DE19749345A1 - Halbleitervorrichtung und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Halbleitervorrichtung und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Diese Erfindung ist auf eine Halbleitervorrichtung und ein
Verfahren zur Herstellung derselben gerichtet, insbesondere
auf eine Halbleitervorrichtung mit einer SOI-(Silizium-auf-
Isolator) -Struktur und deren Herstellungsverfahren.
Fig. 23 ist eine Schnittansicht, die als ein Beispiel der
Halbleitervorrichtung mit der SOI-Struktur NMOS- und PMOS-
Transistoren 24, 25 zeigt, die auf einem SOI-Substrat gebil
det sind.
Wie Fig. 23 zeigt, ist ein eingebetteter Oxidfilm 2 auf der
Hauptoberfläche eines Siliziumsubstrats 1 gebildet und eine
Einkristallsiliziumschicht 3 (im folgenden als eine SOI-
Schicht bezeichnet) ist auf dem eingebetteten Oxidfilm 2 ge
bildet. Mit der SOI-Schicht als Substrat werden die NMOS- und
PMOS-Transistoren 24, 25 auf dieser gebildet.
Der NMOS-Transistor 24 enthält ein Paar von Source-/Drain
schichten 35b, die unabhängig parallel zueinander auf der
Oberfläche der SOI-Schicht 3 gebildet sind, und ein Paar von
leicht dotierten Drainschichten 35a (im folgenden als LDD-
Schichten bezeichnet), die den einander gegenüberliegenden
Rändern der Source-/Drainschichten 35b benachbart gebildet
sind. Ein Gate-Oxidfilm 30 ist auf der SOI-Schicht 3 gebildet
und eine Gate-Elektrode 28 ist auf dem Gate-Oxidfilm 30 ge
bildet. Ferner sind Seitenwandoxidfilme 26 an den Seitenober
flächen des Gate-Oxidfilms 30 der Gate-Elektrode 28 ausgebil
det.
Der PMOS-Transistor 25 enthält ein Paar von Source-/Drain
schichten 36b, die unabhängig parallel zueinander auf der
Oberfläche der SOI-Schicht 3 gebildet sind, und ein Paar von
LDD-Schichten 36a, die den einander gegenüberliegenden Rän
dern der Source-/Drainschichten 36b benachbart gebildet sind.
Der Gate-Oxidfilm 30 ist auf der SOI-Schicht 3 gebildet und
die Gate-Elektrode 28 ist auf dem Gate-Oxidfilm 30 gebildet.
Ferner sind die Seitenwandoxidfilme 26 an den Seitenober
flächen des Gate-Oxidfilms 30 und der Gate-Elektrode 28 ge
bildet.
Der NMOS- und der PMOS-Transistor 24, 25 sind elektrisch
durch einen Isolieroxidfilm 40 isoliert, der so gebildet ist,
daß er den eingebetteten Oxidfilm 2 von der Oberfläche der
SOI-Schicht 3 erreicht. Der Isolieroxidfilm 40 isoliert den
NMOS- und den PMOS-Transistor 24, 25 ebenfalls von anderen
Elementen.
Fig. 23 zeigt ferner, daß Regionen 130 mit hoher Stör
stellenkonzentration in Kontaktabschnitten zwischen dem
Isolieroxidfilm 40 und der SOI-Schicht 3 gebildet sind, auf
welcher der NMOS-Transistor 24 zu bilden ist.
Wie vorstehend beschrieben haben der auf dem SOI-Substrat ge
bildete NMOS- und PMOS-Transistor 24, 25 Strukturen mit der
SOI-Schicht 3, die als ein Kanal wirken soll, die zwischen
dem Gate-Oxidfilm 30 und dem eingebetteten Oxidfilm 2 gehal
ten sind. Somit hat die SOI-Schicht 3 gegenüber einem Sili
ziummassensubstrat unterlegene kristalline Eigenschaften und
ist ferner dünn ausgebildet, wie aus Fig. 23 ersichtlich
ist.
Ferner werden in einer derartigen SOI-Schicht 3 Störstellen
ionen allgemein in einem Herstellungsprozeß, wie etwa Kanal
implantation und Source-/Drainimplantation, des NMOS- und des
PMOS-Transistors 24, 25 implantiert. Dies verursacht eine Be
schädigung der SOI-Schicht 3 und verursacht eine weitere Ver
schlechterung der kristallinen Eigenschaften. Somit ist ein
auf dem SOI-Substrat gebildeter Transistor hinsichtlich sei
ner Transistoreigenschaften einem auf dem Massensiliziumsub
strat gebildeten unterlegen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Halbleiter
vorrichtung mit einer SOI-Struktur, die eine Verschlechterung
der Vorrichtungseigenschaften verhindert und diese ver
bessert, sowie deren Herstellungsverfahren aufzuzeigen.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus Patentanspruch 1 bzw.
7. Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausführungs
formen der Erfindung, wobei auch andere Kombinationen von
Merkmalen als in den Ansprüchen beansprucht möglich sind.
Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung ist auf eine auf
einem SOI-Substrat gebildete Halbleitervorrichtung gerichtet,
in der ein eingebetteter Oxidfilm und eine SOI-Schicht auf
ein Siliziumsubstrat geschichtet sind. Die Halbleitervor
richtung enthält: eine erste Halbleiterregion eines ersten
Leitfähigkeitstyps, die in einer vorbestimmten Position der
SOI-Schicht gebildet ist und von einer Oberfläche der SOI-
Schicht zu einer Oberfläche des eingebetteten Oxidfilms
reicht; ein Paar von zweiten Halbleiterregionen eines zweiten
Leitfähigkeitstyps, die unabhängig und selektiv auf der Ober
fläche der SOI-Schicht so gebildet sind, daß sie den ersten
Halbleiterbereich sandwichartig einschließen; einen Gate
oxidfilm, der in einem oberen Abschnitt der ersten Halb
leiterregion gebildet ist; und eine Gate-Elektrode, die auf
dem Gate-Oxidfilm gebildet ist, wobei die erste Halbleiter
region Stickstoff enthält, der so eingeführt wurde, daß er
eine vorbestimmte Konzentrationsverteilung in Richtung der
Tiefe derselben hat, welche vorbestimmte Konzentrationsver
teilung einen ersten Spitzenwertabschnitt, der mit einer er
sten Konzentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der
ersten Halbleiterregion und dem eingebetteten Oxidfilm vor
ragt; und einen zweiten Spitzenwertabschnitt, der mit einer
zweiten Konzentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen
der ersten Halbleiterregion und dem Gate-Oxidfilm vorragt,
hat.
Vorzugsweise hat gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung die vorbestimmte Konzentrationsverteilung einen
ebenen Abschnitt, in dem nahezu Gleichförmigkeit mit einer
dritten Konzentration herrscht, die niedriger ist als die er
ste und die zweite Konzentration, in einer Region, die zwi
schen dem ersten und dem zweiten Spitzenwertabschnitt gehal
ten ist.
Vorzugsweise liegt gemäß einem dritten Aspekt der vorliegen
den Erfindung die erste Konzentration in einem Bereich von 1
× 1018 bis 1 × 1019/cm3 ; die zweite Konzentration liegt in
einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3; und die dritte
Konzentration liegt in einem Bereich von 1 × 1016 bis 1 ×
1017/cm3.
Vorzugsweise hat gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden
Erfindung die vorbestimmte Konzentrationsverteilung einen
dritten Spitzenwertabschnitt, der mit einer dritten Konzen
tration, die mindestens niedriger ist als die zweite Konzen
tration, nahe einem Zentrum einer Region vorragt, die
zwischen dem ersten und dem zweiten Spitzenwertabschnitt ge
halten ist.
Vorzugsweise liegt gemäß einem fünften Aspekt der vorliegen
den Erfindung die erste Konzentration in einem Bereich von 1
× 1018 bis 1 × 1019/cm3; die zweite Konzentration liegt in
einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3; und die dritte
Konzentration liegt in einem Bereich von 1 × 1018 bis 5 ×
1019/cm3.
Vorzugsweise enthält gemäß einem sechsten Aspekt der vorlie
genden Erfindung die zweite Halbleiterregion in der Weise
eingeführten Stickstoff, daß sie nahezu dieselbe Konzentra
tion wie die zweite Konzentration hat.
