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Die fertigungstechnische Entwicklung von Nachrichtenkabeln ist neuerdings
darauf gerichtet; mehrere bisher getrennt durchgeführte Verseilvorgänge, beispielsweise
die Verseilung von -Grundbündeln und Hauptbündeln, zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit
in einem einzigen Arbeitsgang zusammenzufassen. Hierfür werden Verseilverfahren
benötigt, bei denen die zu verseilenden Elemente abwechselnd mit einem Rechtsdrall
(S-Drall) und einem Linksdrall (Z-Diall) versehen werden. Verseilverfahren dieser
Art, die im nachfolgenden - als SZ-Verseilverfahren bezeichnet werden, haben den
Vorteil, daß - die zu verseilenden Elemente von ortsfesten - Ablaufgestellen ablaufen
können und daB die zür Weiterverarbeitung dienenden Einrichtungen, :welche die SZ-verseifte
Verseif gruppe aufnehmen,. ebenfalls nicht zu rotieren brauchen. Besonders vorteilhaft
hinsichtlich der elektrischen Qualität des .gefertigten Kabels sind SZ-Verseilverfahren
mit Zwisdhenspeicher, die einen periodischen Wechsel der Drallrichtung in; größeren
Abständen, also beispielsweise etwa in Abständen von 10 m der verseiften Verseilgruppe;
ermöglichen.
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Beispielsweise ist eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen
SZ-Verseilverfahrens bekannt (USA.-Patentschrift 3169 360), bei der die Elemente
von raumfest gelagerten Vorräten abgezogen und durch einen umlaufenden Zwischenspeicher
verseht werden, der aus zwei mit ihren Achsen quer zur Durchlaufrichtung angeordneten
Rollen besteht. Auf dem durch diese Rollen gebildeten Zwischenspeicher wird jeweils
ein den gleichen Drall aufweisender Abschnitt der zu verseilenden Elemente aufgebracht
und anschließend bei ..geänderter Drehrichtung -vom Zwischenspeicher wieder: abgezogen.
-Bei -der -bekannten SZ-Verseilvorrichtung werden also die zu verseilenden Elemente,
eine feste Winkellage zum Raum einnehmend, einer umlaufenden Verseilvorrichtung
mit einem Zwischenspeicher zugeführt und von dieser, wieder eine feste Winkellage
zum Raum einnehmend, abgezogen. Die auf' diese Weise hergestellte nächsthöhere Verseilgruppe
ist abwechselnd aus einem Abschnitt h mit dem Drall s, und einem Abschnitt
1, mit dem Drall s, zusammengesetzt. Der Absolutbetrag Is,1 bzw. (s21 gibt
hierbei die Drallänge und das Vorzeichen von s1 bzw. s2 die Drallrichtung an. Jeder
der Abschnitte 1, und 1z; aus denen sich die hergestellte Verseilgruppe abwechselnd
zusammensetzt, enthält dieselbe Anzahl p von Drallperioden, also -1,.
= p - s,, (1)
12 -p . s2. - (2)
Für das Verhältnis der
Abschnitte
-bzw: das Ver- 55 hältnis der Dralle
- gilt also
Bei der bekannten SZ-Verseilvorrichtung wird ein Zwischenspeicher mit festem Speicherinhalt
verwendet. Weiterhin wird die Drehzahl dieses Zwischenspeichers abschnittweise wechselnd
sprunghaft zwischen zwei Werten geändert. Hierdurch ist bedingt, daß die Abschnitte
h und 12 der hergestellten Verseilgruppe stets einander gleich sind. Damit folgt
aber aus Gleichung (3), daß SI _ -S2, (4) also Sf S2 .
Bei den mit dem erwähnten
SZ-Verseilverfahren hergestellten Verseilgruppen sind also die Drallängen aufeinanderfolgender
Abschnitte ebenfalls einander gleich.
