[go: up one dir, main page]

DE1176457B - Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Koerner mit wuerzenden Stoffen getraenkten Getreiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Koerner mit wuerzenden Stoffen getraenkten Getreiden

Info

Publication number
DE1176457B
DE1176457B DEC19600A DEC0019600A DE1176457B DE 1176457 B DE1176457 B DE 1176457B DE C19600 A DEC19600 A DE C19600A DE C0019600 A DEC0019600 A DE C0019600A DE 1176457 B DE1176457 B DE 1176457B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grains
rice
seasoning liquid
diffusion
seasoning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19600A
Other languages
English (en)
Inventor
Roger Paul C Carcassonne-Leduc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROGER PAUL CHARLES CARCASSONNE
Original Assignee
ROGER PAUL CHARLES CARCASSONNE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROGER PAUL CHARLES CARCASSONNE filed Critical ROGER PAUL CHARLES CARCASSONNE
Publication of DE1176457B publication Critical patent/DE1176457B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L7/00Cereal-derived products; Malt products; Preparation or treatment thereof
    • A23L7/10Cereal-derived products
    • A23L7/196Products in which the original granular shape is maintained, e.g. parboiled rice

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Cereal-Derived Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Körner mit würzenden Stoffen getränkten Getreiden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins Innere der Körner mit würzenden Stoffen getränkten Getreides, insbesondere Reis. Aus solchem Getreide können durch Zugabe von Wasser und Aufkochen in einfacher Weise tischfertige Gerichte hergestellt werden.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird das Getreide unter Überdruck unmittelbar in der Würzflüssigkeit gekocht und dann getrocknet. Hierbei kann es jedoch leicht dazu kommen, daß die Getreidekörner, noch ehe die Würzstoffe ausreichend eingedrungen sind, aufplatzen und mit der Würzflüssigkeit zu einem Brei verkochen. Nach einem weiteren bekannten Verfahren wird das Getreide in trockenem . Zustand evakuiert und werden die evakuierten Körner dann einzeln durch eine Würzflüssigkeit hindurchgeführt. Für die Durchführung eines Vakuumverfahrens bedarf es aber komplizierter, teuerer Sondereinrichtungen. Bei einem ebenfalls bekannten Verfahren zur Herstellung von gebackenen Getreideflocken werden die Getreidekörner unter hohem überdruck in überhitztem Wasserdampf bis zur erfolgten Bräunung geröstet sowie dann benetzt und ausgewalzt, wobei gegebenenfalls vor dem Rösten oder nach dem Auswalzen eine Benetzung mit einer Würzflüssigkeit erfolgt. Bis zur Bräunung geröstetes Getreide ist für die normale Speisenzubereitung ungeeignet. Im übrigen verlangt die Hochdruckdampfbehandlung ebenfalls kostspielige Spezialanlagen.
  • Demgegenüber wird ein zuverlässiges, gleichwohl einfaches und bei hohen Ausbeuten verhältnismäßig billiges Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins Innere der Körner mit würzenden Stoffen getränkten Getreides, insbesondere Reis, bei dem die Körner in eine wäßrige, die Würzstoffe enthaltende Flüssigkeit getaucht und anschließend getrocknet werden, erfindungsgemäß dadurch geschaffen, daß die Getreidekörner vor dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit, vorzugsweise durch direkte Dampfeinwirkung vorgekocht werden, worauf mindestens ein Teil des in den Körnern enthaltenen Wassers durch Trocknen beseitigt wird, daß die Körner nach dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit und Abtrennen derselben eine zur Diffusion der Würzflüssigkeit ins Korninnere ausreichende Zeitspanne liegengelassen und anschließend in an sich bekannter Weise getrocknet werden.
  • Die Würzstoffe können von sehr verschiedener Art sein. So können sie ganz oder zum Teil aus den festen Bestandteilen verschiedenartiger Saucen, z. B. Tomatensauce, Currysauce, italienischer Sauce oder anderer ähnlicher Saucen bestehen. Es kann sich auch um die festen Bestandteile von Fruchtsäften oder gezuckerten und beispielsweise mit Vanille aromatisierten oder ähnlichen Säften handeln. Entsprechend kann die Würzflüssigkeit eine übliche Sauce, wie Tomatensauce, Currysauce oder jede beliebige andere Sauce auf der Basis von Stoffen sein, deren Geschmack und Aroma dem behandelten Getreide verliehen werden sollen. Das nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte Getreide besitzt nach Zugabe von Wasser und Aufkochen durch den Verbraucher alle Aroma- und Geschmackseigenschaften eines Getreides, wie Reis, das in üblicher Weise und zusammen mit einer Sauce aus den gleichen Gewürzen wie die Würzflüssigkeit zubereitet wird.