Ein siebter Aspekt der vorliegenden Erfindung ist auf ein
Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung gerich
tet, die aus einem SOI-Substrat gebildet ist, in welchem ein
eingebetteter Oxidfilm und eine SOI-Schicht auf einem Sili
ziumsubstrat geschichtet sind. Das Verfahren zur Herstellung
der Halbleitervorrichtung enthält die Schritte: (a) Her
stellen des SOI-Substrats; (b) Bestimmen einer Region zur
Bildung der Vorrichtung zum Bilden der Halbleitervorrichtung
durch elektrisches Isolieren einer vorbestimmten Region der
SOI-Schicht von anderen Regionen; (c) Bilden einer ersten
Halbleiterregion eines ersten Leitfähigkeitstyps durch Io
nenimplantation einer Störstelle eines ersten Leitfähigkeits
typs und von Stickstoff in die Vorrichtungsbildungsregion;
(d) Erteilen einer Wärmebehandlung der ersten Halbleiter
region unter einer solchen Bedingung, daß der Stickstoff eine
vorbestimmte Konzentrationsverteilung in Richtung der Tiefe
der ersten Halbleiterregion erhält; (e) Bilden eines Gate-
Oxidfilms auf der ersten Halbleiterregion; (f) Bilden einer
Gate-Elektrode auf dem Gate-Oxidfilm; und (g) Bilden von
zweiten Halbleiterregionen eines zweiten Leitfähigkeitstyps
durch Ionenimplantation von Störstellen eines zweiten
Leitfähigkeitstyps und von Stickstoff in die erste Halb
leiterregion mit der Gate-Elektrode als Maske, wobei die vor
bestimmte Konzentrationsverteilung einen ersten Spitzen
wertabschnitt, der mit einer ersten Konzentration in der Nähe
einer Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiterregion und
dem eingebetteten Oxidfilm vorragt, und einen zweiten
Spitzenwertabschnitt, der mit einer zweiten Konzentration in
der Nähe einer Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiter
region und dem Gate-Oxidfilm vorragt, hat.
Vorzugsweise enthält gemäß einem achten Aspekt der vorliegen
den Erfindung der Schritt (c) einen Schritt der Ionenimplan
tation des Stickstoffs nach der Ionenimplantation der Stör
stelle eines ersten Leitfähigkeitstyps.
Vorzugsweise enthält gemäß einem neunten Aspekt der vorlie
genden Erfindung der Schritt (c) einen Schritt der Ionenim
plantation der Störstelle eines ersten Leitfähigkeitstyps
nach der Ionenimplantation des Stickstoffs.
Vorzugsweise wird gemäß einem zehnten Aspekt der vorliegenden
Erfindung der Stickstoff mit einer Dosis von 0,1 × 1012 bis
100 × 1012/cm2 bei einer Energie von 20 bis 35 keV implan
tiert.
Vorzugsweise enthält gemäß einem elften Aspekt der vorliegen
den Erfindung der Schritt (d) einen Schritt der Ausführung
einer Wärmebehandlung in einer Stickstoffatmosphäre über 5
bis 30 Minuten bei einer Temperatur von 800 bis 900°C.
Vorzugsweise enthält gemäß einem zwölften Aspekt der vorlie
genden Erfindung der Schritt (e) einen Schritt der Bildung
eines Gate-Oxidfilms durch thermische Oxidation; und die
Wärmebehandlung in Schritt (d) kann auch als der Schritt zur
Bildung des Oxidfilms durch thermische Oxidation in Schritt
(e) dienen.
Vorzugsweise enthält gemäß einem dreizehnten Aspekt der vor
liegenden Erfindung der Schritt (g) die Schritte: (g-1)
Ionenimplantation der Störstellen eines zweiten
Leitfähigkeitstyps in die erste Halbleiterregion mit der
Gate-Elektrode als Maske; und (g-2) Bilden eines Oxidfilms
auf dem Gate-Oxidfilm und der Gate-Elektrode und anschließend
Ionenimplantation des Stickstoffs durch den Oxidfilm.
Vorzugsweise enthält gemäß einem vierzehnten Aspekt der vor
liegenden Erfindung der Schritt (g-2) einen Schritt der
Ionenimplantation des Stickstoffs mit einer Dosis von 0,1 ×
1012 bis 10 × 1012/cm2 bei einer Energie von 5 bis 20 keV.
Vorzugsweise enthält gemäß einem fünfzehnten Aspekt der vor
liegenden Erfindung der Schritt (f) die Schritte: (f-1) Bil
den einer Polysiliziumschicht auf dem Gate-Oxidfilm; und (f-
2) Bilden der Gate-Elektrode durch selektives Entfernen der
Polysiliziumschicht nach der Ionenimplantation von Stickstoff
in die Polysiliziumschicht.
Vorzugsweise enthält gemäß einem sechzehnten Aspekt der vor
liegenden Erfindung der Schritt (f-2) einen Schritt zur Im
plantation von Stickstoff mit einer Dosis von 3 × 1014 bis 12
× 1014/cm2 bei einer Energie von 5 bis 30 keV.
In der Halbleitervorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der vor
liegenden Erfindung enthält die erste Halbleiterregion Stick
stoff, der so eingeführt ist, daß er eine Konzentrationsver
teilung in Richtung der Tiefe hat, welche Konzentrationsver
teilung einen ersten Spitzenwertabschnitt hat, der mit der
ersten Konzentration in der Nähe der Grenzfläche zwischen der
ersten Halbleiterregion und dem eingebetteten Oxidfilm vor
ragt, und den zweiten Spitzenwertabschnitt, der mit der zwei
ten Konzentration in der Nähe der Grenzfläche zwischen der
ersten Halbleiterregion und dem Gate-Oxidfilm vorragt. Auf
diese Weise kann eine Verschlechterung der Transistoreigen
schaften durch Verbinden von Stickstoff mit freien Bindungen
bzw. Schlenkerbindungen, die in großer Menge in der Grenz
fläche zwischen der ersten Halbleiterregion und dem eingebet
teten Oxidfilm vorliegen, verhindert werden, während die
Transistoreigenschaften durch Verbinden von Stickstoff mit
freien Bindungen verbessert werden können, die in großer
Menge in der Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiterregion
und dem Gate-Oxidfilm vorliegen.
In der Halbleitervorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der
vorliegenden Erfindung ist Stickstoff beinahe gleichförmig
verteilt, wobei die dritte Konzentration niedriger ist als
die erste und die zweite Konzentration in einer Region zwi
schen dem ersten und dem zweiten Spitzenwertabschnitt. Der
Stickstoff ist in den Kristalldefekten in der SOI-Schicht
festgehalten, was es verhindert, daß eine Störstelle in den
Kristalldefekten festgehalten wird. Dies verhindert Ver
änderungen der Konzentration der Störstellen, die in der SOI-
Schicht aktiv sind. Auf diese Weise kann eine Verschlech
terung der Transistoreigenschaften, die durch das Vorliegen
von Kristalldefekten verursacht wird, verhindert werden, und
ferner werden in dem SOI-Transistor dem Massentransistor ähn
liche Transistoreigenschaften verfügbar.
Bei der Halbleitervorrichtung gemäß dem dritten Aspekt der
vorliegenden Erfindung erzielt der optimale Wert der Konzen
trationsverteilung von Stickstoff eine praxisgerechte Halb
leitervorrichtung, die die Verschlechterung der Transistorei
genschaften verhindert und eine Verbesserung derselben er
reicht.
Bei der Halbleitervorrichtung gemäß dem vierten Aspekt der
vorliegenden Erfindung hat die Stickstoffkonzentration den
dritten Spitzenwertabschnitt, der mit der dritten Konzentra
tion, die niedriger ist als die erste und die zweite Konzen
tration, in einem Abschnitt zwischen dem ersten und dem zwei
ten Spitzenwertabschnitt vorragt. Der Stickstoff ist in
Kristalldefekten in der SOI-Schicht festgehalten, was das
Festhalten einer Störstelle in den Kristalldefekten verhin
dert. Dies verhindert Fehlmengen in der Konzentration der
Störstellen, die in der SOI-Schicht aktiv sind. Auf diese
Weise kann eine Verschlechterung der Transistoreigenschaften,
die durch das Vorhandensein von Kristalldefekten verursacht
wird, verhindert werden, und ferner können ähnliche Tran
sistoreigenschaften wie bei einem Massentransistor in dem
SOI-Transistor verfügbar gemacht werden.
