[go: up one dir, main page]

DE1116252B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen

Info

Publication number
DE1116252B
DE1116252B DED30211A DED0030211A DE1116252B DE 1116252 B DE1116252 B DE 1116252B DE D30211 A DED30211 A DE D30211A DE D0030211 A DED0030211 A DE D0030211A DE 1116252 B DE1116252 B DE 1116252B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chamber
briquettes
conveyor
gas
smoldering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED30211A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Faste
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DEMAG HUMBOLDT NIEDERSCHACHTOF
Original Assignee
DEMAG HUMBOLDT NIEDERSCHACHTOF
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DEMAG HUMBOLDT NIEDERSCHACHTOF filed Critical DEMAG HUMBOLDT NIEDERSCHACHTOF
Priority to DED30211A priority Critical patent/DE1116252B/de
Publication of DE1116252B publication Critical patent/DE1116252B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating
    • C22B1/2413Binding; Briquetting ; Granulating enduration of pellets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhüttungsfähiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung verhüttungsfähiger Briketts aus einem Erz, insbesondere Eisenerz, einem Brennstoff sowie gegebenenfalls Bindemitteln und Zuschlagstoffen. Nach einem Vorschlag, der nicht zum Stand dei Technik gehört, werden die mit Hilfe einer Brikettpresse geformten Briketts unter Luftabschluß einer Wärmebehandlung unterzogen. Bei dieser Behandlung wird der in den Briketts enthaltene Brennstoff verschwelt oder verkokt, und die Briketts erhalten durch den zurückbleibenden Koks eine so große Festigkeit, daß sie bei der Verhüttung in einem Schachtofen nicht vorzeitig zerfallen.
  • Es hat sich gezeigt, daß bei einigen Brennstoffen, insbesondere bei jungen Kohlen, die Abriebfestigkeit solcher Briketts noch nicht den Forderungen, die für die Verhüttung der Briketts in einem Schachtofen gestellt werden müssen, entspricht. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe sehr abriebfeste, verhüttungsfreie Briketts hergestellt werden können. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Briketts zunächst auf eine Temperatur erwärmt werden, bei der eine weitgehende Entgasung des in den Briketts enthaltenen Brennstoffes stattfindet und daß danach ein bitumenhaltiger Stoff, z. B. Teer, Pech od. dgl., auf die Oberfläche der Briketts aufgebracht wird und daß die Briketts anschließend auf eine so hohe Temperatur gebracht werden, daß der in ihnen enthaltene Brennstoff sowie der bitumenhaltige Stoff verkoken. Bei diesem Verfahren bildet der von dem bitumenhaltigen Stoff an der Oberfläche der Briketts zurückbleibende Koks eine harte Kruste, so daß die Abriebfestigkeit der Briketts sehr hoch ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der bitumenhaltige Stoff vorteilhaft auf die Briketts aufgesprüht. Ferner kann dadurch, daß nach dem Aufsprühen ein sauerstofffreier heißer Gasstrom in der Sprührichtung zwischen den Briketts hindurchgeschickt wird, die Verteilung des bitumenhaltigen Stoffes weiter verbessert werden. Besitzt der Gasstrom eine genügend hohe Temperatur, so kann hierbei schon eine teilweise Verkokung des Bitumens und eine Krustenbildung auf den Briketts eintreten. Im folgenden ist das Verfahren gemäß der Erfindung an Hand einer als Ausführungsbeispiel dienenden Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens erläutert. Es zeigt Abb. 1 einen Durchlaufofen im Längsschnitt, Abb. 2 einen Schnitt durch den Durchlaufofen gemäß der Linie II-II in Abb. 1, Abb. 3 einen Schnitt durch den Durchlaufofen gemäß der Linie III-III in Abb. 1. Der in Abb. 1 dargestellte Durchlaufofen dient zur Wärmebehandlung von Briketts, welche in einer Brikettpresse aus Eisenerz, einem Brennstoff sowie gegebenenfalls Bindemitteln und Zuschlagstoffen geformt wurden. Der Ofen ist mit einer feuerfesten Auskleidung, z. B. aus Schamottesteinen, versehen. Er besteht aus einer Anzahl von Kammern, durch welche die zu behandelnden Briketts mit Hilfe eines Fördermittels 11 in Richtung des Pfeiles 12 transportiert werden. Das Fördermittel ist gasdurchlässig ausgebildet und besteht vorteilhaft aus einer Reihe von Kästen aus gelochten Platten. Die Kästen sind zu einer endlosen, in einer senkrechten Ebene umlaufenden Kette zusammengesetzt. Von dem Fördermittel ist in der Zeichnung nur das obere Trum, welches durch den Durchlaufofen läuft, dargestellt.
