DE1668571C3 - Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-polycycloalkylmethylaminen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-polycycloalkylmethylaminenInfo
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Description
CH3
R-C-NH2
R-C-NH2
in der R für
CH2
C —
CH2
CH2 CI-I2
CH3-C-CH2-CH2-
CH2-C-
CH2
steht. Gleichzeitig ist die Bildung der alkoholischen
Nebenprodukte als Folge der Nebenreaktion bei den bekannten reduzierenden Aminierungen entsprechend
geringer.
Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten polycyclischen Verbindungen sind wertvolle
pharmakologische Mittel in der Veterinärmedizin. «-Methyl- 1-adamantylmethalamin ist wertvoll als Antivirusmittel
für Tiere, während «,4-DimethyI-l-bicyclo-[2,2,2]-octylmethylamin
ein wertvolles antidepressives Mittel für Tiere ist
Reduzierende Aminierungen sind bereits bekannt. Ein Oberblick über diesen Reaktionstyp findet sich in
»Organic Reactions«, 4, Seite 174 (1948).
Das Verfahren gemäß der Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Verfahren darin, daß Wasserstoff
und Ammoniak nicht gleichzeitig dem Ausgangsmaterial zugesetzt werden. Ammoniak und die entsprechende
polycyclische Acetylverbindung, d.h. 1-Acetyladamantan
oder ί - Acetyl-4-methylbicyclo[2,2,2]-octan werden vor der Hydrierung in Abwesenheit von
Wasserstoff vorerhitzt Die Folge der erfindungsgemäßen Erkenntnis ist eine überraschende Verbesserung
der Ausbeute an gewünschten Produkten, d. h. der «-Methyl-polycycloalkylmethylamine, insbesondere an
a-Methyl-1-adamantylmethylamin und cc,4-Dimethyl-1-bicyclo-[2,2,2]-octylmethylamin.
In Houben-Weyl »Methoden der org. Chemie«, 4. Aufl, Bd. 11/1, 1957, S. 602/603 und öl 1/612 wird im 4.
Absatz auf S. 611 die reduzierende Aminierung von Carbonylgruppen betrieben, die in der alpha-Stellung
zur Carbonylgruppe verzweigte Alkylreste aufweisen. Dabei werden auch bei einem Ammoniaküberschuß in
beträchtlichem Maße entsprechende sekundäre Alkohole erhalten. Um dieses Problem zu beseitigen, wird ein
Zusatz katalytischer Mengen Ammoniumchlorid, Ammoniumacetal oder Essigsäure (etwa 1% der Ketonmenge)
empfohlen. Dagegen werden gemäß vorliegender Erfindung ausgezeichnete Ausbeuten ohne den
Zusatz von Verbindungen wie Amoniumchlorid, Ammoniumacetat oder Essigsäure erhalten. Dabei wird gemäß
der vorliegenden Erfindung die Mischung auf einen spezifischen Temperaturbereich in Abwesenheit von
Wasserstoff erhitzt und erst anschließend Wasserstoff eingesetzt.
Bei sämtlichen genannten bekannten Verfahren ist keine Erhitzngsphase in Abwesenheit von Wasserstoff
vorgesehen und bei dem als Ausgangsmaterial eingesetzten sterisch gehinderten tertiären Keton konnte
nicht erwartet werden, daß bereits bei der sehr kurzen Aufheizungsperiode in Abwesenheit von Wasserstoff
die Schiffsche Base überhaupt gebildet werden würde. Auch war der glatte Ablauf des beanspruchten
Verfahrens, das AusDeuten über 90% liefert, nicht zu
erwarten, da die Reüktion bereits bei der Herstellung
sekundärer Amine schlecht vonstatten geht und deshalb Zusätze erfordert Die Durchführung der beanspruchten
Umsetzung ohne jeden Zusatz und in überraschend hoher Ausbeute hat daher nicht nahegelegen.
