DE19610612C1 - Transportsicherung eines mit Bremsbelägen bestückten Sattels einer Teilbelag-Scheibenbremse - Google Patents
Transportsicherung eines mit Bremsbelägen bestückten Sattels einer Teilbelag-ScheibenbremseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transportsicherung eines mit
Bremsbelägen bestückten Sattels einer Teilbelag-Scheibenbrem
se, insbesondere einer Schwimmsattel-Teilbelag-Scheibenbremse.
Scheibenbremsen wurden vom Hersteller bisher zumeist als kom
plette Baugruppe, d. h. in komplett fertig montiertem Zustand
an einen Fahrzeughersteller ausgeliefert, der die Bremse dann
in ein Fahrzeug einbaute. Im Rahmen von Bestrebungen zur
Kostenersparnis gehen immer mehr Fahrzeughersteller mittler
weile dazu über, bestimmte Teile einer Scheibenbremse und
insbesondere den Bremsträger in die Achskonstruktion eines
Fahrzeugs zu integrieren, beispielsweise den Bremsträger als
Bestandteil des Achsschenkels auszuführen. Für den Bremsen
hersteller bedeutet dies, daß er nunmehr dem Fahrzeugherstel
ler eine Unterbaugruppe zuliefern muß, im Falle eines in den
Achsschenkel integrierten Bremsträgers also beispielsweise
einen Schwimmsattel einer Schwimmsattel-Teilbelag-Scheiben
bremse, der mit Bremsbelägen bestückt ist und beim Fahrzeug
hersteller mit dem achsschenkelseitigen Bremsträger verbunden
wird. Beim Transport einer solchen Unterbaugruppe neigen die
Bremsbeläge dazu, sich vom Schwimmsattel zu lösen oder zumin
dest ihre im Herstellerwerk eingestellte Position zueinander
zu verändern.
Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, als Transportsicherung
einen elastischen Schlauchabschnitt zwischen die üblicher
weise zwei Bremsbeläge zu klemmen, um diese am Herausfallen
zu hindern.
Eine ähnliche Lösung ist aus dem deutschen Ge
brauchsmuster 88 01 321 bekannt. Diese Lösungen können jedoch
aus verschiedenen Gründen nicht befriedigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportsiche
rung eines mit Bremsbelägen bestückten Sattels einer Teilbe
lag-Scheibenbremse bereitzustellen, die verhindert, daß sich die
Bremsbeläge während des Transports vom Sattel lösen, die des wei
teren für einen genau definierten Abstand zwischen den Bremsbe
lägen sorgte und die bei der Endmontage der Scheibenbremse den
Montagevorgang nicht behindert.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Transportsicherung
gelöst, die eine einen Anschlag bildende, plattenförmige Basis
mit einer Hauptachse, einen sich längs der Hauptachse von der
Basis erstreckenden Distanzkörper, einen sich von der Basis ent
gegengesetzt zum Distanzkörper erstreckenden Griffansatz, und
zwei sich auf gegenüberliegenden Seiten des Distanzkörpers
rechtwinklig zur Hauptachse vorzugsweise längs einer gemeinsamen
Achse nach außen erstreckende Rastelemente zum Eingriff mit an
den Bremsbelägen ausgebildeten Gegenelementen aufweist. Die er
findungsgemäße Transportsicherung wird mit ihrem Distanzkörper
ihn den Raum zwischen den Bremsbelägen geschoben, der später von
der Bremsscheibe eingenommen wird. Im eingeschobenen Zustand
tritt die erfindungsgemäße Transportsicherung mittels ihrer
Rastelemente mit entsprechenden, an den Bremsbelägen vorhandenen
Gegenelementen in verrastenden Eingriff, so daß während des
Transports auftretende Erschütterungen kein Verrutschen oder
Herausfallen der Bremsbeläge mehr bewirken können. Bevorzugt
wird die erfindungsgemäße Transportsicherung von oben her durch
eine Öffnung im Schwimmsattel eingeschoben, die üblicherweise
ohnehin vorhanden ist, um den Abnutzungszustand der Bremsbeläge
visuell besser kontrollieren zu können und um die Durchlüftung
der Bremse zur schnelleren Wärmeabfuhr zu verbessern. Die auch
als Anschlag wirkende, plattenförmige Basis der erfindungsge
mäßen Transportsicherung übernimmt die Funktion einer Einschub
begrenzung. Der sich entgegengesetzt zum Distanzkörper er
streckende Griffansatz, der vorzugsweise mit Griffmulden ver
sehen ist, erleichtert die Handhabung der erfindungsgemäßen
Transportsicherung.
