DE10034911A1 - Antenne für Mehrfrequenzbetrieb - Google Patents
Antenne für MehrfrequenzbetriebInfo
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Abstract
Eine verbesserte Antenne mit zumindest zwei Einzelstrahlern (1, 2) ist in zumindest zwei Frequenzbändern (f1, f2, ..., fn) betreibbar. Die Antenne wird durch folgende Maßnahmen verbessert: DOLLAR A - jeder Ausgang der in zumindest zwei Frequenzbändern (f1, f2, ..., fn) betreibbaren Einzelstrahler (1) oder der Ausgang von einer Gruppe entsprechender Einzelstrahler (1) ist einer Frequenzweiche (21) zugeordnet, wobei das am strahlerseitigen Anschluss anstehende Frequenzband an speisenetzwerkseitigen Anschlüssen (23.1, 23.2) in zumindest zwei Teilfrequenzbändern (f1, f2, ..., fn) getrennt ansteht, DOLLAR A - ein Speisenetzwerk (7) ist so aufgebaut, dass die speiseseitigen Anschlüsse (23.1, 23.2) an der Frequenzweiche (21) für das jeweilige Teilfrequenzband zur Strahlenformung und insbesondere zur unterschiedlichen Einstellung des Absenkwinkels der Hauptkeule mit vorgebbarer oder veränderbar einstellbarer Phase und/oder Aplitude zusammengeschaltet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Antenne für einen Mehrfre
quenzbetrieb nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Für einen Netzbetreiber im Mobilfunkbereich ist es wich
tig, Antennen für die verschiedenen Frequenzen gleich
zeitig nutzen zu können. Da jedoch für die verschiedenen
Dienste auch unterschiedliche Anforderungen an den Versor
gungsbereich bzw. die Netzplanung gestellt werden, sind
auch verschiedene Abstrahlcharakteristiken, insbesondere
verschiedene vertikale Absenkwinkel für die Vertikalcha
takteristik erforderlich. Ideal wären verschiedene verti
kale Absenkwinkel für die Hauptkeule für die verschiedenen
Frequenzen. Dies ist jedoch mit den bisher bekannten Lö
sungen für eng benachbarte Frequenzen nicht möglich.
Von daher sind lediglich Lösungen bekannt, welche für die
verschiedenen Frequenzbereiche verschiedene Strahler ver
wenden. Diese können beispielsweise aus ineinander verschachtelten
Dipolen bestehen, wie dies beispielsweise aus
der DE-A1 198 23 749 für eine dualpolarisierte Mehrbe
reichsantenne zu entnehmen ist. Nachteilig ist hierbei
allerdings, dass bedingt durch die Geometrie der Anordnung
die Frequenzbänder nicht unmittelbar benachbart sein kön
nen, sondern etwa ein Verhältnis von 1 : 2 aufweisen müssen.
Darüber hinaus ist aus der Veröffentlichung "Electronic
Letters", August 1999, Vol. 35, No. 17, S. 1399-1400, von
Yeunjeong, Kim, Wansuk Yun und Youngjoong Yoon eine Dual-
Band-Patch-Antenne bekannt, welche unterschiedliche An
schlüsse für zwei unterschiedliche Frequenzen aufweist.
Hierbei sind jedoch die Anschlüsse für die jeweils andere
Frequenz orthogonal zueinander polarisiert. Eine Lösung
für zwei Polarisationen und mehrere Frequenzen ist nicht
entnehmbar. Ein weiterer Nachteil ist hierbei die aufwen
dige Schichtstruktur mit vier verschiedenen aufeinander
liegenden dielektrischen Schichten.