  • Die Kammer 1 des Durchlaufofens dient zur Abdichtung desselben an der Eintrittsseite des Fördermittels. Sie ist verhältnismäßig niedrig ausgebildet und über eine Abzugsleitung 14 mit einem saugenden Ventilator 13 verbunden, welcher die in die Abdichtungskammer 1 eindringenden Gase laufend absaugt und dafür sorgt, daß in dieser Kammer ständig ein Unterdruck gehalten wird.
  • Hinter der Abdichtungskammer 1 ist eine Vorwärmkammer 2, 3 vorgesehen. Auch diese Kammer ist verhältnismäßig niedrig ausgebildet. Die Vorwärmkammer ist gegen die Dichtungskammer 1 und die weiter unten beschriebene Schwelkammer durch je eine Wand 40 bzw. 41, welche von oben und unten bis an das Fördermittel 11 heranreicht, abgedichtet. Von dem Teil 2 der Vorwärmkammer, welcher über dem Fördermittel liegt, führt eine Gasleitung 18 zu einem saugenden Ventilator 20. Der untere Teil 3 der Vorwärmkammer ist durch eine wärmeisolierte Leitung 16 mit einer weiter unten beschriebenen Absaugkammer 36 verbunden.
  • Die Vorwärmkammer ist durch Querwände 15, welche bis an das Fördermittel heranreichen, in mehrere Teilkammern unterteilt, um eine gleichmäßige Verteilung des herangeführten Gases über die ganze Länge der Vorwärmkammer und damit einen guten Wärmeaustausch zu gewährleisten. Jede Teilkammer ist mittels Zweigleitung an die Gasleitungen 16 und 18 angeschlossen.
  • Durch Drosselklappen 17, welche in den Zwei b leitangen vorgesehen sein können, kann die Beaufschlagung der Teilkammern mit Gas gesteuert werden. Das heiße Gas durchströmt im Querstrom die Briketts und wärmt diese bis auf eine Temperatur unterhalb des Schwelbeginns der Kohle auf. Die obere Temperaturgrenze liegt hier im allgemeinen bei 250 bis 2$0' C. Sie ist von der Art des verwendeten Brennstoffes abhängig.
  • Die Gase werden dann mittels der Leitung 18 über eine Kühlvorrichtung 19 und einen saugenden Ventilator 20 der weiter unten beschriebenen Kühlkammer 8, 9 zugeführt.
  • Falls die fühlbare Wärme des durch die Leitung 16 herangeführten Gases für die Vorwärmung der Briketts nicht ausreicht und das Gas genügend brennbare Bestandteile enthält, kann vorteilhaft in den einzelnen Teilkammern der Vorwärmkammer 2, 3 eine Verbrennung des Gases stattfinden. Dazu sind die Mündungen der Zweigleitungen in den Teilkammern als Brenner ausgebildet, und sie stehen mit einer Luft- oder Sauerstoffleitung 21 in Verbindung. Die Verbrennungsluft kann zur Verbesserung der WärmewirLschaft in einem Wärmetauscher 22, wie weiter unten beschrieben, vorgewärmt werden. Sollen die A or b.ase, wie unten beschrieben, der Kühlkammer 8,9 zugeführt werden, so muß die Verbrennung in der Vorwärmkammer 2, 3 unter Sauerstoffmangel erfolgen.
