DE19737537C1 - Beatmungsgerät - Google Patents
BeatmungsgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Beatmungsgerät
nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Solche Beatmungsgeräte befinden sich in weiter Verbreitung
und haben sich im großen und ganzen bewährt; sie dienen
zur Beatmung von Patienten, die von Atemstillstand bedroht
sind, und zur Zufuhr von Narkosegas zu Patienten. Viele
bekannte Geräte dieser Art sind als aufwendige, pneuma
tisch oder sonstwie kraftbetriebene Geräte ausgebildet und
zum Gebrauch in Krankenhäuser o. dgl. bestimmt. Einfachere
Geräte dienen der zivilen und militärischen Notfallversor
gung oder werden in Entwicklungsländern eingesetzt. Geräte
dieser Art weisen aber den folgenden Nachteil auf, daß sie
bei niedrigem Einatmungsdruck ein zu hohes Gasvolumnen,
bei hohem Einatmungsdruck ein zu niedriges Gasvolumen pro
Atemzug abgeben. Ferner weicht die Gasmenge, die dem Pati
enten pro Zeiteinheit zugeführt werden muß, oft um bis zu
20% vom Sollwert ab, d. h. der Patient enthält zu viel oder
zu wenig Luft, Sauerstoff und/oder Narkosegas.
Ein Beatmungsgerät der eingangs genannten Art ist aus der
DE-AS 10 64 695 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein baulich besonders einfa
ches Beatmungsgerät dieser Art zu schaffen, das für jeden Einsatz
verwendet oder an diesen angepaßt werden kann und das dazu
eingerichtet ist, dem Patienten genau den vorbestimmten
Gasdurchsatz zuzuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die im Anspruch 1 dazu angegebenen Merkmale gelöst.
Dabei ist das Atemgas dem Gasbehälter im genau vorge
schriebenen Durchsatz zuzuführen, was technisch unschwer
etwa durch einen Gasflußregler erfüllbar ist.
Diese Gasmenge wird zwangsläufig dem Patienten zugeführt,
wobei der Ventilkolben durch die unterschiedlichen Druck
verhältnisse zum Umschalten veranlaßt wird; eine gewisse
Drosselwirkung der Verbindung zwischen Ventilkammer und
Gasbehälter und die Abströmung aus der Ventilkammer in die
Lunge des Patienten sorgen dafür, daß der im Behälter vor
herrschende Druck nicht beide Enden des Ventilkolbens be
aufschlagt und diesen somit lahmlegt.
Es kann die zweite, zur Ventilkammer freilie
gende Endfläche größer als die erste, zum Gasbehälter
freiliegende Endfläche sein. Das Größenverhältnis der Endflä
chen ist nach den jeweiligen Erfordernissen in weiten
Grenzen wählbar.
Auch kann der Ventilkolben vertikalbeweglich angeord
net sein, und die zweite, zur Ventilkammer freiliegende Endflä
che kann oberhalb der ersten, zum Gasbehälter freiliegenden
Endfläche angeordnet sein. So könnte das Eigengewicht des Ven
tilkolbens genutzt werden, um ihn in der Ausatemlage zu
halten, bis sich ein ausreichender Druck im Gasbehälter
aufgebaut hat.
Einer der Endlagen des Ven
tilkolbens ist eine diesen haltende Rasteinrichtung zugeordnet.
So ist es möglich, einen sehr leichten Ventilkolben
zu verwenden, so daß die Verwendung des erfindungsgemäßen
Beatmungsgeräts auch in geneigter Lage möglich ist, ohne
daß sich die Schaltdrücke wesentlich verändern.
Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Es kann jeder Endlage des Ventilkolbens eine Rast
einrichtung zugeordnet sein, und bevorzugt ist der Endlage des
Ventilkolbens, in der der Lungenanschluß mit dem Auslaß
verbunden ist, eine höhere Rast-Haltekraft zugeordnet als
der anderen Endlage. So ist die Haltekraft für jede Endla
ge unabhängig bestimmbar.
Bevorzugt sind zwei Rasteinrichtungen vorgesehen, von de
nen in der Endlage des Ventilkolbens, in der der Lungenan
schluß mit dem Auslaß verbunden ist, beide wirksam sind
und in der anderen Endlage nur eine wirksam ist.
Die Haltekraft der oder jeder Rasteinrichtung könnte
einstellbar sein, so daß der Schaltdruck, der ein Umschal
ten des Ventils hervorruft, in jeder Endlage einstellbar
ist.
Die Rasteinrichtungen können grundsätzlich beliebig ausge
bildet sein; die in, der anderen Endlage unwirksame Rast
einrichtung kann etwa einen Freilauf aufweisen.
Bevorzugt ist jedoch jede Rasteinrichtung von einer Rast
kugel gebildet, die am Ventilkolben anliegt und von einer
zu diesem radialen Feder belastet ist, auf deren äußeres
Ende eine Einstellschraube einwirkt. In den Ventilkolben
sind zwei Umfangsnuten eingebracht, von denen in der End
lage des Ventilkolbens, in der der Lungenanschluß mit dem
Auslaß verbunden ist, jeweils eine eine Rastkugel auf
nimmt. In der zweiten Endlage sitzt dabei die eine Rastku
gel in der anderen Umfangsnut, während die andere Rastku
gel auf dem Schaft des Ventilkolbens aufliegt. So ist eine
baulich einfache und dementsprechend zuverlässige Rastung
des Ventilkolbens geschaffen.
