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DE1763709U - Membrankolbenpumpe. - Google Patents

Membrankolbenpumpe.

Info

Publication number
DE1763709U
DE1763709U DE1957SC021270 DESC021270U DE1763709U DE 1763709 U DE1763709 U DE 1763709U DE 1957SC021270 DE1957SC021270 DE 1957SC021270 DE SC021270 U DESC021270 U DE SC021270U DE 1763709 U DE1763709 U DE 1763709U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pump
membrane
pump according
valve
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1957SC021270
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dipl Ing Schlecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1957SC021270 priority Critical patent/DE1763709U/de
Publication of DE1763709U publication Critical patent/DE1763709U/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Membran-KoIbenpumpe Die Erfindung bezieht sich auf eine Membranpumpe, insbesondere zur Förderung von dickflüssigen und chemisch oder mechanisch agressiven Medien, bei welcher die Membran (1) auf an sich bekannte Weise durch einen Kolben (2) und eine Zwischenflüssigkeit (3) angetrieben wird. Der Kolben wird durch ein Kurbeltriebwerk (4) in hin-und hergehende Bewegung versetzt. Die Zwischenflüssigkeit (3), welche sich ohne Lufteinflüsse zwischen Kolben und Membran befindet, überträgt die Verdrängerarbeit des Kolbens (2) auf die an ihrem Außenrand eingespannte Membran (1). Diese ihrerseits erzeugt beim Rückwärtshub des Kolbens ein Vakuum im Förderraum (5), wodurch infolge des atmosphärischen Drucks das zähflüssige Fördergut durch das Saugventil (6) in den Pumpraum gedrückt bzw. gesaugt wird.
  • Beim Vorwärtshub des Kolbens (2) wird die Membran (1) nach vorne gedrückt und schiebt somit das Fördergut durch das nunmehr sich öffnende Druckventil (7) in die Druckförderleitung (8).
  • Wegen der besonderen Eigenart der dickflüssigen und oft verunreinigten Fördermedien, werden als Ventilkörper für die Membranpumpen meist Kugeln gewiihlt. Diese werden in der Regel bei bekannten Pumpen durch das Fördergut angehoben und fallen durch ihr eigenes Gewicht bei Beendigung des Saug-bzw. Druckhubes wieder auf den Ventilsitz zurück. Der Antrieb für das Schließen dieser Ventile wird somit durch die Schwerkraft bewirkt. Bei Förderung von dickflüssigen und zähen Fördergütern traten hier vielfach Schwierigkeiten auf, weil die Ventilkörper durch den Strömungswiderstand und durch ungünstige Ventilgestaltung nicht mehr rechtzeitig auf den Sitz zurückfanden. In diesen Fällen wurde bisher häufig der Rückhub der Kugel durch eine Feder unterstützt, die sich zuvor beim Anheben der Kugel spannte, oder es wurden besonders schwere Kugeln verwendet, die naturgemäß durch ihr Gewicht den Strömungswiderstand eher überwinden konnten.
  • In all den erwähnten Fällen bewegtensich die Ventilkugel beim Öffnungshub senkrecht nach oben und beim Schließhub durch ihr Eigengewicht, oder evtl. unterstützt durch eine Federwirkung, senkrecht nach unten auf den Sitz. Aus diesem Grund mussten bei den bekannten Dickstoff-Pumpen die Saugventile an der Unterseite der Membran angeordnet werden und das Druckventil senkrecht darüber am oberen Rand des Membrantellers.
  • Diese Anordnung brachte in der Praxis mehrfache Nachteile mit sich.
  • Die Saugleitung, durch welche die Pumpe das Fördergut aus einem meist neben ihr stehenden Vorbunker ansaugte, wurde durch Festkörper und die Neigung des Förderguts, sich zu entmischen, häufig verstopft und meist nicht sauber genug gereinigt. Weiter ergab sich bei sehr dickbreiigen Fördermedien ein sehr hoher Saugwiderstand, so daß der atmosphärische Druck meist nicht mehr in der Lage war, das Fördergut durch die Saugleitung und durch die relativ engen Querschnitte des Saugventils zu drücken. Als Folge davon arbeitete die Pumpe sehr häufig unter Vakuum, was naturgemäß zu einer sehr starken Herabsetzung der Förderleistung führte.
