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Betonstein-Herstellungsanlage Die Erfindung bezieht sich auf eine
Betonstein-Herstellungsanlage, die allgemein aus einer Silostation, einer Mischstation,
einen Fertigungsstation, einer Härtungsstation und einer Abpackstation besteht,
die in der hier gegebenen Reihenfolge durch Fördermittel verbunden sein können.
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Aus Schwer- und Leichtbeton werden vielfach Kleinbauelemente hergestellt,
die die verschiedensten Formen aufweisen können und die sowohl im; Hoch- als auch-im
Tiefbauverwendet werden,, auf dem zu-Letzt genannten Gebiet insbesondere für den
Straßen'-,und den Wasserbau. Derartige Betonstein-Bauelemente werden bislang in
stationären, verhältnismäßig großen Lgerksanlagen hergestellt, die in der Nähe eines
Verbrauchs- und/oder Rohstoffgebietes errichtet werden. Die Hersteller sind dabei
jeweils bemüht, den Aufwand für die Anfuhr von Rohstoffen und die Abfuhr der fertigen
Erzeugnisse möglichst gering zu halten. Trotzdem zeigt sich immer wieder, daß derarti@gg`4rke.nach
verhältnismäßig kurzer Einsatzzeit
Absatzschwierigkeiten auftreten,
da bei der langen .Lebensdauer der hergestellten Bauelemente und dem begrenzten
Bedarf die Aufnahmefähigkeit des zunächstliegenden Absatzgebietes erschöpft ist,
in weiter entfernt liegende Gebiete jedoch wegen des zu .hohen Aufwandes für die
Abfuhr der Elemente nicht geliefert werden kann.
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Die starke Abhängigkeit der bekannten Betonstein-Herstellungsanlagen
vom Standort ist demnach äußerst nachteilig. Die vorliegende Erfindung beruht auf
dem Grundgedanken, eine Betonstein-Herstellungsanlage zu schaffen, die weitestgehend
ortsveränderlich ist. Eine Detonstein-Herstellungsanlage der eingangs erwähnten
Art ist demnach erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die die einzelnen Stationen
bildenden oder sie verbindenden Einrichtungen auf Fahrgestelle aufsetzbar bzw. von
diesen absetzbar ausgebildet sind, wobei Silo-, f,-iisch- und Fertigungsstation
unmittelbar Aneinander anschließend üufstellbar sind und die Fertigungs-, die Härtungs-
und die Abpackstation durch die Fördermittel zu einem Kreis verbunden sind. Mit
einem beschränkten Aufwand an zusätzlich an den einzelnen Einrichtungen der ;"@nlage
angeordneten Mitteln kann erreicht werden, daß die ganze .,nlage innerhalb kurzer
Zeit, z. B. innerhalb eines Tages, vollständig an einem neuen Arbeitsort aufgebaut
oder nach Erfüllung einer Aufgabe wieder abgebaut werden kann. Die Anlage kann'über
weite Strecken wirtschaftlich befördert und somit jeweils dort aufgestellt werden,
wo entweder Rohstoff-, Absatz- oder Verkehrsverhältnisse am günstigsten sind. Entgegen
den gebräuchlichen ortsfesten Werksanlagen genügen für die erfindungsgemäße ;,nl-:ge
Fundamente, die aus Schwellen oder ähnlichen Materialien be stehen und leicht wieder
aufgenommen werden können. Besondere
Bodenbefestigungen, z. B. die
Herstellung großer Betonflächen, und die Aufstellung von Fertigungshallen sind nicht
erforderlich. Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Herstellungsanlage an Kiesgruben,
Frischbetonwerke, @ohstoffumschlagplätze oder Groß-. baüstellen angeschlossen: An
diesen Stellen ist auch die verhältnismäßig kleine Fläche verfügbar, um die einzelnen
Stationen mit ihren Einrichtungen aufzustellen. Die Schwierigkeiten, die- bisher
durch die Festlegung auf einen Standort auftraten- und vielfach die Errichtung von
Zweigwerken notwendig machten, sind durch die Erfindung beseitigt.
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Weitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Aus-führungeform beispielsweise
erläutert und dargestellt ist. Es zeigen: Fig. 1 einen Lageplan für eine erfindungsgemäße
Herstellungsanlage, Fig. 2, 3 und 4 schematische Darstellungen für das Absetzen
einer zur erfindungsgemäßen Herstellungsanlage gehörigen Einrichtung vom'Fahrgestell,
Fig. 5 eine vereinfacht dargestellte Draufsicht auf eine zur Herstellungsanlage
gehörige Einrichtung, Fig..6,-7 und 8 eine vereinfachte Darstellung für das Absetzen
einer zur erfindungsgemäßen Herstellungsanlage gehörige Einrichtung von einem Fahrgestell,
Fi_g. 9, 1ƒ und 11 einen zur erfindungsgemäßen Herstellungsanlage gehörigen
Zementsilo im Beförderungszustand, während des, Aufstellens und beim Anschluß an
eine Mischstation, Fig. 12 eine Gruppe von Zuschlagsilos auf einem Fahrgestellt
in
Fig13 die in Fig.. 1.2 dargestellte Einrichtung in Rückansicht
während de.s Absetzens, , Fig. 14-die. in Fig. 12 und-13 dargestellte Einrichtung-
in abgesetzten und betriebsfähigen Zustand in Seitenansicht,. Fig. 15 eine Draufsicht
auf die.Einrichtung nach Fig.-14, Fig. 16 eine zur erfindungsgemäßen Anlage. gehörige
misch.statian in Seitenansicht au.f einem Fahrgestell., Fig. 17 die Einrichtung
nach- Fig. 16 von der Eingangsseite h.er gesehen.._währe:nd das Abs,etzens, Fig.
