DE19505926A1 - Kabeltrommel - Google Patents
KabeltrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kabeltrommel mit einem aus
zwei Flanschen und einem Trommelkern bestehenden, an
einer Tragstruktur drehbar gelagerten Trommelkörper und
einer Vorrichtung zum selbsttätigen Aufwickeln eines
mehradrigen Netzkabels auf den Trommelkörper, wobei die
Tragstruktur einen durch den Trommelkern hindurchgrei
fenden Lagerzapfen aufweist und wobei zwischen Trag
struktur und Trommelkörper eine spiralförmige Aufwickel
feder eingespannt und zur galvanischen Durchführung ei
nes Schutzleiters im Inneren des Trommelkerns eine me
tallische Bandspirale angeordnet ist.
Kabeltrommeln mit Aufwickelautomatik dieser Art werden
vor allem bei mobilen Elektrogeräten, wie Staubsaugern,
Heizungsgeräten, Elektrowerkzeugen und dergleichen ein
gesetzt. Sie erleichtern die Bedienung des Geräts, da
immer nur so viel Kabel aus dem Gerät herauszogen wer
den muß, wie für dessen Handhabung benötigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kabel
trommel mit Aufwickelautomatik der eingangs angegebenen
Art zu entwickeln, die einfach, übersichtlich und kom
pakt zusammengebaut werden kann und einen störungsfrei
en Betrieb gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Ansprüchen
1 und 18 angegebenen Merkmalskombinationen vorgeschla
gen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprü
chen.
Die im Inneren des Trommelkerns angeordnete Bandspirale
weist gemäß der Erfindung an ihrem einen Ende eine quer
zur Spiralrichtung und parallel zum Lagerzapfen ausge
richtete, mit dem Lagerzapfen formschlüssig verbundene,
biegesteife Kontaktlasche und an ihrem äußeren Ende ei
ne um etwa 180° um eine innerhalb des Trommelkerns an
geordnete trommelkörperfeste Rippe biegbare Lötlasche
für den Kabelschutzleiter auf. Die vorzugsweise eine
Steckzunge für einen Kabelschuh tragende Kontaktlasche
ist dabei zweckmäßig an der Bandspirale angeschweißt
oder angelötet und ist in einer axial ausgerichteten,
radial randoffenen Mantelausnehmung des Lagerzapfens
formschlüssig eingebettet. Die aus der Spiralrichtung
abgebogene Lötlasche kann dagegen an der Bandspirale
einstückig angeformt sein.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß der Trommelkörper aus zwei vorzugsweise axial mit
einander verrastbaren, je einen der Trommelflansche
tragenden Trommelhälften zusammengesetzt ist. Dabei ist
an einer der Trommelhälften eine innerhalb des Trommel
kerns befindliche innere Ringkammer zur Aufnahme der
Bandspirale und eine axial außerhalb des Trommelkerns
befindliche äußere Ringkammer zur Aufnahme der Aufwickel
spirale angeordnet, die durch eine gemeinsame Trennwand
axial voneinander getrennt sind. Die innere Ringkammer
weist zweckmäßig zusätzlich eine in axialem Abstand von
der Trennwand angeordnete Begrenzungswand auf, die vor
zugsweise aus mehreren, am Trommelkern angeformten, ra
dial nach innen weisenden, in Umfangsrichtung einen Ab
stand voneinander aufweisenden Wandabschnitten besteht.
Um die Montage der Bandspirale zu ermöglichen, weist
die eine Trommelhälfte im Bereich der inneren Ringkam
mer ein radiales Kernfenster zum Einführen der Bandspi
rale auf.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß die Trommelhälften je einen axial über
stehenden Kernstumpftragen, deren einander zugewandte
Enden stumpf oder stufenförmig zentriert gegeneinander
anliegen. Die Verbindung der Trommelhälften kann da
durch erfolgen, daß an einer der Trommelhälften minde
stens eine achsparallel über den betreffenden Kern
stumpf überstehende Rastzunge angeformt ist, die bei
der Montage in eine Rastausnehmung der anderen Trommel
hälfte einrastbar ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Er
findung weist die Tragstruktur eine den Trommelkörper
an seiner einen, vorzugsweise der äußeren Ringkammer
gegenüberliegenden Stirnseite übergreifende Tragplatte
auf, in deren mittleren Bereich der durch den Trommel
kern hindurchgreifende Lagerzapfen angeformt ist, wobei
der Lagerzapfen als sich zur Tragplatte hin nach außen
erweiternder, eine axial randoffene, die stationären
elektrischen Anschlüsse der Kabeltrommel enthaltende
Anschlußkammer bildender Hohlzapfen ausgebildet ist.
