DE10040600A1 - Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegten Gasleitungen und Hochdruckinjektionsvorrichtung - Google Patents
Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegten Gasleitungen und HochdruckinjektionsvorrichtungInfo
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Abstract
Zum Abdichten von im Erdreich verlegter Gasleitungen oder auch anderer Rohrleitungen dient ein Verfahren und eine Vorrichtung, bei denen schnell aushärtendes Material gezielt in den Muffenschlitz und die Füllkammer eingefüllt wird, und zwar so, dass lediglich der Schlitz und die Füllkammer ausgefüllt werden. Das Material verkrallt sich somit im Bereich der Muffe, sodass eine lange Standdauer bzw. eine erneute lange Standdauer derartiger Rohrleitungen gesichert ist, ohne dass der Austritt von Gas oder von Flüssigkeit zu befürchten sind. Hierzu dient ein Blähpacker 10, der gezielt über die Verfahreinheit 2 in den Bereich des Muffenschlitzes 7 verfahren und dort so positioniert wird, dass über die Düse 13, die mit einer Heizung 12 versehen ist, optimal vermischtes, schnellaushärtendes Material ausgetragen wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegter
Rohrleitungen, insbesondere der über Muffen miteinander verbundenen Rohre von
Gasleitungen, bei denen die Muffenschlitze oder ähnliche Bereiche von der Innenseite
der Rohre her durch aushärtbare Materialien verschlossen werden. Die Erfindung be
trifft außerdem eine Vorrichtung zum Abdichten von im Erdreich verlegter Rohrleitun
gen, insbesondere der über Muffen miteinander verbundenen Rohre von Gasleitungen
und damit zur Durchführung des Verfahrens mit einer im Rohr verschieblichen Verfah
reinheit sowie einer den Muffenschlitz von der Rohrinnenseite her verschließenden
Moduleinheit.
In der Bundesrepublik Deutschland aber auch in vielen anderen Ländern werden
die verschiedenen Versorgungsleitungen im Erdreich verlegt. Sie sind damit einer di
rekten Überprüfung ihrer Funktionstüchtigkeit entzogen. Gerade im Bereich der etwa
5-6 m langen Rohre kann es aber über die Jahre gesehen zu Undichtigkeiten kommen,
die insbesondere dann problematisch sind, wenn das Gas oder die Flüssigkeit in die
Umwelt entweicht. Bei Gasleitungen werden sogenannte Muffenrohre eingesetzt, wobei
die Rohre durch Ineinanderschieben und Aufpressen einer Dichtung verbunden werden.
Diese aus Gummi oder ähnlichem Material bestehenden Dichtungen können nach länge
rem Gebrauch zerfallen oder unwirksam werden, sodass insbesondere Gas in den Erd
boden entweichen kann. Gerade im Bereich einer Bebauung kann es dann zu Ansamm
lungen von Gas und damit zur Explosionsgefährdung kommen. Von daher ist man dazu
übergegangen, diese vorhandenen Rohre durch modernere Rohrleitungen auszutauschen
oder sie im Bereich der Muffe von der Innenseite her abzudichten. Dazu werden Mol
che oder ähnliche Hilfsaggregate mit einem Kunststoffband oder sonstigem Material
versehen und an die jeweilige Muffe herangebracht, beispielsweise aufgebläht und dann
so lange am Platz belassen, bis das Material abgebunden und ausgehärtet ist. Die damit
aufgebrachte Folie dichtet den Muffenschlitz weitgehend ab, wobei es erforderlich ist.
Beidseitig des Muffenschlitzes das Material entsprechend zu fixieren. Probleme ent
stehen dann, wenn die beiden Rohre im Muffenbereich einen Versatz haben hinnehmen
müssen oder sonstigen Belastungen unterliegen, sodass dann die von innen her aufge
brachte Abdichtfolie nicht sicher abdichtet. Solche Probleme treten dann insbesondere
auf, wenn die überholten Rohrleitungen im Nachhinein entsprechend belastet werden.
