DE19532437A1 - Filtereinsatz und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Filtereinsatz und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Filtereinsatzes, der aus
einem Faltenpack aus Vliesstoff besteht und zumindest längsseits entlang seiner
beiden Außenseiten mit jeweils zumindest einer als Dichtstreifen ausgebildeten
Dichtung verbunden wird.
Aus der DE 40 10 732 A1 ist ein Filterelement aus einem zick-zack-förmig gefal
teten, ring- oder plattenförmig angeordneten Filterbahnmaterial bekannt, das aus
einem schmelzbaren Werkstoff besteht und mit einem zumindest die Längskan
ten der Filterbahn abdeckenden platten- oder streifenförmigen Dichtmaterial ver
sehen ist. Das Dichtmaterial wird über eine aufgeschmolzene Zone mit der Be
rührungsfläche des Filterbahnmaterials verbunden. Das Dichtmaterial ist ein gut
wärmeleitendes Metall, das kunststoffbeschichtet ist. Das Metall wird induktiv
zum Aufschmelzen des Filterbahnmaterials erwärmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten
Art derart weiterzuentwickeln, daß dieses innerhalb kürzerer Zeit und kosten
günstiger durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 ge
löst. Auf eine vorteilhafte Weiterbildung der Merkmale aus Anspruch 1 nimmt
Anspruch 2 Bezug.
Zur Lösung der Aufgabe ist es vorgesehen, daß der herstellungsbedingt ebene
Dichtstreifen in einer Faltvorrichtung zunächst V-förmig gefaltet und unter Zu
führung von Wärme an anschließender Abkühlung in der gefalteten Form stabi
lisiert wird, daß auf den dem Faltenpack zugewandten ersten Schenkel des
Dichtstreifens und/oder der Außenseite des Faltenpacks ein Kleber aufgebracht
wird, daß der gefaltete Dichtstreifen mit seinem ersten Schenkel auf die Außen
seite aufgelegt, durch ein Andruckelement angedrückt und gleichzeitig mit über
das Andruckelement zugeführter Energie mit der Außenseite des Faltenpacks
verklebt wird. Hierbei ist von Vorteil, daß in einem Arbeitsgang die Falten des
Faltenpacks durch das Aufkleben der Dichtstreifen in ihrer Lage fixiert und
gleichzeitig die Außenkanten mit einer Abdichtung gegenüber dem Filtergehäuse
versehen werden. Nach dem Aushärten des Klebers zwischen der Außenkante
des Faltenpacks und dem dem Faltenpack zugewandten ersten Schenkel des
Dichtstreifens springt der zweite Schenkel, der mit keinem der anderen Teile
verklebt ist, relativ zum ersten Schenkel elastisch auf und bildet den V-förmigen
Querschnitt. Die Abmessungen des Filterelements können daher relativ großzü
gig toleriert sein, da sich die Dichtlippe, die einen Bestandteil des zweiten
Schenkels bildet, in jedem Falle unter elastischer Vorspannung dichtend am
Filtergehäuse anlegt. Abhängig davon, ob das Filterelement und/oder das Ge
häuse ein Über- oder Untermaß innerhalb der vorgegebenen Toleranzen aufwei
sen, paßt sich die Dichtlippe an die jeweiligen Gegebenheiten des Anwendungs
falls an, wobei der V-förmige Spalt entsprechend weiter oder enger ist.