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Dies ist aber unvorteilhaft, weil sieh in der Regel an einen SZ-Verseilvorgang
ein kontinuierlich arbeitender weiterer Verseilvorgaug mit konstanter Drallrichtung
anschließt, der durch den Drall s3 der übergeordneten Verseilgruppe gekennzeichnet
ist. Die wirksamen Dralle s," und s," der betrachteten Verseilgruppe ergeben sich
damit zu
und -
Bei einer nach dem erwähnten SZ-Verseilverfahren hergestellten Verseilgruppe ergibt
sich damit unter Berücksichtigung von Gleichung (4)
also 11 11
Sl - S2 .
Die wirksamen Dralle s," und S2' einer Verseilgruppe9
die mit der bekannten SZ-Verseilvorrichtung verseift sind, also beispielsweise die
wirksamen Dralle von - SZ-verseiften Grundbündeln, die zu Hauptbündeln verseift
sind, unterscheiden sich also voneinander. Dieser Unterschied kann fast eine Größenordnung
oder mehr betragen.
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Bei der Festlegung der verschiedenen Dralle eines Nachrichtenkabels
sind jedoch- sehr verschiedenartige Forderungen zu erfüllen, die beispielsweise
durch die Nebensprechbedingungendie mechanischen Eigenschaften, die Fertigungstechnik
und die Montagebedingungen gegeben sind. Weichen nun die wirksamen Dralle einer
bestimmten SZ-verseiften Verseilgruppe um ein Mehrfaches voneinander ab; so ist
es in aller Regel nicht möglich, die Werte für diese beiden Dralle optimal-zu dimensionieren,
d. h. derart zu dimensionieren, daß die an das Nachrichtenkabel gestellten verschiedenartigen
Forderungen optimal erfüllt werden. Dagegen gelingt es in den meisten Fällen, allen
Anforderungen hinreichend gut zu genügen, wenn für die -wirksamen Dralle einer bestimmten
SZ-verseiften Verseilgruppe ein einziger Wert festgelegt wird.
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Durch die Erfindung wird ein SZ-Verfahren geschaffen, mit dem es erreicht
werden kann, daß die wirksamen Dralle der zu einer übergeordneten Einheit weiterverseiften
SZ-verseiften Verseilgruppe über die ganze Länge dieser Verseilgruppe einander gleich
sind. Die Erfindung geht hierzu von einem Verfahren zum Verseifen von Elementen
für Nachrichtenkabel zur nächsthöheren Verseilgruppe mit abschnittsweise
wechselnder
Drallrichtung aus, bei dem die zu verseilenden Elemente; eine feste Winkellage zum
Raum einnehmend, einer umlaufenden Verseilvörrichtuüg mit einem Zwischenspeicher
zugeführt werden und von diesem, wieder eine feste Winkellage zum Raum einnehmend,
abgezogen werden.
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Gemäß der Erfindung wird der Speicherinhalt des Zwischenspeichers
bei gleichbleibender Drehrichtung 'der Verseilvorrichtung fortlaufend vergrößert
oder verkleinert; diese Speicherinhaltsänderung wird jeweils in Abhängigkeit von
der herzustellenden Länge eines die gleiche Drallrichtung aufweisenden Abschnittes
der fertigen Verseilgruppe gesteuert. Die eigentliche Verseilvorrichtung läuft also
mit stets gleichbleibender Drehrichtung um, so daß ein Abbremsen und Wiederbeschleunigen
von um die Verseilachse umlaufenden Massen entfällt, wie es bei SZ-Verseilvorrichtungen,
deren Drehrichtung abschnittsweise gewechselt wird, der Fall ist.
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Die unterschiedlichen Dralleigenschaften aufeinanderfolgender Abschnitte
der fertigen Verseilgruppe werden beim Verfahren nach der Erfindung allein durch
die fortlaufende Änderung des Speicherinhaltes des in der Verseilvorrichtung angeordneten
Zwischen-Speichers erreicht. Infolge dieser -abwechselnd fortlaufenden Vergrößerung
und Verkleinerung des Speicherinhaltes sind die Geschwindigkeiten, mit der die zu
verseilenden Elemente die - in Verselrichtung gesehen - vor dem Zwischenspeicher
und hinter dem Zwischenspeicher liegenden Verseilpunkte durchlaufen, unterschiedlich.
