DE1667205C - Verfahren und Vorrichtung zur Her stellung von Granulat aus Losungen und Suspensionen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Her stellung von Granulat aus Losungen und SuspensionenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahreazur Herstellung dessen Ende in die Düse 6 eingeführt ist und das auf
von Granulat aus Lösungen· und Suspensionen, ,ins- der Düsenachse verschoben werden kann,
besondere zur Herstellung von Düngemittelgranulat, Das Zerstäubung- und Trocknungsgas strömt
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Ver- durch den Ringraum zwischen den Wänden des Ge-
fahrens. 5 häuses 4 bzw. des Kegelansatzes 5 und dem Be-
Die bestentwickelte, bekannte Vorrichtung zur schickungsrohr 7, das durch einen Wassermantel 8
Granulatherstellung ist ein Gerät, bei dem die Trübe vor dem Einfluß hoher Temperaturen geschützt wird.
(Suspension) mit Hilfe einer Düse in die Trocken- Das Innere der Vorrichtung weist zwei Zonen auf,
trommel gespritzt wird, in der ein Einsatz dafür sorgt, und zwar die Zone I zum Trocknen der Beschickung
daß auf der Bahn der zerstäubten Trübe ein ununter- io in suspendiertem Zustand und die Zone II zum Gra-
brochener Trockengutschleier (Rückgut) gebildet nulieren und Nachtrocknen der Beschickung im
wird, wobei der Wärmeträger nur zum Trocknen des Fluidatbett.
gewonnenen Granulats dient In dieser Vorrichtung Die Höhe der Zone I wird so ausgelegt, daß die in
kann jedoch kein Wärmeträger mit hoher Teicpera- das Fluidatbett gelangenden Teilchen einen Feuch-
tur, beispielsweise 900 bis 1000° C, insbesondere 15 tigkeitsgehalt besitzen, der das Zusammenkleben der
beim Trocknen von wärmeempfindlichen Materialien, Teilchen verhindert und folglich die Durchführung
verwandt werden. Außerdem muß in dieser Vorrich- des Granulationsproxesses ermöglicht,
tung ein Teil des fertigen Trockengutes als Rückgut Die zylindrische Kammer 1 sitzt auf dem trichter-
zurückgelcitet werden. Auch muß bei Verwendung förmigen Behälter 2 und ragt in diesen hinein. Da-
diescr Vorrichtung das fertige Trockengut anschlie- 20 durch wirJ im oberen Teil ein ringförmiger Raum für
Bend zerkleinert werden. den Austritt von gemischten Gas- und Staubströmen
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu- mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1 m/s aus dem
gründe, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Her- Behälter 2 in die Sammelleitung 9 gebildet, der mit
stellung von Granulat aus Lösungen und Suspensio- der Sammelleitung 9 verbunden ist.
nen, insbesondere zur Herstellung von Düngemittel- as Der Winkel des Trichters und der Durchmesser
granulat, z. B. aus NPK-Volldüngern mit einem der Sammelleitung 9 werden so gewählt, daß der
N: P3O5: KoO-Verhältnis wie 17:17:17, sowie aus Austrag feindisperser Teilchen aus dem Behälter 2
Mono- und Diammoniumphosphat, zu schaffen, wo- gering bleibt und die auf die Trichterwandung fal-
bei das verwendete 400 bis 1000° C heiße Zerstäu- lenden Teilchen in das Fluidatbett der Zone II
bungs- und Trocknungsgas sogar zum Trocknen von 30 gelangen.
wärmeempfindlichen Materialien eingesetzt und eine Das das Fluidatbett in der Zone II erzeugende
Rückleitung eines Teils des fertigen Trockengutes so- Anströmgas wird über zwei Roste, und zwar den
wie eine Zerkleinerung des Trockengutes überflüssig Hauptrost 10 und den Hilfsrost 11, geleitet,
gemacht wird. Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Vor
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 35 Beginn des Prozesses wird auf den Hauptrost 10
löst, daß die Lösungen und Suspensionen mittels eine gewisse Menge Trockengut mit 1 bis 3 mm
eines 400 bis 1000° C heißen Gases zerstäubt und auf Korngröße geschüttet, das ein Kissen bildet, welches
einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 35°/o getrocknet zur Inbetriebnahme der Vorrichtung erforderlich ist.
werden, worauf das zerstäubte Produkt unmittelbar Gleichzeitig wird unter die Roste 11 und 10 ein
einem darunter angeordneten Fluidatbett zugeführt 40 Anströmgas geleitet, das die Bildung eines Fluidat-
wird, in welchem es in an sich bekannter Weise mit- bettes in der Zone II hervorruft. Hiernach wird in
tels des Anströmgases, das eine Temperatur unter die Zerstäubungseinrichtung 3 heißes Gas mit einer
dem Schmelz- oder Zersetzungspunkt des Granulats. Temperatur von 400 bis 1000° C geleitet, das durch
hat, granuliert wird. Verbrennung von flüssigem oder gasförmigem
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchfüh- 45 Brennstoff erzeugt wird und unter einem Druck von
rung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine 1000 bis 1200 mm WS steht. Gleichzeitig wird in das
vertikal angeordnete, zylindrische, mit einer oben Beschickungsrohr 7 die Lösung oder Suspension einangebrachten
Zerstäubungseinrichtung (3) versehene geführt. Das heiße Gas trifft zusammen mit der zerKammer
(1), die von oben in einen trichterfor- stäubten und vorgetrockneten Lösung oder Suspenmigen,
als Anströmboden einen Hauptrost (10) auf- 50 sion auf das aufsteigende Anströmgas, das über die
weisenden Behälter (2) in der Weise hineinragt, daß Roste 11 und 10 geleitet wird, so daiß in der Zone I
ein ringförmiger Raum für den Austritt von gemisch- eine Suspension aus einem Gemisch vorgetrockneter
ten Gas- und Staubströmen mit einer Höchst- Lösung oder Suspension, Teilchen aus der Granuliergeschwindigkeit
von 1 m/c aus dem trichterförmigen zone II und aus Staub, der aus dem Zyklon in das
Behälter (2) in die Sammelleitung (9) gebild3t wird. 55 Fluidatbett zurückgeführt wird, entsteht. Nach Ver-
Nachstehend wird an Hand der Zeichnung eine lauf einer bestimmten Zeit wird erstmalig das fertige
Ausführungsform der Erfindung beschrieben; es Granulat, wenn es die vorgegebenen technologischen
zeigen in senkrechtem Schnitt und physikalisch-mechanischen Eigenschaften auf-
F i g. 1 die Gesamtvorrichtung und weist, in Höhe des Hauptrostes ILO entnommen.
