DE1644063A1 - Sulfonsaeuregruppenfreie Monoazofarbstoffe - Google Patents
Sulfonsaeuregruppenfreie MonoazofarbstoffeInfo
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- C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
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Description
- Sulfonsäuregruppenfreie Monoazofarbstoffe Die Erfindung betrifft sulfonsäuregruppenfreie Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel I in der Ri einen gegebenenfalls substituierten aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Rest -und R2 ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest bedeuten.
- R 1 leitet sich als Rest der Alkoholkomponente der Ester der Formel I im einzelnen beispielsweise von folgenden hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen ab, wobei im Falle mehrfunktioneller Alkohole nur eine Hydroxylgruppe mit dem Farbstoffrest verestert sein soll: Methanol, Äthanol, 1- oder 2-Propanol, 1- oder 2-
Phenyläthanol, Glykol, Glykolmo-nomethyl-,-äthyl-, -1-butyl- oder -phenyläther, Diglykol, Thiodiglykol, Methyldiglykol, 1,6-Hexandiol, Glykolmonoacetat, -propionat oder -benzoat, 2-Hydroxypropionitril oder 2-Hydroxypropionsäureamid.Butanol "/ Allylalkohol, Cyclohexanol, Benzylalkoholt 1- oder 2- tert.Butanol, - Besonders wertvolle Farbstoffe enthalten einen Glykolä-ther als Alkoholkomponente.
- Als Reste für R 2 seien außer einem Wasserstoffatom z.B. eine Methyl-, Äthyl-, Cyanäthyl-, Carboxyäthyl-, Carboalkoxyäthyl-oder Carbonamidoäthylgruppe genannt.
- Man kann die neuen Farbstoffe der Formel I durch Kuppeln von -Diazoverbindungen von Aminen der allgemeinen Formel II mit in 3-Stellung kuppelnden, sulfonsäuregruppenfreien Indolen der allgemeinen Formel III erhalten, wobei Ri und R2 die angegebenen Bedeutungen haben. Die Diazotierung erfolgt je nach Löslichkeit der Diazokomponente in wäßriger Salzsäure allein oder unter Zusatz von Dispergiermitteln. Gegebenenfalls ist auch ein Zusatz von organischen Lösungsmitteln, wie Alkoholen, Eisessig, Aceton oder Dimethylformamid, vorteilhaft. Im letzteren Fall löst man die Diazokomponente zweckmäßigerweise zunächst im organischen Lösungsmittel und gibt dann Säure zu. In konzentrierter Schwefelsäure ist die Diazotierung auch möglich. Die Kupplungskomponente wird zur Umsetzung mit der Diazokomponente in organischen Lösungsmitteln, wie Dimethylformamid oder N-Methylpyrrolidon, gelöst oder in feinverteilter Form als wäßrige Suspension verwendet. Eine Auflösung in Schwefelsäure ist ebenfalls brauchbar. Mitunter kann bei der Kupplung noch ein Zusatz von säurebindenden Mitteln, beispielsweise Natriumacetat, Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat oder Natronlauge, angebracht sein. Die neuen Farbstoffe eignen sich zum Färben von synthetischem Fasermaterial, speziell aus Polyamiden und Polyestern. Sie können einzeln oder auch im Gemisch verwendet werden. Die damit erhaltenen Färbungen zeichnen sich insbesondere durch vorzügliche Licht- und Thermofixierechtheiten aus. In den folgenden Beispielen beziehen sich Angaben über Teile und Prozente, sofern nicht anders vermerkt, auf das Gewicht. Beispiel 1 Zu der Suspension von 19,6 Teilen 2-Amino-5-nitrobenzoesäuremethylester in 300 Baumteilen Eisessig und 25 Raumteilen konzentrierter Salzsäure läßt man unter Rühren bei 3 bis 8 0 C 30 Raumteile 23%ige wäßrige Natrium-nitritlösung langsam zulaufen. Während der Zugabe der Nitritlösung setzt man wenig Eis zu. Anschließend rührt man noch 2 Stunden bei 0 bis 5 0 C und stellt nach Zerstörung eines etwa vorhandenen Nitritüberschusses durch Zugabe einer wäßrigen Natriumacetatlösung einen pH-Wert von 4 ein. Die Lösung wird filtriert und in kleinen Anteilen in eine Lösung von 20,3' Teilen 2-Phenylindol in 600 Baumteilen Dimethylformamid gegeben.