Obwohl also die zu verseilenden Elemente nach dem Abziehen vom Zwischenspeicher
infolge der gleichbleibenden Drehrichtung der Ver-Seilvorrichtung wieder aufgeseilt
werden, ergibt sich damit ein resultierender Drall der fertigen Verseilgruppe in
der einen oder anderen Richtung, je nachdem,- ob der Speicherinhalt vergrößert oder
verkleinert wird.
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Da es sich bei dem Verfahren nach der Erfindung um ein SZ-Verseilverfahren
handelt, bei. dem die zu verseilenden Elemente der Verseilvorrichtung; eine feste
Winkellage zum Raum einnehmend, zugeführt werden und bei dem die fertige Verseilgruppe
die Verseilvorrichtung in gleicher Weise wieder verläßt, ist es möglich, mehrere
Verseilschritte in einem. einzigen Arbeitsgang hintereinanderzuschalten. Die der
Verseilvorrichtung zugeführten zu verseilenden Elemente können beim Verfahren nach
der Erfindung also beispielsweise von -raumfest gelagerten - Ader= vorräten abgezogen
werden; es ist aber auch möglich, diese Elemente, sofern sie ihrerseits bereits
verseilt sind es sich also z: B. um Sternvierer, Achter oder Grundbündel handelt,
von vorgeschalteten Verseilmaschinen aus zuzuführen.
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Vor allem aber ermöglicht es das Verfahren nach der Erfindung, die
Drallängen in aufeinanderfolgenden Abschnitten derart zu wählen, däß bei der weiteren
Verseilung -die wirksame Drallänge über die ganze Länge der hergestellten Verseilgruppe
einen einzigen Wert hat. Dies wird beim Verfahren nach der Erfindung dadurch ermöglicht,
daß die Längen aneinanderfolgender Abschnitte unterschiedlichen Dralles beliebig
gewählt werden können. Zum Übergang von einem Abschnitt mit gleichbleibender Drallrichtungauf
einen anschließenden Abschnitt mit entgegengesetzter Drallrichtung ist beim Verfahren
nach der Erfindung nur ein einziger Umsteuervorgang notwendig, mit dem die- Änderung
des Speicherinhaltes -des Zwischenspeichers umgekehrt wird, also beispielsweise
von einer Vergrößerung auf eine. Verkleinerung des Speicherinhaltes - oder von einer
Verkleinerung auf eine Vergrößerung des Speicherinhaltes umgeschaltet wird.
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Am Schemabild der F i g. 1 sei das Prinzip der Erfindung erläutert.
Die zu verseilenden Elemente 1
werden, eine feste Winkellage zum Raum einnehmend,
dem Verseilnippel 2 zugeführt. Die Verseilelemente 1 'laufen also beispielsweise
von raumfest gelagerten Trommeln; Spulen oder auch Fässern ab; sie können aber auch
von vorgeschalteten Verseilmaschinen aus zugeführt werden. Anschließend werden die
Elemente 1 dem aus den schematisch gezeichneten Rollen bestehenden, mit der Winkelgeschwindigkeit
n umlaufenden Zwischenspeicher 3 zugeführt, von dem sie am rechten Ende mittels
einer nicht dargestellten Abzugvorrichtung als fertige Verseilgruppe 4 in Pfeilrichtung
mit der Geschwindigkeit vo abgezogen werden. Der gegenseitige Abstand y der Achsen,
auf denen die Rollen des Zwischenspeichers 3 angeordnet sind, ist veränderbar, so
daß der Speicherinhalt des Zwischenspeichers 3; wie durch den Doppelpfeil angedeutet,
fortlaufend vergrößert oder verkleinert werden kann.
