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DE1443665A1 - Komplex Eisen-hydriertes Dextran und Herstellungsverfahren hierfuer - Google Patents

Komplex Eisen-hydriertes Dextran und Herstellungsverfahren hierfuer

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Publication number
DE1443665A1
DE1443665A1 DE19641443665 DE1443665A DE1443665A1 DE 1443665 A1 DE1443665 A1 DE 1443665A1 DE 19641443665 DE19641443665 DE 19641443665 DE 1443665 A DE1443665 A DE 1443665A DE 1443665 A1 DE1443665 A1 DE 1443665A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
dextran
hydrogenated
complex
hydrogenated dextran
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641443665
Other languages
English (en)
Inventor
Nicholas Floramo
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemicals Inc
Original Assignee
Chemicals Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemicals Inc filed Critical Chemicals Inc
Publication of DE1443665A1 publication Critical patent/DE1443665A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0009Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid alpha-D-Glucans, e.g. polydextrose, alternan, glycogen; (alpha-1,4)(alpha-1,6)-D-Glucans; (alpha-1,3)(alpha-1,4)-D-Glucans, e.g. isolichenan or nigeran; (alpha-1,4)-D-Glucans; (alpha-1,3)-D-Glucans, e.g. pseudonigeran; Derivatives thereof
    • C08B37/0021Dextran, i.e. (alpha-1,4)-D-glucan; Derivatives thereof, e.g. Sephadex, i.e. crosslinked dextran
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/28Compounds containing heavy metals
    • A61K31/295Iron group metal compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/24Heavy metals; Compounds thereof
    • A61K33/26Iron; Compounds thereof

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Description

  • I Komplex Eisen-hydriertes Dextran und Herstellungsverfahren hierfür.
  • Die Erfindung betrifft einen Komplex von Eisen und hydriertem Dextran ("iron hydrogenated dextran") und ein Herstellungsverfahren hierfuri im besonderen betrifft die Erfindung einen derartigen Eisen-hydriertes Dextran-Komplex mit verhältnismäßig geringer Toxizität und verhältnismäßig geringem Beiz-bzw.
  • Färbevermögen (Nstaining power"), sowie ein Verfahren zur billigen Herstellung eines derartigen Eisen-hydriertes Dextran-Komplexes.
  • In dem US-Patent 3 022 221 der Anmelderin ist ein Komplex von Eisen und hydriertem Dextran ("iron hydrogenated dextran") beschrieben. Dieser Stoff hat sowohl auf human-wie auf veterinär-medizinischem Gebiet erhebliche Beachtung und Anerkennung gewonnen und wird in weitem Umfange zur Behandlung von Eisenmangel-Anamie bei Mensch und Tier mittels parenteraler Injektion verwendet.
  • Der in dem erwähnten Patent 3 022 221 beschriebene Eisenhydriertes Dextran-Komplex ist von Nebeneffekten, Schmerzerzeugung und Entzundung an der Injektionsstelle, und den sonstigen unerwunschten Eigenschaften, wie sie frühere Präparate zur Behandlung von Eisenmangel-Anämie, wie beispielsweise sacchariertes Eisenoxyd oder Ferrihydroxyd-Dextran-Komplex aufweisen, praktisch völlig frei. Nichtsdestoweniger besteht bei dem in dem Patent 3 022 221 beschriebenen Komplex Eisen-hydriertes Dextran eine gewisse Tendenz zur Beizung bzw. Färbung der Injektionsstelle ("to stain at the injection site"), wenngleich diese Tendenz wesentlich geringer als bei den Ferrihydroxyd-Dextran-Komplex-Präparaten ist. Außerdem führen die verhältnismäßig geringen Ausbeuten an dem nach dem Verfahren des Patents 3 022 221 hergestellten Eisen-hydriertes Dextran-Produkt dazu, daß die daraus bereiteten Eisen-hydriertes Dextran-Präparate ziemlich teuer werden. Da Eisenmangel-Anämie am stärksten unter den ärmeren Schichten der Bevölkerung und in Länder mit verhältnismäßig niedrigem Lebensstandard verbreitet ist, stellt dies ein wesentliches Problem dar. Schließlich besitzt zwar das Eisen-hydriertes Dextran-Komplex-Präparat gemäß Patent 3 022-22-1-eine im Vergleich zu den Ferrihydroxyd-Dextran-Komplexen und zu den zuckersauren Eisenoxyd-Präparaten äußerst günstige Toxizität, jedoch wäre es selbstverständlich erwünscht, wenn die Toxizität noch weiter verringert werden könnte.
  • Was beispielsweise die Toxizität anlangt, so kann man als allgemeine Regel davon ausgehen, daß kommerzielle Präparate auf der Basis von sacchariertem Eisenoxyd bei Tests bezüglich der intravenösen Toxizität in Mauser einen LDS0-Wert von etwa 300-mg./ mu./ Kilo besitzen, Perrihydroxyd-Dextran-Komplexe einen LDc-Wert oberhalb von 600 mg./Kilo, wahrend schließlich die Eisenhydriertes Dextran-Präparate gemäß dem Patent 3 022 221 der Anmelderin im kommerziellen Vertrieb einen wesentlich geringeren nichtsdestoweniger wurde Toxizitätswert besitzen ;/beispielsweise eine intravendse ToxizitEt in Mäusen entsprechend einem LD50-Wert weit über 2000 mg./ Kilo bisher mit keinem zur Injektion geeigneten Eisenpräparat four dite Behandlung von Eisenmangel-Anamie auch nur annahernd erreicht.