Demgegenüber können Breitbandantennen zwar auch in benach
barten Frequenzbereichen oder über ein sehr breites Fre
quenzband betrieben werden. Hierbei sind jedoch keine
unterschiedlichen, insbesondere variabel einstellbaren
Abstrahlcharakteristiken für die verschiedenen Frequenz
bereiche erzielbar. In der Vorveröffentlichung "Electronic
Letters", März 2000, Vol. 36, No. 6, S. 487-488 sind aus
der Veröffentlichung von D. H. Werner und D. Lee "Design of
dual-polarised multiband frequency selective surfaces
using fractal elements" dualpolarisierte fraktale Anten
nenstrukturen bekannt, die in einem großen Frequenzband
betrieben werden können. Jedoch umfassen diese Antennen
strukturen keine getrennt einstellbaren Strahlungsdiagram
me.
Aus der WO 98/43315 ist eine Sende-/Empfangsantenne be
kannt, welche für eine erste Polarisation an den einzelnen
Strahlern des Antennenarrays Duplexfilter vorsieht, um
dadurch das Antennenarray für den Empfangsfrequenzbereich
(Rx) und für den Sendefrequenzbereich (Tx) in verschiedene
Ein- und Ausgänge aufzuteilen. Falls eine Entkopplung für
die verschiedenen Frequenzen (Rx - Tx) nicht über die
orthogonale Polarisation erfolgt, so ist in nachteilhafter
Weise zumindest ein Trennverstärker in einem der beiden
Frequenzbänder an den Duplexfilter-Ein- bzw. Ausgängen
notwendig. Ferner sind Trennverstärker erforderlich, da
keine ausreichende Entkopplung zwischen den Frequenzbän
dern (Rx und Tx) erzielt werden kann. Es ist weiterhin
keine Anregung zum Erzeugen unterschiedlicher Absenkwinkel
für verschiedene Frequenzbereiche entnehmbar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, eine
Antennenanordnung zu schaffen, welche beim Betrieb in
unterschiedlichen Frequenzbändern eine unterschiedliche,
insbesondere unabhängig voneinander einstellbare Abstrahl
charakteristik bevorzugt ohne zusätzliche aktive Komponen
ten ermöglicht. Trotzdem soll bevorzugt eine hohe Entkopp
lung zwischen beiden Frequenzbändern realisierbar sein.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im An
spruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange
geben.
Es muss als überraschend bezeichnet werden, dass die er
findungsgemäße Antennenvorrichtung bereits mit einem sehr
geringen Filteraufwand eine unabhängige Einstellung der
Abstrahlcharakteristik ermöglicht. So können nahezu un
abhängige Strahlungscharakteristiken bereits mit einer
Sperrdämpfung der Frequenzweichen von sogar unter ca.
15 dB, z. B. von 8 bis 12 dB, realisiert werden.
Überraschend ist dabei vor allem, dass Filterstrukturen
verwendet werden können, welche die Zusammenschaltung
mittels eines passiven Speisenetzwerkes erlauben und dabei
gleichzeitig eine ausreichend hohe Entkopplung zwischen
den verschiedenen Frequenzbändern für jede Polarisation
aufweisen.
Erfindungsgemäß kann dies mittels Frequenzweichen in Form
einer frequenzselektiven Filterstruktur realisiert werden,
die bevorzugt mit ausreichender Sperrdämpfung eine Auf
teilung eines Frequenzbandes in zwei Teilfrequenzbänder
erlaubt. Der Einsatz eines fixen Speisenetzwerkes oder
bevorzugt eines variabel gestalteten Speisenetzwerkes
unter Verwendung von Phasenschiebern erlaubt es nunmehr
die Einzelstrahler so zusammenzuschalten, dass für den
jeweiligen Frequenzbereich die gewünschte Einstellung des
Strahlungsdiagrammes vorgenommen werden kann, d. h. dass
insbesondere der vertikale Absenkwinkel entsprechend den
Wünschen und Notwendigkeiten bevorzugt getrennt eingestellt
werden kann.
