DE1660223C3 - Verfahren zur Herstellung endloser fadenartiger Gebilde mit thermoplastischen Kunststoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung endloser fadenartiger Gebilde mit thermoplastischen KunststoffenInfo
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Description
Bändchenquerschnitts steigende Tendenz, aus den In Vorrichtungen zur Herstellung von fadenartigen
Führungsorganen herauszuspringen, und die Zu- Gebilden aus Folienstreiien, bei denen sich an das
nähme <ier benötigten Spulenantriebsenergie, derar- Streckwerk der Aufwickelten anschließt, entspricht
tige flache Bändchen aufzuwickeln. die Aufwickelgeschwindigkeit der größten Geschwin-
Es ist zwar aus der USA.-Patentschrift 1986 979 5 digkeit des Folienstreifenlaufes, wie sie sich aus der
bekannt, einen flachen breiten Folienstreifen unmit- Verstreckung ergibt.
telbar vor dem Einlaufen in eine Spinntopfablage Die Führungsvorrichtung zum Verdichten des Fo-
durch einen Faltvorgang zu dublieren, bei welchem lienstreifens kann daher entweder unmittelbar vor
der Streifen über eine V-förmige Nut gezogen und dem letzten Galettensatz oder aber innerhalb oder
hierbei seine Längsachse auf den Nutengrund ausge- io auch hinter demselben gelegen sein. Sie kann aber
richtet wird. Jedoch behält der Folienstreifen dabei auch in besonderen Fällen im Bereich der /uifwik-
trotz der Verringerung seiner ursprünglichen Breite kelvorrichtung oder der Auflaufstelle auf den Wickel
seinen dünnen rechteckigen Querschnittsumriß wei- angeordnet sein.
terhin bei, so daß seiner Aufwicklung auf Spulen die Das Verdichten des Streifens kann in weiterer
obengenannten Hindernisse weiterhin im Wege ste- 15 Ausbildung der Erfindung in der Weise erfolgen, daß
hen würden. der zunächst flach geführte und gegebenenfalls um
Das gleiche tritt ein, wenn man gemäß der deut- seine Längsachse um etwa 90° verdrehte Folien-
schen Patentschrift 1127 535 Folienstreifen vor ih- streifen unter Spannung hochkant und in Ablenkung
rem Verstrecken mittels einer Heizdüse unregehnä- seiner Laufrichtung über einen quer zur Laufrichtung
Big in ihrer Längsrichtung faltet. Durch eine solche *o liegenden feststehenden oder umlaufenden, gegebe-
Düse lassen sich breite Streifen auf die Hälfte oder nenfaUs beheizten Überlauf- bzw. Umlenkkörper ge-
ein Drittel ihrer ursprünglichen Breite zusammenle- führt wird, wobei die Querschnittsverdichtung durch
gen. Im nachfolgenden Streckvorgang erhält der Fo- in Richtung der Streifenbreite wirkende Zugkräfte
lienstreifen aber wieder seinen schmalen rechteckigen erfolgt. Das Verdichten des Folienstreifens kann aber
Querschnittsumriß eingeprägt, bei dem die geringe 35 auch dadurch erreicht werden, daß der zunächst
Zunahme der Gesamtdicke durch die Faltung nicht flach geführte und gegebenenfalls in seiner Lauf-
ins Gewicht fällt, sondern sämtliche beschriebenen ebene um etwa *nn ve irehte Folienstreifen unter
Aufwickelschwierigkeiten eines dünnen Rechteck- Spannung zwischen zwei den Folienstreifen beidseits
querschnitt« eintreten. berührenden, sich quer zur Streifenlaufebene kreu-
Ungedrehte fadenartige Gebilde aus nicht fibril- 30 zenden, drehbaren Überlaufwalzen geführt wird, wo-
lierten oder teilfibrillierten Folienstreifen sind aber bei die Querschnittsverdichtung durch die in Rich-
aus den verschiedenen Gesichtspunkten für viele tung der Streifenbreite zur Streifenmitte hin gerichte-
Weiterverarbeitungen sehr interessant, und es besteht ten Geschwindigkeitskomponenten der Überlaufwal-
daher die Notwendigkeit, solche ungedrehten faden- zen erfolgt.