  • Durch die vorliegende Erfindung soll ein Eisen-hydriertes Dextran-Komplex geschaffen werden, der eine weitaus geringere oxizität als jedes bisherige Eisen-hydriertes Dextran aufweist.
  • Des weiteren soll durch die Erfindung ein Komplex Eisen-hydriertes Dextran geschaffen werden, iii zur Behandlung von Eisenmangel-Anamie im Wege der parenteralen Injektion geeignet ist, mit möglichat geringer Einfärbung an der Injektionsstelle ("minimal degree of staining at the site of injection").
  • Weiter soll durch die vorliegende Erfindung ein Verfahren angegeben werden, nach welchem bei verhältnismäßig niedrigen Kosten verbesserte Prdparate auf der Basis des Komplexes Eisen-hydriertes Dextran zur Behandlung von Eisenmangel-Anamie hergestellt werden können.
  • Weitere Ziele und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der Erfindung.
  • Als Ausgangsmaterial für des Präparat gemäß der Erfindung dient ein teilweise depolymerisiertes Dextran, das aus Rohdextran erzeugt wird, welches seinerseits nach bekannten Yerfahren durch Züchtung geeigneter Organismen, insbesondere Leuconostoc mesenteroides, syn. Betacoccus arabinosaceous, unter sorgfältig. kontrollierten Temperaturbedingungen in einem geeigneten Nährmedium mit einem hohen Rohrzucker (Saccharose)-Gehalt gewonnen wird. Es ist weiter bekannt, daß das hochpolymerisierte Rohdextran bei partieller Degradation, beispielsweise durch Behandlung mit verdünnter Mineralsäure, zu einfacheren polymeren Formen führt, aus deren wässerigen Ldsungen, welche polydispers sind, durch Zugabe einer geeigneten mit Wasser vermischbaren organischen Flüssigkeit, wie beispielsweise Methylalkohol, Äthylalkohol oder Azeton, Fraktionen von verschiedenem durchschnittlichem Molekular-Gewicht ausgefällt werden können. Diese Degradationsprodukte bestehen aus polymerisierten Glukoseresten, die überweigend durch -1:6 und, in geringerem Have, durch -1:4 Bindungen verbunden sind.
  • Bine Fraktion dieser Art ist als Ausgangsmaterial fUr die Zwecke der vorliegenden Erfindung geeignet ; jedoch erfolgt die Wahl des Molekularbereichs des partiell depolymerisierten Dextrans nach des Gesichtspunkt der physikalischen Bigenschaften wie beispielsweise der Intrinsic-Viskosität der Losung, welche die zur Gewährleistung der fortlaufenden Stabilität der parenteralen Eisenlösung erforderliche Minimalkonzentration an dem Dextran enthält, etatt nach dem Ublichen Gesichtspunkt der physiologischen Wirkungen des Dextrane selbst, die hier nur von sekundärer Bedeutung sind.
  • Unter"Intrinsic-Viskosität"wird im vorliegenden Zusammenhang der Grenzwert der spezifischen Viakosität, geteilt durch die Konzentration, fUr unendliche VerdUnnung verstanden, der nach dem folgenden Verfahren bestimmt wird. Mit einem Ostwald-Viskosimeter wird die eFlieBdauer" ("flow time") von wenigatens drei Lösungen verschiedener Konzentrationen (die sämtlich kleiner als 5% w./v. dextran sind) beatimmt. Die Fließdauer der Lösung dividiert durch die Fließdauer für Wasser gleicher Temperatur ergibt die relative Viskosität der Zusammensetzung gemäß der Erfindung bei der gegebenen Konzentration. Die spezifische Viskosität der Zusammensetzung gemäß der Erfindung bei einer gegebenen Konzentration erhält man, indem man den Betrag 1,0 von dem Wert fUr die relative Viskosität subtrahiert. FEr jede Konzentration der Zusammensetzung gemäß der Erfindung wird der Faktor (spezifische Viskositdt dividiert durch die Konzentration) berechnet und als Funktion der prozentualen Konzentration der Lösung, für welche er berechnet wurde, aufgetragen. Durch Extrapolation der so erhaltenen Kurve für die Konzentration Null erhält man den Grenzwert des Faktors (spezifische Viskosität geteilt durch die Konzentration). Dieser Wert ist als die"Intrinsic-Viskosität"des Materials in der Lösung bekannt. In Anbetracht der Tatsache, daß die beschriebenen Dextran-Fraktionen polydispers sind, wird die Bezeichnung durchschnittliche Intrinsic-Viskosität verwendet.
  • Um jades mögliche Mißverständnis auezuschließen, bezieht sich der Ausdruck"durchschnittliche Intrinsic-Viskosität"auf das hydrierte Dextran selbst und nicht auf eine wässerige Löaung hiervon oder auf eine wässerige Lösung seines Ferrihydroxyd-Komple=ee..
