[go: up one dir, main page]

DE102008039876A1 - Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor - Google Patents

Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor Download PDF

Info

Publication number
DE102008039876A1
DE102008039876A1 DE102008039876A DE102008039876A DE102008039876A1 DE 102008039876 A1 DE102008039876 A1 DE 102008039876A1 DE 102008039876 A DE102008039876 A DE 102008039876A DE 102008039876 A DE102008039876 A DE 102008039876A DE 102008039876 A1 DE102008039876 A1 DE 102008039876A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
retort
treatment process
closed
lid
retort lid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE102008039876A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102008039876B4 (de
Inventor
Marc Dipl.-Ing. Konrad (FH)
Holger Dipl.-Ing. Metzner (FH)
Udo Dipl.-Ing. Herrmann (Fh)
Frank Dipl.-Ing. Meder (FH)
Hermann Ulbrich
Markus Dobusch
Stefan Dipl.-Ing. Künkel (FH)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Leica Biosystems Nussloch GmbH
Original Assignee
Leica Biosystems Nussloch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leica Biosystems Nussloch GmbH filed Critical Leica Biosystems Nussloch GmbH
Priority to DE102008039876.4A priority Critical patent/DE102008039876B4/de
Priority to US12/545,586 priority patent/US8039262B2/en
Publication of DE102008039876A1 publication Critical patent/DE102008039876A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102008039876B4 publication Critical patent/DE102008039876B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N35/00Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
    • G01N35/00584Control arrangements for automatic analysers
    • G01N35/00594Quality control, including calibration or testing of components of the analyser
    • G01N35/00613Quality control
    • G01N35/00623Quality control of instruments
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T436/00Chemistry: analytical and immunological testing
    • Y10T436/11Automated chemical analysis
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T436/00Chemistry: analytical and immunological testing
    • Y10T436/11Automated chemical analysis
    • Y10T436/115831Condition or time responsive
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T436/00Chemistry: analytical and immunological testing
    • Y10T436/12Condition responsive control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Beschrieben ist ein Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors (10) mit einer Retorte (12), in der ein Prozess zum Behandeln von Gewebeproben durchgeführt wird und die einen von einer Bedienperson zu öffnenden und zu schließenden Retortendeckel (14) hat. Der geschlossene Retortendeckel (14) wird vor dem Starten des Behandlungsprozesses gegen ein Öffnen verriegelt. Der Betätigungszustand eines von der Bedienperson betätigbaren ersten Bedienelementes (28) wird erfasst. Wenn eine Betätigung des ersten Bedienelementes (28) während des Behandlungsprozesses erfasst wird, wird eine Aufforderung an die Bedienperson, die Entriegelung des geschlossenen Retortendeckels (14) durch Betätigen eines von der Bedienperson betätigbaren zweiten Bedienelementes zu betätigen, auf einer Anzeigevorrichtung (26) angezeigt. Der Betätigungszustand des zweiten Bedienelementes wird erfasst. Wenn eine Betätigung des zweiten Bedienelementes erfasst wird, wird der Behandlungsprozess unterbrochen und der geschlossene Retortendeckel (14) entriegelt. Der Behandlungsprozess wird nach einem erneuten Verriegeln des Retortendeckels (14) fortgesetzt. Der Retortendeckel (14) wird nach dem Beenden des Behandlungsprozesses entriegelt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors mit einer Retorte, in der ein Prozess zum Behandeln von Gewebeproben durchgeführt wird und die einen von einer Bedienperson zu öffnenden und zu schließenden Retortendeckel hat. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Gewebeprozessor.
  • Zur Beurteilung von Zellen und deren Umgebung werden biologische Gewebeproben benötigt, die unter einem Mikroskop betrachtet werden. Für die mikroskopische Prüfung müssen beispielsweise mittels eines Mikrotoms Dünnschnitte der Gewebeproben angefertigt werden. Um die Gewebeproben schneiden zu können, müssen sie zunächst in mehreren Prozessschritten entwässert, gereinigt, gehärtet und anschließend z. B. mit Paraffin stabilisiert werden. Dies erfolgt häufig in einem einzigen hierfür bestimmten Gerät, dem sogenannten Gewebeprozessor.
  • Der Gewebeprozessor hat eine Prozesskammer, auch als Retorte bezeichnet, in der die Gewebeproben angeordnet werden und der Behandlungsprozess automatisch durchgeführt wird. Die Retorte hat einen Retortendeckel, den eine Bedienperson von Hand öffnet und schließt, um die Gewebeproben in die Retorte zu legen und nach Durchführung des Behandlungsprozesses wieder aus der Retorte zu nehmen.
  • Die Gewebeproben werden in der Retorte mit verschiedenen Reagenzien behandelt. Diese Reagenzien erzeugen Dämpfe, denen die Bedienperson beim Öffnen der Retorte ausgesetzt wird. Um eine zu starke Belastung der Bedienperson mit solchen Dämpfen zu vermeiden, weist der Gewebeprozessor häufig eine Lüftervorrichtung auf. Diese steht mit der Retorte in Verbindung und leitet die in der Retorte entstehenden Dämpfe beispielsweise über die Rückseite des Gewebeprozessors ab.
