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DE1246781B - Zweistufiges Verfahren und Vorrichtung zur direkten Reduktion von feinzerteiltem Eisenerz zu pulverfoermigem Eisen mittels eines reduzierend wirkenden Gasstromes - Google Patents

Zweistufiges Verfahren und Vorrichtung zur direkten Reduktion von feinzerteiltem Eisenerz zu pulverfoermigem Eisen mittels eines reduzierend wirkenden Gasstromes

Info

Publication number
DE1246781B
DE1246781B DER30099A DER0030099A DE1246781B DE 1246781 B DE1246781 B DE 1246781B DE R30099 A DER30099 A DE R30099A DE R0030099 A DER0030099 A DE R0030099A DE 1246781 B DE1246781 B DE 1246781B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
iron
reduction
hydrogen
stage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER30099A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Renault SA
Original Assignee
Renault SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Renault SA filed Critical Renault SA
Publication of DE1246781B publication Critical patent/DE1246781B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/0033In fluidised bed furnaces or apparatus containing a dispersion of the material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C21b
Deutsche KL: 18 a -15/00
Nummer: 1246781
Aktenzeichen: R 30099 VI a/18 a
Anmeldetag: 13. April 1961
Auslegetag: 10. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein zweistufiges Verfahren zur direkten Reduktion von Eisenerz zu pulverförmigem Eisen, wobei das zerkleinerte und gegebenenfalls zu einem Pulver vermahlene Erz einem Gasstrom ausgesetzt wird, der insbesondere Kohlenoxyd oder Wasserstoff oder ein Gemisch dieser Gase enthält.
Bei einem bekannten Verfahren gibt es eine erste Reduktionsstufe mit einem Kohlenwasserstoffgas, z. B. in Form von Methan. Dabei führt die Reduktion nicht einheitlich zu FeO, insbesondere wenn sie zu lange ausgedehnt wird, wobei sich dann Fe3C bildet. Diese Verunreinigung mit Zementii Fe3C führt zu einem Endprodukt, das für die Herstellung besonders weichen Stahls nicht geeignet ist. Wollte man den geschilderten Nachteil dieses Verfahrens durch Abkürzung mildern, so würde man am Ausgang der ersten Behandlungsstufe ein Gemisch von Fe2O3 und FeO erhalten, was bedeutet, daß die Behandlung in der zweiten Stufe besonders langwierig und dementsprechend der Aufwand an Wasserstoff hoch und also das Verfahren insgesamt teuer ist.
Demgegenüber stellt sich die Erfindung die Aufgabe, unter anderem die Gaszusammensetzung derart zu wählen, daß sich bei der Bildung von FeO ein Gleichgewicht einstellt und somit die Bildung von Fe3C unmöglich ist. Gemäß der Erfindung erhitzt man zu diesem Zweck in der ersten Stufe das zerkleinerte Erz und dieses wird beim Durchtritt durch ein stufenförmiges Fließbett zu Eisen(II)-oxyd reduziert, welches Fließbett im Gegenstrom von einem Gas mit einem hohen CO-Gehalt, welches CO, CO2, H2, H2O, N2 enthält, durchströmt