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, daß von Fraktionen von hydriertem Dextran mit Intrinsic-Viskositäten im Bereich von 0, 03 bis Q, 15, und optimal von 0,03 bis 0, 08, stabile Eisenlösungen hergestellt werden können. Der Eisengehalt der therapeutischen Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung soll im Bereich von ein Gewichtsprozent bis 25 Gewichtsprozent an elementarem Eisen (entsprechend etwa 2 Gewichtsprozent bis 50 Gewichtsprozent Ferrihydroxyd) liegen. Diese Zusammensetzung kann vor der Anwendung in den hochkonzentrierten Eisenpräparaten verdunnt werden. Das Ausmaß der Degradation des hydrierten Dextrans soll so sein, daß es eine Intrinsic-Viskosität von 0, 03 bis 0, 15 und vorzugsweise zwischen 0,03 bis 0,08 besitzt. Entsprechend soll bei Verwendung von polymerisiertem hydrierten Dextran der gleiche Bereich von Intrinsic-Viskositäten verwendet werden.
  • Der pH-Wert der fertigen therapeutischen Zusammensetzung gemäß der Erfindung soll zwischen 5,0 und 7,0, vorzugsweise in der Größenordnung von etwa 6,5 betragen. Bei Anwendung als Lösungen zur parenteralen Injektion können die Präparate gemäß der vorliegenden Erfindung bis zu 25 Gewichtsprozent Ferri-Eisen enthalten. Normalerweise besteht kein Grund, die Ferri-Eisen-Konzentration unter etwa 1 Gewichtsprozent zu verringern. In den meisten herkömmlichen veterinär-und human-medizinischen Präparaten wird die Ferri-Eisen-Konzentration in der Größenordnung von 10 bis 15 Gewichtsprozent liegen, wenn das Präparat zur parenteralen Injektion verwendet wird. Es wurde gefunden, daß bei Präparaten, in welchen das Material in Form einer Paste verwendet wird, die Ferri-Eisen-Konzentration bis zu 30 Gewichtsprozent betragen kann ; in Fällen, wo das Material im trockenen Zustand verwendet wird, kann die Ferri-Eisen-Konzentration bis zu 40 Gewichtsprozent betragen.
  • Gesaß der Erfindung wurde ferner festgestellt, daß derartige Pasten-und Feststoffe zur oralen Eingabe verwendet werden können und vorteilhafte Diätzusätze zur Zufuhr von Eisen daratellen.
  • Das Gewichtsverhältnis von hydriertem Dextran zu Ferri-Eisen in den Präparaten gem§ß der vorliegenden Erfindung soll zwischen einem halben Teil hydriertem Dextran pro Teil Eisen und zwei Teilen von hydriertem Dextran pro Teil Eisen liegen.
  • Der hauptsächliche Fortschritt der vorliegenden Erfindung ist in der Entdeckung begründet, daß sich eine wesentlich höhere Ausbeute an dem Komplex Eisen-hydriertes Dextran erzielen läßt, wenn reines Ferrihdroxyd vor der Vermischung mit dem hydrierten Dextran hergestellt wird; die normalerweise erforderliche Reinigung des Komplexes ist dann unndtig, und die erhaltene Komplexverbindung besitzt eine außerordentlich niedrige Toxizität und geringes Beiz-bzw. Verfärbungsvermögen ("low staining attributes").
  • Das Ferrihydroxyd wird gemß der vorliegenden Erfindung in saurer Lösung hergestellt und wird vor der Vermischung mit der Lösung von, hydriertem Dextran mittels Dialyse hoch gereinigt.
  • Der Erfindung liegt die Entdeckung zu grunde, daß bei Herstellung des hochreinen Ferrihydroxyds vor der Berührung mit des hydrieten Dextran sowohl höhere Ausbeuten an der Komplexverbindung al auch eine Komplexverbindung mit verbesserten Eigenschaften erzielt wird. Es wurde gefunden, daß die Gegenwart von Alkali, wi beispielsweise Natriumhydroxyd, während der Komplexbildung sowo unnötig wie auch unerwünscht ist. So verringert die Gegenwart v Alkali oder anderen Elektrolyten die Ausbeute an dem Komplex.
  • Weiter würde die Anwesenheit von Alkali oder sonatigen Elektro@ wEhrend der Komplexbildung zusätzliche Reinigungsschritte, wie b spieleweise eine Ausfällung mit Alkohol nach der Komplexbildung notwendig machen. Bei dem Verfahren gem§X der vorliegenden Erfindung ist eine derartige Reinigung nicht erforderlich.
  • Dies ist ein ganz unerwartetes Ergehnis im Lichte der Theorien, wie sie von den Chemikern, welche sich mit dem Problem befaßt haben, entwickelt wurden und welche einen Mechanismus mit einer chemischen oder quasi chemischen Kupplung postulieren. Man muß davon auagehen, daß diese Form einer Kupplung keine geeignete Grundlage zur Erkldrung der Bildung von Komplexen aus Perrihydr oxyd und hydriertem Dextran daretellt, im Gegensatz zu Komplex aus Ferrihydroxyd undDextran, da im ersten Falle keine Aldehyd Keto-oder Karboxyl-Kupplung möglich ist. So ist auch, ungleich dem Dextran, welches Aldehyd-, Keto-oder Karboxyl-Gruppen besitzt, das hydrierte Dextran, wie es gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezüglich Somogyi-Reagenz nicht-reduzi e rend.
