[go: up one dir, main page]

DE1520668A1 - Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten

Info

Publication number
DE1520668A1
DE1520668A1 DE19601520668 DE1520668A DE1520668A1 DE 1520668 A1 DE1520668 A1 DE 1520668A1 DE 19601520668 DE19601520668 DE 19601520668 DE 1520668 A DE1520668 A DE 1520668A DE 1520668 A1 DE1520668 A1 DE 1520668A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
acid
xylene
hours
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19601520668
Other languages
English (en)
Inventor
Dalibor Dipl-Chem Dr Horst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reichhold Albert Chemie AG
Original Assignee
Reichhold Albert Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Reichhold Albert Chemie AG filed Critical Reichhold Albert Chemie AG
Publication of DE1520668A1 publication Critical patent/DE1520668A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F283/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G
    • C08F283/01Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G on to unsaturated polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L67/06Unsaturated polyesters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten, die aus zur Mischpolymerisation befShigten olefinisch ungesättigten Verbindungen, aliphatischen Monocarbonsäure, Polyalkoholen und DicarbonsSuren aufgebaut sind. Diese Mischpolymerisate können in Kombination mit Aminoplasten zur Anwendung kommen.
  • Aus der USA-Patentschrift 2 647 o93 ist bekannt, daß mit Methylmethacrylat modifizierte blalkyde mit Harnstoff-Formaldehydharzen und mit Melamln-Formaldehydharzen verträglich sind. Nach den Ausführungsbeispielen wird bei der Herstellung der mit Methylmethacrylat modifizierten Olalkyde ein Acrylatanteil verwendet, der etwa ein Drittel der Gesamtmenge der Ausgangskomponenten nicht übersteigt. Die nach diesen bekannten Verfahren aus den genannten blalkyden und Aminoplasten durch Einbrennen hergestellten Lackfilme weisen keine den modernen Anforderungen entsprechende BestSndigkeit gegenüber Lösungsmitteln auf, insbesondere gegenüber Aromate, wie sie etwa von der Fahrzeugindustrie oder von den Herstellern von Waschmaschinen gewünscht wird.
  • In der USA-Patentschrift 2 85o 469 wird lediglich ein Polyester mit einem flüssigen polymerisierbaren Monomeren mit äthylenischer Gruppierung mischpolymerisiert, wobei als flüssiges polymerisierbares Mönomeres Styrol, eine Mischung. aus Styrol und α-Methylstyrol, Methylmethacrylat, eine Mischung aus Styrol, Acrylnitril oder eine Mischung aus Styrol und einem Kohlenwasserstoff mit einer Diengruppierung vorgeschrieben ist, wobei im Beispiel 12 aber der dort genannte Polyester lediglich mit einem Gemisch aus Styrol und Acrylsdure mischpolymerisiert wird. Die erfindungsgemäß beanspruchte Kombination, nämlich ein Gemisch aus a) und b) einzusetzen, ist weder vorbesohrleben, noch nahegelegt worden.
  • Die Erfindung bezweckt insbesondere die Herstellung von Mischpolymerisaten zur Verwendung in Lackfilmen, die eine allen AnsprUchen genügende Lösungsmittelbeständigkeit und eine hervorragende Oberflächenhärte aufweisen. Diese Aufgabe läßt sich mit den aus den vorgenannten USA-Patentschriften bekannten Mitteln nicht lösen. Man kdnnte zwar versuchen, die Lösungsmittelfestigkeit der nach diesem bekannten Verfahren erzielbaren Lackfilme durch Erhdhung des Acrylatanteils im Alkydharz zu verbessern, dies führt aber sehr bald zu Unverträglichkeit mit den Aminoplasten, so daß eine solche Lösung des Problems nicht möglich ist.
