-
Einrichtung zum Prüfen der Steife von Briefsendungen und ähnlichen
flachen Gegenständen-Zum Prüfen der Steife von Briefsendungen sind Einrichtungen
bekannt, bei denen in den Förderweg ein nachgiebig gelagertes Organ ragt, welches
durch eine zu steife Sendung aus einer Ruhelage ausgelenkt wird, wahrend eine Sendung
geringerer Steife selbst in eine andere Richtung umgelenkt wird, Dan nachgiebig
gelagerte Organ dient hierbei als Weichenklappe, durch die die Sendungen entsprechend
ihrer Steife in einen von zwei weiterführenden F6rderwegen geleitet werden.
-
Einrichtungen der vorgenannten Art sprechen im allgemeinen nur dann
richtig auf zu steife Sendungen an, wenn diese im wesentlichen über ihre gesamte
Länge hinweg oinan vorgegebenen Wert der Steife überscheiten.
-
Demgegenüber besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe darin,
eine Einrichtung zum Prük@en der Steife von Briefsendungen und ähnlichen flachen
Gegenetänden zu schaffen, welche unter Verwandung veines nachgiebig gelagerten Organes
es ermöglicht,
auch Sendungen mit relativ kurzen steifen Einlagen
zu erkennen und über eine nach*igende, von Prüforgan gesteuerte Weiche aus dem Förderveg
auszuscheiden.
-
Dies wird dadurch erreicht, daß sich auf der einen Ses des Forderwege
ein erstes Förderband befindet, welches aus einem ersten Abschnitt der Einrichtung
über eine Umlenkrolle mit einer Ablenkung von etwa 15 bis 45° in einen zweiten Abschnitt
gefdhrt ist ; daß im zweiten Abschnitt der Umlenkrolle eine angetriebene Andruckrolle
gegenüberliegt, an die sich ein Abstützelement anschließt, welches das Anliegen
der in den zweiten Abschnitt eingeleuafenen Sendung am Forderband erzwingt ; daß
als Prüforgan eine nachgiebig gelagerte Rolle dient, die im ersten Abschnitt, nahe
der Umlenkrolle, unter der Einwirkung einer Richtkraft aus ersten Forderband anliegt
; und daß schließlich im eraten Abschnitt Führungsmittel vorgesehen sind, um die
einlaufenden Sendungen vor ihrem Eintritt in den zweiten Abschnitt mit dem ersten
Förderband in Eingriff zu balten.
-
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung nXher erläutert werden.
-
In dieser zeigen : Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel in Draufsicht,
beim Durchlauf einer Sendung von geringer Steife, Fig. 2 das gleiche Ausführungsbeispiel
beim Durchlauf einer zu steifen Sendung, Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel
beim Durchlauf einer Sendung von geringer Steife, und Fig. 4 das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3, während eine zu steife Sendung durchlauft.
-
Auf der einen Seite des Forderweges befindet sich ein über Umlenkrollen
1 und 2 laufendes Förderband 3, welches mit einer Ablenkung von etwa 10 bis 45°
über eine Umlenkrolle 4 geführt ist und so einen ersten und einen zweiten Abschnitt
der Einrichtung beatimmt. Im zweiten Abschnitt liegen dem Förderband 3 ein als Abstützelement
dienendes weiteres Förderband 5 und der Umlenkrolle 4 eine Andruckrolle 6 gegenüber,
wobei die letztere gleichzeitig als Umlenkrolle des Förderbandes 5 wirkt. Die Andruckrolle
6 ist auf einer in der Förderrichtung des zweiten Abschnittes verlaufenden, um eine
Achse 7 schwenkbaren Schwinge 8 gelagert, die durch nicht dargestellte Mittel gegen
das Förderband 3 gedrückt wird. Die Ausführungsbeispiele der Figuren 1, 2 und 3,
4 stimmen bis hierher überein.
-
Im ersten Abachniit der Einrichtung nach den Figuren 1 und 2 ist als
Prüforgan eine nahe der Umlenkrolle 4 angeordnete Rolle 9 vorgesehen. Sie ist über
einen Bolzen 10 in Richtung auf das Förderband 3 verschiebbar in einem Bock 11 gelagert
und wird durch eine Feder 12 mit einer Kraft gegen das Forderband 3 gedrückt, die
dem zu überprüfenden Steifewert der durchlaufenden Sendungen angepaßt ist. Im Ruhezustand
der Rolle 9 (Fig. t) wird über einen am Bolzen 10 befestigten Arm 13 ein Schalter
14 betätigt, wodurch ein von diesem gesteuerter Stromkreis einer nachfolgenden,
nicht dargestellten Weiche unterbrochen bleibt.