  • Die vorliegende Erfindung soll zwar durch keinerlei Annahme über irgendeinen Mechanismus eingeschränkt werden, im Lichte der Erahrungen des Erfinders darf jedoch vermutet werden, daß die isen-hydriertes Dextran-Komplexe gem§ß der vorliegenden Erfinung stable kolloidale Ldeungen darstellen bzw. einen Schutzberzug eines Kolloids auf einem anderen, wie beispielsweiee des srrihydroxyds auf dem Komplex Eiaen hydriertes Dextran, oder des omplexes Eisen-hydriertes Dextran auf d@@ @errihydroxyd.
  • » @ Ferrihydroxyd wird vorzugsweise aus einer wässerigen Lösung @n Ferrichlorid hergestellt, und zwar vorzugsweise mit Ammoniumydroxyd als Alkaliagens. Das Ammoniumhydroxyd soll dem Ferri-@hlorid in einer wässerigen Lösung bis zur Erreichung eines @H-Werts in der Größenordnung von etwa 2,0 zugegeben werden. Bei @rreichung dises Punktes soll die gebildete Ferrihydroxydlösung @bgfefiltert und sodann im fließenden destillierten Wasser bis vollkommenen sur im wswantliohen/Befreiung von Chloridionen dialysiert werden.
  • @ies erfolgt bei einem pH-Wert in der Größenordnung von etwa 1,3 und vorzugsweise von etwa 4,5 bis 5,5 Das so gereinigte @errihydroxyd wird sodann mit einer Lösung von hydriertem Dextran ter Rühren bei etwas erhdhten Temperaturen, etwa in der Grdßenordnung von 50°C bis 90°C und vorzugsweise 75°C bis 85°C, gescht, bis der Komplex Eisen-hydriertes Dextran gebildet ist.
  • @wer kann auch bei Siedetemperatu oder bei einer Temperatur @is zur Siedetemperautr gearbeitet werden ; besser ist es jedoch, li Bildung des Komplexes bei derartigen höheren Temperaturen su vermeiden, um einer Hautbildung auf der Oberfläche der Lösung @orzubeugen.
  • Das nach den vorstehend beschriebenen Yerfahren dargestellte in : ixa. a~ta ' : q°t e ; spi. tiv : : ^~va rr^nlielz lola. ern F.-h@itsgrad als ds sogenannte "dialysiste Eiosen", wie es der @eitig im Handel erhältlich ist (und das normalerweise einen : T. : 3rC Ft ; : , wv) H c : v . fi c normlri ira. . r Diteratur so bezeichnete "dialysierte Eisen", da dieses eine ..,, PF., 1. zz ucaa ^4°cla. iica. : .. /o'x,, moiuanio. . ethl. t o die Dialyse des Ferrihydroxyds kann mittels herkömmlicher Dialysemembranen, wie beispeelsweise Kolloidin oder Zellophan, bzw. unt @er Verwendung herkömmlicher Dialyse-Anlagen erfolgen. po s wurde gefunden, daß die Komplexbildung normalerweise etwa 2 bis 5 Std. nach der anfänglichen Mischung erfordert, wobei diese Zeitdauer von der jeweiligen Temperatur, der Beschickungemenge a. dgl. abhängt. Zum Austreiben von Wasser und zur Konzentration les Präparats. kann während einer liEngeren Zeitdauer nach der Komplexbildung innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs er-@itzt werden.
  • 3ei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung sind die bisler zur Herstellung einer für die klinische Anwendung geeigneten Disen-hydriertes Dextran-Komplexverbindung erforderlichen nor-@alen Reinigungeschritte einschließlich einer Ausfällung mit Lisopropylalkohol oder Kthylalkohol unnötig. Dies ermöglicht eine resentliche Ersparnis. So hat beispielsweise die Erfahrung ge-@eigt, daß zur Herstellung einer Partie von 100 Gallonen von iisen-hydriertes Dextran-Komplex einer Konzentration von 10 Geichtaprozent die Anwendung von annähernd 4000 Gallonen Isoproylalkohol zur Reinigung mittels FEllung erforderlich ist. Zwar kann ein sehr großer Teil dieses Isopropylalkohols rüokgdwonnen werden, jedoch erfordert dies eine Destillation und es treten erhebliche Verluste auf. Daher hat sich denn auch der bisher erforderliche Reinigungsschritt kommerziell als sehr kostspielig erwiesen.
  • Es kann manchmal vorkommen, daß ein nach dem verbesserten Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hergestelltes Eisenpräparat zur parenteralen Anwendung leicht hypotonisch ; so ist die Frierpunktserniedrigung einer kolloidalen Lösung mit einem Gehalt von etwa 5% elementarem Eisen, wie sie normalerweise für intramuskuläre Injektion hergestellt wird, häufig kleiner als 0,53°C (der ungefähren Erniedrigung, wie sie mit isotonischer Salzlösung erhalten wird) : In einem derartigen Fall kann eine entsprechende Menge einer geeigneten Substanz, wie beispielsweise Natriumchlorid oder Glukose, zugegeben werden, um den Wert der Frierpunktserniedrigung des Präparats auf 0, 53°C zu erhöhen und dieses damit im wesentlichen isotonisch mit dem Blut zu machen.