  • Die Erfindung zeigt einen Weg, der es erlaubt, Harze der eingangs genannten Art mit einem Uberwiegenden Anteil an Acrylgruppen herzustellen, die praktisch in jedem Verhältnis mit Aminoplasten verträglich sind und die in Mischung mit diesen beim HErten Produkte von hoher Lösungsmittelbeständigkeit und gleichzeitig großer Oberflächenhärte und verminderter Thermoplastizität liefern.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten aus polymerisationsfähigen äthylenische Gruppen enthaltenden Polyestern, die aus Fettsäuren, Polyalkoholen und DicarbonsEuren aufgebaut sind, durch Erhitzen mit äthylenisch ungesättigten Verbindungen in Anwesenheit von Polymerisationserregern erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß man als äthylenisch ungesättigte Verbindung ein Gemisch bestehend aus : a) Ester der Acrylsäure, Methacrylsäure oder Äthacrylsäure und/oder Styrol oder substituierte Styrole. b) Acryl-, Methacryl- oder Äthacrylsäure oder deren Amide oder die Amide und Halbamide von mehrwertigen Säuren sowie olefinisch ungesättigten Verbindungen, die neben Hydroxylgruppen ungesättigte Atherreste enthalten, einsetzt.
  • Zweckmäßigerweise werden die aus aliphatischen Monocarbonsäuren, Acrylverbindungen, Polyalkoholen und DlcarbonsEuren aufgebauten, im. Rahmen der Erfindung verwendeten Harze, als intern plastifizierte Acrylatharze bezeichnet, sofern bei ihnen die Acrylkomponente überwiegt. Es ist möglich, solche mit Harnstoff oder Melaminharzen vertrEglichen Harze mit einem Antell bis zu Eo % an Acrylat einschließlich des eventuellen zusEtzllchen Anteils an Monomeren herzustellen.
  • Die erforderliche Menge an reaktiven Wasserstoffatomen ergibt sich bereits bei einem geringen Gehalt der olefinisch ungesättigten Verbindungen an Carboxyl-, Hydroxyl- oder Amidgruppen gemEß a) und b).
  • Die aus den beschriebenen Verfahrensprodukten herstellbaren gehkrteten Produktet insbesondere Lackfilme, haben außer den genannten Vorteilen gegenUber den bekannten Produkten auch den Vorzug großer Lichtechtheit und hoher Wasser-und Alkalifestigkeit.
  • FUr die Herstellung der Acrylatharze eignen sich als aliphatische Monocarbonsäuren im Rahmen der Erfindung gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren. Als ungesättigte Fettsäuren können solche mit konjugierten oder isolierten Doppelbindungen, z. B. Ricinenfettsäure, Eläostearinsäure, Linolsäure oder LinolensSure oder deren Glyceride, verwendet werden.
  • Weiter werden die fUr die Herstellung von Polyesterharzen bekannten gesättigten bzw. ungesättigten Dicarbonsäuren, wie Phthalsäure, Maleinsäure oder deren Anhydride, Fumarsäure. Sorbinsäure sowie als Polyalkohole Glykole, Glycerin oder höherwertige Alkohole, wie Pentaerythrit, verwendet.
  • Als brauchbare Mischpolymerisationskomponenten seien Acrylester, beispielsweise Methyl-, Athyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Octylacrylat oder 2-Athylhexylacrylat, ferner Methacrylester, z. B. Methyl-, Athyl-, Propyl-, Butylmethacrylat, oder die Ester der Athacrylsäure genannt. Als weitere monomere, zur Mischpolymerisation befähigte Komponenten seien Styrol und substituierte Styrole, z. B. Vinyltoluol, a-Methylstyrol, o-und p-Methylstyrol und op-Dimethylstyrol, Vinyltoluol, beispielsweise angegeben. Als Verbindungen mit reaktionsfShgen Wasserstoffatomen eignen sich Acrylamide oder die Amide und Halbamide von mehrwertigen Säuren, ferner noch die Acrylsäure und MethacrylsSure.
  • Im Rahmen der Erfindung lassen sich vorteilhaft als Komponente a) bzw. b) olefinisch ungesättigte Verbindungen mit reaktionsfghigen Wasserstoffatomen auch solche einsetzen, die neben Hydroxylgruppen ungesättigte Atherreste aufweisen.
