DE1088861B - Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von SchlackenwolleInfo
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- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C21B3/00—General features in the manufacture of pig-iron
- C21B3/04—Recovery of by-products, e.g. slag
- C21B3/06—Treatment of liquid slag
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B2400/00—Treatment of slags originating from iron or steel processes
- C21B2400/02—Physical or chemical treatment of slags
- C21B2400/022—Methods of cooling or quenching molten slag
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle Bei der Herstellung von Schlackenwolle durch Verblasen des schmelzflüssigen Gutes mit einem gasförmigen Druckmittel hat man bisher die Schlacke, auch Hochofenschlacke, gegebenenfalls unter Zusatz die Verblasbarkeit fördernder Mineralien, in nur für diesen Zweck bestimmten Kupolöfen niedergeschmolzen, weil man der Ansicht war, daß nur so die Bedingungen geschaffen werden können, die in bezug auf die Homogenität und Viskosität einer auf Wolle zu verblasenden Schlacke einzuhalten sind. Man glaubte sie in einem Kupolofen durch regelnde Zusätze, beispielsweise an Sand od. dgl., rasch einstellen zu können.
- Es ist auch schon der Vorschlag gemacht worden, das in dieser Weise hergestellte Schmelzgut in einem dem Kupolofen nachgeschalteten beweglichen Ofen weiterzubehandeln und es dadurch zu homogenisieren und in einen Zustand gleichmäßiger Viskosität zu bringen, daß man es in den Trommel- oder Schaukelöfen zur innigen Durchmischung bringt.
- Zum Stand der Technik gehört auch ein Verfahren zum Zerfasern von Silikatmassen, insbesondere von Schlacken, mittels eines Verblasestrahles, bei dem die Schlacke als breites dünnes Band über eine Überlaufkante zum Ausfluß gebracht, das Band vordem Verblasen durch eine Durchlaufkammer geleitet und dort in seiner ganzen Breite einer reduzierenden oder oxydierenden Wärmebehandlung unterzogen wird. Dem überhitzten Band können dabei auch Zusatzstoffe, wie Calcium, Kupfer, Blei, Aluminium od. dgl., zugeführt werden. In dieser Weise, d. h. als kurzzeitig .durchlaufendes Band, läßt sich vom Hochofen kommende Schlacke nicht so vorbereiten, daß man sie als betriebssicher auf Schlackenwolle von einwandfreier Güte verblasen kann. Dazu genügt es auch nicht, dem Schlackenstrahl kurz vor seinem Eintritt in die Verblasedüse eine kleine Menge Aluminium- oder Siliziumpulver zuzusetzen, das sich mit den in der Schlacke befindlichen Schwermetallen unter Wärmeabgabe umsetzen soll, deshalb nämlich nicht, weil auch hier die Einwirkungszeit viel zu gering ist und die zunächst reduzierten Schwermetalle aus der Schlacke nicht etwa entfernt, sondern durch das Verblasemittel wieder oxydiert werden sollen.
- Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber ein Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle durch Verblasen von Schlacke beim Ausfließen aus einem dem Abstich eines Umschmelzofens nachgeschalteten Zwischenbehälter, dessen Kennzeichen darin besteht, daß unmittelbar von einem Hochofen kommende Schlacke in einem beheizten Zwischenbehälter durch folgende, gemeinsam anzuwendende Mittel auf die für das Verblasen günstigste Viskosität und Homogenität gebracht wird: 1. Die in der Hochofenschlacke enthaltenen Eisen-Sauerstoff-Verbindungen werden in dem Zwischenbehälter so weit reduziert und das entstehende metallische Eisen auf Grund seines spezifischen Gewichtes abgetrennt, daß der Eisengehalt der Schlacke höchstens 0,4% ausmacht.
- 2. Die Schlacke wird mit bis zu 5% Kieselsäure versetzt und 3. bis zum vollkommenen Aufschmelzen sämtlicher, auch -der beim Einlaufen der Schlacke in den Zwischenbehälter noch nicht geschmolzenen Bestandteile erhitzt.
- Die Reduktion der Eisenoxyde kann durch an sich bekannte Mittel, beispielsweise durch Kohlenstoff, Aluminium, Silizium od. dgl., erfolgen. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, daß sie in dem dem Hochofen nachgeschalteten Zwischenbehälter durchgeführt wird, vielmehr kann das Reduzieren auch bereits vor dem Einlaufen der Hochofenschlacke in den Zwischenbehälter, zweckmäßig in der Schlackenrinne, vorgenommen werden.