Der Distanzkörper ist bevorzugt quaderförmig und erstreckt sich
rechtwinklig zur plattenförmigen Basis, die in einer Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Transportsicherung die Gestalt
einer Kreisscheibe hat.
Unabhängig von der Gestalt der plattenförmigen Basis bildet mit
Vorteil der Rand derselben den als Einschubbegrenzung dienenden
Anschlag. Vorzugsweise ist dabei der Rand in Richtung der Haupt
achse federnd nachgiebig ausgeführt, um nach dem Ineingriffkom
men der Rastelemente mit den an den Bremsbelägen ausgebildeten
Gegenelementen eine gewisse Zugkraft in Richtung der Hauptachse
auf die Bremsbeläge auszuüben, die sie nach oben gegen die In
nenseite des Schwimmsattels drückt, wodurch eine noch bessere
und insbesondere klapperfreie Sicherung der Bremsbeläge während
des Transports erreicht wird. Die federnd nachgiebige Ausführung
des Randes der Basis kann beispielsweise durch ein leichtes Ab
winkeln des dem Rand benachbarten Bereiches der plattenförmigen
Basis in Richtung auf den Schwimmsattel oder auch durch eine
verringerte Materialdicke des randnahen Bereiches der Basis er
halten werden. Eine weitere Alternative besteht darin, den dem
Rand benachbarten Bereich der plattenförmigen Basis mit vom Rand
ausgehenden, zumindest annähernd radialen Einschnitten zu ver
sehen.
Unabhängig von der Gestalt des Distanzkörpers der erfindungsge
mäßen Transportsicherung entspricht eine erste Erstreckung des
selben quer zur Hauptachse besonders bevorzugt dem Abstand, den
die einander gegenüberliegenden Reibflächen der Bremsbeläge im
Einbauzustand voneinander haben müssen, wobei mit Einbauzustand
der Zustand bei der Fertigmontage der Scheibenbremse gemeint
ist. Das bedeutet, daß die genannte erste Erstreckung des Di
stanzkörpers quer zur Hauptachse der Dicke der zum Einsatz kom
menden Bremsscheibe vermehrt um das zwischen den Reibflächen und
der Bremsscheibe vorhandene Bremslüftspiel entspricht. Auf diese
Weise kann nach Entfernen der erfindungsgemäßen Transportsiche
rung sofort die Baueinheit aus Bremssattel und Bremsbelägen auf
die Bremsscheibe montiert werden, ohne daß zuvor die Position
der Bremsbeläge verändert werden muß. Desweiteren zeigt die
Bremsanlage von der ersten Betätigung an sofort Wirkung, da kein
unnötig großer Abstand der Bremsbeläge zur Bremsscheibe über
wunden werden muß.
Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Transportsiche
rung ist eine zweite Erstreckung des Distanzkörpers, die quer
zur Hauptachse und quer zur ersten Erstreckung des Distanzkör
pers verläuft, deutlich größer als die dem Maß aus Bremsschei
bendicke plus Bremslüftspiel entsprechende Erstreckung. Bei un
belüfteten und deshalb relativ dünnen Bremsscheiben wird auf
diese Weise verhindert, daß die erfindungsgemäße Transportsiche
rung falsch, beispielsweise um 90° verdreht, eingesetzt wird.
Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trans
portsicherung ist die zweite Erstreckung des Distanzkörpers, die
quer zur Hauptachse und quer zur ersten Erstreckung des Distanz
körpers verläuft, deutlich kleiner als die dem Maß aus Brems
scheibendicke plus Bremslüftspiel entsprechende Erstreckung des
Distanzkörpers. Damit kann auch bei Verwendung von innenbelüfte
ten Bremsscheiben, die erheblich dicker als unbelüftete Brems
scheiben sind, ein falsches Einsetzen der erfindungsgemäßen
Transportsicherung erspürbar gemacht werden. Eine Anwendung der
oben im Zusammenhang mit dünnen Bremsscheiben angegebenen Lösung
scheidet bei der Verwendung von innenbelüfteten Bremsscheiben
meist aus, da die zweite Erstreckung dann ein Maß erreichen
würde, welches nicht mehr durch die eingangs beschriebene Öff
nung im Schwimmsattel paßt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung hat jedes Rastelement der
erfindungsgemäßen Transportsicherung einen im wesentlichen um
gekehrt V-förmigen Querschnitt, wobei jeder Schenkel des V′s
durch eine Federzunge gebildet ist und die Basis des V′s an der
plattenförmigen Basis anliegt. Neben einer zum freien Ende der
Federzunge hin zunehmenden Federwirkung der Rastelemente wird
durch eine solche Ausgestaltung auch eine gute Abstützung der
Rastelemente und damit eine mechanisch robuste Konstruktion er
halten. Die dem Distanzkörper benachbarte Schmalseite jeder Fe
derzunge ist bei dieser Ausführungsform bevorzugt mit dem Di
stanzkörper verbunden. Damit wird die Stabilität der Rastelemen
te weiter erhöht, ohne daß die dadurch im Bereich der Verbindung
zwischen Federzunge und Distanzkörper verminderte Federungsfä
higkeit sich negativ auf die Rastfunktion der Rastelemente aus
wirkt. Besonders bevorzugt weist bei dieser Ausführungsform jede
Federzunge an seinem freien Ende eine wulstförmige Verdickung
auf. Diese wulstförmige Verdickung tritt beim Einschieben der
erfindungsgemäßen Transportsicherung mit einer entsprechenden,
am Bremsbelag ausgebildeten Rastnut in Eingriff. Ebensogut kön
nen jedoch am Bremsbelag wulstförmige Verdickungen vorgesehen
sein, die mit einer federnden Rastnut an der erfindungsgemäßen
Transportsicherung zusammenwirken.
Unabhängig von ihrer speziellen Ausgestaltung sind die Rastele
mente der erfindungsgemäßen Transportsicherung mit besonderem
Vorteil so ausgeführt, daß sie sich bei Druck auf das freie Ende
des Distanzkörpers aus der Verrastung mit den an den Bremsbelä
gen ausgebildeten Gegenelementen lösen. Damit wird erreicht, daß
die erfindungsgemäße Transportsicherung vor der Endmontage einer
Scheibenbremse nicht entfernt werden muß, sondern sich statt des
sen bei der Endmontage selbsttätig löst, wenn sich die Brems
scheibe von unten zwischen die Bremsbeläge schiebt. Die zuvor
beschriebene Ausgestaltung der Rastelemente mit Federzungen und
wulstförmigen Verdickungen besitzt diese selbstlösende Eigen
schaft.
Insbesondere dann, wenn die erfindungsgemäße Transportsicherung
wie soeben beschrieben selbstlösende Eigenschaft hat, ist die
Gesamterstreckung der Transportsicherung längs ihrer Hauptachse
vorzugsweise derart gewählt, daß bei gelöster Verrastung die
Transportsicherung so weit aus dem Schwimmsattel heraussteht,
daß die Montage eines Fahrzeugrades verhindert ist, d. h., daß
das Fahrzeugrad beim Versuch der Montage an die herausstehende
Transportsicherung anstößt. Der Monteur wird dadurch zwangsweise
daran erinnert, die Transportsicherung vollständig zu entnehmen.