artigen Gebilde auf einfache Weise zu sicheren Wik- 35 Solcherart zu annähernd elliptischem bzw. abge-
keln mit guten Fadenablagerungs- und Ablaufeigen- rundetem Querschnittsumfang verdichtete Bänder
schäften aufzuwickeln. können ohne weiteres wie übliche Rundfäden aufge-
Dcmentsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe wickelt werden, ohne daß ihr Querschnittsumfang
zugninde, breite und möglichst dünne verstreckte durch Verdrallung erzwungen ist, wobei unter gewis-
Folienstreifen aus thermoplastischem Material, die 40 sen Umständen durch eine spezielle Fixierung die
zum Fibrillieren neigen, ohne Drallgebung derart zu Aufrechterhaltung dieser Formgebung erleichtert
verformen bzw. vorzubeharideln, daß sie sich mit werden kann. Für den Aufwickelteil bieten sich in
gleichmäßiger Längsspannung zu einwandfreien bevorzugter Weise solche Spuleinrichtungen bekann-
Wickeln auf Spulhülsen aufwickeln und später bei ter Bauart an, wie sie beispielsweise in der deutschen
der Weiterverarbeitung von diesen auch ohne 45 Patentschrift 1 028 669 oder in der deutschen Ausle-
Schwierigkeiten wieder abziehen lassen. geschrift 1214 824 beschrieben sind, bei denen die
Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäß vor- erfindungsgemäß verdichteten Bändchen mit in Abgeschlagen,
daß die laufenden Folienstreifen durch hängigkeit von ihrer jeweiligen Spannung geregelter
Zusammendrücken in Querrichtung in einer Führung Drehzahl mit der für die Weiterverarbeitung erzu
einem kompakten Querschnitt mit annähernd el- 50 wünschten Genauigkeit zu Kreuzspulwickeln oder zu
liptischem bzw. abgerundetem Umfang verdichtet länglichen kopsähnlichen Spulenkörpern beliebiger
werden. Verlegungsart aufgespult werden.
Das Verdichten erfolgt zweckmäßigerweise an Es hat sich herausgestellt, daß die erfindungsge-
einer solchen Stelle des Folienstreifenlaufes, wo des- mäße Art der drallosen Querschnittsverdichtung zu
sen Laufgeschwindigkeit seiner Aufwickelgeschwin- 55 einem abgerundeten Querschnittsumfang unabhängig
digkeit entspricht — was vornehmlich im Bereich des von der Breite der Bändchen gleichbleibend gute
letzten Galettensatzes der Fall ist —, weil der mit je- Querschnittsresultate Hefert. Dies ist besonders fur
der Verstreckung bzw. Schrumpfung stets zwangläu- verstreckte Bändchen von größerer Breite (etwa ab
fig einhergehende Fixiereffekt dort schon abgeklun- 10 mm aufwärts und insbesondere ab 25 mm) von.,
gen ist. Daher kann durch einen eventuell unmittel- 60 Wichtigkeit, bei denen bisher die Aufwickelschwie-,
bar nächfolgenden Überlauf des verdichteten Folien- rigkeiten besonders kraß zutage traten. , ,■ ;
Streifens über gekrümmte Flächen der Zustand der Da die Qüerschnittsformung zwecks Vermeidung
dabei vorübergehend eintretenden Abflachung des der Zusammenpressung auf einen schmalen recnt-
vorher zu abgerundetem Umfang verdichteten Quer- eckigen Zustand sowie dessen Fixierung erfindungs-
schnitts nicht mehr fixiert werden. Vielmehr kann 65 gemäß erst nach dem Verstrecken der Folienstreifen
sich der Fölienstreifen nach Verlassen der gekrümm- und dem gleichzeitig damit zwangläüfig eintretenden
ten Flächen sofort wieder zu seiner kompakten Quer- Fixiereffekt durchgeführt wird, ergibt sich fur jpie er-
schttittsform aufrichten. findungsgemaß geformten fadenartigen Gebilde em-
mal, daß während der Verstreckung die Folienstrei- Erfindungsgemäß werden die flach geführten ver-
fen völlig eben und ungefaltet sind und somit die streckten Streifen vor dem Aufwickeln zu einem fagrößtmögliche
Angriffsfläche für die Aufheizung auf- denartigen Gebilde von kompaktem Querschnitt mit