Nachteilig ist außerdem, dass nur bei rundum wirksamer und dichter Verbindung zwi
schen der Folie und dem Rohr die notwendige Dichte gewährleistet ist. Ist die Wan
dung uneben oder verschmutzt, kann es auch bei solchen überholten Rohrleitungen zu
Problemen kommen, was gerade bei Gasleitungen eine erhebliche Gefährdung der Um
welt darstellt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Vor
richtung zu schaffen, die eine kontinuierliche und sichere Abdichtung der Muffen einer
Rohrleitungen ermöglichen, wobei also nicht wie beim Stand der Technik praktisch
nach jeder Abdichtungsarbeit einer Muffe das Hilfsaggregat wieder zu Tage gebracht
werden muss, um neu bestückt zu werden.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung verfahrensgemäß dadurch gelöst, dass
der Bereich beidseitig der abzudichtenden Stellen während der Abdichtarbeiten wirksam
verschlossen wird, dass dann schnell aushärtendes Material vermischt und in den Muf
fenschlitz und die anschließende Füllkammer injiziert und dass anschließend das Aus
tragsorgan einer Misch- und Austragsmoduleinheit gereinigt wird.
Mit Hilfe eines derartigen Verfahrens ist es möglich, praktisch kontinuierlich
eine Rohrleitung im jeweiligen Muffenbereich wirksam zu sanieren, wobei die jeweilige
Stelle nicht nur "zugepflaster" wird, sondern vielmehr vollständig verschlossen wird.
Durch die Abdichtung beidseitig des Muffenschlitzes braucht eine nur relativ geringe
Menge an Zweikomponenten- oder sonstigem Material injiziert zu werden, wobei dies
in Sekundenschnelle erfolgt und zwar unter Ausfüllung sowohl des Muffenschlitzes wie
auch der anschließenden Füllkammer. Dadurch kommt es zu einem Verkrallen dieses
Dichtungskomplexes und es ist ausgeschlossen, dass bei der anschließenden Wieder
inbetriebnahme der Rohrleitung die einmal eingebrachte Sanierung bzw. Dichtung wie
der beschädigt oder gar vernichtet wird. Besonders vorteilhaft ist, dass mit diesem
Verfahren auch die Möglichkeit besteht, gegeneinander versetzte Rohre wirksam ab
zudichten, weil eben gezielt nur der Muffenschlitz und nur in dem Bereich verfüllt
wird, der für ein wirksames Abdichten notwendig ist. Vorteilhaft ist schließlich, dass
durch die gezielte Abdichtung auch nur relativ wenig schnell aushärtendes Material
benötigt wird.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zum
Verschließen ein Packer, der mittig die Misch- und Austragsmoduleinheit aufnimmt
verwendet wird, der gegen die Rohrwandung verspannt und nach dem Entlasten zur
nächsten Muffe gezogen wird. Der Packer wird somit an der jeweiligen Muffe gezielt
beidseitig des Muffenschlitzes verspannt, sodass nur der praktisch linienförmige Bereich
des Muffenschlitzes verbleibt, der durch Injektion verschlossen werden muss. Dann
wird nach dem kurzen Aushärten von beispielsweise 10 oder 20 oder vielleicht auch 30
Sekunden der Packer entlastet und zur nächsten Muffe gezogen, wo die gleiche Ab
dichtarbeit geleistet werden kann.
Die gleichmäßige Abdichtung im Muffenbereich erreicht man gemäß der Erfin
dung dadurch, die beiden zu vermischenden und auszutragenden und miteinander zu
reagierenden Materialkomponenten gleichmäßig beheizt in den Muffenschlitz hinein
injiziert werden. Dies erreicht man dadurch, dass neben den Zuführungsleitungen für
die Materialkomponenten auch die Misch- und Austragsmoduleinheit, zumindestens
aber das Austragsmodul beheizt wird, wobei die Temperatur 40 bis 70°C des Gemi
sches beträgt. Damit ist sichergestellt, dass die beiden Komponenten insbesondere nach
bzw. während des Mischvorgangs in der entsprechend optimalen Temperatur gehalten
injiziert werden, d. h. in den ja eine andere Temperatur aufweisenden Muffenschlitz,
wo es dann zu einem schnellen Aushärten kommt, ohne dass die Gefahr besteht, dass
nur ungenügend reagierende Materialkomponenten vorliegen. Die Reaktionswärme
wirkt sich dabei positiv aus.