Bei der Halbleitervorrichtung gemäß dem fünften Aspekt der
vorliegenden Erfindung erzielt der optimale Wert der Konzen
trationsverteilung von Stickstoff eine praxisgerechte Halb
leitervorrichtung, bei der die Verschlechterung der Halb
leitereigenschaften verhindert wird und eine Verbesserung
derselben erreicht wird.
Bei der Halbleitervorrichtung gemäß dem sechsten Aspekt der
vorliegenden Erfindung wird Stickstoff mit nahezu derselben
Konzentration wie diejenige in dem zweiten Spitzenwertab
schnitt in die zweiten Halbleiterregionen (das heißt die
Source-/Drainschichten) eingeführt. Auf diese Weise wird die
Störstellenkonzentration in den zweiten Halbleiterregionen
höher als diejenige in der ersten Halbleiterregion, was es
ermöglicht, eine Vielzahl von Kristalldefekten aufgrund der
Störstellenimplantation zu bewältigen. Dies erzielt eine
Halbleitervorrichtung, bei der die Verschlechterung der
Transistoreigenschaften verhindert ist und diese verbessert
werden.
Der siebte Aspekt der vorliegenden Erfindung schafft das Ver
fahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung, das für
die Halbleitervorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der vorlie
genden Erfindung anzustreben ist.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem achten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird Stickstoff
in den Kristalldefekten mit einer nachfolgenden Wärmebe
handlung festgehalten, indem Stickstoff nach der Implantation
der Störstellen eines ersten Leitfähigkeitstyps implantiert
wird.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem neunten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird Stickstoff
in den Kristalldefekten mit einer nachfolgenden Wärmebehand
lung durch Implantieren der Störstelle eines ersten Leit
fähigkeitstyps nach dem Implantieren von Stickstoffionen
festgehalten.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem zehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es möglich,
optimale Bedingungen für die Implantation von Stickstoffionen
in die ersten Halbleiterregionen zu erzielen.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem elften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es möglich,
optimale Bedingungen zum Diffundieren von in die erste Halb
leiterregion implantierten Stickstoffionen zu erzielen, so
daß die Stickstoffionen eine vorgeschriebene Konzentrations
verteilung in Richtung der Tiefe haben.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem zwölften Aspekt der vorliegenden Erfindung dient der
Schritt des Diffundierens von in die ersten Halbleiterre
gionen implantierten Stickstoffionen auch als derjenige zur
Bildung des Gate-Oxidfilms, was eine Erhöhung der Anzahl der
Schritte in den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegen
den Erfindung unterdrückt.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem dreizehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird Stick
stoff in den durch die Störstellenimplantation bedingten
Kristalldefekten durch Implantieren von Stickstoff auch bei
der Bildung der zweiten Halbleiterregion festgehalten, was
die Verschlechterung der Transistoreigenschaften verhindert.
Ferner verhindert die durch den Oxidfilm durchgeführte Stick
stoffionenimplantation in diesem Fall die Verschlechterung
der kristallinen Eigenschaften der SOI-Schicht, die durch die
Stickstoffionenimplantation veranlaßt wird.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem vierzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es mög
lich, optimale Bedingungen für das Implantieren der Stick
stoffionen in die zweiten Halbleiterregionen zu erhalten.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem fünfzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung führt die
Stickstoffionenimplantation in die Gate-Elektroden Stickstoff
auch in die Gate-Oxidfilme ein, so daß die Stickstoffkonzen
tration in der Nähe der Grenzfläche zwischen den ersten Halb
leiterregionen und den Gate-Oxidfilmen erhöht wird.
Bei dem Herstellungsverfahren der Halbleitervorrichtung gemäß
dem sechzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es mög
lich, optimale Bedingungen zur Implantation von Stick
stoffionen in die Gate-Elektroden zu erzielen.
Diese und weitere Aufgaben, Merkmale, Aspekte und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden de
taillierten Beschreibung der vorliegenden Erfindung in Ver
bindung mit den beiliegenden Zeichnungen deutlich.
Fig. 1-17 sind Schnittansichten, die einen Herstellungspro
zeß einer Halbleitervorrichtung gemäß bevorzugten Aus
führungsformen der vorliegenden Erfindung darstellen.
Fig. 18 ist eine Teilschnittansicht, die eine Struktur der
Halbleitervorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
Fig. 19 ist eine Kurve, die die Konzentrationsverteilung von
Stickstoff in der Halbleitervorrichtung in Richtung eines ho
rizontalen Schnittes gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
Fig. 20 und 21 sind Kurven, die die Konzentrationsverteilung
von Stickstoff in der Halbleitervorrichtung in einer vertika
len Schnittrichtung gemäß den bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zeigen.
Fig. 22 ist eine Schnittansicht, die einen Vorgang der
Stickstoffionenimplantation in LDD-Schichten ohne einen Oxid
film zeigt.
Fig. 23 ist eine Schnittansicht, die eine Struktur eines
SOIMOS-Transistors zeigt.
Ein Prozeß zur Bildung eines MOS-Transistors auf einem SOI-
Substrat gemäß vorliegender Erfindung wird nachfolgend unter
Bezug auf Fig. 1 bis 17 erläutert.
Fig. 1 bis 17 sind Schnittansichten, die aufeinanderfolgend
den Prozeß zur Bildung von NMOS- und PMOS-Transistoren auf
dem SOI-Substrat zeigen.
Zunächst wird ein SOI-Substrat 10 wie in Fig. 1 dargestellt
vorbereitet. Das SOI-Substrat 10 hat einen eingebetteten
Oxidfilm 2 und eine Einkristallsiliziumschicht 3 (im folgen
den als eine SOI-Schicht bezeichnet), die auf einem Silizium
substrat 1 übereinander geschichtet sind. Ein Verfahren zur
Herstellung des SOI-Substrats 10 kann ein SIMOX-Verfahren
(Trennung durch implantierten Sauerstoff) oder ein Bonding-
Verfahren sein.
Wie Fig. 2 zeigt, wird ein Oxidfilm 201 mit einer Dicke von
10 bis 30 nm (100 bis 300 Å) beispielsweise auf der SOI-
Schicht 3 bei einer Temperatur von annähernd 800°C durch ein
CVD-Verfahren (chemical vapor deposition) gebildet. Der
Oxidfilm 201 kann durch thermische Oxidation bei einer Tem
peratur von annähernd 800°C gebildet werden. Anschließend
wird ein Nitridfilm 211 mit einer Dicke von 100 bis 200 nm
(1000 bis 2000 Å) auf dem Oxidfilm 201 bei einer Temperatur
von annähernd 700°C gebildet.
Der Nitridfilm 211 wird beispielsweise mittels Trockenätzung
selektiv entfernt, um so einen Nitridfilm 21 nur auf einer
Region zu belassen, die in der SOI-Schicht 3 aktiv sein soll.
Anschließend wird, wie in Fig. 3 gezeigt, ein Resist 22a auf
einer Region PR (im folgenden als eine PMOS-Region bezeich
net) gebildet, wo der PMOS-Transistor gebildet werden soll.
Mit dem Resist 22a als Maske werden Regionen 13 mit hoher
Störstellenkonzentration (P⁺) in einer Region NR (im folgen
den als eine NMOS-Region bezeichnet) gebildet, wo der NMOS-
Transistor zu bilden ist, beispielsweise durch Implantation
von Borionen aus einer diagonalen Richtung mit einer Dosis
von 3 × 1013 bis 8 × 1013/cm2 bei einer Energie von 20 bis
35 keV. Die Implantation wird unter einem Winkel von etwa 45
Grad unter Drehung des SOI-Substrats 10 ausgeführt.