  • An die Vorwärmkammer 2, 3 schließt sich eine Schwelkammer 4, 5 an. Diese Kammer besitzt eine verhältnismäßig große Höhe und weist vorteilhaft zwei Teilkammern auf, von denen die Teilkammer 4 über, die Teilkammer 5 unter dem Fördermittel 11 angeordnet ist. Beide Teilkammern besitzen vorteilhaft einen etwa parabelförmigen Querschnitt, welcher sich aus mehreren Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zusammensetzen kann. Das Gewölbe dei oberen Teilkammer ist nach oben, das der unteren Teilkammer nach unten gekrümmt. Die Achsen der Gewölbe verlaufen zweckmäßig parallel zur Richtung des Fördermittels 11. In der der Vorwärmkammer 2, 3 benachbarten Stirnwand und/oder der entgegengesetzte:! Stirnwand jeder Heizkammer sind Brenner 23 bzw. 24 vorgesehen, welche parallel zur Gewölbeachse gerichtet sind. Die Brenner werden durch die Leitungen 25 mit einem Brennstoff, z. B. Öl, Brenngas oder Brennstaub, und durch die Leitungen 26 mit Luft oder Sauerstoff beschickt. Vorteilhaft wird in der Schwelkammer 4, 5 ein Brennstoff mit einem hohen Heizwert, z. B. ein Starkgas, verwandt, um den Heizwert der, wie unten beschrieben, aus der Schwelkammer 4, 5 abgeführten Gase nicht durch einen größeren Stickstoffgehalt zu verringern. Zur Vermeidung von Verbrennungserscheinungen an den Briketts muß die Verbrennung so durchgeführt werden, daß eine reduzierende Atmosphäre in der Kammer eingehalten wird.
  • Die Brenner sind zweckmäßig so angeordnet, daß die Summe von direkt auf das Fördermittel gestrahlter und indirekt über das Gewölbe aufgestrahlter Wärme über die ganze Breite des Fördermittels konstant ist. Dazu ist die Anordnung der Brenner derart getroffen, daß die indirekt auf das Fördermittel aufgestrahlte Wärme nach außen, d. h. nach beiden Seiten des Fördermittels, zunimmt.
  • In der Schwelkammer wird der in den Briketts enthaltene Brennstoff bei einer Temperatur von etwa 500 bis 600° C weitgehend entgast. Diese Temperatur ist abhängig von der Beschaffenheit des in den Briketts enthaltenen Brennstoffes. Durch die Wahl der Anordnung der Brenner und durch die Art der Flammenführung kann der Temperaturanstieg in der Entgasungszone so eingestellt werden, daß dabei die günstigsten Brikettfestigkeiten erzielt werden. Zum Beispiel wird es bei einer Behandlung von stark erweichenden Briketts vorteilhaft sein, die Beheizung in der Nähe des Eintritts des Fördermittels in die Schwelkammer zu verstärken, um durch diese plötzliche starke Erwärmung die Briketts in ihrer äußeren Schale zu festigen. Die restliche Entgasung kann dann einen langsameren Verlauf nehmen. In diesem Fall wird man die Brenner zweckmäßig in den der Vorwärmkammer 2, 3 benachbarten Stirnwänden der Schwelkammer anordnen.
  • Bei der Schwelung von Briketts, die Kohlen enthalten, welche ihr Backbitumen erst im Verlauf delr Erwärmung bilden, ist es zweckmäßig, die Beheizung der Kammer so zu steuern, daß sich ein nahezu linearer Temperaturanstieg ergibt.
  • Die Temperatur der Briketts wird nach dem Verlassen dieser Kammer im allgemeinen in einem Bereich von 500 bis 550° C liegen.