  • Die Menge der von den Getreidekörnern absorbierten Würzstoffe hängt von der Eintauchzeit sowie der Konzentration an Trockensubstanz und der Viskosität der Würzflüssigkeit ab. Die Eintauchzeit, die für die Absorption einer bestimmten Würzstoffmenge erforderlich ist, ist bei einer bestimmten Zusammensetzung der Würzflüssigkeit eine Funktion der Temperatur der Würzflüssigkeit sowie der Art, der Sorte und dem Zustand des behandelten Getreidekorns. Sollen größere Würzstoffmengen in die Getreidekörner eingebracht werden, wird infolgedessen die Würzflüssigkeit zweckmäßigerweise vor dem Eintauchen der Körner erwärmt.
  • Die untere Grenze der Konzentration der Trockensubstanzen in der Würzflüssigkeit wird von dem gewünschten Endergebnis und der Würzkraft der verwendeten Würzstoffe bestimmt. Die obere Grenze liegt vorzugsweise nicht über 12 bis 13°/o Trockensubstanz, bezogen auf die gesamte Wassermenge. Bei zu hohen Konzentrationen steigt die Viskosität der Würzflüssigkeit so stark an, daß ein Eindringen der Würzstoffe in die Getreidekörner verhindert werden kann. Konzentrationen von ungefähr 10'% Trockensubstanz haben ausgezeichnete Ergebnisse gezeitigt. Als Beispiel seien die Zusammensetzungen folgender Saucen genannt, die mit Erfolg für die Herstellung von gewürztem Reis verwendet wurden.
    Tomatensauce
    Wasser ........................ 11
    Tomatenkonzentrat ((Trockensub-
    stanz 28 %) . . . . . . . . . . . . . . . . . 300 g
    (80 g
    Trocken-
    substanz)
    Salz ........................... 30g
    getrockneter Knoblauch . . . . . . . . . 2,5 g
    getrocknete Zwiebel . . . . . . . . . . . . 5 g
    milder spanischer Pfeffer . . . . . . . . 2 g
    Cayenne Pfeffer ................ 0,5 g
    Thymian ...................... 0,1 g
    Lorbeer ....................... 0,1 g
    Natriumglutamat . . . . . . . . . . . . . . . 3 g
    Gesamtgewicht an Wasser ....... 1220 g
    Gewicht der Trockensubstanz .... 123,2 g
    (das sind etwa 10% Trockensub-
    stanz in der Sauce)
    Currysauce
    Wasser ........................ 11
    Madras-Curry . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 g
    Salz ........................... 40 g
    Zucker ........................ 20 g
    getrocknete Zwiebel . . . . . . . . . . . . . 4 g
    Lauch ......................... 2 g
    Safran ......................... 0,15 g
    Natriumglutamat . . . . . . . . . . . . . . . 2,5 g
    (Dies entspricht gleichfalls etwa
    10 % Trockensubstanz pro Liter)
    Die Zunahme der Absorption von Würzstoffen mit längerer Eintauchzeit wird oberhalb einer oberen Grenze unwirtschaftlich langsam. Die Menge der absorbierten Stoffe hängt ferner bei gleicher Eintauchzeit auch von der physikalischen Struktur des Kornes ab, die ihrerseits durch die Art des verwendeten Getreides, beispielsweise Reis, Weizen, Gerste, Hafer, Mais, und die jeweilige Sorte, z. B. harter Reis, wie Patna-Reis aus Madagaskar, Texas oder Siam, mittelharter Reis, wie die Reissorten Blue Rose oder ein unter der Sortenbezeichnung »R. B« gehandelter, langkörniger Reis der Carmargue oder zarter Reis, wie runder Reis der Carmargue, bestimmt ist. Von Einfluß ist außerdem der Zustand der Körner bei einer bestimmten Getreideart und -sorte je nach dem Grad der Vorkochbehandlung.