Um sicherzustellen, dass auch wirklich nur in den Muffenschlitz hinein injiziert
wird, sieht die Erfindung vor, dass die Misch- und Austragsmoduleinheit gezielt an den
Muffenschlitz herangeführt und dass das schnell aushärtende Material in den bis auf die
Eintragsstelle gegen das Rohrinnere abgedichteten Muffenschlitz ausgetragen wird. Wie
weiter hinten noch an Hand der Vorrichtung erläutert wird, wird durch dieses gezielte
Heranführen erreicht, dass die Austragsmoduleinheit sich genau gegenüber bzw. im
Bereich des Muffenschlitzes befindet, somit in diesen Schlitz hineininjiziert, wobei der
zum Einsatz kommende Blähpacker dafür sorgt, dass im Ringbereich nur der Muffen
schlitz verfüllt werden muss, nicht dagegen ein Bereich über die Innenwandung des
Rohres hinaus. Dies hat den großen Vorteil, dass nach Abschluss der Verfüllarbeiten
eine glatte Innenwand zur Verfügung steht, die keinen Überstand hat und damit nicht
irgendwelche Turbulenzen o. Ä. hervorruft.
Zur Durchführung des Verfahrens dient eine Vorrichtung mit einer im Rohr
verschieblichen Verfahreinheit sowie einer den Muffenschlitz von der Rohrinnenseite
her verschließenden Moduleinheit. Diese den Stand der Technik darstellenden Aus
führung kann auch über eine Art Blähpacker verfügen, mit der die aufgelegte Man
schette gegen die Rohrinnenwand gepresst wird, um so den Muffenschlitz zu verschlie
ßen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Manschette an die Rohrinnenwand
heranzubringen, weshalb hier relativ offen formuliert ist. Bei der vorliegenden Erfin
dung wird diese Verfahr- und Moduleinheit insofern weiterentwickelt, als die Modul
einheit als Misch- und Austragsmoduleinheit ausgebildet ist, die mit dem Mantel eines
der Verfahreinheit zugeordneten Blähpackers verbunden und die mit einer Heizung
ausgerüstet ist. Während die Verfahreinheit lediglich so auszubilden ist, dass damit die
Moduleinheit im Rohr hin- und herverfahren werden kann, ist die Moduleinheit hier
völlig verändert und weiterentwickelt, indem nicht nur ein einfacher Blähpacker vor
handen ist, der beim Aufblähen die Manschette gegen die Rohrinnenwand drückt, son
dern vielmehr ist in den Blähpacker eine Misch- und Austragsmoduleinheit integriert,
mit der Zweikomponenten- oder Mehrkomponentenmaterial in den Muffenschlitz inji
ziert werden kann. Dabei dient der Blähpacker einmal dazu, die Misch- und Austrags
moduleinheit an den Muffenschlitz heranzuführen bzw. sogar in ihn hineinzuführen und
gleichzeitig dazu, den Bereich um den Muffenschlitz herum beidseitig wirksam so ab
zudichten, dass das anschließend in den Muffenschlitz injizierte Material nur in den
Muffenschlitz selbst hineingelangt und nicht in den anschließenden Rohrinnenbereich.
Der Blähpacker übernimmt somit hier eine Doppelfunktion nämlich den der Dichtein
heit und den der Führungseinheit für die Misch- und Austragsmoduleinheit. Darüber
hinaus ist durch die Zuordnung einer Heizung zur Misch- und/oder Moduleinheit si
chergestellt, dass die zum Einsatz kommenden Komponenten auf einem Temperaturni
veau gehalten werden, das für eine optimale Vermischung und Reaktion beider Materi
alkomponenten notwendig oder zweckmäßig ist.
Zur Erreichung der optimalen Vermischung und Reaktion der einzubringenden
Komponenten des Materials ist vorgesehen, dass die Moduleinheit über einen Gegen
strommischer und einen Austrag in Form einer Düse mit Reinigungsnadel und Heizung
verfügt. Die beiden Komponenten werden somit im Gegenstrom zunächst gemischt und
dann durch die Düse ausgetragen, wo sie weiter vermischt werden, um dann im Muf
fenschlitz und der Füllkammer zu reagieren und damit den notwendigen Dicht- und
Verkralleffekt zu erzielen. Dabei werden zweckmäßigerweise Materialien zum Einsatz
gebracht, die eine Dehnfestigkeit aufweisen und somit auch Bewegungen im Muffen
bereich problemlos ausgleichen können und die zugleich für DVGW für Gasrohre zu
gelassen sind, sodass ihre Verarbeitung im deutschen und europäischen Raum zulässig
ist. Nach dem Vermischen und Austragen durch die Düse wird diese durch eine durch
die Düse durchschiebbare Nadel gereinigt, sodass es nicht zu Anbackungen oder gar zu
einem Zusetzen der Düse kommen kann. Auf die Wirkung der Heizung ist weiter vorne
hingewiesen worden. Sie stellt sich, dass die beiden miteinander zu vermischenden
Materialkomponenten in der jeweils optimalen Temperatur miteinander vermischt und
ausgetragen werden.