  • Die Schwelgase, welche sich in der Schwelkammer 4, 5 bilden, sowie die Abgase der Brenner 23 und 24 verlassen die Kammer durch die Öffnung 27 und den Gaskanal 28. Besitzen die in den Briketts enthaltenen Brennstoffe genügend flüchtige Bestandteile, so ist das in der Kammer 4, 5 enstehende Gasgemisch brennbar.
  • Kurz hinter der Schwelkammer 4, 5 weist der Gaskanal 28 einen senkrecht verlaufenden Teil 42 auf, welcher durch eine Reihe von Querwänden 43, die quer zur Transportrichtung des Förderbandes gestellt sind, in mehrere Teilkanäle zur gleichmäßigen Verteilung des Gasstromes aufgeteilt ist. Quer durch diesen Teil des Gaskanals 28 ist das Fördermittel geführt.
  • Zwischen dem senkrechten Teil 42 des Gaskanals und der Schwelkammer 4, 5 ist außerhalb des Gaskanals 28 eine Sprühvorrichtung 30 vorgesehen, mit deren Hilfe ein bitumenhaltiger Stoff, z. B. Teer, Pech od. dgl., von unten durch das Fördermittel gegen die Briketts gesprüht wird. Die Sprühvorrichtung erstreckt sich über die ganze Breite des Fördermittels. Der Raum, in dem diese Sprühvorrichtung angeordnet ist, ist durch das Mauerstück 44 gegen den Zutritt von Außenluft abgedichtet.
  • Bei der Weiterbewegung des Fördermittels gelangen die besprühten Briketts in den senkrechten Teil 42 des Gaskanals, in dem das heiße Gas von unten nach oben durch das Fördermittel und zwischen den daraufliegenden Briketts hindurchströmt. Der bitumenhaltige Stoff wird von dem strömenden Gas gleichmäßig über die Briketts verteilt. Gleichzeitig tritt infolge der fühlbaren Wärme der Gase eine teilweise Verkokung des aufgesprühten bitumenhaltigen Stoffes ein, so daß sich hier schon eine leichte Kruste an der Oberfläche der Briketts bildet.
  • In seinem weiteren Verlauf ist der Gaskanal 28 um l80° umgelenkt und weist einen zweiten senkrechten Teil 45 auf, welcher wie der erste senkrechte Teil ausgebildet ist. Das Gas strömt in dem Teil 45 von oben nach unten. Zwischen den beiden senkrechten Teilen ist außerhalb des Gaskanals 28 eine weitere Sprühvorrichtung 29 vorgesehen, welche oberhalb des Fördermittels angebracht ist und die Briketts von oben mit einem bitumenhaltigen Stoff besprüht. Der Raum, in dem die Sprühvorrichtung angeordnet ist, ist gegen die Außenluft durch ein Mauerstück 46 abgedichtet. Auch in dem zweiten senkrechten Teil 45 erfolgt durch das heiße Gas eine gleichmäßige Verteilung des aufgesprühten bitumenhaltigen Stoffes sowie eine teilweise Verkokung.
  • Von dem Ende des Gaskanals 28 führt eine Gasleitung 31 ab, welche über eine Kondensationsvorrichtung 32, in der der in dem Gas enthaltene Teer gewonnen wird, mit einem saugenden Ventilator 47 in Verbindung steht. Das abgesaugte Gas kann als Nutzgas, z. B. zur Verbrennung, verwendet werden.
  • Der Durchlaufofen weist, in der Transportrichtung des Fördermittels gesehen, hinter dem Gaskanal 28 eine Verkokungskammer 6, 7 auf. Diese Kammer ist so ausgebildet wie die Schwelkammer 4, 5; sie weist jedoch den Unterschied auf, daß sich der untere Teil 7 der Verkokungskammer nur auf einem Teil der Länge des oberen Teiles 6 erstreckt. Der obere Teil der Kammer ragt über den unteren Teil, gegen die Transportrichtung des Fördermittels gesehen, um ein Stück hinaus. Unterhalb des Fördermittels, und zwar zweckmäßig an der Stelle, die dem über den unteren Teil 7 hinausragenden Stück des oberen Teiles 6 der Verkokungskammer gegenüberliegt, ist eine Absaugkammer 36 vorgesehen, mit deren Hilfe die in der Verkokungskammer anfallenden Gase abgesaugt werden. Die Absaugkammer ist gegen den unteren Teil 7 der Verkokungskammer durch die Wand 48 abgedichtet und durch Querwände 15 in eine Reihe von Teilkammern unterteilt.