Die Tragstruktur ist im Erweiterungsbereich des Lager
zapfens zusätzlich mit Schleifringen bestückt, gegen
die je eine trommelfeste, mit einer Kabelader verbunde
ne, vorzugsweise zweiarmige Kontaktfeder unter Vorspan
nung schleifend anliegt. Die mit den Kontaktfedern be
stückte Trommelhälfte weist innerhalb des Kerns außer
dem eine zur anderen Trommelhälfte hin offene Ringkam
mer zur zugentlasteten Einspannung des inneren Endes
unterschiedlich großer Netzkabel auf, wobei die Kabel
adern von dieser Ringkammer aus mit den trommelseitigen
Kontaktstellen der Bandspirale und der Kontaktfedern
elektrisch verbunden sind.
Die beiden Trommelhälften und die Tragstruktur mit an
geformtem Rastzapfen sind gemäß einer bevorzugten Aus
gestaltung der Erfindung als einstückige Spritzgußteile
aus Kunststoff ausgebildet.
Eine besonders einfache Montage wird dadurch ermög
licht, daß der Lagerzapfen an seinem die äußere Ring
kammer durchdringenden Ende eine gegen die Trennwand
der äußeren Ringkammer gleitend anliegende und einen
die äußere Ringkammer begrenzenden Flansch aufweisende
Endkappe trägt.
Gemäß einer bevorzugten oder alternativen Ausgestaltung
der Erfindung ist zwischen Tragstruktur und Trommel ei
ne als Reib- oder Zahngesperre ausgebildete Rücklauf
sperre vorgesehen. Die als Zahngesperre ausgebildete
Rücklaufsperre weist dabei zweckmäßig eine an der Trag
struktur angelenkte, von einer federzentrierten Neutral
stellung in eine vorgespannte Sperrstellung oder in ei
ne vorgespannte Freigabestellung verschwenkbare Sperr
klinke sowie eine am Trommelkörper angeordnete, in Um
fangsrichtung in eine Freilaufzone und eine Rastzone
unterteilte Sperrverzahnung auf, wobei an den beiden
Übergangsstellen zwischen der Freilaufzone und der Rast
zone je ein die Sperrklinke je nach Drehrichtung der
Trommel in ihre Sperrstellung oder in ihre Freigabe
stellung schwenkender Klinkenanschlag angeordnet ist.
Dabei ist die Sperrklinke in der Freilaufstellung selbst
tätig in ihrer federzentrierten Neutralstellung ausricht
bar und von der Neutralstellung aus bei Trommeldrehung
in Auszugrichtung des Kabels in ihre mit der Sperrver
zahnung in Eingriff gelangende Sperrstellung und bei
Trommeldrehung in Einzugrichtung des Kabels in ihre
über die Sperrverzahnung hinweggleitende Freigabestel
lung verschwenkbar. Die Sperrklinke weist zu diesem
Zweck zwei zur Verbindungslinie zwischen Schwenkachse
und Klinkenspitze gespiegelt angeordnete, sich in der
Klinkenspitze treffende, gegen die trommelseitigen Klin
kenanschläge anschlagende Anschlagkanten auf, von denen
die eine Anschlagkante konvex gekrümmt ist und in der
Freigabestellung der Sperrklinke bei ausgerasteter Klin
kenspitze in Richtung Sperrverzahnung weist und glei
tend gegen diese anliegt, während die andere Anschlag
kante in der Sperrstellung der Sperrklinke mit gegen
die Sperrverzahnung anliegende Klinkenspitze in Rich
tung Sperrverzahnung weist.