-
Im ersten Abschnitt der Einrichtung nach den Figuren 1 und 2 ist zoner
ein dem ersten Förderband 3 gegenüberliegendes, nachgiebig gelagertes drittes Förderband
15 vorgesehen. Dieses
erstreckt sich nur so weit in Richtung auf
die Rolle 9, daß es das Ausschwenken von zu steifen Sendungen nicht behindert.
-
In vorteilhafter Weise sind die Umlenkrollen 16 und 17 des Förderbande4
15 auf einer Schwinge 18 gelagert, die um die Achse 19 schwenkbar ist und deren
freies, die Rolle 17 tragendes Ende durch eine nicht dargestellte Feder gegen das
Förderband 3 gedrdekt wird.
-
Wenn in die Einrichtung nach den Figuren 1 und 2 eine Sendung 20 einlauft,
deren Steife den vorgegebenen (für die weitere Verarbeitung der Sendungen zulassigen)
Wert nicht überschreitet, so wird die Sendung entsprechend Figur 1 mehr oder weniger
vollstandig um die Umlenkrolle 4 gebogen. Der Schalter 14 bleibt betätigt. Durch
eine zu steife Sendung 20'hingegen wird nach deren Eintritt in den zweiten Abschnitt
der Einrichtung die Rolle 9 entgegen der Kraft der Feder 12 im Sinne der Darstellung
in Figur 2 so weit bewegt, daX der Schalter 14 freigegeben und dadurch der von ihm
gesteuerte Weichenstromkreis geschlossen wird. Die Sendung wird an der nachfolgenden
Weiche ausgeschieden.
-
Dan Prüforgan der dargestellten Einrichtung spricht bereits dann an,
wenn eine durchlaufende Sendung eine steife Einlage von nur etwa 40 mm Lhnge enthalt.
-
Die Einrichtung nach den Figuren 3 und 4 unterscheidet sich von jener
der Figuren 1 und 2 zunächst dadurch, daß das Farderband 15 entfellt. Stattdessen
ist das um die Umlenkrolle 4
geführte erste Förderband 3'als Saugförderband
ausgebildet, welches im ersten Abschnitt der Einrichtung-mit einer Saugwanne 21
zusammenwirkt. Die Saugwanne ist an die Saugleitung eines nicht dargestellten Liifters
angeschlossen. Das Förderband 3' weist entweder in an sich bekannter Weise über
einen Umfang hinweg Öffnungen auf, denen Schlitze der Saugwanne 21 entsprechen,
oder es besteht aus zwei oder mehreren übereinander angeordneten schmalen Bander,
in deren Zwischenräumen die Saugwanne 21 wirksam wird. Gegenüber der Umlenkrolle
1 ist eine nachgiebige Rolle 22 angeordnet, die über ein Band 23 angetrieben wird.
-
Durch die Wirkung der Saugwanne 21 werden die einlaufenden Sendungen,
ahnlich wie durch das dritte Förderband 15 der Einrichtung nach den Figuren 1 und
2, vor ihrem Eintritt in den zweiten Abschnitt mit dem Förderband 3'in Eingriff
gehalten.
-
Die als Prüforgan dienende Rolle 9 ist bei der Einrichtung der Figuren
3 und 4 an dem freien Ende einer um eine Achse 24 schwenkbaren Schwinge 25 gelagert,
dis tuber einen Arm 26 unter der Einwirkung einer Zugfeder 27 steht. Der Arm 26
wirkt in der schon beschriebenen Weise wiederum mit dem Schalter 14 zusammen.
-
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung entspricht im übrigen jener nach
den Figuren 1 und 2.
-
Wenngleich al* Abstützelement fUr die in den zweiten Abschnitt eingetretenen
Sendungen sich das Förderband 5 als beeonders zweckmäßig erwiesen hot, wlre es auch
mdglich, als Abttützelement eine auf die Andruckrolle 6 folgende zweite Andruekrtile
oder ein an die Andruckrolle 6 anschließendes Leitblech eu verwenden.