DD244695A1 - Tropfkammer fuer infusionsbestecke - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Tropfkammer fuer Infusionsbestecke durch dessen Sichtgehaeuse der Lichtstrahl eines Tropfenfuehlers zu leiten ist. Ziel und Aufgabe ist es, eine Halterung fuer diesen Tropfenfuehler zu entwickeln, welche seine variable Anordnung ueber einen bestimmten Bereich hinweg gestattet. Durch die besondere Ausgestaltung des Sichtgehaeuses, die Schaffung eines Filterfreiraumes ohne Sichtbehinderung, gleiche Durchmesser von Sichtgehaeuse und Basis des Einstichdornes und einen geschlitzten Haltering wurde eine Traegerauflage erzielt, die neben anderen Vorteilen besonders eine Einstellung des Lichtstrahles auf eine Tropffallhoehe bei bester Tropfenbildung ermoeglicht.
Description
-2- 244 695 Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Tropfkammer für Infusionsbestecke zu entwickeln, so daß ohne konstruktive Veränderungen eine beliebige Anordnung des Tropfenfühlers auf der Tropfkammer und sogar dessen Befestigung auf dem Basisteil des am oberen Ende der Tropfkammer vorgesehenen Einstichdornes möglich ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Sichtgehäuse der Tropfkammerflexibel gestaltet und innen mit Verstärkungsrippen und einer Ringhülle zurwahlweisen Befestigung großvolumigerstabförmiger,rondenförmiger,kaskadenförmiger u.a. geformter Fi lter versehen ist. Weiterhin dadurch, daß die Verstärkungsrippen auf den Bereich der Filterkammer beschränkt sind, während das Sichtgehäuse im oberen Bereich der Tropfenfallhöhe ohne Sichtbeschränkung gehalten ist. Und schließlich noch dadurch, daß in diesem oberen Bereich das Sichtgehäuse mit einem gleichbleibenden, der Basis des Einstichdornes entsprechenden Außendurchmesser versehen ist und auf diesem Teil des Sichtgehäuses oder auf der Basis des Einstichdornes ein fixierbarer, geschlitzter und zur Aufnahme eines Tropfenfühlers bestimmter Haltering mit kleinerem Lochdurchmesser aufgeschoben ist. Die Erfindung schafft eine zweckdienliche Lösung der Tropfkammer auch dadurch, daß die Verstärkungsrippen an der inneren Wand des Sichtgehäuses angeformt und im Abstand eines Teiles ihres inneren Umfanges, mindestens eines sechsten Teiles von diesem in axialer Richtung des Sichtgehäuses verlaufend, angeordnet sind. Diese Verstärkungsrippen münden in eine umlaufende, den unbehinderten Sichtbereich des Sichtgehäuses begrenzende Verstärkungsrippe ein und endet auf der Auslaßseite unmittelbar vor der Ringhülle.
Der Halterring der erfindungsgemäßen Tropfkammer weist noch vorteilhafte Merkmale auf, die eine relativ breite Trägerauflage für den Tropfenfühler einer Tropfenregistriervorrichtung sicherstellen. Um gleichzeitig seine billige Herstellung zu sichern und seine Verstellbarkeit einfach zu gewährleisten, weist der Haltering eine rechteckige Querschnittsform auf, deren innere Schmalseite am Umfang des Sichtgehäuses oder Basis des Einstichdornes anliegt und deren äußere Schmalseite an der unteren Kante abgerundet ist.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Tropfkammerfür Infusionsbestecke sind, daß mit der geschaffenen Anordnung viele Arten von Filtern nur im unteren Bereich des Sichtgehäuses sowie mit dem geschaffenen Freiraum ohne Sichtbehinderung im oberen Bereich des Sichtgehäu'ses eine frei wählbare Fixierung des Tropfenfühlers und damit seiner Lichtquelle und seines Lichtsensors über die Länge der Tropfenfallhöhe bis hin zur Basis des Einstichdornes mit einem einfachen Haltering möglich ist.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In ihr wird die Gesamtheit der erfindungsgemäßen Tropfkammer für Infusionsbestecke in schematischer Weise dargestellt, wobei auf eine geschlossene Darstellung des Infusionsbesteckes einschließlich ihrer Anschlüsse mit dem Infusionsbehälter und den Schlauchsystemen verzichtet wurde.
Gemäß der Erfindung und insbesondere gemäß ihrer Anwendung ist davon auszugehen, daß das mit der Bezugszahl 1 gekennzeichnete Sichtgehäuse der Tropfkammer in eine Filterkammer 2 und in einen Freiraum 3 unterteilt ist. Außerdem verschließt seine Einlaßseite ein doppellumiger Einstichdorn 4 und seine Auslaßseite hat einen Anschluß 5 für ein oder mehrere Schlauchsysteme.