Die Reinigungsnadel kann ihre Aufgabe wirksam ausführen, weil sie gemäß der
Erfindung mit dem Durchmesser der Düse korrespondierend bemessen und über einen
Zylinder verschieblich in der Düse angeordnet ist. Da Druckluft im Bereich des Pac
kers sowieso benötigt wird, steht diese Energie zur Verfügung, um einen Zylinder mit
der angesetzten Nadel hin- und herzuverfahren und so sicherzustellen, dass die Düse
jeweils nach ihrem Misch- und Auftragsvorgang wieder gereinigt wird. Die Nadel ist
dabei so bemessen, dass sie an der Wand der Düse entlang geführt wird, ohne sich
festsetzen zu können ohne aber auch den Ansatz von Zweikomponentenmaterial zu
zulassen.
Die Nadel muss eine Länge aufweisen, die sicherstellt, dass das in der Düse
verbliebene restliche Material auch sicher ausgeschoben und damit aus dem Bereich des
Austrages entfernt wird. Es kann aber notwendig sein, ihre Länge bzw. ihre Anordnung
zu verändern, was insbesondere notwendig sein kann, wenn die Mischkammer bzw. die
Mischkanäle ein größeres Volumen haben müssen, um die Mischung zu optimieren.
Das erreicht man gemäß der Erfindung dadurch, dass die Nadel bezüglich ihrer Wirk
länge einstellbar ausgebildet ist. Denkbar ist es beispielsweise, dass sie über ein Ge
winde verfügt, sodass sie mehr oder weniger weit herausgedreht wird und damit ihre
Wirklänge verändert.
Weiter vorne ist bereits darauf hingewiesen worden, dass der Blähpacker gleich
zeitig dazu dient, die Misch- und Austragsmoduleinheit dicht an den Muffenschlitz
bzw. die reparierende Stelle heranzubringen. Dies erreicht man besonders zweckmäßig
dadurch, dass der Mantel des Blähpackers im Anschlussbereich der Moduleinheit ein
teilig ausgebildet ist oder eine integrierte Versteifung aufweist. Durch die Versteifung
bzw. die einteilige Ausbildung wird erreicht, dass der Blähpacker in diesem Bereich
mit einer etwas geringeren Andruckkraft an die Rohrinnenwand herangedrückt wird,
sodass ein wirksames Austragen zusätzlich abgesichert wird. Die Versteifung kann
dabei auch ringförmig ausgebildet werden, um so gleichförmig um den Muffenschlitz
herum eine Form bzw. eine Formungswand vorzugeben, an die das schnell reagierende
Material sich anlegen kann, um dann sicherzustellen, dass auch der gesamte Bereich
des Muffenschlitzes rundum abgesichert und abgedichtet ist.
Ist es erforderlich, neben den Muffenschlitzen auch andere Bereiche auszufüllen
oder abzudichten, kann dies möglich gemacht werden, indem die Länge der Versteifung
dem Einsatzzweck entsprechend veränderbar ist. Dies bedeutet, dass die Versteifung
beispielsweise auch mehrerer Zentimeter lang sich in Rohrlängsachse hin erstrecken
kann, um so auch einen flächigen Bereich entweder mit einer Beschichtung oder aber
auch einer Injektion zu versehen. Damit können beschädigte Rohre auf die gleiche Art
und Weise saniert werden.
Blähpacker bestehen aus einem Gummi- oder Kunststoffmaterial, das eine ent
sprechende Rauigkeit aufweist, natürlich aber luftdicht ist. Um das Anbacken von
schnell aushärtendem Material in dem Übergangsbereich zwischen Muffenschlitz und
Rohrwandung zu verhindern, ist vorgesehen, dass der Mantel des Blähpackers mit einer
weitgehend porenfreien, vorzugsweise austauschbaren Antihaftaußenhaut ausgerüstet ist.