  • Wie erwähnt, soll der pH-Wert der therapeutischen Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung im Bereich von 5,0 bis 7,0 liegen. Der pH-Wert kann vor der Sterilisierung mit Säure oder mit Alkali eingestellt werden, derart, daB gewährleistet ist, daß der pH-Wert innerhalb dieser Grenzen zu liegen kommt.
  • Die Sterilisierung der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Präparate kann durch Autoklavenbehandlung dieser Präparate in ihren endgUltigen Behältern, beispielsweise Ampullen, wdhrend 30 Minuten bei einem Dampfdruck von 10 (amerikanischen) Pfund pro Quadratzoll entsprechend einer Temperatur von 115°C vorgenommen werden. Da jedoch eine mögliche Degradation des hydrierten Dextrans oder Ausfällung des Ferrioxyds infolge übermäßiger W§rme vermieden werden soll, ist die Sterilisierung im Wege der Filtration durch Pasteur-Rohren, Millipore-Filter, Sterilisierkissen od. dgl. vorzuziehen.
  • Durch Dehydrierung der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten kolloidalen Lösungen, beispielsweise im Wege der Verdampfung unter verringertem Druck oder alternativ durch Abtrennung und nachfolgende. Deeikkation des durch Fällung des Kolloids mittel Zugabe eines geeigneten mit Wasser vermischbaren Lösungsmittels, wie beispielsweise Methylalkehol, Xthylalkohol oder Azeton erhaltenen Produkts, lassen sich fente Präparate erhalten, die sich zur sofortigen Heretellung von zur Injektion geeigneten kolloidalen Eisenlösung durch bloße Zugabe von destilliertem Wasser eignen.
  • Die therapeutische Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung genügt den folgenden Anforderungen, die sich als wünschenswert für einw Eisenlösung, die zur intramuskulären Injektion bei der Behandlung von Eisenmangel-Anämie bestimmt ist, ergeben habend (a) Keine Auswirkung auf den pH-Wert der Körperflüssigkeiten; (b) Isotonizität mit der Gewebeflüssigkeit; (c) Beständigkeit (Stabilität) in Gegenwart von Protein und d Elektrolyten ; (d) Gute YerfAgbarkeit bei der Hämoglobin-Synthese; (e) rasche Absorption in Verbindung mit geringer Aussoheidungsgeachwindigkeit ; (f) möglichst hoher Bisengehalt in möglimchst geringem Volumen ; (g) geringe Toxizität; (h) Reproduzierbarkeit ; (i) Lagerungsbeatändigkeit.
  • Das in den therapeutisch anwendbaren Zusammensetzungen gemäß der @ Erfindung verwendete hydrierte Dextran besitzt eine durchschnittliche Intrinsio-Viakosität von 0, 03 bis 0,15 und vorzugsweise zwischen 0,03 und 0,08. Dies ist ein Bereich unterhalb der durchschnittlichen Intrinsic-Viskositat von hydrierten Dextranen, wie sie in der Literatur mitgeteilt wurden, beispielsweise in der US-Patentehrift 2 807 610. Die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendeten hydrierten Dextrane werden daher aus Dextranen gewonnen, welche eine merklich niedrigere durchschnittliche Intrinsic-Viskosität besitzen als die in den Beispielen des US-Patents 2 807 610 beschriebenen Dextrane. Während bisher, in der US-Patentschrift 2 807 610, die Hydrierung von Dextranen mit durchschnittlichem Molekulargewicht 75. 000 oder mit durchschnittliohem Molekulargewicht im Bereich zwischen 50. 000 bis 100.000 vorgeschlagen wurde, liegt der optimale Bereich von Dextranen zur Herstellun der hydrierten Dextrane, welche zur Verwendung in den therapeutisch anwendbaren Zusammensetzungen gemäß der Erfindung bestimmt sind, im Molekulargewichtsbereich von 2.000 bis etwa 10.000, nämlich entsprechend einer mittleren Intrinsic-Viskosi tät von 0, 03 bis 0,08. Ungeachtet des verhältnismäßig hohen Depolymeriaationagradea der fUr die hydrierten Dextrane der vorliegenden Erfindung verwendeten Dextrane wurde jedoch gefunden, daß das in Beispiel III des erwahnten US-Patents 2 807 610 beschriebene Verfahren mit Erfolg mit den niedrigmolekularen Dextranen gemäß dem vorerwahnten Molekulargewichtsbereich zur Herstellung der hydrierten Dextrane mit den erwahnten mittleren Intrinsic-Viskositäten ausgeführt werden kann. Die hydrierten Dextrane, wie sie gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden, verhalten sich gegenüber dem Somogyi-Reagenz im wesentlichen nicht-reduzierend.
  • Zur Erläuterung eines Verfahrens zur Herstellung von hydriertem Dextran, das für die therapeutisch wirkenden Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist, dient das Folgende : BEISPIEL A.