Bevorzugt wird der Dichtstreifen in der Faltvorrichtung derart gefaltet, daß der
erste Schenkel eine Höhe hat, die der Höhe der Außenseite des Faltenpacks ent
spricht und der zweite Schenkel eine Höhe hat, die 1,02 bis 1,2mal kleiner ist
als die Höhe des ersten Schenkels. Hierbei ist von Vorteil, daß das Verfahren zur
Befestigung des Dichtstreifens am Faltenpack vereinfacht ist. Ungewollte Ver
schweißungen des mit der Dichtlippe versehenen zweiten Schenkels können da
durch besser verhindert werden, wenn der zweite Schenkel eine Höhe aufweist,
die kleiner ist als die Höhe des ersten Schenkels. Außerdem ist die Abdichtung
im Filtergehäuse durch eine derartige Ausgestaltung verbessert. Die Dichtkante
liegt dadurch in jedem Fall exakt an der Seitenfläche des Gehäuses an und
dichtet in diesem Bereich zuverlässig ab. Die Montage des Filtereinsatzes im
Filtergehäuse ist außerdem durch eine derartige Ausgestaltung vereinfacht. Da
durch, daß die Höhe des ersten Schenkels der Höhe der Außenseite des Falten
packs entspricht, sind die Falten des Faltenpacks vor mechanischen Bela
stungen/Verformungen weitgehend geschützt.
Bevorzugt besteht der Dichtstreifen aus einem Vliesstoff, dessen Strö
mungswiderstand zumindest so groß ist, wie der Strömungswiderstand des
Werkstoffs, aus dem der Faltenpack besteht.
Ferner betrifft die Erfindung einen Filtereinsatz, hergestellt nach dem zuvor be
schriebenen Verfahren, umfassend einen Faltenpack aus einem thermoplastisch
verschweißbaren Vliesstoff, der zumindest längsseits entlang seiner beiden
Außenseiten mit jeweils zumindest einer Dichtung verbunden ist, wobei die
Dichtung mit einem den Filtereinsatz umschließenden Filtergehäuse dichtend in
Eingriff bringbar ist.
Aus der DE 40 10 732 A1 ist ein Filterelement aus einem zick-zack-förmig gefal
teten, ring- oder plattenförmig angeordneten Filterbahnmaterial bekannt, das aus
einem schmelzbaren Werkstoff besteht und mit einem zumindest die Längskan
ten der Filterbahn abdeckenden platten- oder streifenförmigen Dichtmaterial ver
sehen ist. Das Dichtmaterial wird über eine aufgeschmolzene Zone mit der Be
rührungsfläche des Filterbahnmaterials verbunden. Das Dichtmaterial ist ein gut
wärmeleitendes Metall, das kunststoffbeschichtet ist. Das Metall wird induktiv
zum Aufschmelzen des Filterbahnmaterials erwärmt.
Desweiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Filtereinsatz der
vorbekannten Art derart weiterzuentwickeln, daß die Dichtung einen einfacheren
Aufbau aufweist und in fertigungstechnischer Hinsicht einfacher mit dem
Faltenpack verbunden werden kann. Außerdem sollen herstellungsbedingte
Toleranzen der Abmessungen von Filtereinsatz und/oder Filtergehäuse durch den
erfindungsgemäßen Filtereinsatz besser ausgeglichen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen von Anspruch 3 ge
löst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die Unteransprüche 4 bis 6
Bezug.
Zur Lösung der Aufgabe ist es vorgesehen, daß die Dichtung als Dichtstreifen
ausgebildet ist, der einen im wesentlichen V-förmig gefalteten Querschnitt auf
weist und mit seinem ersten Schenkel mit dem Faltenpack dichtend verbunden
und mit seinem zweiten Schenkel unter elastischer Vorspannung dichtend an
das Filtergehäuse anlegbar ist. Hierbei ist von Vorteil, daß der Dichtstreifen ei
nen außerordentlich einfachen Aufbau aufweist und herstellungsbedingt aus ei
nem ebenen Band besteht, das in einer Faltvorrichtung V-förmig umgeformt wird
und dadurch eine in Richtung des Filtergehäuses elastisch ein- und ausfederbare
Dichtkante aufweist.
Bevorzugt besteht der Dichtstreifen aus einem Vliesstoff. Hierbei ist von Vorteil,
daß der Filtereinsatz, bestehend aus dem Faltenpack und den Dichtstreifen voll
ständig materialeinheitlich hergestellt ist. Die Entsorgung des Filtereinsatzes ist
dadurch ohne Trennung der einzelnen Bestandteile einfach und problemlos mög
lich. Der gesamte Filtereinsatz kann beispielsweise durch Verbrennung entsorgt
werden.
