810595A1 (de) 1998-03-12 1998-03-12 Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19810595A1 true DE19810595A1 (de) 1999-09-23

Family

ID=7860542

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19810595A Ceased DE19810595A1 (de) 1998-03-12 1998-03-12 Werkzeug zur Haarbehandlung, Applikator-Haarerfassungselement, Verfahrne zur Applikation einer kosmetischen Substanz, Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselemtes
DE59905467T Expired - Fee Related DE59905467D1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE59905467T Expired - Fee Related DE59905467D1 (de) 1998-03-12 1999-02-13 Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung

Country Status (7)

Country Link
EP (1) EP1071352B1 (de)
JP (1) JP2002505897A (de)
AT (1) ATE239401T1 (de)
AU (1) AU2725699A (de)
DE (2) DE19810595A1 (de)
ES (1) ES2199555T3 (de)
WO (1) WO1999045814A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19914584A1 (de) * 1999-03-30 2000-10-05 Bruno Schneider Erwärmungsgerät für gebrauchsfertige, flüssige Fixiermittel im Friseurhandwerk
DE10012415A1 (de) * 2000-03-15 2001-09-20 Britta Voigtlaender Vorrichtung zur Aufbereitung von Substanzen, wie sie insbesondere für die Anfertigung einer Dauerwelle verwendet werden
DE10331645A1 (de) * 2003-07-11 2005-02-17 Schweizer, Manfred, Dr. Auftragselement zum Färben von Haaren, insbesondere von Kopfhaaren

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7178531B2 (en) 2002-06-26 2007-02-20 The Procter & Gamble Company Device for achieving smooth and straight hair
CN1887010A (zh) 2003-11-21 2006-12-27 意大利电信股份公司 服务质量监控架构、相关方法、网络及计算机程序产品
US20060272668A1 (en) * 2005-06-02 2006-12-07 The Procter & Gamble Company Cosmetic applicator
US7654271B2 (en) * 2005-06-02 2010-02-02 The Procter & Gamble Company Cosmetic applicator
JP4663466B2 (ja) * 2005-09-27 2011-04-06 三洋電機株式会社 ヘアードライヤ
FR2974485B1 (fr) 2011-04-29 2014-02-28 Seb Sa Appareil de coiffure a main a systeme de distribution de produit cosmetique
JP6258606B2 (ja) * 2013-06-04 2018-01-10 ヤーマン株式会社 ドライヤー
EP3078294B1 (de) * 2013-12-03 2018-02-28 Ya-Man Ltd. Trockner
CN105559312A (zh) * 2016-03-02 2016-05-11 东莞市罗曼罗兰电器科技有限公司 一种具有按摩保健作用的电吹风
KR200494189Y1 (ko) * 2019-08-14 2021-08-23 손승용 유체 도포 구조체

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1471557A (fr) * 1966-03-16 1967-03-03 Peigne sèche-cheveux
DE3622234A1 (de) * 1986-07-02 1988-01-07 Henkel Kgaa Spender fuer haarkosmetische produkte
DE19633035A1 (de) * 1996-08-16 1998-02-19 Braun Ag Werkzeug zur Haarbehandlung

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB270491A (en) * 1926-05-07 1927-05-12 Charles Archelaus Cooper Improvements in or relating to hair-drying apparatus
KR940011583B1 (ko) * 1988-04-02 1994-12-22 상교 일렉트릭 머신 매뉴팩쳐링 컴패니 리미티드 이발용 무화장치
EP0522770A1 (de) * 1991-07-03 1993-01-13 Asia World Trade Ltd Haarbehandlungsgerät mit einem Mechanismus zum Aufbringen eines Duftes auf den Haaren
US5572800A (en) * 1995-08-21 1996-11-12 Christie Ann Deloach Air freshener dispensing attachment for hair dryers
GB2308062A (en) * 1995-12-14 1997-06-18 Tzung Sheng Lee Hair dryer with liquid dispenser

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1471557A (fr) * 1966-03-16 1967-03-03 Peigne sèche-cheveux
DE3622234A1 (de) * 1986-07-02 1988-01-07 Henkel Kgaa Spender fuer haarkosmetische produkte
DE19633035A1 (de) * 1996-08-16 1998-02-19 Braun Ag Werkzeug zur Haarbehandlung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19914584A1 (de) * 1999-03-30 2000-10-05 Bruno Schneider Erwärmungsgerät für gebrauchsfertige, flüssige Fixiermittel im Friseurhandwerk
DE10012415A1 (de) * 2000-03-15 2001-09-20 Britta Voigtlaender Vorrichtung zur Aufbereitung von Substanzen, wie sie insbesondere für die Anfertigung einer Dauerwelle verwendet werden
DE10331645A1 (de) * 2003-07-11 2005-02-17 Schweizer, Manfred, Dr. Auftragselement zum Färben von Haaren, insbesondere von Kopfhaaren

Also Published As

Publication number Publication date
ATE239401T1 (de) 2003-05-15
AU2725699A (en) 1999-09-27
EP1071352B1 (de) 2003-05-07
DE59905467D1 (de) 2003-06-12
EP1071352A1 (de) 2001-01-31
ES2199555T3 (es) 2004-02-16
WO1999045814A1 (de) 1999-09-16
JP2002505897A (ja) 2002-02-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1071352B1 (de) Werkzeug zur haarbehandlung, applikator-haarerfassungselement, verfahren und verwendung
EP1061827B1 (de) Gerät zum behandeln von haaren
DE60033445T2 (de) Handschuh mit aloe vera und sein herstellungsverfahren
DE60207484T2 (de) Vorrichtung zum strähnenweisen Auftragen eines Haarpflegeprodukts und Verfahren zur Haarbehandlung
CA2647303C (en) Hair color variegation device
EP2760310B2 (de) Pflegestoffapplikator zum applizieren eines pflegestoffes an eine haarsträhne sowie pflegestoffkartusche dafür
DE2525667A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum legen von wasserwellen und zum behandeln von haaren
DE69910057T2 (de) Zubehör zum glätten von haaren
DE3622234A1 (de) Spender fuer haarkosmetische produkte
EP0407407A1 (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen abgabe eines haarfärbemittels auf die kopfhaare von menschen
DE202011002272U9 (de) Dosierpinsel für gezielte Lokalapplikation
DE3315540A1 (de) Lockenwickler
EP1219201A2 (de) Wärmeabgebender Handhabungsgegenstand
EP1926406B1 (de) Haartrockner
DE2336567A1 (de) Vorrichtung zum buersten und formen oder modellieren von haarstraehnen oder fasern mit einer buerste, der warmluft zufuehrbar ist
WO1995004485A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur behandlung von haaren
WO1990007290A1 (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen abgabe eines flüssigen haarbehandlungsmittels
EP1061889A1 (de) Erzeugnis zur haarbehandlung und verfahren zu dessen herstellung
EP0741983A1 (de) Kopfbehandlungsbürste
DE19809069A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von Wirkstoffen in Haar
DE202016006888U1 (de) Haarpflegegerät zur Beaufschlagung eines Pflege- oder Fixiermittels und Aushärtung mittels Strahlung
AT522673A1 (de) Kosmetikbehältnis
WO1999013183A1 (de) Fugenroller
DE102021106207A1 (de) Applikator für die Entnahme und Applikation eines festen Deodorantprodukts sowie Deodorantgebinde
DE8605720U1 (de) Automatische Rundbürste

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: BRAUN GMBH, 61476 KRONBERG, DE

8131 Rejection