weisen, so daß eine schnellere und gleichmäßigere annähernd elliptischem bzw. abgerundetem Umriß
Durchwärmung eintritt und eine homogenere Orien- 5 verdichtet. Dies geschieht, wie in den F i g. 1 und 2
tierung der Makromoleküle erzielt wird, und zum an- näher dargestellt ist, in der Weise, daß der zunächst
deren, daß die erfindungsgemäß querschnittsgeform- flach geführte Streifen in seiner Laufebene um etwa
ten fadenartigen Gebilde eine vorübergehend er- 90° verdreht wird, wozu er beispielsweise durch eine
zwungene Querschnittsabnachung sofort wieder auf- kammerartige Führung 17 geleitet wird. Sodann wird
geben und ihren vorherigen abgerundeten Quer- io er hochkant und in Ablenkung seiner Laufrichtung
schnitt wieder elastisch annehmen können. nach unten unter Spannung über einen quer zur
Zugleich kann durch die Wahl des Verstreckungs- Laufrichtung liegenden feststehenden oder umlaufengrades
erreicht werden, daß je nach Wunsch beim den Überlauf- bzw. Umlenkkörper 18 geführt, wobei
Verdichten des Querschnitts zu elliptischem oder ab- die Verdichtung durch die in Richtung der Streifengerundetem
Umriß ein Fibrillieren erfolgt, gerade be- 15 querachse wirkenden Zugkräfte erfolgt,
ginnt oder aber ganz vermieden wird, wobei die be- In F i g. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer Kom-
ginnt oder aber ganz vermieden wird, wobei die be- In F i g. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer Kom-
kannte Erfahrung gilt, daß mit zunehmender Ver- bination von Überlauf- bzw. Umlenkkörper und
Streckung die Neigung zum Fibrillieren wächst. Kammführung besonderer Art dargestellt, die auf
Die Anwendung einer offenen Führung zur erfin- einfache Weise das Verdrehen des Streifens und desdungsgemäßen
Querschnittsverdichtung des ver- »o sen Verdichtung bewirkt. Das ortsfeste Rohr 19 ist
streckten Bändchens ermöglicht bei Bruch eines mit einer Reihe von Bohrungen 20 versehen, in
Bändchens eine schnelle und unabhängige Neuanle- welche in geringem Abstand voneinander speziell für
gung auf der Spule und eine leichte Einführung in den Anwendungsfall gebogene sogenannte Haarnadie
Führungsvorrichtung, so daß bei Betrieb keinerlei dein 21 eingesteckt sind, deren beide Schenkel 22
Störungen durch den Bruch eines Bändchens auftre- 25 und 23 senkrecht auf dem Rohr 19 stehen und aus
ten können. diesem mindestens in der Foliestreifenbreite heraus-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer ragen, wobei der eine Schenkel 23 an seinem oberen
Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Teil derart abgewinkelt ist, daß sich der Folienstrei-Verfahrens
schematisch dargestellt. Es zeigt fen in den schmalen Schlitz 24 zwischen zwei solchen
F i g. 1 die Gesamtanlage zur kontinuierlichen 30 Nadeln leichter einführen läßt
Herstellung von endlosen fadenartigen Gebilden aus Der Überlauf- bzw. Umlenkkörper 18 oder 19
einer thermoplastischen Kunststoff-Folienbahn mit kann gegebenenfalls hoch erhitzbar eingerichtet sein,
den Einrichtungen zum Verdichten und gegebenen- sofern ein Fixieren des zu abgerundetem Querfalls
Fibrillieren der aus der Folienbahn geschnitte- schnittsumriß verdichteten Fadengebildes erwünscht
nen und verstreckten Streifen sowie zum Aufwickeln 35 ist. Jedoch muß darauf geachtet werden, daß zwider
Fadengebilde, sehen dem Überlauf- bzw. Umlenkkörper und even-
F i g. 2, 3 und 4 Einrichtungen zum Verdichten der tuell nachfolgenden Walzen oder Rollen ein genüverstreckten
Folienstreifen gemäß F i g. 1 in vergrö- gend großer Abstand vorhanden ist, in welchem die
ßertem Maßstab. Fixierung der Querschnittsform beendet sein kann.