Bei der Implantation von Borionen aus diagonaler Richtung un
ter Drehung des SOI-Substrats 10 werden die Regionen 13 mit
hoher Störstellenkonzentration ebenfalls in der SOI-Schicht 3
unter dem Stickstoffilm 21 oder dem Resist 22a gebildet. Die
ser Aufbau erhöht eine Schwellenspannung eines parasitären
Transistors, der in einem Abschnitt gebildet wird, der zu dem
Rand der SOI-Schicht 3 wird, so daß die Aktivierung des para
sitären Transistors verhindert wird.
Ferner wird eine Wärmebehandlung für etwa 2 bis 5 Sekunden
bei einer Temperatur von 750 bis 950°C nach der in Fig. 3
gezeigten Ionenimplantation ausgeführt. Dies stellt die
kristallinen Eigenschaften der SOI-Schicht 3, die durch
Ionenimplantation beschädigt wurde, wieder her.
Nachfolgend wird der Resist 22a entfernt und, wie in Fig. 4
gezeigt, ein Isolieroxidfilm 4 wird selektiv durch LOCOS-
Oxidation gebildet, wobei der Nitridfilm 21 als eine Maske
dient, um eine aktive Region in der SOI-Schicht 3 zu bilden.
Anschließend werden die PMOS- und die NMOS-Region PR, NR, die
elektrisch voneinander durch den eingebetteten Oxidfilm 2 und
den Isolieroxidfilm 4 isoliert sind, durch Entfernen der
Nitridfilme 21 durch thermische Phosphorsäurebehandlung ge
bildet.
Nachfolgend wird, wie in Fig. 6 gezeigt, ein Resist 22b auf
der PMOS-Region PR gebildet. Mit dem Resist 22b als Maske
werden Störstellenionen in der NMOS-Region NR implantiert.
Diese Implantation macht die SOI-Schicht 3 in der NMOS-Region
NR zu einer Kanal-dotierten Schicht 31 (erste
Halbleiterregion).
Bei dieser Ionenimplantation werden Borionen (B) beispiels
weise mit einer Dosis von 3 × 1012 bis 8 × 1012/cm2 bei
einer Energie von 20 bis 35 keV implantiert.
Anschließend werden mit dem Resist 22b als Maske Stickstoff
ionen in die NMOS-Region NR mit einer Dosis von 0,1 × 1012
bis 100 × 1012/cm2 bei einer Energie von 20 bis 35 keV im
plantiert.
Der Resist 22b wird dann entfernt und ein Resist 22c wird auf
der NMOS-Region NR gebildet, wie in Fig. 7 gezeigt. Mit dem
Resist 22c als Maske werden die Störstellenionen in die PMOS-
Region PR implantiert. Diese Implantation macht die SOI-
Schicht 3 in der PMOS-Region zur Kanal-dotierten Schicht 31.
Bei dieser Ionenimplantation werden Phosphorionen (P) bei
spielsweise mit einer Dosis von 3 × 1012 bis 8 × 1012/cm2
bei einer Energie von 20 bis 60 keV implantiert.
Anschließend werden mit dem Resist 22c als Maske Stickstoff
ionen (N) in die PMOS-Region PR mit einer Dosis von 0,1 ×
1012 bis 100 × 1012/cm2 bei einer Energie von 20 bis 35 keV
implantiert.
Anschließend wird das SOI-Substrat mit der NMOS- und der
PMOS-Region NR, PR, in die Stickstoffionen implantiert sind,
einer Stickstoffatmosphäre ausgesetzt und etwa 5 bis 30 Minu
ten bei einer Temperatur von annähernd 820°C getempert.
Die folgende Beschreibung erklärt den Grund für die Implanta
tion von Stickstoffionen in die PMOS- und die NMOS-Region PR,
NR.
Im allgemeinen sind Kristalldefekte über die SOI-Schicht in
einer Dichte von 1 × 102 bis 1 × 107/cm2 verteilt. Wenn
Störstellenionen in eine derartige SOI-Schicht implantiert
werden, können einige derselben durch die nachfolgende Wärme
behandlung diffundiert und in den Kristalldefekten festgehal
ten werden. Je mehr Kristalldefekte existieren, desto mehr
aktive Störstellenionen werden in der Nähe der Kristall
defekte reduziert, was eine Verschlechterung der Tran
sistoreigenschaften verursacht. Dies würde nicht in einem
Transistor auftreten, der in einer Massensiliziumschicht ge
bildet ist (im folgenden als ein Massentransistor bezeich
net), die hinsichtlich der kristallinen Eigenschaften überle
gen ist, oder in einem Transistor, der in einer Polysilizium
schicht gebildet ist (z. B. Dünnfilmtransistor).
Wenn andererseits Stickstoffionen gleichzeitig mit Stör
stellenionen implantiert werden, werden die Stickstoffionen
anstelle der Störstellenionen festgehalten. Somit werden die
effektiven Kristalldefekte (Kristalldefekte, die Atome fest
halten können) verringert, so daß die Reduzierung der aktiven
Störstellenionen in der Nähe der Kristalldefekte verhindert
wird. Das heißt, daß die Verschlechterung der Transistorei
genschaften, die durch die Kristalldefekte verursacht ist,
verhindert werden kann und ähnliche Transistoreigenschaften
wie bei Massentransistoren in dem SOI-Transistor erhalten
werden können.
Ferner hat Stickstoff wie Bor die Eigenschaft der substitu
tionellen Diffusion mit einem Diffusionskoeffizienten, der
größer ist als bei Bor. Auf diese Weise kann der Stickstoff
in den Kristalldefekten vor dem Bor festgehalten werden. Die
Diffusion in einer unterschiedlichen Form würde jedoch nicht
die vorstehend beschriebenen Effekte beeinflussen.
Obgleich ferner die Dichte der Kristalldefekte bei jedem SOI-
Substrat unterschiedlich ist, vermeidet eine Reduzierung der
effektiven Kristalldefekte wie vorstehend beschrieben die
Möglichkeit, daß jedes SOI-Substrat eine unterschiedliche
Störstellenkonzentration haben kann. Auf diese Weise können
Variationen der Transistoreigenschaften zwischen Losen und
zwischen Fertigungseinheiten des SOI-Substrats bei der
Massenproduktion von Halbleitervorrichtungen verringert wer
den.
Wenn die Dosis der Stickstoffionenimplantation 100 × 1012
/cm2 übersteigt, beispielsweise bei etwa 1 × 1015/cm2, wird
die SOI-Schicht durch Stickstoffionen beschädigt. In diesem
Fall verursacht die Stickstoffionenimplantation die Ver
schlechterung der Transistoreigenschaften, anstatt die Eigen
schaften zu verbessern.
Ferner kann im Hinblick auf die Tatsache, daß Stickstoffionen
verwendet werden, um in den Kristalldefekten erfaßt zu wer
den, die Stickstoffionenimplantation vor der Störstellenim
plantation ausgeführt werden.
Darüber hinaus kann, obgleich Stickstoffionen getrennt in die
NMOS- und die PMOS-Region NR, PR in dem in Fig. 6 und 7 ge
zeigten Prozeß implantiert werden, dies gleichzeitig entweder
nach oder vor der Störstellenimplantation in die NMOS- und
die PMOS-Region NR, PR ausgeführt werden. Dies verringert die
Anzahl der Umschaltvorgänge von Ionen zwischen Stickstoff und
Störstelle, wodurch ein Zeitverlust beim Umschalten der
Ionenart verringert wird und die Produktionseffizienz ver
bessert wird.
Ferner ist die Implantationsenergie von Bor- und
Phosphorionen wie vorstehend bei Fig. 6 und 7 erläutert so
eingestellt, daß die Mitte der SOI-Schicht 3 in Richtung der
Tiefe den Spitzenwert der Störstellenverteilung haben kann,
wenn die SOI-Schicht 3 etwa 100 nm (etwa 1000 Angström) dick
ist. Auf diese Weise würde die Implantationsenergie in Abhän
gigkeit von der Art der Störstellen oder der Dicke der SOI-
Schicht 3 differieren.
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf einen weiteren
Effekt der Stickstoffionenimplantation.