  • Die sowohl hinsichtlich der Eigenschaften des Endprodukts als auch bezüglich der wirtschaftlichen Bedingung der Behandlung bestimmenden Parameter - Konzentration der Würzflüssigkeit, Würzflüssigkeitstemperatur und Eintauchzeit - lassen sich für jeden Spezialfall an Hand einfacher Versuche ermitteln. Es kann sich hierbei um Laboratoriumsversuche handeln, da die Änderungen beim übergang in die Produktion in industriellem Maßstab gering, wenn nicht vernachlässigbar sind.
  • Beispiele solcher Versuche vorgekochten Carmargue-Reises sind in den beiden folgenden Tabellen angegeben. Hierbei wurde jeweils 1 kg Reis mittels eines Siebes in einen Behälter eingetaucht, der eine ausreichende Menge Tomatensauce der obengenannten Zusammensetzung enthielt. Am Ende der gewählten Eintauchzeit wurde das Sieb aus dem Behälter genommen und der Reis durch Zentrifugieren bei mittlerer Geschwindigkeit getrocknet.
    Tabelle 1
    Konstante Temperatur = 50° C
    Eintauchzeit Gewicht der pro Kilogramm
    absorbierten Menge
    1 Minute 530 g
    2 Minuten 650 g
    3 Minuten 680 g
    Tabelle 1I
    Konstante Eintauchmit = 2 Minuten
    Eintauchtemperatur Gewicht der pro Kilogramm
    absorbierten Menge
    30° C 610 g
    50° C 650 g
    75°C 750 g
    Im Falle der benutzten Tomatensauce erwiesen sich Absorptionsmengen in der Größenordnung von 500 bis 550 g als geeignet, damit die Würze des Endprodukts dem Publikumsgeschmack entspricht. Man wird daher vorliegend Tauchzeiten von 1 bis 1,5 Minuten bei einer Temperatur von 30° C wählen (Vergleichsversuche mit nicht vorgekochtem Reis ergaben Tauchzeiten von rund 5 Minuten bei 75° C). Die geeigneten Eintauchzeiten und -temperaturen für harte Reisarten, z. B. Patna-Reis aus Madagaskar, entsprachen im wesentlichen den oben angegebenen Werten.
  • Die Diffusionszeit, die der Würzstoff benötigt, um nach dem Tauchvorgang praktisch bis ins Innere des Kornes vorzudringen, ist für den jeweiligen Spezialfall durch Versuch zu ermitteln. Sehr befriedigende Ergebnisse wurden bei vorgekochtem Reis, beispielsweise mit Lagerungszeiten für die Diffusion in der Größenordnung von 30 Minuten erhalten. Die Verteilung der absorbierten Bestandteile ist im Korninnern inhomogen. Die Konzentration nimmt gegen den Kern zu ab.
  • Während grundsätzlich die Diffusion bei normaler Temperatur in Raumluft erfolgen kann, läßt sich der Diffusionsvorgang in weiterer Ausgestaltung der Erfindung durch Vornahme in warmer und feuchter Umgebung, beispielsweise bei einer Temperatur von 50° C in mit Feuchtigkeit gesättigter Luft, beschleunigen und verbessern. Es ist ferner von Vorteil, die Körner am Ende des Diffusionsvorgangs für kurze Zeit, etwa 3 bis 5 Minuten, einer Dampfbehandlung zu unterwerfen. Eine solche Behandlung, die die Körner auf eine Temperatur nahe 100° C bringt, ohne sie zu kochen, schafft die günstigsten Voraussetzungen für die nachfolgende Trocknung.
