DE10011113A1 - Maschinenwerkzeug mit verstellbarer Schneide - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Maschinenwerkzeug mit einem vorzugsweise scheibenförmigen Tragkörper (1), auf welchem mindestens eine radial verstellbare Schneidplatte angeordnet ist. Um auch bei mehrschneidigen Tragkörpern eine vor allem für die Feinverstellung geeignete Radialverstellung zu ermöglichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Tragkörper (1) eine den jeweiligen Plattensitz enthaltende, radial äußere Verstellpartie (16) und eine radial innere Zentralpartie (14) aufweist. Die Verstellpartie (16) ist an ihren beiden einander in Umfangsrichtung des Tragkörpers (1) abgewandten Enden (18) über je eine mit einem Stellglied (28) unter Radialverstellung der Verstellpartie (16) elastisch aufbiegbare Materialbrücke (20) einstückig mit der Zentralpartie (14) verbunden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Maschinenwerkzeug mit einem vorzugsweise
scheibenförmigen Tragkörper, mit mindestens einem in Umfangsnähe des
Tragkörpers angeordneten Plattensitz zur Aufnahme einer Schneidplatte und
mit einem Stellglied zur radialen Verstellung der Schneidplatte.
Es sind Maschinenwerkzeuge, insbesondere Fräswerkzeuge bekannt, die
einen verstellbaren Plattensitz aufweisen. Die Verstellung erfolgt dort mit
Hilfe eines Feindreheinsatzes. Die bekannten Werkzeuge mit verstellbarem
Einsatz sind vor allem wegen der beschränkten Platzverhältnisse einschnei
dig ausgebildet. Mit einem solchen Werkzeug ist nur ein relativ geringer Vor
schub erzielbar. Es ist zwar bekannt, daß mit mehrschneidigen Werkzeugen
der Vorschub erhöht werden kann. Von der Verwendung mehrschneidiger
Verstellwerkzeuge hat man bislang jedoch wegen der beschränkten Platz
verhältnisse und der zu überwindenden Toleranzprobleme abgesehen.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Maschi
nenwerkzeug mit verstellbarer Schneide der eingangs angegebenen Art zu
entwickeln, das bei besonders geringem Platzbedarf und mit wenigen Bau
teilen eine für die Feinbearbeitung geeignete radiale Schneidenverstellung
erlaubt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Anspruch 1 angegebene Merkmals
kombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildun
gen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von dem Gedanken aus, daß eine ex
akte Radialverstellung mit geringem Platzbedarf nur dann erzielt werden
kann, wenn der Tragkörper eine den Plattensitz enthaltende, radial äußere
Verstellpartie und eine radial innere Zentralpartie aufweist, und wenn die
Verstellpartie an ihren in Umfangsrichtung einander abgewandten Enden
über je eine mit dem Stellglied unter Radialverstellung der Verstellpartie ela
stisch ausbiegbare Materialbrücke einstückig mit der Zentralpartie verbunden
ist. Zweckmäßig sind die beiden Materialbrücken bezüglich einer mittig durch
die Verstellpartie verlaufenden Radialebene spiegelsymmetrisch angeordnet
und ausgebildet.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Verstellpar
tie durch einen axial durchgehenden langgestreckten Spreizdurchbruch von
der radial innen liegenden Zentralpartie getrennt ist, und daß der Tragkörper
zusätzlich zwei axial durchgehende, durch jeweils eine der Materialbrücken
von den beiden Enden des Spreizdurchbruchs getrennte Kompensations
durchbrüche aufweist.