Das Sichtgehäuse 1 ist flexibel gestaltet und innen mit Verstärkungsrippen 6,7 und einer Ringhülle 8 zurwahlweisen Befestigung verschiedenartig geformter Filter versehen. Die Verstärkungsrippen 6,7 sind an der inneren Wand des Sichtgehäuses 1 angeformt, von denen die mit der Bezugszahl 6 gekennzeichneten im Abstand eines Teiles des inneren Gehäuseumfanges, vorzugsweise eines achten Teiles von diesem in axialer Richtung des Sichtgehäuses verlaufend, angeordnet wurden. Diese Verstärkungsrippen 6 münden in eine umlaufende Verstärkungsrippe 7 ein, die nach unten den Freiraum 3 begrenzt bzw. eine Begrenzungslinie für den Freiraum 3 darstellt. Die Verstärkungsrippen 6 enden unmittelbar vor der Ringhülle 8, die in einem gewissen Abstand zum Anschluß 5 steht. Eine beispielsweise Ausführungsform sieht hierbei vor, die Ringhülle 8, den Anschluß 5 und das Sichtgehäuse 1 mit den Verstärkungsrippen 6,7 einstückig auszubilden.
Es ist im Ergebnis auch vorgesehen, daß im oberen Bereich der Tropfenfallhöhe ohne Sichtbeschränkung gehaltene Sichtgehäuse 1 mit einem gleichbleibenden, der Basis 9 des Einstichdornes 4 entsprechenden Außendurchmesser zu versehen.
Gemäß vorstehender Ausstattung der verschiedenen Teile wird eine verlängerte Bewegungsstrecke für einen Haltering 10 geschaffen, der für die Aufnahme des Tropfenfühlers einer Tropfen registriervorrichtung (nicht gezeichnet) bestimmt ist. Es sei jedoch daraufhingewiesen, daß ein einmal fixierter Haltering 10 die erreichte Anordnung während einer Infusion beibehält. Die verlängerte Bewegungsstrecke istzum Zwecke der Benutzung andererTropfenfühlertypen eine sehr vorteilhafte Lösung, mittels der auch Herstellungstoleranzen ausgeglichen werden können und vor allem eine Einstellung des Lichtstrahles auf eine Tropfenfallhöhe bei bestmöglicher Tropfenbildung möglich ist. Der fixierbare Haltering 10 ist geschlitzt und sein Lochdurchmesser ist gegenüber dem Sichtgehäuse 1 kleiner gehalten, so daß mit Erreichen des gewünschten Standortes der Tropfenfühler in seiner Lage gehalten wird.
Es ist im Ergebnis auch erforderlich, eine relativ breite Trägerauflage für den Tropfenfühler zu schaffen, was in relativ einfacher Weise mit einer rechteckigen Querschnittsgestaltung des Halteringes 10 erreicht wird.
Vorteilhafterweise liegt hierbei dessen innere Schmalseite am Umfang des Sichtgehäuses 1 an und seine äußere Schmalseite ist an der unteren Kante abgerundet. Diese Kantenrundung führt zu einer besseren Zentrierung des Tropfenfühlers, insbesondere bei dessen Verbindung mit der Registriervorrichtung.
Claims (3)
- Erfindungsanspruch:1. Tropfkammerfür Infusionsbestecke, mit einem Sichtgehäuse, dessen Einlaßseite ein doppellumiger Einstichdorn verschließt und dessen Auslaßseite mit einem oder mehreren transparenten Schlauchsystemen verbunden ist und das an seinem Umfang die Anordnung eines Tropfenfühlers zuläßt, damit ein von seiner Lichtquelle ausgesandtes und von seinem' Lichtsender aufgenommenes Lichtsignal das Sichtgehäuse im oberen Bereich der Tropfkammer durchdringt, gekennzeichnet dadurch, daß das Sichtgehäuse (1) flexibel gestaltet und innen mit Verstärkungsrippen (6,7) und einer Ringhülle (8) zur wahlweisen Befestigung großvolumiger,stabförmiger, rondenförmiger, kaskadenförmiger u.a. geformter Fi lter versehen ist, daß die Verstärkungsrippen (6,7) auf den Bereich der Filterkammer (2) beschränkt sind, während das Sichtgehäuse (1) im oberen Bereich der Tropfenfallhöhe ohne Sichtbeschränkung gehalten und mit einem gleichbleibenden, der Basis (9) des Einstichdornes (4) entsprechenden Außendurchmesser versehen ist und auf diesem Teil des Sichtgehäuses (1) oder auf der Basis (9) des Einstichdornes (4) ein fixierbarer, geschlitzter und zur Aufnahme des Tropfenfühlers bestimmter Haltering (10) mit kleinerem Lochdurchmesser aufgeschoben ist.