  • Ein weiterer Nachteil war, daß durch die hohen Saugunterdrücke sehr leicht durch kleine Undichtigkeiten in der Saugleitung Luft gesaugt wurde. Durch dieses nunmehr entsprechende Luftpuffer wurde die Pumpe sofort außer Betrieb gesetzt.
  • Erfindungsgemäß werden diese Membranpumpen dadurch verbessert, daß die bisherige Anordnung der Ventile genau umgekehrt wird. Das Saugventil (6) befindet sich nunmehr an der Oberseite der Membran (1).
  • Das Druckventil (7) ist seitlich oder unten angeordnet. Hierbei werden die Ventile beim Öffnungs-und beim Schließhub durch das Fördergut verschoben, d. h. die gesamte Ventilfunktion wird automatisch durch die Strömung des Förderguts gesteuert. Um zu verhindern, daß die Ventilkorper vom Fordergut weggeschwemmt werden, ist eine Ventilhubbegrenzung (9) vorgesehen..
  • Bei dieser Anordnung kann der Saugtrichter (10) der Pumpe direkt über dem Saugventil (6) der Pumpe aufgebaut werden, so daß das Saugventil selbst den unteren Abschluß des Trichters bildet. Hierdurch werden alle Fehlerquellen ausgeschaltet, die sich bisher durch die Saugleitung und die geschilderten Umstände ergaben. Der Saugwiderstand ist auf die Reibung beschränkt, welche das Fördergut beim Durckströmen durch das Sa. agventil erfährt. Hierbei entstehen somit beim Saughub der Pumpe relativ kleine Unterdrücke vor der Membran. Die Pumpe in dieser neuen Anordnung ist somit auch nach den bisher gemachten Erfahrungen in der Lage, bedeutend dickere Schlämme, z. B. sehr dickbreiigen Kalkmörtel, mit besserem Wirkungsgrad zu fördern, als Pumpen in der bisherigen alten Anordnung. Es ergeben sich somit neben einer bedeutenden Steigerung der Betriebssicherheit auch wesentliche Verbesserungen in der Förderleistung der Pumpe.
  • Eine möglichst exakte Steuerbewegung der Ventile wird dadurch erzielt, daß die Ventilkörper, z. B. Kugeln, sich in einem verhältnismässig engen, zylindrischen Raum zwischen Ventilsitz (11) und Hubbegrenzungsvorrichtung (9) auf-und ab bewegen. Hierbei erfahren die Ventilkörper durch das strömende Fördergut so hohe Kräfte, daß die Verwendung von Federn zur Rückführung der Ventilkörper auf den Sitz nicht erforderlich ist. Durch Verwendung von leichten Vontilkörpern wird es mit einer für dickflüssige Fördermedien bestimmten Pumpe z. B. möglich, neben Dickstoffen auch Wasser zur Durchspülung und Reinigung zu pumpen.
  • Ein weiterer, wesentlicher Vorteil dieser neuen Anordnung besteht darin, daß das Saugventil von Seiten des Zulauftrichters direkt sichtbar und von Hand zugänglich ist. Es ist hierdurch ohne Schwierigkeiten möglich, die meist im Saugventil hängenbleibenden Verunreinigungen und Festkörper, welche das Fördergut mitführt und welche die Pumpe außer Tätigkeit setzen, ohne Montagearbeiten direkt mit der Hand zu entfernen und das gesamte Ventil evtl. mit einem Wasserschlauch auszuspülen. Dies ist, gemessen an den besonderen Umständen, die meist auf einer Baustelle herrschen, als großer Vorteil zu werten.
  • Weiter ist es möglich, die Funktion des Saugventils auf einfache Weise dadurch za prüfen, daß durch das Fördergut im Saugtrichter ein Stab geführt und auf dem Ventilkörper aufgesetzt wird. Dieser macht dann die Bewegungen des Ventilkörpers mit und gibt einwandfreien Aufschluß, ob das Saugventil störungsfrei arbeitet.
  • Außerdem ist es bei dieser Anordnung ohne weiteres möglich, die Förderung der Pumpe durch Niederdrücken des Saugventils während des Betriebs zu unterbrechen. Hierzu braucht lediglich von oben her durch
    den Saugtrichter der Ventilkörper mit einer Stange oder ähnli-
    '
    chem niedergehalten bzw. an seinem Rückfinden auf den Ventilsitz