wird, wobei das erhaltene pulverförmige Eisen(II)-oxyd eine Temperatur von 900 bis 1050° C hat. Danach wird das Pulver auf eine Temperatur von etwa 700° C zurückgeführt und im Verlauf der zweiten Verfahrensstufe einer Reduktion im Fließbett unterzogen, durch das im Gegenstrom praktisch reiner Wasserstoff hindurchgeleitet wird, der auf eine Temperatur von etwa 700° C gebracht ist, so daß ein von Kohlenstoff freies Eisenpulver erhalten wird. Unter anderem hat man hierbei den Vorteil, daß wegen einheitlicher Bildung von FeO nach Durchlauf durch die erste Behandlungsstufe in der anschließenden zweiten Behandlungsstufe Eisen erhalten wird, das tatsächlich frei von Verunreinigungen, etwa durch Fe3C, ist.
Bei einem anderen bekannten Verfahren wird zwar ebenfalls die Reduktion in zwei Stufen und unter Verwendung von Gasen durchgeführt. Jedoch erhält man in der ersten Stufe nur dann FeO, wenn man die ablaufende Reaktion unterbricht. Das Zwischen-Zweistufiges Verfahren und Vorrichtung zur
direkten Reduktion von feinzerteiltem
Eisenerz zu pulverförmigem Eisen mittels
eines reduzierend wirkenden Gasstromes
Anmelder:
Regie Nationale des Usines Renault,
Billancourt, Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Liebau, Patentanwalt,
Göggingen über Augsburg, v.-Eichendorff-Str. 10
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 13. April 1960 (824 295)
produkt der ersten Stufe dieses Verfahrens liefert teils ein Gemisch von Fe2O3 und FeO, teils ein Gemisch von FeO, Fe und Fe3C. Es kann also nicht reines FeO entstehen, wie dies bei dem Verfahren nach der Erfindung der Fall ist, bei welchem auf ein Gleichgewicht bei der Erreichung von FeO hingearbeitet wird. Weiterhin wird bei dem bekannten Verfahren in der zweiten Behandlungsstufe mit einem Gas und einer Temperatur gearbeitet, daß sich Fe3C ergibt. Man kann also kein von Kohlenstoff freies Eisen erhalten.
Bei einem weiteren bekannten Verfahren verwendet man schließlich zur Reduktion ein Gemisch von Wasserstoff und Kohlenoxyd und arbeitet in zwei aufeinanderfolgenden Stufen mit ein und demselben Gas und bei derselben Temperatur von 590 bis 76O0C. Dabei geht der Verfahrensabschnitt in der ersten Reaktionsstufe sehr langsam vor sich, weil bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur von 590 bis 760° C gearbeitet wird. Die Reaktion in dieser ersten Stufe läßt sich aber bei diesem bekannten Verfahren durch Erhöhung der Temperatur nicht beschleunigen, weil sich sonst bevorzugt Fe3C bilden würde. Im übrigen wird die zweite Behandlungsstufe bei diesem bekannten Verfahren mit einem Gasgemisch durchgeführt, das CO und H2 enthält und dementsprechend Eisen ergibt, welches mit Fe3C verunreinigt ist.
Im übrigen ist es bekannt, daß eine Verunreinigung des Zwischenproduktes durch Fe3C das Verkleben verhindert. Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird ein solches Zusammenkleben der
709 620B48

