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DE1096350B - Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder 1.4-dienen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder 1.4-dienen

Info

Publication number
DE1096350B
DE1096350B DEN17226A DEN0017226A DE1096350B DE 1096350 B DE1096350 B DE 1096350B DE N17226 A DEN17226 A DE N17226A DE N0017226 A DEN0017226 A DE N0017226A DE 1096350 B DE1096350 B DE 1096350B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
polyfluorocyclohexa
serve
parts
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN17226A
Other languages
English (en)
Inventor
Ronald Eric Banks
Anthony Kenneth Barbour
Colin Russell Patrick
John Colin Tatlow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NAT RES DEV
National Research Development Corp UK
Original Assignee
NAT RES DEV
National Research Development Corp UK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NAT RES DEV, National Research Development Corp UK filed Critical NAT RES DEV
Publication of DE1096350B publication Critical patent/DE1096350B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/35Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions not affecting the number of carbon or of halogen atoms in the reaction
    • C07C17/358Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions not affecting the number of carbon or of halogen atoms in the reaction by isomerisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder 1.4-dienen Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von hochfluorierten Cyclohexa-1.3- oder -1.4-dienen, die nicht mehr als ein Wasserstoffatom je Molekül enthalten, aus den entsprechenden Isomeren.
  • Fluorierte Cyclohexadiene können durch Dehydrofluorierung von geeigneten Polyfluorcyclohexanen gewonnen werden, die man durch Fluorierung von Benzol oder Cyclohexan erhält.
  • Gewöhnlich ergibt der Dehydrofluorierungsprozeß eine Mischung der beiden isomeren Polyfluorcyclohexa-1.3-und -j .4-diene. In vielen Fällen sind die beiden Polyfluorcyclohexa-1.3- und -1.4-diene nicht in gleich günstiger Weise verwendbar; die 1 3-Isomeren werden gewöhnlich bevorzugt, da sie im allgemeinen reaktionsfreudiger sind.
  • Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, ein Verfahren für die gegenseitige Umwandlung von Polyfluorcyclohexa-1 .3- und -1.4-dienen zu schaffen, so daß eine größere Ausbeute eines dieser Isomeren auf Kosten einer verringerten Ausbeute an dem anderen Isomeren erhalten werden kann.
  • Es ist zu erwarten, daß die Einwirkung von Hitze auf diese Verbindungen zu der Bildung zahlreicher unterschiedlicher Produkte führen wird, die sich durch Nebenreaktionen, wie Molekülspaltung, Kondensation dieser Spaltstücke und Dehydrofluorierung (in Fällen, in denen das Ausgangsmaterial Wasserstoff enthält), bilden. Es wurde jedoch gefunden, daß unter gewissen Reaktionsbedingungen eine gewünschte Isomerisation zur vorherrschenden Reaktion gemacht werden kann.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt die Umwandlung eines hochfluorierten Cyclohexa-1.3- oder -1.4-diens, das nicht mehr als ein Wasserstoffatom je Molekül enthält, in sein entsprechendes Dienisomeres durch Erhitzen der Verbindung in inerter Umgebung auf eine Temperatur von wenigstens 100"C und nicht mehr als etwa 700"C, vorzugsweise auf eine Temperatur von 200 bis 600"C.
  • Für die Isomerisierung des Oktafluorcyclohexa-1 .3-oder -j .4-diens liegt die günstigste Temperatur zwischen 400 und 600"C, während sie für das Heptafluorcyclohexadien zwischen 200 und 4000 C liegt.
  • Die Reaktion muß in inerter Umgebung durchgeführt werden, beispielsweise in einem Autoklav oder dadurch, daß man die zu behandelnde Verbindung entweder als ein Gas in einem Stickstoffstrom oder als eine Flüssigkeit durch ein inertes freies Rohr hindurchleitet, das beispielsweise aus einem Edelmetall, Kohlenstoff, gegebenenfalls aus Quarz oder Nickel oder Kupfer besteht. Rohre aus Nickel oder Kupfer werden vorher durch Behandlung mit Fluor »gealtert«, wobei sich auf der inneren Metalloberfläche des Rohres ein Metallfiuoridüberzug bildet, oder in anderer Weise inert gemacht. Wenn die Reaktion nicht in inerter Umgebung durchgeführt wird, werden andere Reaktionen, wie Dehydrofinorierungen und Definorierungen, begünstigt.