Da schließlich eine geringe Sperrdämpfung für die Dia
grammformung ausreicht, gleichwohl aber trotzdem hohe
Entkopplungswerte von beispielsweise 30 dB und mehr ge
fordert werden, ergibt es sich gemäß einer besonders be
vorzugten Ausführungsform der Erfindung, einen zusätzli
chen Filteraufwand an den Speiseeingang zu legen. Dies
ermöglicht, das pro Polarisation zur Erhöhung der Entkopp
lung nur ein Zusatzfilter notwendig ist. Dadurch können
hoch selektive, für jeden Dipol oder jede Dipolgruppe
vorgesehene Zusatzfilter vermieden werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines An
tennenarrays mit vier Dipolen, welche mit
einem festen Speisenetzwerk zusammenge
schaltet sind;
Fig. 2 ein zu Fig. 1 abgewandeltes Ausführungs
beispiel, bei welchem die Zusammenschal
tung für einen Frequenzbereich mittels
einer festen Zusammenschaltung und die
Zusammenschaltung für einen zweiten Fre
quenzbereich mittels Phasenschiebern va
riabel vorgenommen ist;
Fig. 2a einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2
zur Verdeutlichung eines Phasenschiebers;
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei wel
chem für beide Frequenzbereiche die Zu
sammenschaltung über Phasenschieber varia
bel vorgenommen ist;
Fig. 4 ein Antennenarray mit dualpolarisierten
Strahlern und zwei Frequenzbereichen, bei
welchem für jede Polarisation für jeden
Frequenzbereich die Zusammenschaltung mit
tels Phasenschiebern erfolgt;
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel für eine Dual-
Band-Antenne, bei welcher das zweite Band
frequenzselektiv in einem Frequenzband f2
und f3 aufgeteilt ist und sich somit eine
Dreibereichs-Antenne ergibt; und
Fig. 6 ein zu Fig. 2 abgewandeltes Ausführungs
beispiel zur Verdeutlichung, dass eine
Frequenzweiche auch einer Gruppe von zu
mindest zwei Einzelstrahlern zuordenbar
ist.
Nachfolgend wird auf das erste Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 eingegangen. Das darin schematisch wiedergegebene
Antennenarray umfasst vier Einzelstrahler 1, im gezeigten
Ausführungsbeispiel nach Art von Dipolen 1', die üblicherweise
vor einem Reflektor, der vertikal angeordnet ist,
beispielsweise in Vertikalausrichtung angeordnet sind.
Die Einzelstrahler 1 werden über Speiseanschlüsse 5.1 und
5.2 über ein fixes oder fest verdrahtetes Speisenetzwerk
7 gespeist. Entsprechend der Anzahl der Einzelstrahler 1
erfolgt dabei von jedem Speiseanschluss 5.1 bzw. 5.2 aus
gehend eine Mehrfachverzweigung der Speiseleitungen 9,
nämlich vom Speiseanschluss 5.1 über die Speiseleitung 9
und einem Verzweigungspunkt 11 in die Speisezweigleitungen
9.1 und über den jeweiligen nachfolgenden Verzweigungs
punkt 13 zur nachfolgenden Speisezweigleitung 9.2. Ent
sprechendes gilt für den weiteren Speiseanschluss 5.2 mit
der Speiseleitung 109, den Verzweigungspunkt 111, die
Speisezweigleitungen 109.1, die Verzweigungspunkte 113 und
die Speisezweigleitungen 109.2. Die Speiseleitungen bein
halten gleichzeitig Impedanz-Transformatoren, welche der
Einfachheit halber nicht dargestellt sind.
Die Einzelstrahler 1 sind dabei jeweils über eine Leitung
17 mit einem strahlerseitigen Anschluss 19 mit einer Fre
quenzweiche 21 verbunden, worüber der strahlerseitige
Anschluss 19 mit zwei speisenetzwerkseitigen Anschlüssen
23.1 und 23.2 verbunden ist, und zwar frequenzselektiv für
ein erstes Frequenzband 21 und ein zweites Frequenzband
f2. Die Frequenzweichen 61 können dabei durch eine fre
quenzselektive Filterstruktur aufgebaut sein.