  • Verbindungen dieser Art können hergestellt werden durch Umsetzung von ungesEttigten Monoalkoholen, beispielsweise Allyl-, Methallyl-, Chlorallyl-, Crotylalkohol oder Methylvinylcarbinol, mit Polyalkoholen, wie Glycerin, TrimethylolEthan, Trimethylolpropan oder Pentaerythrit. Es lassen sich anstatt hydroxylgruppenhaltiger AllylEther oder dergleichen auch solche mit Epoxydgruppen verwenden, z. B. mit Glycidylreston substituierte Atheralkohole, die bekanntlich entsprechend reagieren können, wie Dialkohole, deren Hydroxylgruppen an benachbarten Kohlenstoffatomen substituiert sind. Als Beispiel hierfür sei der AllylglycidylEther genannt.
  • Als Aminoplaste zur Mischung mit den gekennzeichneten Acrylaten eignen sich Harnstoff-und Melamin-Methylolverbindungen, die mehr oder weniger mit einwertigen Alkoholen, z. B.
  • Methanol, Butanol oder Isobutanol veräthert sind.
  • Zwar ergeben die im Rahmen der Erfindung zu verwendenden intern plastifizierten Acrylatharze fUr sich allein, d. h. ohne Zusatz von Aminoplasten verwendet, auch schon Produkte guter Brauchbarkeit, jedoch sind die aus Mischungen mit Aminoplasten hergestellten Erzeugnisse besonders wertvoll.
  • Vorprodukt 1 : Herstellung eines plastifizierten blmodifizierten Alkydharzes Ein Gemisch aus folgenden Bestandteilen : 71o Teile Ricinenfettsäure 235"Pentaerythrit 180"Athylenglykol 515"PhthalsSureanhydrid 25"MaleinsEureanhydrid 50 " p-tert.-Butylbenzoesäure wird bei einer Temperatur von 18o°C gehalten, bis die Säurezahl 55 erreicht ist. Nach Zugabe von 8o Teilen Xylol wird im Kreislauf bei einer Temperatur von 18o°C bis 2oo°C verestert. Bei einer SEurezahl von 28-30 soll das Alkydharz, 60 % ig in Xylol gelöst, im DIN-Becher bei 20°C eine ViskositGt von 40-5o Sekunden haben.
  • Beispiel 1 : Ein Gemisch aus den Bestandteilen : 490 Teile Vorprodukt 1 60 %ig iß in Xylol gelost 395"Xylol 220"Styrol 5o"Butylmethaerylat 25 " Methacrylsäure 5, " di-tert.-Butylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 130°C mischpolymerisiert. Die 5o % ige Ldsung des Reaktionsproduktes in Xylol hat eine Gardner-Holdt-Viskosität V - W und eine Säurezahl 40.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen Mischpolymerisates: Dieses Mischpolymerisat wird mit butanolmodifizierten Melaminformaldehydharzen im Verhältnis 2 : 1 gemischt und liefert nach dem Einbrennen bei 12o°C wertvolle Überzüge, die neben hoher Lichtechtheit beständig gegenüber Wasser, wäßrigem Alkali und gegenüber aromatenhaltigen Lösungsmitteln sind.
  • Beispiel 2 : Eine Mischung aus folgenden Bestandteilen : 369 Teile Vorprodukt 1, 80 % ig in Xylol gelöst 120"Xylol 60"Dimethylformamid 30"Metnacrylamid 130 " Methylmethacrylat 135"Styrol 5, 5 " di-tert.-Butylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 13o°C polymerisiert, bis der Feststofgehalt 70 % beträgt.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen Mischpolymerisates : Darauf verdünnt man mit 340 Teilen Xylol und setzt nach dem Abkühlen bis auf 5o°C 59o Teile einer 5o %igen Lösung eines mit Butanol verätherten Melaminformaldehydharzes hinzu.