Bevorzugt ist die zweite, zur Ventilkammer freiliegende
Endfläche von einer auf dem Ventilkolben angebrachten Mem
bran gebildet, wobei auf der von der Ventilkammer abgele
genen Seite der Membran eine Gegendruckkammer angeordnet
ist, die durch eine Leckagebohrung mit der Außenseite des
Beatmungsgerätes verbunden ist. Auf diese Weise ist es mit
einfachen Mitteln erreicht, daß der Ventilkolben auf klei
ne Druckunterschiede in der Ventilkammer und auf große im
Gasbehälter anspricht. Die Leckagebohrung verhindert dabei
eine manchmal unerwünschte Veränderung des Ansprechverhal
tens.
Es ist jedoch eine solche Änderung manchmal nicht uner
wünscht; dann ist bevorzugt die Leckagebohrung insbesonde
re durch ein Absperr- oder Druckbegrenzungsventil absperr
bar oder drosselbar. Es kann auch der Austritt der Lecka
gebohrung so angebracht sein, daß er gegebenenfalls vom
Finger der Bedienungsperson abdeckbar ist, wenn es bei
spielsweise aus diagnostischen Gründen erwünscht ist, die
Lunge des Patienten aufzublähen.
Bei stationärem Einsatz ist der Gasbehälter als dehnbarer
Atembeutel ausgebildet, der an den Gasflußregler einer
Druckgasversorgung angeschlossen ist. Der Gasflußregler
sorgt für einen kontinuierlichen Massefluß in den Atembeu
tel hinein, und dessen Dehnbarkeit und Größe bestimmt die
Größe des im Atembeutel eingeschlossenen Gasvolumens, das
den Auslösedruck des Ventilkolbens erreicht, d. h. ein
größerer oder nachgiebiger Atembeutel wird ein größeres
Volumen aufnehmen, bevor der Auslösedruck erreicht ist,
als ein kleinerer oder steiferer Atembeutel.
Beim ambulanten Einsatz, oder etwa in Entwicklungsländern,
kann aber der Gasbehälter auch als selbstansaugender, von
Hand zusammendrückbarer Atembeutel ausgebildet sein, der
ein zur Außenseite des Beatmungsgerätes offenes Rück
schlagventil aufweist. In diesem Fall bestimmt die Größe
des Atembeutels das bei jedem Hub aufgenommene Luftvolu
men, und die den Beutel von Hand zusammendrückende Bedie
nungsperson bestimmt die Atemfrequenz. Es ist auch mög
lich, das Volumen dadurch zu ändern, daß man den Atembeu
tel nicht vollständig zusammendrückt. Das Zusammendrücken
des Atembeutels kann gegebenenfalls auch eine kraftbetrie
bene Einrichtung übernehmen, so daß es etwa möglich ist,
einen geborgenen Unfallpatienten, der am Unfallort an das
handbetriebene Atemgerät angeschlossen wurde, mit demsel
ben Atemgerät im Rettungsfahrzeug kraftgetrieben zu beat
men, so daß sich das Sanitätspersonal anderen Aufgaben
widmen kann.
Ebensogut kann aber beispielsweise der Atembeutel gegen
einen solchen ausgetauscht werden, der einen Druckgasan
schluß aufweist.
Eine besonders einfache und zuverlässige, bevorzugte Aus
gestaltung des erfindungsgemäßen Beatmungsgerätes liegt
darin, daß
- - das Umschaltventil ein Gehäuse mit einer Mittelachse aufweist, das quer zu dieser in zwei zusammenmontierte Gehäuseteile aufgeteilt ist,
- - zwischen diesen die Membran mit ihrem Umfang einge spannt ist,
- - das erste Gehäuseteil eine durchgehende Mittelbohrung aufweist, in der der Ventilkolben beweglich geführt ist,
- - an das Außenende der Mittelbohrung der Gasbehälter angeschlossen ist,
- - das Innenende der Mittelbohrung unter der Membran in die Gegendruckkammer einmündet,
- - das zweite Gehäuseteil die an die Membran angrenzende Ventilkammer umgibt,
- - in der Ventilkammer mittig ein Stutzen angeordnet ist, dessen Bohrung mit dem Auslaß in Verbindung steht und der dem Ventilkolben zugewandt ist, dessen Endzapfen dem Stutzen zugewandt ist,
- - der Endzapfen zum dichtenden Eintritt in den Stutzen ausgebildet ist, und
- - in den beiden Gehäuseteilen jeweils mindestens ein Gas kanal ausgebildet ist, die aufeinander ausgerichtet sind und von denen der eine in die Ventilkammer und der andere in den Bewegungsweg des Ventilkolbens einmündet.
Dabei weist bevorzugt das zweite Gehäuseteil auf der von
der Ventilkammer abgewandten Seite eine Vertiefung auf, in
der ein Manometer angebracht ist, das mit der Ventilkammer
verbunden ist, um den in dieser herrschenden Druck anzu
zeigen. Somit kann die ordnungsgemäße Funktion des erfin
dungsgemäßen Beatmungsgerätes mühelos überwacht werden.
Es könnten jedem Beatmungsgerät mehrere, nach Größe
und/oder Dehnbarkeit unterschiedliche, austauschbare Gas
behälter oder Atembeutel zugeordnet sein, um es zu ermöglichen,
für jeden Patienten und jeden Einsatz den möglichst opti
malen Atembeutel zu wählen. Weiter bevorzugt sind das Be
atmungsgerät und alle infrage kommenden Atembeutel in ei
ner gemeinsamen Verpackung untergebracht, etwa einem Not
fallkoffer.
Der Gegenstand der Erfindung wird in der beigefügten,
schematischen Zeichnung beispielsweise noch näher erläu
tert; in dieser zeigt:
Fig. 1 einen Aufriß des erfindungsgemäßen Beatmungsgerä
tes,
Fig. 2 einen Aufriß durch das erfindungsgemäße Beatmungs
ventil, in der Ausatmungslage, und
Fig. 3 einen Aufriß durch das erfindungsgemäße Beatmungs
ventil wie in Fig. 2, jedoch, in der Einatmungs
lage.