An den speisenetzwerkseitigen Anschlüssen 23.1 und 23.2
sind die jeweiligen Speisezweigleitungen 9.2 und 109.2
angeschlossen, so dass alle Einzelstrahler 1 frequenzse
lektiv mit dem Speiseanschluss 5.1 für das erste Frequenz
band f1 bzw. dem Speiseanschluss 5.2 für das zweite Fre
quenzband f2 verbunden sind.
Die Frequenzweichen 21 sind mit ausreichender Sperrdämp
fung von z. B. 15 dB oder sogar nur weniger als 10 dB in
den zumindest beiden Teilfrequenzbändern aufgeteilt. Die
Zusammenschaltung kann dabei derart vorgenommen werden,
dass für das jeweilige Frequenzband die Einstellung des
Strahlungsdiagrammes unterschiedlich fest voreingestellt
ist. Die Voreinstellung kann dabei derart erfolgen, dass
beispielsweise die vertikalen Absenkwinkel für beide Fre
quenzbänder unterschiedlich sind.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 entspricht weit
gehend demjenigen nach Fig. 1, jedoch mit dem Unter
schied, dass für das eine Frequenzband f2 keine feste
Zusammenschaltung an den Verzweigungspunkten 113 erfolgt,
sondern dass hier jeweils variabel einstellbare Phasen
schieber 27 vorgesehen sind. Die Phasenschieber können
dabei so aufgebaut sein, wie dies grundsätzlich aus der WO 98/21779
bekannt ist. Mit anderen Worten ist ein um eine
Verschwenkachse 29 verstellbares Einstellglied 31 vor
gesehen, welches über eine Leitung 109 und 109.1 mit dem
Speiseanschluss 5.2 verbunden ist. Dieses Einstellglied 31
ist beispielsweise mit einem teilkreisförmigen Kontakt-
oder Kuppelelement 33 galvanisch oder kapazitiv verbunden,
welches an seinen gegenüberliegenden Endbereichen elek
trisch mit Phasenschieber-Anschlüssen 35 verbunden ist,
von denen ausgehend jeweils über nachfolgende Speisezweig
leitungen 109.2 die Verbindung zu den speisenetzwerks
eitigen Anschlüssen 23.2 an den Frequenzbereichen 21 er
folgt. Das sogenannte im gezeigten Ausführungsbeispiel
teilkreisförmige Kontakt- oder Kuppelelement 33 ist bevor
zugt in Streifenleiter- bzw. In Mikro-Streifenleiter-Tech
nik aufgebaut, und zwar auf einer Bodenplatte 28 (ground
plate).
Das Strahlungsdiagramm für das erste Frequenzband f1 er
folgt also über den fixen Speisenetzwerkteil, wodurch ein
bestimmtes Strahlungsdiagramm fest vorgegeben ist. Über
die variabel einstellbaren Phasenschieberelemente 27 er
folgt jedoch die Einstellung des Strahlungsdiagrammes
bezüglich des zweiten Frequenzbandes f2 über ein variables
Speisenetzwerk, so dass hierüber die Strahlungsformung und
damit insbesondere die Strahlungsabsenkung, d. h. der Ab
senkwinkel für die Hauptkeule innerhalb des Frequenzbandes
f2 unterschiedlich einstellbar ist.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist gegenüber demje
nigen nach Fig. 2 insoweit abgewandelt, als hier für
beide Frequenzbänder f1 und f2 ein Speisenetzwerk 7 vor
gesehen ist, dass in beiden Frequenzbändern f1 und f2 eine
entsprechende Strahlenformung vorsieht und damit insbeson
dere eine unterschiedlich einstellbare und/oder veränder
bare vertikale Absenkung der Hauptkeulen ermöglicht.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 wird nun ein
Antennenarray verwendet, welches nicht aus Einzelstrahlern
1, sondern aus dualpolarisierten Strahlern 2 besteht.