Ist eine maschinelle Entnahmevorrichtung fuhr die Transportsiche
rung vorhanden, dann weist der Griffansatz der Transportsiche
rung bevorzugt eine Querbohrung zum Zusammenwirken mit dieser
maschinellen Entnahmevorrichtung auf.
Obwohl das Material, aus dem die erfindungsgemäße Transportsi
cherung hergestellt ist, für ihre Funktion keine entscheidende
Rolle spielt, ist sie besonders bevorzugt als einstückiges
Kunststoffspritzgußteil ausgeführt. Herstellungskosten, Gewicht
und Funktionseigenschaften stehen dabei in einem besonders gün
stigen Verhältnis.
Erfindungsgemäß ist demnach eine wiederverwendbare Transportsi
cherung geschaffen worden, die sich gut handhaben läßt, die eine
einmal eingestellte Position von Bremsbelägen in einem Schwimm
sattel während des Transports sicher aufrechterhält und die
darüberhinaus eine einfache und schnelle Endmontage einer Schei
benbremse unterstützt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Transportsicherung wird im folgenden anhand der beigefügten,
schematischen Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Transportsicherung von schräg oben,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Transportsicherung
aus Fig. 1 von schräg unten,
Fig. 3 die Draufsicht sowie zwei um 90° gegeneinander gedreh
te Seitenansichten der Transportsicherung gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Darstellung eines Schwimm
sattels mit Bremsbelägen, in den die Transportsiche
rung aus Fig. 1 eingesetzt worden ist,
Fig. 5 den Schnitt V-V aus Fig. 4,
Fig. 6 eine Ansicht entsprechend Fig. 4, jedoch mit gelöster
Transportsicherung, und
Fig. 7 den Schnitt VII-VII aus Fig. 6.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine allgemein mit 10 bezeichnete
Transportsicherung für einen mit Bremsbelägen bestückten
Schwimmsattel einer Teilbelag-Scheibenbremse dargestellt. Die
Transportsicherung 10 hat eine plattenförmige Basis 12, die im
gezeigten Ausführungsbeispiel von kreisscheibenförmiger Gestalt
ist und unter anderem als Anschlag dient, wie später noch näher
erläutert werden wird. Von der Basis 12 erstreckt sich längs
einer Hauptachse A (s. Fig. 3) ein quaderförmiger Distanzkörper
14 mit einer ersten Erstreckung B quer zur Hauptachse A. Der Di
stanzkörper 14 hat darüberhinaus eine zweite Erstreckung C, die
quer zur Erstreckung B und zur Hauptachse A verläuft und die im
dargestellten Beispiel deutlich größer als die Erstreckung B
ist.
Zwei Rastelemente 16 erstrecken sich von zwei gegenüberliegenden
Seiten des Distanzkörpers 14 rechtwinklig zur Hauptachse A und
parallel zur Erstreckung B längs einer gemeinsamen Achse bis
etwas über den Rand der Basis 12 nach außen. Jedes Rastelement
16 hat einen im wesentlichen umgekehrt V-förmigen Querschnitt
(s. besonders Fig. 3) und ist durch zwei Federzungen 18 gebil
det, die die Schenkel des V′s darstellen. Am Fuß 20 des V′s, der
an der plattenförmigen Basis 12 anliegt bzw. mit dieser verbun
den ist, sind die beiden Federzungen 18 miteinander einstückig
verbunden. Jede Federzunge 18 weist an ihrem freien Ende außen
eine parallel zur Erstreckung B verlaufende, wulstförmige Ver
dickung 22 auf. Bezüglich der Hauptachse A erstrecken sich die
beiden Rastelemente 16 von der Basis 12 über etwa die Hälfte der
Erstreckung des Distanzkörpers 14.
Von der dem Distanzkörper 14 gegenüberliegenden Seite der Basis
12 erstreckt sich rechtwinklig zur Hauptachse A ein im wesent
lichen quaderförmiger Griffansatz 24 mit einer zur Erstreckung B
parallelen Querbohrung 26, auf deren Bedeutung noch näher einge
gangen werden wird. Der Griffansatz 24 ist mit in den Figuren
nicht dargestellten, geriffelten Griffmulden versehen, um ein
sicheres Ergreifen der Transportsicherung 10 zu erleichtern.