Die DFPS 9 45 391 betrifft die reduzierende Aminierung von Acyclischen Verbindungen, Die Ketogruppen,
die der reduzierenden Aminierung unterwor^ fen werden, stehen nicht benachbart zu einem tertiären
Kohlenstoffatom des Ringsystems wie die Ketögruppen des vorliegenden Ausgangsmaterials, sondern sind vom
Ring;durch eine Methylengruppe ('CH2-) getrennt. Dies
erlaubt es, die redujderende Aminierung der Carbonylgruppe
leicht vorzunehmen, wie es 2. B. durch das Beispiel 9 und die darauf folgenden Beispiele der DE-PS
9 45 391 ge7eigt wird, da die Carbonylgruppe sterisch nicht gehindert ist Die vorliegende Erfindung betrifft
dagegen ein Verfahren, bei dem Ketogruppen, die benachbart zu tertiären Ringkohlenstoffatomen stehen
und daher sterisch gehindert sind, der reduzierenden Aminierung unterworfen werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird wie folgt durchgeführt: Ein Gemisch des entsprechenden poh, cyclischen
Ketons mit Ammoniak wird unter Rühren, gegebenenfalls in einem inerten Lösungsmittel und in
Gegenwart eines Hydrierungskatalysators vorerhitzt Dann wird Wasserstoff in das erhitzte System in
Gegenwart eines Hydrierungskatalysators und gegebenenf,;lls
eines inerten Lösungsmittels bei erhöhtem Druck eingeführt der aufrechterhalten wird, bis der
Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur und der Druck des Systems werden dann während einer Zeit, die
bis zur Vollendung der Reaktion genügt, erhöht und aufrechterhalten. Das erhaltene a-MethylpolycycIoalkylmethylamin,
a-Methyl-pQlycycloalkylmethanol und
die nicht umgesetzte polycyclische Acetylverbindung werden durch Filtration vom Katalysator befreit
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Reaktionsteilnehmer
Reaktionsteilnehmer
Die Herstellung von 1-Acetyladamantan ist in Chem.
Ber. 93,2054 (1960) beschrieben.
Das l-Acetyl-4-methylbicyclo[2,2,2]-octan wird hergestellt durch Umsetzung von 4-Methylbicyclo[2,2,2]-octan-1
-carbonsäurechlorid (JACS 86, Seite 5183 - 5188,
1964) mit Äthoxymagnesiumd'äthylmalonat in wasserfreiem Benzol für eine Dauer von 50 Minuten. Das
Reaktionsgemisch wird eine weitere Stunde am Rückflußkühler erhitzt und dann in einem Eisbad
gekühlt. Zu diesem kalten Gemisch wird Eis und anschließend 10%ige Schwefelsäure ir einer solchen
Menge gegeben, daß zwei klare Schichten gebildet werden. Diese Schichten werden getrennt Die wäßrige
Schicht wird zweimal mit Benzol extrahiert und der Benzolextrakt zur organischen Schicht gegeben. Das
Gemisch wird mit Wasser gewaschen und dann mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, worauf das
Benzol durch Einengen unter vermindertem Druck bei 400C entfernt wird. Eine Lösung von Eisessig und
Schwefelsäure wird zum Rückstand gegeben. Das Gemisch wird bis zur Vollendung der Reaktion am
Rückflußkühler erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird dann zweimal mit Äther extrahiert. Die Extrakte
werden vereinigt und mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt,
wobei l-Acetyl-4-methylbicyc!o-[2.2 2]-octan erhalten wird.
Die Katalysatoren, die sich für die Zwecke der Erfindung eignen, sind Kobalt. Ruthenium und Nickel
und können als solche oder auf Trägern, beispielsweise Aluminiumoxyd, Kieselgur oder Bariumsulfat, verwendet
werden
Als inerte Lösungsmittel eignen sich für die Zwecke det Erfindung z. B. Methanol, Äthanol, Propanol,
Diöxan, Cyclohexan, Dibutyläther, Diäthylälher und
Diisopropylather.