  • Die Trocknung, die dazu bestimmt ist, aus den behandelnden Körnern das während der Eintauchung und dem Diffusionsvorgang absorbierte Wasser auszutreiben, kann in beliebiger Weise durchgeführt werden, beispielsweise in einer Trommel oder auf einem Transportband. Vorzugsweise erfolgt die Trocknung mit Hilfe von warmer Luft oder einem anderen warmen Gas. Die Temperatur kann zu Beginn der Trocknung 100 bis 120° C erreichen, darf aber am Ende der Trocknung 70 bis 80° C nicht überschreiten, um ein Ausdörren der Körner zu verhindern. Der endgültige Feuchtigkeitsgehalt der Körner kann nach der Trocknung zwischen 4 und 1419/o liegen, ohne daß diesen Werten eine einschränkende Bedeutung zukommt. Es wurde überraschenderweise festgestellt, daß die erhaltenen Produkte während mehrerer Monate, beispielsweise in einer einfachen Pappverpackung, ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen und ohne Feuchtigkeitsabschluß aufbewahrt werden konnten. Hierbei wurde das Aroma weder merklich verändert noch vermindert, während die Tomatentrockenextrakte, die beispielsweise zur Herstellung von Saucen dienen, nur einige Wochen in Berührung mit Luftfeuchtigkeit oder in einer sorgfältig verschlossenen Metalldose konserviert werden können, ohne für den Gebrauch ungeeignet zu werden. Es hat den Anschein, daß die Körner als Schutzhülle für die absorbierten würzenden Stoffe wirken. Außerdem zeigte es sich, daß durch die Absorption der Würzflüssigkeit die mechanische Widerstandsfähigkeit der behandelten Körner beachtlich verbessert wird, was darauf zurückzuführen sein dürfte, daß die Würzflüssigkeit als Bindemittel in der Kornstruktur wirkt.
  • Bei Anwendung des Verfahrens auf andere Getreidearten als Reis, beispielsweise auf Weizen, Gerste, Hafer und Mais, werden die Körner vor dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit zweckmäßigerweise leicht zerdrückt oder zerkleinert, um die Absorption zu erleichtern.
  • Das Vorkochen, vorzugsweise durch direkte Dampfeinwirkung, und Trocknen der Getreidekörner kann mit Hilfe beliebiger bekannter Vorrichtungen erfolgen. Eine für den Tauch-, Diffusions- und abschließenden Trocknungsvorgang besonders geeignete Vorrichtung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt.
  • In einer geneigten Rinne 1 läuft eine Schnecke 2 ; aus durchlochtem Blech um, deren Schraubenwindungen von dünnen, parallel zur Drehachse der Schnecke angeordneten Metallstegen 3 zusammengehalten sind. Der untere Teil der Rinne 1 ist mit einem Heizmantel 4 versehen, der einen Einlaß und einen Abfluß für das Heizmedium aufweist. In der Nähe des oberen Endes ist die Rinne 1 mit Lochungen 6 versehen, die eine von einem Kasten 7 umgebene Siebzone bilden. In den Kasten 7 mündet eine Leitung 8, die mit einer nicht dargestellten Saugvorrichtung verbunden ist.
  • Ein Trichter 9 und eine Leitung 10 sind vorgesehen, um die Rinne 1 an ihrem unteren Ende mit dem zu behandelnden Gut bzw. mit der Würzflüssigkeit zu füllen. Am oberen Ende hat die Rinne 1 eine Austragsöffnung 11, die sich oberhalb der Diffusionsvorrichtung befindet.
  • Letztere besteht im wesentlichen aus einem endlosen Transportband 12 aus vorzugsweise nichtrostendem Stahl, das über zwei Walzen 13 und 14 läuft, von denen eine in bekannter Weise mit einer nicht dargestellten Vorrichtung zur Spannungsrege-Jung versehen ist. Die andere Walze ist mit dem ebenfalls nicht dargestellten Antriebsmotor für die gesamte Anlage verbunden. Bei der veranschaulichten Ausführungsform ist das Transportband 12 von einem Gehäuse 15 umgeben, das mit einer Einfüllöffnung 16 versehen ist, über der sich ein Trichter 17 unterhalb der Austragsöflnung 11 der Tauch- und Abtropfrinne 1 befindet. In den unteren Teil des Gehäuses münden Leitungen 18 zur Zufuhr warmer, gegebenenfalls befeuchteter Luft, während ein Abzug 19 am oberen Teil des Gehäuses vorgesehen ist.
  • Das Transportband 12 entleert sich an seinem Ende über einer schrägen Rinne 20, die oberhalb von einem Trichter 21 endet, dessen untere Öffnung über einem endlosen Transportband 22 aus nichtrostendem Stahlblech -nahe an einer seiner Umlenkwalzen liegt. Das Transportband 22 ist ähnlich wie das Transportband 12 auf Walzen 23 und 24 geführt und durchläuft mit seinem oberen Teil nacheinander einen mit einer Dampfzuleitung 26 und einem Abzug 27 versehenen Raum 25 zur beschleunigten Diffusion und einen Trockenraum 28, dessen unterer Teil Zuleitungen 29 für die Zufuhr heißer Luft besitzt, während im oberen Teil ein Abzug 30 vorgesehen ist. Die Abzüge 27 und 30 können mit nicht dargestellten Vorrichtungen versehen sein, die einen leichten Unterdruck aufrechterhalten und den Umlauf von Dampf oder Luft in den Räumen 25 und 28 beschleunigen.