Der Dichtstreifen ist derart mit dem Faltenpack verbunden, daß der Querschnitt
des Dichtstreifens auf der Anströmseite des zu filternden Mediums offen ist.
Hierbei ist von Vorteil, daß die Vorspannung, mit der die Dichtlippe des zweiten
Schenkels an das Filtergehäuse angepreßt ist um so größer wird, je größer die
Druckdifferenz zwischen der An- und Abströmseite ist. Bei geringen und bei ho
hen Druckdifferenzen ist dadurch in jedem Fall eine sichere Abdichtung gegen
über dem Filtergehäuse bedingt.
Der erste Schenkel des Dichtstreifens weist bevorzugt eine Breite auf, die der
Höhe des Faltenpacks entspricht, wobei das Verhältnis der Breite des ersten
Schenkels zur Breite des zweiten Schenkels 1,02 bis 1,2 beträgt. Hierbei ist von
Vorteil, daß der zweite Schenkel mit seiner Dichtkante nicht an der Höhenbe
grenzung des benachbart angrenzenden Filtergehäuses anliegt, sondern an einer
ebenen Dichtfläche, die sich zwischen den Höhenbegrenzungen erstreckt. Da
durch ist eine sichere Abdichtung gewährleistet; Stauchungen der Dichtlippe,
die zu Undichtigkeiten führen können, werden dadurch zuverlässig ausgeschlos
sen. Die Dichtkante ist unter elastischer Vorspannung dichtend an das Filterge
häuse anlegbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie der damit hergestellte Filtereinsatz wer
den nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 5 näher beschrieben.
In den Fig. 1 bis 4 werden nachfolgend die Verfahrensschritte zur Herstellung
eines Filtereinsatzes erläutert.
In Fig. 1 ist ein Faltenpack 1 dargestellt, der aus einem Vliesstoff besteht. Ent
lang seiner beiden Außenkanten 2, 3 ist jeweils ein Dichtstreifen 4, 5 vorgese
hen, der mit dem Faltenpack 1 verbunden wird und der den Filtereinsatz gegen
über einem hier nicht dargestellten Filtergehäuse abdichtet. Im hier dargestellten
Beispiel bestehen die Dichtstreifen 4, 5 ebenfalls wie der Faltenpack aus einem
Vliesstoff. Die herstellungsbedingt ebenen Dichtstreifen 4, 5 werden in einer
Faltvorrichtung zunächst V-förmig gefaltet und unter Zuführung von Wärme und
anschließender Abkühlung in der gefalteten Form elastisch nachgiebig
stabilisiert. Auf die dem Faltenpack 1 zugewandten ersten Schenkel 4.1, 5.1 der
Dichtstreifen 4, 5 und/oder die Außenseiten 2, 3 des Faltenpacks 1 wird ein
Kleber aufgebracht, wobei die Dichtstreifen 4, 5 den Außenseiten 2, 3 des
Faltenpacks 1 seitlich angenähert und derart auf die Außenseiten 2, 3 aufgelegt
werden, daß die Oberkanten 7 der Dichtstreifen 4, 5 mit der Oberkante 8 des
Faltenpacks 1 bündig abschließen. Die Dichtstreifen 4, 5 werden durch hier
nicht dargestellte Andruckelemente an die Außenseiten 2, 3. Die Dichtstreifen
werden durch hier nicht dargestellte Andruckelemente an die Außenseiten 2, 3
angedrückt und verklebt. Der Faltvorgang der Dichtstreifen 4, 5 ist in den Fig. 1
bis 3 gezeigt, wobei in Fig. 3 die gefalteten Dichtstreifen 4, 5 bereits auf die
Außenseiten 2, 3 des Faltenpacks 1 aufgeklebt sind.
