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DE1211117B - Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten

Info

Publication number
DE1211117B
DE1211117B DEB57029A DEB0057029A DE1211117B DE 1211117 B DE1211117 B DE 1211117B DE B57029 A DEB57029 A DE B57029A DE B0057029 A DEB0057029 A DE B0057029A DE 1211117 B DE1211117 B DE 1211117B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
extraction
hops
production
sec
hop extracts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB57029A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Hoelle
Heinz Vollmar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MARIA BRIEM GEB HIRMER
Original Assignee
MARIA BRIEM GEB HIRMER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MARIA BRIEM GEB HIRMER filed Critical MARIA BRIEM GEB HIRMER
Priority to DEB57029A priority Critical patent/DE1211117B/de
Priority to LU39098D priority patent/LU39098A1/xx
Priority to CH977660A priority patent/CH399384A/de
Priority to GB3235360A priority patent/GB947596A/en
Priority to BE596079A priority patent/BE596079A/fr
Priority to DK449360A priority patent/DK103067C/da
Priority to US226529A priority patent/US3222181A/en
Publication of DE1211117B publication Critical patent/DE1211117B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C3/00Treatment of hops
    • C12C3/04Conserving; Storing; Packing
    • C12C3/08Solvent extracts from hops

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten Es ist bekannt, bei der Herstellung von Bier einen Teil oder die Gesamtmenge des Hopfens durch Hopfenextrakt zu ersetzen und hierdurch eine wesentliche Erleichterung bei der Bierherstellung und eine bessere Ausnutzung der Bitterstoffe zu erzielen.
  • Es ist weiter bekannt, die Hopfenextraktion im Zuge der Bierherstellung unter Verwendung von Kreiselgeräten durchzuführen, wobei man einen Teil der Würze zur Extraktion in das Kreiselgerät zusammen mit dem Hopfen einführt und den erhaltenen Brei aus zerkleinertem Hopfen und wäßriger Extraktlösung wieder mit der Hauptmenge der Würze vermischt. An eine gesonderte Gewinnung einer Hopfenkonserve, d. h. also eines haltbaren Hopfenextraktes, ist hierbei nicht gedacht.
  • Ebenfalls bekannt ist es, den Hopfen mit Hilfe eines am Boden eines Extraktionsgefäßes angeordneten schnellaufenden Propellers unter gleichzeitiger Zerkleinerung zu extrahieren.
  • Man hat weiterhin die Extraktion von Hopfen mit organischem Lösungsmittel für analytische Zwecke mit Hilfe von Extraktionsgefäßen durchgeführt, in denen eine am Boden angeordnete schnellaufende Messerschraube zur Zerkleinerung und Extraktion des Hopfens dient.
  • Auch dieses Gerät wird nicht für industrielle Verfahren verwendet und ist ungeeignet zur Herstellung einer Marktware.
  • Alle diese Verfahren zur Gewinnung von Hopfenextrakten benötigen jedoch relativ lange Extraktionszeiten.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man bei der Herstellung von Hopfenextrakten mit organischen Lösungsmitteln unter gleichzeitiger Zerkleinerung mit schnellaufenden Dispergiergeräten eine beträchtliche Verkürzung der Extraktionsdauer erhält, wenn man erfindungsgemäß die Extraktion unter Aufundabbewegen von in das Extraktionsgefäß eingehängten schnellaufenden Dispergiergeräten, die mit einer Randgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec, vorzugsweise 15 m/sec, betrieben werden, durchführt.
  • Bei dieser Extraktionsweise wird in wenigen Sekunden oder Minuten eine außerordentliche Vergrößerung der Oberfläche das Hopfens erzielt, wodurch die Drüsen der Hopfenblüten freigelegt und für das Lösungsmittel zugänglich gemacht werden.
  • Durch diese schnelle Extraktion werden die den Brauwert des Hopfens ausmachenden Bittersäuren und Weichharze innerhalb weniger Minuten vollkommen und bei etwa Raumtemperatur in Lösung gebracht. Der Extraktionsprozeß verläuft innerhalb einer kurzen Zeit und ohne Beeinträchtigung des Brauwertes.
  • Als Lösungsmittel für das vorliegende Verfahren können alle für die Hopfenextraktion üblichen organischen Lösungsmittel, die die Bitterstoffe lösen, verwendet werden, also Äther, Äther-Alkohol-Gemische, Petroläther, sowie bevorzugt chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylendichlorid, Isopropylchlorid, Dichloräthylen, Trichloräthylen sowie auch Perchloräthylen. Für die technische Durchführung der Extraktion haben sich eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen als vorteilhaft erwiesen.