Diese dualpolarisierten Strahler 2 können beispielsweise
aus einem Dipolquadrat oder einem Dipolkreuz, also unter-
Verwendung von Dipol-Einzelstrahlern 1 zusammengesetzt
sein. Entsprechend ist jeder Dipol-Einzelstrahler eines
dualpolarisierten Dipolkreuzes 2 (oder beispielsweise bei
einem Dipolquadrat jeweils zwei parallel angeordnete Di
polstrahler) über eine gemeinsame Leitung 17 bzw. 17' mit
einer Frequenzweiche 21 verbunden. Wie aus Fig. 4 also zu
ersehen ist, gehen von jedem der vier Dipolstrahler somit
zwei Leitungen 17, 17' aus, die jeweils zu dem strahler
seitigen Anschluss 19 der Frequenzweichen 21 führen. Bei
vier dualpolarisierten Dipolstrahlern 2 sind somit acht
Frequenzweichen vorgesehen. Allgemein werden also bei
diesem Ausführungsbeispiel bei n dualpolarisierten Dipol
strahlern 2 n Frequenzweichen 21 benötigt. In Fig. 5 ist
dabei der oben liegende Anschluss 5.1 für die Frequenz f1
der Polarisation +45° zugeordnet, wobei in Fig. 4 unten
liegend der Anschluss 5.1' für die Frequenz f1 der negati
ven Polarisation -45° zugeordnet ist, wobei also die in
Fig. 4 gezeigten und zu einem Dipolkreuz zusammengefügten
Dipolstrahler in einer +45°/-45° Ausrichtung angeordnet
sind.
Die jeweils parallel zueinander ausgerichteten Dipole 1a
bzw. 1b der dualpolariserten Dipolstrahler 2 sind dabei
frequenzselektiv über zwei nachgeordnete Speisenetzwerke
zusammengeführt, und zwar in dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 4 frequenzselektiv über jeweils zugeordnete Phasen
schieber 27. Dadurch lässt sich also das Strahlungsdiagramm
und insbesondere der Absenkwinkel sowohl für eine
erste wie für eine zweite Frequenz f1 und f2 für jede
Polarisation separat einstellen und/oder verändern.
Schließlich wird noch auf das Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 5 Bezug genommen. Fig. 5 zeigt eine Anordnung eben
falls für eine dualpolarisierte Antenne 2, wobei jede der
gemäß Fig. 5 vorgesehenen dualpolarisierten Antennen 2
einen Kreuzdipol 2' und ein den Kreuzdipol 2' umgebenendes
Dipolquadrat 2" umfasst.
Die jeweils parallel zueinander angeordneten Einzelstrah
ler 1a bzw. 1b des Dipolquadrates 2" sind über ein varia
bles Speisenetzwerk 7 verbunden, wobei jeweils die gleich
strahlenden und dabei parallel zueinander angeordneten
Einzelstrahler 1a einer Strahleranordnung 2" gemeinsam
paarweise mit den in gleicher Parallelausrichtung angeord
neten Einzelstrahlern 1a einer zweiten Strahleranordnung
2" über einen Phasenschieber 27 zusammengeschaltet sind,
und die speiseanschlussseitigen Anschlüsse der Phasen
schieber 27 dann wiederum über einen Verzweigungspunkt 211
zu einem gemeinsamen Speiseanschluss 5.3 führen. Entspre
chendes gilt für die zweite Polarisation dieser Dipolqua
dratanordnung, bei welcher über den Speiseanschluss 5.3'
eine Verbindung über den nachgeordneten Verzweigungspunkt
211' zu den Phasenschiebern 27 und über die jeweils beiden
Ausgänge zu den jeweils beiden parallelen Dipolstrahlerb
1b einer betreffenden Strahleranordnung 2" erfolgt.
Die Anschlüsse 5.3 und 5.3' dienen also zum Empfangen oder
Senden eines dritten Frequenzbandes mit einer ersten und
einer zweiten Polarisation. Das Frequenzband f3 kann z. B.
bei 824 bis 960 MHz liegen.