Wie weiter unten anhand einer in Fig. 17 gezeigten vollende
ten Struktur erläutert wird, haben der NMOS- und der PMOS-
Transistor 14, 15 die Struktur mit der Kanal-dotierten
Schicht 31, welche als ein Kanal wirken soll, die zwischen
dem Gate-Oxidfilm 20 und dem eingebetteten Oxidfilm 2 gehal
ten ist. Im allgemeinen sind eine Vielzahl von freien Bindun
gen vorhanden, die durch Kristalldefekte in einer Grenzfläche
zwischen einer Siliziumschicht und einem Oxidfilm verursacht
sind, was einer der Gründe für die Verschlechterung der
Transistoreigenschaften ist. Der SOI-Transistor enthält spe
ziell zwei Grenzflächen zwischen der Siliziumschicht und dem
Oxidfilm: die Grenzfläche zwischen der Kanal-dotierten
Schicht 31 und dem eingebetteten Oxidfilm 2 (nachfolgend als
eine erste Grenzfläche bezeichnet); und die Grenzfläche
zwischen der Kanal-dotierten Schicht 31 und dem Gate-Oxidfilm
20 (nachfolgend als eine zweite Grenzfläche bezeichnet).
Wenn die erste Grenzfläche in einem schlechten Zustand ist
(das bedeutet eine große Menge von freien Bindungen), ist es
schwierig, eine vorgeschriebene Transistoreigenschaft zu er
zielen, und nur ein Transistor, der hinsichtlich seiner Tran
sistoreigenschaften dem Massentransistor unterlegen ist, ist
erzielbar. Da der Zustand der ersten Grenzfläche schlechter
ist als derjenige der zweiten Grenzfläche, ist es wichtig,
den Zustand der ersten Grenzfläche zu verbessern, um eine
Verschlechterung der Transistoreigenschaften zu verhindern.
Wenn die zweite Grenzfläche in einem schlechten Zustand ist
(das bedeutet eine große Zahl von freien Bindungen), ist eine
Verbesserung der Transistoreigenschaften einschließliches
eines Widerstandes für Träger mit hoher Beweglichkeit nicht
erzielbar.
Die Inaktivierung von freien Bindungen durch Verbinden der
selben mit implantierten Stickstoffionen würde die Ver
schlechterung der Transistoreigenschaften verhindern und
diese verbessern.
Um freie Bindungen zu inaktivieren ist es wichtig, Stick
stoffionen in der Nähe der ersten und der zweiten Grenzfläche
neben dem Diffundieren und Festhalten derselben in Kristall
defekten in der Kanal-dotierten Schicht 3, wie vorstehend be
schrieben, abzusondern. Die vorstehend beschriebenen Wärmebe
handlungsbedingungen (das heißt Stickstoffatmosphäre, Tempe
ratur von etwa 820°C und Zeitdauer von 5 bis 30 Minuten)
werden durch die von den Erfindern durchgeführten Experimente
erhalten, wobei die Anforderungen der Diffusionsbedingungen
von Stickstoffionen eingehalten werden.
Die Wärmebehandlungstemperatur kann annähernd 800 bis 900°C
betragen und die Wärmebehandlungszeit kann mehr als 30 Minu
ten betragen. Eine zu hohe Wärmebehandlungstemperatur oder
eine zu lange Wärmebehandlungszeit verursacht jedoch eine
übermäßige Diffusion von Stickstoffionen, was die Absonderung
von Stickstoffionen in der Nähe der ersten und der zweiten
Grenzfläche verhindert.
In dem von Fig. 7 fortgeführten Herstellungsprozeß werden
der Resist 22c und der Gate-Oxidfilm 201 nach dem in Fig. 7
dargestellten Prozeß entfernt und eine weitere Gate-Oxidation
wird ausgeführt, um einen Gate-Oxidfilm 20 auf der Oberfläche
der Kanal-dotierten Schicht 31 zu bilden (nicht dargestellt).
Nachfolgend wird, wie Fig. 8 zeigt, eine Polysilizium-Gate-
Schicht 81, die als Gate-Elektroden dienen soll, auf der
NMOS- und der PMOS-Region NR, PR, beispielsweise mit einer
Dicke von 100 bis 300 nm (1000 bis 3000 Angström) durch ein
CVD-Verfahren gebildet. Anschließend wird ein Resist 22d auf
der NMOS-Region NR gebildet, um Störstellenionen in die Poly
siliziumschicht 81 auf der PMOS-Region PR zu implantieren.
Bei dieser Ionenimplantation werden Borionen beispielsweise
mit einer Dosis von 3 × 1015 bis 8 × 1015/cm2 bei einer
Energie von 5 bis 20 keV implantiert. Anschließend werden mit
dem Resist 22d als Maske Stickstoffionen in die Polysilizium
schicht 81 auf der PMOS-Region PR mit einer Dosis von 3 × 1014
bis 12 × 1014/cm2 bei einer Energie von 5 bis 30 keV implan
tiert.
Nach dem Entfernen des Resist 22d wird ein Resist 22e auf der
PMOS-Region PR gebildet, um Störstellenionen in die Poly
siliziumschicht 81 auf der NMOS-Region NR zu implantieren,
wie in Fig. 9 gezeigt. Bei dieser Ionenimplantation werden
Arsenionen (AS) beispielsweise mit einer Dosis von 3 × 1015
bis 8 × 1015/cm2 bei einer Energie von 5 bis 20 keV implan
tiert.
Dann werden mit dem Resist 22e als Maske Stickstoffionen in
die NMOS-Region NR mit einer Dosis von 3 × 1014 bis 12 × 1014
/cm2 bei einer Energie von 5 bis 30 keV implantiert.
Die Störstellenionenimplantation in die Polysiliziumschicht
81 ist eine erforderliche Maßnahme, um die Arbeitsfunktionen
bei der Verwendung der Polysiliziumschicht 81 als Gate-Elek
troden zu steuern. Ferner ist der Grund dafür, daß die Im
plantationsenergie von Borionen und Arsenionen jeweils
dieselbe ist, daß diese Ionen nur in die obere Oberfläche der
Polysiliziumschicht 81 implantiert werden. Die Stör
stellenionen werden durch die nachfolgende Wärmebehandlung
diffundiert und sind in der Polysiliziumschicht 81 beinahe
gleichförmig verteilt.
Darüber hinaus zielt die Stickstoffionenimplantation in die
Polysilizium-Schicht 81 auf die Inaktivierung von freien Bin
dungen in der Grenzfläche (zweite Grenzfläche) zwischen dem
Oxidfilm 20 und der Kanal-dotierten Schicht 31 durch Abson
derung von Stickstoff in der Nähe des Gate-Oxidfilms 20. Ob
gleich die Stickstoffionenimplantation in die SOI-Schicht,
wie in Fig. 6 und 7 gezeigt, sowie der nachfolgende Wärmebe
handlungsprozeß bereits den Großteil der freien Bindungen in
aktiviert haben, macht eine weitere Stickstoffimplantation in
die Polysiliziumschicht 81 beinahe alle freien Bindungen in
der zweiten Grenzfläche inaktiv, so daß weitere Verbesserun
gen der Transistoreigenschaften bewirkt werden.
Obgleich eine Störstelle des p-Typs (Bor) in die Poly
siliziumschicht 81 auf der PMOS-Region PR eingeführt wird,
verhindert das Vorhandensein von Stickstoffionen die Diffu
sion der Störstelle des p-Typs in die Kanal-dotierte Schicht
31 durch den Gate-Oxidfilm 20.
Bei der weiteren Fortführung des in Fig. 9 gezeigten Pro
zesses wird die Polysiliziumschicht 81 selektiv entfernt, um
eine Gate-Elektrode 8a an einer vorbestimmten Position auf
dem Oxidfilm 20 der NMOS Region NR und eine Gate-Elektrode 8b
an einer vorbestimmten Position auf dem Oxidfilm 20 der PMOS-
Region PR zu bilden.
Anschließend wird ein Resist 22f auf der NMOS-Region NR ge
bildet, wie in Fig. 10 dargestellt. Mit dem Resist 22f und
der Gate-Elektrode 8b als Masken wird eine Ionenimplantation
in die PMOS-Region PR ausgeführt, um leicht dotierte Drain
schichten 6a (nachfolgend als LDD-Schichten bezeichnet) in
der Kanal-dotierten Schicht 31 zu bilden.
Bei dieser Ionen-Implantation werden Borionen beispielsweise
mit einer Dosis von 0,1 × 1012 bis 10 × 1012/cm2 bei einer
Energie von 5 bis 20 keV implantiert.