  • Die 5o % ige Losung des Reakticnsproduktes hat eine Gardner-Holft-Viskosität X und eine Säurezahl 11. Dieses Mischpolymerisat liefert nach dem Einbrennen bei 12o°C Überzüge mit den gleichen wertvollen Eigenschaften wie in Beispiel 1.
  • Bei Einbrenntemperaturen von 150°C werden sie beständig gegenüber Aceton, Diacetonalkohol und Äthylglykolacetat.
  • Beispiel 3 : Eine Mischung der Bestandteile : 369 Teile Vorprodukt 1, 80 % ig in Xylol gelöst 120"Xylol 60"Dimethylformamid 30 " Methacrylamid 30"Trimethylolpropandiallyläther 135"Vinyltcluol 130 " Methylmethacrylat 5, 5 " di-tert.-Butylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 13o°C polymerisiert, bis der Feststoffgehalt 7o % beträgt.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen Mischpolymerisates : Nach dem Verdünnen mit Xylol auf 5o Feststoffgehalt werden bei 5o°C 590 Teile einer 50 % igen Lösung eines mit Butanol verätherten Melaminformaldehydharzes unter RUhren hinzugefügt. Die Viskosität der 50 % igen Lösung beträgt 2oo DIN-sec. , die Säurezahl 11. Dieses Mischpolymerisat zeichnet sich nach dem Einbrennen bei 120°C bzw. 150°C durch eine gleich gute Chemikalienbeständigkeit aus wie die Produkte aus den Beispielen 1 und 2.
  • Beispiel 4 : Ein Gemisch der folgenden Komponenten : 394 Teile Vorprodukt 11 60 % in Xylol gelöst 432"Xylol 269"Styrol 25 " Methacrylsäure 60"Butylmethacrylat 5, 5 " di-tert.-Butylperoxyd wird 2 Stunden lan bei 130°C mischpolymerisiert. Die 50 %ige Lösung des Reaktionsproduktes in Xylol hat eine Garder-Holdt-Vlskosität W-X und eine Säurezahl4o.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen Mischpolymerisates: Dieses Mischpolymerisat wird mit butanolmodifizierten Molaminformaldehydharzen im Verhältnis 2 : 1 gemischt. Die Mischung liefert nach dem Einbrennen bei 120°C oder 150°C Überzüge mit entsprechenden Bigenschaften, wie sie in den Beispielen 1 und 2 angegeben sind.
  • Beispiel 5 : Eine Mischung der folgenden Bestandteile : 197 TEile Vorprodukt 1, 60 ig in Xylol geldst 511 " Xylol 367"Styrol 25 " Methacrylsäure 80"Butylmethacrylat 5,5 " di-tert.-Butylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 13o°C mischpolymerisiert. Die 5o % ige Ldsung des Reaktionsproduktes in Xylol hat eine Gardner-Holdt-Vlskosität Z und eine Säurezahl 33, Verwendun des erfindungsgemäßen Mischpolymerisates : Dieses Mischpolymerisat wird mit butanolmodifizierten verätherten Melaminformaldehydharzen im Verhältnis 2 : 1 gemischt und liefert nach dem Einbrennen bei 120°C oder 150°C überztlge mit entsprechenden Eigenschaften, wie sie in den Beispielen 1 und 2 angegeben sind Die folgenden Beispiele 6 und 7 erläutern die Herstellung von Emulsionen.
  • Beispiel 6 : Eine Mischung aus den Bestandteilen: 369 Teile Vorprodukt 1, 80 %ig in Xylol gelöst 180 " Toluol 275 Teile Styrol 20 " Methacrylsäure 5"Benzoylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 108 - 110°C polymerisiert, bis der Feststoffgehalt 70 % betrEgt. Nach Beendigung der Polymerisation werden 6o Teile eines nicht-ionischen Emulgators, wie Nonylphenoxypolyäthoxyäthanol, das etwa 3o Oxyäthyleneinheiten enthält, bei llo C hinzugefügt. Diese Temperatur wird eine Stunde gehalten, dann wird auf 80°C abgekühlt und 600 Teile Wasser werden unter starkem Rühren zugesetzts Darauf stellt man mit 25 % igem wäßrigen Ammoniak auf einen pH-Wert von 8, 8 ein. Das organische Lösungsmittel wird im Vakuum bei 40-5c mm und 30-34°C abdestilliert und durch Wasser ersetzt. Die Viskosität der 40 %igen Emulsion beträgt 500 Centripoisen.