  • Die in dem unteren Teil 7 der Verkokungskammer anfallenden Abgase des Brenners 34 strömen zunächst quer durch das Fördermittel in den oberen Teil 6 der Verkokungskammer und darauf mit den in dem oberen Teil der Verkokungskammer anfallenden Abgasen des Brenners 33 sowie den Verkokungsgasen wiederum quer durch das Fördermittel in die Absaugkammer 36. Durch diesen Querstrom wird eine sehr gute Wärmeübertragung von den heißen Gasen auf die Briketts erzielt. Um die Menge der quer durch das Fördermittel strömenden Gase zu erhöhen, werden die Brenner 33, 34 bzw. 35 vorteilhaft mit einem verhältnismäßig schwachen Heizgas, z. B. Gichtgas, betrieben. Die aus der Verkokungskammer abgesaugten Gase werden, wie beschrieben, der Vorwärmkammer 2, 3 zugeführt.
  • In der Verkokungskammer wird vorteilhaft eine verhältnismäßig hohe Temperatur von etwa 900 bis 1l00° C gehalten. Dabei tritt eine Verkokung des in den Briketts enthaltenen Brennstoffes sowie des noch nicht verkokten aufgesprühten bitumenhaltigen Stoffes ein. Auf diese Weise wird eine hohe Endfestigkeit und Abriebsfestigkeit der Briketts erreicht. Um Verbrennungserscheinungen an den Briketts zu verhindern, muß in dieser Kammer wie auch in der Schwelkammer 4, 5 eine reduzierende Atmosphäre eingehalten werden.
  • Nach dem Verlassen der Verkokungskammer 6, 7 gelangen die Briketts in eine Kühlkammer, deren oberer Teil 8 durch die Leitung 18, wie oben beschrieben, mit den in dem Kühler 19 gekühlten Gasen der Vorwärmkammer 2, 3 beschickt wird. Diese Gase strömen zwischen den auf dem Fördermittel angehäuften Briketts hindurch und gelangen in den unteren Teil 9 der Kühlkammer, aus dem sie mittels der Abzugsleitung 49 oder 50 abgeführt werden. Die Briketts werden dabei bis unter ihre Entzündungstemperatur abgekühlt. Zur besseren Verteilung der Kühlgase über die ganze Länge der Kühlkammer ist diese ebenfalls durch Querwände 15 in eine Anzahl von Teilkammern unterteilt.
  • Da die Kühlgase bei der Abkühlung der Briketts sehr viel Wärme aufnehmen, wird vorteilhaft in die Abzugsleitung 50 der Gase ein Wärmetauscher 37 bzw. 22 eingeschaltet, in dem die Verbrennungsluft der Brenner 33 und 34 sowie der Brenner in den Teilkammern der Vorwärmkammer 2, 3 vorerhitzt wird. Dem Wärmetauscher werden vorteilhaft nur die hoch erhitzten Gase aus dem vorderen Teil der Kühlkammer zugeleitet. Zu diesem Zweck ist in der Zweigleitung, die zu den hinteren Teilkammern der Kühlkammer 8, 9 führt, vorteilhaft eine Drosselklappe vorgesehen, mit deren Hilfe die aus diesen Teilkammern in die Leitung 50 strömende Gasmenge verringert werden kann. Weitere Drosselklappen 17 können zur Erzielung eines gleichmäßigen Gasdurchtritts in den einzelnen, zu den Teilkammern führenden und von den Teilkammern abführenden Zweigleitungen sowie in der Gasleitung 45 vorgesehen werden.