In Fig. 4 ist der erfindungsgemäße Filtereinsatz in seiner gebrauchsfertigen Form
gezeigt, wobei die ersten Schenkel 4.1, 5.1 die Außenseiten 2, 3 vollständig
überdecken und die zweiten Schenkel 4.2, 5.2 entgegen der Richtung des Fal
tenpacks 1 elastisch aufgefedert sind. Die der Oberkante 8 des Faltenpacks 1
zugewandten Enden der zweiten Schenkel 4.2, 5.2 sind jeweils als Dichtlippen
ausgebildet und unter elastischer Vorspannung an ein hier nicht dargestelltes
Filtergehäuse dichtend anlegbar.
In Fig. 5 ist einer der Dichtstreifen 5 aus Fig. 4 im einbaufertigen Zustand ge
zeigt. Es ist zu erkennen, daß der erste Schenkel 5.1 eine größere Höhe
aufweist als der zweite Schenkel 5.2. Das Verhältnis der Höhe des ersten
Schenkels 4.1, 5.1 zur Höhe des zweiten Schenkels 4.2, 5.2 beträgt in dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel 1,1.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines Filtereinsatzes, der aus einem Faltenpack
aus Vliesstoff besteht und zumindest längsseits entlang seiner beiden
Außenseiten mit jeweils zumindest einer als Dichtstreifen ausgebildeten
Dichtung verbunden wird, dadurch gekennzeichnet daß der
herstellungsbedingt ebene Dichtstreifen (4, 5) in einer Faltvorrichtung
zunächst V-förmig gefaltet und unter Zuführung von Wärme und
anschließender Abkühlung in der gefalteten Form stabilisiert wird, daß auf
den dem Faltenpack (1) zugewandten ersten Schenkel (4.1, 5.1) des
Dichtstreifens (4, 5) und/oder der Außenseite (2, 3) des Faltenpacks (1)
ein Kleber aufgebracht wird, daß der gefaltete Dichtstreifen (4, 5) mit
seinem ersten Schenkel (4.1, 5.1) auf die Außenseite (2, 3) aufgelegt,
durch ein Andruckelement angedrückt und gleichzeitig mit über das
Andruckelement zugeführter Energie mit der Außenseite (2, 3) des
Faltenpacks (1) verklebt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtstrei
fen (4, 5) vor seiner Einführung in die Faltvorrichtung auf eine Breite ge
bracht wird, die höchstens doppelt so groß ist, wie die Höhe der Außen
kante (2, 3) des Faltenpacks (1) und in der Faltvorrichtung derart gefaltet
wird, daß der dem Faltenpack (1) zugewandte erste Schenkel (4.1, 5.1)
des Dichtstreifens (4, 5) eine Höhe hat, die der Höhe der Außenkante (2,
3) des Faltenpacks (1) entspricht.
3. Filtereinsatz, hergestellt nach einem der Verfahren gemäß Anspruch 1 bis
2, umfassend einen Faltenpack aus einem Vliesstoff, der zumindest längs
seits entlang seiner beiden Außenseiten mit jeweils zumindest einer
Dichtung verbunden ist, wobei die Dichtung mit einem den Filtereinsatz
umschließenden Filtergehäuse dichtend in Eingriff bringbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtung als Dichtstreifen (4, 5) ausgebildet ist,
der einen im wesentlichen V-förmig gefalteten Querschnitt aufweist und
mit seinem ersten Schenkel (4.1, 5.1) mit dem Faltenpack (1) dichtend
verbunden und mit seinem zweiten Schenkel (4.2, 5.2) unter elastischer
Vorspannung dichtend an das Filtergehäuse anlegbar ist.
4. Filtereinsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dicht
streifen (4, 5) aus einem Vliesstoff besteht.
5. Filtereinsatz nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Dichtstreifens (4, 5) auf der Anströmseite (6) des
zu filternden Mediums offen ist.
6. Filtereinsatz nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Schenkel (4.1, 5.1) des Dichtstreifens (4, 5) eine Breite
aufweist, die der Höhe des Faltenpacks (1) entspricht und daß das
Verhältnis der Breite des ersten Schenkels (4.1, 5.1) zur Breite des
zweiten Schenkels (4.2, 5.2) 1,02 bis 1,2 beträgt.
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