DE1565371B1 - Abschirmung fuer Funkenerosionsmaschinen - Google Patents
Abschirmung fuer FunkenerosionsmaschinenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Abschirmung für Funkenerosionsmaschinen, welche den Raum zwischen Elektrodenhalterung und Dielektrikumswanne gegen unbeabsichtigten mechanischen Zugriff von außen schützt sowie die beim Betrieb der Maschine entstehenden elektromagnetischen Strahlungen und Gase abschirmt.
- Abschirmungen dieser Art, die insbesondere dann benötigt werden, wenn der Pegel der von der Maschine erzeugten elektromagnetischen Strahlung ein zulässiges Maß überschreitet, wurden bisher dadurch realisiert, daß die gesamte Funkenerosionsmaschine in einem Raum angeordnet wurde, dessen Wände einen sogenannten Faradayschen Käfig bilden. Abgesehen davon, daß eine derartige Lösung mit einem großen finanziellen und räumlichen Aufwand verbunden ist, wird durch sie auch die Bedienung und das zügige Arbeiten mit der Maschine stark erschwert.
- An einer Maschine zur elektrolytisch abtragenden Bearbeitung ist bereits eine nachgiebige Schutzhaube zur Abschirmung von Spritzern und Dämpfen bekannt (schweizerische Patentschrift 387 189). Diese Maschine ist in einem Gehäuse untergebracht, dessen Unterteil durch die Elektrolytwanne gebildet wird und dessen Oberteil eine Schutzhaube, insbesondere aus faltbarem Material, bildet, aus der die beim Austritt des Elektrolyten aus dem Arbeitsspalt entstehenden Dämpfe abgesaugt werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abschirmung für Funkenerosionsmaschinen zu schaffen, die bei geringem Aufwand und geringer Behinderung der Bedienung eine Berührung der die Bearbeitung durchführenden Maschinenteile während des Betriebes verhindert und welche die beim Betrieb entstehenden schädlichen Gase und Dämpfe sowie elektromagnetische Strahlungen möglichst nahe am Entstehungsort erfaßt und nach außen abschirmt.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abschirmung eine nachgiebige Schutzhaube bildet, die aus mindestens einer aus elektrisch gut leitendem Metalldraht gestrickten oder gewirkten Metallgewebehülle und Ringen zu einem flexiblen, konisch geformten Faltenbalg zusammengesetzt ist, , der an seinem oberen und unteren Ende mit starren Befestigungsscheiben aus elektrisch gut leitendem und leichtem Werkstoff versehen ist.
- Bei der konstruktiven Ausgestaltung des Falten-Balges sind vielerlei Ausführungsformen möglich, die aber immer wieder eine auf dem gleichen Prinzip beruhende Lösung darstellen. Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zur Bildung des Faltenbalges eine aus einem Stück bestehende, sich nach oben konisch verjüngende Metallgewebehülle mit elliptischem Querschnitt entlang ihrer Längserstreckung mehrfach durch metallische Ringe, welche mit dem Metallgewebe verlötet sind, eingeschnürt. In einem anderen Ausführungsbeispiel besteht die sich nach oben konisch verjüngende Metallgewebehülle mit elliptischem Querschnitt aus mehreren reifenförmigen, in ihren Ausmaßen entsprechend der Konizität stetig abnehmenden Teilhüllen, welche durch über die Ränder geschobene U-förmige Profilringe verlötet miteinander verbunden sind.