Das Maschinenwerkzeug ist zweckmäßig als Scheibenfräser oder als Zirku
larfräser ausgebildet. Zu diesem Zweck ist der Plattensitz in einer freien
Stirnfläche des Tragkörpers angeordnet und zur Aufnahme einer parallel zur
Stirnfläche ausgerichteten Schneidplatte bestimmt. Der erfindungsgemäße
Verstellmechanismus kann außerdem in einer Bohrkrone gegebenenfalls mit
mehreren Stufen verwendet werden. Um mehrere Stufen zu erhalten, wer
den mehrere scheibenförmige Tragkörper auf eine Bohrstange in axialem
Abstand voneinander aufgefädelt. Die Tragkörper können auch modular un
ter Verwendung von Modularkupplungen zu einer mehrstückigen Bohrstange
zusammengesetzt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Ver
stellpartie in ihrem mittigen, den Plattensitz enthaltenden Bereich radial
breiter ist als an ihren mit den Materialbrücken verbundenen Enden. Dies
kann konstruktiv relativ einfach dadurch erreicht werden, daß der
Spreizdurchbruch im Längsverlauf in seinem mittigen Bereich gegenüber
den Enden in Richtung Zentralpartie radial nach innen geführt ist.
Um die inneren Spannungen im Tragkörper zu reduzieren und einen mög
lichst großen radialen Verstellweg zu erzielen, wird gemäß einer bevorzug
ten Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß die spaltförmig ausge
bildeten Kompensationsdurchbrüche ein zur Umfangsfläche des Tragkörpers
hin offenes Ende aufweisen. Eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht
kann dadurch erzielt werden, daß der spaltförmig ausgebildete Spreizdurch
bruch an seinen Enden in mindestens zwei die benachbarte Materialbrücke
begrenzende Zweige aufgeteilt ist und daß die Kompensationsdurchbrüche
unter Bildung einer im Verlauf gebogenen Materialbrücke bogenförmig um
die Enden oder Endzweige des Spreizdurchbruches herumgeführt sind. Die
geschlossenen Enden oder Endabschnitte des Spreizdurchbruches und/oder
der Kompensationsdurchbrüche sind vorteilhafterweise zylindrisch erweitert.
Der Spreizdurchbruch und/oder die Kompensationsdurchbrüche können in
Durchgangsrichtung parallel oder schräg zur Werkzeugachse verlaufen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Stellglied als
im wesentlichen radial zwischen Verstellpartie und Zentralpartie verdrehbare
Stellschraube ausgebildet. Die Stellschraube ist dabei zweckmäßig in einer
radial oder schräg verlaufenden Gewindebohrung des Verstellglieds ange
ordnet und mit ihrer Spitze gegen eine achsparallel oder schräg ausgerich
tete Widerlagerfläche der Zentralpartie abstützbar.
In mehrschneidigen Maschinenwerkzeugen weist der Tragkörper gemäß der
Erfindung mindestens zwei in Umfangsrichtung einen Abstand voneinander
angeordnete, vorzugsweise gleichartige Verstellpartien auf, die entweder
einzeln oder gemeinsam verstellt werden können. Im ersteren Falle ist jeder
Verstellpartie ein eigenes Stellglied zugeordnet, während im letzteren Falle
die Verstellpartien über ein gemeinsames, in der Zentralpartie angeordnetes
Stellglied betätigbar sind. Das gemeinsame Stellglied weist vorteilhafterwei
se einen axial verstellbaren Konus auf, der gegen je eine freie Innenfläche
der Verstellpartie unmittelbar oder mittelbar über einen Stößel anliegt.
Das Maschinenwerkzeug kann auch als Kombinationswerkzeug ausgebildet
sein. In diesem Falle kann an dem Tragkörper mindestens ein zusätzlicher,
gegenüber der Zentralpartie unverstellbarer Plattensitz angeordnet werden.
Der Plattensitz stellt in der Verstellpartie eine Materialschwächung dar. Zur
Vermeidung einer hieraus resultierenden ungewollten Axialverschiebung
beim Verstellvorgang wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Er
findung vorgeschlagen, daß der axiale Abstand der radialen Schraubboh
rung für die Stellschraube von der plattensitzseitigen Stirnseite des schei
benförmigen Tragkörpers aus größer ist als von der gegenüberliegenden
Stirnseite aus. Um ein unerwünschtes Verschmutzen oder Zusetzen der
Durchbrüche zu vermeiden, wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung vorgeschlagen, daß der Spreizdurchbruch und/oder die Kom
pensationsdurchbrüche zumindest teilweise mit einem Elastomer gefüllt sind.
