DE1592254A1 - Verfahren zur Herstellung von hochreinem Molybdaenchlorid,bevorzugte Molybdaenpentachlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochreinem Molybdaenchlorid,bevorzugte MolybdaenpentachloridInfo
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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- C01G39/00—Compounds of molybdenum
- C01G39/04—Halides
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Description
Verfahren zur Herstellung von hochreinem Molybdänchlorid,
bevorzugt Molybdänpentachlorid.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von hochreinem
Molybdänchlorid, bevorzugt Molybdänpentachlorid, das
zu hochreinem Molybdän und/oder hochreinen Molybdänverbindungen verarbeitet wird.
Zur Reinigung von Molybdänverbindungen sind Verfahren
der Plus sig-Flüssig-Extrakt ion, der Sublimation von
Molybdäntrioxid und der Kristallisation von Molybdänverbindungen bekannt. Diese Verfahren sind zur Herstellung
hochreiner Verbindungen sehr aufwendig, beziehungsweise führen zu keinen hochreinen Verbindungen,
insbesondere ist die Abtrennung von Wolfram schwierig.
Pur die Reinigung von Molybdänhalogeniden sind Verfahren
der Destillation und Sublimation bekannt. Bei der Destillation oder Sublimation von Molybdänchlorid,
hauptsächlich Molybdänpentachlorid werden Elemente wie beispielsweise Eisen, Aluminium, aber hauptsächlich
Wolfram, auf Grund der. Siede- oder Sublimationspunkte ihrer Chloride nur wenig abgereichert.
Der Irfindung liegt die Aufgabe zugrunde Molybdänverbindungen höchster Beinheit duroh Destillation oder
Sublimation von Molybdänchlorid, insbesondere Molybdänpentachlorid, herzustellen, wobei solche Xlemente wie
beispielsweise Ilsen, Aluminium, Titan, Silicium, Niob, Tantal und hauptsächlich Wolfram entfernt werden.
009849/U80
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
zur Herstellung von hochreinem Molybdänchlorid durch Destillation oder Sublimation von Molybdänpentachlorid
diesem vor und/oder während der Destillation oder Sublimation Sauerstoff, Wasser, sauerstoff- oder wasserenthaltende
Gase, mit Metallchloriden leicht reagferende sauerstoffhaltige Verbindungen, deren Heaktionsprodukte
flüchtig oder leicht abtrennbar sind, beziehungsweise keine zusätzliche Verunreinigung der
Molybdänverbindung bedeuten, wie Molyböanoxide, Molybdänoxidchloride, Chloroxide, Schwefeloxide, Schwefeloxidchloride, Stickoxide, Kohlendioxid, Phosgen und
dergleichen zugesetzt werden.
Dadurch werden einige Metallchloride in schwerflüchtige
Oxide, andere in leichter flüchtige Oxidchloride umgewandelt und sind vom Molybdänpentachlorid leicht
abzutrennen.
JUs reinigende Agenzien haben sich insbesondere Sauerstoff, luft, Wasser, Molybdänoxide und -oxidehloride
bewährt. Dabei muß der Sauerstoffzusatz mindestens so
bemessen sein, daß die zu entfernenden Verbindungen quantitativ in Oxid oder Oxidchlorid übergeführt werden
können, wobei ein Überschuß die Abtrennung fördert .
Die sauerstoffhaltigen Gase oder Verbindungen werden
vor und/oder während der Destillation oder Sublimation dem Molybdänchlorid zugemischt oder in den Verdampferteil eingebracht. Aus dem so präparierten Molybdänpentachlorid
werden die flüchtigen Oxidehloride, insbesondere
Wolframoxidchlorid, im Vorlauf abdestilliert oder abeublimiert und in einer Kühlkammer niedergeschlagen,
die sohwerflüchtigen Oxide bleiben im Sumpf
surück. Wobei insbesondere die Abtrennung des Wolframs
009849/U80
schon durch Erhitzen des Molybdänchlorids, vorzugsweise
im Rückfluß, mit oder ohne Tragergas erfolgen kann.