- Das Homogenisieren der Schlacke geschieht durch nachträgliches Aufheizen, das den Zweck hat, die in der flüssigen Hochofenschlacke stets noch vorhandenen festen Bestandteile in Lösung zu bringen. Danach erstarrt die Schlacke regelmäßig glasig, d. h. so, daß sie bei der eingeregelten Viskosität lange Fäden zieht, die das Kennzeichen einer guten Schlackenwolle sind. Die Homogenisierung wird schon durch Zugabe geringster Kieselsäuremengen wesentlich beschleunigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von Schlacken-;volle durch Verblasen von Schlacke beim Ausfließen aus einem dem Abstich eines Umschmelzofens nachgeschalteten Zwischenbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar von einem Hochofen kommende Schlacke in einem beheizbaren Zwischenbehälter durch folgende, gemeinsam anzuwendende Mittel auf die für das Verblasen günstigste Viskosität und Homogenität gebracht wird: a) Die in der Hochofenschlacke enthaltenen Eisen-Sauerstoff-Verbindungen werden in dem Zwischenbehälter so weit reduziert und das entstehende metallische Eisen auf Grund seines spezifischen Gewichtes abgetrennt, daß der Eisengehalt der Schlacke höchstens 0,4% ausmacht. b) Die Schlacke wird mit bis zu 5% Kieselsäure versetzt und c) bis zum vollkommenen Aufschmelzen sämtlicher, auch der beim Einlaufen der Schlacke in den Zwischenbehälter noch nicht geschmolzenen Bestandteile erhitzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion der Eisen-Sauerstoff-Verbindungen der Schlacke bereits vor deren Einlaufen in den Zwischenbehälter, zweckmäßig in der Schlackenrinne, vorgenommen wird.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Schlackentemperatur kleinstückige feste Hochofenschlacke dient: In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 687 185, -714 521.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED21083A DE1088861B (de) | 1955-08-13 | 1955-08-13 | Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED21083A DE1088861B (de) | 1955-08-13 | 1955-08-13 | Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088861B true DE1088861B (de) | 1960-09-08 |
Family
ID=7036955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED21083A Pending DE1088861B (de) | 1955-08-13 | 1955-08-13 | Verfahren zum Herstellen von Schlackenwolle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088861B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989004814A1 (en) * | 1987-11-27 | 1989-06-01 | Outokumpu Oy | Method for reducing iron silicate melt in order to produce fire-resistant and chemically resistant fiber as well as bottom metal |
| EP0885973A1 (de) * | 1997-05-15 | 1998-12-23 | MANNESMANN Aktiengesellschaft | Verfahren zum Stückigmachen von im Stahlherstellungsprozess anfallender Schlacke |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE687185C (de) * | 1937-07-18 | 1940-01-24 | Eisenwerke Akt Ges Deutsche | Verfahren zur Zerfaserung von Silicatmassen o. dgl., insbesondere von Schlacken, mittels eines Verblasestrahles |
| DE714521C (de) * | 1940-03-20 | 1941-12-01 | Eisenwerke Ag Deutsche | Verfahren zur Homogenisierung von Schmelzgut zur Herstellung von Schlackenwolle oderSchlackenfasern |
-
1955
- 1955-08-13 DE DED21083A patent/DE1088861B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE687185C (de) * | 1937-07-18 | 1940-01-24 | Eisenwerke Akt Ges Deutsche | Verfahren zur Zerfaserung von Silicatmassen o. dgl., insbesondere von Schlacken, mittels eines Verblasestrahles |
| DE714521C (de) * | 1940-03-20 | 1941-12-01 | Eisenwerke Ag Deutsche | Verfahren zur Homogenisierung von Schmelzgut zur Herstellung von Schlackenwolle oderSchlackenfasern |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989004814A1 (en) * | 1987-11-27 | 1989-06-01 | Outokumpu Oy | Method for reducing iron silicate melt in order to produce fire-resistant and chemically resistant fiber as well as bottom metal |
| EP0885973A1 (de) * | 1997-05-15 | 1998-12-23 | MANNESMANN Aktiengesellschaft | Verfahren zum Stückigmachen von im Stahlherstellungsprozess anfallender Schlacke |
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