- Um vorzugsweise eine gute elektrische Leitfähigkeit zwischen der Schutzhaube und der Funkenerosionsmaschine zu gewährleisten, sind die an die Maße der Funkenerosionsmaschine angepaßten Befestigungsscheiben unter Zwischenlage von mit Metallgeflecht umhüllten porösen Gummibändern oder -ringen mit der Maschine verbunden.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen nun an Hand der A b b. 1 bis 4 näher erläutert werden. In den A b b. 1 und 2 ist eine Funkenerosionsmaschine zu erkennen, an welcher eine Schutzhaube gemäß der Erfindung angebracht ist, wobei in A b b. 1 die Schutzhaube in geschlossenem Zustand während des Betriebes der Funkenerosionsmaschine dargestellt ist und in A b b. 2 die Schutzhaube im geöffneten und hochgeschobenen Zustand zu erkennen ist; A b b. 3 und 4 zeigen jeweils eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzhaube. An der in A b b. 1 schematisch dargestellten Funkenerosionsmaschine sind der Erosionskopf 1 und die Arbeitswanne bzw. der Flüssigkeitsbehälter 2 zu erkennen, der auf einem Support 3 gelagert ist. Der Raum zwischen dem Erosionskopf 1 und der Arbeitswanne 2 ist, gleichzeitig die elektrische Elektrodenhalterung 5 umhüllend, von der Schutzhaube 4 umgeben. Nach Lösen einfacher nicht dargestellter Verschlüsse, mit denen die untere Befestigungsscheibe 6 an der Arbeitswanne befestigt ist, kann die Schutzhaube, wie in A b b. 2 zu erkennen, nach oben geschoben werden und gibt somit den vorher abgedeckten Raum frei, so daß dort ein bequemes Arbeiten zujn neuen Einrichten der Funkenerosionsmaschine möglich ist.
- A b b. 3 läßt weitere konstruktive Einzelheiten einer gemäß der Erfindung hergestellten Schutzhaube erkennen, welche in geschlossenem, d. h. also auseinandergezogenem Zustand gezeigt ist. Es ist die aus elektrisch gut leitendem Metalldraht gestrickte oder gewirkte Metallgewebehülle 7 zu erkennen, die mit Hilfe von entsprechend deren Durchmesser einschnürend wirkenden Ringen B zu einem elliptischen konischen Faltenbalg geformt sind. Die Ringe sind mit dem Metallgewebe verlötet. Am oberen und unteren Ende ist die Hülle 7 mit entsprechenden ring- bzw. plattenförmigen Befestigungsscheiben 6 bzw. 9 versehen, mit denen die Schutzhaube in geeigneter Weise mit der Funkenerosionsmaschine verbunden werden kann. Für die Befestigungsscheibe 9 wird im allgemeinen zwar eine lösbare, aber eine dauerhaftere Verbindung gewählt, während die Befestigungsscheibe 6 mit einem schnell lösbaren Schnellverschluß ausgerüstet sein soll, weil diese Scheibe 6 verhältnismäßig häufig zwecks Öffnung der Schutzhaube von der Arbeitswanne gelöst werden muß. Es muß Vorsorge dafür getroffen werden, daß zwischen der elektrisch leitend mit der Scheibe 6 verbundenen Hülle 7 und der bei 2 angedeuteten Arbeitswanne stets ein geringer elektrischer übergangswiderstand vorhanden ist. Zu diesem Zweck ist zwischen Scheibe 6 und Wanne 2 eine poröse Gummidichtung 10, im gezeigten Fall mit rechteckigem Querschnitt, eingefügt, die auf ihrer gesamten Oberfläche mit einem Metallgeflecht überzogen ist.
- Bei dem in A b b. 4 gezeigten anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Faltenbalg der Schutzhaube in etwas anderer Weise ausgebildet. Der Faltenbalg ist zusammengesetzt aus mehreren reifenförmigen Einzel-Metallgewebehüllen 11, deren Ränder mittels U-förmiger Profilringe 12 miteinander und mit den Befestigungsscheiben 6 und 9 verbunden sind.