Bezüglich der im Inneren der Dipolquadrate angeordneten
Kreuzdipole 10' erfolgt demgegenüber eine frequenzselekti
ve Aufteilung in zwei Frequenzbänder f1 und f2, wobei die
speiseanschlussseitigen Ausgänge dann wiederum für jede
der beiden Polarisationen entsprechend dem Ausführungsbei
spiel gemäß Fig. 4 über Phasenschieber 27 mit den beiden
Speiseanschlüssen für f1 und f2 zusammengeschaltet sind.
Das Frequenzband f1 kann z. B. 1920 bis 2170 MHz und das
zweite Frequenzband f2 einen Bereich von 1710 bis 1880 MHz
abdecken.
Fig. 5 zeigt also eine dualpolarisierte Antenne mit drei
Bandbereichen, wobei das Strahlungsdiagramm und dabei
insbesondere der Absenkwinkel für alle drei Frequenzbänder
und beide orthogonale Polarisationen unterschiedlich ein
stellbar ist.
Abweichend zu dem zuletzt genannten Beispiel könnte natür
lich auch eine frequenzselektive Bandaufteilung für das
dritte Frequenzband vorgesehen sein. Genauso könnte bei
Bedarf für ein einzelnes Frequenzband eine feste Verschal
tung ohne individuell einstellbaren Absenkwinkel reali
siert sein, wie dies beispielsweise anhand von Fig. 2
schematisch gezeigt ist.
Bei allen Ausführungsbeispielen können die Frequenzweichen
bevorzugt durch Filterstrukturen realisiert sein, die
insbesondere auch im Gehäuse der Antenne integriert sein
können. Dabei können die Filterstrukturen auch aus ge
schirmten Streifenleitungsstrukturen oder aus Triplate
strukturen bestehen.
Alternativ oder teilweise alternativ und ergänzend können
die Filterstrukturen auch aus Koaxialfiltern gebildet
sein.
Anhand der erläuterten Ausführungsbeispiele ist ersicht
lich, dass die entsprechenden Antennen zumindest zwei
Einzelstrahler umfassen. Es können aber auch mehr als zwei
Einzelstrahler vorgesehen sein, die zu einer gemeinsamen
Gruppe gehören. Dabei ist nur eine Gruppe von Einzelstrah
lern möglich, aber auch mehrere Gruppen von Einzelstrah
lern, wie dies beispielsweise bei dualpolarisierten Anten
nen beschrieben ist.
Um eine gute Entkopplung zu realisieren, sollten die Fre
quenzweichen eine minimale Sperrdämpfung gegenüber dem
jeweils anderen Frequenzbereich von zumindest 6 dB, 8 dB
oder 10 dB aufweisen. Bevorzugt soll dieser Wert zumindest
15 dB, insbesondere zumindest 20 dB betragen.
Um die Sperrdämpfung in dem jeweils anderen Frequenzband
gegebenenfalls noch zusätzlich zu erhöhen, können im Aus
gang der Antenne zusätzliche Filter nach der Zusammen
schaltung mittels des erwähnten Speisenetzwerkes vorgese
hen sein. Eine Verbesserung der Wärmeabführung kann
schließlich auch dadurch realisiert werden, dass die Fil
ter an dem Reflektorblech befestigt werden. Dabei können
die Filter an dem Refektorblech mechanisch aufeinander
gestapelt sein.
Anhand von Fig. 6 ist eine Abwandlung gezeigt, die grund
sätzlich für alle erläuterten Ausführungsbeispiele gemäß
der Fig. 1 bis 5 angewandt werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ist verdeut
licht, dass beispielsweise Abweichungen zu Fig. 2, z. B.
jeweils eine Gruppe 100 mit zwei Einzelstrahlern 1 einer
Frequenzweiche 21 zugeordnet ist. Dabei kann die Gruppe
100 von Einzelstrahlern 1 nicht nur zwei Einzelstrahler 1,
1', sondern beispielsweise auch mehrere Einzelstrahler 1,
1', also z. B. drei Einzelstrahler umfassen, die beispiels
weise über einen gemeinsamen Summierpunkt und eine nach
geordnete Leitung einem Eingang einer Frequenzweiche 21
zugeordnet sein können.