,. Gemäß Fig. 1 besteht die Anlage üblicher Bauart 40 In Fig.4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
, ... im wesentlichen aus der Schneckenstrangpresse 1 nut einer Einrichtung zam Verdichten des zum Fibrillie-
'^', Breitschlitzdüse 2, aus der Schneidevorrichtung 3, ren neigenden Folienstreifens dargestellt, wobei das
l.'\'\ den Galettenböcken4 und5 nebst Heizkanal6 sowie Zusammendrücken des zunächst flachen verstreckten
ll\,! aus der Aufwickelvorrichtung 7. An Hand dieser An- Folienstreifens durch in Richtung der Streifenbreite
^ lage soll die Arbeitsweise und Durchführung des er- 45 zur Stfcifenmitte hin gerichtete Geschwindigkeits-
''·"! findungsgemäßen Verfahrens erläutert werden. komponenten der Überlaufwalzen erfolgt, die auf ihn
^ Die aus der Breitschlitzdüse 2 in noch plastischem beim Überlaufen der beiden quer zur Streifenlauf-
ic "Ί' Zustand austretende Folienbahn 8 ist beim Überlau- ebene gekreuzten drehbar eingerichteten Walzen 26
f fen der Spannrollen 9, 10 insoweit verfestigt, daß sie und 27 einwirken. Diese Walzen 26 und 27 können
γ sich von den auf dem schwenkbarem Messerbalken 50 eine mattierte bis hochglanzpolierte Oberfläche auf-
... 11 sitzenden Klingen 12 in Streifen 13 zerschneiden weisen, die von der Art des Folienmaterials und dem
n läßt Diese Streifen 13 werden weiter durch die Grad der Verstreckung abhängig ist Es wurde gefun-
^j Streckzone geführt, die in bekannter Weise von Ga- den, daß bei zum Fibrillieren neigenden Folienstrei-
. letten 14 und 15 und einer zwischen ihnen angeordne- fen, also nach höherer Verstreckung, one mattierte
StJ ten Heizeinrichtung 6 gebfldet wird. Die Drehzahl der 55 Oberfläche zu empfehlen ist, während eine hoch-
sc ' Galetten 14 ist derart auf die Extnisionsgeschwindig- glanzpolierte Oberfläche für weniger verstreckte
l"? keit der Folienbahn 8 abgestellt, daß diese im Be- Bändchen, die noch nicht zum Fibrillieren neigen,
j reich der Spannrollen 9, 10 die zum sauberen Zer- vorzuziehen ist Eines besonderen Antriebs der WaI-
, schneiden notwendige Straffung erfährt Die Galetten zen bedarf es nicht, da diese von den Folienstreifen
t^h 15 laufen gegenüber den Galetten 14 mit erhöhter 60 mitgenommen und in Umlauf gehalten weiden. Der
J1V1 Drehzahl um, die den Verstreckungsgrad der Streifen Effekt der dargestellte Vorrichtung kanu dadurch
^1' 13 in der Heizzone 6 bestimmt und im Bereich von verstärkt werden, daß vor den gekreuzten Walzen 26,
1:4 bis 1 :12 oder höher liegen kann. Vom Streck- 27 in relativ kurzem Abstand Führungswalzen 28, 29
werk 5 werden die verstreckten Folienstreifen zur angeordnet sind.