  • Beispielhaft wird hierzu auf die US 6 465 245 B1 verwiesen, in der ein Gewebeprozessor mit einer Lüftervorrichtung beschrieben ist, die kontinuierlich in Betrieb ist oder zumindest beim Öffnen der Retorte in Betrieb genommen wird. Ferner wird auf die DE 101 28 126 A1 hingewiesen, in der ein Verfahren zum Absaugen toxischer Dämpfe während der Fixierung von Gewebeproben beschrieben ist.
  • Bei herkömmlichen Gewebeprozessoren kann der Retortendeckel auch während des Behandlungsprozesses von Hand geöffnet werden, um beispielsweise eine der Gewebeproben aus der Retorte zu entnehmen oder eine weitere Gewebeprobe in die Retorte einzubringen. Die Möglichkeit, den Retortendeckel während des Behandlungsprozesses zu öffnen, birgt jedoch die Gefahr eines unsachgemäßen Eingriffs in den Prozessablauf, so dass die Qualität der behandelten Gewebeproben nicht durchgängig sichergestellt ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und einen Gewebeprozessor anzugeben, die es ermöglichen, einen unsachgemäßen Eingriff in den laufenden Behandlungsprozess zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird für ein Verfahren durch die Merkmale des Anspruchs 1 und für einen Gewebeprozessor durch die Merkmale des Anspruchs 7 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Erfindungsgemäß wird der von der Bedienperson von Hand geschlossene Retortendeckel vor dem Starten des Behandlungsprozesses verriegelt, so dass der Retortendeckel von der Bedienperson nicht mehr geöffnet werden kann. Während der Behandlungsprozess durchgeführt wird, wird der Betätigungszustand eines ersten Bedienelementes überwacht. Möchte die Bedienperson den Retortendeckel während des Behandlungsprozesses öffnen, so betätigt sie das erste Bedienelement. Die Betätigung des ersten Bedienelementes während des Behandlungsprozesses wird erfasst, worauf auf einer Anzeigevorrichtung die Bedienperson aufgefordert wird, ein zweites Bedienelement zu betätigen, um die Entriegelung des geschlossenen Retortendeckels zu bestätigen. Erst wenn die Betätigung des zweiten Bedienelementes erfasst wird, unterbricht das erfindungsgemäße Verfahren den Behandlungsprozess und entriegelt den geschlossenen Retortendeckel. Der entriegelte Retortendeckel kann nun von der Bedienperson von Hand geöffnet werden. Der Behandlungsprozess wird erst nach einem erneuten Verriegeln des geschlossenen Retortendeckels fortgesetzt. Nach dem der Behandlungsprozess schließlich beendet ist, wird der Retortendeckel wieder entriegelt, und die Bedienperson kann die behandelten Gewebeproben aus der Retorte nehmen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also der von dem Gewebeprozessor automatisch durchgeführte Behandlungsprozess unterbrochen und der Retortendeckel entriegelt, wenn die Bedienperson zunächst das erste Bedienelement und dann nach Aufforderung das zweite Bedienelement betätigt. Dadurch kann ein versehentliches Öffnen der Retorte während der Durchführung des Behandlungsprozesses vermieden werden.
  • Das Steuerverfahren bietet insbesondere die Möglichkeit, den Behandlungsprozess definiert zu unterbrechen, bevor die Bedienperson Zugang zu den Gewebeproben erhält. Dieses definierte Unterbrechen macht es dann auch wieder möglich, den Behandlungsprozesses definiert fortzusetzen, nachdem der Retortendeckel wieder verriegelt worden ist. Dadurch ist die Qualität der behandelten Gewebeproben durchgängig sichergestellt.
  • Das erste und das zweite Bedienelement können auch als ein einziges bifunktionales Bedienelement ausgeführt sein.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung wird eine mit der Retorte verbundene Lüftervorrichtung während der Durchführung des Behandlungsprozesses mit einer ersten Leistung und während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses mit einer zweiten Leistung betrieben, die höher als die erste Leistung ist. Wird der Retortendeckel während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses von der Bedienperson von Hand geöffnet, so ist durch die in diesem Fall mit höherer Leistung arbeitende Lüftervorrichtung sichergestellt, dass die in der Retorte entstandenen Dämpfe beson ders wirksam abgesaugt werden. Die Bedienperson ist dadurch beim Öffnen der Retorte vor diesen Dämpfen geschützt.
  • Wird mindestens einer der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte in einer Protokoll-Datei aufgezeichnet, so kann anhand der Protokoll-Datei später nachvollzogen werden, wie der Behandlungsprozess abgelaufen ist. Insbesondere kann eine Unterbrechung des Behandlungsprozesses durch die Bedienperson, die Auswirkungen auf die Qualität der behandelten Gewebeprobe haben könnte, nachgewiesen werden. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden in der Protokoll-Datei sämtliche Verfahrensschritte sowie sämtliche Schritte des Behandlungsprozesses selbst zusammen mit der Zeit, zu der sie jeweils ausgeführt worden sind, dokumentiert.