18 die Einrichtung nach, Fig. 16. und 17 im Betriebszuetand, Fig. 19 eine Draufsicht
auf d-ie Einrichtung nach Fig. 16 bis
18,
Fig. 20, 21, 22 und 23 eine für
die erfindungsgemäße Anlage als Fertigungsstation dienende Einrichtung auf' inem
Fahrgestell in Seitenansicht, während des Absetzens von der Eingangsseite her gesehen,
in Seitenansicht im abgesetzten Zustand und in Draufsicht nach dem Absetzen, Fig.
24 eine für die erfindungsgemäße Herstellungsanlage als Härtungsstation dienende
Einrichtung auf einem Fahrgestell in schematischer Schnittdarstellung' Fig. 25 die
Einrichtung nach Fig. 24 in der gleichen Darstellungsweise während des Absetzens,
Fig. 26 die Einrichtung nach Fig. 24 und 25 im abgesetzten Zustand in einer schematischen
Schnittdarstellung, Fig. 27 die Einrichtung nach Fig. 26 in Seitenansicht, Fig.
28 die Einrichtung nach Fig. 26 in Draufsicht, Fig. 29 und 30 eine für die erfindungsgemäße
Anlage als Abpackstation dienende Einrichtung auf einem Fahrgestell in Seiten- und
Vorderansicht,
| .Fig. 31 die Einrichtung nach Fig. 29 und 30 in Seitenansicht |
| während des Betriebes,, |
| Fig. 32 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 31, |
| Fig. 33 eine z,ur Verbindung der ;Fertigungs- mit der Härtesta- |
| tion dienende Fördereinrichtung auf einem Transportwa-,,: |
| gen, |
| Fig. 34 die-;F:drdersi:nrichtung vom rechten Ende der Fig.
33 ge- |
| sehen, |
| Fig, 35 die Einrichtung nach Fig. 33 im abgesetzten Zustand, |
| mit den Anschlüssen der Fertigungs- und der Härteste- |
| tion, . |
| Fig. 36 ein auf der Fördereinrichtung verfahrbarer Wagen in |
| Seitenansicht und |
| Fig. 37 eine um 90o gedrehte Seitenansicht des in Fig. 36 dar- |
| gestellten Wagens. |
| Der in Fig. 1 dargestellte Lagepan liefert einen grundsätzlichen |
| Überblick über die erfindungsgemäße Anlage. Das Kernstück bildet |
| eine Fertigungsstation 10, an deren Ausgangsende eine Förderein- |
| richtung 12 anschließt, mit deren Hilfe die aus der Fertigungs- |
| station kommenden ungehärteten Betonsteine in eine Härtungssta- |
| tion 14 überführt werden. Die Härtungsstation 14 besteht im
vor- |
| liegenden'Fall aus vier Bedampfungstunneln, die paarweise zu |
| einer transportablen Einheit zusammengefaßt sihd. An das Aus- |
| gangsende der Härtungsstation 14 schließt eine Fördereinrichtung |
| 16 an, die in ihrem grundsätzlichen Aufbau der Fördereinrichtung- |
| 12 gleicht und zusätzlich mit einem Anschluß für' eine Abpackata- |
| tion 18 versehen ist. An der Abpacksta.tion 18 werden
die auä der |
| Härtungsstation kommenden fertigen Steine von der-Fördereinrich- |
| tung 16 abgenommen und auf Wagen abgesetzt, dis auf öinem Gleia
24 |
stehen und von denen ein Verladekran 30 die Steine zur weiteren
Stapelung oder Verladung übernimmt.
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Die fertig gemischte Betonmasse wird der Fertigungsstation 10 von
einer Mischstation 20 her zugeführt. Die Mischstation 20 erhält die Rohstoffe von
einer Silostation, welche einen Zementsilo 22 und eine mehrere Einzelsilos aufweisende
Silogruppe 24 für die Zuschlagstoffe enthält.
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Die Härtungsstation arbeitet mit Dampf, der in zwei Dampferzeugern
26, 26' erzeugt wird, die durch Leitungen an die Härtungsstation angeschlossen sind.
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Alle Einrichtungen 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24 zeichnen sich dadurch
aus, daß sie auf Tieflader aufgeladen und von diesen abgesetzt werden können, ohne
daß irgendwelche Kräne erforderlich sind. Ein Grundprinzip ist in den Fig. 2 bis
5 dargestellt. Auf einem. Tiefladeanhänger 32 ist die Einrichtung 34 aufgestellt,.
die mit einer vollständigen Hydraulikanlage 36 ausgerüstet ist. Die Hydraulikanlage
weist eine übliche Pumpe, einen Druckmittelvorrat und einen Motor zum Antrieb der
Pumpe auf. Der Motor kann z. B. ein Elektromotor sein, der entweder von einem Generator
oder über einen am Aufstellplatz verfügbaren Netzanschluß gespeist wird. Die Einrichtung
34 ist mit mindestens drei hydraulischen Hubzylindern 38 versehen. Im vorliegenden
Fall weist die Einrichtung 34 vier derartige Zylinder 38 auf, die abklappbar an
Halterungen 40 angeordnet sind, welche an den Enden der Längsseiten der Einrichtung
34 befestigt sind. Zum Absetzen der Einrichtung 34 werden die Hubzylinder 38 an
den Halterungen 40 nach außen ge'stelit und die in den.Hubzylindern befindlichen
Stempel
bis zUr Bodenberührung ausgefahren. Die Hubzylinder sind-
sowohl gleichzeitig und gleichmäßig als auch einzeln betätigbar, wozu eine entsprechende
Steuerung an der Hydraulikeinrichtung 36 vor--gesehen ist. Außerdem ist an der Einrichtung
34 mindestens eine Schlauchwaage 44 angeordnet, die eine.8eobachtung_der Lage der
Einri.chtu-ng 34 während und nach dem Absetzen zuläßt.