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Infolge der gleichbleibenden Winkelgeschwindigkeit n des Zwischenspeichers
3 werden die Elemente 1 m einem im Verseiinippel2 liegenden Verseilpunkt verseilt
und nach dem Austritt aus dem Zwischen-Speicher 3 an sich wieder aufgeseilt. Da
jedoch infolge der fortlaufenden Vergrößerung oder Verkleinerung des Speicherinhaltes
des Zwischenspeichers 3 die .Geschwindigkeit v, mit der die Elemente 1 den Verseilnippel2
durchlaufen, von der Abzuggeschwindigkeit vö beim Austritt aus dem Zwischenspeicher
3 abweicht, verbleibt ein resultierender Drall s.
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- Werden die Beträge der Geschwindigkeitsänderungen, die sich aus
der Änderung des Speicherinhaltes des Zwischenspeichers 3 ergeben, bei einer Vergrößerung
.des Speicherinhaltes mit 4-v, und bei einer Verkleinerung des Speicherinhaltes
mit 4 v2 bezeichnet, so betragen die Geschwindigkeiten v1 und v2, mit denen die
Elemente 1 in den Verseilnippel2 einlaufen, vi = vo -% d vi, (7) V2 - VO
- d V2. ($) Wird die Zeitspanne der Vergrößerung des Speicherinhaltes mit t, und
die Zeitspanne der Verkleinerung des Speicherinhaltes mit 4 bezeichnet, so lassen
sich aus den Geschwindigkeiten v1 und v2 die Längen 11 und 12 der einen unterschiedlichen
Drall aufweisenden Abschnitte berechnen: 11 = vi ' ti = (vo -E- 4 v1) - ti, (9)
' 12 = V2 . t2 = (VO - d vD . t2, . (10) Für den Drall s, des
Längenabschnittes 1, gilt dann
also
Entsprechend ergibt sich der Drall s2 des Längenabschnittes 12
zu
Ist, wie im Schema der F i g. 1 angenommen, vo = const. und n = const., so hängen
die Dralle sl und s, der fertigen Verseilgruppe 4 beim Austritt aus dem Zwischenspeicher
3 allein von der Größe der Änderungsgeschwindigkeit des Speicherinhaltes des Zwischenspeichers
3 ab. Die Werte der Dralle s; und s2 aufeinanderfolgender Längenabschnitte h und
12 können also beliebig gewählt werden. Zur Durchführung des Erfindungsgedankens
empfiehlt es sich, diese Dralle derart zu bemessen, daß die wirksamen Dralle der
zu einer übergeordneten Einheit verseilten Verseilgruppe über die ganze Länge dieser
Verseilgruppe einander gleich sind.
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Zur Durchführung des Erfindungsgedankens kann, wie im Schema der F
i g. 1 dargestellt, der einen veränderbaren Speicherinhalt aufweisende Zwischenspeicher
umlaufen, also durch seinen Umlauf selbst die Verseilung der zu verseilenden Elemente
bewirken. Um die umlaufenden Massen zu verkleinern und damit höhere Fertigungsgeschwindigkeiten
zu ermöglichen, empfiehlt es sich, in Durchführung des Erfindungsgedankens den einen
veränderbaren Speicherinhalt aufweisenden Zwischenspeicher im Raum feststehend anzuordnen
und die zu verseilenden Elemente mit Hilfe rotierender Verseilbügel im Doppelschlag
zuzuführen und im Doppelschlag abzuziehen, wie dies an sich für die SZ-Verseilung
bereits in der österreichischen Patentschrift 262 408 beschrieben ist. Für eine
derart ausgebildete Anordnung-(Anspruch 6) wird Schutz nur in Verbindung mit dem
Gegenstand des Anspruches 1 beansprucht.
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Wie das -das Verfahren nach der Erfindung erläuternde Schemabild der
F i g. 1 zeigt, ändert sich die Geschwindigkeit, mit der die zu verseilenden Elemente
1 der Anordnung zugeführt werden, in Abhängigkeit von der Änderungsgeschwindigkeit
des Speicherinhaltes des Zwischenspeichers 3; da die Geschwindigkeit, mit der die
zu verseilenden Elemente zugeführt werden, gleich der Einlaufgeschwindigkeit v der
Elemente 1 in den Verseilnippel 2 ist. Dies- setzt voraus, daß die zu verseilenden
Elemente von Ablaufgestellen ablaufen, die mit einem beispielsweise über die Zugspannungen
in den Elementen geregelten, praktisch trägheitslosen Antrieb- ausgestattet sind.