- Wie aus den bisherigen Ausführungen ersichtlich, ist die vorgeschlagene Schutzhaube nach allen Seiten sehr leicht dehnbar. In geschlossenem Zustand verhindert sie zunächst in weitgehendem Maße, daß unbeabsichtigt eine Berührung mit Elektrode und Werkstück der in Betrieb gesetzten Maschine stattfinden kann. Da weiterhin durch nicht dargestellte Mittel die im Innenraum der Schutzhaube befindliche Atmosphäre abgesaugt wird, wodurch infolge der Drosselwirkung der Metallgewebehülle stets ein geringer Unterdruck in der Schutzhaube selbst entsteht, können keine schädlichen oder belästigenden Dämpfe aus der Schutzhaube herausdringen. Schließlich bewirkt auch noch die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schutzhaube und der geerdeten Funkenerosionsmaschine, daß jegliche durch den Erosionsvorgang entstehende hochfrequente elektromagnetische Störstrahlung an der Ausstrahlung gehindert wird. Die Schutzhaube ist somit in mehrfacher Hinsicht von großem Vorteil.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Abschirmung für Funkenerosionsmaschinen, welche den Raum zwischen Elektrodenhalterung und Dielektrikumswanne gegen unbeabsichtigten mechanischen Zugriff von außen schützt sowie die beim Betrieb der Maschine entstehenden elektromagnetischen Strahlungen und Gase abschirmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung eine nachgiebige Schutzhaube bildet, die aus mindestens einer aus elektrisch gut leitendem Metalldraht gestrickten oder gewirkten Metallgewebehülle und Ringen zu einem flexiblen, konisch geformten Faltenbalg zusammengesetzt ist, der an seinem oberen und unteren Ende mit starren Befestigungsscheiben aus elektrisch gut leitendem und leichtem Werkstoff versehen ist.
- 2. Abschirmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Befestigungsscheiben mit einer Luftabsaugöffnung versehen ist.
- 3. Abschirmung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nach oben konisch verjüngende Metallgewebehülle (7) mit elliptischem Querschnitt entlang ihrer Längserstreckung mehrfach durch metallische Ringe (8), welche mit dem Metallgewebe verlötet sind, eingeschnürt ist.
- 4. Abschirmung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nach oben konisch verjüngende Metallgewebehülle mit elliptischem Querschnitt aus mehreren reifenförmigen, in ihren Außenmaßen entsprechend der Konizität stetig abnehmenden Teilhüllen (11) besteht, welche durch über die Ränder geschobene U-förmige Profilringe (12) verlötet miteinander verbunden sind.
- 5. Abschirmung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Maße der Funkenerosionsmaschine angepaßten Befestigungsscheiben (6, 9) unter Zwischenlage von mit Metallgeflecht umhüllten porösen Gummibändern (10) oder -ringen mit der Maschine verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA0052476 | 1966-05-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1565371B1 true DE1565371B1 (de) | 1970-11-12 |
Family
ID=6938499
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661565371 Withdrawn DE1565371B1 (de) | 1966-05-13 | 1966-05-13 | Abschirmung fuer Funkenerosionsmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1565371B1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2418971A1 (de) * | 1973-04-21 | 1974-11-07 | Inoue Japax Res | Elektroerosionsmaschinen |
| US4712288A (en) * | 1984-12-05 | 1987-12-15 | Ag Fur Industrielle Elektronik Agie Losone B. Locarno | Spark eroder with fixed machine table and lowerable working container for the dielectric |
| EP0347716A1 (de) * | 1988-06-18 | 1989-12-27 | AEG-Elotherm GmbH | Funkenerosionsmaschine |
| DE3933005A1 (de) * | 1988-10-03 | 1990-04-12 | Mitsubishi Electric Corp | Mit elektrischer entladung arbeitende bearbeitungsvorrichtung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH387189A (de) * | 1959-05-20 | 1965-01-31 | Anocut Eng Co | Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Werkstückmaterial durch elektrolytische Wirkung eines Elektrolyten |
-
1966
- 1966-05-13 DE DE19661565371 patent/DE1565371B1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH387189A (de) * | 1959-05-20 | 1965-01-31 | Anocut Eng Co | Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von Werkstückmaterial durch elektrolytische Wirkung eines Elektrolyten |
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