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Sobald die Einrichtung 34 genügend weit angehoben ist, wird der Wagen
32 vorgezogen. Sodann werden Schwellen 42 unter die Einrichtung gelegt, die durch
erneute Betätigung der Hubzylinder 38 -auf die Schwellen 42 gesenkt wird. Durch
Beobachtung der Schlauch-Waage 44 und Einzelverstellung der Hubzylinder 38 ist eine,horizontale
Aufstellung möglich, die von kleineren Unebenheiten des Geländes unabhängig ist.
Fig.. 4 zeigt die fertig abgesetzte Einrichtung-in Seitenansicht und Fig. 5 in Draufsicht.
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Bei der Anordnung nach Fig. 6, 7 und 8 liegt eine Einrichtung 46 auf
einem Tiefladeanhänger 48, von dem sie zur Aufstellung hochgekippt wird. Zu diesem
Zweck sind am unteren Ende der Einrichtung 46 bzw. am hinteren Ende des Anhängers
48 Vorrichtungen 50 bzw. 51 angeordnet, die zusammen eine Drehachse mit einem Drehlager
bilden. Zum Hochkippen wird die Einrichtung 46 an Seilen 52 um die Drehvorrichtung
50, 51 hochgezogen. Zu diesem Zweck-kann das Seil 52 beispielsweise in einiger Entfernung
vom Anhänger 48, der mit Bremaklötzen gesichert ist, im Boden verankert und durch
eine Winde 54 angezogen werden, bis die Einrichtung 46 hochgekippt und auf die Schwellen
42 am hinteren Ende des 'Anhängers 48 abgesetzt ist.
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Das Aufsetzen der Einrichtungen 34 bzw. 46 auf die Anhänger verläuft
umgekehrt..
Auch hierbei sind Weder Kräne noch Zusatzeinrichtungen erforderlich, so daß die
Einrichtungen schnellstens. wieder auf die Anhänger aufgesetzt und vom Aufstellungsort
abgefahren werden können.
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Die Fig. 9, 10 und 11 zeigen im einzelnen den Zementsilo, der nach
der Art der Einrichtung 46 ausgeführt ist. Der Zementsilo 22 liegt zur Beförderung'suf
dem Tiefladeanhänger 4819 der mit Auflagern 54' und 55 und einem Kipplager 50' versehen
ist. Das Auflager 54' enthält gleichzeitig die Winde, die den Seilzug 52' bedient,
mit welchem der Silo 22 aufgerichtet wird. Der Silo 22 hat mindestens drei Beine
56, von denen mindestens zwei einzeln verstellbar sind, um den Silo senkrecht auszurichten.
Am Silo. 22 ist'ferner eine Rinne-58 abklappbar angeordnet, die eine übliche Zementschnecke
enthält. Die Rinne-58 ist zu-diesem Zweck an einem Drehlager 59 aufgehängt und
wird durch Lösen eines Seilzuges 60
soweit abgeklappt, daß das untere Ende 62
der Rinne 58 unter das Auslaufende 64 des Silos 22 gesetzt wird und der Einlauf
der Schnecke in eine Halterung des Silosuslaufes greift. Der Auslauf der Schnecke
endet am oberen Ende der Rinne 58 über einer üblichen elektrischen wage der Mischstation
20. -Nach Art der Einrichtung34:-ist eine zur Siloetation gehörige Silogruppe 24
ausgeführt, siehe Fig. 12 bis 15. Die;erfindungegemäße öilogruppe 24 enthält
eine Mehrzahl von-Einxeleilos 66,, im vorliegenden Fall drei, die durch -einen
festen Rahmen 68 zu einer Einheit verbunden sind. Jeder Einzelsilo 66
ist an seinem Auslaufende mit einer an sich bekannten Dosieranlage 70 versehen:'
Die von den Dosieranlagen 70 abgemessenen Materialmengen werden .-von einem im wesentlichen
waagerecht verlaufenden Förderband 72-
.aufgenommen, das unter
den- Auslaufenden der Dosieranlagen hin- -durchgeht. Das Förderband 72 befördert
die von den Dosieranlagen 7,0 -abgegebenen Materialmengen nach dem einen Ende der
Silogruppe -24, an :dem abkl-appbar eine Wanne 74 angeordnet ist, die als Grube
.für den .Aufnahmekübel der anschließenden Mischstation 20 dient. Zu- diesem Zweck
ist die Wanne 74 um einen Gelenkpunkt 77 schwenkbar a.ngeor.dnet. Ein Seilzug 75,
der durch eine Winde 76 betätigt Wird, läßt die Wanne 74 herunter oder zieht sie
-für den Transport wieder hoch. Entsprechend den zu der Einrichtung 34 gegebenen
allgemeinen Erläuterungen bezüglich der Hubzylinder ist auch die S-ilogruppe 24
mit Hubzylindern und den zur Betätigung und Steuerung der Zylinder erforderlichen
hydraulischen Einrichtungen versehen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind
allerdings nur die vorderen Hubzylinder, siehe Fig. 15, abklappbar, während
die hinteren Hubzylinder hinten über das Ende des Tiefladers vorstehen, siehe Fig.
12, und deshalb starr angeordnet sind.
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Zur Steuerung der Dosieranlagen 70 dient ein Steueraggregat 78, das
z: B..mit Lochkartensteuerung völlig selbsttätig arbeitet, so daß bei gleichmäßiger
Arbeit der anschließenden Einrichtungen die Silogrupp_a 24 nur gelegentliche Aufsicht
benötigt.
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Zum Antrieb von Förderband 72, zur Betätigung der-DQSieranlagen 70
und für die Winde 76 Werden Elektroantriebe verwendet, die entweder an einen Generator
oder an ein am Aufstellungeplatz vor- , fügbares Netz angeschlossen werden können.