  • Vorteilhaft wird der Behandlungsprozess nur dann unterbrochen und der Retortendeckel entriegelt, wenn eine Betätigung des zweiten Bedienelementes innerhalb einer vorbestimmten Zeit nach Beginn der Anzeige der Aufforderung erfasst wird. Betätigt die Bedienperson das zweite Bedienelement innerhalb dieser vorbestimmten Zeit nicht, so kommt es also zu keiner Unterbrechung des Behandlungsprozesses. Ein versehentliches Betätigen des ersten Bedienelementes allein hat somit noch keinerlei Einfluss auf die Durchführung des Behandlungsprozesses.
  • Vorzugsweise wird mittels eines Sensors erfasst, ob der Retortendeckel geöffnet oder geschlossen ist. Die durch den Sensor erfasste Information über den Schließzustand des Retortendeckels kann zur Steuerung des Gewebeprozessors, insbesondere während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses, genutzt werden. So kann der Gewebeprozessor beispielsweise so gesteuert werden, dass der Retortendeckel automatisch verriegelt und der Behandlungsprozess fortgesetzt wird, wenn der Sensor während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses erfasst, dass der geöffnete Retortendeckel von der Bedienperson wieder geschlossen worden ist.
  • Alternativ ist es möglich, den Retortendeckel, wenn er während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses geschlossen und entriegelt ist, erst durch erneutes Betätigen des ersten Bedienelementes wieder zu verriegeln und den Behandlungsprozess fortzusetzen. In dieser Ausgestaltung dient also das erste Bedienelement sowohl zum Verriegeln als auch zum Entriegeln des geschlossenen Retortendeckels.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gewebeprozessors hat der Retortendeckel einen Griffhebel, der zum Öffnen des Retortendeckels in eine Offenstellung und zum Schließen des Retortendeckels in eine Schließstellung bewegbar ist. Der zum Verriegeln und Entriegeln des geschlossenen Retortendeckels bestimmte Mechanismus ist in diesem Fall ausgebildet, den Griffhebel in dessen Schließstellung zu blockieren, um den Retortendeckel zu verriegeln, und den Griffhebel in dessen Schließstellung freizugeben, um den Retortendeckel zu entriegeln. Das Ver- und Entriegeln des Retortendeckels erfolgt also in diesem Fall über den Griffhebel, der zugleich dazu dient, den Retortendeckel von Hand zu öffnen und zu schließen.
  • Vorzugsweise ist das erste Bedienelement eine Taste, die an einem Gehäuse des Gewebeprozessors und damit von dem Retortendeckel räumlich getrennt angeordnet ist.
  • In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung enthält die Anzeigevorrichtung des Gewebeprozessors einen Tastbildschirm. Das zweite Bedienele ment ist in dieser Weiterbildung Teil einer auf dem Tastbildschirm dargestellten grafischen Benutzeroberfläche, z. B. ein Schaltfeld, das die Bedienperson betätigt, indem sie auf den Tastbildschirm drückt.
  • In diesem Fall kann auch das erste Bedienelement Teil der Benutzeroberfläche, z. B. ein durch Drücken auf den Tastbildschirm betätigbares Schaltfeld, sein.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
  • 1 einen Gewebeprozessor in perspektivischer Ansicht,
  • 2 ein Blockdiagramm des Gewebeprozessors,
  • 3 ein Ablaufdiagramm mit Verfahrensschritten, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt werden, und
  • 4 einen Teil des in 1 gezeigten Gewebeprozessors in vergrößerter Darstellung.
  • 1 zeigt schematisch einen Gewebeprozessor 10, mit dem das Verfahren nach der Erfindung durchgeführt werden kann. Der Gewebeprozessor 10 enthält eine Retorte 12, in der Gewebeproben mit unterschiedlichen Reagenzien behandelt werden. Die Retorte 12 hat einen Retortendeckel 14 mit einem Griffhebel 16, den eine Bedienperson zum manuellen Öffnen und Schließen des Retortendeckels 14 betätigt. In 1 ist der Retortendeckel 14 im geschlossenen Zustand gezeigt.
  • Der Gewebeprozessor 10 umfasst ein Gehäuse 18 mit Einschüben 20. In der Darstellung nach 1 sind die Einschübe 20 in das Gehäuse 18 eingeschoben. Dementsprechend sind die Reagenzien in 1 nicht gezeigt.
  • Auf einer Tischplatte 22 ist eine Konsole 24 angeordnet, an der ein berührungssensitiver Tastbildschirm 26 angebracht ist. Auf dem Tastbildschirm 26 ist eine graphische Benutzeroberfläche mit verschiedenen Schaltfeldern darstellbar, über die die Bedienperson Eingaben zum Steuern des Gewebeprozessors 10 vornehmen kann. An der Vorderseite der Konsole 24 befindet sich eine Taste 28, die zum Entriegeln und Verriegeln des Retortendeckels 14 von der Bedienperson betätigt wird, wie weiter unten im Einzelnen beschrieben wird.
  • In 2 sind funktionswichtige Komponenten des Gewebeprozessors 10 in einem Blockdiagramm dargestellt.
  • Der Gewebeprozessor 10 enthält eine zentrale Prozessoreinheit, kurz CPU, 30, mit der der Tastbildschirm 26 und die Taste 28, die in 1 gezeigt sind, verbunden sind. Der Gewebeprozessor 10 enthält ferner einen Mechanismus 32 mit einem Sensor 34 und einem Aktor 36, die beide an die CPU 30 angeschlossen sind. Der Aktor 36 wirkt auf den Griffhebel 16 ein, um diesen bei geschlossenem Retortendeckel 14 in später beschriebener Weise zu verriegeln und zu entriegeln.