In der gezeigten Ausführungsform ist die Transportsicherung 10
durch ein einstückiges Kunststoffspritzgußteil gebildet. Alter
nativ kann die Transportsicherung 10 jedoch auch aus mehreren,
miteinander verbundenen Einzelteilen aufgebaut sein und auch aus
einem anderen Material als Kunststoff, beispielsweise aus einer
Leichtmetallegierung, bestehen.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf Fig. 4 bis Fig. 7 der Ge
brauch und die Funktion der Transportsicherung 10 beschrieben.
In den Fig. 4 bis 7 sind die Hauptbestandteile einer Schwimm
sattel-Teilbelag-Scheibenbremse dargestellt. Gezeigt sind eine
Bremsscheibe 28, ein Schwimmsattel 30, der auf Gleitbolzen 32
und 34 parallel zur Drehachse der Bremsscheibe 28 verschiebbar
gelagert ist, und ein Bremsträger 36, der integral mit einem nur
teilweise wiedergegebenen Achsschenkel 38 ausgebildet ist (s.
Fig. 5). In dem Achsschenkel 38 ist eine Radnabe 40 gelagert (s.
Fig. 5), an der die Bremsscheibe 28 mittels nicht dargestellter
Schrauben befestigt ist.
Zwischen der Bremsscheibe 28 und dem Schwimmsattel 30 ist in üb
licher Weise beidseits der Bremsscheibe 28 je ein Bremsbelag 42
angeordnet, der aus einer Belagträgerplatte 44 und einem darauf
befestigten Reibbelag 46 besteht. Im Bereich seiner die Brems
scheibe 28 überspannenden Brücke weist der Schwimmsattel 30 eine
Öffnung 48 auf, die dazu vorgesehen ist, den Abnutzungsgrad der
Bremsbeläge 42 visuell feststellen zu können, und die der besse
ren Belüftung der Scheibenbremse dient.
Der Bremsenhersteller liefert dem Fahrzeughersteller die darge
stellte Scheibenbremse ohne die Bremsscheibe 28 und ohne einen
Bremsträger, jedoch bereits bestückt mit den Bremsbelägen 42.
Die Transportsicherung 10 dient dazu, die Bremsbeläge 42 vor
übergehend, d. h. bis zum Zeitpunkt der Fertigmontage der Schei
benbremse beim Fahrzeughersteller sicher und in einer genau de
finierten Position am Schwimmsattel 30 zu befestigen. Dazu
werden beim Bremsenhersteller auf einer Montagevorrichtung mit
Abstützungen, die denen des späteren Achsschenkels entsprechen,
der Schwimmsattel 30 und die Bremsbeläge 42 zusammengefügt und
letztere ausgerichtet. Dann wird die Transportsicherung 10 von
oben durch die Öffnung 48 im Schwimmsattel 30 derart in die Ein
heit aus Schwimmsattel 30 und Bremsbelägen 42 eingeführt, daß
der Distanzkörper 14 zwischen den einander zugewandten Flächen
der Reibbeläge 46 zu liegen kommt. Die Transportsicherung 10
wird dabei so weit eingeführt, bis ihre beiden Rastelemente 16
in rastenden Eingriff mit Gegenelementen treten, die an den
Bremsbelägen 42 in Form von Ansätzen 50 der Belagträgerplatten
44 ausgebildet sind. Die Ansätze 50 haben eine komplementär zu
den wulstförmigen Verdickungen 22 gestaltete innere Kontur, so
daß sie als Rastnuten für die an den Federzungen 18 ausgebilde
ten wulstförmigen Verdickungen 22 dienen können. Als Einschubbe
grenzung für die Transportsicherung 10 wird der umlaufende Rand
der Basis 12 genutzt, der mit dem Rand der Öffnung 48 in Berüh
rung kommt, kurz bevor die wulstförmigen Verdickungen 22 in den
Ansätzen 50 der Belagträgerplatten 44 einrasten. Der randnahe
Bereich der Basis 12 der Transportsicherung 10 ist in Richtung
der Hauptachse A federnd ausgebildet (nicht dargestellt), so daß
die Transportsicherung 10 auf dem letzten Stück ihres Einschub
weges die so erzeugte Federvorspannung überwinden muß, um mit
den Ansätzen 50 an den Bremsbelägen 42 zu verrasten. Das bedeu
tet, daß die Transportsicherung 10 im vollständig eingeschobenen
Zustand über ihre Rastelemente 16 eine gewisse Zugkraft längs
der Hauptachse A auf die Bremsbeläge 42 ausübt, so daß letztere
nach oben in Anlage mit der Innenseite des Schwimmsattels 30 ge
zogen werden, wodurch die beiden Bremsbeläge 42 in der einge
stellten Position rutsch- und klapperfrei gehalten werden.