    gehindert zu werden. Dies kann ohne weiteres auf einem mechani-
    schen Wege durch die Kraft eines Fressluftzylinders erfolgen.
  • Dadurchvird es möglich, die Förderung der Pumpe auch fernzusteuern, was für den speziellen Einsatz der Mörtelpumpe auf einer Baustelle von besonderer Wichtigkeit ist.
  • Außerdem kann sich das Fördergut nicht entmischen, während die Pumpe so außer Betrieb gesetzt wird, da es durch das andauernde Ansaugen und Rückstossen durch das Saugventil in dauernder Bewegung gehalten wird.
  • Ein weiterer, bedeutender Vorteil dieser Anordnung ist, daß diese Pumpe von selbst mit der Förderung aussetzt, sobald z. B. durch Leerpumpen des Saugtrichters (10) Luft angesaugt wird. Durch diese in den Pumpraum eintretende Luft wird das Saugventil (6) beim Druckhub der Membran nicht auf seinen Sitz zurückgeschoben, so daß die angesaugte Luft wieder zurück in den Saugtrichter geschoben wird.
  • Die Pumpe fördert erst dann weiter, wenn der Saugtrichter erneut mit Fördergut beschickt wird.
  • Durch diese, besonders günstige Eigenart dieser neuen Pumpenanordnung wird es möglich, den Pumpraum (5) vor der Membran, welcher vom Fördergut durchströmt wird, verhältnismässig groß auszuführen, wegen der hierdurch geringeren Membranbeanspruchung. Bei der alten Anordnung, wo die Pumpe eine Saugleitung selbst entlüften muß, bei relativ hohem Vakuum, ist dies wegen des hierdurch in einem großen Totraum entstehenden Luftpuffers nicht möglich. Der nunmehr vergrösserte Pumpraum (5) vor der Membran ermöglicht es, daß sich die Druckunterschiede innerhalb dieses Raums, welche bei den zu fördernden steifen und dickbreiigen Fördermedien in hohem Maße auftreten, weitgehend ausgleichen können. Dies ist aufgrund der Versuchsergebnisse von großer Bedeutung für die Haltbarkeit und Lebensdauer der Pumpenmembran.
  • Um die Druckdifferenzen in dem vom Druckventil (7) ausgehenden und über die gesamte Fläche der Membran (1) sich erstreckenden Druckfeld beim Druckhub der Pumpe möglichst niedrig zu halten, d. h. um über die Erstreckung der Membran möglichst geringe Druckunterschiede zu bekommen, ist es dazuhin noch von Vorteil, die Ventile, insbesondere das Druckventil in der Nähe der verlängerten Mittelachse (13) der Membrane
    anzuordnen. Durch diese Maßn&hmenwird es möglich, auf eine Ab-
    stützung der Membran zu verzichten, welche dieselbe vor extremen
    Ausbauchungen an boatimmtenStellen schützt.
    In Bezug auf die erwähnten Gründe und hinsichtlich einer möglichst
    geringen Bauhöhe des Zulauf trichters ist es von Vorteil, die Membran,
    nicht wie iiblich senkrecht, sondern z. D. geneigt. oder beinahe hori-
    zontal anzuordnen. Das wfmgrecbt abführende Dynckventil liegt dann
    in Bezug auf die Mcmbranmittelachse (13) verhältnismäßig günatig.
    Bei Förderung von scharfem Zementmörteloder Feinbeton, welcher sich
    oft innerhalb des Pumpraumes entmischt und Ansätze bildet, ist es
    vonVorteil, das gesamte P=pgehäuse mitsamt Suugtrichter mit weni-
    genUandgriffen nachvorne abzuklappen und reinigen nu kSnaen. Zu
    diesem Zweck kan z. B. auf der Unterseite doa GehSuses- ein Gelenk (12)
    angoordnet werden, welches das Pumpgehäuse ntit dem Geh&uae des Trieb-
    werkes verbindot und nm wolches der vordoro'feil anch Löaen weniger
    Schrauben (13) oder nach Lögen eines Schnellverschluues nach vorne
    aufgeklappt werd. anann. Hierdurch ird die gesamte MeMbran freige-
    legt und das Pumpeninnare zur-Reinigung zugänglich.
    Weiter ist es von Vorteil, das Gehäuse, welches das Druckventil (7)
    enthält, mittels Schnellverschlüsaen am Pumpgeha. uae zu befestigen.
    Harch Lösen dieser Vcrschlasae wird das Druckventil und das Pumpen-
    innere (5) schnell zur Reinigung und Kontrolle zugänglich.