Claims (1)

  1. 3 4
    kleinen Teilchen durch die niedrigere Temperatur in Umlauf befindliche Gas erhitzen, worauf sie durch
    der zweiten Stufe verhindert. Im übrigen weist das den Kamin 28 austreten.
    Verfahren nach der Erfindung Vorteile gegenüber Das in der Kühlvorrichtung 8 auf 700° C ab-
    einer direkten Reduktion des Erzes mittels Wasser- gekühlte Eisen(II)-oxyd wird von einer Vorrich-
    stoff auf, weil bei einem solchen Arbeitsgang Drücke 5 tung 9 aufgenommen, durch die es zu kaskaden-
    von 12 bis 40 Atmosphären erforderlich sind. förmig geschalteten Fließbettreduktionsstufen 10,11,
    Nachstehend wird das erfindungsgemäße Ver- 12, 13 gefördert wird, die im Gegenstromverfahren
    fahren in Verbindung mit der Zeichnung näher be- und im wesentlichen isotherm zwischen 600 und
    schrieben, die in schematischer Darstellung eine für 750° C, vorzugsweise bei 700° C, betrieben werden,
    die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens io Das heiße pulverförmige und in Wasserstoff gebadete
    geeignete Anlage zeigt. reduzierte Eisen tritt bei 14 aus und der reine
    Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Wasserstoff wird mit einer Temperatur von etwa
    Eisenerz zuerst sehr fein vermählen, um es zu einem 700° C am unteren Ende der Vorrichtung durch
    klassierten Pulver zu zerkleinern, das zur Reduktion eine Leitung 36 eingeleitet.
    im Fließbettverfahren geeignet ist (von einer Kör- 15 In dem zuletzt beschriebenen Reaktor reduziert
    nung von etwa 40 bis 125 Mikron mittlerer Durch- der Wasserstoff das Eisen(II)-oxyd, wobei reines
    messer). pulverförmiges Eisen erhalten und das Gas mit
    Das auf diese Weise erhaltene Pulver gelangt aus Wasser beladen wird. Der mit Wasser beladene einem Trichter 1 durch eine Beschickungsvorrich- Wasserstoff tritt aus dem Reaktor durch eine Leitung tung 2 in die erste Vorrichtung zur Erhitzung und 30 29 mit der Reaktionstemperatur von beispielsweise Reduktion im Fließbettverfahren in Form eines 7000C aus, worauf er durch einen Wärmeaustau-Reaktors mit mehreren kaskadenförmig angeordneten scher 30 hindurchtritt, in welchem er seine Wärme Stufen 3, 4, 5, 6 mit Gefällebewegung des Pulvers an den trockenen zu erhitzenden Wasserstoff abgibt, und Gegenstromtransport des Gases, in welchem das und er gelangt dann in eine Kühlvorrichtung 31 mit Erz erhitzt und zu Eisen(II)-oxyd (FeO) durch ein as einem Wasserabscheider und von diesem in einen von einem Brenner 15 kommendes Gas reduziert Kältemittelkondensator 32, in welchem er auf +10C wird, das CO, CO2, H2, H2O und N2 als Reduktions- unter Abscheidung der letzten Spuren von Wasser mittel für Fe2O3 oder Fe3O4, jedoch im Gleich- im flüssigen Zustand gekühlt wird, worauf er von gewicht mit FeO, enthält. Die Temperatur steigt in neuem durch eine Pumpe 33 in Umlauf gesetzt, der untersten Stufe 6 auf eine Höhe zwischen 900 30 wieder durch den Wärmeaustauscher 34 geleitet und 1050° C, vorzugsweise 1000° C, an. wird, in welchem er erhitzt wird, sodann einem Er-
    Beim Austritt aus der Stufe 6 wird das Eisen(II)- hitzer 35 mit äußerer Wärmezufuhr zugeführt wird, oxyd-Pulver durch eine Vorrichtung 7 aufgenommen um schließlich bei 36 wieder in den Reaktor ein- und in eine Kühlvorrichtung 8 gefördert, in welcher geleitet zu werden. Der durch die Reduktion veres im Fließbettverfahren durch umlaufendes kaltes 35 brauchte Wasserstoff wird durch Einleiten reinen Gas gekühlt wird, das durch eine Leitung 21 zu- Wasserstoffes ersetzt, der an einem Punkt des Kreisgeführt wird. Dieses Gas enthält CO, CO2, H2, H2O laufes hinter dem Kondensator 32 und vor dem Er- und N2 im Gleichgewicht mit FeO bei 700° C, wobei hitzer 35 zugeführt wird.
    seine Fördermenge so geregelt wird, daß die Mi- Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil,
    schungstemperatur im Fließbett die für die Reduk- 40 daß in der ersten Stufe die Reduktion von Fe2O8 zu