- 2. Tropfkammer für Infusionsbestecke nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Verstärkungsrippen (6,7) an der inneren Wand des Sichtgehäuses (1) angeformt und die Verstärkungsrippen (6) im Abstand eines Teiles ihren inneren Umfanges, mindestens eines sechsten Teiles von diesem in axialer Richtung des Sichtgehäuses (1) verlaufend, angeordnet sind und in eine umlaufende, den unbehinderten Sichtbereich des Sichtgehäuses (1) begrenzende Verstärkungsrippe (7) einmünden sowie auf der Auslaßseite unmittelbar vor der Ringhülle (8) enden.
- 3. Tropfkammer für Infusionsbestecke nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Haltering (10) eine rechteckige Querschnittsform aufweist, deren innere Schmalseite am Umfang des Sichtgehäuses (1) anliegt und deren äußere Schmalseite an der unteren Kante abgerundet ist.Hierzu 1 Seite ZeichnungAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Tropfkammer für Infusionsbestecke, mit einem Sichtgehäuse, das einen Einlaß und einen Auslaß aufweist und das mit einem Filter zum Entfernen von Mikropartikel ausgestattet ist. Diese zur Infusionstherapie, vorzugsweise in Verbindung mit einer volumendosierten Infusionspumpe verwendeten Filtrationseinrichtung ist meist im Bereich der Tropfkammer mit einem Tropfenfühler versehen, der mindestens eine Lichtquelle und einen Lichtsensor aufweist und an ein Gerät zur Überwachung von Infusionen angeschlossen ist.Charakteristik der bekannten technischen LösungenEine Tropfkammer für Infusionsbestecke, welche einlaßseitig mit einem doppellumigen Einstichdorn und auslaßseitig mit einem oder mehreren transparenten Schlauchsystemen verbunden ist, hat ein Sichtgehäuse aus transparenten flexiblen Material. Für die Zurückhaltung der in den Infusionslösungen nachgewiesenen Mikropartikel ist ein Filter bzw. sind Filterelemente mit abnehmender Porenweise vorgesehen, die in der Tropfkammer entweder auf der Zuflußseite (DE-OS 3406928) oder auf der Abflußseite (DE-OS 3143456) angeordnet sind oder einen von der Zuflußseite bis zur Abflußseite reichenden Filterweg bilden (DE-OS 2821 997).Zur Überwachung der verabreichten Infusionsflüssigkeiten wird ein elektrooptisches Zählgerät verwendet, dessen aus einer Lichtquelle und einem Lichtsensor bestehende Tropfenfühler am Umfang der an einen Vorratsbehälter für Infusionsflüssigkeit angeschlossenen Tropfkammer befestigt ist (DE-OS 2830512,3344632). Dabei erfolgt seine Anordnung so, daß das von der Lichtquelle ausgesandte und das vom Lichtsensor aufgenommene Strahlenbündel sich im Bereich einer gesamten Querschnittsfläche derTropfkammer überlappen. Die Registrierung der Tropfen erfordert demnach eine Anordnung des Tropfenfühlers, die über der Standhöhe der Infusionslösung in derTropfkammer liegt und keine Fehlmessung erlaubt. Das soll mit einer Halterung des Tropfenfühlers entweder am Fuß des doppellumigen Einstichdornes oder im Falle einer zweiteilig ausgebildeten Tropfkammer an deren Verbindungswulst erreicht werden, wobei jede ihrer Haltemechanismen speziell, d.h. typisch konstruktiv gestaltet ist.Die Verwendung derartiger Halterungen an Tropfkammer in ein-oder zweiteiliger Ausführung ist jedoch weitestgehend von der Sichtgehäusegestaltung, vom verwendeten Filtereinsatz und nicht zuletzt von der Anpassung der Tropfenfühler anderer Überwachungsgeräte abhängig. Gerade die Nutzung neuzeitlicher Verfahren zur Überwachung einer Infusion, sei diese nun eine Schwerkraftinfusion oder eine volumendosierte, mittels Schlauchpumpen betriebe Infusion, war bisher wegen den Anpassungsschwierigkeiten des Tropfenfühiers an die Tropfkammer nicht unproblematisch.Ziel der ErfindungDas Ziel der Erfindung ist auf die Beseitigung der aufgezeigten Nachteile gerichtet. Ihr Zweck besteht besonders darin, eine Überwachung von Infusionen mit einem Tropfenfühler verschiedener Geräte zu ermöglichen sowie dessen Einsatzmöglichkeit zu erhöhen, indem seine Verwendung nicht nur auf Infusionsbestecke mit zugeordneter Infusionspumpe beschränkt ist.
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