  • Der pH-Wert wurde mit Ammoniak auf 8,6 eingestellt.
  • Verwendung des jsrfindunssgemä&enemulgiertenMischpolymerisats: Dieses Produkt ist mit einem wasserlöslichen methanolmodifizierten Melaminformaldehydharz im Verhåltnis 5 : 2 vertrEglich, Ein daraus hergestellter Lackfilm zeichnet sich nach dem Einbrennen bei 12o°C durch große Härte und ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit sowie hervorragenden Glanz aus.
  • Er ist beständig gegenüber Wasser und wäßrigem Alkali sowie Benzinen und aromatenhaltigen Lasungsmitteln.
  • Beispiel 7: Eine Mischung aus den Komponenten : 185 Teile Vorprodukt 1 80 % ig in Xylol gelas 90"Toluol 68"Styrol 68"Methylmethacrylat 13"MethacrylsSure 5"Benzoylperoxyd wird 2 Stunden lang bei 108-llo°C polymerlsiert, bis der Feststoffgehalt 7o % beträgt.
  • 30 Teile Nonylphenoxypolyäthoxyäthanol mit etwa 3e Oxyäthyleneinheiten werden hinzugefügt, dann wird die Mischung auf 80°C abgekühlt, worauf 3oo Teile Wasser unter starkem Rühren zugesetzt und mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 8t6 6 eingestellt werden.
  • Im Vakuum destilliert man das Toluol ab und ersetzt es durch Wasser. Die Viskosität der 4o % igen Emulsion beträgt 115o Centipoisen, der pH-Wert 8, 55.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen emulgierten Mischpolymerisates : Das Mischpolymerisat ist mit einem wasserlöslichen methanolmodifizierten Melaminformaldehydharz im Verhältnis 5 : 2 verträglich und liefert Überzüge mit entsprechenden Eigenschaften, wie sie im Beispiel 6 beschrieben sind.
  • Vorprodukt 2: Herstellung eines plastifizierten ölmodifizierten Alkydharzes Ein Gemisch aus folgenden Bestandteilen: 52o Teile LaurlnsAure 22o"Pentaerythrit 160 " Äthylenglykol 515"Phthalsäureanhydrid 25"Maleinsdureanhydrid wird bei einer Temperatur von 180°C gehalten, bis die Säurezahl 4o erreicht ist. Nach Zugeben von 7o Teilen Xylol wird im Kreislauf bei einer Temperatur von 180°C bis 2oo°C verestert. Bei einer S§urezahl von 28-3o soll das Alkydharz, 60 % ig in Xylol gelbst, im DIN-Becher bei 20°C eine ViskositSt von 30-4o Sekunden haben.
  • Beispiel 8 : Eine Mischung aus den Komponenten : 248 Teile Vorprodukt 2, 60 % in Xylol gelöst 180 " Butanol 31Xylol 277"Styrol 9o"Butylmethacrylat 25"MethacrylsEure 50 " Trimethylolpropandiallyläther 10 " Benzoylperoxyd wird zwei Stunden lang bei llo°C bis 12o°C mischpolymerisiert. Die 5o % ige Lösung des Reaktionsproduktes hat-eine Gardner-Holdt-Viskositnt U-V und eine Säurezahl 38.