Nachfolgend wird, wie Fig. 11 zeigt, ein Resist 22g auf der
PMOS-Region PR gebildet. Mit dem Resist 22g und der Gate-
Elektrode 8a als Maske wird eine Ionenimplantation in die
NMOS-Region NR durchgeführt, um LDD-Schichten 5a in der Ka
nal-dotierten Schicht 31 zu bilden.
Bei dieser Ionenimplantation werden Arsenionen beispielsweise
mit einer Dosis von 0,1 × 1012 bis 10 × 1012/cm2 bei einer
Energie von 5 bis 20 keV implantiert.
Nach dieser Implantation kann eine Wärmebehandlung über meh
rere Minuten (etwa 2 bis 5 Minuten) bei einer Temperatur von
750 bis 850°C durchgeführt werden, um die kristallinen Ei
genschaften wiederherzustellen.
Wie Fig. 12 zeigt, wird anschließend ein Oxidfilm 50 mit ei
ner Dicke von etwa 5 bis 20 nm (etwa 50 bis 200 Angström) in
dem oberen Abschnitt der NMOS- und der PMOS-Region NR, PR ge
bildet.
Danach werden Stickstoffionen in die LDD-Schichten 5a und 5b
der NMOS- und der PMOS-Region NR, PR, mit einer Dosis von 0,1
× 1012 bis 10 × 1012/cm2 bei einer Energie von 5 bis 20 keV
implantiert.
Die Aufgabe der Stickstoffionenimplantation in die LDD-
Schichten 5a und 6a ist die Verhinderung der Verschlechterung
der Transistoreigenschaften durch Festhalten von Stickstoff
in Kristalldefekten, die durch die Störstellenionenimplanta
tion verursacht sind. Der Grund dafür, daß die Stick
stoffionenimplantation durch den Oxidfilm 50 ausgeführt wird,
liegt darin, daß dies die Verschlechterung der kristallinen
Eigenschaften in der Kanal-dotierten Schicht 31 verhindert.
Das heißt, daß die Stickstoffionenimplantation ausgeführt
wird, um die Verschlechterung der Transistoreigenschaften zu
verhindern und um diese zu verbessern. In einigen Fällen kann
jedoch die Stickstoffionenimplantation selbst eine Ver
schlechterung der kristallinen Eigenschaften in der Kanal-do
tierten Schicht 31 verursachen. Obgleich die kristallinen Ei
genschaften in diesen Fällen durch Wärmebehandlung wiederher
gestellt wird, würde eine schwerere Beschädigung der
kristallinen Eigenschaften aufgrund einer übermäßigen Implan
tation nicht ausreichend wiederhergestellt werden.
Wenn jedoch Stickstoffionen durch einen Oxidfilm implantiert
werden, wird die Verschlechterung der kristallinen Eigen
schaften aufgrund der Implantation abgemildert, so daß der
Effekt der Wärmebehandlung zur Wiederherstellung der
kristallinen Eigenschaften gesteigert wird.
Obgleich Stickstoffionen gleichzeitig in die LDD-Schichten 5a
und 6a implantiert werden, wie in Fig. 12 gezeigt, kann die
Ionenimplantation separat ausgeführt werden. In diesem Fall
ist es möglich, unabhängig Implantationsbedingungen zu
schaffen, so daß die Stickstoffionenimplantation in die NMOS-
und die PMOS-Region NR, PR jeweils unter optimalen Bedingun
gen ausgeführt werden kann.
Beispielsweise liegt die optimale Dosis für die LDD-Schichten
5a (das heißt die Source-/Drainschichten) der NMOS-Transi
storen im Bereich von 1 × 1012 bis 5 × 1012/cm2, während
diejenige für die LDD-Schichten 6a (das heißt Source-/Drain
schichten) der PMOS-Transistoren im Bereich von 5 × 1012 bis
10 × 1012/cm2 liegt. Die Implantationsenergie ist in jedem
Fall etwa 20 keV.
Zur Fortführung des Herstellungsprozesses von Fig. 12 wird
nach dem Entfernen des gesamten Oxidfilms 50 und des Gate-
Oxidfilms 20 mit Ausnahme von Abschnitten direkt unter den
Gate-Elektroden 8a und 8b ein Oxidfilm 161 mit einer Dicke
von etwa 100 bis 200 nm (etwa 1000 bis 2000 Angström) in dem
oberen Abschnitt der NMOS- und der PMOS-Region NR, PR gebil
det. Dieser Oxidfilm 161 kann aus einem TEOS-Oxidfilm gebil
det sein, der aus TEOS (Tetraethylorthosilikat) hergestellt
ist. Alternativ kann der Oxidfilm 161 ohne Entfernen des
Gate-Oxidfilms 20 gebildet werden.
Anschließend schafft eine anisotrope Ätzung des Oxidfilms 161
Seitenwand-Oxidfilme 16, wie in Fig. 14 gezeigt, wobei der
Oxidfilm 161 nur an den Seitenoberflächen der Gate-Elektroden
8a, 8b und der jeweiligen Gate-Oxidfilme 20 belassen wird.
Wie Fig. 15 zeigt, wird anschließend ein Resist 22h auf der
PMOS-Region PR gebildet. Mit dem Resist 22h, der Gate-Elek
trode 8a und den Seitenwand-Oxidfilmen 16 als Maske werden
Source-/Drainschichten 5b in der Kanal-dotierten Schicht 31
durch Ionenimplantation in die NMOS-Region NR gebildet.
Bei dieser Ionenimplantation werden Arsenionen beispielsweise
mit einer Dosis von 1 × 1014 bis 50 × 1014/cm2 bei einer
Energie von 5 bis 20 keV implantiert.
Nach dem Entfernen des Resist 22h wird ein Resist 22i auf der
NMOS-Region NR gebildet, wie in Fig. 16 dargestellt. Mit dem
Resist 22i, der Gate-Elektrode 8b und den Seitenwand-Oxidfil
men 16 als Maske werden Source-/Drainschichten 6b in der Ka
nal-dotierten Schicht 31 durch Ionenimplantation in die PMOS-
Region PR gebildet.
Bei dieser Ionenimplantation werden Borionen, beispielsweise
mit einer Dosis von 1 × 1014 bis 50 × 1014/cm2 bei einer En
ergie von 5 bis 20 keV implantiert.
Anschließend werden Zwischenschicht-Isolierfilme 60 auf der
NMOS- und der PMOS-Region NR, PR gebildet. Dann werden Kon
taktlöcher CH gebildet, um so die Source-/Drainschichten 5b
und 6b von den Hauptoberflächen des Zwischenschicht-Isolier
films 60 jeweils zu erreichen. Schließlich werden Ver
drahtungsschichten HL aus Metallverbindungen, wie etwa einer
Aluminiumverbindung, in den Kontaktlöchern CH gebildet, um
den NMOS- und den PMOS-Transistor 14 und 15 zu vollenden, wie
in Fig. 17 dargestellt.
Fig. 18 zeigt die Struktur des NMOS-Transistors 14. Fig. 19
und 20 zeigen die Konzentrationsverteilung von Stickstoff in
der Richtung eines Schnittes entlang der Linie B-B bzw. C-C
in Fig. 18.
In Fig. 19 stellt die horizontale Achse eine Position ent
lang der Linie B-B dar und die vertikale Achse stellt die
Stickstoffkonzentration (cm-3) dar. Wie Fig. 19 zeigt, be
trägt die Stickstoffkonzentration in der Kanal-dotierten
Schicht 31, die unter der Gate-Elektrode 8a positioniert ist
(das heißt in den Kanalregionen CR), etwa 1 × 1017/cmn, wäh
rend diejenige in den Source-/Drainschichten 5b im Bereich
von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cmn liegt.
In Fig. 20 stellt die vertikale Achse die Stickstoffkonzen
tration (cm-3) dar und die horizontale Achse stellt eine Po
sition entlang der Linie C-C dar (das heißt die Position in
Richtung der Tiefe). Bezugszeichen GR, OX, SR und BOR be
zeichnen von links eine Gate-Region, eine Gate-Oxidfilmre
gion, eine SOI-Region bzw. eine eingebettete Oxidfilmregion.