  • Der Gewebeprozessor 10 enthält ferner eine Lüftungsvorrichtung 38, die mit der Retorte 12 in Verbindung steht und die Funktion hat, die in der Retorte 12 durch die Reagenzien entstehenden Dämpfe z. B. zur Rückseite des Gewebeprozessors 10 hin abzusaugen. Die Lüftungsvorrichtung 38 besteht beispielsweise aus mindestens zwei Gebläsen, die in dem Gehäuse 18 rückseitig der Retorte 12 angeordnet sind und jeweils mit mindestens zwei verschiedenen Drehzahlen betrieben werden können. Je höher die Drehzahl ist, desto stärker ist die Absaugleistung des jeweiligen Gebläses, mit dem dieses die in der Retorte 12 entstehenden Dämpfe beispielsweise über Schlitze, die in einer Rückwand der Retorte 12 ausgebildet sind, absaugt.
  • Ferner ist ein Speicher 40 vorgesehen, der an die CPU 30 angeschlossen ist und dazu dient, eine Protokoll-Datei zu speichern.
  • Die CPU 30, der Tastbildschirm 26 mit der auf ihm dargestellten Benutzeroberfläche, die Taste 28, der Mechanismus 32 und der Speicher 40 sind Teil einer Steuereinrichtung, die den Gewebeprozessor 10 steuert.
  • Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Steuern des Gewebeprozessors anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. In 3 ist ein Ablaufdiagramm gezeigt, das einen Teil der in diesem Ausführungsbeispiel durchzuführenden Verfahrensschritte zeigt.
  • Zunächst bringt die Bedienperson die zu behandelnden Gewebeproben in die Retorte 12 ein und schließt dann den Retortendeckel 14. Hierzu bringt die Bedienperson den Griffhebel 16 in seine Schließstellung. Der Sensor 34 erfasst dann, dass der Retortendeckel 14 geschlossen worden ist und gibt ein entsprechendes Signal an die CPU 30 aus.
  • Die CPU 30 veranlasst dann den Aktor 36, den Retortendeckel 14 zu verriegeln. Nachdem der Retortendeckel 14 verriegelt ist, startet der Behandlungsprozess.
  • Möchte die Bedienperson während der Durchführung des Behandlungsprozesses den Retortendeckel 14 öffnen, so betätigt sie die an der Konsole 24 angeordnete Taste 28.
  • In 3 ist der Teil des Verfahrens dargestellt, der mit dem Drücken der Taste 28 in Gang gesetzt wird. Dieser Teil des Verfahrens beginnt also in Schritt S1 mit Betätigen der Taste 28. Anschließend veranlasst in Schritt S2 die CPU 30 den Tastbildschirm 26 über die graphische Benutzeroberfläche, die auf dem Tastbildschirm 26 dargestellt wird, der Bedienperson eine Mitteilung angezeigt. Diese Mitteilung beinhaltet beispielsweise die Information, dass gerade ein Behandlungsprozess durchgeführt wird. Ferner beinhaltet diese Mitteilung beispielsweise die Aufforderung an die Bedienperson, die durch das Drücken der Taste 28 beabsichtigte Entriegelung des Retortendeckels 14 durch Drücken eines hierfür auf der Benutzeroberfläche vorgesehenen Schaltfeldes zu bestätigen.
  • Anschließend wird in Schritt 53 ein Zeitgeber initialisiert. In Schritt S4 prüft die CPU 30, ob das auf der grafischen Benutzeroberfläche vorgesehene Schaltfeld zur Bestätigung der Entriegelung des Retortendeckels 14 von der Bedienperson gedrückt worden ist oder nicht. Ist das Schaltfeld nicht gedrückt worden, so prüft die CPU 30 in Schritt S5, ob der in S3 gestartete Zeitgeber eine vorbestimmte Zeit TMAX erreicht hat. Ist dies nicht der Fall, so kehrt der Ablauf zu Schritt S4 zurück.
  • Solange in Schritt S4 keine Betätigung der Schaltfläche erfasst wird, werden die Schritte S4 und S5 wiederholt. Dies geschieht solange, bis der in Schritt S3 gestartete Zeitgeber die vorbestimmte Zeit TMAX erreicht. In diesem Fall wird der in 3 gezeigte Teil des Verfahrens mit Schritt S6 beendet, was bedeutet, dass der Behandlungsprozess ohne Unterbrechung weiter abgearbeitet wird.
  • Wird dagegen in Schritt S4 festgestellt, dass das auf dem Tastbildschirm 26 angezeigte Schaltfeld betätigt worden ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S7 fort. In Schritt S7 unterbricht die CPU 30 den Behandlungsprozess. Dann zeichnet in Schritt S8 die CPU in der in dem Speicher 40 gespeicherten Protokoll-Datei eine Information auf, die angibt, dass der Behandlungsprozess unterbrochen worden ist.
  • In Schritt S9 steuert die CPU 30 die Lüftervorrichtung 38 so an, dass deren Gebläse jeweils mit höherer Drehzahl und damit mit höherer Absaugleistung betrieben werden. In Schritt S10 gibt die CPU 30 ein Betätigungssignal an den Aktor 36 aus, das diesen veranlasst, den Retortendeckel 14 zu entriegeln.
  • In Schritt S11 prüft die CPU 30, ob der Retortendeckel 14 geschlossen ist oder nicht. Die CPU 30 erkennt dies an dem Signal, das der Sensor 34 erfasst und an die CPU 30 ausgibt. Solange der Retortendeckel 14 nicht geschlossen ist, wir die Abfrage in Schritt S11 wiederholt.
  • Stellt die CPU 30 fest, dass der Retortendeckel 40 geschlossen ist, so prüft sie in Schritt S12, ob die Taste 28 erneut gedrückt worden ist. Ist dies nicht der Fall, so kehrt der Steuerablauf zu der Abfrage in Schritt S11 zurück.
  • An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die Funktion der Taste 28 selbstverständlich auch durch die grafische Benutzeroberfläche realisiert werden kann, z. B. durch ein entsprechendes Schaltfeld, das durch Drücken auf den Tastbildschirm betätigt wird.