In allen Figuren bezeichnen durchgehend gleiche Bezugszei
chen jeweils gleiche Elemente.
Das Bezugszeichen 2 bezeichnet einen federnd dehnbaren
Atembeutel, der auswechselbar ist und je nach Betriebsart
und Patienten passend ausgewählt und angebracht wird.
Dieser Atembeutel 2 kann, wie gezeigt, einen Anschluß an
eine Druckgasversorgung aufweisen, die hier durch einen
Gasflußregler 1 angedeutet ist. Dieser Gasflußregler führt
einen stetigen Gasfluß mit dosierbarem Druck zu. Der Gas
fluß kann seinerseits aus mehreren Komponenten zusammenge
setzt sein, die jeweils einzeln dosierbar sein können,
etwa aus Luft und Sauerstoff, wie im gezeigten Beipiel,
aus Sauerstoff und Narkosegas oder dergl. An den Auslaß
des Gasflußreglers kann eine Einrichtung zum Befeuchten
des Gasflusses angeschlossen sein. Die Größe des Gasflus
ses entspricht dem Atemvolumen des Patienten pro Zeitein
heit, kann dieses aber in Abhängigkeit von etwa auftreten
den Leckageströmen geringfügig übersteigen. Dieses Atemvo
lumen wird streng eingehalten; das Beatmungsgerät ändert
bei Auftreten eines erhöhten Widerstandes in den Atemwegen
des Patienten lediglich die Atemfrequenz, ohne dieses
Atemvolumen zu veringern oder bei Auftreten von Leckage
wesentlich zu verringern.
Der leere Atembeutel 2 wird von diesem Gasfluß zunächst
aufgeblasen, wobei in Abhängigkeit von seiner Dehnbarkeit
der Druck und damit auch die Gasmenge in seinem Inneren
ansteigt. Dabei kann für Patienten mit geringem Atemvolu
men, etwa Kinder, ein steiferer Atembeutel 2 gewählt wer
den als für einen Patienten mit normalem Atemvolumen, da
der steifere Atembeutel 2 einen Auslösedruck bereits dann
erreicht, wenn er eine geringere Gasmenge enthält als ein
Atembeutel 2 für Patienten mit normalem Atemvolumen.
Der Atembeutel 2 kann auch durch einen bekannten, selbst
ansaugenden Atembeutel ersetzt werden, wenn keine Druck
gasversorgung zur Verfügung steht, wie etwa beim Einsatz
in der Bergrettung, in Entwicklungsländern o. dgl. In die
sem Fall weist der selbstansaugende Atembeutel 2 ein Rück
schlagventil 3 auf, das, wie bekannt, als Membranventil
ausgebildet sein kann und das verhindert, daß Luft aus dem
Atembeutel 3 ungenutzt nach außen entweicht. Außerdem
fehlt der Anschluß an den Gasflußregler 1.
Dieser selbstansaugende Atembeutel 2 wird von der die Be
atmung durchführenden Person im Rhythmus der Atemfrequenz
zusammengedrückt und wieder freigegeben; der Beatmungs
druck kann dabei an einem noch später näher beschriebenen
Manometer 18 abgelesen werden.
Der Auslaß des Atembeutels 2 mündet in den Einlaß eines
Beatmungsventils, das ein im wesentlichen zylindrisches
Gehäuse aufweist, das aus einem Gehäuseunterteil 7a und
einem Gehäuseoberteil 7b gebildet ist.
Das Gehäuseunterteil 7a weist eine zylindrische Mittelboh
rung auf, in der ein Ventilkolben 11 praktisch reibungslos
verschieblich angeordnet ist; wegen der für diesen erfor
derlichen Passung, die ein geringes Spiel aufweisen kann,
kann rund um den Ventilkolben ein allerdings geringer Lec
kage-Gasstrom erfolgen.
Die Mittelbohrung ist nach unten über das Gehäuse-Un
terteil 7a hinausgehend in einem Beatmungs-Einlaßstutzen
16 verlängert, der vom Gehäuse-Unterteil 7a ausgehend nach
unten absteht und auf dem der Atembeutel 2 etwa durch Auf
schrauben gasdicht befestigt ist.
Das Gehäuseunterteil 7a weist an seiner Oberseite eine
flache Vertiefung auf. Der Ventilkolben 11 ragt mit seinem
oberen Endabschnitt in diese Vertiefung von unten her hin
ein und weist einen radial nach außen abstehenden Umfangs
flansch auf, den ein kurzer Endzapfen des Ventilkolbens 11
nach oben überragt.
Auf der Oberseite dieses Umfangsflansches sitzt eine
kreisförmige Membran 12 auf, die mittig vom Endzapfen des
Ventilkolbens 11 zentrierend und bevorzugt dichtend durch
setzt ist und deren Umfang zwischen dem Gehäuse-Unterteil
7a und einem Gehäuse-Oberteil 7b festgehalten ist. Der
Durchmesser des Endzapfens kann sich von dem des Ventil
kolbens 11 unterscheiden und insbesondere kleiner als die
ser sein. Es kann auch die Membran 12 ihrerseits federnd
ausgebildet sein, so daß sie in der in Fig. 1 und 2 ge
zeigten ersten Lage (Ausatmungslage) den Ventilkolben 11
nicht oder nach unten belastet bzw. in der in Fig. 2 ge
zeigten zweiten Lage (Einatmungslage) nach unten belastet.
Die Membran 12 besteht bevorzugt aus Gummi oder einem ähn
lichen Elastomer.