Die Federzentrierung der Sperrklinke kann durch eine
Zentrierfeder bewirkt werden, wenn die Sperrklinke ei
nen gegen die an der Tragstruktur abgestützte Zentrier
feder anliegenden oder mit dieser verbundenen hebelar
tigen Ausleger aufweist. Die Sperrklinke mit Ausleger
und Feder kann dabei als einstückiges Kunststoff-Form
teil ausgebildet sein.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeich
nung in schematischer Weise dargestellten Ausführungs
beispiele näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Stirnseitenansicht einer Kabeltrommel von
der Befestigungsseite her gesehen;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Kabeltrommel ohne Kabel;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III
der Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV
der Fig. 1;
Fig. 5 eine Draufsicht auf die eine Trommelhälfte mit
Bandspirale (Schutzleiterfeder) in Richtung der
Sichtlinie V-V der Fig. 2;
Fig. 6a und b eine Axialansicht der Schutzleiter-Band
spirale vor der Montage sowie einen Schnitt
durch die Bandspirale entlang der Schnittlinie
VI-VI der Fig. 6a;
Fig. 7a bis c einen Schnitt durch die Kabeltrommel ent
lang der Schnittlinie VII-VII der Fig. 3 mit
einer selbsttätig lösbaren Rücklaufsperre;
Fig. 8a und b zwei Ansichten der Sperrklinke mit ange
formter Zentrierfeder für die Rücklaufsperre
nach Fig. 7a bis c.
Die in der Zeichnung dargestellte Kabeltrommel ist vor
allem für den Einbau in mobile Elektrogeräte bestimmt
und geeignet. Sie weist zu diesem Zweck eine stirnsei
tige Tragstruktur 10 mit einer Tragplatte 12 und einem
an dieser zentral angeformten Lagerzapfen 14 auf, die
mit den angeformten Steckorganen 16 und dem Rastorgan
20 an dem nicht dargestellten Elektrogerät befestigbar
ist.
Auf dem Lagerzapfen 14 ist ein aus zwei Trommelhälften
22, 24 mittels Rastzungen 25 zusammengesetzter, zwei
Flanken 26, 28 und einen Trommelkern 30 aufweisender
Trommelkörper 32 im Bereich der Lagerstellen 34, 36 dreh
bar gelagert. Der durch die Trommelflanken 26, 28 und
den Kern 30 begrenzte Ringraum 38 ist zur Aufnahme ei
nes mehradrigen, vorzugsweise eines dreiadrigen Netzka
bels 40 im aufgewickelten Zustand bestimmt, wobei das
eine, innere Kabelende 42 in einem Ringraum 44 inner
halb des Trommelkerns 30 zugentlastet eingespannt ist
und das andere Kabelende einen nicht dargestellten Netz
stecker trägt. Der Ringraum 44 weist zwei Einspannstel
len 46′, 46′′ zur Aufnahme von Kabeln unterschiedlichen
Durchmessers auf. Die am Kabelende 42 aufgespleißten
und abisolierten Kabeladern 48′, 48′′, 48′′′ werden elek
trisch mit zwei Kontaktfedern 50′, 50′′ von Schleifkon
takten für die Phasenanschlüsse sowie mit einer Band
spirale 52 für die galvanische Durchführung des Schutz
leiters verbunden. Die in der Trommelhälfte 22 befestig
ten zweiarmigen Kontaktfedern 50′, 50′′ liegen mit ihrer
Kontaktspitze 54′, 54′′ gegen je einen tragstrukturfe
sten Schleifring 56′, 56′′ an, die mit je zwei Steckzun
gen 58′, 58′′ zum Aufstecken eines Kabelschuhs in die
von der Befestigungsseite her zugängliche Anschlußkam
mer 60 eingreifen. Die Anschlußkammer 60 ist Bestand
teil des zur Tragplatte 12 hin erweiterten, als Hohl
zapfen ausgebildeten Lagerzapfens 14.