Anhand von Fig. 6 ist auch ergänzend gezeigt, was bei
allen anderen Ausführungsbeispielen ebenso zum Tragen
kommen kann, dass zusätzliche Filter 121 vorgesehen sein
können, die bevorzugt im Ausgang einer Antenne nach der
Zusammenschaltung mittels des Speisenetzwerkes 7 zugeord
net sind, und bevorzugt am Reflektorblech befestigt sein
können. Durch Einrichtung dieser zusätzlichen Filter 121
kann auf kostengünstige und einfache Weise die Sperrwir
kung der Filter 21 für die nachgeordneten Einzelstrahler
nochmals verbessert werden.
Claims (21)
1. Antenne mit folgenden Merkmalen
mit zumindest zwei Einzelstrahlern (1, 2),
die zumindest beiden Einzelstrahler (1, 2) sind in zu mindest zwei Frequenzbänder (f1, f2, . . ., fn) betreib bar,
jeder Ausgang der in zumindest zwei Frequenzbändern (f1, f2, . . ., fn) betreibbaren Einzelstrahler (1) oder der Ausgang von einer Gruppe entsprechender Einzelstrahler (1) ist einer Frequenzweiche (21) zugeordnet, wobei das am strahlerseitigen Anschluss anstehende Frequenzband an speisenetzwerkseitigen Anschlüssen (23.1, 23.2) in zu mindest zwei Teilfrequenzbändern (f1, f2, . . ., fn) ge trennt ansteht,
ein Speisenetzwerk (7) ist so aufgebaut, dass die spei seseitigen Anschlüsse (23.1, 23.2) an der Frequenzweiche (21) für das jeweilige Teilfrequenzband zur Strahlenfor mung und insbesondere zur unterschiedlichen Einstellung des Absenkwinkels der Hauptkeule mit vorgebbarer oder veränderbar einstellbarer Phase und/oder Amplitude zu sammengeschaltet sind.
mit zumindest zwei Einzelstrahlern (1, 2),
die zumindest beiden Einzelstrahler (1, 2) sind in zu mindest zwei Frequenzbänder (f1, f2, . . ., fn) betreib bar,
jeder Ausgang der in zumindest zwei Frequenzbändern (f1, f2, . . ., fn) betreibbaren Einzelstrahler (1) oder der Ausgang von einer Gruppe entsprechender Einzelstrahler (1) ist einer Frequenzweiche (21) zugeordnet, wobei das am strahlerseitigen Anschluss anstehende Frequenzband an speisenetzwerkseitigen Anschlüssen (23.1, 23.2) in zu mindest zwei Teilfrequenzbändern (f1, f2, . . ., fn) ge trennt ansteht,
ein Speisenetzwerk (7) ist so aufgebaut, dass die spei seseitigen Anschlüsse (23.1, 23.2) an der Frequenzweiche (21) für das jeweilige Teilfrequenzband zur Strahlenfor mung und insbesondere zur unterschiedlichen Einstellung des Absenkwinkels der Hauptkeule mit vorgebbarer oder veränderbar einstellbarer Phase und/oder Amplitude zu sammengeschaltet sind.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Frequenzweiche (21) jeweils einer Gruppe (100) von
zumindest zwei Einzelstrahlern (1, 1') zugeordnet ist.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Zusatzfilter für eine Polarisation zur
Erhöhung der Entkopplung vorgesehen ist, der vorzugsweise
dem Speiseanschluss (5.1, 5.2, . . ., 5.n) vor- oder nach
geschaltet ist.
4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, dass für jede Polarisation zur Erhöhung der
Entkopplung ein Zusatzfilter vorgesehen ist, der vorzugs
weise dem zugehörigen Speiseanschluss (5.1, 5.2, . . . 5.n)
vor- oder nachgeschaltet ist.
5. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, dass zumindest bezüglich eines Frequenzban
des (f1, f2, . . ., fn) die Ausgänge (23.1, 23.2) der Fre
quenzweichen (21) über zugeordnete Phasenschieber (27)
zumindest mittelbar mit dem jeweiligen Speiseanschluss
(5.1, 5.2, . . ., 5.n) zusammengeschaltet sind.
6. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, dass alle Einzelstrahler (1, 2) bzw. Gruppen
(2, 2', 2") von Einzelstrahlern über die zugeordneten
Frequenzweichen (21) und zugeordneten Phasenschieber (27)
mit den zugeordneten Speiseanschlüssen (5.1, 5.2, . . .,
5.n) so zusammengeschaltet sind, dass bezüglich aller
Frequenzbänder das Strahlungsdiagramm und damit insbeson
dere die Einstellung des Absenkwinkels der Hauptkeule
unterschiedlich einstellbar ist.
7. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass zumindest zwei Einzelstrahler vorgese
hen sind.
8. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass zumindest zwei dualpolarisierte Strah
leranordnungen (1, 2) vorgesehen sind.
9. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Strahleranordnungen (1, 2) dual
polarisierte Einzelstrahler (1, 2) umfassen, die für jede
der Polarisationen in zwei verschiedenen Frequenzbändern
strahlen, wobei zumindest für eine Polarisation eine Fre
quenzbandaufspaltung über ein fixes oder ein variables
Speisenetzwerk (7) unter Verwendung von Phasenschiebern
(27) vorgesehen ist.
10. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Frequenzweichen (21) aus Filter
strukturen gebildet sind, die insbesondere geschirmte
Streifenleitungs- oder Triplatestrukturen umfassen.
11. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Frequenzweichen (21) aus Filter
strukturen gebildet sind, die Koaxialfilter umfassen.
12. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Frequenzweichen (21) eine minimale
Sperrdämpfung bezüglich des jeweils anderen Frequenzbandes
von zumindest 6, 8 oder 10 dB, insbesondere zumindest 15 dB,
vorzugsweise zumindest 20 dB aufweisen.
13. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zusammenschaltung der Frequenz
weichen (21) in zwei Frequenzbändern (f1, f2) mittels un
terschiedlich einstellbaren Phasenschiebern (27) erfolgt.
14. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zusammenschaltung der Frequenz
weichen (27) für zumindest ein Frequenzband fest und für
zumindest ein weiteres Frequenzband mittels Phasenschieber
(27) variabel vorgesehen ist.
15. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest weitere unabhängige Einzel
strahler (2') für zumindest ein weiteres Frequenzband (f3)
vorgesehen sind, so dass die Antenne zumindest in drei
Frequenzbändern (f1, f2, . . ., fn) betreibbar ist.
16. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass das Speisenetzwerk (7) unter Verwen
dung von Filterweichen (21) so aufgebaut ist, dass eine
Aufteilung in mehr als zwei Frequenzbbänder vorgesehen
ist.
17. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, dass neben den Frequenzweichen zusätzli
che Filter (121) vorgesehen sind, die bevorzugt jeweils
zumindest zwei Frequenzweichen (21) zugeordnet sind.
18. Antenne nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass
die Zusatzfilter (121) bevorzugt am Speiseanschluss (5.1,
5.2) und/oder im Bereich der Speiseleitung (109) angeord
net sind.
19. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, dass die Filter, d. h. die Filterweichen
(21) und/oder die zusätzlich vorgesehenen Filter, die dem
Ausgang einer Antenne nach der Zusammenschaltung mittels
des Speisenetzwerkes (7) zugeordnet sind, am Reflektor
blech befestigt sind.
20. Antenne nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Filter auf dem Reflektorblech mechanisch aufeinander
gestapelt sind.
21. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Filterstrukturen in das Gehäuse
der Antenne integriert sind.
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