Diese Antihaftaußenhaut hat in der Regel überhaupt keine Poren, sodass es nicht zu
entsprechenden Anbackungen kommen kann. Damit ist die Möglichkeit optimiert, eine
derartige Rohrleitung oder Gasleitung abschnittsweise, d. h. von Muffe zu Muffe in
einem Durchgang zu sanieren, d. h. ohne dass der Blähpacker bzw. die entsprechende
Vorrichtung zwischendurch zum Überholen nach über Tage geholt werden muss.
Vor allem dann, wenn größere Öffnungen oder auch Löcher in der Rohrleitung
verschlossen werden müssen, kann es notwendig sein, größere Mengen an schnell aus
härtendem Material in entsprechend kurzen Zeiteinheiten einzubringen bzw. zu injizie
ren. Dies wird dadurch sichergestellt, dass die Moduleinheit gegen eine mit größeren
BohrungenlMischkammer sowie Düsen ausgerüsteten Moduleinheit austauschbar ausge
bildet ist. Die Moduleinheit ist hierzu zweckmäßigerweise lösbar mit dem Packer ver
bunden, sodass durch einfaches Herausdrehen der Befestigungsschrauben die Modul
einheit klein gegen die Moduleinheit groß oder umgekehrt ausgewechselt werden kann.
Die größere Moduleinheit verfügt dann über größere Bohrungen und auch eine ent
sprechend größere Düse, sodass in der gleichen Zeiteinheit entsprechend größere Men
gen mit dem notwendigen Druck in den Muffenschlitz bzw. in sonstige zu sanierende
Bereiche hineingepresst werden können.
Mit der erfindungsgemäßen Sanierungsvorrichtung werden Rohre bis zu 125 mm
saniert. Es versteht sich, dass solche geringen Querschnitte nicht mehr befahrbar sind.
Man kennt zwar den Abstand der einzelnen Muffen zueinander, sodass durch Zuord
nung von Messgeräten zu den Führungsrollen der Verfahreinheit eine gewisse Positio
nierung möglich ist, die aber in der Regel dann nicht ausreicht, wenn die Rohrleitung
unter Druck oder sonstige Belastung gekommen ist. Die Erfindung sieht daher vor,
dass die Verfahreinheit mit einer im fixen Abstand zur Düse angeordneten Kamera
ausgerüstet ist, die die Lage und/oder den Zustand der Muffe identifizierend ausge
bildet ist. Somit kann man von außerhalb der Rohrleitung, d. h. also vom Bürgersteig
beispielsweise aus überprüfen und sehen, wo die Verfahreinheit mit der Misch- und
Austragseinheit sich gerade befindet. Ja es ist mit der erfindungsgemäßen Kamera und
ihrer Anordnung sogar möglich, zu identifiziern, in welchem Abstand die Kamera zu
dem jeweiligen Muffenschlitz steht. Da Kamera und Düse in einem vorgegebenen Ab
stand angeordnet sind, kann somit sehr zielgenau gearbeitet werden, d. h. die Düse
wird genau gegenüber dem Austragsschlitz positioniert und dann durch Betätigung des
Blähpackers an bzw. in den Muffenschlitz hineinbewegt, um dann eine gezielte Verfül
lung zu gewährleisten. Vorteilhaft ist dabei weiter, dass mit Hilfe einer derartigen Ka
mera nicht nur die Positionierung möglich ist, sondern auch eine Überprüfung des
Zustandes der Rohrleitungen in diesem Bereich, sodass vor und auch im Nachhinein
Kontrollen möglich sind.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass ein Verfahren und eine Vorrich
tung zur Verfügung gestellt werden, mit denen auch beispielsweise komplizierte Gaslei
tungen geringen Durchmessers sicher saniert werden können, sodass der Abdichtbereich
zwischen den einzelnen Rohrabschnitten besser abgedichtet ist, als bei der ursprüng
lichen Verlegung. Dies erreicht man insbesondere dadurch, dass die zum Einsatz kom
mende Vorrichtung zielgerichtet in den Bereich der Muffe hineinverfahren wird, um
dann durch Aufblähen des Packers dicht an den zu verfüllenden Muffenschlitz herange
bracht zu werden. Das einzubringende und eine vorteilhafte Elastizität bzw. Dehnfähig