Die Erstreckung B des Distanzkörpers 14 der Transportsicherung
10 ist auf die jeweilige Scheibenbremse abgestimmt und ent
spricht dem sogenannten Montagemaß der Bremsbeläge 42, d. h., dem
Abstand, den die einander zugewandten Reibflächen der Reibbeläge
46 der beiden Bremsbeläge 42 im Einbauzustand voneinander haben
sollen. Dieser Abstand ergibt sich aus der Dicke der Bremsschei
be 28 und dem Bremslüftspiel, d. h., dem Abstand, den die Reib
flächen der Reibbeläge 46 bei unbetätigter Bremse von der Brems
scheibe 28 haben sollen. Damit ist erreicht, daß die Fahrzeug
bremse bei ihrer ersten Betätigung praktisch sofort Wirkung
zeigt, da die Bremsbeläge 42 nicht erst durch mehrmaliges Betä
tigen der Bremse in Anlage mit der Bremsscheibe 28 bewegt werden
müssen. Die Erstreckung C des Distanzkörpers 14 ist im darge
stellten Ausführungsbeispiel deutlich größer als die Erstreckung
B. Auf diese Weise wird verhindert, daß die Transportsicherung
10 falsch, d. h. um 90° verdreht durch die Öffnung 48 im Schwimm
sattel 30 eingeführt wird.
Die Fig. 4 und 5 zeigen im wesentlichen den Anlieferungszu
stand der Scheibenbremse, in dem die Transportsicherung 10 voll
eingeschoben ist und die Bremsbeläge 42 am Schwimmsattel 30
festhält. Beim Fahrzeughersteller wird der Schwimmsattel 30 mit
den Bremsbelägen 42 und der Transportsicherung 10 am Achsschen
kel 38 montiert. Hierzu wird der Schwimmsattel 30 bezogen auf
die Bremsscheibe 28 radial auf letztere aufgeschoben, bis die
Befestigungsposition des Schwimmsattels 30 erreicht ist. Im Zuge
dieses Aufsetzvorganges des Schwimmsattels auf die Bremsscheibe
stößt der Bremsscheibenrand gegen die freie Stirnseite des Di
stanzkörpers 14 der Transportsicherung 10, die Rastelemente 16
lösen sich aus ihrer Verrastung mit den Ansätzen 50, und die
Transportsicherung 10 wird ohne weiteres Zutun nach oben durch
die Öffnung 48 im Schwimmsattel 30 herausgedrückt (s. die
Fig. 5 und 7). Die nun nicht mehr durch die Transportsicherung 10
gehaltenen Bremsbeläge 42 stützen sich jetzt wie gezeigt über
ihre Belagträgerplatten 44 am Bremsträger 36 ab und die Trans
portsicherung 10 kann nach oben entnommen werden.