  • Wird in Schritt S12 festgestellt, dass die Bedienperson die Taste 28 erneut gedrückt hat, so gibt die CPU 30 in Schritt S13 einen Befehl an den Aktor 36 aus, der diesen veranlasst, den Retortendeckel 14 wieder zu verriegeln. Anschließend steuert die CPU 30 die Lüftervorrichtung 38 in Schritt S14 so an, dass deren Gebläse jeweils wieder mit geringerer Drehzahl und damit mit schwächerer Absaugleistung arbeiten.
  • In Schritt S15 veranlasst die CPU 30, dass der Behandlungsprozess an der Stelle, an der er in Schritt S7 unterbrochen worden ist, fortgesetzt wird. In Schritt S17 endet dieser Teil des Verfahrens.
  • Der in 3 dargestellte Ablauf ist nur beispielhaft zu verstehen. So können einzelne Verfahrensschritte, wie z. B. die Reihenfolge der Schritte S7 bis S10 geändert werden. Auch kann die Abfrageschleife in den Schritten S4 und S5 dadurch ersetzt werden, dass neben dem in der Benutzeroberfläche vorgesehenen Schaltfeld, das zur Bestätigung der Entriegelung des Retortendeckels 14 zu drücken ist, ein weiteres Schaltfeld angezeigt wird, das zu betätigen ist, wenn eine Entriegelung des Retortendeckels 14 nicht gewünscht ist. Ferner kann auch der Eintrag in die Protokoll-Datei, die in dem Speicher 40 gespeichert ist, an anderer Stelle und insbesondere mit anderen oder zusätzlichen Informationen erfolgen.
  • Nachdem der in 3 dargestellte Teil des Verfahrens abgearbeitet ist, werden die in der Retorte 12 angeordneten Gewebeproben weiter behandelt, bis der Behandlungsprozess abgeschlossen ist. Nachdem der Behandlungsprozess abgeschlossen ist, gibt die CPU 30 einen Befehl an den Ak tor 36, der diesen veranlasst, den Retortendeckel 14 wieder zu entriegeln. Die Bedienperson kann dann den entriegelten Retortendeckel 14 öffnen und die behandelten Gewebeproben entnehmen.
  • In 4 ist der obere Teil des in 1 gezeigten Gewebeprozessors 10 in vergrößerter Darstellung und mit geöffnetem Retortendeckel 14 dargestellt. 4 dient der Erläuterung, wie der schwenkbare Griffhebel 16 und der in 2 lediglich schematisch dargestellte Mechanismus 32 zum Verriegeln und Entriegeln des Retortendeckels 14 zusammenwirken.
  • In 4 befindet sich der Griffhebel 16 in seiner Offenstellung. Der Griffhebel 16 ist in einer Ebene schwenkbar, die im Wesentlichen durch den Retortendeckel 14 definiert ist. Er hat im Bereich seines an dem Retortendeckel 14 angelenkten Endes ein Schließelement 42, das beim Schwenken des freien Endes des Griffhebels 16 mitgedreht wird.
  • Der Mechanismus 32 enthält eine Schließplatte 44, die auf der Tischplatte 22 nahe der Retorte 12 verschraubt ist. In der Tischplatte 22 befindet sich unterhalb der Schließplatte 44 eine Aussparung 46.
  • Zum Schließen des Retortendeckels 14 greift die Bedienperson mit ihrer Hand den Griffhebel 16 und drückt den diesen nach unten, bis das Schließelement 42 in der Aussparung 46 angeordnet istt. Wird nun der Griffhebel 16 in der Darstellung nach 4 nach rechts geschwenkt, so gerät das Schließelement 42 unter die Schließplatte 44 und rastet dort ein. Der Retortendeckel 14 ist nun von Hand verschlossen.
  • In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der in 2 lediglich schematisch dargestellte Aktor 36 des Mechanismus 32 als Hubmagnet ausgebildet. Der Hubmagnet 36 sitzt unter der Tischplatte 22 in der Nähe der Retorte 12. An dem Hubmagneten 36 ist ein Bolzen 48 angebracht, der in einer in der Tischplatte 22 ausgebildeten Bohrung sitzt. Der Bolzen 48 dient dazu, den Griffhebel 16 bei geschlossenem Retortendeckel 14 zu verriegeln, indem er in ein in dem Griffhebel 16 ausgebildetes Bolzenloch 50 einfährt.
  • Ist der Retortendeckel 14 geschlossen, so ist der Griffhebel 16 so auf oder über der Tischplatte 22 angeordnet, dass sein Bolzenloch 50 auf die in der Tischplatte 22 vorhandene Bohrung ausgerichtet ist, in der der Bolzen 48 verschiebbar sitzt. Zum Verriegeln des geschlossenen Retortendeckels 14 veranlasst die CPU 30, dass der Hubmagnet 36 unter Strom gesetzt wird, wodurch er in der Darstellung nach 4 nach oben bewegt wird. Dadurch greift der an dem Hubmagneten 36 angebrachte Bolzen 48 in das Bolzenloch 50. Zum Entriegeln des Retortendeckels wird der Hubmagnet 36 stromlos geschaltet, wodurch er sich in der Darstellung nach 4 wieder nach unten bewegt. Folglich löst sich auch der an dem Hubmagneten 36 angebrachte Bolzen 48 aus dem Bolzenloch 50.
  • Der in dem Mechanismus 32 vorgesehene, in 4 nicht gezeigte Sensor 36 ist beispielsweise als Mikroschalter ausgebildet.
  • 10
    Gewebeprozessor
    12
    Retorte
    14
    Retortendeckel
    16
    Griffhebel
    18
    Gehäuse
    20
    Einschub
    22
    Tischplatte
    24
    Konsole
    26
    Tastbildschirm
    28
    Taste
    30
    CPU
    32
    Mechanismus
    34
    Sensor
    36
    Aktor
    38
    Lüftervorrichtung
    40
    Speicher
    42
    Schließelement
    44
    Schließplatte
    46
    Aussparung
    48
    Bolzen
    50
    Bolzenloch
    S1–S16
    Verfahrensschritte
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 6465245 B1 [0005]
    • - DE 10128126 A1 [0005]