  • Verwendung des erfindungsgemäßen emulsierten Mischpolymerisates : Dieses Mischpolymerisat wird mit butanolmodifizierten Melaminformaldehydharzen im Verhältnis 2 : 1 gemischt und liefert nach dem Einbrennen bei 120°C wertvolle Überzüge, die neben hoher Lichtechtheit beständig gegenüber Wasser, wäßrigem Alkali und segenüber aromatenhaltigen Lösungsmitteln sind, Vorprodukt 3 :-1065 Gewichtsteile RicinenfettsSure 345 Gewichtsteile Pentaerythrit 270 Gewichtsteile Xthylenglykol 773 Gewichtsteile PhthalsSureanhydrid 25 Gewichtsteile MaleinsEureanhydrid werden langsam bei 180°C bis zu einer SSurezahl von 50-60 verestert und danach 93 % ig im Xylol-Kreislauf bis zu einer Temperatur von etwa 200°C und SEurezahl 20-25 verestert.
  • Die ViskositStliegt bei etwa 40-60 Din-see. bei 20°C 60 % ig in Xylol.
  • Beispiel 9 : 428 Gewichtsteile Ricinenalkyd-Vorprodukt 3 (68, 8 % ig xylolische Lösung) und 457 Gewichtsteile Xylol werden in einem mit Rührer, RückflußkUhler und Wasserabscheider ausgerUsteten Kolben auf 130°C erhitzt. Dazu läßt sich ein Gemisch aus : 14 Gewichtsteilen Methacrylsäure 140 " Butylacrylat 140"Methylmethacrylat und 5 " Benzoylperoxyd in etwa 2-3 Stunden bei einer Temperatur von 125-130°C zulaufen. Nach weiteren 2 Stunden beträgt der Körpergehalt der Lksung ca 38-40%. Danach läßt man bei etwa 135°C ein Gemisch aus 11 Gewichtsteilen Methacrylsäure und 5 Gewichtsteilen di. tertiär.- Butylperoxyd in etwa 10 Minuten hinzufließen. Nach etwaE3-4 Stunden beträgt der Kdrpergehalt der Ldßung etwa 48-50%. Die Viskosität beträgt etwa 200-300 Din-sec.
  • Beispiel 10 : 635 Gewichtsteile Ricinenalkyd-Vorprodukt 3 (69,0 % xylolische Lösung) und 398 Gewichtsteile Xylol werden in einem mit RUhrer und RUckfluß ausgestatteten Kolben auf 130-140°C erhitzt. Dazu werden 24 g Acrylsäure hinzugefügt und danach mit dem gleichmäßigen Einlauf eines Gemisches aus 128 Gewichtsteilen Methylmethacrylat und 5 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd innerhalb von 2 Stunden begonnen. Nach weiteren 2 Stunden beträgt der Körpergehalt der Ldaung etwa 43 %. Durch weitere Zugaben von 6 g Bensoylperoxyd und Halten der Temperatur, erreicht man einen Festkörper von etwa 48 %. Die Viskosität der 48 %igen Lösung beträgt etwa 4o-5o Din-sec. bei 20°C.
  • Herstellung der in TabellelaufgeführtenMassen: Die in der Tabelle 1 aufgeführten Vergleichsmassen werden wie folgt pigmentiert und mit Melaminharzen gemischt : 25 Gewichtsteile eines butanolverätherten Melaminharzes gemma DAS 1 065 522 50 % ige L8sung 33 Gewichtsteile Titandioxyd mit der Markenbezeichnung RN 56 0, 5 Gewichtsteile Silikon81 AL 1 % ig 75 Gewichtsteile der in der Tabelle 1 angegebenen Copolymerisate I bis IV (50 % ige L8sungen) wurden 36 Stunden in einer KugelmUhle gemischt und mit 19 Gewichtsteilen eines Lösungsmittelgemisches aus 60 Teilen Xylol, 20 Teilen Diacetonalkohol und 20 Teilen Kthylglykol auf eine SpritzviskositSt von 20-22 Din-sec. verdünnt und auf gesäuberte Eisenbleche mit einer Spritzpistole aufgetragen und nach kurzem AblUften bei 120°C 30 Minuten eingebrannt und den angegebenen PrUfungen unterzogen.