  • Zu einer 10% igen wässerigen Losung, welche 10 (amerikanische) Pfund Dextran mit einer mittleren Intrinsic-Viskosität von 0, 05 enthält, werden 200 g Natriumborhydrid, in Wasser gelöst, gegeben. Man n läßt das Gemisch bei Zimmertemperatur 5 Stunden lang unter gelegentlichem Umrühren stehen und säuert es sodann mit 30% iger Essigsäure an. Das angesduerte Gemisch wird sodann durch Durchfluß eine Säule eines Katinn-Austauscherharzea geleitet ; der aus der Säule wird sodann durch eine Anion-Austauscherharz-Säule geleitet. Der in dieser Weise entionisierten Lösung wird Methyialkohol zugesetzt, derart, daß eine Lösung mit einem Methylalkoholgehalt von 80 Volumprozent erhalten wird. Man läßt 24 Stunden bei 25°C abstehen und dekantiert sodann die Uberstehende Flüssigkeit von dem ausgefällten reduzierten Dextran. Das so erhaltene Produkt wird bei 100°C und Atmospharendruck eine Stunde lang und sodann bei 100°C im Vakuum zwei Stunden lang getrocknet. Das so erhaltene Produkt verhält sich gegenüber Somogyi-Reagenz nichtreduzierend. Bei Verarbeitung verschiedener Chargen von Dextran sind vorangehende Tests ratsam, um sicherzustellen, daß das.
  • Natrumborhydrid in angemessener Menge vorliegt in dem beßchriebenen Beispiel liegt das Natriumborhydrid in tberschuB über die erforderliche Mindestmenge vor.
  • Zur Erläuterung eines Verfahrens zur Herstellung von hydriertem Dextran vom polymerisierten Typ dient das Polgende : BEISPIEL B Nach dem in Beispiel 1 der US-Patentschrift 2 660 551 beschriebenen Verfahren wird mittels Leuconostoc mesenteroides NRRL B-512 Dextransucrase erzeugt.
  • Diese Dextransucrase dient zur Herstellung von polymerisiertem Dextran aus einem wässerigen Gemisch, welches 80 Gewichtsprozent Sucrose und 5 Gewichtsprozent Dextran von niedrigem Molekulargewicht aus einer vorhergehenden Charge enthält. Der pH-Wert des Gemisches wird auf 5,2 eingestellt und die Temperatur auf 25°C gehalten, bis die Umwandlung der Sucrose zum Dextran, wie sie durch die Erzeugung von Fructose gemessen werden kann, aufgehört hat.
  • Das Dextran wird sodann aus dem Gemisch ausgefällt, indem Methylalkohol bis zu einer 90%igen Lösung zugegeben wird. Der gummil artige Niederschlag wird sodann in eine 5% ige wässerige Lösung überführt und durch fortschreitende Zugabe von Methylalkohol fraktioniert, wobei diese Fraktionierung vier 8tufen mit einer jeweils zunehmenden Methylalkoholkonzentration umfaßt, nämlich sine Methylalkoholfraktionierung innerhalb der Bereichsgrenzen (in % v./v.) von 0-40,40-50,50-60 und 60-70. Das aus den beiden letzten Fraktionen erhaltene Dextran besitzt ein Molekulargewicht in der aröBenordnung, wie sie zur Verwendung bei der Herstellung der Komplexe Ferrihydroxyd-hydriertes Dextran gemäß der Erfindung geeignet ist.
  • Das aus den beiden letzten Fraktionierungen gewonnone Dextran wird abgetrennt und nach dem folgenden Yerfahren hydrierts Zu einer 10%igen wässerigen Lösung von 10 (amerikanischen) Pound des erwihnten Dextrans werden 200 g Natriumborhydrid, in Wasser gelöst, zugegeben. Man läßt das Gemisch bei Zimmertemperatur 5 Stunden lang unter gelegentlichem UmrUhren abrtehen und säuwrt sodann mit 30%iger Essigsäure an. Das angesäuerte Gemisch wird durch eine Kation-Austauscherharz-Säule, der Abfluß aus dieser sodann durch eine Anion-Austauscherharz-8gule geleitet.
  • Der so entionisierten Lösung wird Methylalkohol unter Rühren zugegeben, bis eine Lösung mit 60 Volumprozent Methylalkoholgehalt entsteht. Man lEßt 24 Stunden bei 25°C abatehen und dekantiert t sodann die überstehende Lösung von dem auagefdllten reduzierten Dextran. Das Produkt wird bei 1000 und Atmosphärendruck eine Stunde lang, sodann bei 100°C in Vakuum zwei Stunden lang getrocknet. Dan so erhaltene hydrierte Dextran verhält sich gegenUber Somogyi-Reagenz nicht-reduzierend.
  • Zur SrlOuterung der Komplexe von Ferrihydroxyd-hydriertem Dextran gemEß der Erfindung und des Verfahrens zu ihrer Heratellung dienen 'die folgenden Beispiele.
  • BEISPIEL I Zu einer Ammoniumhydroxydldsung von 15 Gewichtsprozent wird eine 40 gewichtsprozentige Ferrichloridlösung (auf der Basis von FeCl3 6H20) zugegeben, bis ein pH-Wert von etwa 2,0 erhalten wird. Die so erhaltene Lösung wird sodann zur Entfernung jeglichen. Niederschlags durch Nylon filtriert und das Filtrat in eine Zellophan-Dialyse-Röhre geleitet. Die Zellophan-Dialyse-Röhre wird sodann in fließendes destilliertes Wasser gebracht.