Claims (14)

  1. Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors (10) mit einer Retorte (12), in der ein Prozess zum Behandeln von Gewebeproben durchgeführt wird und die einen von einer Bedienperson zu öffnenden und zu schließenden Retortendeckel (14) hat, wobei der geschlossene Retortendeckel (14) vor dem Starten des Behandlungsprozesses gegen ein Öffnen verriegelt wird, der Betätigungszustand eines von der Bedienperson betätigbaren ersten Bedienelementes (28) erfasst wird, wenn eine Betätigung des ersten Bedienelementes (28) während des Behandlungsprozesses erfasst wird, eine Aufforderung an die Bedienperson, die Entriegelung des geschlossenen Retortendeckels (14) durch Betätigen eines von der Bedienperson betätigbaren zweiten Bedienelementes zu bestätigen, auf einer Anzeigevorrichtung (26) angezeigt wird, der Betätigungszustand des zweiten Bedienelementes erfasst wird, wenn eine Betätigung des zweiten Bedienelementes erfasst wird, der Behandlungsprozess unterbrochen und der geschlossene Retortendeckel (14) entriegelt wird, der Behandlungsprozess nach einem erneuten Verriegeln des Retortendeckels (14) fortgesetzt wird und der Retortendeckel (14) nach dem Beenden des Behandlungsprozesses entriegelt wird.
  2. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine mit der Retorte (12) verbundene Lüftervorrichtung während der Durchführung des Behandlungsprozesses mit einer ersten Leistung und während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses mit einer zweiten Leistung betrieben wird, die höher als die erste Leistung ist.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem mindestens einer der Verfahrensschritte, insbesondere das Unterbrechen des Behandlungsprozesses, in einer Protokoll-Datei aufgezeichnet wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nur dann der Behandlungsprozess unterbrochen und der Retortendeckel (14) entriegelt wird, wenn eine Betätigung des zweiten Bedienelementes innerhalb einer vorbestimmten Zeit nach Beginn der Anzeige der Aufforderung erfasst wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem durch einen Sensor (34) erfasst wird, ob der Retortendeckel (14) geöffnet oder geschlossen ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Retortendeckel (14), wenn er während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses geschlossen und entriegelt ist, durch Betätigen des ersten Bedienelementes (28) wieder verriegelt wird und dann der Behandlungsprozess fortgesetzt wird.
  7. Gewebeprozessor (10) zum Durchführen eines Prozesses, in dem Gewebeproben behandelt werden, mit einer Steuereinrichtung zum Steuern des Gewebeprozessors (10) und einer Retorte (12), in der der Behandlungsprozess durchgeführt wird und die einen von einer Bedienperson zu öffnenden und zu schließenden Retortendeckel (14) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung einen Mechanismus (32) zum Verriegeln und Entriegeln des geschlossenen Retortendeckels (14), ein von der Bedienperson betätigbares erstes Bedienelement (28), ein von der Bedienperson betätigbares zweites Bedienelement sowie eine Anzeigevorrichtung (26) umfasst und ausgebildet ist, den geschlossenen Retortendeckel (14) vor dem Starten des Behandlungsprozesses durch den Mechanismus (32) gegen ein Öffnen zu verriegeln, den Betätigungszustand des ersten Bedienelementes (28) zu erfassen, wenn eine Betätigung des ersten Bedienelementes (28) während des Behandlungsprozesses erfasst wird, die Anzeigevorrichtung (26) zu veranlassen, eine Aufforderung an die Bedienperson anzuzeigen, die Entriegelung des geschlossenen Retortendeckels (14) durch Betätigen des zweiten Bedienelementes zu bestätigen, den Betätigungszustand des zweiten Bedienelementes zu erfassen, wenn eine Betätigung des zweiten Bedienelementes erfasst wird, den Behandlungsprozesses zu unterbrechen und den geschlossenen Retortendeckel (14) durch den Mechanismus (32) zu entriegeln, den Behandlungsprozess nach einem erneuten Verriegeln des Retortendeckels (14) fortzusetzen und den Retortendeckel (14) nach dem Beenden des Behandlungsprozesses durch den Mechanismus (32) zu entriegeln.
  8. Gewebeprozessor (10) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine mit der Retorte (12) verbundenen Lüftervorrichtung, die von der Steuereinrichtung so gesteuert wird, dass die Lüftervorrichtung während der Durchführung des Behandlungsprozesses mit einer ersten Leistung und während der Unterbrechung des Behandlungsprozesses mit einer zweiten Leistung betrieben wird, die höher als die erste Leistung ist.
  9. Gewebeprozessor (10) nach 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung einen Speicher (40) zum Speichern einer Protokoll-Datei hat, in der mindestens eine von der Steuereinrichtung ausgeführte Operation, insbesondere das Unterbrechen des Behandlungsprozesses, aufgezeichnet wird.
  10. Gewebeprozessor (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus (32) einen Sensor (34) zum Erfassen des Schließzustands des Retortendeckels (14) enthält.
  11. Gewebeprozessor (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Retortendeckel (14) einen Griffhebel (16) hat, der zum Öffnen des Retortendeckels (14) in eine Offenstellung und zum Schließen des Retortendeckels (14) in eine Schließstellung bewegbar ist, und der Mechanismus (32) ausgebildet ist, den Griffhebel (16) zum Verriegeln des Retortendeckels (14) in dessen Schließstellung zu blockieren und zum Entriegeln des Retortendeckels (14) in dessen Schließstellung freizugeben.
  12. Gewebeprozessor (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus (32) einen beweglichen Hubmagneten (36) enthält, der von der Steuereinrichtung zum Verriegeln des geschlossenen Retortendeckels (14) unter Strom gesetzt und zum Entriegeln des geschlossenen Retortendeckels (14) stromlos geschaltet wird, wobei der Hubmagnet (36) unter Strom gesetzt in einer ersten Stellung und stromlos in einer zweiten Stellung angeordnet ist, ein an dem Hubmagneten (36) angebrachter Bolzen (48) in der ersten Stellung des Hubmagneten (36) bei geschlossenem Retortendeckel (14) in einem an dem Griffhebel (16) ausgebildeten Bolzenloch (50) angeordnet ist und den Griffhebel (16) blockiert und der Bolzen (48) in der zweiten Stellung des Hubmagneten (36) bei geschlossenem Retortendeckel (14) aus dem Bolzenloch (50) entfernt ist und den Griffhebel (16) freigibt.
  13. Gewebeprozessor (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bedienelement (28) eine an einem Gehäuse (18) des Gewebeprozessors (10) angeordnete Taste ist.
  14. Gewebeprozessor (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (26) einen Tastbildschirm enthält und das zweite Bedienelement ein Schaltfeld einer auf dem Tastbildschirm dargestellten grafischen Benutzeroberfläche ist.
DE102008039876.4A 2008-08-27 2008-08-27 Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor Expired - Fee Related DE102008039876B4 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008039876.4A DE102008039876B4 (de) 2008-08-27 2008-08-27 Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor
US12/545,586 US8039262B2 (en) 2008-08-27 2009-08-21 Method for controlling a tissue processor and tissue processor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008039876.4A DE102008039876B4 (de) 2008-08-27 2008-08-27 Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102008039876A1 true DE102008039876A1 (de) 2010-03-11
DE102008039876B4 DE102008039876B4 (de) 2014-08-21