  • Herstellung der in der Tabelle 2-aufgeführten Massen: Die in der Tabelle 2 aufgeführten Vergleichsmassen werden wie folgt pigmentiert und mit Melaminharzen gemischt : 40 Gewichtsteile eines butanolverStherten Melaminharzes gemäß DAS 1 065 522 50 % ige Lösung 40 Gewichtsteile Titandioxyd mit der Markenbezeichnung RN 56 0, 5 Gewichtsteile Silikonöl AL 1 % ig 80 Gewichtsteile der in der Tabelle 2 mit I-IV angegebenen Copolymerisate (50 %ige Lösungen) wurden 36 Stunden in einer KugelmUhle gemischt und mit 10 Gewichtsteilen des obigen Ldsungsmittelgemisches auf 20-22 sec.
  • SpritzviskositSt eingestellt und auf gesäuberte Eisenbleche mit Hilfe einer Spritzpistole in 1 1/2 Kreuzgängen aufgetragen und nach kurzem AblUften bei 120°C 30 Minuten eingebrannt und den angegebenen Prüfungen unterzogen.
  • Tabelle lBeständigkeiten Vergleichsmassen Glanz Tiefung Füllkraft gegen dest. gegen 3 % Copolymerisate nach der Wasser Natronlauge Erichsen Lacke
    erfindungsge-
    mäßes Beispiel 1 1 5, 6 mm 1 nach 24 Std. nach 24 Std.
    1 1-
    erfindungsge-
    mäßes Beispiel 9 1 6,7 mm 1 nach 24 Std. nach 24 Std.
    1-2 1-2
    Beispiel 1 nach 3 o, 4 mm 4 nach 24 Std. nach 24 Std.
    belgischer Pa-
    tentschrift 2-3 2-3
    576 209
    Beispiel 1 nach
    franz8sischer 3 1, 3 mm-3 nach 6 Std. nach 50 Min.
    Patentschrift 4 4
    1 180 231
    Vergleichsmassen Tabelle 2 Beständigkeiten Glanz Tiefung FUllkraft gegen dest. gegen 3 % nach der Wasser Natronlauge Erichsen Lacke
    erfindungsge-
    mäßes Beispiel 1 1 4, 0 mm 1 nach 24 Std. nach 24 Std.
    1 1
    . erfindungsge-
    messes Beispiel 9 1 9, 2 mm 1 nach 24 Std. nach 24 Std.
    1 1-2
    Beispiel 1 nach
    belgischer Pa-3 o, 2 mm 4 nach 24 Std. nach 24 Std.
    tentschrift
    576 209 2 2
    , Beispiel 1 nach
    französischer
    Patentschrift 4 1,0 mm 3 nach 24 Std. nach 60 Min.
    1 18o 231 4 4
    Erklärung der Zahlen : Glanz = 1 = guter Glanz ; 2 =schleierhafter Glanz ; 3 = starke Schleier bildung ; 4 = matt.
  • Füllkraft : 1 = füllkräftige glänzende Filme; 2 = füllkräftige Filme mit Schleierbildung ; 3 = magere Filme mit Schleierbildung ; 4 = magere und matte Filme BestAndigkeiten gegen dest. Wasser 1 = keine Blasen ; 2 = wenige Bläschen ; und 3 % Natronlauge 3 = starke Blasenbildung ; 4 = Film zerstört.