Reaktionsbedingungen
Das Ammoniak wird mit einer polycyclischen Acetylverbindung im Verhältnis von wenigstens 1 Mol
Ammoniak zu 1 Mol polycyclischer Acetylverbindung,
vorzugsweise von 1,5—5 Mol Ammoniak pro Mol polycyclischer Acetylverbindung in einem geeigneten
Druckgefäß gemischt. Diese Reaktion kann erfolgreich bei Verhältnissen von Ammoniak zu polycyclischer
Acetylverbindung von mehr als 5:1 durchgeführt werden, jedoch ist die Anwendung höherer Verhältnisse
unzweckmäßig und unwirtschaftlich, da der Überschuß der nicht umgesetzten Produkte isoliert und zurückgewonnen
werden müßte.
Das inerte Lösungsmittel ist in einer Menge von 0 bis 500%, bezogen auf das Ausgangsgewicht der polycyclischen
Acetylverbindung, vorhanden. Da diese Reaktion in Abwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführt
werden kann, ist die Menge des verwendeten Lösungsmittels eine Frage der Zweckmäßigkeit.
Das Gemisch von Ammoniak, polycyclischer Acetylverbindung und gegebenenfalls verwendetem inertem
Lösungsmittel wird unter Rühren in Gegenwart von 0,001 bis 10 Gew.-% des Katalysatormetalls (bezogen
auf das Ausgangsgewicht der polycyclischen Acetylverbindung) auf eine Temperatur von 120 bis 2200C,
vorzugsweise von 160° bis 1900C, erhiuL Es ist am
zweckmäßigsten, daß der Katalysator vorhanden ist, während das Gemisch aus Ammoniak und polycycliicher
Acetylverbindung erhitzt wird, jedoch kann der Katalysator gegebenenfalls auch nach dieser Vorerhitzung
unmittelbar vor dem Aufdrücken von Wasserstoff zugesetzt werden. Dieses Gemisch wird dann bis zu 45
Minuten bei einer Temperatur von 120 bis 2200C.
vorzugsweise von 160 bis 1900C gehalten. Der vorstehend als bevorzugt genannte Temperaturbereich
ist der Bereich, in dem die Reaktion am einfachsten beherrscht werden kann. Im Bereich von 160 bis 190°C
ergibt sich die optimale Dauer der Reaktion.
Das vorerhitzte Reaktionssystem wird dann mit Wasserstoff auf einen Druck von 7 bis 176 kg/cm2,
vorzugsweise 35 bis 141 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht. Dieser Druck wird durch Nachdrücken
von Wasserstoff innerhalb dieses Bereichs gehalten, bis die Wasiorstoffaufnahme aufhört. Bei einem Druck
unterhalb von 7 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks verläuft die Reaktion langsam und is* aus diesem
Grunde technisch uninteressant. Die obere Grenze des Drucks wurde nicht festgesetzt, weil die Reaktion bei
höherem Druck nicht vonstatten geht, sondern weil es
lußerst unzweckmäßig ist, diese fraktion bei Drücken
oberhalb des genannten Bereichs durchzuführen. Der bevorzugte Druckberei?h zwischen 35 und 141 kg/cm2
oberhalb des Eigendrucks ist festgesetzt worden, weil die Reaktion innerhaiu dieses Bereichs mit günstigen
Geschwindigkeiten abläuft und die Kosten der Druck gefäße scharf ansteigen, wenn dieser bevorzugte
Druckberiich überschritten wird.
Nachdem die Wasserstoffautnahme aufgehört hat. wird die Reaktion beendet, indem der Druck des
Systems auf 1055 kg/cm2 erhöht, die Temperatur auf 140
bis 25OC gebracht wird und diese Bedingungen 10 bis 60 Minuten eingehalten werden.