    tion von FeO zu Fe mittels Wasserstoff in der zwei- FeO oder von Fe3O4 zu FeO unter den wirtschaft-
    ten Reduktionsstufe gewünschte Höhe hat, die zwi- lichsten Bedingungen durchgeführt wird, da sie bei
    sehen 600 und 750° C und vorzugsweise bei 700° C einer hohen Temperatur und unter Verwendung
    liegt. eines geringe Kosten verursachenden Gases durch-
    Das reduzierend wirkende Gas wird durch eine 45 geführt wird, das durch unvollständige Verbrennung
    unvollständige Verbrennung von Naturgas mit einem eines Kohlenwasserstoffes erhalten wird. Aus diesem
    hohen Methangehalt oder einem flüssigen oder gas- Grund ist die in der zweiten Stufe des Verfahrens er-
    förmigen Kohlenwasserstoff erhalten, das bzw. der forderliche Wasserstoffmenge beschränkt und wer-
    bei 16 zugeführt wird, während die Verbrennungsluft den, da das Eisen(II)-oxyd im heißen Zustand zu-
    bei 17 zugeführt wird. Der Brenner 15 ist in einer 50 geführt wird, günstige Bedingungen gleichzeitig für
    Verbrennungskammer 18 angeordnet, in welcher das den Wärmehaushalt und einen einfachen Aufbau der
    Gas auf eine Temperatur von etwa 1000° C durch Anlage erzielt. Da in der zweiten Verfahrensstufe
    die Zufuhr von umlaufendem Gas gebracht wird, das die Temperatur begrenzt ist, erhält man reduziertes
    bei 24 von der Kühlvorrichtung 8 und bei 22 vom Eisen in pulverförmigem Zustand. Da die Reduktion
    Umlaufgebläse 20 zugeführt wird. 55 mittels Wasserstoff geschieht, erhält man reines
    Nach der Erhitzung und Reduktion tritt das Gas Eisen ohne Kohlenstoffgehalt,
    aus der oberen Stufe 3 aus. Dieses Gas wird durch ,.
    ein Gebläse 20 angesaugt, durch das es in drei Teile Patentansprüche:
    unterteilt wird. Der erste Teil wird durch die Leitung 1. Zweistufiges Verfahren zur direkten Reduk-21 der Kühlvorrichtung 8 zugeführt, der zweite Teil 60 tion von Eisenerz zu pulverförmigem Eisen, wodurch eine Leitung 22 einem Rekuperator 25, in wel- bei das zerkleinerte und gegebenenfalls zu einem chem er, bevor er von neuem zur Verbrennungs- Pulver vermahlene Erz einem Gasstrom auskammer 18 in Umlauf gesetzt wird, erhitzt wird, gesetzt wird, der insbesondere Kohlenoxyd oder während der dritte Teil durch eine Leitung 23 dem Wasserstoff oder ein Gemisch dieser Gase entBrenner 26 des Rekuperators zugeführt wird, in wel- 65 hält, dadurch gekennzeichnet, daß in chem er zu CO2 und H2O infolge der Zufuhr von der ersten Stufe das zerkleinerte Erz erhitzt und Zusatzluft 27 verbrannt wird. Die Abgase treten beim Durchtritt durch ein stufenförmiges Fließdurch den Rekuperator hindurch, wobei sie das in bett zu Eisen(II)-oxyd reduziert wird, welches
DER30099A 1960-04-13 1961-04-13 Zweistufiges Verfahren und Vorrichtung zur direkten Reduktion von feinzerteiltem Eisenerz zu pulverfoermigem Eisen mittels eines reduzierend wirkenden Gasstromes Pending DE1246781B (de)

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FR1246781X 1960-04-13

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DE1246781B true DE1246781B (de) 1967-08-10

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DER30099A Pending DE1246781B (de) 1960-04-13 1961-04-13 Zweistufiges Verfahren und Vorrichtung zur direkten Reduktion von feinzerteiltem Eisenerz zu pulverfoermigem Eisen mittels eines reduzierend wirkenden Gasstromes

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0845541A3 (de) * 1994-10-17 1998-11-04 Voest-Alpine Industrieanlagenbau Gmbh Anlage und Verfahren zur Herstellung von Roheisen und/oder Eisenschwamm

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2481217A (en) * 1947-06-03 1949-09-06 Standard Oil Dev Co Process for a two-stage gaseous reduction of iron ore
DE840254C (de) * 1948-10-02 1952-05-29 Adolf Dr-Ing Fry Tieftemperaturverhuettung von Eisenerzen und Eisenoxyden
US2752234A (en) * 1955-07-07 1956-06-26 United States Steel Corp Process for continuous gaseous reduction of iron ore in a fluidized bed system

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