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Jie Mischstation 20 ist nach Art der Einrichtung 34 mit Hubstempel.n
ausgeführt., so daß die gesamte Station ebenfalls schnell. auf einen Tiefladeanhängar
aufgesetzt oder von diesem wieder abgesetzt
Werden kann, ohne daß
irgendwelche Zusatzgeräte erforderlich sind. Die Mischstation 20 Weist einen üblichen
Mischer bekannter Bauart auf, der z. B. eine Kapazität von 750 oder 1000 1 haben
kann. Der Mischer 80 ist mit einer Mischtrommel 82 ausgerüstet, über der eine elektrische
Waage 84 so angeordnet ist, daß die dosierte, aus der Zementschnecke der riinne
58 des Silos 22 zufließende Zementmenge unmittelbar in die Mischtrommel fließen
kann. Ein Kübel 86 ist mit einem Seilzug 87 am hinteren Ende der Mischstation 20'
in einem Schrägaufzug 88 angeordnet, dessen unteres Ende 89 gegebenenfalls abklappbar
sein kann, so daß bei Anordnung der Wanne 74 in einer Grube eine sichere Führung
für den Kübel 86 bis in die Wanne 74 hinein möglich ist.
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Der Mischer 80 ist erhöht auf einem Gestell;: 90 angeordnet. Unter
der Mischtrommel 82 ist daher soviel Platz, daß der fertig gemischte Beton aus der
Trommel 82 senkrecht nach unten in einen Kübel 92 fallen kann, in welchem der Beton
zur Fertigungsstation weiterbefördert wird.
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Damit der fertig gemischte Beton sich während der Beförderung nicht
entmischt, ist die Förderstrecke des Kübels 92 nur aus Waagerecht und senkrecht
verlaufenden Wegen zusammengesetzt. Zu diesem Zweck ist die Mischstation 20 mit
einem teleskopartig verlängenbaren senkrechten Gittermast 94 versehen, der als Aufzugsschacht
dient. Der f1ast ist während des Transportes der Station eingefahren, siehe Fig.
16, und wird im Betrieb ausgefahren, siehe Fig. 18. An dem Ausleger 95 des Mastes
94,wird der Kübel 92 freihängend über den Bunker der anschließenden Fertigungsstation
10 gefahren, so daß keinerlei Verbindung zwischen den beiden, Vibrationen unterliegenden
Stationen besteht. Der Kübel 92
hat einen Klappboden, der durch
Beaufschlagung eines Anschlages am Ende des Auslegers 95 geöffnet Wird, worauf der
Kübel entleert und anschließend wieder zurück unter die Wischtrommel 82 gefahren
wird. Zum Einfahren in den Mast 94 wird der Boden wieder zurückgeklappt.
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Die .Hydraulikeinrichtung für die Absetzvorrichtung und die Steueranlage
der ebenfalls vollautomatisch arbeitenden Mischstation 20 sind zu einer Einheit
95 zusammengefaßt. Zum Verfahren des Kübels 92 und des Kübels 86 dienen Motorsund
Seilzüge, die elektrisch betätigt werden. Der Mast wird vorzugsweise durch nicht
dargestellte kraftbetätigte Mittel, z. B. Hydraulik oder Seilzüge auseinander- bzw.
zusammengefahren, Wobei jeweils die Verspannung r_-'l umgelegt wird, siehe Fig.
16 und 18.
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Die F-ertigungsstätion 1d, siehe Fig. 2L! bis 231 ist entsprechend
vier Darstellung der Fig. 2 bis 5 mit hydraulisch betätigten Hubstempeln 99 versehen,
die ausklappbar an den Längsseiten der Station angeordnet sind. Die Station wird
auf Schwellen, die auf den Boden gelegt werden, abgesetzt, nachdem die Hubstempel
ausgefähr®n und der-Tieflader unter der Station herausgezogen worden ist'. Gegebenenfalls
kann der Auflagedruck noch weiter verteilt werden, indem unter den Schwellen Hatten
angeordnet werden. Eine dicht dargestellte Schlauchwaage, ähnlich der Schlauchwaage
44, gestattet die ständige Überwachung der Lage der Fertigungsstation '!0 während
des Betriebes, wobei mit Hilfe der auch einzeln betätigbaren Hubstempel 99, falls
erforderlich, ein Lageausgleich herbeigeführt Werden kann.
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auf dem festen Untergestell der Fertigungsstation 10 ist eine an
sich
bekannte Fertigungsmaschine 100 aufgebaut. Die Fertigungs:-station,10 wird derart
aufgestellt, daß sie zusammen mit der Fischstation 20 ein T bildet-und-die Schachtöffnung
101 des Bunkers der Fertigungsmaschine unmittelbar unter dem äußeren Ende des Auslegers
95 der m:ischstation liegt. Der Kübel 92 der mischstätion kann daher in den Bunker
der Fertigungsmaschine 100 entleert werden, ohne daß Teile der Fertigungs.--und
der Mischstation miteinander in Berührung treten., .
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In der Fig. 20, 22 und 23 geht die A.rbeitsrichtüng in der Fertigungsstation
von rechts nach links. Rechte vor der Fertigungsmaschine 100 ist eine Senkleiter
104 angeordnet, die als Palettensilo dient und aus der heraus die Paletten durch
eine Palettensäuberungseinrichtung 106 hindurch der Fertigungsmaschine 100 zugeführt
werden..Die aus der Maschine 100 heraus-, kommenden, mit Formlingen beschickten
Paletten werden in eine
Hubleiter 102 überführt. Vor der Hubleiter ist eine
Gleisbrücke
108 angeordnet, die zur Wahrung der zulässigen Gesamtlänge der Einrichtung
10 für den Transport durch Hydraulikzylinder 110 hochgeklappt und in der. Betriebsstellung,
siehe Fig. 22 und 23)
nach unten geklappt ist. Die Gleisbrücke 108 wird durch
Schnellverschlüsse mit einem ähnlich ausgeführten Gleisverbunden, das zu der Fördereinrichtung-12
gehört, so daß über die Gleiebrücke die Abnahme der mit Formlingen beschickten Paletten
aus der Leiter 102 erfolgen kann.