  • Das zu behandelnde Gut, beispielsweise Reis, dei vorgekocht und teilweise getrocknet ist, wird aus dem Trichter 9 kontinuierlich in die Rinne 1 gefüllt, in die vorher auf die gewünschte Temperatur gebrachte Würzflüssigkeit über die Leitung 10 bis zur Höhe 5 eingebracht wurde. Dieser Flüssigkeitsstand wird anschließend durch kontinuierliche oder absatzweise Zufuhr weiterer Würzflüssigkeit aufrechterhalten. Der Reis taucht in die Würzflüssigkeit ein und wird nach und nach von der Schnecke 2 in der Rinne 1 nach oben gefördert, wobei er von den Stegen 3 umgerührt wird. Die von dem Reis mitgeführte Flüssigkeit fließt infolge der Schwerkraft in der Rinne nach unten. Der verbleibende Flüssigkeitsüberschuß wird durch die Löcher 6 und den Kasten 7 hindurch abgesaugt. Die Temperatur der Würzflüssigkeit wird während der Eintauchung mittels des im Mantel 4 umlaufenden Heizmediums aufrechterhalten.
  • Die Steigung der Schnecke 2 und ihre Umlaufgeschwindigkeit, die Neigung der Rinne 1 und der Flüssigkeitsspiegel in der Rinne werden so eingestellt, daß die Eintauchzeit des Reises in der Würzflüssigkeit der zur Absorption der gewünschten Würzflüssigkeitsmenge erforderlichen Zeit entspricht. Wenn der Reis am oberen Ende der Rinne 1 angelangt ist, hat er die erforderliche Flüssigkeitsmenge absorbiert und fällt durch die Öffnung 11 und den Trichter 17 auf das Transportband 12, dessen Geschwindigkeit in Abhängigkeit von seiner Länge so eingestellt ist, daß der Reis hier während der für die Diffusion der Würzflüssigkeit in die Körner notwendigen Zeitdauer verbleibt, wobei die zusätzliche, unten beschriebene Diffusion in dem Raum 25 berücksichtigt ist. Wenn erwünscht, kann durch die Leitung 18 warme und feuchte Luft zugeführt werden, um die Diffusion zu beschleunigen. An sich bekannte Mittel erlauben, die Geschwindigkeit des Transportbandes 12 auf den gewünschten Wert einzustellen.
  • Von dem Transportband 12 fällt der Reis über die Rinne 20 in den Trichter 21, von wo er in einer Schicht von 10 bis 15 cm Höhe auf das Transportband 22 aufgebracht wird. Dieses führt den Reis zunächst durch den Raum 25, wo er der Einwirkung von Frischdampf aus der Leitung 26 ausgesetzt wird, der das Transportband 22 und die von diesem getragene Reisschicht durchdringt. Hierdurch wird der Reis auf eine Temperatur von etwa 100° C erhitzt und die Diffusion beschleunigt vollendet.
  • Der Reis gelangt anschließend in den Raum 28, wo er von einem warmen Luftstrom getrocknet wird, der durch die Leitungen 29 eingeblasen wird und ebenfalls das Transportband 22 und die von diesem getragene Reisschicht durchdringt.