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Da dies im allgemeinen jedoch nicht der Fall sein wird; empfiehlt
es sich, zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung die Anordnung derart
auszubilden, daß die zu verseilenden Elemente vor . oder nach dem Durchgang durch
den einen veränderbaren Speicherinhalt aufweisenden Zwischenspeicher einen weiteren,
ebenfalls einen veränderbaren Speicherinhalt aufweisenden Zwischenspeicher durchlaufen,
wobei die Änderungsgeschwindigkeiten der .Speicherinhalte der beiden Zwischenspeicher
einander entgegengesetzt sind und die relative Winkelgeschwindigkeit des einen Speichers
gegenüber dem anderen von Null verschieden ist. Auf diese Weise ist es möglich,
daß die zu verseilenden Elemente der Anordnung i mit der gleichen Geschwindigkeit
zugeführt werden; mit der die fertige Verseilgruppe am Austritt der Anordnung abgezogen
wird. Bei einer solchen An-Ordnung mit zwei ihre Speicherinhalte gegenläufig ändernden
Zwischenspeichern kommt es allein darauf an, daß die Beträge bzw. Vorzeichen der
Winkelgeschwindigkeiten, mit der diese zwei Zwischenspeicher umlaufen, voneinander
verschieden sind. Die relative Winkelgeschwindigkeit des einen Zwischenspeichers
gegenüber dem anderen Zwischenspeicher ist dann für die Verseilung maßgebend. Es
ist also möglich, daß der eine Zwischenspeicher mit einer vorgegebenen konstanten
Winkelgeschwindigkeit n umläuft und der andere. feststeht.
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Zur Erläuterung ist in der F i g. 2 ein schematisch dargestelltes
Ausführungsbeispiel einer solchen Anordnung wiedergegeben. Bei dieser Anordnung
laufen die, eine feste Winkellage -im Raum einnehmend, zugeführten Elemente 1 zunächst
in den zusätzlichen Zwischenspeicher 5 ein, der in gleicher Weise wie der Zwischenspeicher
3 aus schematisch dargestellten Rollen besteht, die auf zwei Achsen angeordnet sind,
die voneinander den Abstand x haben. Der gegenseitige Abstand x dieser Achsen des
Zwischenspeichers 5 ist veränderbar; so daß der Speicherinhalt des Zwischenspeichers
5, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, fortlaufend vergrößert oder verkleinert
werden kann. Nach dem Austritt aus dem Zwischenspeicher 5 werden die zu verseilenden
Elemente l über die Aufspreizscheibe 6 geführt und treten dann über den Verseilnippel
2 in den Zwischenspeicher 3 ein, der in gleicher Weise wie bei der Anordnung nach
F i g. 1 ausgebildet ist.
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Der Einfachheit halber sei angenommen, daß bei dem in- der F i g.
2 dargestellten Ausführungsbeispiel der zusätzliche Zwischenspeicher 5 feststehend
angeordnet ist, während der Zwischenspeicher 3 mit der Winkelgeschwindigkeit n umläuft.
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Wesentlich für die in der F i g. 2 dargestellten Anordnung ist, daß
die Änderungsgeschwindigkeit, mit der der Abstand x der Achsen des Zwischenspeichers
5 geändert wird, der Änderungsgeschwindigkeit, mit der der Abstand der Achsen y
des Zwischenspeichers 3 geändert wird, entgegengesetzt ist. Auf diese Weise wird
erreicht, - daß die Geschwindigkeit, mit der die zu verseilenden Elemente in den
Zwischenspeicher 5 eintreten, gleich der Abzugsgeschwindigkeit vo ist, während die
zu verseilenden Elemente 1 die Aiüspreizscheibe 6 und den Verseilnippel 2 mit der
Geschwindigkeit v durchlaufen, die sich von der - Geschwindigkeit v, um den durch
die Änderung der Speicherinhalte der Zwischen speicher 3 und 5 bedingten Beträge
d v, bzw. d v2 unterscheidet.