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Die gesamte Steuerungs- und Hydraulikanlage ist in einem Gehäuse 112
zusammengefaßt, das auf einer in einer Führung iaufen-" den Plättform angeordnet
ist. Im Betrieb wird das Gehäuse 112 seitlich aus der Bewegungsbahn der Paletten
herausgezogen" siehe
Fig. 23. Umgekehrt wird beim Transport das
Gehäuse 112 seitlich in da,s Unte-rgestel1 der Fertigungsstation wieder hineingeschoben,
damit die höchstzulässige Transportbreite für die Fertigungsstatinn nicht überschritten
-wird.
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Die Härtungsstatio.n 14 besteht aus mindestens einem, vorzugsweiss
zwei Doppeltunneln, siehe Fig. 24 bis 28. Jeder Doppelt.unne1 der Härtungerstation
14 ist mit hydraulischen Hubstempeln 113 ähnlich wie die Einrichtung 34, siehe Fig.
2 bis 5, versehen. Bei Tier hier dargestellten Ausführungsform sind die Hubstempel
113 nicht ausstellbar, sondern auf der Seitenfläche von zwei Schalen 114,
116 angeordnet, die die äußeren Tunnelwandungen bilden und zum Transport, siehe
Fig. 24:, ineinander geschoben sind. Zur Aufstellung des Doppeltunnels werden zunächst
die Schalen 114, 116 auseinandergefahren. Zu diesem Zweck sind Hydraulikzylinder
122 vorgesehen, die Ringbänder 120 verbinden, welche außen auf den Schalen 114 und
116 befestigt sind. Nach dem seitlichen Herausschieben der Schale 114 aus der Schale
116 werden die Hubstempel 113 betätigt, wodurch der Doppeltunnel vom Tieflader abgehoben
und dieser unter dem Doppeltunnel herausgezogen werden kann. Anschließend wird der
Doppeltunnel auf Sehwellen abgesetzt. Auch in diesem Fall ermöglicht eine Einzelbetätigung
der Hubstempel 113 die genäue Einrichtung des Doppeltunnels auf eine waagerechte
Lage bzw. eine Nachstellung, falls im Laufe.des Betriebes eine solche erforderlich
werden sollte.
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In der Schale 114 ist eine senkrechte Längswand 118 befestigt, die_die
beiden Tunnelzüge des Doppeltunnels voreinander trennt. In der Schale 116 sind aufklappbare
Boden- bzw. Deckenteile 124 bzw. 126 angeordnet, die nach dem Auseinanderziehen
der Schalen
114 und 116 durch Hoch- bzw." Niederklappen die Tunnelschalen
in der Arbeitsstellung verriegeln.
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Die Tunnelböden sind mit Gleisschienen 128 versehen, auf denen Förderwagen
die mit Formlingen bestückten Paletten heranfahren bzw. abfahren können. Die Paletten
werden innerhalb des Tunnels von seitlich vorspringenden Halterungen 129 aufgenommen.
Jeder Tunnelzug ist an jedem Ende mit einer Klapptür 130 versehen, die durch einen
Hydraulikzylinder 132 nach oben aufgeschwenkt werden kann. Eine zusätzlich vorgesehene
Verriegelung der Türen-ist mit einem Handrad 131 zu betätigen. Jeder Tunnel Weist
Anschlußstutzen 134 bzw. 136 auf, die zur Zuführung bzw. Abführung von Dampf'zu
Härtezwecken dienen.
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Die Schalen 114 und 116 bzw. die Zwischenwand 118 und die entsprechenden
Bodenteile der Tunnelzüge sind vorzugsweise doppelwandig aus Metall ausgebildet,
wobei zwischen den Wänden eine Isolierschicht angebracht ist. Die Elemente 120 sorgen
für die erforderliche Versteifung der Schalen 114 und 116, zusammen mit den inneren
Verriegelungen 124, 126.
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Die Abpackstation 18, siehe Fig. 29 bis 32, ist entsprechend der Einrichtung
34 mit hydraulisch-betätigten Hubstompeln 138 versehen, die am festen Untergestell
139 der-Station ausstell4ar angeordnet sind. Die Abpackstation 18 weist 1oinen senkrechten
Rahmen 140 auf, an dem eine mehrgliedrige Zange angeordnet ist, die ,
aus mehreren, genau übereinander angeordneten Backenpaaren 142 besteht, die
gleichzeitig und gleichsinnig betätigbar sind. Der Rahmen 140 ist fest an einem
Wagen 144 angeordnet, der mit Rädern 145 auf Schienen 146 verfahrbar ist, die im
Untergestell 139
liegen. Die beiden Backen eines Backenpaares 142
sind in der ; , waagerechten Ebene verstellbar; außerdem können die übereinanderliegenden
Backenpaare 142, zwischen denen Zwischenräume 143 vorgesehen sind, in der senkrechten
verstellt werden, so daß die Zwischenräume 143 vergrößert oder soweit verkleinert
werden, siehe Fig. 30, daß die Backenpaare 142 vollständig aufeinanderliegen. Diese
Zange dient dazu, in mehreren Ebenen übereinander angeordnete Formlinge gleichzeitig
mit den Backenpaaren zu erfassen.
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Die Schieinen 146 weisen in der Fördereinrichtung 16 eine Fortsetzung
auf, so daß der Wagen 144 mit dem Rahmen 140 und der von den Backenpaaren 142 gebildeten
Zange entweder vollkommen zurückgezogen stehen kann, siehe Doppelpfeil 148 oder
die in die Fördereinrichtung 16 hineinragende Stellung, siehe Doppelpfeil 150« oder
eine-vollständig vorgezogene Stellung, siehe Doppelpfeil 152 einnehmen kann. Die
Backenpaare 142. übernehmen zunächst in der Stellung 150 des Wagens 144 von der
Fördereinrichtung die darauf befindlichen Formlinge. Sodann fährt der Wagen 144
in die Stellung 148 zurück. Die Backenpaare 142 können soweit gesenkt werden, daß
die in den Backenpaaren gehaltenen Formlinge einen festen Stapel t.