Die spaltförmigen Spreiz- und Kompensationsdurchbrüche sind zweckmäßig
drahterodiert.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schemati
scher Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1a eine Draufsicht auf einen mehrschneidigen Scheibenfräser mit ver
stellbaren Plattensitzen;
Fig. 1b und c zwei Seitenansichten des Maschinenwerkzeugs nach Fig. 1a
in teilweise geschnittener Darstellung;
Fig. 2a bis c drei Ausführungsbeispiele eines Tragkörpers für einen mehr
schneidigen Scheibenfräser mit verstellbaren Plattensitzen in
schaubildlicher Darstellung;
Fig. 3 einen Tragkörper mit zentral verstellbaren Plattensitzen in einer
schaubildlichen Explosionsdarstellung;
Fig. 4a und b den Verstellbereich des Scheibenfräsers nach Fig. 1b in
Draufsicht bzw. Untenansicht in unverstelltem und radial verstelltem
Zustand der Verstellpartie;
Fig. 5a und b eine Seitenansicht einer dreistufigen Bohrstange sowie eine
Draufsicht auf den obersten Tragkörper der Bohrstange nach Fig.
5a.
Bei dem in Fig. 1a bis c gezeigten Maschinenwerkzeug handelt es sich um
einen modularen Scheibenfräser, der einen scheibenförmigen Tragkörper 1,
einen zentral über dessen Rückseite überstehenden Kupplungsschaft 2 für
den Anschluß an eine entsprechende Aufnahme einer Maschinenspindel
sowie einen exzentrisch zum Kupplungsschaft 2 über den Tragkörper 1
überstehenden Drehmitnahmezapfen 3 aufweist. Der scheibenförmige Trag
körper 1 weist insgesamt sechs Plattensitze 10, 12 für den Einsatz zweier
Gruppen von Schneidplatten 4, 5 auf. Die Fig. 2a bis c zeigen drei weitere
Varianten eines Tragkörpers 1, die für den Einsatz in einem Maschinenwerk
zeug nach Fig. 1a bis c geeignet sind.
Die drei Plattensitze 10 sind radial verstellbar, während die anderen drei
Plattensitze 12 starr und unverstellbar mit der Zentralpartie 14 des Tragkör
pers 1 verbunden sind. Die verstellbaren Plattensitze 10 befinden sich in ei
ner in Umfangsnähe des Tragkörpers 1 angeordneten Verstellpartie 16, die
an ihren beiden einander in Umfangsrichtung abgewandten Enden 18 über
je eine Materialbrücke 20 einstückig mit der Zentralpartie 14 verbunden ist.
Die beiden Materialbrücken 20 sind bezüglich einer mittig durch die Verstell
partie verlaufenden Radialebene spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet
und ausgebildet. Die Verstellpartie 16 ist dabei durch einen axial durchge
henden langgestreckten spaltförmigen Spreizdurchbruch 22 von der radial
innen liegenden Zentralpartie 14 getrennt. Zusätzlich weist der Tragkörper 1
zwei axial durchgehende, durch jeweils eine der Materialbrücken 20 von den
beiden geschlossenen Enden 24 des Spreizdurchbruchs 22 getrennte Kom
pensationsdurchbrüche 26 auf. Die spaltförmig ausgebildeten Kompensati
onsdurchbrüche weisen ein zur Umfangsfläche 32 des Tragkörpers 1 hin
offenes Ende 34 sowie ein radial innen liegendes geschlossenes Ende 36
auf. Die Radialverstellung der Verstellpartien 16 und der darauf befindlichen
Plattensitze 10 erfolgt über je ein Stellglied 28, das bei den Ausführungsbei
spielen nach Fig. 1 und 2 als Stellschraube ausgebildet ist, die in einem im
wesentlichen radial verlaufenden Innengewinde 30 der Verstellpartie 16 an
geordnet und mit ihrer Spitze 29 durch den Spreizdurchbruch 22 hindurch
greift und an einer Widerlagerfläche 17 der Zentralpartie 14 abgestützt ist.