Der Schutzleiter 48′′′ des Netzkabels 40 ist mit der
radial äußeren Lötlasche 62 der Bandspirale 52 galva
nisch verbunden. Die Bandspirale 52 befindet sich in
einer inneren Ringkammer 64 der Trommelhälfte 24, die
auf der einen Seite durch die mit der Trommelflanke 28
fluchtenden Trennwand 66 und auf der anderen Seite
durch eine Begrenzungswand 68 axial sowie durch die
Mantelfläche des Lagerzapfens 14 und den Trommelkern 30
radial begrenzt ist. Die Begrenzungswand 68 ist dabei
in mehrere, in Umfangsrichtung einen Abstand voneinan
der aufweisende, am Trommelkern 30 der Trommelhälfte 24
radial nach innen weisend angeformte Wandabschnitte un
terteilt (vgl. Fig. 5). Am inneren Ende der Bandspirale
52 ist eine achsparallel überstehende biegesteife Kon
taktlasche 70 angeschweißt oder angelötet, die in eine
achsparallele randoffene Ausnehmung 72 des Lagerzapfens
14 eingebettet ist und durch einen geschlitzten Durch
bruch 74 mit ihrem freien, eine Steckzunge 76 für einen
Kabelschuh aufweisenden Ende in die Anschlußkammer 60
eingreift. Mit diesen Maßnahmen wird erreicht, daß die
Bandspirale 52 mit ihrer Kabellasche 70 formschlüssig
am Lagerzapfen 14 festgelegt ist. Auf der anderen Seite
ist die Bandspirale 52 mit ihrer Lötlasche 62 um 180°
formschlüssig um eine an der Trommelhälfte 24 angeform
te Rippe 78 gebogen und an dieser verankert. Die Band
spirale 52 wird so in die innere Ringkammer 64 einge
legt, daß sie die Drehbewegung des Trommelkörpers 32
beim Abwickeln des Netzkabels 40 durch Verändern der
Wickeldichte vollständig mitmachen kann. Auf der Außen
seite der Trennwand 66 und der Trommelflanke 28 befin
det sich eine äußere Ringkammer 80, in der eine Auf
wickelspirale 82 aus Federstahl angeordnet ist. Die
Aufwickelspirale 82 ist mit ihrem äußeren Ende an einer
trommelseitigen Wand 84 und an ihrem inneren Ende am
Lagerzapfen 14 festgelegt, so daß beim Abziehen des
Netzkabels unter Drehen des Trommelkörpers 32 die Auf
wickelspirale 82 in Einzugrichtung vorgespannt wird.
Der Lagerzapfen 14 ist an seinem durch die äußere Ring
kammer 80 hindurchgreifenden Ende mit einer Endkappe 86
bestückt, die mit ihrem radial überstehenden Flansch 88
einen Teil der äußeren Ringkammer 80 axial und mit ih
rem Hohlschaft 90 radial begrenzt und gleitend gegen
die trommelseitige Trennwand 66 anliegt.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist an
dem Ausleger 92 der Tragplatte 12 eine Rücklaufsperre
dargestellt, die mit einem Bremsbacken 94 gegen den Um
fang der Trommelhälfte 22 anliegt. Die Rücklaufsperre
ermöglicht ein Abziehen des Netzkabels 40 und hält das
Netzkabel in jeder abgezogenen Stellung fest und ver
hindert dadurch, daß es durch die vorgespannte Aufwickel
spirale 82 eingezogen wird. Der Bremsbacken 94 ist mit
einem durch eine Feder 96 unterstützten Hebel 98 ver
bunden, über den der Bremsbacken entgegen der Kraft der
Feder 96 unter Freigabe der Trommel gelöst werden kann,
so daß das Netzkabel unter der Einwirkung der Aufwickel
spirale 82 selbsttätig aufgewickelt wird.