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bilden. Der Wagen 144 verfährt, nach Freiwerden des vor der Station
18 liegenden Abschnittes der Fördereinrichtung 16, bis in die Stellung 152, worauf
die in den Backenpaaren 152 gehaltenen Formlinge fest aufeinandergestapelt auf einem
Plattformwagen abgesetzt werden, der auf dem Gleis 28 steht.
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Bei eng zusammengeschobenen Backenpaaren 142 bilden die überein-'anderl.isgenden
Backen zwei senkrechte Wände, die wegen der gleich-.zeitigen Betätigung der Backenpaare
als Ganzes waagerecht au-sein-
| ander oder zusammen bewegt werden können. Die Einrichtung wird*von |
| dem Wagen 144 aus gesteuert, der die erforderlichen Hydraulikein- |
| richtungen zum Betätigen der Zange-sowie ein Gegengewicht enthält, |
| damit der mit Formlingen gefüllten Zange bei den einzelnen
Arbeits- |
| gängen das Gleichgewicht gehalten wird. Der Wagen-144 kann
elek- |
| trisch angetrieben sein, Wobei die erforderlichen St®uergeräte |
| ebenfalls innerhalb des Wagens an einem Bedienungsstand ang®= |
| ordnet sind. Von diesem Bedienungsstand aus wird auch die Stellung |
| der Abpackstation überwacht, die nötigenfalls mit Hilfe der |
| einzeln.zu betätigen hydraulischen Hubzylinder 138 nachgestellt |
| werden kann. |
| Weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise der Abpackatation 18
werden |
| im Zusammenhang mit der Fördereinrichtung 1( erläutert. |
| Die Stationen 10 und-14 bzw. 14, 18 und 10 sind durch die För- |
| dereinrichtungen 12 und 16 zu einem geschlossenen Kreis verbunden. |
| Die Fördereinrichtung 12 ist in den Fig. 33 bis 37 im einzelnen |
| dargestellt. Die Fördereinrichtung 16 weist grundsätzlich den |
| gleichen Aufbau wie die-Fördereinrichtung 12 auf, ist,jedoch |
| spiegelbildlich zu dieser ausgeführt. Zusätzliche Ergänzungen
an |
| der Fördereinrichtung 16 werden weiter unten erläutert. |
| Die Fördereinrichtung 12 entspricht in ihrer grundsätzlichen |
| Einrichtung der Einrichtung 34. Die Fördereinrichtung 12
ist mit |
| hydraulischen Hubstempeln 158 versehen, die ausstellbar
an den |
| Längsseiten bzw. am Ende des Wannenförmigen Grundkörpers
160 der |
| Einrichtung 12 angeordnet sind. Die zur Betätigung und zur
Steu- |
| erung der hydraulisches Hubstempel 158 _bzw. der
übrigen Hydrps@- |
| likain.richtunge.n erforderlichen mittel sind in ei p
en@ .Gehous@e .159 |
| t . e . . . -. - . . . __ Y . .._ -. . .. . _ .@ n z. .@ _.,
.,. , . . _ -... . . i. |
zuaammengefaßt, das an der Seite des Wannenförmigen Grundkörpers
-160 aufgebaut ist. Die@Einrichtung 12 wird, wie im Zusammenhang mit den Fg. 2 bis
5 erläutert worden ist, auf einem Tieflader befördert und kann am Einsatzort durch
entsprechende Betätigung der_Hubstempel 158 von dem Anhänger abgesetzt und aufgestellt
werden. Durch Einzelbetätigung der Hubstempel 158 ist es möglich, im Laufe des Betriebes
sich ergebende Lageabweichungen auszugleichen. In dem Grundkörper 16o liegen Gleisschienen
162. Der 'Grundkörper 160 weist im vorliegenden Fall eine abklap@bar angeordnete
Verlängerung 164 auf, die für den Straßentransport zur Einhaltung der Höchstlänge
mittels Hydraulikzylindern 166 hochgeklappt und für den Betrieb nach Absetzen der_Einrichtung
auf den Boden geklappt wird: Diese Verlängerung 164 ist mit dem abklappbaren Brückenelement
108 der Fertigungsstation 10 verbindbar, Zu diesem .Zweck weist die Verlängerung
164 -eine Abzweigung 165 auf, die Gleisschienen 167 trägt. Entsprechende Abschlüsse
168 mit Gleisschienen 169 verbinden die Einrichtung 12 mit den Tunneleingängen der
Härtungsstation 14.
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Zur Einrichtung 121gehört ein Förderwagen 170, der ein Fahrgestell
172 mit Rädern 174 aufweist, die auf den Gleisschienen 162 im wannenförmigen Grundkörper
160 und der abgeklappten Verländerung 164 fahren. Zur Abnahme der Formlinge von
der Fert-igungsetation 10
bzw.-zum Beschicken der Härtungsstation 14 ist auf
dem Förderwagen 170j®in Bedienungswagen 176 angeordnet. Zu diesem Zweck ist das
Fahrgestell 172 in Form einer Manna ausgebildet, die quer zu den Gleisschienen
162 verlaufende Schienen 173 enthält, auf denen
die Räder 178 des Wagens 176
laufen können. Die Gleisschienen
167, 169 der- Anschlüis_e_1;65",
168 liegen in gleicher Höhe wie die
auf dem
Fahrgestell 172 angaordneten Schienen 173, so daß diese bei entsprechender Verschiebung
des Wagens 170 in Flucht mit den Schienen 167 oder 169 gebracht werden können. Der
auf dem Förderwagen 170 stehende Bedienungswagen 176, der mit dem Förderwagen sozusagen
eine Huckepackanordnung bildet, kann daher rechtwinklig y
'zu den Gleisschienen
162 verfahren werden, sobald der Förderwagen 170 vor einem der Anschlüsse 165 oder
168 hält und die Schienen 173 in Flucht mit den auf gleicher Höhe liegenden Schienen
167 bzw. 169 gebracht sind. Der Wagen 170 mit dem Bedienungswagen 176 sind im vorliegenden
Fall jeweils mit einem vorzugsweise elektrischen Eigenantrieb versehen. Derartige
Antriebe sind an sickt bekannt. Stattdessen können gegebenenfalls auch Seil- oder
Kettenzüge benutzt werden.