Family

ID=41650569

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102008039876.4A Expired - Fee Related DE102008039876B4 (de) 2008-08-27 2008-08-27 Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor

Country Status (2)

Country Link
US (1) US8039262B2 (de)
DE (1) DE102008039876B4 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202010012891U1 (de) 2009-11-13 2011-02-10 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Anzeige eines Systemzustands einer Einbettungseinrichtung

Families Citing this family (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US9518899B2 (en) 2003-08-11 2016-12-13 Sakura Finetek U.S.A., Inc. Automated reagent dispensing system and method of operation
US8459509B2 (en) 2006-05-25 2013-06-11 Sakura Finetek U.S.A., Inc. Fluid dispensing apparatus
DE102008054071B4 (de) * 2008-10-31 2014-02-20 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Verfahren zum Betreiben eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor
US8752732B2 (en) 2011-02-01 2014-06-17 Sakura Finetek U.S.A., Inc. Fluid dispensing system
WO2012112302A2 (en) * 2011-02-17 2012-08-23 Siemens Aktiengesellschaft Parallel processing in human-machine interface applications
US8932543B2 (en) 2011-09-21 2015-01-13 Sakura Finetek U.S.A., Inc. Automated staining system and reaction chamber
US8580568B2 (en) 2011-09-21 2013-11-12 Sakura Finetek U.S.A., Inc. Traceability for automated staining system
JP5808634B2 (ja) * 2011-09-30 2015-11-10 シスメックス株式会社 検体処理装置
CA2845830C (en) 2013-03-15 2020-10-27 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Tissue cassette with retractable member
US9052256B2 (en) 2013-03-15 2015-06-09 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Method for processing and embedding tissue
CA2845832C (en) 2013-03-15 2020-09-22 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Tissue cassette with biasing element
JP6274398B2 (ja) * 2013-11-25 2018-02-07 キヤノンメディカルシステムズ株式会社 自動分析装置
CN110869733B (zh) * 2017-08-22 2023-08-08 莱卡生物系统墨尔本私人有限公司 组织学组织标本处理的改进
JP7050945B2 (ja) * 2018-03-01 2022-04-08 ライカ バイオシステムズ イメージング インコーポレイテッド 電源オフディレーシステムおよび方法
CN110954679A (zh) * 2019-12-24 2020-04-03 陕西华邦检测服务有限公司 一种萃取方法

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE215767C (de) *
US5560956A (en) * 1992-04-15 1996-10-01 Hacker Industries, Inc. Tissue processor
US6465245B1 (en) 2001-07-23 2002-10-15 George Alan Walton Processor device with fume extraction
DE10128126A1 (de) 2001-06-09 2002-12-12 Kaerchner Weinkauf Hannelore Verfahren zum Absaugen toxischer Dämpfe sowie gleichmäßiger Erwärmung und Reinigung der Fixierflüssigkeit während der Fixierung histologischer Proben
US6780380B2 (en) * 2001-01-16 2004-08-24 Triangle Biomedical Sciences, Inc. Tissue processor
US7235140B1 (en) * 2003-08-27 2007-06-26 Steve Hayes Method for cleaning tissue processing molds
US20070243626A1 (en) * 2003-09-29 2007-10-18 Vision Biosystems Limited System and Method for Histological Tissue Specimen Processing

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6793890B2 (en) * 1997-08-20 2004-09-21 The University Of Miami Rapid tissue processor
EP1440320B1 (de) * 2001-10-01 2012-03-28 Leica Biosystems Melbourne Pty Ltd Gewebeprozessor zur behandlung histologischer gewebepräparate
US20080153158A1 (en) * 2005-02-25 2008-06-26 Vision Biosystems Limited Method and Apparatus for Tissue Processing
DE102005057191B4 (de) * 2005-11-29 2011-12-08 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Gewebeprozessor
US20090298172A1 (en) * 2008-05-28 2009-12-03 Steven Paul Wheeler Histological specimen treatment apparatus and method
DE102008039861A1 (de) * 2008-08-27 2010-03-04 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Gewebeprozessor