keit aufweisende schnell aushärtende Material wird dann nach Aufblähen des Blähpac
kers zielgerichtet nur in den eigentlichen Modulschlitz und die anschließende Füllkam
mer hinein injiziert, um dann nach einer kurzen Abwartzeit den Blähpacker zu entlasten
und zum nächsten Muffenschlitz zu verfahren. Es wird somit gezielt nur der wirklich
notwendige Bereich aber dabei so abgedichtet, dass auch eine bleibende Abdichtung
gewährleistet ist und wie schon erwähnt eine bessere, als bei der Neuverlegung der
jeweiligen Gasleitung. Der früher zwangsweise verbliebene Muffenschlitz ist nun voll
ständig verschlossen. Gerade bei Gasleitungen ist eine derartige erfolgreiche Sanierung
ausgesprochen wichtig, zumal sowohl bei der Neuverlegung wie bei der hier zunächst
einmal erwähnten Sanierung die Möglichkeit gegeben ist, entsprechendes miteinander
regagierendes Material so einzubringen, dass im Bereich der Muffe keine Verwirbe
lungen oder keine nennenswerte Verwirbelungen auftreten können, nämlich weil ja nur
der Schlitz verfüllt ist, nicht aber ein darüber vorstehender Wulst entsteht. Damit ist
gleichzeitig eine Verringerung des Materialbedarfs erreicht und schließlich kann so das
Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung optimal berücksichtigt werden, ohne dass dafür
extreme Kosten entstehen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Gasleitung im Bereich einer
Muffe mit Hochdruckinjektionsvorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Hochdruckinjektionsvorrichtung
und
Fig. 3 eine vergrößerte Wiedergabe des Längsschlitzes gemäß
Fig. 1 im Ausschnitt.
Fig. 1 zeigt eine in eine Gasleitung 5 eingeführte Hochdruckinjektionsvorrich
tung 1, wobei letztere aus einer Verfahreinheit 2 und einer Moduleinheit 3 besteht. Die
Verfahreinheit 2 trägt einen Blähpacker 10, der durch endseitig angeordnete Führungs
rollen 26 auf der Rohrinnenseite 8 verfahrbar angeordnet ist. Mit Hilfe der Gegenzug
hülse 25 ist es möglich, auch Korrekturen vorzunehmen, wobei sich der gegenüberlie
genden Seite der Verfahreinheit 2 die Versorgungsleitung anschließt, die hier im Ein
zelnen nicht dargestellt ist.
Auf die beschriebene Art und Weise wird die Verfahreinheit 2 mit der Modul
einheit 3 in den Bereich einer Muffe 6 verfahren und dann genau im Bereich des Muf
fenschlitzes 7 positioniert. Dieses Positionieren der Verfahreinheit 2 oder besser gesagt
der Moduleinheit 3 ist möglich, weil endseitig der Verfahreinheit 2 eine Kamera 24
vorgesehen ist. Diese Kamera 24 kann so verschwenkt und auch gedreht werden, dass
sie die Lage und auch den Zustand der Muffe 6 rundum überprüfen und nach Abschluss
der Abdichtarbeiten auch noch einmal nachprüfen kann.
Der Blähpacker 10 verfügt über einen aufblasbaren Mantel 11, der gemäß Fig.
2 außen eine Antihaftaußenhaut 22 trägt, die praktisch porenfrei ist. Gemäß Fig. 2 ist
in diesen Blähpacker 10 bzw. in seinen Mantel 11 die Moduleinheit 3 integriert und
zwar so, dass beim Aufblähen des Blähpackers 10 der Austrag 16 mit der Düse 13
genau in den Bereich des Muffenschlitzes 7 angehoben oder verschoben wird. Da
gleichzeitig der Bereich beidseitig des Muffenschlitzes 7 durch die Wandung bzw. den
Mantel 11 des Blähpackers 10 wirksam abgeschlossen wird, kann beim anschließenden
Injizieren eines schnell aushärtenden Materials dieses nur in den Muffenschlitz 7 und
die dahinter liegende Füllkammer 27 gelangen. Dieses Ausfüllen bzw. zumindest teil
weise Ausfüllen der Füllkammer 27 und des Muffenschlitzes 7 führt dazu, dass sich die
so geschaffene Dichtung wirksam verkrallt und zwar wesentlich besser als die üblicher
weise in diesem Bereich angeordnete Rohrdichtung 28.