Anstelle der Reibbremse 94 kann auch das in den Fig. 7
und 8 gezeigte Zahngesperre 100 vorgesehen werden, das
durch Ziehen am Netzkabel 40 selbsttätig in Sperrstel
lung oder in Freilaufstellung gebracht werden kann. Das
Zahngesperre 100 weist zu diesem Zweck eine an einer
tragplattenfesten Schwenkachse 102 angelenkte Sperr
klinke 104 auf, an der über einen Ausleger 106 eine an
einem Lagerpunkt 108 der Tragplatte 12 abgestützte Zen
trierfeder 110 angeformt ist und die von einer in Fig.
7a gezeigten Neutralstellung in eine vorgespannte Sperr
stellung (Fig. 7b) oder in eine vorgespannte Freigabe
stellung (Fig. 7c) verschwenkbar ist. Weiter weist das
Zahngesperre eine am Trommelkörper auf der Außenseite
der Trommelflanke 26 angeordnete, in Umfangsrichtung in
eine Freilaufzone 112 und eine Rastzone 114 unterteilte
Sperrverzahnung auf, wobei an den beiden Übergangsstel
len zwischen der Freilaufzone und der Rastzone 114 je
ein Klinkenanschlag 116′, 116′′ angeordnet ist, an denen
die Sperrklinke je nach Drehrichtung des Trommelkörpers
32 in ihre Sperrstellung (Fig. 7b) oder in ihre Freiga
bestellung (Fig. 7c) verschwenkbar ist. Die Sperrklinke
104 wird in der Freilaufzone selbsttätig in ihre feder
zentrierte Neutralstellung ausgerichtet (Fig. 7a). Von
der Neutralstellung aus wird die Sperrklinke 104 in
Auszugrichtung des Kabels in ihre Sperrstellung und in
Einzugrichtung des Kabels in ihre über die Sperrverzah
nung hinweggleitende Freigabestellung verschwenkt. Die
Sperrklinke 104 weist zu diesem Zweck zwei zur Verbin
dungslinie zwischen Schwenkachse 102 und Klinkenspitze
118 gespiegelt angeordnete, sich in der Klinkenspitze
118 treffende Anschlagkanten 120′, 120′′ auf, von denen
die Anschlagkante 120′′ konvex gekrümmt ist und in der
Freigabestellung der Sperrklinke 104 bei ausgerasteter
Klinkenspitze in Richtung Sperrverzahnung weist (Fig.
7c), während die andere Anschlagkante in der Sperrstel
lung der Sperrklinke mit gegen die Sperrverzahnung an
liegender Klinkenspitze 118 in Richtung Sperrverzahnung
weist (Fig. 7b). Wird beim Ausziehen des Kabels das Ka
bel losgelassen, so rastet die Sperrklinke 104 in der
Rastzone 114 der Sperrverzahnung im Sinne der Fig. 7b
ein. Zum Lösen der Bremse muß dann zunächst das Kabel
ein Stück weit herausgezogen werden, bis die Sperrklin
ke 104 in der Freilaufzone 102 in ihre Neutralstellung
gelangt und von dort aus beim Loslassen des Kabels den
Kabeleinzug über die Aufwickelspirale 82 freigibt.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:
Die Erfin dung bezieht sich auf eine Kabeltrommel mit einem auf einer Tragstruktur 10 drehbar gelagerten Trommelkörper 32 und einer Vorrichtung zum selbsttätigen Aufwickeln eines mehradrigen Netzkabels 40 auf den Trommelkörper 30. Die Tragstruktur 10 weist einen durch einen Trom melkern 30 hindurchgreifenden Lagerzapfen 14 auf. Zwi schen Tragstruktur 10 und Trommelkörper 32 ist eine spiralförmige Aufwickelfeder 82 eingespannt. Weiter ist zur galvanischen Durchführung eines Schutzleiters im Inneren des Trommelkerns 30 eine metallische Bandspira le 52 angeordnet. Die Spannspirale 52 weist an ihrem inneren Ende eine parallel zum Lagerzapfen 14 ausge richtete, mit dem Lagerzapfen formschlüssig verbundene, biegesteife Kontaktlasche und an ihrem äußeren Ende ei ne um etwa 180° um eine innerhalb des Trommelkerns 30 angeordnete trommelkörperfeste Rippe 78 biegbare Lötla sche 62 auf. Der Trommelkörper 32 ist aus zwei axial mittels Rastzungen 25 miteinander verrastbaren, je ei nen der Trommelflansche 26, 28 und einen Kernstumpf 30 tragenden Trommelhälften 22, 24 zusammengesetzt.