  • Das Produkt der erfindungsgemäßen Reaktion ist eine Mischung der beiden Diene, deren Zusammensetzung durch das thermodynamische Gleichgewicht zwischen diesen Isomeren bestimmt ist. Dieses Gleichgewicht liegt derart, daß der Anteil eines Isomeren nicht wesentlich größer ist als der Anteil des anderen, so daß - wenn entweder das 1.3- oder das 1.4-Dien als Ausgangsmaterial benutzt wird, ein erheblicher Anteil des anderen Isomeren in der Reaktionsmischung gebildet wird. Das Mengenverhältnis der Isomeren, die dabei entstehen, ist auch nicht stark abhängig von der Reaktionstemperatur innerhalb der angegebenen Bereiche.
  • Es wurde ferner gefunden, daß bei den Oktafluorcyclohexadienen und den Heptafluorcyclohexadienen die Reaktion sehr schnell einem Gleichgewichtszustand zustrebt und eine wesentliche Umsetzung innerhalb 1 oder 2 Minuten bei der Reaktionstemperatur erfolgen kann. Die Gleichgewichtsbedingungen - oder nahezu Gleich,aewichtsbedingungen - bilden sich in einer Zeitspanne von 5 Minuten oder darunter aus. Die Umwandlung benötigt also nur wenige Minuten.
  • Die Produkte der Reaktion lassen sich leicht durch Gaschromatographie trennen, so daß man das erwünschte Dien im wesentlichen rein, d. h. frei von dem Ausgangsmaterial und irgendwelchen anderen Reaktionsprodukten, erhält.
  • Es werden nun unterschiedliche Beispiele von Isomerisationsreaktionen beschrieben, die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ausgeführt sind.
  • Diese Reaktionen wurden in offenen, beheizten Rohren durchgeführt, durch die die Ausgangsverbindungen hindurchgeleitet wurden.
  • Bei den in den Beispielen beschriebenen Reaktionen hatten die Rohre sämtlich einen Durchmesser von 25 mm; sie wurden in einem Ofen mit einer Länge von 46 cm beheizt, dessen zentrale Zone von ungefähr 10 bis 13 cm Länge auf die gemessene und als Reaktionstemperatur bezeichnete Temperatur aufgeheizt war. Die Ausgangssubstanzen wurden entweder in ein beheiztes Glasrohr außerhalb des Ofens eingeführt und dort verflüchtigt und dann in das Reaktionsrohr zusammen mit einem Stickstoffstrom eingeleitet oder wahlweise unmittelbar als Flüssigkeiten in das Reaktionsrohr eingeführt. Die Reaktionsprodukte wurden in einem Rohr kondensiert, das in flüssige Luft getaucht war. Sie wurden durch Gaschromatographie geprüft und getrennt, wobei eine thermische Leitungszelle als Detektor benutzt wurde.
  • Die Identifizierung der Produkte erfolgte mittels Infrarotspektroskopie. Rohre aus Nickelund Kupfer wurden durch ihre Verwendung zu vorangehenden Defluorierungs- oder Dehydrofluorierungsreaktionen »gealtert«, um diese Rohre inert zu machen. Dieser Alterungsprozeß führt offenbar zur Bildung einer undurchlässigen Schicht von Metalls fluoriden an der Rohroberfläche.
  • Beispiel t 51 Teile Oktafluorcyclohexadien-(1.4) wurden durch ein »gealtertes« Nickelrohr, das auf 530"C erhitzt war, in einer Menge von 1,6 g je Minute hindurchgeleitet. Das Produkt (48 Teile) der Reaktion erwies sich als eine Mischung aus 27 Gewichtsprozent Oktafluorcyclohexadien-(1.3), 1501o anderen Produkten und 580in unverändertem Ausgangsmaterial.