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Die gewünschte Änderung des Speicherinhaltes des Speicherelemen tes
3 bzw. 5 kann dadurch erzielt werden, daß der Abstand zwischen den beiden Achsen
des Zwischenspeichers 5 oder der Abstand y zwischen den Achsen des Zwischenspeichers
3 nach einem vorgegebenen Programm zwangsweise gesteuert wird. Es muß dann durch
entsprechend konstruktive Ausbildung des anderen Zwischenspeichers dafür Sorge getragen
werden, daß sich der Abstand zwischen den Achsen dieses Zwischenspei,2hers beispielsweise
durch Schwerkraft oder durch die Kraft einer auf die Achsen einwirkenden Feder selbsttätig
einstellt.
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Es sei angenommen, daß der Abstand y zwischen den beiden Achsen des
Zwischenspeichers 3 zwangsweise derart gesteuert wird, daß er sieh periodisch abwechselnd
linear vergrößert und verkleinert. In der F i g. 3 ist y in Abhängigkeit von der
Zeit t. schematisch aufgetragen. Während der Zeitspanne t, wächst
y
linear an; so daß sich der Speicherinhalt =des Zwischenspeichers 3 vergrößert. Während
der anschließenden Zeitspanne t2 nimmt y linear ab, so daß sich der Speicherinhalt
des Zwischenspeichers 3 verkleinert. Durch eine entsprechende Ausbildung .des nicht
verdrehbar angeordneten Zwischenspeichers 5 wird dafür Sorge getragen, daß der Abstand
x zwischen den beiden Achsen dieses Zwischenspeichers unter der Einwirkung der Schwerkraft
in einem der Vergrößerung bzw. Verkleinerung des Speicherinhaltes .des Zwischenspeichers
3 entgegengesetzten Sinne ändert. Hierzu kann der Zwischenspeicher 5 beispielsweise
aus sogenannten Tänzerrollen bestehen, bei denen nur die oberen Rollen fest- gelagert
sind, während die unteren Rollen durch - ihre Masse auf die von ihnen geführten
Elemente drücken.
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Wählt man, wie im Beispiel der F i g. 3 vorausgesetzt, die Zeitspannen
tl und t2 einander gleich, also ti=t21 und setzt man weiter die Änderungsgeschwindigkeiten
des Zwischenspeichers 3 derart fest,- daB d y, = d v2 = 0,5 VO . (13) so
folgt nach den Gleichungen (9) und (10) die Beziehung
Der sich aus dieser Gleichung ergebende Verlauf des Dralles s in Abhängigkeit von
der Länge 1 der hergestellten Verseilgruppe ist im unteren--- Teil der F i g. 3
aufgetragen.
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In der Regel schließt sich an den SZ-Verseilvorgangein weiterer Verseilvorgang
mit konstanter -Drallrichturig an, durch den die hergestellte Verseilgruppe mit
dem Drall s3 zur übergeordneten Einheit weiterverseilt wird: Die Größen der sich
damit ergebenden wirksamen Dralle si" und s," sind in: den Gleichungen (5) und (6)
wiedergegeben. Da es das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht; die Dralle s,
und s2 der SZ-verseilten Verseilgruppe 4 unterschiedlich groß zu wählen, empfiehlt
es, sich; -diese Dralle so auszuwählen, daß
ist, so daß, sich damit gleich große, aber entgegengesetzt gerichtete wirksame Dralle
s," und s2" der übergeordneten Einheit ergeben:
Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht es also; SZ-verseilte Verseilgruppen
herzustellen, die nach einem weiteren, mit konstanter Drallrichtung verseiften Verseilvorgang
nur eine einzige wirksame Drallänge I s1" J = Ist ' J haben.