Die in Fig. 2a bis c gezeigten Ausführungsbeispiele unterscheiden sich vor
allem im geometrischen Verlauf der Spreiz- und Kompensationsdurchbrüche
22, 26 und der bei der Radialverstellung aufbiegbaren Materialbrücken 20.
Der Spreizdurchbruch 22 nach Fig. 2a weist unverzweigte Enden 22 auf, die
von den Kompensationsdurchbrüchen 26 unter Bildung einer U-förmig gebo
genen Materialbrücke 20 umfaßt sind. Bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 2b sind die Enden des Spreizdurchbruchs 24 in Richtung Plattensitz 10
verzweigt, während sie im Falle der Fig. 2c entgegen dem Plattensitz 10
nach außen verzweigt sind. Die Kompensationsdurchbrüche 26 sind an die
Kontur der aufgespreizten Enden 24 des Spreizdurchbruchs 22 angepaßt, so
daß sich eine bei der Radialverstellung der Verstellpartie 16 aufbiegbare
Materialbrücke 20 ergibt.
Die Fig. 4a und b sind das Ergebnis einer Finite-Elemente-Rechnung, an
hand dessen die Aufbiegung der Materialbrücken 20 im Zuge der Radialver
stellung der Verstellpartie 16 erkennbar ist. Die Konfiguration der Spreiz- und
Kompensationsdurchbrüche 22, 26 entspricht dabei der Ausführungsform
nach Fig. 2b. Die Fig. 4a zeigt dabei eine Draufsicht auf eine der Verstellpar
tien 16 in gegenüber der benachbarten Zentralpartie 14 unverspanntem Zu
stand, während die Fig. 4b zeigt, in welcher Weise der Spreizdurchbruch 22
bei der Radialverstellung aufgespreizt wird. Zur Verdeutlichung ist dabei die
Aufweitung und Verengung der Spaltbereiche übertrieben dargestellt. Die in
der Praxis bei der Feinbearbeitung vorkommenden Radialverstellungen lie
gen in der Größenordnung einiger Hunderstel mm. Aus den Fig. 4a und b ist
erkennbar, daß der den Plattensitz 10 tragende Teil der Verstellpartie 16
relativ breit ist und beim Verstellvorgang nicht verformt wird. Die Material
verformung spielt sich nur im Bereich der Materialbrücken 20 ab. Die zur
Umfangsfläche 32 offenen Kompensationsdurchbrüche 26 sorgen dafür, daß
bei der Radialverstellung keine übermäßigen Materialspannungen auftreten.
Die bezüglich einer Radialebene spiegelsymmetrische Anordnung der Ma
terialbrücken 20 trägt wesentlich dazu bei, daß die Verstellung des Platten
sitzes 10 exakt radial erfolgt. Die durch den Plattensitz 10 selbst hervorge
rufenen Unsymmetrien im Bereich der Verstellpartie 16 können durch die
Anordnung und Ausrichtung des Innengewindes 30 und der darin angeord
neten Stellschraube 28 kompensiert werden. Es hat sich gezeigt, daß ein
leichter Versatz der Stellschraube 28 in Umfangsrichtung und in axialer
Richtung notwendig ist, um die durch den Plattensitz 10 samt Schraubboh
rung 38 verursachte Materialschwächung im Bereich der Verstellpartie 16 zu
kompensieren. Grundsätzlich kann dies auch dadurch erfolgen, daß die
Stellschraube 28 die Verstellpartie 16 nicht exakt radial, sondern schräg
durchsetzt (vgl. Fig. 1c).