Wie Fig. 20 zeigt, beträgt in der SOI-Region SR die Stick
stoffkonzentration in der Nähe des Gate-Oxidfilms OX etwa 1 ×
1020/cmn und diejenige in der Nähe der eingebetteten Oxid
filmregion BOR beträgt etwa 1 × 1019/cmn, wobei diese beiden
Konzentrationen aus der Stickstoffkonzentration in den übri
gen Regionen (etwa 1 × 1017/cmn) herausragen. Dies erklärt
deutlich, daß, wie vorstehend beschrieben, Stickstoff in den
Grenzflächen zwischen der Kanal-dotierten Schicht 31 und dem
eingebetteten Oxidfilm 2 (erste Grenzfläche) und zwischen der
Kanal-dotierten Schicht 31 und dem Gate-Oxidfilm 20 (zweite
Grenzfläche) abgesondert wird.
Wie Fig. 20 ferner zeigt, ist Stickstoff gleichförmig in der
SOI-Region SR mit der Ausnahme ihrer Randabschnitte verteilt.
Die implantierten Stickstoffionen können jedoch in Abhängig
keit von den Bedingungen der Wärmebehandlung nach der Stick
stoffionenimplantation nicht gleichförmig diffundiert sein.
Ein derartiger Zustand ist in Fig. 21 dargestellt.
In Fig. 21 hat die Konzentrationsverteilung von Stickstoff
einen Spitzenwert in dem Mittelteil der SOI-Region SR. Ob
gleich die Stickstoffionen so implantiert werden, daß sie
einen Konzentrationsspitzenwert nahe dem Mittelteil der SOI-
Schicht 3 haben und durch Wärmebehandlung diffundiert werden,
verbleibt der Spitzenwert in dem Mittelteil der Kanal-dotier
ten Schicht 31, wenn die Wärmebehandlung unter unerwünschten
Bedingungen, wie etwa niedrige Temperatur oder kurze Zeit
dauer, ausgeführt wird.
In diesem Fall, in dem die Stickstoffkonzentration in dem
Mittelteil der Kanal-dotierten Schicht 31 hoch ist, ist es
jedoch möglich, wenn Stickstoff in der ersten und der zweiten
Grenzfläche abgesondert wird, eine Verschlechterung der
Transistoreigenschaften zu verhindern und diese zu ver
bessern.
Die folgende Beschreibung bezeichnet einen weiteren Effekt
der Stickstoffionenimplantation in die LDD-Schicht 5a und 6a
durch den Oxidfilm 50 zusätzlich zur Verhinderung der Ver
schlechterung der kristallinen Eigenschaften der Kanal-do
tierten Schicht 31, die vorstehend unter Bezug auf Fig. 12
beschrieben wurde.
Fig. 22 ist eine Teilschnittansicht von der Implantation von
Störstellenionen ohne Oxidfilm 50 auf den oberen Abschnitten
der NMOS- und der PMOS-Region NR, PR.
Wie Fig. 22 zeigt, werden eine Kanal-dotierte Schicht CD, in
der Störstellenionen in der SOI-Schicht implantiert sind,
Gate-Oxidfilme GO und eine Gate-Elektrode GE übereinander auf
dem oberen Abschnitt des eingebetteten Oxidfilms BO gebildet.
Mit der Gate-Elektrode GE als Maske werden Stickstoffionen in
LDD-Schichten LD in der Kanal-dotierten Schicht CD implan
tiert. Die Stickstoffionenimplantation in eine derartige
Struktur verringert wahrscheinlich in Abhängigkeit von ihrer
Dosis die Zuverlässigkeit des Gate-Oxidfilms GO.
Genauer ausgedrückt können Regionen (durch X in der Figur be
zeichnet) in der Nähe des Endrandabschnitts der Gate-Elektro
de GE in dem Gate-Oxidfilm GO durch die Stickstoffionenim
plantation beschädigt werden, wodurch sie eine Verschlechte
rung der elektrischen Isolierung des Gate-Oxidfilms GO erlei
den. Ferner wird der Gate-Oxidfilm GO mit Ausnahme eines Ab
schnitts unter der Gate-Oxidelektrode GE entfernt, obgleich
er vollständig beschädigt ist. Somit bedarf die Beschädigung
keiner Beachtung.
Ferner schützt das Abdecken der Gate-Elektrode mit dem Oxid
film den Gate-Oxidfilm GO in der Nähe der Gate-Elektrode GE,
was keine Beschädigung der Region X verursachen würde.
Wie vorstehend beschrieben und in Fig. 12 gezeigt, verhin
dert die Stickstoffionenimplantation in die LDD-Schichten 5a
und 6a, die durch den Oxidfilm 50 ausgeführt wird, eine Be
schädigung des Gate-Oxidfilms 20 aufgrund der Implantation
und verhindert ferner die Verschlechterung der Zuverlässig
keit des Gate-Oxidfilms 20.
In der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsform
wird die Wärmebehandlung ausgeführt, um Stickstoffionen zu
diffundieren, nachdem Stickstoffionen in eine Kanal-dotierte
Schicht implantiert sind, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt. Al
ternativ können die Stickstoffionen diffundiert werden, indem
eine Gate-Oxidation genutzt wird, die nach der Stick
stoffionenimplantation in die Kanal-dotierte Schicht ausge
führt wird.
Genauer ausgedrückt wird dann, wenn die Gate-Oxidation durch
thermische Oxidation ausgeführt wird, die Kanal-dotierte
Schicht 31 ebenfalls erwärmt, so daß implantierte Stickstoff
ionen diffundieren.
Ferner würde der erfindungsgemäße Herstellungsprozeß dies er
möglichen, obgleich die für die Gate-Oxidation erforderlichen
Bedingungen und für die Diffusion von Stickstoffionen erfor
derlichen Bedingungen in diesem Fall aufeinander abgeglichen
werden müssen.
Wenn ferner alle Bedingungen erfüllt werden, kann die vorste
hend beschriebene Wärmebehandlung bzw. Temperung ebenfalls
als ein weiterer Erwärmungsprozeß dienen, der nicht ein Gate-
Oxidationprozeß sein muß kann, wie etwa eine Wärmebehandlung
nach der Ionenimplantation zur Bildung von LDD-Schichten,
wenn sie allen Bedingungen entspricht.
Obgleich ein MOSFET als ein Beispiel einer Halbleitervorrich
tung dient, die in den bevorzugten Ausführungsformen und der
Modifikation der vorliegenden Erfindung auf dem SOI-Substrat
gebildet wird, ist der Effekt nicht nur auf den MOSFET be
schränkt. Derselbe Effekt der vorliegenden Erfindung ist in
jeder Halbleitervorrichtung verfügbar, die auf dem SOI-Sub
strat gebildet wird und die eine Möglichkeit hat, daß eine
implantierte Störstelle durch freie Bindungen erfaßt werden
kann.
Claims (16)
1. Auf einem SOI-Substrat gebildete Halbleitervorrichtung,
in der ein eingebetteter Oxidfilm (2) und eine SOI-Schicht
(3) auf ein Siliziumsubstrat (1) geschichtet sind, welche
Halbleitervorrichtung enthält:
eine erste Halbleiterregion (31) eines ersten Leitfähigkeits typs, die an einer vorbestimmten Position der SOI-Schicht ge bildet ist und von einer Oberfläche der SOI-Schicht zu einer Oberfläche des eingebetteten Oxidfilms reicht;
ein Paar von zweiten Halbleiterregionen (5b, 6b) eines zwei ten Leitfähigkeitstyps, die unabhängig und selektiv auf der Oberfläche der SOI-Schicht so gebildet sind, daß sie die er ste Halbleiterregion sandwichartig einschließen;
einen Gate-Oxidfilm (20), der in einem oberen Abschnitt der ersten Halbleiterregion gebildet ist; und
eine Gate-Elektrode (14, 15), die auf dem Gate-Oxidfilm ge bildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Halbleiterregion Stick stoff enthält, der so eingeführt wurde, daß er eine vorbe stimmte Konzentrationsverteilung in Richtung der Tiefe der selben hat,
welche vorbestimmte Konzentrationsverteilung
einen ersten Spitzenwertabschnitt, der mit einer ersten Kon zentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiterregion und dem eingebetteten Oxidfilm vorragt; und
einen zweiten Spitzenwertabschnitt, der mit einer zweiten Konzentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der er sten Halbleiterregion und dem Gate-Oxidfilm vorragt, hat.