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Für die Durchführung der Erfindung ist es wesentlich, daß die Zwischenspeicher,
auf welche: die zu verseilenden Elemente auflaufen und von denen sie wieder abgezogen
werden, einen veränderbaren Speicherinhalt haben. Eine besonders zweckmäßige Form
dieser Zwischenspeicher ergibt sich dadurch, daß, wie bereits an den-- Schemata
der F i g. 1 und 2 erläutert, die Zwischenspeicher aus mehreren-die zu verseilenden
--Elemente führenden Rollen bestehen, die jeweils auf zwei Achsen .angeordnet sind
deren Abstand veränderbar ist. -Zur weiteren Erläuterung ist in der F i g. 4 das
Ausführungsbeispiel eines solchen Zwischenspeichers dargestellt, der mit der Winkelgeschwindigkeit
n umläuft, also als Zwischenspeicher 3 im - Schema der F i g. 2 einsetzbar ist.
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Der in der F i g. 4 dargestellte Zwischenspeicher ist als Rollenspeicher
mit drei Windungen ausgeführt. In dem mit konstanter Winkelgeschwindigkeit n rotierenden
und über den Antrieb 7 angetriebenen Rahmen 8 ist die aus drei Rollen bestehende
Rollen-, gruppe 9 fest gelagert. Drei weitere Rollen sind zu einer zweiten, in Längsrichtung
bewegbaren Rollengruppe 10 zusammengefaßt. Durch eine Mittenbohrurig des
Lagerbockes 11 treten die zu verseilenden Elemente 1 mit der Geschwindigkeit v in
den umlaufenden Zwischenspeicher ein und werden in drei Windungen auf die Rollen
der Rollengruppen 9 und 10 aufgewickelt. Nach dem Abwickeln treten die Elemente
1 dann durch eine Mittenbohrung des Lagerbockes 12 mit der Geschwindigkeit
v. aus.
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Mit dem Lagerbock 11 ist das Zahnrad 13 fest verbunden, in das die
Zahnräder 14 und 15 eingreifen. Infolge- der Rotation des Rahmens 2 werden
über die Zahnräder 14 und 15 die beiden mit diesen Zahnxädern verbundenen und mit
einem Schneckenganggetriebe versehenen Wellen 16 und 17 gegenüber dem Rahmen
2 in Drehbewegungen versetzt, deren -Drehxichtungen einander entgegengesetzt sind.
-Auf den Wellen 16 und 17 ist die die kollengruppe 10 tragende Achse über die Mitnehmer
18 und 19 gelagert. Die Mitnehmer 18 und 19 sind derart ausgebildet, daß stets einer
von ihnen mit dem Schneckenganggewinde der zugehörigen Welle 16 bzw. 17 im Eingriff
steht. Auf diese Weise wird die Rollengruppe 10 kontinuierlich in der einen oder
anderen Längsrichtung bewegt.
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Das Lösen bzw. Einkuppeln der Mitnehmer 18 und 19 wird durch das Anschlagen
der Mitnehmer an die Anschlagstifte 20 und 21. oder an die Winkel 22 und 23 ausgelöst.
Beim Anschlagen der Mitnehmer 18 und 19 an die Anschlagstifte 20 und 21 bzw.
an die Winkel 22 und 23 wird also durch einzelne nicht näher gezeichnete Einrichtungen
die mechanische Kupplung des im Eingriff befindlichen Mitnehmers mit dem Schneckenganggewinde
der zugehörigen Welle aufgetrennt und der andere Mitnehmer mit dem Schneckenganggewinde
der ihm zugeordneten Welle eingekuppelt. Auf diese Weise wird jeweils bei Erreichen
der Anschlagstifte 20 und 21 oder der Winkel 22 und 23 die Längsbewegungsrichtung
der Rollengruppe 10 umgekehrt; ohne daß es einer äußeren Umsteuerung bedarf.
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Es ist daher auch ohne weiteres möglich, durch in der F i g. 3 nicht
dargestellte Steuerungsorgane die Umsteuerung der Mitnehmer 18 und 19 an jeder gewünschten
Stelle vorzunehmen.