Aufwickelvorrichtung? geführt, die eine der Anzahl 65 Sofern für Vorrichtungen zur Herstellung fadenarder
Streifen entsprechende Zahl von Spulköpfen 16 tiger Gebilde aus Folienstreifen zwischen dem Galetaufweist,
deren Aufbau und Funktion in der deut- tenbock5 und der Aufwickelvorrichtung? noch eine
sehen Patentschrift 1 028 669 näher beschrieben sind. Schrumpfstrecke vorgesehen sein sollte, was im ein-
zelnen jedoch hier zeichnerisch nicht dargestellt ist, dann würde am Ende der mit einer Heizvorrichtung
versehenen Schrumpfstrecke ein dem Galettenbock5 ähnlicher Galettensatz angeordnet sein, dessen
Umfangsgeschwindigkeit jedoch entsprechend dem Schrumpfungsgrad des Bändchens geringer ist
als die von Galettensatz S. Die zuvor in d nung beschriebenen Einrichtungen zum V
des Bändchens zu einem kompakten Quersi annähernd elliptischem bzw. abgerundete
schnittsumriß würden sich dann im Berei letzten Galettensatzes befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung endloser fadenar- Darüber hinaus ist die Oberfläche der Folienstreitiger Gebilde aus thermoplastischen Kunststoffen, 5 fen im Vergleich zu der von runden Fäden bei gleinach welchem eine Folie in Längsstreifen zer- ehern Volumen wesentlich größer. Dies wirkt sich in
schnitten wird und die Folienstreifen beim der Streckzone in einer schnelleren und gleichmäßi-Durchlaufen einer Streckzone, insbesondere un- geren Durchwärmung der Folienstreifen und einer
ter Wärmeeinwirkung, monoaxial um ein Mehr- homogeneren Orientierung der Makromoleküle in
faches ihrer Ursprungslänge verstreckt und gege- io der Längsrichtung zugunsten eines höheren Verbenenfalls fibrilliert sowie anschließend vor dem Streckverhältnisses und somit einer größeren Zugfe-Aufwickeln einer Querschnittsverdichtung unter- stigkeit aus.
worfen werden, dadurch gekennzeich- Schließlich neigen solche Folienstreifen um so
net, daß die laufenden Folienstreifen durch Zu- mehr zum Fibrillieren, je höher sie verstreckt sind
sammendrücken in Querrichtung in einer Füh- 15 und je geringer ihre Dicke ist bzw. wird. Das Fibril-
rumg zu einem kompakten Querschnitt mit annä- lieren, das durch eine auf sie ausgeübte Quer- oder
hemd elliptischem bzw. abgerundetem Umfang Torsionsbeanspruchung noch begünstigt wird, gibt
verdichtet werden. ihnen den Charakter von Faserbändern, die sich
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- zwirnen lassen und als Webbänder, Bindegarne oder
kennzeichnet, daß der zunächst flach geführte ao Taulitzen, insbesondere bei der Herstellung von Tep-
und gegebenenfalls um seine Längsachse um pichen, Säcken, Seilen u.dgl. Verwendung finden,
etwa 90° verdrehte Folienstreifen unter Span- Grundsätzlich können auf derselben Anlage fadennung hochkant und in Ablenkung seiner Lauf- artige Gebilde jeden beliebigen Titers hergestellt
richtung über einen quer zur Laufrichtung liegen- werden, wobei man zweckmäßigerweise aus den vorden feststehenden oder umlaufenden, gegebenen- as erwähnten Gründen bemüht sein muß, eine möglichst
falls beheizten Überlauf- bzw. Umlenkkörper ge- dünne Ursprungsfolie zu verwenden bzw. zu erzeuführt wird. gen und diese in entsprechend breite Streifen zu zer-
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- schneiden, so daß nach deren Verstrecken Bändchen
kennzeichnet, daß der zunächst flach geführte von beispielsweise nur 0,02 bis 0,08 mm Dicke, aber
und gegebenenfalls in seiner Laufebene um etwa 30 4 bis 40 mm Breite oder mehr entstehen.