Die Membran 12 begrenzt zusammen mit der oberen, flachen
Vertiefung des Gehäuse-Unterteils 7a eine praktisch abge
schlossene Gegendruckkammer, die mit der Außenseite des
Gehäuse-Unterteils 7a durch eine Leckagebohrung 19 in Ver
bindung steht, die in Fig. 2 und 3 gestrichelt gezeigt
ist. Diese Leckagebohrung 19 verhindert, daß ein Luftpol
ster, das sich in der Gegendruckkammer bildet, die Bewe
gung der Membran 12 behindert. Soweit eine Leckageströmung
aus dem Beatmungsluft-Einlaßstutzen 16 am Ventilkolben 11
vorbei in die Gegendruckkammer gelangt, so kann auch diese
durch die Leckagebohrung 19 entweichen, ohne daß die Bewe
gung der Membran 12 beeinträchtigt wird.
An der Außenseite der Leckagebohrung 19 kann ein Absperr
ventil oder ein druckbegrenztes Absperrventil angeordnet
sein, das das Entweichen von Gas aus der Gegendruckkammer
völlig oder bis zu einem einstellbaren Druck verhindert,
wenn die Membran 12 durch einen unter ihr auf sie einwir
kenden Überdruck nach oben bewegt oder oben gehalten wer
den soll.
Der Ventilkolben 11 weist auf seinem innerhalb der Mittel
bohrung des Gehäuse-Unterteils gelegenen Abschnitt zwei
übereinanderliegende Umfangsnuten mit kreisbogenförmiger
Querschnittskontur auf, die sich über einen Winkelbereich
erstreckt, der unter 180° liegt. Im Bereich dieser Um
fangsnuten weist das Gehäuse-Unterteil 7a zwei radial und
axial zueinander versetzte Gewinde- oder Feingewindeboh
rungen auf, in die eine Rändelschraube 4 bzw. 5 (nur ange
deutet) eingeschraubt ist. Auf dem jeweils inneren Ende
einer jeden Rändelschraube 4, 5 sitzt eine wendelförmige
Druckfeder 8 bzw. 6 (nur angedeutet) auf, die sich mit
ihrem jeweiligen inneren Ende auf einer Rastkugel 10 bzw.
9 abstützt. Dabei sind die Federn 8, 6 und die Rastkugeln
10, 9 möglichst reibungsfrei in der jeweiligen Bohrung an
geordnet. Der Radius der Rastkugeln 10, 9 entspricht dem
Radius des Querschnitts der Ringnuten im Ventilkolben. Der
axiale Versatz der beiden Rastkugeln 10, 9 entspricht dem
axialen Abstand der beiden Ringnuten.
Dabei fallen in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Lage beide
Rastkugeln 10, 9 in die Quernuten ein, während in der in
Fig. 2 gezeigten Lage die obere Rastkugel 10 in die untere
Quernut einfällt, während die untere Rastkugel 9 auf dem
Umfang des Ventilkolbens aufsitzt. Es müssen somit zum
Auslösen der Aufwärtsbewegung des Ventilkolbens zwei Ra
sten, der Abwärtsbewegung nur eine Rast überwunden werden.
Die beiden Rändelschrauben 4, 5 weisen auf ihrem radial
außenliegenden Ende einen Rändelkopf oder eine sonstige
Handhabe auf und tragen einen z. B. in den Rändelkopf ein
geschlagenen Zeiger, zu dem zugehörig auf der Außenseite
des Gehäuse-Unterteils eine Skala angebracht sein kann, so
daß durch dosiertes, an der Skala ablesbares Verdrehen der
jeweiligen Rändelschraube 4, 5 deren Radialabstand von der
Kugel und damit die Länge und somit Vorspannung der zuge
hörigen Feder 8, 6 einstellbar ist, die diese auf die zu
gehörige Kugel 10, 9 ausübt.
Ferner ist im Gehäuse-Unterteil 7a ein Gaskanal 13 ausge
bildet, der von einem Abschnitt der Mittelbohrung ausgeht,
der in der ersten, in Fig. 1 und 2 gezeigten Lage vom Ven
tilkolben 11 versperrt und in der zweiten, in Fig. 2 ge
zeigten Lage freigegeben ist, und in die Oberseite des Ge
häuse-Unterteils 7a einmündet. Dort setzt sich der Gaska
nal 13 im Gehäuse-Oberteil 7b fort und mündet in eine
von diesem umgebene Ventilkammer 14 ein.
Der Gaskanal 13 kann aus mehreren Zweigen bestehen, die
jeweils die Mittelbohrung mit der Ventilkammer 14 verbin
den, um so für einen möglichst geringen Strömungswider
stand zu sorgen.
Der Gehäuse-Oberteil 7b ist unter Einklemmung der Membran
12 und unter Ausrichtung auf die Mündungen des soeben ge
nannten Gaskanals 13 dicht auf dem Gehäuse-Unterteil 7a
befestigt und setzt dessen zylindrische Außenkontur nach
oben fort. In die Oberseite ist eine nach oben offene
Vertiefung eingebracht, die nach unten von einer Bodenwand
begrenzt ist. In dieser Vertiefung sitzt ein Manometer 18,
dessen Meßdose über eine die Bodenwand durchsetzende Boh
rung mit der Ventilkammer 14 verbunden ist.
Diese Ventilkammer 14 ist nach oben von der Bodenwand,
nach außen von der Umfangswand des Gehäuse-Oberteils 7b
und nach unten von der Membran 12 begrenzt und weist eine
erste radiale Öffnung auf, die sich in der Bohrung eines
nach außen abstehenden Lungenstutzens 15 fortsetzt, an den
ein Beatmungstubus o. dgl. angeschlossen werden kann.