Der Vorteil dieses Verfahrens gegenüber den bisher bekannten
Verfahren zur Herstellung von hochreinem liolybdänpentachlorid ist die bequeme und schnelle Technologie,
der variable Durchsatz und der nahezu kostenlose Materialeinsatz bei sehr geringen Aasbeuteverlusten
an Molybdänpentachlorid.
Die Erfindung wird nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
1. Ausführungsbeispiel ' .
Zu 50-0 g Molybdänpentachlorid wurde vor der Destillation
ein cm-* Wasser durch Auftropfen zugesetzt, das
Ghlorid bei 280° 0 abdestilliert, wobei die Vorlage
auf 200° 0 gehalten wurde.
Spurenelemente
Fe
Al ' Si W
2, Ausführungsbeispiel '
Durch 500 g geschmolzenes Molybdänpentachlorid wurde
im mäßigen Strome 5 min lang Luft geleitet und das
Chlorid nach geraumer Zeit abdestilliert. Destillation bei 300° C, Vorlage 250° C.
| vorher | nachher |
| ppm | ppm |
| 60 | 6 |
| 20 | <0,3 |
| 50 | <0,3 |
| 20 | /1 |
009849/U80
| nte | - 4 - | 1592254 | |
| ■ene lerne | vorher | nachher | |
| ppm | ppm | ||
| Fe | 20 | 2 | |
| Al | 13 | <0,3 | |
| Si | 90 | <0,3 | |
| W | unersbeisOJ | 100 | <1 |
| Ausfuhr | LeIe beziehen | sich auf eine ein- | |
fache Best illation, die Heinigungseffekte können durch
eine Xblonnendestillation beliebig erhöht werden.
009849/U80
Claims (2)
- Patentansprüche1» Verfahren zur Herstellung von hochreinem Molybdänchlorid durch Destillation oder Sublimation von Molybdänpentachlorid, dadurch gekennzeichnet, daß dem Molybdänchlorid vor und/oder nährend der Destillation oder Sublimation Sauerstoff, Wasser, sauerstoff- oder w&sserenthaltende Gase, ait Metallchloriden leicht reagierende säuerstoffhaltige Verbindungen, deasen. Reaktionsprodukte flüchtig oder leicht abtrennbar sind, beziehungsweise keine zusätzliche Verunreinigung der MölybdSnverbinöung bedeuten, wie Molybdänoxide, Molybdänoxidchloride, Chloroxide, Schwefeloxide, Schwefeloxidchloride, Stickoxide, Kohlendioxid, Phosgen und dergleichen, oder auch Gemische dieser, zugesetzt we
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sauerstoff halt igen Agenzien in das Molybdanohlorid eingetragen, eingeleitet und/oder an der Oberfläche vorbeigeleitet werden·3· Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere das Wolfram als Wolframoxidchlorid aus de» Molybdänchlorid durch. Erhitzen mit oder ohne Trägergas ausgetrieben wird.009849/14*0
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0048493 | 1965-10-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1592254A1 true DE1592254A1 (de) | 1970-12-03 |
Family
ID=7051216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651592254 Pending DE1592254A1 (de) | 1965-10-23 | 1965-10-23 | Verfahren zur Herstellung von hochreinem Molybdaenchlorid,bevorzugte Molybdaenpentachlorid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1592254A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0496655A1 (de) * | 1991-01-22 | 1992-07-29 | L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude | Verfahren zur Herstellung hochreiner Sputter-Targets aus Metallsiliziden |
| CN114132963A (zh) * | 2021-12-30 | 2022-03-04 | 湖南省华京粉体材料有限公司 | 一种三氯化钼的合成方法 |
-
1965
- 1965-10-23 DE DE19651592254 patent/DE1592254A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0496655A1 (de) * | 1991-01-22 | 1992-07-29 | L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude | Verfahren zur Herstellung hochreiner Sputter-Targets aus Metallsiliziden |
| CN114132963A (zh) * | 2021-12-30 | 2022-03-04 | 湖南省华京粉体材料有限公司 | 一种三氯化钼的合成方法 |
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