Die Rohrdichtung 28 wird automatisch wirksam, wenn das Anschlussrohr 29 in
die Muffe 6 eingeschoben wird. Es versteht sich, dass nicht immer sichergestellt wer
den kann, dass dieser Bereich auch auf Dauer wirksam abgedichtet ist, denn dazu ist es
erforderlich, dass die Rohrdichtung 28 volumenmäßig immer gleich ist. Die Dichtfläche
einer solchen Rohrdichtung 28 ist außerdem begrenzt. Ist aber gemäß des Verfahrens
entsprechendes schnell reagierendes und aushärtendes Material über den Muffenschlitz
7 in die Füllkammer 27 eingefüllt, ergibt sich eine ringförmige bzw. ringflächenförmi
ge Abdichtungszone, die sogar um den vorderen Teil des Anschlusses 29 herumreicht,
wie insbesondere auch Fig. 3 verdeutlicht.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Hochdruckinjektionsvorrichtung 1 im Be
reich der Moduleinheit 3. Diese Moduleinheit 3 verfügt über die Düse 13 bzw. den
Austrag 16 und eine darin über den Zylinder 15 verschieblich angeordneten Reini
gungsnadel bzw. Nadel 14. Außerdem ist in diesem Bereich eine Heizung 12 unterge
bracht, um sicherzustellen, dass die Düse 13 optimale Temperatur aufweist, sodass das
durchströmende Material sich nicht nur optimal vermischen, sondern auch richtig mit
einander reagieren kann. Dieses Material wird über den Gegenstrommischer 18 zu
nächst einmal gemischt und dann durch die Düse 13 entgemischt und ausgetragen.
Durch weiteres Zurückziehen der Nadel 14 kann aber auch eine zusätzliche Misch
kammer 19 vorbereitet und zur Verfügung gestellt werden, sodass bei unbefriedigen
dem Mischerfolg dieser dadurch optimiert werden kann, dass die Nadel 14 entspre
chend weit über den Zylinder 15 zurückgezogen wird.
Die Moduleinheit 3 ist über Befestigungsschrauben 32 mit dem Mantel 11 des
Packers 10 verbunden. Durch diese Befestigung ist die Möglichkeit gegeben, durch
Löschen der Befestigungsschrauben 32 die gesamte Moduleinheit 3 herauszunehmen
und durch eine andere zu ersetzen, beispielsweise eine mit vergrößertem Durchmesser
der Düse 13 und der Mischkammer 19.
Die Nadel 14 ist über den Nadelhalter 33 in einer bestimmten Position gehalten,
wobei über eine Einstellschraube 34 diese Position auch bei Bedarf angepasst oder
verändert werden kann. Sichergestellt ist somit, dass die Nadel 14 immer das in der
Düse 13 verbliebene Material ausschiebt, wenn der Injektionsvorgang abgeschlossen ist.
Die Düse 13 steht für den nächsten Injektionsvorgang zur Verfügung.
Die Fixierung der Nadel 14 über den Nadelhalter 33 bzw. die Einstellschraube
34 ist in der Kolbenstange 35 vorgenommen, die mit Hilfe des Kolbens 37 in der ent
sprechenden Bohrung verschoben werden kann. Dabei ist eine Druckluft- oder auch
Hydraulikkammer zwischen dem Zylinderoberteil 36 und dem Zylinderunterteil 38
vorgegeben, in dem der entsprechende Kolben 37 verschieblich angeordnet ist.
Der Blähpacker 10 wird wie Fig. 2 und auch Fig. 3 verdeutlichen über ein
Stützrohr 30 abgestützt und so aufgebläht, dass sich die Antihaftaußenhaut 22 an die
Rohrinnenseite 8 dicht anlegt. Lediglich im Bereich des Austrages 16 ist dafür Sorge
getragen, dass dieser Bereich der Moduleinheit 3 nur mit einem begrenzten Andruck an
die Rohrinnenseite 8 herangefahren wird. Dies erreicht man dadurch, dass hier eine
integrierte Versteifung 21 vorgesehen ist, die insbesondere in Fig. 2 verdeutlicht ist.