In den folgenden Beispielen beziehen sich die Mengenangaben auf das Gewicht, falls nicht anders
angegeben,
Ein Gemisch Von 2000 Teilen I -Acetyladamantan, 300
Teilen Ammoniak, 200 Teilen Methanol und 70 Teilen eines aus 50% Kobalt auf Kieselgur bestehender
Katalysators v/ird u(/sr Rühren auf eine Temperatur von 180°C erhitzt und 5 Minuten in einem geeigneten
Druckgefäß gehalten. Das System wird mit Wasserstoff auf 56 kg/cm3 oberhalb des Eigendrucks aufgedrückt.
Dieser Druck wird durch Nachdrücken von Wasserstoff ■ aufrecht erhalten, bis der Wasserstoffverbrauch aufhört.
Die Temperatur wird auf 220°C und der Druck mit Wasserstoff auf 316 kg/cm3 erhöht Diese Bedingungen
werden 25 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und
ίο analysiert. Die Analyse ergibt 93,8% α-Methyl-1-adamantylmethylamin,
4,7% «-Methyl- 1-adamantylmethanol und 1,5% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die
Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 4000 Teilen 1-Acetyladamantan, 600 Teilen Ammoniak, 600 Teilen Methanol und 10 Teilen
eines Katalysators, der aus 5% Ruthenium auf Aluminiumoxyd besteht, wird in einem geeigneten
Druckgpfäß unter Rühren auf eine Temperatur vor* 180° C erhitzt und 40 Minuten Y '. dieser Temperatur
gehalten. Das System wird rr.ii Wasserstoff- auf
134 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks aufgedrückt.
Dieser Druck wird durch Nachfüllen von Wasserstoff aufrecht erhalten, bis der Wasserstoffverbraucn aufhört.
Die Temperatur wird auf 2200C und der Druck mit
Wasserstoff auf 352 kg/cm2 erhöht und 30 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch
Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die
jn Analyse ergibt 94,2% a-Methyl-l adamantanmethylamin,
5,7% a-Methyl-l-adamantylmethanol und 0,1%
1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
j. Beispiel 3
In einem geeigneten Druckgefäß wird ein Gemisch von 1000 Teilen 1 -Adetyladamantan, 500 Teilen
Ammoniak, 500 Teilen Methanol und 20 Teilen eines aus 50% Kobalt auf Kieselgur bestehenden Katalysators
AO unter Rühren auf eine Temperatur von 1600C erhitzt
und 20 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Das "ystem wird mit Wasserstoff auf einen Druck von
98 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und durch Nachfüllen von Wasserstoff bei diesem Druck gehalten.
5 bis der Wasserstoff verbrauch aufhört. Die Temperatur
wird auf 240° C und der Druck durch Nachfüllen von Wasserstoff auf 352 kg/cm2 erhöht und 10 Minuten bei
diesem Wert gehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert.
Die Analyse ergibt 95,7% oc-Methyl-i-adamantylme-Ihylamin,
3,8% α-Methyl- 1-adamantylmethanol und
0.5% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantandtrivate.
B e i s ρ i e I 4
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetylidamaman. 500
Teilen Ammoniak. 200 Teilen Methanol und 70 Teilen eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur
besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß un'er
mi Rühren iiuf ein· Temperatur von 180°C erhitzt und 10
Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Durch Einführung von Wasserstoff unter Druck wird das
System ituf einen Druck von 63 kg/'cin2 oberhalb des
Eigendrucks gebracht und durch Nachdrücken von Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis der
Wasserstoffverbl «ach aufhört. Die Temperatur wird auf 220°C und der Druck mit Wasserstoff auf 309 kg/cm2
erhöht und 25 Minuten unter diesen Bedingungen
gehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert. Die Analyse
ergibt 98,5% «-Methyl-l-adamantylmethylamin und
1,5% «-Methyl- 1-adamantylmethanol.