  • Beispiel 2 52 Teile Oktafluorcyclohexadien-(1.4) wurden in einer Menge von 1,6 g je Minute durch ein auf 600"C aufgeheiztes, »gealtertes« Nickelrohr hindurchgeleitet. Das Reaktionsprodukt (49 Teile) bestand fast ausschließlich aus den isomeren Dienen, seine gewichtsmäßige Zusammensetzung war 320in Oktafluorcyclohexadien-(1.3), 401, andere Produkte und 640/, nicht umgewandeltes Ausgangsmaterial.
  • Beispiel 3 3,2 Teile OktafLuorcyclohexadien-(1.4) wurden durch ein »gealtertese, auf 4500 C aufgeheiztes Nickelrohr geleitet. Das Produkt (2,9 Teile) war eine Mischung der isomeren Diene, die 40 40°/0 des (1 (1.3)-Diens enthielt. Ein großer Anteil des Produktes wurde chromatographisch getrennt, und die zwei Komponenten wurden durch Infrarotspektroskopie identifiziert.
  • Beispiel 4 40 Teile Oktafluorcyclohexadien-(1.4) wurden in einer Menge von 1,6 g je Minute durch ein »gealtertese Kupferrohr hindurchgeleitet, das auf 500"C aufgeheizt war. Das Produkt (38 Teile) enthielt 1601, Oktafluorcyclohexadie(1.3) und 8401o nicht umgewandeltes Ausgangsmaterial.
  • Beispiel 5 16 Teile Oktafluorcyclohexadien-(1.3) wurden in einer Menge von 1,6 g je Minute durch ein auf 500"C aufgeheiztes Nickelrohr hindurchgeleitet, das mit »gealtertere Nickelgaze gefüllt war. Das Produkt (15,5 Teile) enthielt 60 Gewichtsprozent Oktafluorcyclohexadien-(1 .4), 601, andere Produkte und 3401, nicht umgewandeltes Ausgangsmaterial.
  • Beispiel 6 3,2 Teile l-H-Heptafluorcyclohexadien-(1.3) wurden durch ein auf 260"C erhitztes, »gealtertese Nickelrohr hindurchgeleitet. Das Produkt (3,1 Teile) enthielt drei Komponenten in ungefähr gleichen Mengenverhältnissen.
  • Diese wurden getrennt und durch Infrarotspektroskopie nachgewiesen als 1 -H-Heptafluorcyclohexadien- (1.3), l-H-Heptafluorcyclohexadien-(l .4) und 2-H-Heptafluorcyclohexadien-(1 .3).
  • Beispiel 7 13,2 Teile Oktafluorcyclohexadien-(1.4) wurden in einer Menge von 0,2 g je Minute durch ein Quarzrohr mit 25 mm Durchmesser und 46 cm Länge hindurchgeleitet, das auf 530"C erhitzt war. Das Produkt (13 Teile) enthielt 11 Gewichtsprozent Oktafluorcyclohexydien-(1 .3) und 89 01, nicht umgewandeltes Ausgangsmaterial.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder -1.4-dienen, die nicht mehr als ein Wasserstoffatom je Molekül enthalten, aus den entsprechenden Isomeren, dadurch gekennzeichnet, daß man das Dien auf eine Temperatur von etwa 100 bis 700"C, vorzugsweise 200 - bis 600"C, erhitzt und das gewünschte Polyfluorcyclohexadienisomere aus dem Reaktionsprodukt in üblicher Weise abtrennt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß man Oktafluorcyclohexadien auf 400 bis 600" C und Heptafluorcyclohexadien auf 200 bis 400" C erhitzt.
DEN17226A 1958-09-11 1959-09-11 Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder 1.4-dienen Pending DE1096350B (de)

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DEN17226A Pending DE1096350B (de) 1958-09-11 1959-09-11 Verfahren zur Herstellung von hochfluorierten Polyfluorcyclohexa-1.3- oder 1.4-dienen

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