  • Zur Vermeidung von Gasaustritten ist am Ende des Ofens wiederum eine Dichtungskammer 10 vorgesehen, die über die Leitung 38 mit einem Ventilator 39, welcher für einen Unterdruck in dieser Kammer sorgt, in Verbindung steht.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet es, sehr abriebfeste Briketts herzustellen. Sie kann aber auch bei Briketts verwendet werden, die einen Brennstoff enthalten, welcher auch ohne zusätzliche Besprühung mit einem bitumenhaltigen Stoff ausreichend abriebfeste Briketts liefert. In diesem Fall bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung den Vorteil einer guten Ausnutzung der in den Abgasen der Kammer 4, 5 enthaltenen fühlbaren Wärme. Eine Besprühung der Briketts mit Bitumen durch die Vorrichtungen 29 und 30 ist dann naturgemäß. nicht erforderlich. Diese Vorrichtungen können in diesem Fall also fortfallen.
  • Abweichend von dem Ausführungsbeispiel kann der Gaskanal 28 auch von dem oberen Teil der Schwelkammer 4, 5 oder auch von der Verkokungskammer 6, 7 ausgehen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung verhüttungsfähiger Briketts aus einem Erz, insbesondere Eisenerz, einem Brennstoff sowie gegebenenfalls Bindemitteln und Zuschlagstoffen, bei dem die mittels einer Brikettpresse geformten Briketts unter Luftabschluß einer Wärmebehandlung unterzogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Briketts zunächst auf eine Temperatur erwärmt werden, bei der eine weitgehende Entgasung des in den Briketts enthaltenen Brennstoffes stattfindet, daß danach ein bitumenhaltiger Stoff, z. B. Teer, Pech od. dg1., auf die Oberfläche der Briketts aufgebracht wird und daß die Briketts anschließend auf eine so hohe Temperatur gebracht werden, daß der in ihnen enthaltene Brennstoff sowie der bitumenhaltige Stoff verkoken.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bitumenhaltige Stoff auf die Briketts aufgesprüht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufsprühen des bitumenhaltigen Stoffes ein heißer, sauerstofffreier Gasstrom in der Sprührichtung zwischen den Briketts hindurchgeschickt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein gegen die Außenluft abgedichteter Durchlaufofen vorgesehen ist, welcher von einem gasdurchlässigen Fördermittel für die Briketts durchzogen wird und welcher eine Schwelkammer aufweist, hinter der eine Vorrichtung zum Aufsprühen eines bitumenhaltigen Stoffes auf die Briketts und anschließend eine Einrichtung zum Hindurchsaugen oder -blasen eines heißen, sauerstofffreien Gasstromes in der Sprührichtung durch das Fördermittel vorgesehen ist, und daß sich hieran eine Verkokungskammer anschließt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von der Schwelkammer und/ oder der Verkokungskammer ein Gaskanal abführt, dessen Ende an eine Saugvorrichtung angeschlossen ist und daß das Fördermittel hinter der Sprühvorrichtung quer durch den Gaskanal geführt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördermittel an zwei Stellen quer durch den Gaskanal geführt ist, daß der Gaskanal zwischen diesen beiden Stellen um etwa 180° umgelenkt ist und daß vor jeder Stelle eine Sprühvorrichtung vorgesehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gaskanal an jeder Durchtrittsstelle des Fördermittels mit Hilfe von Wänden, die quer zur Transportrichtung des Fördermittels gestellt sind, in mehrere Teilkanäle aufgeteilt ist. B.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die der Schwelkammer vorgeschaltete Vorwärmkammer gegen die Schwelkammer durch eine von oben und unten an das Fördermittel heranreichende Wand getrennt ist, daß die Vorwärmkammer einerseits über eine Leitung mit der Verkokungskammer in Verbindung steht und andererseits durch eine Leitung an eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist und daß die Vorwärmkammer durch quer zum Fördermittel stehende und bis an des Fördermittel heranreichende Wände in mehrere Teilkammern unterteilt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkokungskammer aus je einer oberhalb und unterhalb des Fördermittels angeordneten Teilkammer besteht, daß die obere Kammer, gegen die Transportrichtung des Fördermittels gesehen, um ein Stück über die untere Kammer hinausragt und daß an dieser Stelle unterhalb des Fördermittels eine Absaugkammer vorgesehen ist, von der die Zuführleitung für die Vorwärmkammer abgeht.