F i g. 2 die Zerstäubungseinrichtung im vergrößer- 60 Weiterhin wird das Granulat kontinuierlich ausge-
ten Maßstab. tragen.
Im Oberteil der zylindrischen Kammer 1 befindet Der größte Teil der Feuchtigkeit (65 bis 95°/o des
sich die Zerstäubungseinrichtung 3 zum gleichzeitigen Gesamtfeuchtigkeitsgehaltes der Ausgangsflüssigkeit)
Zerstäuben und Trocknen der Lösungen und Suspen- wird während des Vorganges mit konstanter Trock-
sionen. Die Zerstäubungseinrichtung 3 besitzt ein 65 nungsgeschwindigkeit entfernt, wodurch das Granu-
zylindrisches Gehäuse 4 mit Kegelansatz 5, an dem lat vor thermischer Zersetzung bewahrt bleibt,
die zylindrische Düse 6 befestigt ist. In der Achse des Endgültig werden die entstandenen Granulate bis
Gehäuses 4 ist das Beschickungsrohr 7 angeordnet, zum Erreichen der erforderlichen Reistfeuchtigkeit im
Fluidatbett der Zone Π durch Zuleiten eines Anströmgases
nut einer Temperatur rachgetrocknet, bei
der das Granulat vor Schmelzen und Zersetzung bewahrt bleibt Die Temperatur des im Gcgsnstrom
in die Zone II eintretenden Anströmgases liegt je nach der Art des Granulats im Bereich von 20 bis
4000C. Beispielsweise wird beim Trocknen von
Diammonphosphat zur Zerstäubung ein heißes Gas mit einer Temperatur von 700 bis 800° C verwendet
und zur Nachtrocknung der Granulate im Fluidatbett der Zone II werden diese auf 70° C erwärmt,
da bei einer Temperatur von über 70° C im Fluidatbett Ammoniakverluste des Diammonphosphats her- ,
vorgerufen werden.
Beim Entwässern von Magnesiumchloridlösungen, die im Hüttenwesen verwendet werden, wird zum
Zerstäuben ein heißes Gas mit einer Temperatur von 950 bis 1000° C eingesetzt, während die endgültige
Entwässerung im Fluidatbett der Zone II bei einer Temperatur von 150 bis 160° C stattfindet. ao
Ein Anströmgas mit 20° C, das im Gegenstrom
in die Zone H geleitet wird, kann hauptsächlich.zum Trocknen und Kühlen von Granulat verwendet werden,
das in der Zone I in Form von Schmelze gewonnen wurde, wie dies beispielsweise bei der Er- as
zeugung von granuliertem Salpeter der Fall ist.
Der im Zyklon aufgefangene Staub wird in das Fluidatbett der Zone II zurückgeführt.
Die fertigen Granulate weisen eine bedeutende Festigkeit (50 bis 90 kp/cm«) auf.
Das gewonnene Granulat braucht nicht zerkleinert zu werden, da die Ausbeute an fertigem Granulat
mit vorgegebener Korngröße 90 bis 95% beträgt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Granulat aus Lösungen und Suspensionen, insbesondere
zur Herstellung von Düngemittelgranulat, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösungen
und Suspensionen mittels eines 400 bis 1000° C heißen Gases zerstäubt und auf einen
Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 35% getrocknet werden, worauf das zerstäubte Produkt unmittelbar
einem darunter angeordneten Fluidatbett zugeführt wird, in welchem es in an sich bekannter
Weise mittels des Anströmgases, das eine Temperatur unter dem Schmelz- oder Zersetzungspunkt
des Granulats hat, granuliert wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine vertikal angeordnete, zylindrische, mit einer oben angebrachten Zerstäubungseinrichtung (3)
versehene Kammer (1), die von oben in einen trichterförmigen, als An'Uomboden einen Hauptrost
(10) aufweisenden Behälter (2) in der Weise hineinragt, daß ein ringförmiger Raum für den
Austritt von gemischten Gas- und Staubströmen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1 m/s aus
dem trichterförmigen Behälter (2) in die Sammelleitung (9) gebildet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN0030671 | 1967-06-09 | ||
| DEN0030671 | 1967-06-09 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1667205B1 DE1667205B1 (de) | 1970-07-09 |
| DE1667205C true DE1667205C (de) | 1973-02-08 |
Family
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