90° verdrehte Folienstreifen unter Spannung Das Aufwickeln dieser fadenartigen Gebilde erzwischen zwei den Folienstreifen beidseits beruh- folgt — wenn eine Fibrillierung herbeigeführt worrenden, sich quer zur Streifenlaufebene kreuzen- den ist — üblicherweise erst, nachdem durch Drallden, drehbaren Überlaufwalzen geführt wird. gebung ein garnähnlicher Verband gebildet worden
35 ist.
Das Aufwickeln von dünnen und breiten Streifen
aus nichtfaserigem Material erfolgt ebenfalls ohne
Komplikationen, wenn es wie in der USA.-Patentschrift 1994057 nach Behandlung mit einem
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur 40 SchweUmittel vor der Aufwicklung beim Drallgeben
Herstellung endloser fadenartiger Gebilde aus ther- durch eine Verdichterdüse gezogen wird, in welcher
moplastischen Kunststoffen, nach welchem eine Fo- der Streifen zu einem kreisförmigen Querschnitt zulies in Längsstreifen zerschnitten wird und die Folien- sammengerollt wird.
streifen beim Durchlaufen einer Streckzone, insbe- Dagegen bereitet das Aufwickeln von noch nicht
sondere unter Wärmeeinwirkung, monoaxial um ein 45 oder nur teilweise fibrillierten, unverformten Bänd-Mehrfaches ihrer Ur«prungslänge verstreckt und ge- chen wegen ihrer dünnen rechteckigen Querschnittsgebenenfalls fibrilliert sowie anschließend vor dem form zu brauchbaren Wickeln erhebliche Schwierig-Aufwickeln einer Querschnittsverdichtung unterwor- ketten, die mit Vergrößerung der Bändchenbreite zufen werden. nehmen. Denn das Aufwickeln solcher flachen fa-Die Herstellung derartiger ganz oder teilweise fi- So denartigen Gebilde führt bei der bevorzugten Fadenbiillierter oder nicht fibrillierter Fadengebilde ist im ablage in sogenannter wilder Wicklung zu einem gewesentlichen bereits in den deutschen Patentschriften störten Lagenaufbau und zu einer stark höckerigen
667234, 763 277 und 913 574 sowie in den deut- Wickeloberfläche, was Anlaß zu Verklemmungen
sehen Auslegeschriften 1142987 und 1195428 be- und zu Brüchen beim Fadenabzug ist
schrieben. Im übrigen lassen sich auf diese Weise 55 Daher müssen solche Sachen, fadenartigen Gebilde
praktisch aus allen Thermoplasten solche Fadenge- in sogenannte Präzisionswicklung zu Spulenkörpern
bilde herstellen. aufgewickelt werden, weil nur auf diese Weise die
Die Herstellung von Kunststoffäden aus flachen Bändchenwindungen derselben Wickellage auf glei-Folienstreifen weist in mehrfacher Hinsicht wesent- eher Wickelhöhe liegen und eine glatte Wickeloberliche Vorteile auf. So ist es einfacher, auf Schnecken- 60 fläche ergeben, indem beispielsweise die Windungen
strangpressen Flach- oder Blasfolien, aus denen die des Folgehubes sich genau zwischen die Windungen
Folienstreifen geschnitten werden, herzustellen als des Vorhubes legen. Daraus folgt aber, daß bei jeder
aus Lochdüsen eine entsprechende Menge von Fäden chargenweisen Änderung der Bändchenbreite der
zu spinnen, da die Strangpressenwerkzeuge fließtech- Steigungswinkel der Bänchenverlegung in umständlinisch gümstiger ausgelegt werden können. Überdies 65 eher und zeitraubender Weise gesondert eingestellt
ist bei gleichbleibender Streifenbreite durch einfaches werden muß.
Verstellen des Düsenspaltes jeder gewünschten Titer Als weitere Nachteile einer Aufwicklung flacher
einstellbar. Andererseits läßt sich durch entspre- Bändchen sind zu nennen die mit der Breite des
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Also Published As
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