In der Ventilkammer 14 ist ferner ein von der obenliegen
den Bodenwand ausgehender, zentrischer Stutzen angeordnet,
der eine Axialbohrung aufweist, in die von unten her dich
tend der Endzapfen des Ventilkolbens 11 eintreten kann,
wenn sich dieser in der zweiten, in fig. 2 gezeigten Lage
befindet: in der ersten, in Fig. 1 und 2 gezeigten Lage
befindet sich der Endzapfen außerhalb der Axialbohrung,
die somit dann in freier Strömungsverbindung mit der Ven
tilkammer 14 steht.
Das obere Ende der Axialbohrung steht mit einer Radialboh
rung in Verbindung, die sich nach außen in einem abstehen
den Ausatmungsstutzen 17 fortsetzt.
Das untere Ende der Axialbohrung liegt deutlich unter der
Einmündung des Gaskanals oder der Gaskanäle 13 und noch
weiter unter der Einmündung des Lungenstutzens 15 in die
Ventilkammer 14; wenn sich Flüssigkeit in der Ventilkammer
14 ansammeln sollte, etwa Kondensat bei einem winterlichen
Außeneinsatz, wird diese durch die Ausatmung über die Axi
albohrung und den Ausatmungsstutzen 17 aus dem Beatmungs
gerät gedrückt, bevor sie Gefahr läuft, in einen Gaskanal
13 oder gar in den Lungenstutzen 15 zu gelangen, vorausge
setzt, das Beatmungsgerät wird in einer einigermaßen auf
rechten Lage gehalten, wie sie auch in der Zeichnung ge
zeigt ist.
An den Ausatmungsstutzen 17 kann ein Druckbegrenzungventil
angeschlossen sein, das einen Restdruck in der Ventilkam
mer 14 aufrechterhält, um auf diese Weise ein völliges Zu
sammenfallen der Lunge zu verhindern.
Anstelle einer Leckagebohrung 19 oder zusätzlich zu dieser
kann auch durch ein Spiel zwischen Membran 12 und Ventil
kolben 11 eine Druckentlastung der Gegendruckkammer erfol
gen.
An den Lungenstutzen 15 kann eine Leitung mit einer Dros
selstelle angeschlossen sein, an welcher Druck, Volumen,
Frequenz und Durchsatz (P, V, F, F) gemessen werden und an
einem Monitor (MONT) angezeigt werden.
Die Wirkungsweise des voranstehend beschriebenen Beat
mungsgerätes ist wie folgt:
Es wird von der Lage ausgegangen, die in Fig. 1 gezeigt
ist. Gas strömt aus dem Gasflußregler 1 in den Atembeutel
2 und bläht diesen auf. Das diesem nachgeschaltete Beat
mungsventil ist geschlossen, weil der Ventilkolben 11 die
Einmündungen der Gaskanäle 13 in die Mittelbohrung ver
schließt. Der Gasdruck, der sich im Atemschutzbeutel 2 bei
dessen zunehmender Aufblähung bildet, wirkt auf die untere
Stirnfläche des Ventilkolbens 11 ein und trachtet danach,
diesen nach oben zu bewegen. Er wird aber durch den Ein
griff der beiden Rastkugeln 10, 9 in Umfangsrillen des
Ventilkolbens 11 festgehalten.
Die Haltekraft dieser Rastkugeln 10, 9 hängt ab von der
Kraft F der Federn 8, 6, die wiederum abhängt von dem Maß,
um welches die Rändelschrauben 4, 5 in die zugehörige Ge
windebohrung eingeschraubt sind. Diese Rändelschrauben
sind entsprechend der Betriebsvorschrift so eingeschraubt,
daß bei Erreichen eines vorgegebenen Maximaldrucks die
Haltekraft überwunden wird, die über die beiden Rastkugeln
10, 9 auf den Ventilzylinder 11 ausgeübt wird.
Jetzt schnappt der Ventilzylinder nach oben und gelangt in
die Lage, die in Fig. 3 gezeigt ist. In dieser Lage fällt
die Rastkugel 10 in die untere Umfangsnut ein und hält die
Aufwärtsbewegung des Ventilkolbens 11 an. Die andere Rast
kugel 9 sitzt dabei auf dem Außenumfang des Ventilkolbens
11 auf und behindert dessen Bewegung nicht.
Es kann auch noch ein zusätzlicher Anschlag vorgesehen
sein, der die weitere Aufwärtsbewegung des Ventilkolbens
verhindert.
Durch die Aufwärtsbewegung, die der Ventilkolben 11 erfah
ren hat, gibt er die Einmündungen der Gaskanäle 13 in die
Mittelbohrung frei; das im Atembeutel 2 gesammelte Druck
gas kann nun durch die Gaskanäle 13 in die Ventilkammer 14
strömen und durch diese in den Lungenstutzen 15 und in die
Lunge des Patienten.
Bei der Aufwärtsbewegung des Ventilkolbens 11 ist auch
dessen oberstes Ende, der Endzapfen, in die darüberliegen
de Axialbohrung eingetreten und hat diese versperrt, so
daß keine zur Beatmung eingeleitete Druckluft in den Aus
atmungsstutzen 17 gelangen kann. Aufgrund von Strömungs
verlusten in den Gaskanälen 13 kann der Druck in der Ven
tilkammer 14 deutlich niedriger sein als im Atembeutel 2.
Die Bewegung der Membran 12, die die Gegendruckkammer von
der Ventilkammer 14 trennt, erfolgt unbehindert, weil der
Druck in der Gegendruckkammer über die Leckagebohrung 19
ausgeglichen werden kann.
Wenn sich der Atembeutel 2 geleert hat, dann sinkt der
Druck in allen gasführenden Teilen des Beatmungsventils
ab, bis die Haltekraft, die sich aus der Druckkraft des
von unten her auf die Stirnfläche des Ventilkolbens 11 vom
Atmungsbeutel 2 her einwirkenden Gasdrucks und der Halte
kraft der Rastkugel 10 ergibt, überwunden wird von der
Druckkraft, die der Druck in der Ventilkammer 14 auf die
Anordnung aus dem Ventilkolben 11 und der Membran 12 aus
übt. Dann springt der Ventilkolben 11 wieder in die in
Fig. 1 und 2 gezeigte Lage nach unten, wobei nur die Hal
tekraft der oberen Rastkugel 10 überwunden werden muß.