DED30211A 1959-03-14 1959-03-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen Pending DE1116252B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED30211A DE1116252B (de) 1959-03-14 1959-03-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED30211A DE1116252B (de) 1959-03-14 1959-03-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1116252B true DE1116252B (de) 1961-11-02

Family

ID=7040401

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED30211A Pending DE1116252B (de) 1959-03-14 1959-03-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1116252B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1259365B (de) * 1964-04-13 1968-01-25 Allied Chem Verfahren zur Herstellung eines Beschickungsmaterials fuer Reduktionsoefen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1259365B (de) * 1964-04-13 1968-01-25 Allied Chem Verfahren zur Herstellung eines Beschickungsmaterials fuer Reduktionsoefen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2952065A1 (de) Verfahren zur trockenkuehlung von koks und kokskuehleinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3339972C2 (de) Kammerringofen und Verfahren zu dessen Betrieb
DE2364650A1 (de) Verfahren zur waermebehandlung von koernigem und/oder stueckigem gut, insbesondere zum brennen von kalk, dolomit, magnesit oder dergleichen und schachtofen zur durchfuehrung des verfahrens
DE2810043C2 (de)
DE1433339A1 (de) Verfahren zum Hartbrennen von Pellets
DE2812005C3 (de) Verfahren zur Herstellung von abtriebfesten Koksformlingen
DE1116252B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung abriebfester, verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen
DE2225782A1 (de) Verfahren zum Brennen von Kalk
DE3787847T2 (de) Ofen für Hochtemperatur-Behandlung von plastischen oder gehärteten Produkten.
DE1961787A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen V?kokung von Ko?le
DE1133412B (de) Vorrichtung zur Herstellung verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und Brennstoffen
DE3031922C2 (de) Heißgasbeheizbarer Tempertunnelofen
DE1132164B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung verhuettungsfaehiger Briketts aus Erzen und schwelfaehigen Brennstoffen
LU82376A1 (de) Vorrichtung zum trocknen und erwaermen von teer-oder bitumenumhuellten mineralgemischen
DE400235C (de) Drehrohrofenanlage zum Brennen von Zement
DE840571C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spuelgasschwelen und Vergasen aschereicher Brennstoffe in stetig betriebenen Querstromoefen
DE3905143A1 (de) Verfahren zur herstellung von keramischen massen aus sedimenten, insbesondere schlick und schlamm
DE2818419A1 (de) Vorrichtung zur herstellung von abriebfesten koksformlingen aus braunkohlenbriketts
DE348852C (de) Ortsbeweglicher Schmiedeofen fuer festen Brennstoff mit einem gleichzeitig als Waermeraum dienenden Verbrennungsraum, mit einem Brennstoffvorwaermeraum und mit Ober- undUnterwindzufuehrung
DE1128876B (de) Vorrichtung zur Herstellung verhuettungsfaehiger Briketts aus Eisenerz und einem Brennstoff
DE578822C (de) Vorrichtung zum Schwelen fester, insbesondere bituminoeser Stoffe, wie Braunkohle u.dgl.
AT301430B (de) Schrägofen
DE1433339C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Hartbrennen von Pellets
DE473410C (de) Einrichtung zur Gewinnung von Stoffen, die bei der Verbrennung der durch die Erhitzung des brennbaren oder mit brennbaren Stoffen gemischten Ausgangsstoffes ohne Luftzufuhr erzeugten Gase entstehen
DE611457C (de) Verkokungsofen fuer Brikette