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 werden die drei Verstellpartien 16
über ein gemeinsames, in der Zentralpartie 14 angeordnetes Stellglied 40
betätigt. Das Stellglied 40 enthält einen in eine Zentralbohrung 42 mit einem
Gewinde 44 eingedrehten Stellkörper 46 mit konischer Mantelfläche 48. Ge
gen die Mantelfläche 48 liegen drei Stößel 50 mit ihren Spitzen 52 an, die in
nicht dargestellten Radialführungen der Zentralpartie 15 in Richtung je einer
Verstellpartie 16 radial verschiebbar sind. In die Gewindebohrungen 30 der
Verstellpartien 16 sind von außen her drei Stellschrauben 18 radial einge
dreht, gegen deren Spitze 29 die Stößel 50 mit ihren radial nach außen wei
senden Stirnflächen 54 zur Anlage gebracht werden können. Mit den Stell
schrauben 28 können die Verstellpartien 16 im Bereich ihrer Plattensitze 12
zunächst radial justiert werden. Danach können die Verstellpartien 16 über
den zentralen Stellkörper 46 ohne weitere Nachstellung der Stellschrauben
28 gemeinsam radial verstellt werden können.
Aus Fig. 5a und b ist ersichtlich, daß die beschriebenen Tragkörper auch in
mehrstufigen Bohrstangen eingesetzt werden können. Die Tragkörper
1', 1", 1''' weisen dort unterschiedliche Durchmesser auf. Sie können in axia
lem Abstand voneinander modular zusammengesetzt und mit einem ge
meinsamen Kupplungsschaft 2 verbunden werden. Die Tragkörper 1', 1", 1'''
weisen bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils drei Verstellpartien 16
mit verstellbaren Plattensitzen 12 auf, die individuell über Stellschrauben 28
radial verstellt werden können.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf
ein Maschinenwerkzeug mit einem vorzugsweise scheibenförmigen Tragkör
per 1, auf welchem mindestens eine radial verstellbare Schneidplatte ange
ordnet ist. Um auch bei mehrschneidigen Tragkörpern eine vor allem für die
Feinverstellung geeignete Radialverstellung zu ermöglichen, wird gemäß der
Erfindung vorgeschlagen, daß der Tragkörper 1 eine den jeweiligen Platten
sitz enthaltende, radial äußere Verstellpartie 16 und eine radial innere Zentralpartie
14 aufweist. Die Verstellpartie 16 ist an ihren beiden einander in
Umfangsrichtung des Tragkörpers 1 abgewandten Enden 18 über je eine mit
einem Stellglied 28 unter Radialverstellung der Verstellpartie 16 elastisch
aufbiegbare Materialbrücke 20 einstückig mit der Zentralpartie 14 verbun
den.
Claims (21)
1. Maschinenwerkzeug mit einem vorzugsweise scheibenförmigen Trag
körper (1), mit mindestens einem in der Nähe der Umfangsfläche (32)
des Tragkörpers (1) angeordneten Plattensitz (10) zur Aufnahme einer
Schneidplatte und mit einem Stellglied (28) zur radialen Verstellung der
Schneidplatte, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (1) eine
den Plattensitz (10) enthaltende, radial äußere Verstellpartie (16) und
eine radial innere Zentralpartie (14) aufweist, und daß die Verstellpartie
(16) an ihren beiden einander in Umfangsrichtung abgewandten Enden
(18) über je eine mit dem Stellglied (28) unter Radialverstellung der
Verstellpartie (16) elastisch aufbiegbare Materialbrücke (20) einstückig
mit der Zentralpartie (14) verbunden ist.
2. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Materialbrücken (20) bezüglich einer mittig durch die Verstellpartie
(16) verlaufenden Radialebene spiegelsymmetrisch angeordnet und
ausgebildet sind.
3. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Verstellpartie (16) durch einen axial durchgehenden, lang
gestreckten Spreizdurchbruch (22) von der radial innen liegenden Zen
tralpartie (14) getrennt ist und daß der Tragkörper (1) zusätzlich zwei
axial durchgehende, durch jeweils eine der Materialbrücken (20) von
den beiden Enden (24) des Spreizdurchbruchs (22) getrennte Kompen
sationsdurchbrüche (26) aufweist.
4. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Plattensitz (10) in einer freien Stirnfläche des
Tragkörpers (1) angeordnet und zur Aufnahme einer parallel zur Stirn
fläche ausgerichteten Schneidplatte ausgebildet ist.
5. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Verstellpartie in ihrem mittigen, den Plattensitz
(10) enthaltenden Bereich radial breiter ist als an ihren mit den Ma
terialbrücken (20) verbundenen Enden (18).
6. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Spreizdurchbruch (22) im Längsverlauf in sei
nem mittigen Bereich gegenüber den Enden (24) in Richtung Zentral
partie (14) radial nach innen versetzt ist.
7. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der spaltförmig ausgebildete Spreizdurchbruch (22)
an seinen Enden (24) in mindestens zwei die Materialdurchbrüche be
grenzende Zweige (25) aufgeteilt ist.
8. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die spaltförmig ausgebildeten Kompensations
durchbrüche (26) ein zur Umfangsfläche (32) des Tragkörpers hin offe
nes Ende (34) aufweisen.
9. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die spaltförmigen Kompensationsdurchbrüche (26)
unter Bildung je einer im Verlauf gebogenen Materialbrücke (20) bo
genförmig um die Enden (24) oder Endzweige (25) des Spreizdurch
bruchs (22) herumgeführt sind.
10. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die geschlossenen Enden (24, 36) oder Endzweige
(25) des Spreizdurchbruchs (22) und/oder der Kompensationsdurch
brüche (26) zylindrisch erweitert sind.
11. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Spreizdurchbruch (22) und/oder die Kompen
sationsdurchbrüche (26) in Durchgangsrichtung parallel oder schräg
zur Werkzeugachse verlaufen.
12. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Stellglied (18) als im wesentlichen radial zwi
schen Verstellpartie (16) und Zentralpartie (14) verdrehbare Stell
schraube ausgebildet ist.
13. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube (28) in eine radial oder schräg verlaufende Ge
windebohrung (30) der Verstellpartie (16) eingedreht und mit ihrer Spit
ze gegen eine achsparallel oder schräg ausgerichtete Widerlagerfläche
der Zentralpartie (14) abgestützt ist.
14. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Tragkörper (1) mindestens zwei in Umfangs
richtung einen Abstand voneinander aufweisende, vorzugsweise
gleichartige Verstellpartien (16) aufweist.
15. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Verstellpartie (16) ein eigenes Stellglied (28) zugeordnet ist.
16. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellpartien (16) über ein gemeinsames, in der Zentralpartie
(14) angeordnetes Stellglied (40) betätigbar sind.
17. Maschinenwerkzeug nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied (40) einen axial verstellbaren Konus (48) aufweist,
der unmittelbar oder mittelbar gegen je eine freie Innenfläche der Ver
stellpartie (16) anliegt.
18. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß an dem Tragkörper (1) mindestens ein zusätzlicher,
gegenüber der Zentralpartie (14) unverstellbarer Plattensitz (12) ange
ordnet ist.
19. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der axiale Abstand der radialen Gewindebohrung
(30) für das Stellglied (28) von der plattenseitigen Stirnseite des schei
benförmigen Tragkörpers (1) aus größer ist als von dessen gegenüber
liegender Stirnseite aus.
20. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 19, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Spreizdurchbruch (22) zumindest teilweise mit
einem elastomeren Material gefüllt ist.
21. Maschinenwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die spaltförmigen Spreiz- und/oder Kompensati
onsdurchbrüche (22, 26) drahterodiert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10011113A DE10011113A1 (de) | 2000-03-09 | 2000-03-09 | Maschinenwerkzeug mit verstellbarer Schneide |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10011113A DE10011113A1 (de) | 2000-03-09 | 2000-03-09 | Maschinenwerkzeug mit verstellbarer Schneide |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10011113A1 true DE10011113A1 (de) | 2001-09-13 |
Family
ID=7633853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10011113A Ceased DE10011113A1 (de) | 2000-03-09 | 2000-03-09 | Maschinenwerkzeug mit verstellbarer Schneide |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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