  • Dabei wird Ammoniumchlorid fortschreitend aus der Röhre in das flieBende destillierte Wasser austreten. Gleichzeitig wird der pH-Wert der Lösung innerhalb der Röhre ansteigen, wobei das Ferrihydroxyd (oder Hydro-Ferrioxyd, das im folgenden als Ferrihydroxyd bizeichnet wird) in kolloidaler Suspension verbleibt.
  • Es soll keine Ausfällung des Ferrihydroxyds auftreten. Diese Auawaschung wird fortgesetzt, bis die Lösung im wesentlichen frei von Chloridionen ist. Dies wird im allgemeinen bei einem pH-Wert von etwa 4, 5 bis 5,5 der Fall sein ; dieser Punkt bezeichnet die Erreichung einer dialysierten Ferrihydroxydlösung hoher Reinheit. Diese Ferrihydroxydlösung enthält zwischen etwa 3 1/2 bis 4 Gewichtsprozent Ferri-Ionen.
  • Bine 20 gew. prozentige Lösung von hydriertem Dextran mit einem Molekulargewicht von etwa 5000, das nach dem Verfahren gemäß Beispiel A hergestellt wurde, wird sodann der Ferrihydroxydlösung zugesetzt. Die zugegebene Menge ist so gewählt, daß gewichtsmäßig ebensoviel hydriertes Dextran wie Ferrieisen vorliegen. Enthält beispielsweise die kolloidale Lösung 10 Gewichtsteile Ferrieisen, so werden 10 Gewichtsteile hydriertes Dextran zugegeben.
  • Das Gemisch aus dem kolloidalen Ferrihydroxyd und der Lösung von hydriertem Dextran wird sodann unter Rühren bei 80°C innig vermengt, bis ein stabiler Komplex erhalten wird.
  • Die erhaltene Komplexverbindung wird sodann gefiltert.
  • Sodann wird die Eisenkonzentratioh auf einen Wert von-10 Gewichtsprozent und der pH-Wert der Lösung auf 6,5 eingestellt (in vielen Fällen wird der pH-Wert bereits in dem Bereich liegen, der zur Verwendung als Präparat zur parenteralen Anwendung geeignet ist),, die Lösung wird sodann filtriert und die kolloidale Lösung durch Filtration sterilisiert. Alternativ kann die Lösung vor der Einstellung des pH-Wertes auf 6,5, falls eine derartige Einstellung vorgenommen wird, sterilisiert werden.
  • Was die für die Durchfiihrung der Dialyse erforderliche Zeitdauer anlangt, so hängt diese von der Größe und dem Wirkungsgrad des Dialyse-Apparates ab. Mit Zellophanröhren wurde mit einer Zeitdauer von etwa 20 Stunden in fließendem destillierten Wasser gearbeitet. Entsprechend wird die für das Umrühren der kolloidalen Ferrihydroxydlösung mit der Lösung von hydriertem Dextran zur Bildung des Komplexes erforderliche Zeitdauer von der Größe der Charge, der Intensität des Umrührens usw. abhängen. Für eine maximaie Ausbeute sollte jedoch bei 80°C wenigstens mehrere Stunden lang gerührt werden. Nach dem Verfahren gemEß der vorliegenden Erfindung lassen sich Ausbeuten ir der Größenordnung von 90 Gew.
  • Prozent besogen auf das hydrierte Dextren erzielen. Somit geht nur eine Menge in der Größenordnung von 10 Gewichtsprozent des hydrierten Dextrans verloren. Bei den bekannten Verfahren ging wenigstens 50 Gewichtsprozent des hydrierten Dextrans verloren.
  • Wenngleich der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung durch keinerlei Theorie eingeengt werden soll, darf angenommen werden, daß bei den vorliegenden Verfahren gemäß der Erfindung eine vollständigere Komplexbindung zwischen dem Ferrihydroxyd und dem hydrierten Dextran erreicht wird, als dies bisher möglich war.
  • BEISPIEL II Es wird nach dem Verfahren geräß Beispiel I gearbeitet mit der Ausnahme, daß an Stelle des durch eine Degradation des Dextrans nach des Verfahren gemäß Beispiel A erhaltenen hydrierten Dextrans das nach dem synthetischen Verfahren gemäß Beispiel B erhaltene hydrierte Dextran verwendet wird.
  • BEISPIEL III Es wird nach dem Verfahren gemäß Beispeil I gearbeitet mit der Ausnahme, daß hydriertes Dextran in einer Menge verwendet wird, die der Hälfte der Menge (in Gewichtsteilen) an Ferrieisen in der Lösung entspricht. Es wurde eine Ausboute in der Größenordnung von 90 Gewichtsprozent bezogen auf das hydrierte Dextran erreicht.
  • BEISPIEL IV Es wird nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel I gearbeitet. mit der Ausnahme, daß hydriertes Dextran in der doppelten Menge bezogen auf die Gewichtsmenge des Ferrieisens in der LUsung verwendet wird. Das Verfahren nach diesem Beispiel IV ergibt zwar ein Produkt mit besonders niedriger Toxizität, jedoch wird es normalerweise im kommerziellen Maßstab wegen der Vergeudung an hydriertem Dextran, das wesentlich teuerer als das Ferrieisen in der Lösung ist, nicht angewendet werden.