Claims (1)

  1. Sc hut z anap rüche 1. Membran-Kolbenpumpe, insbesondere mit Kugelventilen als Ventilkörper, zur Förderung von dickflüssigen, agressiven Fördermedien, insbesondere Mörtel und Feinbeton, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderstrom durch das oben angeordnete Saugventil (6) in den Pumpraum (5) gelangt und durch das seitlich oder unten angeordnete Druckventil (7) diese verläßt.
    2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilkörper in einem engen Zylinder geführt sind.
    3. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilkörper ohne Federn arbeiten.
    4. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilkörper leichtes Gewicht aufweisen.
    5. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile von der Membran weit abgerückt sind und der Pumpraum (5) der Membran mindestens dreimal so groß wie der Hubraum der Membran (1) ausgebildet ist.
    6. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckventil (7) waagrecht angeordnet ist im Bereich der unteren Membranhälfte.
    7. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile nahe der verlängerten Membranmittelachse (13) angeordnet sind. 8. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran nicht senkrecht, sondern z. B. geneigt angeordnet ist.
    9. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Pumpe durch welches das Fördergut strömt und welches die Kugelventile (6) * (7) enthält, zur Freilegung der Membran (1) und der Förderguträume (5) leicht nach vorne aufgeklappt werden kann. Das Gehäuse wird hierbei um einen Drehpunkt (12) nach vorne geklappt, welcher sich auf der Unterseite der Membran (1) befindet.
    10. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckventilgehäuse mit dem Druckventil (7) mittels Hebel-Schnellverschlüshien am Pumpengehäuse befestigt ist und so zur Reinigung schnell entfernt werden kann.
DE1957SC021270 1957-11-27 1957-11-27 Membrankolbenpumpe. Expired DE1763709U (de)

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DE1957SC021270 DE1763709U (de) 1957-11-27 1957-11-27 Membrankolbenpumpe.

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DE1957SC021270 DE1763709U (de) 1957-11-27 1957-11-27 Membrankolbenpumpe.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1763709U true DE1763709U (de) 1958-03-20

Family

ID=32792853

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1957SC021270 Expired DE1763709U (de) 1957-11-27 1957-11-27 Membrankolbenpumpe.

Country Status (1)

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DE (1) DE1763709U (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011054073A1 (de) * 2011-09-30 2013-04-04 Aker Wirth Gmbh Betriebsverfahren einer Kolben-Membranpumpe sowie Kolben-Membranpumpe
US9695808B2 (en) 2011-09-30 2017-07-04 Mhwirth Gmbh Positive displacement pump and operating method thereof

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011054073A1 (de) * 2011-09-30 2013-04-04 Aker Wirth Gmbh Betriebsverfahren einer Kolben-Membranpumpe sowie Kolben-Membranpumpe
US9695808B2 (en) 2011-09-30 2017-07-04 Mhwirth Gmbh Positive displacement pump and operating method thereof

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