  • Die Umlaufgeschwindigkeit des Transportbandes 22 und die relativen Längen der Räume 25 und 28 sind so bestimmt, daß die Verweilzeit in diesen Räumen einerseits zur Vollendung der Diffusion ausreicht, ohne jedoch ein Kochen des Reises zu bewirken, und andererseits genügt, um den Reis auf den gewünschten Trocknungsgrad zu bringen. Die Verweilzeit kann in dem Raum 25 2 bis 5 Minuten, in dem Raum 28 etwa 30 bis 90 Minuten betragen. Falls erwünscht, kann die Temperatur der Luft, die durch die vom Einlaß her erste Leitung 29 eingeführt wird, höher sein als die Temperatur der Luft, die durch die anderen Leitungen 29 in den Raum 28 eingeblasen wird.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins Innere der Körner mit würzenden Stoffen getränkten Getreides, insbesondere Reis, wobei die Körner in eine wäßrige, die Würzstoffe enthaltende Flüssigkeit getaucht und anschließend getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Getreidekörner vor dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit, vorzugsweise durch direkte Dampfeinwirkung vorgekocht werden, worauf mindestens ein Teil des in den Körnern enthaltenen Wassers durch Trocknen beseitigt wird, daß die Körner nach dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit und Abtrennen derselben eine zur Diffusion der Würzflüssigkeit ins Korninnere ausreichende Zeitspanne liegengelassen und anschließend in an sich bekannter Weise getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Würzflüssigkeit vor dem Eintauchen der Körner erwärmt wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusion in warmer und feuchter Umgebung durchgeführt und durch Einwirkung von Frischdampf beendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung mit Hilfe von warmer Luft vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Anwendung des Verfahrens auf andere Getreidearten als Reis die Körner vor dem Eintauchen in die Würzflüssigkeit leicht zerdrückt oder zerkleinert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 649 985, 745 398; schweizerische Patentschrift Nr. 304 022.
DEC19600A 1958-08-14 1959-08-13 Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Koerner mit wuerzenden Stoffen getraenkten Getreiden Pending DE1176457B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1176457X 1958-08-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1176457B true DE1176457B (de) 1964-08-20

Family

ID=10879910

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC19600A Pending DE1176457B (de) 1958-08-14 1959-08-13 Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Koerner mit wuerzenden Stoffen getraenkten Getreiden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1176457B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE649985C (de) * 1932-05-25 1937-09-08 Peter Koelln Verfahren zur Herstellung von gebackenen Getreideflocken
DE745398C (de) * 1939-10-27 1944-03-21 Dr Eugen Fritsch Behandeln von Getreide o. dgl.
CH304022A (de) * 1949-07-30 1954-12-31 Schweizerische Schaelmuehle E Verfahren zur Herstellung von schnellkochendem Risotto.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE649985C (de) * 1932-05-25 1937-09-08 Peter Koelln Verfahren zur Herstellung von gebackenen Getreideflocken
DE745398C (de) * 1939-10-27 1944-03-21 Dr Eugen Fritsch Behandeln von Getreide o. dgl.
CH304022A (de) * 1949-07-30 1954-12-31 Schweizerische Schaelmuehle E Verfahren zur Herstellung von schnellkochendem Risotto.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3249007T1 (de) Schnellkochreis und -gemuese
DE69917873T2 (de) Gepuffte Getreidekuchen
DE68902802T2 (de) Verfahren zur herstellung von parboil-reis.
DE2253882A1 (de) Verfahren zum ausdehnen von tabakrippen
DE2343951C3 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Pilzen
DE1792039A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Tomatenketchup
EP0362384A1 (de) Verfahren zur herstellung von konserven aus räucherfischen
DE2530297C2 (de) Verfahren zur herstellung von lebensmitteln
DE3883407T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Fruit-Chips.
EP0729705B1 (de) Verfahren zum Rösten und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens
EP0068221B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von ungeschälten Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen
DE1176457B (de) Verfahren zur Herstellung vorgekochten, bis ins innere der Koerner mit wuerzenden Stoffen getraenkten Getreiden
DE69625177T2 (de) Verfahren zum Entfernen von Beigeschmack aus Kakaoerzeignissen
CH633419A5 (de) Verfahren zur haltbarmachung von frisch geschnittenen garten-, kuechen- und wuerz-kraeutern.
DE69907272T2 (de) Verfahren zur industriellen herstellung von im vakuum gekochten reis
DE602004010706T2 (de) Verfahren zur aromatisierung von maiskörnern
DE1517086B1 (de) Verfahren zum UEberziehen von Reiskoerpern
DE102019101926A1 (de) Verfahren zum Behandeln gerösteter Kaffeebohnen
DE2022650A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nassverarbeiten von Tabakstengeln zur Beseitigung ihrer hoelzernen Steifheit
DE2426596C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Schnellkochreis
DE87501C (de)
DE2310286A1 (de) Verfahren zur herstellung halbfertiger konservenreisgerichte
DE1517086C (de) Verfahren zum Überziehen von Reis kornern
DE92245C (de)
DE500707C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kochen oder Daempfen von AEpfeln in ununterbrochenem Arbeitsgange