Der Blähpacker 10 bringt somit in diesem Bereich nicht die volle Andruckkraft auf,
sodass das mit hohem Druck über die Düse 13 auszutragende schnell aushärtbare Mate
rial wirksam in den Bereich des Muffenschlitzes 7 und der Füllkammer 27 gelangt. Der
Blähpacker 10 bzw. seine Wandung 11 kann sich nicht in den Muffenschlitz 7
hinein verformen; vielmehr sorgt er für einen rohrinnenseitenplanparallelen Abschluss.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (14)
1. Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegter Rohrleitungen,
insbesondere der über Muffen miteinander verbundenen Rohre von Gasleitungen, bei
denen die Muffenschlitze oder ähnliche Bereiche von der Innenseite der Rohre her
durch aushärtbare Materialien verschlossen werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bereich beidseitig der abzudichtenden Stellen während der Abdichtarbeiten
wirksam verschlossen wird, dass dann schnell aushärtendes Material vermischt und in
den Muffenschlitz und die anschließende Füllkammer injiziert und dass anschließend
das Austragsorgan einer Misch- und Austragsmoduleinheit gereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verschließen ein Packer, der mittig die Misch- und Austragsmoduleinheit
aufnimmt verwendet wird, der gegen die Rohrwandung verspannt und nach dem Entla
sten zur nächsten Muffe gezogen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass neben den Zuführungsleitungen für die Materialkomponenten auch die Misch- und
Austragsmoduleinheit, zumindestens aber das Austragsmodul beheizt wird, wobei die
Temperatur 40 bis 70°C beträgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Misch- und Austragsmoduleinheit gezielt an den Muffenschlitz herangeführt
und dass das schnell aushärtende Material in den bis auf die Eintragsstelle gegen das
Rohrinnere abgedichteten Muffenschlitz ausgetragen wird.
5. Vorrichtung zum Abdichten von im Erdreich verlegter Rohrleitungen,
insbesondere der über Muffen (6) miteinander verbundenen Rohre von Gasleitungen (5)
und damit zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis Anspruch 4, mit
einer im Rohr verschieblichen Verfahreinheit (2) sowie einer den Muffenschlitz (7) von
der Rohrinnenseite (8) her verschließenden Moduleinheit (3),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Moduleinheit (3) als Misch- und Austragsmoduleinheit ausgebildet ist, die mit
dem Mantel (11) eines der Verfahreinheit (2) zugeordneten Blähpackers (10) verbunden
und die mit einer Heizung (12) ausgerüstet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Moduleinheit (3) über einen Gegenstrommischer (18) und einen Austrag (16)
in Form einer Düse (13) mit Reinigungsnadel (14) und Heizung (12) verfügt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadel (14) mit dem Durchmesser der Düse (13) korrespondierend bemessen
und über einen Zylinder (15) verschieblich in der Düse (13) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadel (14) bezüglich ihrer Wirklänge einstellbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mantel (11) des Blähpackers (10) im Anschlussbereich der Moduleinheit (3)
einteilig ausgebildet ist oder eine integrierte Versteifung (21) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Versteifung ringförmig ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge der Versteifung (21) dem Einsatzzweck entsprechend veränderbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mantel (11) des Blähpackers (10) mit einer weitgehend porenfreien, vorzugs
weise austauschbaren Antihaftaußenhaut (22) ausgerüstet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Moduleinheit (3) gegen eine mit größeren Bohrungen/Mischkammer (19) sowie
Düse (13) ausgerüsteten Moduleinheit austauschbar ausgebildet und angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verfahreinheit mit einer im fixen Abstand zur Düse angeordneten Kamera
ausgerüstet ist, die die Lage und/oder den Zustand der Muffe (6) identifizierend ausge
bildet ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000140600 DE10040600A1 (de) | 2000-08-16 | 2000-08-16 | Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegten Gasleitungen und Hochdruckinjektionsvorrichtung |
| PCT/DE2001/001229 WO2001075351A1 (de) | 2000-04-03 | 2001-03-30 | Verfahren und beschichtungsanlage für die beschichtung und abdichtung von rohren |
| AU2001256130A AU2001256130A1 (en) | 2000-04-03 | 2001-03-30 | Method and coating system for coating and sealing pipes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000140600 DE10040600A1 (de) | 2000-08-16 | 2000-08-16 | Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegten Gasleitungen und Hochdruckinjektionsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10040600A1 true DE10040600A1 (de) | 2002-02-28 |
Family
ID=7653001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000140600 Withdrawn DE10040600A1 (de) | 2000-04-03 | 2000-08-16 | Verfahren zum Abdichten von im Erdreich verlegten Gasleitungen und Hochdruckinjektionsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10040600A1 (de) |
-
2000
- 2000-08-16 DE DE2000140600 patent/DE10040600A1/de not_active Withdrawn
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