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 350
Teilen Ammoniak, 100 Teilen Methanol und 25 Teilen eines Katalysators, der aus 5% Ruthenium auf Kieselgur
besteht wird in einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf eine Temperatur von 18O0C erhitzt und 10
Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Durch Einführung von Wasserstoff unter Druck wird das
System auf einen Druck von 49 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und durch Nachdrücken von
Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis der Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur wird auf
200°C und der Druck mit Wasserstoff auf 'Ri Wg/cm2
erhöht Diese Bedingungen werden 30 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch
Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 96,1% «-Methyl-l-adamantylmethylamin,
3,1% «-Methyl- 1-adamantylmethanol und 0,8% 1 -Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 500
Teilen Ammoniak und 25 Teilen eines Katalysators, der aus 5% Ruthenium auf Aluminiumoxyd besteht wird in
einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf eine Temperatur von 180°C erhitzt und 10 Minuten bei
dieser Temperatur gehalten. Das System wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen Druck von 49
kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und durch Nachdrücken von Wasserstoff bei diesem Druck
gehalten, bis der Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur wird auf 220" C und der Druck mit
Wasserstoff auf 176 kg/cm2 gebracht Diese Bedingungen werden 45 Minuten eingehalten. Das erhaltene
Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 95,5% «-Methyl-1-adamantylmethylamin.
35% «-Methyl-1-adamantylmethanol und 0.6% 1-Acetyladamantan. bezogen auf
Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan. 195
Teilen Ammoniak, 500 Teilen Dioxan und 20 Teilen eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur
besteht wird in einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf 1800C erhitzt und 20 Minuten bei dieser
Temperatur gehalten.
Das System wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen Druck von 49 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks
gebracht und durch Nachdrücken von Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis der Wasserstoffverbrauch
aufhört Die Temperatur wird auf 2000C und der
Druck mit Wasserstoff auf 352 kg/cm2 erhöht Diese Bedingungen werden 40 Minuten eingehalten. Das
erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 85,2%
a-Methyi-i-adamantylmeuiyiainin, 10,4% «-Methyl-iadamantylmethanol
und 4,4% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 2000 Teilen l-Acetyladamanlan,500 Teilen Ammoniak, 200 Teilen Dioxan und 35 Teilen
eines Katalysators, der aus 5% Ruthenium auf Bariumsulfat besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß
unter Rühren auf eine Temperatur von 1800C erhitzt Das System wird dann durch Aufdrücken von
Wasserstoff auf einen Druck von 63 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei
diesem Druck gehalten, bis der Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur wird auf 2200C und der Druck
mit Wasserstoff auf 316 kg/cm2 erhöht. Diese Bedingungen werden 25 Minuten eingehalten. Das erhaltene
Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 94.5% a-Methyl-1-adamantylmethylamin.
3,4% «-Methyl-1-adamantylmethanol und 2,1 % 1 -Acetyladamantan, bezogen auf die
Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 500 Teilen Ammoniak, 200 Teilen Methanol und 50 Teilen
eines Katalysators, der aus 50% Nickel auf Kieselgur besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß unter
Rühren auf eine Temperatur von 1800C erhitzt und 15
Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Das System wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen
Druck von 63 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten,
bis der Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur wird auf 2200C und der Druck mif Wasserstoff auf
316 kg/cm2 erhöht Diese Bedingungen werden 30 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird
durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 87,0% «-Methyl- 1-adamantylmethylamin,
4,6% α-Methyl- 1-adamantylmethanol und 8.4% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Beispiel 10
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 500 Teilen Ammoniak, 2000 Teilen Methanol und 70 Teilen
eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur besteht wird in einem geeigneten Druckgefäß unter
Rühren auf eine Temperatur von 2000C erhitzt und 15 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Das System
wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen Druck von 35 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht
und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis kein Wasserstoff mehr verbraucht wird. P:e
Temperatur wird auf 2500C und der Druck mit Wasserstoff auf 352 kg/cm2 erhöht Diese Bedingungen
werden 15 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit und
analysiert Die Analyse ergibt 92,1% a-Methyl-l-adamantylmethylamin,
7,6% a-Methyl-l-adamantylmethanol
und 03% l-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Beispiel 11
Ein Gemisch von 2000 Teilen I-AcetyIadamantan,500
Teilen Ammoniak, 200 Teilen Methanol und 70 Teilen eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgut
besheht, wird m einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf i30"C erhitzt und 45 Minuten hei dieser
Temperatur gehalten. Das System wird durch Aufdrükken von Wasserstoff auf einen Druck von 134 kg/cm2
oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis kein Wasserstoff mehr
verbraucht wird. Die Temperatur v/ird auf 1400C und der Druck mit Wasserstoff auf 527 kg/cm2 erhöht. Diese
Bedingungen werden 60 Minuten eingehalten. Das ϊ erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator
befreit und analysiert. Die Analyse ergibt 85,1% «4.^thyl-l-adamantylmethylamin, 11,3% a-Methyl-1-adamdntylmethanol
und 3,6% 1-Acelyladamanlan, bezogen
auf die Adamantanderivate.