Um zu verhindern, daß ein in Fig. 7 mit gestrichelten Linien an
gedeutetes Rad am Fahrzeug befestigt wird, bevor die Transport
sicherung 10 entnommen worden ist, hat die Gesamterstreckung der
Transportsicherung 10 längs der Hauptachse A ein Maß, welches
das Aufschieben eines Rades bei nicht entnommener Transport
sicherung 10 verhindert (s. Fig. 7).
Die beschriebene Transportsicherung 10 kann auf einfache Weise
manuell eingesetzt und auch wieder entnommen werden. Zum maschi
nellen Einsetzen und Entnehmen der Transportsicherung 10 weist
ihr Griffansatz 24 die Querbohrung 26 auf, in die ein nicht ge
zeigter Finger beispielsweise einer maschinellen Entnahmevor
richtung eingreifen kann.
Claims (15)
1. Transportsicherung (10) eines mit Bremsbelägen bestück
ten Sattels einer Teilbelag-Scheibenbremse, mit
- - einer einen Anschlag bildenden, plattenförmigen Basis (12) mit einer Hauptachse (A),
- - einem sich längs der Hauptachse (A) von der Basis (12) er streckenden Distanzkörper (14),
- - einem sich von der Basis (12) entgegengesetzt zum Distanz körper (14) erstreckenden Griffansatz (24) und mit
- - zwei sich auf gegenüberliegenden Seiten des Distanzkörpers (14) rechtwinklig zur Hauptachse (A) nach außen erstreckenden Rastelementen (16) zum Eingriff mit an den Bremsbelägen aus gebildeten Gegenelementen.
2. Transportsicherung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzkörper (14) quaderför
mig ist.
3. Transportsicherung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (12) die Gestalt einer
Kreisscheibe hat.
4. Transportsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag vom Rand der Basis
(12) gebildet wird, wobei der Rand in Richtung der Hauptachse
(A) federnd nachgiebig ausgeführt ist.
5. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Erstreckung (B) des
Distanzkörpers (14) quer zur Hauptachse (A) dem Abstand ent
spricht, den die einander gegenüberliegenden Reibflächen der
Bremsbeläge im Einbauzustand voneinander haben müssen.
6. Transportsicherung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite, quer zur Hauptachse
(A) und quer zur ersten Erstreckung (B) verlaufende Erstreckung
(C) des Distanzkörpers (14) deutlich größer als die er
ste Erstreckung (B) ist.
7. Transportsicherung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite, quer zur Hauptachse
(A) und quer zur ersten Erstreckung (B) verlaufende Erstreckung
(C) des Distanzkörpers (14) deutlich kleiner als die er
ste Erstreckung (B) ist.
8. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rastelement (16) einen im
wesentlichen umgekehrt V-förmigen Querschnitt hat, wobei je
der Schenkel des V′s durch eine Federzunge (18) gebildet ist
und der Fuß (20) des V′s an der plattenförmigen Basis (12)
anliegt.
9. Transportsicherung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die dem Distanzkörper (14) be
nachbarte Schmalseite jedes Federarmes (18) mit dem Distanz
körper (14) verbunden ist.
10. Transportsicherung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Federzunge (18) an ihrem freien Ende
eine wulstförmige Verdickung (22) aufweist.
11. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (16) sich längs
einer gemeinsamen Achse rechtwinklig zur Hauptachse (A) vom
Distanzkörper (14) nach außen erstrecken.
12. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (16) so gestal
tet sind, daß sie sich bei Druck auf das freie Ende des
Distanzkörpers (14) aus der Verrastung mit den an den Brems
belägen ausgebildeten Gegenelementen lösen.
13. Transportsicherung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre Gesamterstreckung längs der
Hauptachse (A) derart gewählt ist, daß bei gelöster Ver
rastung die Transportsicherung (10) so weit aus dem Sattel
heraussteht, daß die Montage eines Fahrzeugrades verhindert
ist.
14. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß der Griffansatz (24) eine Quer
bohrung (26) zum Zusammenwirken mit einer maschinellen Ent
nahmevorrichtung aufweist.
15. Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß sie als einstückiges Kunststoff
spritzgußteil ausgeführt ist.
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