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Der Bedieneingawagen 176 weist ein senkrechtes Gestell 180 auf, das
an der zur Fertigungsstation 10 bzw. Härtungsstation 14 gekehrten Seite zwei senkrechte
Führungen 181 hat, in die zwei herausnehmbare und auswechselbare, nach oben und
unten frei verschiebbare Rücken 182 eingefügt sind. Die Rücken 182 tragen ihrerseits
übereinander waagerechte Zinken 184, so daß insgesamt eine mehrgliedrige Gabel entsteht,
die mittels eines Getriebemotors 186, der an der Rückseite des Gestelles 180 angeordnet
ist, nach oben und unten verfahren, d. h. angehoben oder gesenkt werden kann. Beim
Aufnehmen von Paletten P mit Formlingen wird der Bedienungswagen an das die Paletten
P haltendeiGestell herangefahren, so daß -die Zinken 184 der Gabel unter die Paletten
greifen, worauf die Gabel. angehoben wird und die Paletten -von den Auflagern des
Gestelie-^abgehoben werden. Der Bedienungswagen kann dann mit den aufgenommenen
Paletten auf den Förderwagen gefahren und von diesem bi'!' zu', `e'i'®m- andgren
Anschluß verfahren werden, an welchem der Sedienungswag
®n von
dem Förderwagen abfährt, um die Paletten P süf. einem anderen Gestell-wieder abzusetzen.
Dabei wird die Gabel insgesamt-soweit gesenkt, bis die Paletten auf Halterungen
abgesetzt sind. Nach geringfügiger weiterer Senkung der Gabel ist der Bedienungswagen
wieder frei und kann zurückgefahren werden. Gegenüber der Fördereinrichtung 12 weist
die Fördereinrichtung 16 noch zusätzliche Anschlüsse 188 für den Wagen 144 der Abpackstation
au-f, wobei das Gleis der kbpackstation bzw. die Anschlüsse in der, gleichen Höhe
wie das Gleis für den Förderwagen der Einrichtung 16 liegen.
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Die erfindungsgemäße Anlage zeichnet sich,, durch einen ununterbrochenen
Arbeitsfluß aus, der durch die erfindungsgemäßen Einrichtungen ermöglicht wird.
Während bei den bekannten ortsfesten Herstellungsanlagen zwischen den einzelnen
Stationen Räume liegen, in denen nötigenfalls Ausgangsmaterialien,
oder Fertigprodukte vorübergehend gespeichert werden, ist bei der erfindungsgemäßen
Anlage eine Speicherung nur in der Silostation und am Ausgang nach Auslieferung
durch die Abpackstation vorgesehen. Das Ausgangsmaterial wird von der Silostation
her, d. h. vom Zementsilo 22 und von der'die Zuschlagstoffe enthaltenden Silogruppe
24 in entsprechend gesteuerter Bemessung der Mischstation 20 zugeführt. Der Kübel
92 der ffischstation 20 übernimmt die fertige Rohbetonmischung und verfährt
sie in ausschließlich horizontaler und vertikaler Bewegung über den Schacht 101
des Bunkers der Herstellungsstation 1ß. Durch Öffnung des Kübels 92 wird die
tonmass.e im senkrechten Fall in den Bunker der Fertigungsmaschine '.100 entlpert.
Die Fertigungsmaschine
100 arbeitet wie an sich .ba-@k_a:nnte f.erigungsautom.aten
und stellt aus der
die F:ar.mli;nge oder Kleinbauelemente her. Diese Elemente verlassen auf
Paletten
die Fertigungsmaschine 100. Die Paletten werden über eine kurze Förderbahn 103,
siehe Fig. 23, in die Hubleiter 102 am Ausgangsende der Fertigungsstation 10 überführt.
Ist die Hubleiter 102 gefüllt, so wird der Bedienungswagen 176 über die Brücke 108
an die Hubleiter 102 herangefahren, so daß die Zinken 184 der mehrgliedrigen Gabel
unter die Paletten greifen und'durch Anheben der_gesamten Gabel die Paletten mit
den Formlingen aus den Auflagern der Hubleiter herausnehmen. Anschließend fährt
der Bedienungswagen 176 rückwärts.aus der Fertigungestation 10 heraus und kehrt
auf den Förderwagen 170 zurück. Der Förderwagen fährt darauf mit dem Bedienungswagen
auf dem Gleis-162 bis vor einen Anschluß 168 der-Härtungsstation 14, worauf der
Bedienungswagen 176 erneut"den Förderwagen 170 verläßt, in einen Tunnelzug der Härtunggstation
14 einfährt und die Paletten auf den Halterungen 129. im Tunnel absetzt. Das Absetzen
geschieht in umgekehrter Weise wie das,Auf- ,
| nehmen der Paletten aus Hubleiter. Die Gabel des Bedienungswagens |
wird dabei soweit gesenkt, daß die Paletten auf den Halterängen 129 aufsetzen und
die Zinken 184 von den Paletten freikommen. Auf diese Weise pendelt der Bedienungswagen
176 mit Hilfe des Förderwagens 170 zwischen Hubleiter 102 und-den einzelnen Tunnelzügen
der Härtungsstation hin und her. Um ein ununterbrochenes Arbeiten zu ermöglichen,
sind im vorliegenden.Fal-l vier Tunnelzüge vorgesehen, von denen mindestens einer
jeweils beschickt, ein weiterer entleert und die zwei übrigen bedampft ,werden.