- Während der Kupplung hält man die Temperatur durch Außenkühlung und allmähliche Zuagbe von ungefähr 300 Teilen Eis bei 0 bis 5 0 C. Anschließend saugt man den abgeschiedenen Farbstoff ab, wäscht ihn mit Wasser und trocknet ihn bei 70 0 C. Man erhält ein rotbraunes Pulver, das sich in Aceton orangefarben löst und in feinverteilter Form auf Polyäthylen-terephthalatgewebe eine Orangefärbung mit sehr guten Echtheiten ergibt.
- Auf entsprechende Weise erhält man die Farbstoffe der folgenden Tabelle:-
Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat CO0C 2 H 5 2 0 2N-Ö-N = N orange H /COOC H 7 (n) 3 02N-#7 '# -N N# orange CO0C 3 H 7 (i) 4 02N- N = N - #, j11 orange -IN H cooc 4 H 9 (i) 5 02N- -N - N orange H coo(CH2)0(CH2)20(CH2)2OH 02N- N orange d- H Beispiel 9 24 Teile fein pulverisierter 2-Amino-4-nitrobenzoesäure-(ß-methoxyäthyl)-ester wird mehrere Stunden mit 30.0 Teilen Wasser und 0,3 Teilen des Umsetzungsproduktes von Oleylamin mit etwa 12 Mol Äthylenoxyd bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zusatz von 25 Raumteilen konzentrierter Salzsäure und 300 Teilen Eis läßt man bei 0 bis 5 0 C 30 Raumteile 23 %ige Natriumnitritlösung langsam zulaufen. Man rührt bei der gleichen Temperatur weitere 2 Stunden und beseitigt einen etwaigen Überschuß an salpetriger Säure wie üblich. Nach dem Filtrieren kuppelt man analog Beispiel 1 auf 20,3 Teile 2-Phenylindol. Es entsteht ein gelbbraunes Pulver, das sich in Aceton mit gelber Farbe löst und auf Geweben aus Po-_ lyamid oder Polyäthylenterephthalat goldgelbe Färbungen erzeugt, die sich durch vorzügliche Echtheiten auszeichnen. Auf entsprechende Weise erhält man folgende Farbstoffe:Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat - COO(CH 2)2S- (CH 2)2 OH 7 -02 N- N N orange UHO COO(CH 2)2 OCH 2 8 0 N- N N orange 2 14 H Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat COOCH 3 10 N N goldge lb NO 2 COO(CH 2)2OH 11 0 2 N- --# _N N orange COOCH 3 12 0 N-d-N N orange 2 CH3, 2 äH 1 2 CN COOCH-CH 2 =CH 2 13 0 2 N-Ö-N = N orange ?CH - 2 H 2 CN Beispiel 19 22,3 Teile 2-Amino-5-nitro-benzoesäure-(ß-cyanäthyl)-ester werden in 300 Raumteilen Dimethylformamid gelöst und bei 0 bis 5 0 0 mit 30 Raumteilen konzentrierter Salzsäure versetzt. Bei der gleichen Temperatur läßt man 30 Baumteile 23 %ige Natriumnitritlösung langsam zulaufen und rührt 2 Stunden nach. Man beseitigt einen möglicherweise vorhandenen Überschuß an salpetriger Säure wie üblich und stellt durch Zugabe einer wäßrigen Lösung von Natriumacetat einen pH-Wert von 4 ein. Nach dem Filtrieren kuppelt man analog Beispiel 1 auf 20,5 Teile 2-Phenylindol. Nach dem Aufarbeiten erhält man den Farbstoff als braunes Pulver, das sich in Dimethylformamid orangefarben löst und auf Polyäthylenterephthalat-Gewebe Orangefärbungen mit sehr guten Echtheiten ergibt.Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylen-L-,ereph'thalat COO(CH9)9OCH3 14 0 2 N -N N orange C TH, - t 2 CH 2 äN COOCH 3 15 0 N = N gelb 2 H . #H CO0C 2 H 5 16 N = N gelb NO 2 H COO(CH 2)6OH 17 -0 2 N-#b -N = N --z ora nge H COO(CH 2)20(CH2)2 OH 18 0 2 N-n\ -N = N orange &N ## 1 H'#' - Auf entsprechende Weise erhält man folgende Farbstoffe:
eispiel 22 Die Lösung von 28,4 Teilen 2-Amino-5--nitrobenzoesäure- rß-(ßt_ methoxy)-äthoxy] -äthylester in 100 Raumteilen Dimethylformamid wird in eine Mischung von 300 Teilen Eis, 30 Raumteilen konzentrierte Salzsäure und 0,3 Teilen des Umsetzungsproduktes von Oleylamin mit etwa 12 Mol Äthylenoxyd gegeben. Man rührt 4 Stunden bei einer Temperatur von 5 bis 10 0 C nach, filtriert und kuppe± analog Beispiel 1 auf 20,3 Teile 2-Phenylindol. Man erhält ein braunrotes Pulver, das sich in Aceton orangefarben löst und auf Gewebe aus Polyäthylenterephthalat Orange-Färbungen mit vorzüglicher Licht- und Thermefixierechtheit erzeugt. Auf entsprechende Weise erhält man die Farbstoffe der folgenden Tabelle:Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat COOCH 2 CH 2 OCOCH 3 20 0 2 N-Ö_N = N orange H &UO COOCH 2 CH 2 0 21 0 N-(J-N = N 2 orange H 51i:;,1 Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat COO(CHP)90(CHP)2 OC 2 H 5 23 0 2 N_<j -N N orange ;H COO(CH2)20(CH 2)20 (CH 2)2 OCH 3 24 0 N- -N = N orange 2 1 14;H Beispiel Farbton der Färbung auf Nr. Polyäthylenterephthalat 25 0 2 N- N orange H 2 OH 2 oc 2 H 5 0 N N N orange 2 5# 2 CH2 ON 0000-11 2 OH 2 oc 2 H 5 27 N -- N 1 1 -l-e goldgelb NO 2 H COO(CH 2)20(CH2)2OCH3 28 N = N Ne goldgelb 14 NO 2 H 0 2 N COOCH 3 29 N = N gelb
Claims (1)
- Patentansprüche 1. Sulfonsäuregruppenfreie Farbstoffe der allgemeinen Formel in der R 1 einen gegebenenfalls substituierten aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Rest und R 2 ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest bedeuten. Ein Verfahren zur Herstellung sulfonsäuregruppenfreier Farbstoffe der allgemeinen Formel gemäß Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß man Diazoverbindungen vor, Aminen der allgemeinen Formel mit in 3-Stellung kuppelnden Indolen der allgemeinen Formel umsetzt, wobei B 1 und F 2 die für Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH970668A CH501038A (de) | 1967-07-27 | 1968-06-28 | Verfahren zur Herstellung von sulfonsäuregruppenfreien Monoazofarbstoffen |
| US746005A US3557080A (en) | 1967-07-27 | 1968-07-19 | Monoazo dyes containing 2-phenyl-indoles |
| FR1580542D FR1580542A (de) | 1967-07-27 | 1968-07-25 | |
| GB35777/68A GB1224919A (en) | 1967-07-27 | 1968-07-26 | Monoazo dyes devoid of sulfonic acid groups |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0093677 | 1967-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1644063A1 true DE1644063A1 (de) | 1971-03-25 |
Family
ID=6987096
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671644063 Pending DE1644063A1 (de) | 1967-07-27 | 1967-07-27 | Sulfonsaeuregruppenfreie Monoazofarbstoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1644063A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2755022A1 (de) * | 1977-12-09 | 1979-08-30 | Bayer Ag | Azofarbstoffe |
-
1967
- 1967-07-27 DE DE19671644063 patent/DE1644063A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2755022A1 (de) * | 1977-12-09 | 1979-08-30 | Bayer Ag | Azofarbstoffe |
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