Beispiel 12
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 300 Teilen Ammoniak. 300 Teilen Cyclohexan und 70 Teilen
eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß unter
Rühren auf eine Temperatur von 175°C erhitzt und 30
Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Das System wirr) durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen
Druck von 98 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht, und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten,
bis kein Wasserstoff mehr verbraucht wird. Die Temperatur wird auf 2100C und der Druck mit
Wasserstoff auf 703 kg/cm2 erhöht. Diese Bedingungen werden 10 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch
wird durch Filtration vom Katalysator befreit und analysiert Die Analyse ergibt 953% «-Methyl- 1-adamantylmethylamin,
4,8% «-Methyl-1 -adamantylmethanol und 03% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die
Adamantanderivale.
Beispiel 13
Ein Gemisch von 300 Teilen 1-Acetyladamantan, 150 Teilen Ammoniak, 1500 Teilen Di-n-butyläther und 30
Teilen eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß
unter Rühren auf 1800C erhitzt und 8 Minuten bei dieser
Temperatur gehalten. Das System wird durch Aufdrükkea von Wasserstoff auf einen Druck von 63 kg/cm?
oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis kein Wasserstoff mehr
verbraucht wird. Die Temperatur wird auf 2200C und der Druck mit Wasserstoff auf 316 kg/cm2 erhöht Diese
Bedingungen werden 15 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator
befreit und analysiert Die Analyse ergibt 96,7% oc-Methyl-l-adamantylmethylamin, 3,1% «-Methyl-
l-adamantylmethanol und 0,2% 1-Acetyladamantan,
bezogen auf die Adamantanderivate.
50
Beispiel 14
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1 -Acetyladamantan, 400 Teilen Ammoniak, 200 Teilen Methanol und 70 Teilen
eines Katalysytors, der aus 50% Kobalt auf Kieselgur besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß unter
Rühren auf eine Temperatur von 1800C erhitzt und 10
Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Das System wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen
Druck von 21 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks ge- M bijacht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten,
bis kein Wasserstoff mehr verbraucht wird. Die Temperatur wird auf 220° C und der Druck mit
Wasserstoff auf 352 kg/cm2 erhöht Diese Bedingungen werden 20 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch
wird durch Filtration vom Katalysator befreit und
analysiert Die Analyse ergibt 933% α-Methyl- 1-adamantylmethylamin,
4,1% «-Methyl-l-adamantylmethanol
und 2,1% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Beispiel 15
Ein Gemisch von 2000 Teilen 1-Acetyladarnähtan,300 Teilen Ammoniak und 200 Teilen Methanol wird in
einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf eine Temperatur von 18O0C erhitzt und 5 Minuten bei dieser
Temperatur gehalten. Ein Gemisch von 70 Teilen eines Katalysators, der aus 50% Kobalt auf Kieselgui besteht,
und 200 Teile Methanol wifd in das Druckgefäß
eingespritzt. Das System wird durch Aufdrücken von Wasserstoff auf einen Druck von 127 kg/cm2 oberhalb
des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis kein Wasserstoff mehr
verbraucht wird. Die Temperatur wird auf 220"C und der Druck mit Wasserstoff auf 316 kg/cm2 erhöht Diese
Bedingungen werden 25 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator
befreit und analysiert Die Analyse ergibt 94,8% α-Methyl- 1-adamantylmethylamin, 4,7% «-Methyl-1-adamantylmethanol
und 0,5% 1-Acetyladamantan, bezogen auf die Adamantanderivate.
Ein Gemisch von 2000 Teilen l-Acetyl-4-methylbicyclo[2,2,2]-octan,
300 Teilen Ammoniak, 200 Teilen Methanol und 70 Teilen eines Katalysators, der aus 50%
Kobalt auf Kieselgut besteht wird in einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf eine Temperatur von
180°C erhitzt und 5 Minuten bei dieser Temperatur gebalten. Das System wird durch Aufdrücken von
Wasserstoff auf einen Druck von 105 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wassertoff bei
diesem Druck gehalten, bis der Wasserstoffverbrauch aufhört Die Temperatur wird auf 220° C und der Druck
mit Wasserstoff auf 316 kg/cm2 erhöht Diese Bedingungen
werden 25 Minuten eingehallen. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator befreit
und analysiert Die Analyse ergibt 96,7% a,4-DimethyI-l-bicyclo[2^,2]-octylmethylamin
und 33% a,4-Dim.-thyl-l-bicyclo[2.2.2]-octylmethanol,
bezogen auf die Bicyclooctanderivate.
Beispiel 17
Ein Gemisch von 4000 Teilen l-AcetyI-4-methylbicyeio-[2,2,2]-octan.
500 Teilen Ammoniak, 500 Teilen Methanol und 20 Teilen eines Katalysators, der aus 5%
Ruthenium auf Aluminiumoxyd besteht, wird in einem geeigneten Druckgefäß unter Rühren auf eine Temperatur
von 18O0C erhitzt und 25 Minuten bei dieser
Temperatur gehalten. Das Systen wird durch Aufdrükken von Wasserstoff auf einen Druck von 141 kg/cm2
oberhalb des Eigendrucks gebracht und mit Wasserstoff bei diesem Druck gehalten, bis kein Wasserstoff mehr
verbraucht wird. Die Temperatur wird auf 2200C und der Druck mit Wasserstoff auf 316 kg/cm2 erhöht Diese
Bedingungen werden 25 Minuten eingehalten. Das erhaltene Gemisch wird durch Filtration vom Katalysator
befreit und analysiert Die Analyse ergibt 97,5% «,4-Dimethyl-l -bicyclop^]
a,4-Dimethyl-l-bicyclo[2Ä2:
a,4-Dimethyl-l-bicyclo[2Ä2:
-octylmethylamm,
-octylmethanoL bezogen auf die Bicyclooctanderivate.
-octylmethanoL bezogen auf die Bicyclooctanderivate.
Nachstehend werden noch die optimalen Reaktionsbedingungen angegeben:
i-Acetyladamaütan oder l-AcetyM-mEthylbicycIo-[7,?,?]-octan
wird mit Ammoniak und einem Kobalt-, Nickel- oder Ruthenium-Katalysator gemischt und
unter Rühren vorerhitzt, wobei in dem Gemisch das molare Verhältnis von Ammoniak zu l-Acetyladamantan
1,5:1 bis 5:1 beträgt und in welchem der Katalysator in einer Menge vorliegt, daß sie 0,001 bis 10
Gcw.-% der Ausgangsmenge an 1-Acetyladamanlaii
ausmacht. Anschließend wird das vorerhitzte Gemisch bis zu 45 Minuten auf einer Temperatur von 160° bis
190°C gehalten und dann unter einen Wasserstoffdruck von 35 bis 141 kg/cm2 oberhalb des Eigendrucks gesetzt,
bis die Wasserstoffaufnahme beendet ist und dann das Gemisch auf eine Temperatur zwischen 140° und250°C
bei einem Systemdiück bis zu 1055 kg/cm2 erhitzt, bis die Umsetzung vollständig ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung arbeitet man in Gegenwart eines Lösungsmittel, wobei die
Menge des eingesetzten Lösungsdmittels vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-% der als Ausgartgsverbindung
eingesetzten Acetylverbindung beträgt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel
CH3
R-C-NH2
R-C-NH2
H
worin der Rest R.
worin der Rest R.