Durch Drosseln oder Versperren der Leckagebohrung 19 kann
der Auslösezeitpunkt des Ventilkolbens verzögert werden.
Nun kann die Ausatmung durch den Lungenstutzen 15, die
Ventilkammer 14, die freigegebene Axialbohrung und den
Ausatmungsstutzen 17 erfolgen.
Bei Verwendung eines selbstansaugenden Atembeutels 2 wird
dessen Innendruck durch Zusammenpressen des Atembeutels 2
erbracht; in den Ausatmungsphasen wird jeweils der Atem
beutel losgelassen, so daß er sich aufgrund seiner Eigen
federung wieder durch das Rückschlagventil 3 aus der Um
gebungsluft vollsaugt.
Es ist ersichtlich, daß es außer der potentiellen Energie
des Beatmungsgases oder des Zusammenpressens des Atembeu
tels 2 keinerlei zusätzlicher Energie bedarf, um das er
findungsgemäße Beatmungsgerät zu betreiben. Dabei wird bei
Druckgasbetrieb der Gasdurchsatz durch den Gasflußregler 1
stets konstant gehalten; erhöht sich der Atemwiderstand
des Patienten, dann wird der Druck in der Ventilkammer 14
rascher zunehmen, weil nun das Gas dort nur langsamer ab
fließen kann, und es wird rascher ein Umschalten erfolgen,
d. h. die Atemfrequenz steigt an, der Gasdurchsatz aber,
d. h. die dem Patienten pro Zeiteinheit zugeführte Gasmen
ge, bleibt konstant.
Setzt beim Patienten im Laufe der Beatmung Spontanatmung
ein, dann wird diese vom gezeigten Beatmungsgerät sofort
unterstützt: wenn etwa in der Ausatmungslage des Beat
mungsgerätes (Fig. 1, 2) der Patient spontan Luft ansaugt,
dann sinkt der Druck in der Ventilkammer 14 ab, und das
Ventil schaltet sofort in die Lage der Fig. 3, so daß der
spontane Einatmungsvorgang durch zusätzliche, phasenglei
che Beatmung unterstützt wird. Ein ganz oder teilweise er
folgendes Absperren der Leckageleitung unterstützt diesen
Vorgang, weil der dann in der Gegendruckkammer auftretende
Druck auf die Membran 12 und den Flansch des Ventilkolbens
11 nach oben schiebend einwirkt.
Beginnt der Patient, in der Ventillage der Fig. 3 auszuat
men, dann steigt sofort der Druck in der Ventilkammer 14
an, und der Ventilkolben 11 wird nach unten gedrückt, so
daß die Ausatmung widerstandsarm erfolgen kann. Dabei
sorgt der Umstand, daß die Membran 12 sehr viel größer ist
als die untere Endfläche des Ventilkolbens 11, dafür, daß
das Ventil auch auf sehr geringe Druckänderungen in der
Ventilkammer 14 anspricht.
Insgesamt sind mit dem erfindungsgemäßen, automatischen
oder manuellen Beatmungsgerät bei der Beatmung oder Narko
sebeatmung von Kindern und Erwachsenen unter anderen die
folgenden Vorzüge erreichbar:
- 1. Der Gasfluß in den Atembeutel 2 erfolgt mit konstantem Durchsatz und baut dort einen Druck auf; erreicht dieser Druck einen eingestellten Wert, dann öffnet das Ventil und die Gasmenge im Atembeutel 2 entleert sich in die Lunge des Patienten. Die Einstellung dieses Wertes erfolgt in erster Linie mittels der Rändelschraube 5. Der Atembeutel 2 bestimmt das Atemhubvolumen (das Volumen eines einzelnen Atemzuges).
- 2. Dieses Atemhubvolumen ist einstellbar und hängt ab von der Dehnbarkeit des jeweils verwendeten Atembeutels 2 so wie von der Haltekraft der Rasten, insbesondere der Rast aus den Teilen 5, 6, 9.
- 3. Der Durchsatz der Atemluft durch den Patienten ist konstant und entspricht dem einstellbaren Durchsatz des Gasflußreglers 1, unabhängig vom jeweils eingestellten Atemhubvolumen. Bei einer Erhöhung des Atemvolumens ver ringert sich die Atemfrequenz, und umgekehrt.
- 4. Ändert sich der Strömungswiderstand und die Nachgie bigkeit der Lunge, dann bleibt der Gasdurchsatz (das Atem minutenvolumen) dennoch konstant; lediglich die Atemfre quenz paßt sich selbsttätig an.
- 5. Die einsetzende Spontanatmung des Patienten wirkt so auf das Ventil des Beatmungsgerätes ein, daß sich dieses Ventil in eine Lage schaltet, in welcher es den jeweils spontan erfolgenden Atmungsvorgang unterstützt.
- 6. Da der Druck im Atembeutel 2 nur allmählich zunimmt, nachdem das Ventil in die Lage der Fig. 1 und 2 geschaltet hat, ist es möglich, die Rasten, die den Ventilkolben 11 in der entsprechenden Lage halten, so einzustellen, daß letztlich der Einatmungssog zum Umschalten des Ventils in die Lage der Fig. 3 führt, so daß diese Einatmungslage nicht vorzeitig aktiviert wird und somit die Hyperventila tion des Patienten verhindert wird.
- 7. Der Beatmungsdruck ist unabhängig von dem Atemluft durchsatz durch die Rasten einstellbar, insbesondere durch die Rändelschraube 4.