  • Die therapeutischen Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung sind im wesentlichen praktisch frei von Eisenionen und können daher als nicht-ionisch bezeichnet werden. Lagerungsteste haben ergeben, daß diese Zusammensetzungen bei Lagerung hußerat stabil sind.
  • Die Eisen-hydriertes Dextrari-Komplex-Präparate gemäß der vorliegenden Erfindung kbnnon infolge der hohen Ausbeuten, die mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erzielt werden, zu wesentlich geringeren Kosten hergestellt werden als Eisen-hydriertes Dextran nach irgendeinem der bisher bekannten Verfahren.
  • Ferner ist die Beiz-bzw. Färbwirkung an der Injektionsstelle bei den Präparaten gemäß der vorliegenden Erfindung wesentlich geringer als bei irgendwelchen bisher bekannten Eisen-hydriertes Dextran-Präparaten oder einem der bekannten Eiaen-Dextran-PrEparate. Endlich ist auch die Boxizität der Eisen-hydriertes Dextran-Komplex-Präparate gemäß der vorliegenden Erfindung erheblich geringer-als die bisher bekannter Präparate. So haben die PrEparate gemäB der vorliegenden Erfindung bei Tests hinsichtlich der intravenösen Toxizität an M§usen einen LD50-Wert von wesentlich über der Größenordnung von 2000 mg./Kilo. Diese geringe Toxizität war bisher mit keinem zur Injektion geeigneten Eisenpräparat fUr die Behandlung von Eisenmangel-Anämie auch nur annähernd erreichbar.
  • Zwar soll der Sohutzumfang der vorliegenden Erfindung durch Theorien Aber den Grund fUr die geringe ToxizitAt des Eisenhydriertes Dextran-Komplexes gemäß der vorliegenden Erfindung in koiner Weise eingeschränkt werden ; es darf jedoch angenommen werden, daß infolge der Bildung des Komplexes in Abwesenheit von Blektrolyten, wie etwa Alkali oder sonstigen Salzen, die Möglichkeit einer Kontamination durch Spurenmetalle ausgeschlossen wird.
  • Es darf angenommen werden, daB die Möglichkeit besteht, daB hydriertes Dextran Spurenmetall-Verunreinigungen, welche in dem Alkali oder in dem Blektrolyten vorliegen kUnnen, einfingt (einschließt) oder möglicherweise sogar einen Komplex mit ihnen bildet. Es besteht Grund zur Annahme, daß diees Spurenmetall-Verunreinigungen suzgeprEgt zur Toxizität beitragen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, da$ Arsen als Spurenmetall-Verunreinigung in Eisensalzen vorliegt. Wenngleich hierüber noch keine vollständige Gewißheit besteht, nimmt der Erfinder derzeit an, daß der Grund fUr die Erzielung einer viel größeren Ausbouto bei der Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung als bisher möglich war in der Verwendung von hoch gereinigtem Ferrihydroxyd bei der Herstellung der nicht-ionischen kolloidalen Ferrihydroxyd-hydrierte Dextran-Komplex-Verbindung zu sehen ist; hierdurch wird au Konkurrenz zwischen bisher gegebene/ hydrierten Dextran' und Alkali vermieden. Bei dem in der US-Patentschrift 3 022 221 der Anmelderin beschriebenen Verfahren zur Heratellung von Ferrihydroxyd-hydriertes Dextran-Komplex bestand eine Koukurrenz zwisc xn dem Alkali und dem hydrierten Dextran bezuglich der Ferriionen, mit entsprechendem Verlust an hydriertem Dextran. Der Mechanismus dieses Verlustes ist bisher nicht aufgeklärt.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele können selbstverständlich in mannifgacher Weise abgewandelt werden, ohne ds8 dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen wurde.
  • Patentansprüche:

Claims (6)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e : 1. Verfahren sur Herstellung einer therapeutisch anwendbaren Zusammensetsung, die im wesentlichen eine nicht-ionische kolloidale Komplexverbindung von Ferrihydroxyd und hydriertem Dextran aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dal3 man eine gereinigte kolloidale Ferrihydroxydlösung, die durch Dialyse einer kolloidalen Ferrihydroxydlösung mit destilliertem Wasser hergestellt wird, wobei die Dialyse bis zur Erreichung eines pH-Wertes von mehr als etwa 3,5 erstreckt wird, mit einem hydrierten Dextran, das eine durchechnittliche Intrinsic-Viskosität von 0, 03 bis 0,15 bei 25°C besitzt und sich beztiglich Somogyi-Reagenz im wesentlichen nicht-reduzierend verhält, zur Bildung des Komplexes vermengt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß hydriertes Dextran mit einer durchschnittlichen Intrinsic-Viskosität bei 25°C im Bereich von etwa 0, 03 bis 0, 08 verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß das Gewichtsverhältnis von hydriertem Dextran su Eisen zwischen einem halben Teil hydriertes Dextran pro Teil Eisen und zwei Teilen hydriertes Dextran pro Teil Eisen gewählt wird.
  4. 4. Yerfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Komplexbildung bei einer Temperatur. zwischen 50"C und 90UC vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daB die Komplexbildung bei einer Temperatur zwischen 75°C und 85°C vorgenommen wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüi che, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Dialyse bis zur Erreichung eines pH-Wertes von etwa 4,5 bis 5,5 fortgesetzt wird.
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