15 Menge einsetzt, die 1 bis 500 Gew.-%, vorzugsweise
5 bis 50 Gew.-%, der polycyclischen Ausgangsverbindung ausmacht
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das molare Verhältnis von
Ammoniak zu der polycyclischen Verbindung zwischen 1,5 :1 und 5 :1 liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch aus polycyclischer
Verbindung, Ammoniak und Katalysator auf eine Temperatur von 160 bis 1900C vorerhitzt
5. Verfahren nach Anspruch 1—4, dadurch gekennzeichnet, daß man das vorerhitzte Gemisch
aus polycyclisch^ Verbindung, Ammoniak und Katalysator, nachdem man das vorerhitzte Gemisch
bis zu 45 Minuten bei einer Temperatur von 120 bis 2200C gehalten hat unter einen Wasserstoffdruck
vmn 35 bis 141 kg/cma oberhalb des autogenen
Drucks setzt, bis keine Wasserstoffaufnahme mehr stattfindet
CH2
CH
CHj
CH3-C-CH2-CH2
bedeutet, durch reduzierende Aminierung von 1 -Acetyladamantan oder 1 -Acetylbicyclo-[2,2,2]-octan,
wobei man diese polycyclischen Verbindungen im Gemisch mit Ammoniak, Wasserstoff, einem
Katalysator und gegebenenfalls einem inerten Lösungsmittel erhitzt, dadurch gekenn- v-,
zeichnet, daß man ein Gemisch aus der polycyclischen Verbindung, Ammoniak und einem
Kobalt-, Nickel- oder Ruthenium-Katalysytor in Abwesenheit von Wasserstoff unter Rühren auf eine
Temperatur zwischen 120 und 220" C erhitzt, wobei w>
in dem Gemisch das Ammoniak in einem molaren Verhältnis zur polycyclischen Verbindung vnn
mindestens 1 : ί vorliegt und der Katalysator, berechnet als Metall, in einer Menge vorhanden ist,
die 0.001 bis 10 Gew.-°/o der als Ausgangsmaterial v> eingesetzten polycyclischen Verbindung ausmacht,
anschließend das vorerhitzte Gemisch bis zu 45 Minuten bei der Temperatur von 120° bis 2200C hält
worauf man das Gemisch unter einen Wasserstoffdruck zwischen 7 und 176 kg/cm2 oberhalb des to
Eigendrucks setzt, bis die Wasserstoffaufnahme aufhört und anschließend dieses Gemisch auf 140° oder
bis 25O0C erhitzt und den Druck des Systems bis zu
1055 kg/cm2 erhöht, bis die Reaktion vollständig ist.
2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß man als inertes Lösungsmittel Methanol, Äthanol, Propanol, Dioxan, Cyclohexan, Dibutyläther,
Diäthyläther oder Diisopropyläther in einer Die Erfindung betrifft die Herstellung von <x-Methylpolycycloalkylmethylaminen
durch reduzierende Aminierung von entsprechenden polycyclischen Acetylverbindungen,
wobei Ammoniak, Wasserstoff und ein Katalysator bei Temperaturen bis zu 2500C umgesetzt
werden und eine Hydrierung unter einem Druck bis zu kg/cm2 durchgeführt wird.
Gemäß dem Verfahren der Erfindung wird eine Verbesserung bei den reduzierenden Aminierungen
erzielt Diese Verbesserung führt zu einer überraschend verbesserten Ausbeute von a-Methyl-poIycycloalkylmethylaminen
der Formel
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|---|---|---|---|
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