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE215767C (de) *
US5560956A (en) * 1992-04-15 1996-10-01 Hacker Industries, Inc. Tissue processor
US6780380B2 (en) * 2001-01-16 2004-08-24 Triangle Biomedical Sciences, Inc. Tissue processor
DE10128126A1 (de) 2001-06-09 2002-12-12 Kaerchner Weinkauf Hannelore Verfahren zum Absaugen toxischer Dämpfe sowie gleichmäßiger Erwärmung und Reinigung der Fixierflüssigkeit während der Fixierung histologischer Proben
US6465245B1 (en) 2001-07-23 2002-10-15 George Alan Walton Processor device with fume extraction
US7235140B1 (en) * 2003-08-27 2007-06-26 Steve Hayes Method for cleaning tissue processing molds
US20070243626A1 (en) * 2003-09-29 2007-10-18 Vision Biosystems Limited System and Method for Histological Tissue Specimen Processing

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202010012891U1 (de) 2009-11-13 2011-02-10 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Anzeige eines Systemzustands einer Einbettungseinrichtung
WO2011058181A2 (de) 2009-11-13 2011-05-19 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Anzeige eines systemzustands einer behandlungseinrichtung für mikroskopische proben
DE112010004388B4 (de) * 2009-11-13 2019-03-14 Leica Biosystems Nussloch Gmbh Anzeige eines systemzustands einer behandlungseinrichtung für mikroskopische proben

Also Published As

Publication number Publication date
US8039262B2 (en) 2011-10-18
US20100055663A1 (en) 2010-03-04
DE102008039876B4 (de) 2014-08-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008039876B4 (de) Verfahren zum Steuern eines Gewebeprozessors und Gewebeprozessor
DE102008058257B4 (de) Reinigungsautomat
DE102005028449B4 (de) Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter, der durch eine Tür verschließbar ist, und Verfahren zur Durchführung eines Spülprogramms in einer solchen Geschirrspülmaschine
EP1512814B1 (de) Kraftfahrzeug-Türschliesssystem und Türgriff
WO2007118465A2 (de) Mehrstufiger türverschluss
EP3783266A1 (de) Gargerät mit einem mittels einer tür verschliessbaren garraum und verfahren zu dessen betrieb
DE102012024864A1 (de) Türverriegelungsvorrichtung und ein Gehäuse mit dieser
DE102005053237A1 (de) Kraftfahrzeugschloss
DE102020128302A1 (de) Türsicherungssystem
EP1837602A2 (de) Vorrichtung mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit und einem Verriegelungselement
DE3806723A1 (de) Vorrichtung zur aufnahme und zum kassieren von muenzen
DE102007025376A1 (de) Arbeitsgerät
EP3262259B1 (de) Kraftfahrzeugtürverschluss
DE102020101674A1 (de) Integriertes türöffnungs- und präsentiersystem
WO2018202343A1 (de) Einbettpresse und verschlusseinrichtung für eine einbettpresse
DE102010027488A1 (de) Vorrichtung zum Aufnehmen und zum Transportieren einer Biopsieprobe und Kit zum Handhaben einer Biopsieprobe
EP2397063A1 (de) Dampfbügeleisen mit automatischem Reinigungs- und Entkalkungssystem
DE69412848T2 (de) Arbeitskammer für toxische umweltbedingungen
EP2346759B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum vereinzeln von wertscheinen eines wertscheinstapels
DE202007017074U1 (de) Kühl-Lagersystem
EP1880778B1 (de) Verfahren zum Stanzen von Grifflöchern fur ein Einlassgetriebe in ein Fensterprofil
DE102022124424A1 (de) Drück-Drück-Türverschluss und hiermit ausgestattetes elektrisches Haushaltsgerät
DE19628149B4 (de) Einrichtung an einem Kraftfahrzeug mit Heckklappe
DE10017192A1 (de) Brutschrank sowie Verfahren zur Entriegelung und Verwendung
DE20315959U1 (de) Vorrichtung zum Überwachen des Zustandes einer Raumtrenneinrichtung, insbesondere einer Schutzeinrichtung einer Maschine

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
R082 Change of representative

Representative=s name: SCHAUMBURG, THOENES, THURN, LANDSKRON, ECKERT, DE

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: LEICA INSTRUMENTS (SINGAPORE) PTE. LTD., SG

Free format text: FORMER OWNER: LEICA BIOSYSTEMS NUSSLOCH GMBH, 69226 NUSSLOCH, DE

Effective date: 20120801

Owner name: LEICA BIOSYSTEMS NUSSLOCH GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: LEICA BIOSYSTEMS NUSSLOCH GMBH, 69226 NUSSLOCH, DE

Effective date: 20120801

R082 Change of representative

Representative=s name: SCHAUMBURG, THOENES, THURN, LANDSKRON, ECKERT, DE

Effective date: 20120801

Representative=s name: PATENTANWAELTE SCHAUMBURG, THOENES, THURN, LAN, DE

Effective date: 20120801

Representative=s name: SCHAUMBURG & PARTNER PATENTANWAELTE GBR, DE

Effective date: 20120801

Representative=s name: SCHAUMBURG UND PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE

Effective date: 20120801

Representative=s name: SCHAUMBURG & PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE

Effective date: 20120801

R018 Grant decision by examination section/examining division
R082 Change of representative

Representative=s name: SCHAUMBURG & PARTNER PATENTANWAELTE GBR, DE

Representative=s name: SCHAUMBURG UND PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE

Representative=s name: SCHAUMBURG & PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE

R020 Patent grant now final
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: LEICA BIOSYSTEMS NUSSLOCH GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: LEICA INSTRUMENTS (SINGAPORE) PTE. LTD., SINGAPORE, SG

R082 Change of representative

Representative=s name: SCHAUMBURG UND PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee