DE1246969B - Autokran, insbesondere fuer den Fertighausbau - Google Patents
Autokran, insbesondere fuer den FertighausbauInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Autokran, Autokran, insbesondere für den Fertighausbau auf dessen Fahrgestell ein einen langen Ausleger tragender, hoher Mast um eine lotrechte Achse drehbar gelagert ist, wobei ein Ballast-Fahrzeug beim Kranbetrieb mit dem Fahrgestell durch Druckkräfte übertragende Abstandshalter so verbunden ist, daß es den quer zur Fahrtrichtung des Fahrgestells wirkenden Lastmomenten entgegenwirkt und von dem Autokran bei dessen Fortbewegung mitgenommen wird.
- Bei dem aus der deutschen Auslegeschrift 1183 217 bekannten Autokran dieser Art stützt sich das Ballast-Fahrzeug einerseits auf ein Achsaggregat und andererseits am Ende einer langen Deichsel auf die Lastbrücke des Kranfahrzeuges, indem das Ende der Deichsel an der Kranbasis befestigt ist, die sich auf der Lastbrücke mit Hilfe eines Kugeldrehkranzes abstützt. Bei der Straßenfahrt des Autokrans ist die Kranbasis bis an das Führerhaus herangeschoben, und die Deichsel liegt über der Lastbrücke, wobei der hintere Teil des Ballast-Fahrzeuges mit dem Gegengewicht nach hinten über die Lastbrücke hinausragt und das Achsaggregat über der Fahrstraße schwebt. Zum Übergang auf den Kranbetrieb wird die Kranbasis auf der Lastbrücke nach hinten bis in deren Mitte verschoben, wobei sich das Achsaggregat auf den Boden aufsetzt und das Ballast-Fahrzeug in eine Lage rechtwinklig zur Lastbrücke geschwenkt werden kann. Die bei dieser Bauart erforderliche Verschiebbarkeit der Kranbasis auf der Lastbrücke ist nur schwierig zu verwirklichen. Denn wegen der außerordentlich großen Kräfte, die beim Kranbetrieb von dem Kranausleger über den Kugeldrehkranz in die Lastbrücke übertragen werden, muß der untere Ring des Kugeldrehkranzes und seine Tragkonstruktion mit sehr kräftigen Konstruktionsteilen auf der Lastbrücke montiert werden. Der Umstand, daß diese schweren Teile die Verschiebbarkeit der Kranbasis auf der Lastbrücke ermöglichen müssen, ergibt eine unwirtschaftliche Konstruktion. Auch erfordert diese Verschiebung einen großen Zeitaufwand.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Autokran der eingangs genannten Art, insbesondere einen solchen für den Fertighausbau, zu schaffen, bei dem der Übergang vom Kranbetrieb zur Straßenfahrt des Autokranes und umgekehrt leicht und in kurzer Zeit vollzogen werden kann, ohne daß die Anordnung der Kranbasis auf dem Fahrgestell verändert zu werden braucht, wobei mit geringstem Aufwand eine große Standsicherheit auch im Falle sehr großer Auslegerlängen und großer Masthöhen gewährleistet ist. Das wird dadurch erreicht, daß als Ballast Fahrzeug ein beim Straßentransport des Autokranes zur Unterstützung des umgelegten Mastes dienender Wagen verwendet wird, der mit der Mastspitze durch einen an einem an der Mastspitze befindlichen Drehgelenk angreifenden Seilzug verbunden ist.
- Neben der in kurzer Zeit leicht und mit geringen Hilfsmitteln durchzuführenden Umstellung vom Kranbetrieb auf den Transportbetrieb können infolge der hohen Standsicherheit sehr schwere Fertigbauteile, z. B. gegossene Hauswände, an sehr weit vom Mast entfernte Einbaustellen gebracht werden, so daß für Autokrane, die für den Fertighausbau bestimmt sind, aber auch für andere Zwecke dienende Autokrane mit hohen Masten und langen Auslegern eine entsprechende Leistungssteigerung erzielt wird.
- Ein als Ballast-Fahrzeug dienender Wagen, der mit einem einen Beladekran tragenden Lastkraftwagen durch Druckkräfte übertragende Abstandhalter und mit der Mastspitze des Kranes durch einen Seilzug verbunden ist, ist aus der französischen Patentschrift 1050 634 bekannt. Doch ist dieser Wagen am vorderen Ende des Lastkraftwagens befestigt, und er dient dazu, beim Fahren des Lastkraftwagens mit angehängter Last ein Aufkippen der Vorderräder zu verhindern, nicht jedoch wirkt er beim Kranbetrieb den quer zur Fahrtrichtung wirkenden Lastmomenten entgegen.
- Die Seilverbindung zwischen dem Ballast-Fahrzeug und der Mastspitze ist mittels eines Federelementes nachgiebig oder - durch Blockieren des Federelementes - unnachgiebig gestaltet.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. In dieser zeigt F i g. 1 einen Autokran für den Fertighausbau in Seitenansicht mit dem Blick in Fahrtrichtung und F i g. 2 die zugehörige Draufsicht.
- Auf dem hinteren Ende des Fahrgestells 1 des Autokranes ist mittels eines Drehkranzes 2, der sowohl Druck- als auch Zugkräfte zu übertragen vermag, die Plattform 3 des drehbaren Kranteiles gelagert. Auf dieser ist - außermittig zur Drehachse 4 - der Mast 5 abgestützt, der durch einen Nackenseilzug 6 gehalten wird. An dem Mast 5 ist ein Ausleger 7, der eine waagerechte Laufbahn für eine Katze 8 enthält, in großer Höhe und mit solcher Länge angeordnet, daß er über ein mehrstöckiges Bauwerk 9 hinwegzureichen vermag. Auf der Plattform 3 ist ein Gegengewicht 10 angeordnet, das dem Autokran im unbelasteten Zustand die erforderliche Standsicherheit gibt.
- Damit der Autokran aber auch im Betrieb, wenn an dem Ausleger 7 unter Ausnutzung der größten Reichweite ein schwerer Fertigbauteil 11 hängt, die erforderliche Standsicherheit hat, ist das Fahrgestell 1 mit einem Wagen 12 verbunden, der beim Straßentransport des Autokranes den Mast 5 im zusammengelegten Zustand aufnimmt. Das geschieht mittels einer Fachwerkscheibe 13, die an dem Rahmen des Fahrgestells 1 und an dem des Wagens 12 durch Gelenke 14 bzw. 15 mit parallel zur Fahrtrichtung liegenden Achsen befestigt ist. Auf dem Wagen 12 befindet sich ferner eine Seilwinde, von deren Trommel 16 ein Nackenspannseil 17 zu der Spitze des Mastes 5 geführt ist. Dort ist das Nachspannseil 17 an einem Körper 18 befestigt, der sich auf dem Mast 5 um dessen lotrechte Achse drehen kann. Die Anordnung der Trommel 16 und der Ge@ lenke 15 auf dem Wagen 12 ist so getroffen, daß sich die Zugrichtung des Nackenspannseiles 17 und die Mittellinie der Gelenke 15 schneiden.
- Es ist somit - in Seitenansicht nach F i g. 1 betrachtet - eine Dreieckverbindung zwischen dem Wagen 12 und dem eigentlichen Autokran hergestellt. Ein Dreieckspunkt A liegt in der Mastspitze, ein weiterer Dreieckspunkt B in der Mittellinie der Gelenke 14 und der dritte Dreieckspunkt C in der Mittellinie der Gelenke 15. Demgemäß ist der Wagen 12 - hinsichtlich der von der Last herrührenden Kippmomente - unnachgiebig mit dem Fahrgestell l verbunden. Infolgedessen wirkt das Gewicht des Wagens 12 und der auf diesem befindlichen Teile als Gegengewicht mit dem Hebelarm h, der sich von dem DreieckspunktC zum AufstandpunktD der dem Bauwerk 9 zugewandten Räder des Fahrgestells 1 erstreckt. Man hat es in der Hand, die Standfestigkeit des Autokranes im Betrieb noch dadurch zu erhöhen, daß auf den Wagen 12 Gewichte 19 aufgesetzt werden. Wesentlich ist es hierbei, daß trotz des auf diese Weise geschaffenen großen Gegengewichtes bei einer Entlastung des Kranes nicht die Gefahr eines rückwärtigen Überschlagens des Kranes besteht, da der Wagen 12 auf dem Boden ruht. i Der Autokran kann in der dargestellten Anordnung ohne weiteres einen Standortwechsel vornehmen, indem er an dem Bauwerk 9 entlangfährt. Hierbei wird der Wagen 12 durch die Fachwerkscheibe 13 von dem Fahrgestell 1 mitgenommen. Die Verbindung des Nackenzugseiles 17 mit dem Wagen 12, die während des Kranbetriebes - z. B. durch Feststellen der Trommel 16 - unnachgiebig ist, wird für den Standortwechsel nachgiebig gemacht. Das kann mit Hilfe eines Federelementes geschehen, das auf die Trommel 16 wirkt, wenn diese nicht mehr festgebremst ist. Infolgedessen wirkt der Wagen 12 mit den Gewichten 19 nicht mehr als Gegengewicht, was nicht nötig ist, weil der Autokran beim Standortwechsel unbelastet ist, so daß das Gegengewicht 10 ausreicht. Andererseits ist es infolge der nachgiebigen Verbindung des Nackenzugseiles 17 mit dem Wagen 12 unschädlich, wenn beim Standortwechsel der Wagen 12 in eine Vertiefung des unebenen Geländes gelangt. Denn bei einer unnachgiebigen Verbindung des Nackenzugseiles 17 mit dem Wagen 12 bestünde in diesem Fall die Gefahr, da.ß durch den in die Vertiefung absinkenden Wagen 12 auf den entlasteten Aufbau des Fahrgestells 1 ein rückwärtiges Kippmoment ausgeübt wird, das unter ungünstigen Bedingungen womöglich ein Umkippen des Autokranes zur Folge haben könnte. Auch wenn beim Standortwechsel der Wagen 12 über eine Erhebung des unregelmäßigen Geländes fährt, ist dies unschädlich, weil hierbei kein Kippmoment auf den vom Fahrgestell 1. getragenen Aufbau ausgeübt wird. In jedem Fall paßt sich das Nackenzugseil 17 dank dem erwähnten Federelement den durch Geländeunebenheiten beim Standortwechsel auftretenden Änderungen der Entfernung zwischen den Dreieckspunkten A und C an.
- Ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß der Winkel a zwischen dem Nakkenzugseil 17 und der Achse des Mastes 5 erheblich größer ist als der Winkel ß, der zwischen dem Nakkenzugseil 6 üblicher Anordnung und der Achse des Mastes eingeschlossen ist. Infolge des großen Winkels ist nämlich die auf den Mast 5 wirkende lotrechte Komponente der in dem Nackenzugseil 17 wirkenden Zugkraft verhältnismäßig klein, was sich vorteilhaft auf die Knickbeanspruchung des Mastes auswirkt.
- Wenn der Mast 5 mit dem Ausleger 7 zum Zweck des Entladens eines Kraftfahrzeuges 20 aus der Betriebsstellung nach F i g. 1 etwa um 90° in die in F i g. 2 mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage geschwenkt wird, wirkt zwar der Wagen 12 nicht in dem Maße wie vorher als Gegengewicht. Doch bildet nunmehr der vordere Teil des Fahrgestells 1 ein Gegengewicht. Außerdem kann zum Entladen des Kraftfahrzeuges 20, das nahe an das Fahrgestell 1 herangefahren wird, die Katze 8 nahe an den Mast herangefahren werden, so daß sich eine verhältnismäßig geringe Ausladung ergibt. Bei der in F i g. 2 mit strichpunktierten Linien dargestellten Einstellung ist die Entfernung zwischen den Dreieckspunkten A und C verkürzt. Auch diese Verkürzung kann durch das erwähnte Federelement aufgenommen werden. Außerdem kann sich der Körper 18 auf der Mastspitze dank seiner Drehbarkeit zwanglos der veränderten Zugrichtung des Nackenzugseiles 17 anpassen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Autokran, insbesondere für den Fertighausbau, auf dessen Fahrgestell ein einen langen Ausleger tragender, hoher Mast um eine lotrechte Achse drehbar gelagert ist, wobei ein Ballast-Fahrzeug beim Kranbetrieb mit dem Fahrgestell durch Druckkräfte übertragende Abstandshalter so verbunden ist, daß es den quer zur Fahrtrichtung des Fahrgestells wirkenden Lastmomenten entgegenwirkt und von dem Autokran bei dessen Fortbewegung mitgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Ballast-Fahrzeug ein beim Straßentransport des Autokranes zur Unterstützung des umgelegten Mastes (5) dienender Wagen (12) verwendet wird, der mit der Mastspitze (18) durch einen an einem an der Mastspitze befindlichen Drehgelenk angreifenden Seilzug (17) verbunden ist.
- 2. Autokran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Seilzug (17) zwischen dem Ballast-Fahrzeug (12) und der Mastspitze (18) mittels eines Federelementes nachgiebig oder -durch Blockieren des Federelementes - unnachgiebig gestaltet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1183 217; französische Patentschrift Nr. 1050 634.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965B0083768 DE1246969B (de) | 1965-09-17 | 1965-09-17 | Autokran, insbesondere fuer den Fertighausbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965B0083768 DE1246969B (de) | 1965-09-17 | 1965-09-17 | Autokran, insbesondere fuer den Fertighausbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1246969B true DE1246969B (de) | 1967-08-10 |
Family
ID=6982128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1965B0083768 Pending DE1246969B (de) | 1965-09-17 | 1965-09-17 | Autokran, insbesondere fuer den Fertighausbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
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