Eine zeitliche Abstimmung ist z. B. in der Weise möglich, daß für die Beschickung
und Entleerung eines Tunnelzuges eine Dauer von jeweils zwei Stunden angenommen
wird, während die Dampfbehandlungszeit für die Formlinge mit `vier Stunden angesetzt
wird.
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Die Beschickung und Entleerung der Härtungsstation erfolgt im
Pendelverkehr
der auf den Einrichtungen 12 und 16 laufenden Fördermittel. Die an der Seite der
Einrichtung 12 liegenden Tunneleingänge sind demnach Beschickungseingänge, während
die an der Einrichtung 16 liegenden Tunnelöffnungen als Entnahmeausgänge dienen.
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Auf 'der Fördereinrichtung 16 läuft ebenfalls ein Förderwagen 170
mit einem Bedignungswagen 176, der durchSetätigung der Gabel die Paletten mit den
fertig gehärteten Formlingen aus den Halterungen 129 des jeweils zu entleerenden
Tunnelzuges entnimmt.
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.Der Wagen fährt rückwärts aus dem Tunnelzug hinaus, auf den Förderwagen
170 auf und wird von diesem rechtwinklig zur Laufrichtung des Bedienungswagens vor
die Abpackatatiod 18 geschoben. An dieser Stelle wartet bereits der Wagen 144 der
Abpackstation . in cler durch den Doppelpfeil 150 dargestellten Stellung, wobei
die-Backenpaare 142 geöffnet sind und zwischen sich die auf den. Paletten in Gruppen
angeordneten Formlinge aufnehmen. Durch Betätigung der Backenpaare 142 werden die
Formlinge In Gruppen erfaßt, die Zinken 184 der Gabel des Bedienungswagens 176 soweit
gesenkt, daß die Paletten von den Bodenflächen der Formlinge frei-. 5
kommen
und darauf der Wagen 144 in die durch den Doppelpfeil 148 gekennzeichnete Stellung
zurückgefahren. Dadurch ist der Weg für den Förderwagen 170 frei. Der Bedienungswagen
176-rtfit'den leeren Paletten wird vom Förderwagen 170 bis zum Eingang der Fertigungsstation
10 verfahren und verläßt hier erneut den Förderwagen 170, um die leeren Paletten
in die ,Senkleiter 104 am Eingang der Fertigungsstation 10 abzusetzen. Aus der Senkleiter
104, die zu diesem Zweck mit nach.außen ziehbaren Halterungen 195 versehen
ist, fallen die leeren Paletten auf eine Fördereinrichtung, die sie durch_die Reinigungseinrichtung
106 hindurch der Ferttgungemaschine
100*-wieder zuführt. Nachdem
der Förderwagen auf dem Rückweg von der Fertigungsstation 10 die Abpackstation 18
passiert hat, fährt der Wagen 144 dsr Abpackstation mit den zwischen 'den . Backenpaaren
142 festgehaltenen Formlingen soweit, d. h. bis in die Stellung 152, vor, so daß
die Zange mit den Backenpaaren über einem auf dem Gleis 28 stehenden Plattenwagen
zum Stillstand kommt. Die Sackenpaare-14-2 werden zunächst zusammen gefahren,"so
daß die zwischen den Backenpaaren vorher mit Abständen waagerecht übereinander@gehaltenen
Formlinge ein Gesamtpaket bilden und in dieser Weise auf den Plattenwagen abgesetzt
werden. Die Zange wird durch Öffnen der Backenpaare 142 von dem so entstandenen
Steinstapel gelöst und fährt nach Verziehen des Plattenwagens in die Wartestellung
150 zurück. Das Gleis 28 mit dem darauf befindlichen Plattenwagen dient als Pufferlager
zwischen der fortlaufend abpackenden Zange der Abpackstation 18 und dem nicht immer
zur Verfügung stehenden Portalkran 30, der auch zum Beladen von die Steine abnehmenden
Fahrzeugen eingesetzt wird.
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Die erfindungsgemäße Anlage soll vorzugsweise auf dem Platz eines
Kieswerkes aufgebaut werden und in enger Anlehnung an das Kieswerk arbeiten. Auch
ist es möglich, die Anlage auf dem Platz eines Frischbetonwerkes aufzubauen. Dann
wird der Mischstation 20 unmittelbar das dosierte, aber ungemischte Mischgut vom
Frischbetonwerk zugeführt, so daß in der Mischstation lediglich Wasser dem Mischgut
hinzugesetzt und durchgemischt wird.
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Der Grundgedanke der vorstehend beschriebenen Herstellungsanlage kann
auch für die Herstellung von Elementen ausgenutzt werden,
deren
Ausgangsmaterial nicht die übliche, aus Zement und Zuschlagstoffen bestehende Betonmischung
ist. Z. B. wird hier auf Kalksandsteine oder andere steinähnliche Bauelemente verwiesen,
die in großen ifengen an Baustellen für Hoch= oder Tiefbauzwecke benötigt werden
und die aus einer Rohmasse durch Formung und einen anschließenden Härte- oder Bindevorgang
hergestellt werden. In allen diesen Fällen kann der besondere Vorzug der Anlage
ausgenutzt werden, die in kürzester Frist unter Beanspruchung einer gegenüber ortsfesten
Anlagen stark eingeschränkten Grundfläche aufgestellt werden kann und somit an irgendwelchen
gerade sich bildenden Bedarfs- oder Rohmaterialschwerpunkten verfügbar ist. , Für
die Aufstellung sind irgendwelche besonderen, ins Erdreich hineinreichenden Baulichkeiten
nicht erforderlich. Alle Einrichtungen der Anlage sind mit ihren arbeitenden Teilen
in Rahmen und Gerüsten soweit mit abstand über der Aufstellfläche angeordnet, daß
z. B. -Jartungsarbeiten ohne Gruben ausgeführt werden können.