Die Erfin dung bezieht sich auf eine Kabeltrommel mit einem auf einer Tragstruktur 10 drehbar gelagerten Trommelkörper 32 und einer Vorrichtung zum selbsttätigen Aufwickeln eines mehradrigen Netzkabels 40 auf den Trommelkörper 30. Die Tragstruktur 10 weist einen durch einen Trom melkern 30 hindurchgreifenden Lagerzapfen 14 auf. Zwi schen Tragstruktur 10 und Trommelkörper 32 ist eine spiralförmige Aufwickelfeder 82 eingespannt. Weiter ist zur galvanischen Durchführung eines Schutzleiters im Inneren des Trommelkerns 30 eine metallische Bandspira le 52 angeordnet. Die Spannspirale 52 weist an ihrem inneren Ende eine parallel zum Lagerzapfen 14 ausge richtete, mit dem Lagerzapfen formschlüssig verbundene, biegesteife Kontaktlasche und an ihrem äußeren Ende ei ne um etwa 180° um eine innerhalb des Trommelkerns 30 angeordnete trommelkörperfeste Rippe 78 biegbare Lötla sche 62 auf. Der Trommelkörper 32 ist aus zwei axial mittels Rastzungen 25 miteinander verrastbaren, je ei nen der Trommelflansche 26, 28 und einen Kernstumpf 30 tragenden Trommelhälften 22, 24 zusammengesetzt.
Claims (23)
1. Kabeltrommel mit einem aus zwei Flanschen (26, 28)
und einem Trommelkern (30) bestehenden, an einer
Tragstruktur (10) drehbar gelagerten Trommelkörper
(32) und einer Vorrichtung zum selbsttätigen Auf
wickeln eines mehradrigen Netzkabels (40) auf den
Trommelkörper (32), wobei die Tragstruktur (10) ei
nen durch den Trommelkern (30) hindurchgreifenden
Lagerzapfen (14) aufweist, und wobei zwischen Trag
struktur (10) und Trommelkörper (32) eine spiral
förmige Aufwickelfeder (82) eingespannt und zur
galvanischen Durchführung eines Schutzleiters (48′′′)
eine metallische Bandspirale (52) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die im Inneren des Trom
melkerns (30) angeordnete Bandspirale (52) an ihrem
einen Ende eine quer zur Spiralrichtung und paral
lel zum Lagerzapfen (14) ausgerichtete, mit dem
Lagerzapfen formschlüssig verbundene Kontaktlasche
(70) und an ihrem äußeren Ende eine um etwa 180° um
eine innerhalb des Trommelkerns (30) angeordnete
trommelkörperfeste Rippe (78) biegbare Löt- oder
Stecklasche (62) für den Anschluß des Kabelschutz
leiters (48′′′) trägt.
2. Kabeltrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die vorzugsweise eine Steckzunge (76) für
einen Kabelschuh tragende Kontaktlasche (70) an der
Bandspirale (52) angeschweißt oder angelötet ist.
3. Kabeltrommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kontaktlasche (70) in einer
axial ausgerichteten, radial randoffenen Mantelaus
nehmung (72) des Lagerzapfens (14) formschlüssig
eingebettet ist.
4. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Löt- oder Stecklasche
(62) an der Bandspirale (52) angeformt ist.
5. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Trommelkörper (32)
aus zwei vorzugsweise axial miteinander verrastba
ren, je einen der Trommelflansche (26, 28) tragenden
Trommelhälften (22, 24) zusammengesetzt ist.
