DE1211117B - Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von HopfenextraktenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C3/00—Treatment of hops
- C12C3/04—Conserving; Storing; Packing
- C12C3/08—Solvent extracts from hops
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten Es ist bekannt, bei der Herstellung von Bier einen Teil oder die Gesamtmenge des Hopfens durch Hopfenextrakt zu ersetzen und hierdurch eine wesentliche Erleichterung bei der Bierherstellung und eine bessere Ausnutzung der Bitterstoffe zu erzielen.
- Es ist weiter bekannt, die Hopfenextraktion im Zuge der Bierherstellung unter Verwendung von Kreiselgeräten durchzuführen, wobei man einen Teil der Würze zur Extraktion in das Kreiselgerät zusammen mit dem Hopfen einführt und den erhaltenen Brei aus zerkleinertem Hopfen und wäßriger Extraktlösung wieder mit der Hauptmenge der Würze vermischt. An eine gesonderte Gewinnung einer Hopfenkonserve, d. h. also eines haltbaren Hopfenextraktes, ist hierbei nicht gedacht.
- Ebenfalls bekannt ist es, den Hopfen mit Hilfe eines am Boden eines Extraktionsgefäßes angeordneten schnellaufenden Propellers unter gleichzeitiger Zerkleinerung zu extrahieren.
- Man hat weiterhin die Extraktion von Hopfen mit organischem Lösungsmittel für analytische Zwecke mit Hilfe von Extraktionsgefäßen durchgeführt, in denen eine am Boden angeordnete schnellaufende Messerschraube zur Zerkleinerung und Extraktion des Hopfens dient.
- Auch dieses Gerät wird nicht für industrielle Verfahren verwendet und ist ungeeignet zur Herstellung einer Marktware.
- Alle diese Verfahren zur Gewinnung von Hopfenextrakten benötigen jedoch relativ lange Extraktionszeiten.
- Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man bei der Herstellung von Hopfenextrakten mit organischen Lösungsmitteln unter gleichzeitiger Zerkleinerung mit schnellaufenden Dispergiergeräten eine beträchtliche Verkürzung der Extraktionsdauer erhält, wenn man erfindungsgemäß die Extraktion unter Aufundabbewegen von in das Extraktionsgefäß eingehängten schnellaufenden Dispergiergeräten, die mit einer Randgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec, vorzugsweise 15 m/sec, betrieben werden, durchführt.
- Bei dieser Extraktionsweise wird in wenigen Sekunden oder Minuten eine außerordentliche Vergrößerung der Oberfläche das Hopfens erzielt, wodurch die Drüsen der Hopfenblüten freigelegt und für das Lösungsmittel zugänglich gemacht werden.
- Durch diese schnelle Extraktion werden die den Brauwert des Hopfens ausmachenden Bittersäuren und Weichharze innerhalb weniger Minuten vollkommen und bei etwa Raumtemperatur in Lösung gebracht. Der Extraktionsprozeß verläuft innerhalb einer kurzen Zeit und ohne Beeinträchtigung des Brauwertes.
- Als Lösungsmittel für das vorliegende Verfahren können alle für die Hopfenextraktion üblichen organischen Lösungsmittel, die die Bitterstoffe lösen, verwendet werden, also Äther, Äther-Alkohol-Gemische, Petroläther, sowie bevorzugt chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylendichlorid, Isopropylchlorid, Dichloräthylen, Trichloräthylen sowie auch Perchloräthylen. Für die technische Durchführung der Extraktion haben sich eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen als vorteilhaft erwiesen.
- . Um an Energie bei der Konzentrierung der Dünnlösungen zu sparen, ist es vorteilhaft, die Dünnlösungen mehrmals wiederholt als Lösungsmittel für weitere Hopfenchargen zu verwenden und auf diese Weise anzureichern, so daß verhältnismäßig geringere Mengen Lösungsmittel zur vollkommenen Extraktion des Hopfens genügen und die Lösungsmittelverluste minimalisiert werden. Im allgemeinen benutzt man die Dünnlösung des Extraktes für etwa zwei bis sechs weitere Extraktionen.
- Die Extrakte werden in üblicher Weise bei möglichst niedriger Temperatur im Vakuum eingedampft, damit auch in dieser Phase eine Brauwertminderung der Extraktstoffe verhindert wird.
- Die Vorteile des Verfahrens gemäß der Erfindung gegenüber bekannten Verfahren mit fest angeordnetem Dispergiergerät ergeben sich aus dem nachstehenden Vergleichsversuch.
- In ein mit einem Rührer versehenes Gefäß von 19 cm Durchmesser und 34 cm Füllhöhe wurden 700 g Hopfen und 51 Trichloräthylen eingetragen. Die Extraktion wurde bei einer mittleren Randgeschwindigkeit des Rührers von etwa 4 m/sec durchgeführt. Der Rührer war im ersten Fall fest in der Nähe des Gefäßbodens angeordnet, während er im zweiten Fall auf und ab bewegt wurde (Frequenz etwa 30 sec).
- Die Extraktionsdauer sowie der Gesamtharzgehalt (in Prozent, bezogen auf die Dünnlösung) und der Gehalt an a-Säuren (in Prozent, bezogen auf den Gesamtharzgehalt) sind in der nachstehenden- Tabelle angegeben.
Dieser Vergleichsversuch zeigt, daß die Extraktion des Hopfens bei Verwendung sonst gleicher Extraktionsbedingungen bei auf und ab bewegtem Rührer in 5 bis 10 Minuten beendet ist, während man sonst das Mehrfache an Zeit benötigt. Gleichzeitig läßt sich hierdurch die Ausbeute etwas steigern, und die Qualität des Extraktes ist eine bessere. Die kürzere Behandlungszeit ist gerade für die Verwendung der Hopfenextrakte fu'r die Bierherstellung wesentlich, weil hierdurch verhindert wird, daß die Extrakte eventuell einen unangenehmen Beigeschmack bekommen, ' Der reine Extrakt enthält. am. Ende die Bitterstöffe in Form der a-Bittersäuren und ihrer Isomeren zusammen mit den im Weichharzanteil enthaltenen Polymeren-. der -ß-Bittersäuren, während die Hartharze das dem Hopfen eigene Maß nicht überschreiten, also keine neuen Hartharze gebildet werden.r Extrak- Gesamt- Gehalt- tionsdauer harzgehalt - an a-Säuren im Gesamtharz Minuten °/o % 1. Feststehender Rührer ..... 5 0,72 40;3 10 0,91 39,8 15 0,97 41,2 20 0,98 - 41,8 im Mittel 40,8 2. Auf und ab bewegter Rührer ..... 5 1,04 43,3 10 1,23 42,3 15 . 1,19 42,0 20 1,13 40,7 im Mittel 42,1
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten durch Extraktion von Hopfen mit organischen Lösungsmitteln unter gleichzeitiger Zerkleinerung mit schnellaufenden Dispergiergeräten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extraktion unter Aufundabbewegen von in das Extraktionsgefäß eingehängten schnellaufenden Dispergiergeräten, die mit einer Randgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec, vorzugsweise 15 m/sec, betrieben werden, durchführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 833 941; deutsche Auslegeschrift Nr. 1073 988; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1687 886; Pawloski-Schild, »Brautechn. Untersuchungsmethoden«, 1953, S. 233 bis 238; de Clerck, »Lehrbuch der Brauerei«, Bd.11, 1952, S. 192.
Priority Applications (7)
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Also Published As
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