  • . Um an Energie bei der Konzentrierung der Dünnlösungen zu sparen, ist es vorteilhaft, die Dünnlösungen mehrmals wiederholt als Lösungsmittel für weitere Hopfenchargen zu verwenden und auf diese Weise anzureichern, so daß verhältnismäßig geringere Mengen Lösungsmittel zur vollkommenen Extraktion des Hopfens genügen und die Lösungsmittelverluste minimalisiert werden. Im allgemeinen benutzt man die Dünnlösung des Extraktes für etwa zwei bis sechs weitere Extraktionen.
  • Die Extrakte werden in üblicher Weise bei möglichst niedriger Temperatur im Vakuum eingedampft, damit auch in dieser Phase eine Brauwertminderung der Extraktstoffe verhindert wird.
  • Die Vorteile des Verfahrens gemäß der Erfindung gegenüber bekannten Verfahren mit fest angeordnetem Dispergiergerät ergeben sich aus dem nachstehenden Vergleichsversuch.
  • In ein mit einem Rührer versehenes Gefäß von 19 cm Durchmesser und 34 cm Füllhöhe wurden 700 g Hopfen und 51 Trichloräthylen eingetragen. Die Extraktion wurde bei einer mittleren Randgeschwindigkeit des Rührers von etwa 4 m/sec durchgeführt. Der Rührer war im ersten Fall fest in der Nähe des Gefäßbodens angeordnet, während er im zweiten Fall auf und ab bewegt wurde (Frequenz etwa 30 sec).
  • Die Extraktionsdauer sowie der Gesamtharzgehalt (in Prozent, bezogen auf die Dünnlösung) und der Gehalt an a-Säuren (in Prozent, bezogen auf den Gesamtharzgehalt) sind in der nachstehenden- Tabelle angegeben.
    r
    Extrak- Gesamt- Gehalt-
    tionsdauer harzgehalt - an a-Säuren
    im Gesamtharz
    Minuten °/o %
    1. Feststehender
    Rührer ..... 5 0,72 40;3
    10 0,91 39,8
    15 0,97 41,2
    20 0,98 - 41,8
    im Mittel 40,8
    2. Auf und ab
    bewegter
    Rührer ..... 5 1,04 43,3
    10 1,23 42,3
    15 . 1,19 42,0
    20 1,13 40,7
    im Mittel 42,1
    Dieser Vergleichsversuch zeigt, daß die Extraktion des Hopfens bei Verwendung sonst gleicher Extraktionsbedingungen bei auf und ab bewegtem Rührer in 5 bis 10 Minuten beendet ist, während man sonst das Mehrfache an Zeit benötigt. Gleichzeitig läßt sich hierdurch die Ausbeute etwas steigern, und die Qualität des Extraktes ist eine bessere. Die kürzere Behandlungszeit ist gerade für die Verwendung der Hopfenextrakte fu'r die Bierherstellung wesentlich, weil hierdurch verhindert wird, daß die Extrakte eventuell einen unangenehmen Beigeschmack bekommen, ' Der reine Extrakt enthält. am. Ende die Bitterstöffe in Form der a-Bittersäuren und ihrer Isomeren zusammen mit den im Weichharzanteil enthaltenen Polymeren-. der -ß-Bittersäuren, während die Hartharze das dem Hopfen eigene Maß nicht überschreiten, also keine neuen Hartharze gebildet werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten durch Extraktion von Hopfen mit organischen Lösungsmitteln unter gleichzeitiger Zerkleinerung mit schnellaufenden Dispergiergeräten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extraktion unter Aufundabbewegen von in das Extraktionsgefäß eingehängten schnellaufenden Dispergiergeräten, die mit einer Randgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec, vorzugsweise 15 m/sec, betrieben werden, durchführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 833 941; deutsche Auslegeschrift Nr. 1073 988; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1687 886; Pawloski-Schild, »Brautechn. Untersuchungsmethoden«, 1953, S. 233 bis 238; de Clerck, »Lehrbuch der Brauerei«, Bd.11, 1952, S. 192.
DEB57029A 1960-03-11 1960-03-11 Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten Pending DE1211117B (de)

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LU39098D LU39098A1 (de) 1960-03-11 1960-08-22
CH977660A CH399384A (de) 1960-03-11 1960-08-30 Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten
GB3235360A GB947596A (en) 1960-03-11 1960-09-20 Improvements in and relating to the preparation of hop extracts
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LU (1) LU39098A1 (de)

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US3222181A (en) 1965-12-07

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