6. Kabeltrommel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß an einer der Trommelhälften (24) eine in
nerhalb des Trommelkerns (30) befindliche innere
Ringkammer (64) zur Aufnahme der Bandspirale (52)
und eine axial außerhalb des Trommelkerns (30) be
findliche äußere Ringkammer (80) zur Aufnahme der
Aufwickelspirale (82) angeordnet ist.
7. Kabeltrommel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Ringkammern (64, 80) durch eine
gemeinsame Trennwand (66) axial voneinander ge
trennt sind.
8. Kabeltrommel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die innere Ringkammer (64) eine
in axialem Abstand von der Trennwand (66) angeord
nete, separate oder angeformte Begrenzungswand (68)
aufweist.
9. Kabeltrommel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Begrenzungswand aus mehreren am Trom
melkern (30) angeformten, radial nach innen weisen
den, in Umfangsrichtung einen Abstand voneinander
aufweisenden Wandabschnitten besteht.
10. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die eine Trommelhälfte
(24) im Bereich der inneren Ringkammer (64) ein ra
diales Kernfenster zum Einführen der Bandspirale
(52) aufweist.
11. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 6 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Trommelhälften (22,
24) je einen axial überstehenden Kernstumpf tragen,
deren Enden stumpf oder stufenförmig zentriert ge
geneinander anliegen.
12. Kabeltrommel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß an einer der Trommelhälften (24) minde
stens eine achsparallel über den betreffenden Kern
stumpf überstehende Rastzunge (25) angeformt ist,
die in eine Rastausnehmung der anderen Trommelhälf
te (22) einrastbar ist.
13. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Tragstruktur (10) ei
ne den Trommelkörper (32) an seiner einen, vorzugs
weise der äußeren Ringkammer (80) gegenüberliegen
den Stirnseite übergreifende Tragplatte (12) auf
weist, in deren mittleren Bereich der durch den
Trommelkern (30) hindurchgreifende Lagerzapfen (14)
angeformt ist, wobei der Lagerzapfen zur Tragplatte
(12) hin als sich nach außen erweiternder, eine
axial randoffene, die stationären elektrischen An
schlüsse der Kabeltrommel enthaltende Anschlußkam
mer enthaltender Hohlzapfen ausgebildet ist.
14. Kabeltrommel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Tragstruktur (10) im Erweiterungsbe
reich des Lagerzapfens (14) mit Schleifringen (56′,
56′′) bestückt ist, gegen die je eine trommelfeste,
mit einer Kabelader (48′, 48′′) verbundene, vorzugs
weise zweiarmige Kontaktfeder (50′, 50′′) unter Vor
spannung schleifend anliegt.
15. Kabeltrommel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß die mit den Kontaktfedern (50′, 50′′) be
stückte Trommelhälfte (22) innerhalb des Kerns (30)
einen zur anderen Trommelhälfte (22) hin offenen
Ringraum (44) zur zugentlasteten Einspannung des
inneren Endes (42) unterschiedlich dicker Netzkabel
(40) aufweist, und daß die Kabeladern (48′, 48′′,
48′′′) von diesem Ringraum (44) aus mit den trom
melseitigen Kontaktstellen der Kontaktfedern (50′,
50′′) und der Bandspirale (52) elektrisch verbunden
sind.
16. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, ge
kennzeichnet durch eine zwischen Tragstruktur und
Trommel angeordnete, als Reib- oder Zahngesperre
ausgebildete Rücklaufsperre (94, 100).
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß die als Zahngesperre (100) ausgebildete
Rücklaufsperre eine an der Tragstruktur (10) ange
lenkte, von einer federzentrierten Neutralstellung
in eine vorgespannte Sperrstellung oder in eine
vorgespannte Freigabestellung verschwenkbare Sperr
klinke (104) sowie eine am Trommelkörper (32) ange
ordnete, in Umfangsrichtung in eine Freilaufzone
(112) und eine Rastzone (114) unterteilte Sperrver
zahnung aufweist, wobei an den beiden Übergangs
stellen zwischen Freilaufzone (112) und Rastzone
(114) je ein Klinkenanschlag (116′, 116′′) angeord
net ist, an welchem die Sperrklinke (104) je nach
Drehrichtung des Trommelkörpers (32) in ihre Sperr
stellung oder in ihre Freigabestellung verschwenk
bar ist.