  • Die vorstehenden Vergleiche zeigen, daR die erfindungsgemäßen Oberzugsmassen sich gegenüber den nächstliegenden bekannten Produkten, gemäß der belgischen Patentschrift 576 2o9 und der französischen Patentschrift 1 180 231 durch einen besseren Glanz, eine größere Elastizität (Tiefung nach Erichsen), eine größere Füllkraft, bessere Beständigkeiten gegen Wasser und Lauge auszeichnen. Aus dem bisher bekannten Stand der Technik war die Verbesserung der erfindungsgemäßen Oberzugsmassen in verschiedener Richtung nicht zu erwarten.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1-Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten aus polymerisationsfähigen äthylenische Gruppen enthaltenden Polyestern, die aus Fettsäuren, Polyalkoholen und DicarbonsSuren aufgebaut sind durch Erhitzen mit äthylenisch ungesättigten Verbindungen in Anwesenheit von Polymerisationserregern erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß man als äthylenisch ungesättigte Verbindung ein Gemisch bestehend aus a) Ester der Acrylsäure, Methacrylsäure oder Kthacrylsdure und/oder Styrol oder substituierte Styrole, b) Acryl-, Methacryl- oder Äthacrylsäure oder deren Amide oder die Amide und Halbamide von mehrwertigen SSuren sowie oleflnisch ungesättigten Verbindungen, die neben Hydroxylgruppen ungesättigte Rtherreste enthalten, einsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Kondensationsprodukten aus Athylenoxydgruppen ent-/ haltenden Verbindungen mit Alkylphenolen, welche zwischen 4 und 30 Oxyäthyleneinheiten enthalten.
  3. 3. Neue Mischpolymerisate erhEltlich nach dem in einem der Ansprüche 1 oder 2 genannten Verfahren.
DE19601520668 1960-06-27 1960-06-27 Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten Pending DE1520668A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER0036057 1960-06-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1520668A1 true DE1520668A1 (de) 1969-05-22

Family

ID=7404790

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19601520668 Pending DE1520668A1 (de) 1960-06-27 1960-06-27 Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1520668A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0363723B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Überzuges, wässrige Beschichtungszusammensetzungen, wasserverdünnbare Polyacrylatharze und Verfahren zur Herstellung von wasserverdünnbaren Acrylatharzen
EP1185568B1 (de) Polymer
WO2000063266A2 (de) Polymer
DE1178161B (de) Bindemittel in waessriger Verteilung enthaltendes UEberzugsmittel
DE2740290A1 (de) Praktisch vollstaendig hydroxymethylierte glykolurilderivate
DE2818102A1 (de) Beschichtungszusammensetzung
EP0391271A2 (de) Wässriges hitzehärtbares überzugsmittel auf Polyester- und Acrylbasis, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung
DE2262217A1 (de) Ueberzugsmasse in pulverform, die wenigstens zwei verschiedene gefaerbte pulver und reflektierende flocken enthaelt
EP0365775B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Überzuges unter Verwendung wässriger Beschichtungszusammensetzungen
DE1520766B1 (de) Verfahren zur herstellung von mischpolymerisaten aus ungesaettigten polyestern
EP0324334A1 (de) Wasserverdünnbare Bindemittel, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
EP0521926B1 (de) Verfahren zur herstellung eines mehrschichtigen überzugs
DE2633267A1 (de) Modifizierte vinylpolymere, sie enthaltende zusammensetzungen und herstellungsverfahren
WO1991014711A1 (de) Verfahren zur herstellung eines mehrschichtigen überzuges
DE2732693A1 (de) Verfahren zur herstellung von in organischen loesungsmitteln loeslichen, hydroxylgruppenhaltigen copolymerisaten
DE1669009A1 (de) Fluessige UEberzugsmassen
DE1519144B2 (de) Ueberzugsmittel in form waessriger loesungen
DE1520668A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Mischpolymerisaten
DE19508544A1 (de) Modifiziertes Acrylcopolymerisat
DE1494306C3 (de) Überzugsmasse, bestehend aus Mischpolymerisaten und Aminoplasten
DE1959599C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten
DE2938308C2 (de) Substrat mit härtbarer oder gehärteter Mehrschichtlackierung, Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung
EP0350684A2 (de) Oxidativ vernetzbare, wasserverdünnbare Bindemittel, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
AT229586B (de) Zur Herstellung von geformten Gebilden und Überzügen geeignete Masse
DE1494306B2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
SH Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971