- 8. Der Atembeutel 2 ist auswechselbar gegen einen selbst ansaugenden Atembeutel, der nach dem Zusammendrücken von Hand über ein Rückschagventil 3 Umgebungsluft ansaugt.
- 9. Wenn der selbstansaugende Atembeutel 2 für die Handbe tätigung benutzt wird, können die Rasten durch die Rändel schrauben 4 und 5 bis zur Unwirksamkeit entlastet werden; beim Loslassen des Atembeutels 2 und somit beim Ansaugen wird der Ventilkolben 11 in die untere Stellung (Fig. 1 und 2) gesaugt.
- 10. Durch Absperren oder Drosseln der Leckagebohrung kann die Membran 12 in ihrer oberen Lage gehalten werden (Fig. 3), wenn es notwendig sein sollte, die Lunge aufzublähen; eine Schädigung des Patienten ist nicht möglich, da das hierzu zur Verfügung stehende Atemvolumen durch die Größe des Atembeutels 2 begrenzt ist.
- 11. Der Atembeutel 2 kann so ausgelegt werden, daß er sich anfangs schnell und dann langsamer entleert, so daß ein optimaler Druckverlauf des Atmungsgases erzielt wird.
- 12. Durch den leichten Austausch des Atembeutels 2 kann das Gerät ohne weiteres an den Patienten angepaßt werden; Kinder und Erwachsene können beispielsweise jeweils opti mal beatmet werden.
- 13. Neben der reinen Beatmung und der Narkosebeatmung kann auch die sogenannte "Hochfrequenzbeatmung" durchgeführt werden, indem ein steiferer Atembeutel 2 verwendet wird.
- 14. Das erfindungsgemäße Beatmungsgerät kann auch zum An trieb des Balgens eines Anästhesiegerätes an diesen ange schlossen werden.
- 15. Das erfindungsgemäße Gerät kann auch nur zur Inspira tion verwendet werden; das vom Patienten ausgeatmete Gas durchläuft in diesem Fall nicht die Ventilkammer 14.
Alle in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder der
Zeichnung dargestellten Einzel- und Kombinationsmerkmale
werden als erfindungswesentlich angesehen.
Der Schutzumfang der Erfindung erstreckt sich nicht nur
auf die Merkmale der einzelnen Ansprüche, sondern auch auf
deren Kombination.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschrie
bene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr stellt die
ses nur eine vorteilhafte Ausgestaltungsform der Erfin
dungsgedankens dar.
1
Gasflußregler
2
Atembeutel
3
Rückschlagventil
5
Rändelschraube
5
Rändelschraube
6
Feder zu
5
7
aGehäuseunterteil
7
bGehäuseoberteil
8
Feder zu
4
9
Rastkugel zu
5
10
Rastkugel zu
4
11
Ventilkolben
12
Membran
13
Gaskanal
14
Ventilkammer
15
Lungenstutzen
16
Beatmungsluft-Einlaßstutzen
17
Ausatmungsstutzen
18
Manometer
19
Leckagebohrung
Claims (10)
1. Beatmungsgerät mit einem Gasbehälter (2) mit veränderlichem Volu
men zur Gaseinspeisung, einer Ventilkammer (14) und einem Um
schaltventil, das einen Lungenanschluß (15) wechselweise mit dem
Gasbehälter (2) und einem Auslaß (17) für verbrauchten Atem verbin
det, wobei das Umschaltventil von einem in einer Bohrung axial be
weglichen Ventilkolben (11) gebildet ist, der eine zum Gasbehälter (2)
freiliegende Endfläche und eine zur Ventilkammer (14) freiliegende
Endfläche aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben durch einen Endzapfen verlängert ist, der dazu ausgebildet ist, in eine zum Auslaß (17) führende Bohrung absperrend einzugreifen,
daß zum Betreiben des Beatmungsgeräts die potentielle Energie des Beatmungsgases oder die durch Zusammenpressen eines als Gas behälter (2) dienenden austauschbaren Atembeutels resultierende Energie vorgesehen ist,
daß mindestens einer der Endlagen des Ventilkolbens (11) eine die sen haltende Rasteinrichtung (5, 6, 9) zugeordnet ist, deren einstellba re Haltekraft so bemessen ist, daß bei bei Erreichen eines vorgegebe nen Drucks im Gasbehälter (2) das Ventil zum Lungenanschluß (15) hin öffnet,
und daß eine weitere Rasteinrichtung (4, 8, 10) vorgesehen ist, deren einstell bare Haltekraft so bemessen ist, daß bei Überschreiten eines vorge gebenen Drucks in der Ventilkammer (14) der Ventilkolben (11) in die durch die der Rasteinrichtung (5, 6, 9) definierte Endlage zurückgeht.
daß der Ventilkolben durch einen Endzapfen verlängert ist, der dazu ausgebildet ist, in eine zum Auslaß (17) führende Bohrung absperrend einzugreifen,
daß zum Betreiben des Beatmungsgeräts die potentielle Energie des Beatmungsgases oder die durch Zusammenpressen eines als Gas behälter (2) dienenden austauschbaren Atembeutels resultierende Energie vorgesehen ist,
daß mindestens einer der Endlagen des Ventilkolbens (11) eine die sen haltende Rasteinrichtung (5, 6, 9) zugeordnet ist, deren einstellba re Haltekraft so bemessen ist, daß bei bei Erreichen eines vorgegebe nen Drucks im Gasbehälter (2) das Ventil zum Lungenanschluß (15) hin öffnet,
und daß eine weitere Rasteinrichtung (4, 8, 10) vorgesehen ist, deren einstell bare Haltekraft so bemessen ist, daß bei Überschreiten eines vorge gebenen Drucks in der Ventilkammer (14) der Ventilkolben (11) in die durch die der Rasteinrichtung (5, 6, 9) definierte Endlage zurückgeht.
2. Beatmungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rasteinrichtungen (4, 8, 10; 4, 6, 9) in axialer Richtung des Ventilko
bens (11) axial beabstandet angeordnet sind.
3. Beatmungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Endlage des Ventilkolbens (11), in der der Lungenanschluß mit dem
Auslaß verbunden ist, eine höhere Rast-Haltekraft zugeordnet ist als
in der anderen Endlage.
4. Beatmungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwei Rasteinrichtungen (4, 8, 10; 5, 6, 9) vorgese
hen sind, von denen in der den Lungenanschluß (15) mit dem Auslaß
(17) verbindenden Endlage des Ventilkolbens (11) beide (4, 8, 10; 5,
6, 9) wirksam sind und in der anderen Endlage nur eine (4, 8, 10)
wirksam ist.
5. Beatmungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Rasteinrichtung von einer Rastkugel (10; 9)
gebildet ist, die am Ventilkolben (11) anliegt und von einer zu dieser
radialen Feder (8; 6) belastet ist, auf deren äußeres Ende eine Ein
stellschraube (4; 5) einwirkt, daß in den Ventilkolben (11) zwei Um
fangsnuten eingebracht sind, von denen in der Endlage des Ventil
kolbens (11), in der der Lungenanschluß (15) mit dem Auslaß (17)
verbunden ist, jeweils eine eine Rastkugel (10; 9) aufnimmt, und daß
in der zweiten Endlage die eine Rastkugel (10) in der anderen Um
fangsnut sitzt, während die andere Rastkugel (9) auf dem glatten
Schaft des Ventilkolbens (11) aufliegt.
6. Beatmungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die zweite zur Ventilkammer (14) freiliegende End
fläche von einer auf dem Ventilkolben (11) angebrachten Membran
(12) gebildet ist, wobei auf der von der Ventilkammer (14) abgelege
nen Seite der Membran (12) eine Gegendruckkammer angeordnet ist,
die durch eine absperrbare oder drosselbare Leckagebohrung (19)
mit der Außenseite des Beatmungsgerätes verbunden ist.
7. Beatmungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. das Umschaltventil ein Gehäuse (7a, 7b) mit einer Mittelachse auf weist, das quer zu dieser in zwei zusammenmontierte Gehäuseteile (7a, 7b) aufgeteilt ist,
- 2. zwischen diesen die Membran (12) mit ihrem Umfang eingespannt ist,
- 3. das erste Gehäuseteil (7a) eine durchgehende Mittelbohrung auf weist, in der der Ventilkolben (11) beweglich geführt ist,
- 4. an das Außenende (16) der Mittelbohrung der Gasbehälter (2) an geschlossen ist,
- 5. das Innenende der Mittelbohrung unter der Membran (12) in die Ge gendruckkammer einmündet,
- 6. das zweite Gehäuseteil (7b) die an die Membran (12) angrenzende Ventilkammer (14) umgibt,
- 7. in der Ventilkammer (14) mittig ein Stutzen angeordnet ist, dessen Bohrung mit dem Auslaß (17) in Verbindung steht und der dem Ven tilkolben (11) zugewandt ist, dessen Endzapfen dem Stutzen zuge wandt ist,
- 8. der Endzapfen zum dichtenden Eintritt in den Stutzen ausgebildet ist, und
- 9. daß in den beiden Gehäuseteilen (7a, 7b) jeweils mindestens ein Gaskanal (13) ausgebildet ist, die aufeinander ausgerichtet sind und von denen der eine in die Ventilkammer (14) und der andere in den Bewegungweg des Ventilkolbens (11) in der Mittelbohrung einmün det.
8. Beatmungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gasbehälter (2) an einen Gasflußregler (1) einer Druckgasversorgung
angeschlossen ist.
9. Beatmungsgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gasbehälter (2) ein Rückschlagventil (3) aufweist.
10. Beatmungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zweite Gehäuseteil (7b) auf der von der Ven
tilkammer (14) abgewandten Seite eine Vertiefung aufweist, in der ein
Manometer (18) angeordnet ist, das mit der Ventilkammer (14) ver
bunden ist, um den in dieser herrschenden Druck anzuzeigen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19737537A DE19737537C1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Beatmungsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19737537A DE19737537C1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Beatmungsgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19737537C1 true DE19737537C1 (de) | 1999-05-12 |
Family
ID=7840468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19737537A Expired - Fee Related DE19737537C1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Beatmungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19737537C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004040740A1 (de) * | 2004-08-21 | 2006-02-23 | Viasys Healthcare Gmbh | Gasreservoirbeutel, Verteilergehäuse, Beatmungsmaske sowie Beatmungsverfahren |
| CN117018369A (zh) * | 2023-08-16 | 2023-11-10 | 泗洪医院 | 一种定压兼顾定容的气道加压型呼吸机及其使用方法 |
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| GB1207661A (en) * | 1966-10-27 | 1970-10-07 | Edward Carden | Anaesthetist's lung ventilator |
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| DE2645675C3 (de) * | 1976-10-09 | 1981-09-17 | Drägerwerk AG, 2400 Lübeck | Beatmungsventil für Beatmungsgeräte |
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- 1997-08-28 DE DE19737537A patent/DE19737537C1/de not_active Expired - Fee Related
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| CN117018369A (zh) * | 2023-08-16 | 2023-11-10 | 泗洪医院 | 一种定压兼顾定容的气道加压型呼吸机及其使用方法 |
| CN117018369B (zh) * | 2023-08-16 | 2024-02-09 | 泗洪医院 | 一种定压兼顾定容的气道加压型呼吸机及其使用方法 |
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
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Effective date: 20110301 |