eine erste Halbleiterregion (31) eines ersten Leitfähigkeits typs, die an einer vorbestimmten Position der SOI-Schicht ge bildet ist und von einer Oberfläche der SOI-Schicht zu einer Oberfläche des eingebetteten Oxidfilms reicht;
ein Paar von zweiten Halbleiterregionen (5b, 6b) eines zwei ten Leitfähigkeitstyps, die unabhängig und selektiv auf der Oberfläche der SOI-Schicht so gebildet sind, daß sie die er ste Halbleiterregion sandwichartig einschließen;
einen Gate-Oxidfilm (20), der in einem oberen Abschnitt der ersten Halbleiterregion gebildet ist; und
eine Gate-Elektrode (14, 15), die auf dem Gate-Oxidfilm ge bildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Halbleiterregion Stick stoff enthält, der so eingeführt wurde, daß er eine vorbe stimmte Konzentrationsverteilung in Richtung der Tiefe der selben hat,
welche vorbestimmte Konzentrationsverteilung
einen ersten Spitzenwertabschnitt, der mit einer ersten Kon zentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiterregion und dem eingebetteten Oxidfilm vorragt; und
einen zweiten Spitzenwertabschnitt, der mit einer zweiten Konzentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der er sten Halbleiterregion und dem Gate-Oxidfilm vorragt, hat.
2. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Konzentrations
verteilung einen ebenen Abschnitt, in dem nahezu Gleich
förmigkeit mit einer dritten Konzentration herrscht, die
niedriger ist als die erste und die zweite Konzentration, in
einer Region hat, die zwischen dem ersten und dem zweiten
Spitzenwertabschnitt gehalten ist.
3. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Konzentration in einem
Bereich von 1 × 1018 bis 1 × 1019/cm3 liegt;
die zweite Konzentration in einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3 liegt; und
die dritte Konzentration in einem Bereich von 1 × 1016 bis 1 × 1017/cm3 liegt.
die zweite Konzentration in einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3 liegt; und
die dritte Konzentration in einem Bereich von 1 × 1016 bis 1 × 1017/cm3 liegt.
4. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Konzentrations
verteilung einen dritten Spitzenwertabschnitt hat, der mit
einer dritten Konzentration, die mindestens niedriger ist als
die zweite Konzentration, nahe einem Zentrum einer Region
vorragt, die zwischen dem ersten und dem zweiten Spitzen
wertabschnitt gehalten ist.
5. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Konzentration in einem
Bereich von 1 × 1018 bis 1 × 1019/cm3 liegt;
die zweite Konzentration in einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3 liegt; und
die dritte Konzentration in einem Bereich von 1 × 1018 bis 5 × 1019/cm3 liegt.
die zweite Konzentration in einem Bereich von 1 × 1019 bis 1 × 1020/cm3 liegt; und
die dritte Konzentration in einem Bereich von 1 × 1018 bis 5 × 1019/cm3 liegt.
6. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Halbleiterregion in
der Weise eingeführten Stickstoff enthält, daß sie nahezu
dieselbe Konzentration wie die zweite Konzentration hat.
7. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung,
die aus einem SOI-Substrat gebildet ist, in welchem ein ein
gebetteter Oxidfilm und eine SOI-Schicht auf einem Silizium
substrat geschichtet sind, welches Verfahren die Schritte
enthält:
- (a) Herstellen des SOI-Substrats;
- (b) Bestimmen einer Region zur Bildung der Vorrichtung zum Bilden der Halbleitervorrichtung durch elektrisches Isolieren einer vorbestimmten Region der SOI-Schicht von anderen Regio nen;
- (c) Bilden einer ersten Halbleiterregion eines ersten Leit fähigkeitstyps durch Ionenimplantation einer Störstelle eines ersten Leitfähigkeitstyps und von Stickstoff in die Vorrich tungsbildungsregion;
- (d) Erteilen einer Wärmebehandlung der ersten Halbleiterre gion unter einer solchen Bedingung, daß der Stickstoff eine vorbestimmte Konzentrationsverteilung in Richtung der Tiefe der ersten Halbleiterregion erhält;
- (e) Bilden eines Gate-Oxidfilms auf der ersten Halbleiterre gion;
- (f) Bilden einer Gate-Elektrode auf dem Gate-Oxidfilm; und
- (g) Bilden von zweiten Halbleiterregionen eines zweiten Leit
fähigkeitstyps durch Ionenimplantation von Störstellen eines
zweiten Leitfähigkeitstyps und von Stickstoff in die erste
Halbleiterregion mit der Gate-Elektrode als Maske,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Konzentrations verteilung
einen ersten Spitzenwertabschnitt, der mit einer ersten Kon zentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der ersten Halbleiterregion und dem eingebetteten Oxidfilm vorragt; und
einen zweiten Spitzenwertabschnitt, der mit einer zweiten Konzentration in der Nähe einer Grenzfläche zwischen der er sten Halbleiterregion und dem Gate-Oxidfilm vorragt, hat.
8. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (c) einen Schritt der Io
nenimplantation des Stickstoffs nach der Ionenimplantation
der Störstelle eines ersten Leitfähigkeitstyps enthält.
9. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (c) einen Schritt der
Ionenimplantation der Störstelle eines ersten Leitfähigkeits
typs nach der Ionenimplantation des Stickstoffs enthält.
10. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß Stickstoff mit einer Dosis von
0,1 × 1012 bis 100 × 1012/cm2 bei einer Energie von 20 bis
35 keV implantiert wird.
11. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (d) einen Schritt der
Ausführung einer Wärmebehandlung in einer Stickstoffat
mosphäre über 5 bis 30 Minuten bei einer Temperatur von 800
bis 900°C enthält.
12. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (e) einen Schritt der Bildung eines Gate-Oxidfilms durch thermische Oxidation ent hält; und
die Wärmebehandlung in Schritt (d) auch als der Schritt zur Bildung des Oxidfilms durch thermische Oxidation in Schritt (e) dienen kann.
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (e) einen Schritt der Bildung eines Gate-Oxidfilms durch thermische Oxidation ent hält; und
die Wärmebehandlung in Schritt (d) auch als der Schritt zur Bildung des Oxidfilms durch thermische Oxidation in Schritt (e) dienen kann.
13. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (g) die Schritte enthält:
(g-1) Ionenimplantation der Störstellen eines zweiten Leit fähigkeitstyps in die erste Halbleiterregion mit der Gate- Elektrode als Maske; und
(g-2) Bilden eines Oxidfilms auf dem Gate-Oxidfilm und der Gate-Elektrode und anschließend Ionenimplantation des Stick stoffs durch den Oxidfilm.
(g-1) Ionenimplantation der Störstellen eines zweiten Leit fähigkeitstyps in die erste Halbleiterregion mit der Gate- Elektrode als Maske; und
(g-2) Bilden eines Oxidfilms auf dem Gate-Oxidfilm und der Gate-Elektrode und anschließend Ionenimplantation des Stick stoffs durch den Oxidfilm.
14. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (g-2) einen Schritt der
Ionenimplantation des Stickstoffs mit einer Dosis von 0,1 ×
1012 bis 10 × 1012/cm2 bei einer Energie von 5 bis 20 keV
enthält.
15. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (f) die Schritte enthält:
(f-1) Bilden einer Polysiliziumschicht auf dem Gate-Oxidfilm; und
(f-2) Bilden der Gate-Elektrode durch selektives Entfernen der Polysiliziumschicht nach der Ionenimplantation von Stick stoff in die Polysiliziumschicht.
(f-1) Bilden einer Polysiliziumschicht auf dem Gate-Oxidfilm; und
(f-2) Bilden der Gate-Elektrode durch selektives Entfernen der Polysiliziumschicht nach der Ionenimplantation von Stick stoff in die Polysiliziumschicht.
16. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (f-2) einen Schritt zur
Implantation von Stickstoff mit einer Dosis von 3 × 1014 bis
12 × 1014/cm2 bei einer Energie von 5 bis 30 keV enthält.
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