18. Kabeltrommel mit einem aus zwei Flanschen (26, 28)
und einem Trommelkern (30) bestehenden, an einer
Tragstruktur (10) drehbar gelagerten Trommelkörper
(32) und einer Vorrichtung zum selbsttätigen Auf
wickeln eines mehradrigen Netzkabels (40) auf den
Trommelkörper (32), wobei die Tragstruktur (10) ei
nen durch den Trommelkern (30) hindurchgreifenden
Lagerzapfen (14) aufweist, wobei zwischen Tragstruk
tur (10) und Trommelkörper (32) eine spiralförmige
Aufwickelfeder (82) eingespannt und zur galvani
schen Durchführung eines Schutzleiters (48′′′)
eine metallische Bandspirale (52) vorgesehen ist,
und wobei eine zwischen Tragstruktur und Trommel
angeordnete Rücklaufsperre (100) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die als Zahngesperre
(100) ausgebildete Rücklaufsperre eine an der Trag
struktur (10) angelenkte, von einer federzentrier
ten Neutralstellung in eine vorgespannte Sperrstel
lung oder in eine vorgespannte Freigabestellung
verschwenkbare Sperrklinke (104) sowie eine am Trom
melkörper (32) angeordnete, in Umfangsrichtung in
eine Freilaufzone (112) und eine Rastzone (114)
unterteilte Sperrverzahnung aufweist, wobei an den
beiden Übergangsstellen zwischen Freilaufzone (112)
und Rastzone (114) je ein Klinkenanschlag (116′,
116′′) angeordnet ist, an welchem die Sperrklinke
(104) je nach Drehrichtung des Trommelkörpers (32)
in ihre Sperrstellung oder in ihre Freigabestellung
verschwenkbar ist.
19. Kabeltrommel nach Anspruch 17 oder 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sperrklinke (104) in der Frei
laufzone (112) selbsttätig in ihre federzentrierte
Neutralstellung ausrichtbar ist und von der Neutral
stellung aus bei der Trommeldrehung in Auszugrich
tung des Kabels (40) in ihre mit der Rastzone (114)
in Eingriff gelangende Sperrstellung und bei der
Trommeldrehung in Einzugrichtung des Kabels in ihre
über die Sperrverzahnung hinweggleitende Freigabe
stellung verschwenkbar ist.
20. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (104)
zwei zur Verbindungslinie zwischen Schwenkachse
(102) und Klinkenspitze (118) gespiegelt angeordne
te, sich in der Klinkenspitze (118) treffende, ge
gen die trommelseitigen Klinkenanschläge (116′,
116′′) anschlagende Anschlagkanten (120′, 120′′)
aufweist, von denen die eine Anschlagkante (120′′)
konvex gekrümmt ist und in der Freigabestellung der
Sperrklinke (104) bei ausgerasteter Klinkenspitze
(118) in Richtung Sperrverzahnung weist und glei
tend gegen diese anliegt, während die andere An
schlagkante (120′) in der Sperrstellung der Sperr
klinke (104) mit gegen die Sperrverzahnung anlie
gender Klinkenspitze (118) in Richtung Sperrverzah
nung weist.
21. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 17 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (104)
einen gegen die an der Tragstruktur (10) abgestütz
te Zentrierfeder (110) anliegenden oder mit diesem
verbundenen Hebelausleger (106) aufweist.
22. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 17 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (104)
mit Hebelausleger (106) und Zentrierfeder (110) als
einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet ist.
23. Kabeltrommel nach einem der Ansprüche 5 bis 22, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden Trommelhälften
(22, 24) und die Tragstruktur (10) als Spritzguß
formteile aus Kunststoff ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995105926 DE19505926A1 (de) | 1995-02-21 | 1995-02-21 | Kabeltrommel |
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| DE1995105926 DE19505926A1 (de) | 1995-02-21 | 1995-02-21 | Kabeltrommel |
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